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Group Title: Fliegen der palaearktischen Region
Title: Die Fliegen der palaearktischen Region
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Permanent Link: http://ufdc.ufl.edu/UF00081814/00010
 Material Information
Title: Die Fliegen der palaearktischen Region
Physical Description: v. : illus. ;
Language: German
Creator: Lindner, Erwin, b. 1888
Publisher: E. Schweizerbart.
Place of Publication: Stuttgart
 Subjects
Subject: Diptera -- Palearctic regions   ( lcsh )
Flies -- Palearctic regions   ( lcsh )
Insects -- Palearctic regions   ( lcsh )
Diptera -- Periodicals   ( mesh )
Vliegen (insecten)   ( gtt )
 Notes
General Note: Fliegen der palaearktischen Region.
 Record Information
Bibliographic ID: UF00081814
Volume ID: VID00010
Source Institution: University of Florida
Holding Location: University of Florida
Rights Management: All rights reserved by the source institution and holding location.
Resource Identifier: oclc - 01607763
lccn - 25000221

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ERWIN LINDNER













DIE FLIEGEN

DER
PALAEARKTISCHEN
REGION

LIEFERUNG 216

64 e. Rhinophorinae. S. 1-36, Titelblatt und Inhalt.


STUTTGART
E. SCHWEIZERBART'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG
(NAGELE u. OBERMILLER)
1961

^ .
























































































Gedruckt bei der A. Oelschlger'schen Buchdruckerei, Calw, Wrtt.













64e. RHINOPHORINAE


VON


B. HERTING



























STUTTGART
E. SCHWEIZERBART'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG
(NAGELE u. OBERMILLER)
1961





UNIVERSITY OF FLORIDA

3 1262 05727 6619

5v'-


6Lq




SCIENCE
LBRARY

























Inhaltsbersicht




Seite
Einleitung .. ... 1
Morphologie der Imago ...... . 1
Biologie und Larvenmorphologic ..... 3
Gattungsbestimmungstabelle 4
Nachtrag .... . 34
Literaturnachweis . 34
Index . . . . 35














64 e. Rhinophorinae

Von Dr. Benno Herting, Mnster i. Westf.

Die Abgrenzung der Unterfamilie ist bisher recht unsicher und schwankend gewesen.
Selbst in der letzten zusammenfassenden Arbeit von S e g u y (1941) sind den Rhinophori-
nen noch zwei Genera beigemengt, die hier nicht am Platze sind, nmlich die zu den Tachi-
niden (Phasiinen) gehrige Ci n o c h i r a und die den Sarcophaginen angehrende Gat-
tung Ny ctia. Zur Trennung der Rhinophorinen von den Nachbargruppen knnen die
folgenden Merkmale dienen, die im allgemeinen gut brauchbar sind, jedoch, wie oftmals im
Bereich der Systematik, keine vollstndige Gltigkeit haben:
Zum Unterschiede von den Tachiniden (Larvaevoriden) haben die Rhinophorinen ein
weitgehend reduziertes, nicht konvexes und zum grten Teil membranses Postscutellum
(bei der Tachinengattung L i t h o ph a s i a ist dieses allerdings auch rckgebildet). Inner-
halb der Calliph o r i d a e sind die Rhinophorinen in der Regel daran zu erkennen, da
das Thorakalschppchen klein und vom Schildchen abgespreizt ist (Ausnahme: An g i o -
neu r a a c e rb a) und da die uere, den Pleuren genherte Posthumeralborste fehlt
(bei manchen Ph y to kann sie schwach und haarfrmig entwickelt sein; sie fehlt aber
auch einigen Calliphorinen und Sarcophaginen). Die fr die meisten Sarcophaginen typi-
sche, gabelzinkenfrmige Abbiegung der Spitzenquerader mit starker Konkavitt an der
Basis findet sich bei den Rhinophorinen niemals in dieser ausgeprgten Form. Im Gegensatz
zu vielen Calliphorinen, (darunter Formen wie E g g i s o p s und P s eu d o n es i a, die im
Habitus an Rhinophorinen erinnern und diesen wohl auch verwandtschaftlich nherstehen)
sind die Propleuren stets unbehaart.
Bei den Art- und Gattungsdiagnosen zeigen sich auch hier die Schwierigkeiten, die
Z umi p t bei den Calliphorinen (Teil 64 i) hervorhebt; die zur Kennzeichnung verfgbaren
Merkmale sind nmlich oft nicht gengend konstant. Dennoch ist im folgenden versucht
worden, die Arten nur nach ueren Merkmalen zu trennen, wobei die Variabilitt an dem
vorhandenen Material sorgfltig geprft wurde. Auf eine Untersuchung der mnnlichen
Genitalien mute verzichtet werden, da diese bei getrocknetem Sammlungsmaterial leicht
zu Beschdigungen fhrt und berdies sehr zeitraubend ist. Ein Bestimmungsschlssel
nach ueren Merkmalen ist fr die Praxis ohne Zweifel ungleich wertvoller als eine Geni-
taldiagnose, vorausgesetzt, da man auch auf diesem Wege zum Ziel kommt. Die bisherigen
Darstellungen der Rhinophorinen sind in dieser Hinsicht recht unzulnglich. Sie berck-
sichtigen nur wenige, zum Teil nur bei den mnnlichen Fliegen ausgeprgte Merkmale und
messen diesen eine allzu groe systematische Bedeutung bei. Die vorliegende Neubearbei-
tung mute daher zahlreiche Vernderungen, auch in der Auffassung der Genera, mit sich
bringen.
Zur Revision der palarktischen Rhinophorinen stand mir das Material zur Verfgung,
das Villeneu ve an M e s n i berlassen hat, ferner Leihgaben aus den Sammlungen
des Wiener Naturhistorischen Museums, des Zoologischen Museums der Humboldt-Uni-
versitt Berlin, des Deutschen Entomologischen Instituts Berlin-Friedrichshagen und des
Staatlichen Museums fr Naturkunde in Stuttgart. Ich bin den Herren Kollegen, die mir
das Studium dieses Materials ermglichten, sehr zu Dank verpflichtet. Eine wertvolle Rhino-
phorinen-Sammlung aus Palstina erhielt ich berdies von Herrn Dr. J. K u g 1 e r, Tel
Aviv, zur Bearbeitung.
Morphologie der Imago
Der Kopf zeigt in seinen Proportionen auffllige Unterschiede zwischen den beiden
Tribus, den Rhinophorini und den A z a i s i i n i. Bei den ersteren ist das Gesicht
L i n d n e r, Die Fliegen der palaearktischen Region. 64e. Rhinophorinae. 1





2 Ilerting

krzer als die Stirn, ebenso sind die Fhler relativ kurz, dagegen haben die Azaisiinen ein
langes Gesicht und lange Fhler. Die Fhlerborste kann lang behaart, pubeszent oder fast
nackt sein, sie ist bei den R h i n o p h o r i n i nur an der Basis, bei den A z a i s ii n i bis zur
Mitte oder noch darber hinaus verdickt. Die Breite der Wangen und des Peristoms ist nach
Gattung und Art sehr unterschiedlich. Der Rssel ist kurz bis mittellang, die Taster sind
ziemlich schwach entwickelt.
Was die Chtotaxie des Kopfes') betrifft, so geht die Reihe der Stirnborsten (ori) nicht
oder nur sehr wenig unter die Fhlerbasis auf die Wangen herab. Nach vorn gebogene
Orbitalborsten (ors) sind zumindest bei den Weibchen vorhanden, meist in 2 Paaren (sel-
tener 1 oder 3, bei M e 1 a n o p h o r a bis zu 5). Die Ozellarborsten (oc) sind meist ziemlich
schwach entwickelt, sie sind im allgemeinen nach vorn geneigt, bei H o p lis a s. str.
jedoch zur Seite und ein wenig nach hinten gebogen. Der Scheitel trgt innere und uere
Vertikalborsten (iv und ev). Vor ihnen befinden sich oft Prvertikalborsten (prv), welche
seitwrts oder nach hinten gebogen sind. Bei den Mnnchen mancher Arten ist die Stirn
stark verschmlert, in diesem Fall fehlen die Orbital-, Prvertikal- und ueren Vertikal-
borsten. Die Wangen (Parafacialia) sind nicht selten behaart, manchmal im unteren Teil
mit strkeren Borsten versehen. Die groe Vibrisse ist stets vorhanden, kleinere haar-
frmige Vibrissen steigen nur etwa bis zum unteren Fnftel oder Drittel der Gesichts-
leisten auf. Der Hinterkopf ist mit schwarzen Mikrochten bedeckt, ebenso die okzipitale
Erweiterung auf dem Peristom.
Der Thorax zeigt in der Regel auf dem Mesonotum die folgenden Borsten: 1 + 1 Acro-
stichalen (acr), 2 + 3 Dorsozentralen (dc), 0 + 2 Intraalaren (ia), 1 Posthumerale, 3 Hu-
meralen (h, in gerader Linie oder mehr im Dreieck stehend), 1 Prsuturale, 3 Supra- und
2 Postalarborsten. Die acr sind bei A n g i o n e u r a vor der Naht reduziert, bei manchen
P h y t o kann vor und hinter der Naht noch ein zustzliches Paar entwickelt sein. Die
Formel der dc ist bei allen Rhinophorinen einheitlich. Die prsuturale ia ist bei manchen
P h y t o deutlich entwickelt. Hinter der Naht ist zumeist die vordere und die letzte ia vor-
handen, whrend die mittlere fehlt, seltener ist die vordere reduziert und die mittlere dafr
krftig entwickelt (Angioneura, Phyto celer, brevipila und pauciseta).
Die vordere sa, die dicht hinter der Quernaht stehende Pralarborste (pra),.ist systematisch
wichtig. Die mittlere sa ist die strkste Borste des Mesonotums. Von den Borsten der Pleu-
ren sind die Sternopleuralen (st) und die Pteropleurale (pt) zu beachten. In der Regel sind
2-3 st entwickelt, bei M a c r ot a rs i n a jedoch nur 1. Am Schildchen (Scutellum) finden
sich 1 Paar gekreuzter Apikalborsten (bei einigen Genera reduziert, bei A n g i o n e u r a
fi in b r i a t a oft vllig fehlend) und 1 Paar krftiger, divergenter Lateralborsten, die sich
(nach Gattung und Art verschieden) in einer basilateralen bis subapikalen Stellung be-
finden. Ein basales Borstenpaar ist bei manchen Ph y to krftig entwickelt, sonst kurz
oder fehlend.
Am Flgel ist die Zelle R, (1. Hinterrandzelle) offen, geschlossen oder gestielt, der Stiel
bertrifft bei manchen Arten die Spitzenquerader an Lnge. Die Beugung der Medianader
(m) ist winklig oder gerundet, gelegentlich mit einem kurzen Aderanhang versehen. Die
Spitzenquerader ist zumeist fast gerade, selten ein wenig konkav, zeigt jedoch niemals wie
bei den Sarcophaginen nach rechtwinkliger Abbiegung von der Media eine starke Konka-
vitt an der Basis. Sie ist bei H o p isa a t e r r i ma obliteriert, so da die Media in der
Flgelflche frei endet. Das Thorakalschppchen ist fast immer ziemlich klein und etwas
zur Seite gespreizt, nur bei A n g i o n eu ra a c e rb a wie bei den Calliphorinen zum
Schildchen hin dreieckig verbreitert.
Die Chtotaxie der Beine, speziell der Tibien, ist systematisch wichtig und bedarf einer
nheren Erklrung. Zur Bezeichnung der Borstenstellung denke man sich die Beine recht-
winklig horizontal vom Krper der Fliege abgespreizt. Die obere, d.h. dorsale Seite der
Tibia ist in jeder Stellung leicht kenntlich an einem schwachen Lngskiel, der in seinem
ganzen Verlauf vom Knie bis zum Tarsalgelenk eine regelmige Doppelreihe kurzer Mikro-

1) Leider existiert fr die Kopfborsten keine einheitliche Namengebung. Z u m p t (Teil 64 i) be-
zeichnet die Stirnborsten als Parafrontalborsten (paf), die Prvertikalborste als Frontalborste (f)
und die ors als Frontorbitalborsten (fo). M e s n i (Teil 64 g) nennt die Prvertikalborsten, wenn sie
nach hinten gebogen sind, innere Orbitalborsten (oi), die ors dagegen uere Orbitalborsten (oe).






64 e. Rhinophorinae 3

chten trgt. Vor dem tarsalen Ende findet sich hier der dorsale Endsporn (D). Andere
Borsten oder strkere Haare kommen in diesem dorsalen Streifen der Tibia niemals vor.
Der nach vorn bzw. hinten angrenzende Streifen wird als anterodorsal (ad) bzw. postero-
dorsal (pd) bezeichnet, die bei der angegebenen Beinhaltung gerade nach hinten gerichtete
Seite als posteral (p). Auf der unteren Seite wird dementsprechend ein anteroventraler
(av), ventraler (v) und posteroventraler (pv) Streifen unterschieden. Im Text sind die in
diesen Streifen entlang der Tibia auftretenden Borsten mit den entsprechenden Kleinbuch-
staben bezeichnet, die zugehrigen Endsporne am unteren Ende der Schiene dagegen mit
groen Buchstaben (AD, D, PD, PV). Systematisch wichtig sind: an der Vordertibia (ti)
die pd-Borsten und der PD-Sporn (vorhanden oder fehlend), an der Mitteltibia (t2) die
ad-Borsten (Anzahl) und die av-Borste (den Mnnchen mancher Arten fehlend), an der
Hintertibia (t3) der PD- und der PV-Sporn (meist vorhanden, nur bei wenigen Arten rudi-
mentr). Zur Erkennung der pd-Borsten an der Vordertibia beachte man, da die pd direkt
neben der Doppelreihe der dorsalen Mikrochten stehen, whrend die p-Borsten durch eine
weitere Haarreihe (eben die pd-Mikrochten) davon gtrennt sind. Ein oder zwei p-Borsten
sind an der t, fast immer vorhanden, nur bei den Mnnchen gewisser Steve nia Arten
knnen sie reduziert sein.
Die Abdominalsegmente sind in oftmals unterschiedlicher Weise mit Marginal- und
Diskalborsten versehen. Ein wichtiges Merkmal ist vor allem das Vorhandensein oder
Fehlen der dorsalen Marginalen am II. (d.h. dem ersten sichtbaren) Segment. Bei den
Mnnchen ist das 5. Sternit von hinten tief eingespalten (Ausnahme: C h a e t o s t e v en i a)
und oft auffallend gro entwickelt. Das weibliche Postabdomen zeigt noch den gleichen
ursprnglichen Bau wie bei den Calliphorinen, es bildet im allgemeinen ein ziemlich langes,
retraktiles Legerohr, nur bei Melanophora und Chaetostevenia ist es verkrzt.

Biologie und Larvenmorphologie
Nur von eingen wenigen Rhinophorinen-Arten ist bisher etwas ber die larvale Le-
bensweise bekannt geworden. In smtlichen Fllen handelt es sich um Parasiten von terre-
strischen Isopoden (Landasseln). Es ist jedoch fraglich, ob dies fr alle Vertreter der
Subfamilie anzunehmen ist, denn ber die Biologie mancher hufiger Arten wie M e 1 a-
nomyia nana,Anthracomyia melanoptera und Rhinomorinia sarco-
p h a g i n a wissen wir derzeit noch gar nichts. Die Isopoden-Spezies, aus denen bisher
Rhinophorinen gezogen wurden, sind zusammen mit diesen Parasiten in der nachfolgenden
bersicht angefhrt (Quellenangaben bei den Artbesprechungen):
Oniscus asellus L.: Phyto melanocephala, Ph. discrepans, Chae-
tostevenia maculata
Philoscia affinis Verh.: Stevenia atramentaria
Porcellio scaber L.:Phyto melanocephala,Ph.discrepans,
Frauenfeldia rubricosa, Chaetostevenia maculata, Melano-
phora roralis, Rhinophora lepida
P. pictus Brandt: Phyto melanocephala
Metaponorthrus pruinosus B.L.: Cirillia angustifrons
Protracheoniscus politus Koch:Chaetostevenia maculata
Tracheoniscus ratzeburgii Brandt: Chaetostevenia maculata
Tr. arcuatus B. L.: Stevenia atramentaria
Armadillidium spec. div.:Phyto melanocephala
Der Wirt P o rc e 11 i o s c a b e r, welcher gregr unter abgelster Baumrinde, unter
Steinen usw. lebt, scheint nach den Befunden von Thomp s o n (1934) am hufigsten
befallen zu werden. In Material von 18 verschiedenen Fundorten in England und Frank-
reich betrug die Parasitierung im Durchschnitt 9,2 0/o, lokal bis zu 25,2 0/. Von der in
feuchterer Umgebung lebenden Art 0 n i s c u s a s e 11 u s waren im Mittel nur 3,10/0,
maximal 7,2 %/ von Rhinophorinen parasitiert.
Die Eiablage ist bisher nicht beobachtet worden, sie erfolgt wahrscheinlich in der
Nhe der Wirte, soweit die Fliege in deren Schlupfwinkel eindringen kann. Das Ei hat
eine spindelfrmige Gestalt, seine Hlle (Chorion) ist gitterartig skulpturiert, aber unge-
frbt und durchscheinend. Es wird in unentwickeltem Zustand abgelegt, erst mehrere Tage





4 Herting

spter schlpft die Larve aus. Diese wandert vermutlich auf der Suche nach dem Wirt
umher.
Die Morphologie und Anatomie der drei Larvenstadien ist von Th o m p s o n (1934)
eingehend beschrieben worden. Das erste Stadium von Frauen feld i a rub r i c o s a,
Cirillia angustifrons und Chaetostevenia maculata ist durch dunkel
gefrbte Chitinstrukturen gepanzert, es erinnert dadurch an die Primrlarven der Echi-
nomyiinen unter den Tachinen. Bei Phyto melanocephala, Ph. discrepans
und Melanophora roralis fehlt diese Panzerung. Das Cephalopharyngealskelett
des ersten Larvenstadiums zeigt im wesentlichen den gleichen Bau wie bei den Callipho-
rinen, die Mundhaken sind jedoch strker entwickelt, dem Medianzahn dicht angepret und
mit krftigen Zhnen versehen. Hier zeigt sich der Gegensatz zu den Tachiniden, bei denen
die Mundhaken im I. Stadium zurckgebildet und in ihrer Funktion durch den zugeschrf-
ten Medianzahn ersetzt sind.
Whrend der endoparasitischen Phase befindet sich die Rhinophorinen-Larve normaler-
weise in einem dnnhutigen Trichter, der an zarten Verbindungshuten der Kutikula des
Krebses, sei es in der Pleurenlinie oder zwischen den Kiemen, ansetzt. Das Verhalten des
Parasiten und die histologische Reaktion des Wirtes ist demnach offenbar das Gleiche wie
bei den Tachiniden mit primrer Atemffnung. Es ist anzunehmen, da die durch die
dnnen Stellen der Wirtshaut eingedrungene Rhinophorinen-Larve ihre Hinterstigmen in
der Einbohrffnung belt, und da dann durch die verletzten Hypodermiszellen und zu-
wandernde Phagozyten der membranse Trichter um das Hinterende des Parasiten abge-
schieden wird.
In der Regel berwintert der Parasit als zweites Larvenstadium im Wirt. Die Parasi-
tierung ist uerlich nicht erkennbar, doch bewirkt der Nhrstoffentzug eine fortschreitende
Atrophie und Degeneration der Ovarien des Krebses. Die weibliche Assel entwickelt infolge
der Kastration auch nicht die charakteristische Bruttasche zur Aufnahme der Eier. Im
Frhjahr wchst der Parasit rasch weiter heran und fhrt den Tod des Wirtes herbei. Das
Puparium wird stets in der leeren Haut der Assel gebildet, und zwar mit dem Kopfende nach
vorn. Die Merkmale des 3. Stadiums bzw. des Pupariums sind nach T h o m p s o n artlich
nur wenig differenziert, so da eine Unterscheidung der Spezies sehr schwierig ist. Die
Hinterstigmen zeigen 3 (ausnahmsweise 4) kurze Schlitze, sie stehen als Ganzes mehr oder
weniger hckerartig ab. Vorderstigmen mit 5-18 Knospen. Das prothorakale Stigmen-
horn der Puppe tritt nicht durch die Wand des Pupariums hindurch.

Tabelle zur Bestimmung der Gattungen
1 Gesicht krzer als die Stirn. Fhler kurz, ihr 3. Glied hchstens 2,5mal so lang wie
das zweite. Fhlerborste nur an der Basis verdickt, ihre Basalglieder sehr kurz. Tribus:
Rhinophorini .
- Gesicht lnger als die Stirn. Fhler lang, ihr 3. Glied 4- bis 6mal so lang wie das zweite.
Fhlerborste fast bis zur Mitte oder noch darber hinaus verdickt, ihr 2. Basalglied
verlngert. Tribus: A z ais iii n. 17
2 Schildchen mit schwachen Apikalborsten und einem sehr viel strkeren Borstenpaar in
lateraler oder subapikaler Stellung. Zelle Rs offen oder am Rande geschlossen 3
- Apikalborsten des Schildchens zumeist krftig, von dem starken lateralen Borstenpaar
nicht oder nur sehr wenig berragt, wenn aber nur schwach entwickelt, dann R,
lang gestielt 4
3 Pralarborste stark, kaum krzer als die erste dc hinter der Naht. Vordere ia stark.
Acrostichale Makrochten vor der Quernaht vorhanden. PV-Sporn an t3 fehlend .
Melanomyia (S. 8)
- Pralare und vordere ia reduziert (mittlere ia meist ziemlich stark). Keine acrostichale
Makrochten vor der Quernaht. PV-Sporn an t3 schwach, aber deutlich entwickelt .
Angioneura (S. 6)
4 Pralarborste stark, wenig krzer als die erste de hinter der Naht ....5
- pra schwach oder fehlend ......... . . 8
5 Abdomen und Thoraxrcken vllig schwarz, unbereift. Basis von r4+5 ohne jedes Hr-
chen. PV-Sporn an t rudimentr ....... .Anthracomyia (S. 8)





64 e. Rhinophorinae 5

Abdomen zumindest mit schwachen, hell bereiften Vorderrandbinden, die bei Betrach-
tung schrg von hinten sichtbar sind. Mesonotum mit deutlicher Zeichnung. Basis von
r4+5 mit einigen kurzen Hrchen oder Brstchen. PV-Sporn an t3 krftig entwickelt 6
6 m-cu Querader nher zur r-m Querader als zur m-Beugung. Zelle R5 lang gestielt,
Stiel etwa so lang wie m-cu. Wangen mit einer herablaufenden Reihe strkerer Haare
Cirillia (S. 19)
- m-cu-Querader der m-Beugung genhert. Rs offen, geschlossen oder gestielt, im letzte-
ren Fall der Stiel krzer als m-cu. Wangen nackt oder behaart, nicht einreihig be-
borstet 7
7 Mundrand stark vorgezogen, untere Lnge des Kopfes etwa gleich seiner Hhe. 3. Fih-
lerglied ber 2mal so lang wie das zweite . Rhinomorinia subrostrata (S. 12)
- Peristom krzer als die Hhe des Kopfes. 3. Fhlerglied hchstens doppelt so lang
wie das zweite . . Phyto (S. 13)
8 Wangen im unteren Teil mit einigen strkeren Borsten .. 9
Wangen von oben herab gleichmig behaart oder nackt 10
9 Zelle R1 offen oder am Rand geschlossen. t, mit einer einzigen anterodorsalen Borste
Frauenfeldia (S. 20)
- R, kurz oder (zumeist) lang gestielt. t2 mit mehreren ad . Stevenia (S. 21)
10 Zelle R., gestielt, Stiel mindestens so lang wie die kleine r-m-Querader 11
- Rs offen oder am Rand geschlossen oder die Spitzenquerader fehlt .. 13
11 Mundrand vorgeschoben. Peristom kaum breiter als das 3. Fhlerglied. Wangen mit
einer herablaufenden Reihe von Mikrochten. Flgel schwach grau getnt. Spitzen-
querader biegt in einem stumpfen Winkel von der Media ab Rhinophora (S. 28)
- Mundrand nicht vortretend. Peristom viel breiter als das 3. Fhlerglied. Wangen nackt,
hchstens vorn oben mit einigen Hrchen. Flgel verdunkelt oder mit dunklen Ader-
sumen. Spitzenquerader fast rechtwinklig abbiegend2) . .. 12
12 Peristom schmler als der halbe senkrechte Augendurchmesser. Stirn mit hchstens
2-3 ors. Hintere Querader (m-cu) etwas einwrts-schrg auf m stehend. Thorakal-
schppchen hell gefrbt .. Chaetostevenia (S. 29)
- Peristom breiter als die halbe Augenhhe. 3-5 ors in beiden Geschlechtern. m-cu
nicht einwrts-schrg. Schppchen geschwrzt .. Melanophora (S. 32)
13 Peristom schmler als der halbe senkrechte Augendurchmesser 14
- Hhe des Peristoms etwa gleich % des Augendurchmessers. Augen, im Kopfprofil be-
trachtet, nur schwach oval, fast kreisrund . Tromodesia (S. 32)
14 Wangen so breit oder breiter als das 3. Fhlerglied . 15
- Wangen an der engsten Stelle viel schmler als das 3. Fhlerglied .. 16
15' Mundrand strker vorgeschoben als die Fhlerbasis. Wangen nackt. t2 mit mehreren
anterodorsalen Borsten. Vordere ia stark, mittlere rudimentr. Abdominalsegmente
IV und V mit Diskalborsten. Basicosta schwarz Rhinomorinia sarcophagina (S. 12)
- Mundrand nur schwach vorgeschoben. Wangen fein behaart. t2 mit einer einzigen ad.
Vordere ia reduziert, mittlere (auf der Hhe der strksten Supraalare stehend) krftig.
Abdomen vllig ohne Diskalen. Basicosta gelb . Phyto pauciseta (S. 17)
16 Krperfrbung vllig schwarz. 3 Sternopleuralen. Die 3 Humeralborsten stehen in den
Ecken eines fast rechtwinkligen Dreiecks Hoplisa (S. 10)
- Beine, sowie die ventralen und lateralen Teile des Abdomens gelb gefrbt. 1 Sternopleu-
rale. 2-3 h nicht in dreieckiger Position. Tarsen der Vorderbeine beim Mnnchen stark
verlngert und seitlich zusammengedrckt Macrotarsina (S. 9)
17 Wangen im unteren Teil mit einigen strkeren Borsten. Peristom mindestens so breit
wie Y des senkrechten Augendurchmessers. Zelle R, lang gestielt, Stiel lnger als
die Spitzenquerader ..... .Acampomintho (S. 33)

2) Die Tachine Lithophasia hyalipennis Fall. wird wegen des reduzierten Post-
scutellums und der kleinen, abgespreizten Thorakalschppchen leicht fr eine Rhinophorine ge-
halten. Sie ist glnzendschwarz, ohne jede Bereifung, auch die Thorakalschppchen sind dunkel
gefrbt, die Flgel dagegen hyalin. Die Augen nehmen fast das ganze Kopfprofil ein. Im Flgel-
geder ist die Media sehr weitbogig aufgekrmmt und stt fast senkrecht auf r45 (Zelle R5 lang-
gestielt). Schildchen ohne gekreuzte Apikalen, mit 2 Borsten auf jeder Seite.






6 Herting

- Wangen nackt. Peristom so hoch wie % bis '/6 des Augendurchmessers. R5 offen.
Azaisia (S. 33)
1. Tribus: Rhinophorini
Das Entwicklungszentrum dieser Gruppe liegt anscheinend in der mediterranen Sub-
region der Palarktis. Hier haben die Gattungen Ph yt o, St ev e n i a und C h a e t o -
ste venia zahlreiche, oft schwer zu trennende Arten und Rassen hervorgebracht. In
Ostasien sind anscheinend nur wenige Genera vertreten. ber exotische Rhinophorinen ist
berhaupt nur sehr wenig bekannt. Die von T o w n s en d in seinen M e 1 a n op h o r id a e
angefhrten Exoten scheinen zum grten Teil gar nicht hierher zu gehren. Die Art
Tainanina grisella Vill. von Formosa hat mir vorgelegen; sie ist eine echte
Calliphorine.
Angioneura B. B.
Brauer und Bergenstamm 1893, p. 167.
Typus: vetusta B. B.= acerba Meig.
Subj.-Syn.: Angioneurilla Villeneuve 1924, p. 31, Typus: enigmatica
Vill.= cyrtoneurina Zett.
Der folgenden Gattung Melanomyia nahestehend, doch nach den in der Tabelle
auf S. 4 angegebenen Merkmalen leicht zu trennen. Die Biologie der drei europischen
Arten ist noch unbekannt.
Artenbestimmungstabelle
1 Thorakalschppchen zum Scutellum hin dreieckig verbreitert. Stirn des c an der engsten Stelle
schmler als das dritte Fhlerglied. Stirnstreifen beim 9 etwa 2mal so breit wie ein Parafrontale.
Beim c fehlt die av-Borste an der Mitteltibia (Subgenus: An g ioneura s. st r) .
acerba Meig.
- Schppchen kreisrund, vom Schildchen abgespreizt. Stirn des c breiter als das 3. Fhlerglied.
Stirnstreifen beim 9 etwa ebenso breit wie ein Parafrontale. av-Borste an t2 auch beim Cd
vorhanden. (Subgenus: Angioneurilla Vill.) .. 2
2 Fhlerborste fast nackt. Apikalborsten des Schildchens ziemlich krftig, lnger als das Schild-
chen selbst. Halteren gelblich. 2. Abdominalsegment mit Marginalborsten cyrtoneurina Zett.
- Fhlerborste deutlich gefiedert. Apikalborsten des Schildchens haarfrmig oder fehlend. Halteren
schwrzlich. 2. Abdominalsegment ohne Marginalborsten fimbriata Meig.

Angioneura acerba Meig. (Medoria acerba Meigen 1838, p. 204).
Syn.: Dexia pygmaea Zetterstedt 1844, p. 1274 (teste Ringdahl 1945) -
Calobataemyia vetusta Brauer u. Bergenstamm 1891, p. 369 (teste
Stein 1900) Morinia pygmaea Pandell 1896, p. 168 (teste Villeneuve
1907).
Krperfrbung schwarz oder dunkel erzfarbig, mit schwacher, grauweier Bestubung, die auf den
Abdominalsegmenten zumeist einen dunklen Mittelstreifen und brunliche Hinterrandbinden frei-
lt. Flgel hyalin. Basicosta braun. Halteren gelblich. Thorakalschppchen gelblichwei.
Stirn des 9, von oben gesehen, 1,2mal so breit wie ein Auge, mit 2 ors und 1 prv jederseits. Stirn-
streifen 2mal so breit wie ein Parafrontale. Stirn des & an der engsten Stelle schmler als das
3. Fhlerglied, ohne die erwhnten Borsten. Wangen sehr schmal, kaum halb so breit wie das
3. Fhlerglied, im oberen Teil mit zerstreuten feinen Hrchen besetzt. 3. Fhlerglied 2,5mal so lang
wie das zweite. Fhlerborste oberseits kurz behaart, Hrchen 1,5- bis 2mal so lang wie die Dicke
der Fhlerborstenbasis. Mundrand kaum vortretend. Peristom etwa so hoch wie 1/, des senk-
rechten Augendurchmessers.
Thorax mit 0 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. Die vordere postsuturale ia fehlt, die mittlere iet vor-
handen. pra schwach oder fehlend. 3 h fast in gerader Linie. 3 st. Pteropleurale fehlt. Schildchen
mit sehr starken Lateralen und schwachen Apikalen, diese nicht lnger als das Schildchen selbst.
Thorakalschppchen gro, zum Schildchen hin dreieckig erweitert.
Flgel mit wenig deutlichem Randdorn. R, schmal offen oder am Rand geschlossen. m-Beugung
gerundet. Spitzenquerader etwa 1/3 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu fast rechtwinklig
auf m, etwas nher zu r-m als zur Beugung.
t2 mit 1 ad, die av-Borste fehlt beim ce. t3 mit ziemlich schwachen, aber deutlichen PD- und PV-
Sporn. Krallen und Pulvillen des dc nicht ganz so lang wie das letzte Tarsenglied, beim 9 viel
krzer.





64 e. Rhinophorinae 7

II. Abdominalsegment ohne Marginalborsten, bei dem einzigen mir vorliegenden 9 auch das III.
unbeborstet.
Lnge 3-4 mm.
Fundorte: Sdschweden, Finnland, Libau, Pommern, Frankfurt a. d. Oder, Genthin, Bad Kissingen,
Oberlausitz, Wrttemberg, Tirol, Pyrenen. Flugzeit Juni bis Oktober. Europa centr.

Angioneura cyrtoneurina Zett. (Tachina cyrtoneurina Zetterstedt 1859,
p. 6135).
Syn.: Angioneura enigmatica Villeneuve 1919, p. 307 (teste Ville-
neuve 1924.
Krperfrbung schwarz. Wangen, Parafrontalia und Schultern hell bestubt. Bei seitlicher Be-
trachtung auch auf dem Mesonotum schwache Bereifung sichtbar. Abdomen beim 9 glnzend-
schwarz, beim c auf den Segmenten III-V mit hell bestubten Vorderrandbinden, die an den
Seiten ber die Hlfte des Segments einnehmen und zur Medianlinie keilfrmig verschmlert und
unterbrochen sind. Flgel und Halteren gelblich. Basicosta schwarz. Thorakalschppchen wei.
Stirn des 9 so breit wie ein Auge, mit 2 ors und 1 prv jederseits. Stirnstreifen etwas schmler als
ein Parafrontale. Stirn des c 3/5 so breit wie ein Auge, meist 1 ors und die prv vorhanden, aber
krzer und schwcher als beim 9. Wangen auf halber Hhe so breit wie das 3. Fhlerglied, nackt.
3. Fhlerglied 2mal so lang wie das zweite. Fhlerborste fast nackt. Mundrand kaum vortretend.
Peristom so hoch wie 1/4-1/3 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 0 + 1 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. Die vordere postsuturale ia fehlt, die mittlere ist vor-
handen. pra schwach und kurz. 3 h auf etwas geknickter Linie. 2-3 st. Pteropleurale fehlt. Schild-
chen mit sehr starken Lateralen und schwcheren Apikalen, diese jedoch lnger als das Schildchen.
Flgel mit kurzem Randdorn. R, an der Flgelspitze ziemlich breit geffnet. m-Beugung gerundet.
Spitzenquerader sehr stumpfwinklig (140-150) zur Media. m-cu gerade, etwa auf der Mitte
zwischen r-m und der Beugung.
t, mit 1 ad, die av-Borste auch beim c vorhanden. t3 mit kurzem, aber deutlichem PV-Sporn. Kral-
len beim & fast so lang wie das letzte Tarsenglied, beim 9 erheblich krzer.
Abdomen auch auf dem II. Segment mit Marginalborsten. Unregelmige Diskalborsten auf dem
IV., beim cf auch auf dem III. Segment.
Lnge 4-5 mm.
Fundorte: Mittelschweden (Uppland), Dnemark, Sdengland (Norfolk), Nordfrankreich (Lille),
Norddeutschland (Berlin) und Obersterreich. Funddaten zwischen Mitte Juni und Ende August.
Europa centr.

Angioneura fimnbriata Meig. (Dexi a f i m b ri a t a M e i g en 1826, p. 37).
Die Art wurde bisher zu nana Meig. in die Gattung Morinia auct. = Mela-
n o m y i a R o n d. gestellt. Nach ihrer Chaetotaxie ist sie jedoch eine Angioneur a.
Krperfrbung schwarz. Wangen und vorderer Teil der Parafrontalia wei bestubt. Mesonotum
und Abdomen glnzendschwarz, ohne Bereifung. Flgelvorderrand bis zum Ende von r. leicht
geschwrzt. Basicosta schwarz. Halteren dunkelbraun. Thorakalschppchen weilich.
Stirn des 9 etwa so breit wie ein Auge, mit 2 ors und 1 prv jederseits. Stirnstreifen so breit wie ein
Parafrontale. Stirn des cd an der engsten Stelle etwas breiter als das 3. Fhlerglied, ohne die ge-
nannten Borsten. Wangen schmler als das 3. Fhlerglied, unten nackt, oben mit vereinzelten feinen
Hrchen. 3. Fhlerglied 2- bis 2,5mal so lang wie das zweite. Fhlerborste gefiedert, Hrchen
ber doppelt so lang wie die Dicke der Fhlerborstenbasis, Mundrand kaum vortretend. Peristom
so hoch wie 1/4 bis 1/3 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 0 + 1 acr, 2 + 3 de, 0 + 1 (2) ia. Die vordere ia hinter der Naht fehlt, die mittlere ist
variabel. pra fehlt. 2-3 h in gerader Linie. 2 st, eine haarfrmige dritte kann vorhanden sein.
Pteropleurale fehlt. Schildchen mit starken divergenten subapikalen Borsten, die apikalen sind
rudimentr oder fehlen ganz.
Flgel mit deutlichem Randdorn. R, schmal geffnet oder am Rand geschlossen. m-Beugung ge-
rundet. Spitzenquerader kaum 1/3 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. mi-cu fast rechtwinklig
auf m, etwas nher zur r-m als zur Beugung.
t2 mit 1 ad, die av-Borste auch beim ce vorhanden. t3 mit deutlichem PV-Sporn. Krallen und
Pulvillen beim cf fast so lang wie das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
II. Abdominalsegment ohne Marginalborsten.
Lnge 3-4 mm.
Fundorte: Libau, Rgenwalde, Berlin, Genthin, Pneck, Kissingen, Winterthur, Kleinzell b.
Hainfeld. Neusiedlersee. Flugzeit Ende Mai bis September. Europa centr.






8 Herting

Melanomyia Rond.
Rondani 1856, p. 88, Typus: nana Meig.
Syn.: Morinia auct.
Der Genotypus von M o r in i a R. D. ist M. ve 1 o x R. D., eine nach der Beschreibung
nicht sicher deutbare Art, vielleicht Anthracomyia melanoptera Fall. Die Gat-
tung M e 1 a n o myia enthlt nur eine einzige Art. Die bisher noch hinzugerechnete Art
fimbriata Meig. ist nach ihrer Chaetotaxie eine Angioneura.

Melanomyia nana Meig. (D e x i a nana M e i g e n 1826, p. 37).
Syn.: Morinia parva Robineau-Desvoidy 1830, p. 265 (teste Robineau-
Desvoidy 1863) Dexia minima Zetterstedt 1844, p. 1273 (teste Ring-
dahl 1945).
Krperfrbung schwarz. 9 fast unbereift, beim ce auf den Abdominalsegmenten III-V groe
Seitenflecke von schwacher graulicher Bestubung, die durch einen breiten Mittellngsstreifen
und Hinterrandbinden von 1/s Segmentlnge getrennt sind. Flgel am Vorderrand bis zur Spitze
schwach angeruchert. Basicosta und Halteren schwrzlichbraun, Thorakalschppchen weilich.
Stirn des 9 etwa so breit wie ein Auge, mit 2 ors und 2 prv jederseits. Stirnstreifen ber 2mal
so breit wie eine Parafrontale. Stirn des c" an der engsten Stelle schmler als das 3. Fhlerglied,
ohne die erwhnten Borsten. Wangen kaum halb so breit wie das 3. Fhlerglied, mit einer herab-
laufenden Reihe feiner und kurzer Hrchen. 3. Fhlerglied ber 1,5mal so lang wie das zweite.
Fhlerborste gefiedert, die lngsten Haare sind etwa so lang wie die Breite des 3. Fhlergliedes.
Mundrand kaum vortretend. Peristom so hoch wie 1/5 bis 1/4 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 2 (3) acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. Die vordere postsuturale ia ist vorhanden. pra stark.
2-3 fast in einer Linie stehend. 2 st. Pteropleurale fehlt. Schildchen mit starken Lateralen und
und sehr schwachen Apikalen.
Flgel mit migem Randdorn. R, an der Flgelspitze geffnet. m-Beugung gerundet. Spitzen-
querader etwa 1/3 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu fast senkrecht auf m, etwas nher
zu r-m als zur Beugung.
t2 mit 1 ad, die av-Borste auch beim c vorhanden. An t. sind der PD-Sporn und der PV-Sporn
nicht deutlich entwickelt. Krallen und Pulvillen beim eC kaum ber halb so lang wie das letzte
Tarsenglied, beim 9 noch krzer.
Abdomen mit Marginalborsten auf dem III. und IV. Segment, das II. ist dorsal unbeborstct.
Lnge 3-4,5 mm.
In ganz Mitteleuropa hufig, nordwrts bis Schottland, Jmtland, Norrbotten und Finnland ver-
breitet. Flugzeit Ende Mai bis September. Europa centr. et sept.

Anthracomyia Rond.
Rondani 1856, p. 87, Typus: geneii Rond.= melanoptera Fall.
Syn.: ? Calobataemyia Macquart 1854, p. 736, Typus: nigra Macq.
(Deutung unsicher) DisticheriaEnderlein 1934, p. 188, Typus: melanoptera
Fall.
Die Gattung ist durch mehrere eigenartige Merkmale ausgezeichnet: Stirn des 9 ohne
prv, Ader r4+5 an ihrer Basis ohne jedes Hrchen, Vordertibien mit einer pv-Borste, welche
bei den Rhinophorinen sonst niemals vorkommt.

Artenbestimmiingstabelle
1 Thorakalschppchen weilich. Ein breiter Streifen weier Bereifung auf den Pleuren. Flgel-
adern breit schwarzbraun gesumt (am Vorderrand strker). Europische Art .....
melanoptera Fall.
- Thorakalschppchen geschwrzt. Pleuren unbestubt. Flgel in ganzer Flche schwarzbraun
verdunkelt (am Vorderrand strker). Japanische Art nigerrina n. sp.

Anthracomyia melanoptera Fall. (M u s c a melano p t e r a Falln 1810, p. 253).
Syn.: Anthracomyia geneii Rondani 1856, p. 87.
Krperfrbung schwarz. Silberweie Bestubung nur auf den Wangen und dein unteren Teil der
Stirn, ferner in einem breiten Streifen von der No'topleuraldepression ber die Mesopleuren und
Sternopleuren ziehend. Flgel mit breit dunkel gesumten Adern, daher vor allem am Vorderrand
geschwrzt erscheinend. Basicosta und Halteren schwarz. Thorakalschppchen gelblichwei.






64 e. Rhinophorinae 9

Stirn des 9 etwa so breit wie ein Auge, mit 1-2 ors, aber ohne prv. Stirnstreifen vor dem Ozellen-
hcker etwa 1,5mal so breit wie ein Parafrontale, nach vorn noch mehr verbreitert. Stirn des ce
an der engsten Stelle etwas schmler als das 3. Fhlerglied, ohne ors und prv. Wangen nackt, etwa
2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, im Profil wenig sichtbar. Fhler nur etwa halb so lang wie
das Gesicht, ihr 3. Glied 1,5-1,8mal so lang wie das zweite. Fhlerborste gefiedert, Fiederung
etwas breiter als das 3. Fhlerglied. Mundrand nicht vorgezogen. Peristom so hoch wie 1/2 bis 2/3
des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra stark, 3. sa fehlt. 2 h. 3 st. Pteropleurale fehlt.
Schildchen mit 1 Paar Basalen und 1 Paar ebenso starken, gekreuzten Apikalen.
Flgel mit kurzem Randdorn. Basis von r4. ohne jedes Hrchen. R, offen, selten am Rand ge-
schlossen. m-Beugung gerundet. Spitzenquerader etwa 1/3 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt.
m-cu nher zur Beugung als zu r-m.
t2 mit einer einzelnen ad, die av-Borste beim c mehr oder weniger reduziert. t3 ohne PV-, aber
mit krftigem PD-Sporn. Krallen und Pulvillen beim Jc so lang wie 2/3 des letzten Tarsenglieds,
beim 9 noch krzer.
Abdomen mit zahlreichen, aber kurzen und niederliegenden Marginalborsten auf den Ringen
III und IV, das II. Segment ist dorsal unbeborstet.
Lnge 5-7 mm.
Biologie unbekannt. Flugzeit Juni bis August. Die Art ist in Mitteleuropa lokal hufig, nordwrts
bis Lappland verbreitet, sie fehlt jedoch auf den Britischen Inseln. Europa (excl. Anglia)
Anm.: Vil 1e n e u v e (1936, p. 7) hat aus NW-China eine va r. c r a s s i t a r sis beschrieben,
welche sich von der europischen A. m e 1 a n o p t e r a durch verbreiterte und abgeflachte Vorder-
tarsenglieder beim 9 unterscheidet.

Anthracomyia nigerrima n. sp.
C: Krperfrbung vllig braunschwarz, wenig glnzend, ohne jede helle Bereifung. Flgel in
ganzer Flche, vor allem zum Vorderrand hin, schwarzbraun verdunkelt. Basicosta, Halteren und
auch die Thorakalschppchen schwarz.
Stirn vor dem Ozellenhcker bis auf eine schmale Linie verengt. Wangen nackt, fast 2mal so breit
wie das 3. Fhlerglied, im Profil wenig sichtbar. Fhler kaum halb so lang wie das Gesicht, ihr
3. Glied 1,5mal so lang wie das zweite. Fhlerborste gefiedert, Fiederung etwa so breit wie das
3. Fhlerglied. Mundrand nicht vorgezogen. Peristom so hoch wie 1/3 des senkrechten Augen-
durchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra ziemlich stark, 3. sa fehlt. 2 h, 2 st. Pteropleurale
fehlt. Schildchen mit Basalen und ebenso starken, gekreuzten Apikalen.
Flgel ohne Randdorn. Basis von r4,5 ohne jedes Hrchen. R, an der Flgelspitze geffnet.
m-Beugung gerundet. Spitzenquerader kaum 1/3 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu
nher zur Beugung als zu r-m, etwas schrgliegend.
t, mit einer einzelnen ad, die av-Borste ist vorhanden, aber schwach. t3 ohne PV-, mit PD-Sporn.
Krallen und Pulvillen etwas krzer als das letzte Tarsenglied.
Abdomen mit schwachen Marginalborsten auf den Ringen III und IV, das 2. Segment ist dorsal
unbeborstet.
Lnge 6,5 mm.
Typus: 1c, Hoshi-Gunma (Japan), I. I attori leg., in Coll. M e s i l (von Prof. T a k an o,
Obihiro, unter Spezies Nr. 311 eingesandt). Weibchen unbekannt. Japonia

Macrotarsina Schin.
Schiner 1857, p. 4 (Funote), Typus : zelleri S chin. = longi mana Egg.
Syn.: Zelleria Egger 1856, p. 385, nee Stainton 1849- Braueria Schi-
n e r 1861, p. 142. Eine eigenartige, monospezifische Gattung.

Macrotarsina longimana Egg. (Z e 11e r ia lo n g i m a n a Eg ger 1856, p. 385).
Syn.: Macrotarsina zelleri Schiner 1857, p. 4, Funote.
Stirnstreifen, 2. Fhlerglied, Taster, Beine einschlielich Hften, ventrale und laterale Teile des
Abdomens gelb gefrbt. Mesonotum und Pleuren brunlichgrau. Abdomen oberseits in grerer
Ausdehnung dunkelbraun, Segmente III und IV lateral am Vorderrand mit wei bereiften Ecken,
V. Segment mit einer breiten, durchgehenden Vorderrandbinde von weier Bereifung. Abdomen des
9 ausgedehnter gelb, mit schwcherer diffuser Bestubung, auf den Segmenten III und IV je
ein schwarzes Mitteldreieck, dessen Spitze den Vorderrand erreicht, der V. Ring grtenteils






10 Herting

braunschwarz. Flgel gelblich, beim ce mit dunklem Wisch an der Spitze von r23,. Basicosta
hellgelb. Thorakalschppchen weilich.
Stirn beim c etwa so breit wie ein Auge, beim 9 1,3mal so breit. Stirnstreifen beim 9 etwas
breiter, beim c fast doppelt so breit wie ein Parafrontale. In beiden Geschlechtern 1 ors mit einer
krzeren dahinter, ferner 1 (-2) rckwrts und auswrts gerichtete prv. Wangen an der schmalsten
Stelle hchstens 1'/ so breit wie das 3. Fhlerglied, nackt. Fhler fast so lang wie das Gesicht,
ihr 3. Glied ber 2mal so lang wie das zweite. Fhlerborste nackt. Mundrand etwas vorgezogen.
Peristom so hoch wie 1/. bis 1/, des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra sehr kurz, 3. sa etwas lnger. 2-3 h fast in gerader
Linie. Nur eine starke st (die hintere). Pteropleurale kurz und fein, ohne Begleithaare. Schildchen
mit starken Apikalen und Basila.teralen.
Flgel ohne Randdorn. R, an der Flgelspitze geffnet. m-Beugung gerundet. Spitzenquerader
kaum 1/3 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu fast senkrecht auf m stehend, annhernd
auf der Mitte zwischen r-m und der Beugung.
t2 mit einer einzelnen ad, die av-Borste ist auch beim c vorhanden. t, mit krftigem PV-Sporn.
Krallen und Pulvillen in beiden Geschlechtern kurz. Beim c sind die drei basalen Tarsenglieder
der Vorderbeine enorm verlngert, zusammen ber doppelt so lang wie die Tibia und messerartig
flachgedrckt.
Marginalborsten auf dem II. Abdominalsegment fehlend, auf III mediodorsal kurz und anliegend,
auf IV krftig und abstehend. Keine regelmigen Diskalborsten.
Lnge 3-4,5 mm.
Die eigenartige Fliege kommt an den Felsksten der Adria vor. S c lii n e r fand sie bei Triest an
einer steilen Mauer unmittelbar am Meer ziemlich hufig. Sie flog nicht leicht ab, sondern ver-
steckte sich lieber in eins der vielen Mauerlcher, kam bald wieder zum Vorschein, um sich
wieder zu verkriechen. Ihr Flug ist ruhig und whrt nicht lange. Die Mauer befand sich so nahe
am Meere, da ich, um die Fliege zu fangen, im Wasser stehen mute." (S c h i n e r 1862, p. 511.)
Europa mer.
Hoplisa Rond.
Rondani 1862, p. 155 (Oplisa).
Typus:mendica Rond. = tergestina Schin.
Subj.-Syn.: Melanomelia Strob11899, p. 215, Typus: aterrima Strobl.

Artenbestimmungstabelle
1 Ozellarborsten seitwrts und ein wenig nach hinten gebogen. Flgelvorderrand bis zum Ende
der Subcosta mit auffallend groben Drnchen besetzt. Basis von r45 mit einer auffallend starken
Borste, welche ber 2mal so lang ist wie die kleine Querader r-m. Subgenus H o p lis a
s str. 2
- Ozellarborsten nach vorn geneigt. Flgelrand mit normalen Drnchen besetzt. Brstchen an der
Basis von r4, nicht ungewhnlich stark. Subgenus Anoplisa subg. nov.. oldenbergi n. sp.
2 Spitzenquerader vorhanden. m-cu nie wenig nher zur Beugung als zu r-m. Fhlerborste
gefiedert, Fiederung etwa so breit wie 2/3 der Breite des 3. Fhlergliedes tergestina Schin.
- Spitzenquerader fehlt. m-cu nahe an r-m herangerckt, kaum die eigene Lnge davon ent-
fernt. Fhlerborste pubeszent, Hrchen etwa so lang wie die Dicke der Fhlerborstenbasis .
aterrima Strobl

Hoplisa aterrima Strobl (M ela no m e i a a t e r r i ma S t r o b 1899, p. 215).
ce: Krperfrbung vllig schwarz. Bereifung sehr schwach und nur sehr schrg von hinten
sichtbar: zwei Lngsstreifen auf dem Mesonotum im Bereich der dc, schwache, unscharf begrenzte
und median unterbrochene Vorderrandbinden auf den Abdominalsegmenten III-V. Flgel nicht
auffallend verdunkelt. Basicosta und Halteren brunlichgelb. Thorakalschppchen weilich.
Stirn 1,2mal so breit wie ein Auge, mit 1-2 ors und 1 pvr. Ozellarborsten seitwrts und ein wenig
nach hinten gerichtet. Stirnstreifen etwas breiter als ein Parafrontale. Wangen von oben herab
kurz behaart, an der schmalsten Stelle etwa '/s so breit wie das 3. Fhlerglied. 3. Fhlerglied etwa
2mal so lang wie das zweite. Fhlerborste pubeszent, Hrchen etwa so lang wie die Dicke der
Fhlerborstenbasis. Mundrand etwas vorgezogen. Peristom so hoch wie 1/6 bis 1/, des senkrechten
Augendurchmessers.
Thorax mit 1 (2) + 1 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra kurz. 3 li in den Ecken eines rechtwinkligen
Dreiecks. 2 st, eine haarfrmige dritte unter der vorderen. Pteropleurale schwach und kurz.
Schildchen mit starken Lateralen und Apikalen.
Flgel mit langem Randdorn. Eine relativ sehr starke Borste an der Basis von r4+. Costa bis zum






64 e. Rhinophorinae 11

Ende der Subcosta auffallend grob gewimpert. Spitzenquerader fehlt, so da m frei in der Flgel-
flche endet. m-cu nahe an r-m herangerckt, kaum die eigene Lnge davon entfernt.
t, mit einer einzelnen ad, die av-Borste ist vorhanden. Krallen und Pulvillen kurz.
Abdomen mit unregelmigen Diskalborsten auf den Segmenten IV und V. Marginalborsten auf
II dorsal schwach und niederliegend, auf den hinteren Segmenten ein vollstndiger Kranz.
Lnge 2,5-3 mm.
Ich sah von dieser Art nur 2 CdeC von Algeciras (Z er n y leg., 16.-27. Mai 1925). Das 9 hat
nach S t e i n (1924) ein vllig unbestubtes glnzendschwarzes Abdomen, im brigen ist es dem
$ sehr hnlich. Hispania, Africa sept.

Hoplisa oldenbergi n. sp.
c (Typus): Krperfrbung schwarz mit hellgrauer Bereifung. 2. Fhlerglied dunkel rotgelb.
Mesonotum mit 2 bereiften Lngsstreifen, welche breiter sind als der schwarze Mittellngsstreifen,
und 2 bereiften Bogenstreifen im Bereich der ia. Abdomen III-V mit je einer hellglnzenden Vor-
derrandbinde, die etwa die Hlfte des Segments einnimmt und in der Mitte schmal unterbrochen ist.
Flgel hyalin. Basicosta gelbbraun. Thorakalschppchen gelblichwei.
Stirn 1,4mal so breit wie ein Auge, mit 1 starken ors und 1 auswrts gerichteten prv. Ozellar-
borsten nach vorn geneigt. Wangen an der schmalsten Stelle 1/3 so breit wie das 3. Fhlerglied,
nackt, nur oben zieht sich die feine Behaarung der Parafrontalia etwas tiefer herab. 3. Fhlerglied
etwa 1,5mal so lang wie das zweite. Fhlerborste gefiedert, Hrchen bis zu 3mal so lang wie die
Dicke der Fhlerborstenbasis. Mundrand kaum vorgezogen. Peristom so hoch wie 1/4 des senk-
rechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra kurz. 3 h in den Ecken eines rechtwinkligen Dreiecks.
3 st, die untere kurz. Pteropleurale deutlich. Schildchen mit starken Basilateralen und Apikalen.
Flgel mit kurzem Randdorn. Ein mig starkes und mehrere kurze Brstchen an der Basis von
r4+5. Costa nicht ungewhnlich grob gewimpert. R5 offen. m-Beugung gerundet, Spitzenquerader
etwa 2/, ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu ziemlich senkrecht auf m, ein wenig nher
zur Beugung als zu r-m.
t2 mit 1-2 ad, die av-Borste ist vorhanden. Krallen und Pulvillen sehr kurz.
Abdomen mit unregelmigen Diskalborsten auf IV und V. Marginalborsten auf II kurz und
niederliegend, auf den hinteren Segmenten lnger und abstehend. Hypopyg kleiner als bei
Hoplisa s str.
Lnge 5 mm.
Typus 1 c aus Mehadia, 21. 7. 1912, 0 1 d e n b e r g leg., in der Sammlung des Deutschen Ento-
mologischen Instituts, Berlin-Friedrichshagen. Dieses Exemplar ist von V i e n e u ve mit
Fragezeichen als Hop isa c a e s i a Vi 11. bestimmt worden. S t e i n (1924) hielt es irrtm-
lich fr ein Weibchen. Der Typus von H. c a e s i a V i 1. (aus Corsica) ist leider mit der Samm-
lung S c h n a b 1 verloren gegangen, die Beschreibung (V il 1en e u v e 1911, p. 125) ist zu un-
genau fr eine sichere Erkennung, zumal sie die in der obigen Artenbestimmungstabelle ange-
fhrten, wichtigen Trennungsmerkmale gegenber H o p l i s a s. str. nicht bercksichtigt.
Europa mer.

Hoplisa tergestina Schin. (M o r i n i a t e r g e s t i n a Schiner 1862, p. 552).
Syn.: Oplisa mendica Rondani1862, p. 155.
Krperfrbung schwarz. Mesonotum, schrg von hinten betrachtet, mit zwei schmalen Lngs-
streifen hellbrunlicher Bestubung im Bereich der dc und schwachen ebensolchen Linien ber
den ia. Abdomen III-V beim C mit bestubten Vorderrandbinden, die 1/3 bis 2/5 der Segment-
lnge einnehmen und in der Mitte breit unterbrochen sind, beim 9 mehr diffus und sehr schwach
bestubt. Flgel hyalin. Basicosta, Halteren und Thorakalschppchen gelb.
Stirn in beiden Geschlechtern 1,2mal so breit wie ein Auge, mit 1 ors und 1 prv. Stirnstreifen
breiter als ein Parafrontale. Ozellarborsten zur Seite und ein wenig nach hinten gerichtet. Wangen
an der schmalsten Stelle kaum halb so breit wie das 3. Fhlerglied, von oben herab kurz behaart.
3. Fhlerglied 2-2,5 mal so lang wie das zweite. Fhlerborste gefiedert, Fiederung etwa so breit
wie 2/3 der Breite des 3. Fhlergliedes. Mundrand wenig vortretend. Peristom so hoch wie 1/, bis 1/.
des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 d, 0 + 2 ia. pra kurz. 3 h in den Ecken eines rechtwinkligen
Dreiecks. 3 st, die untere schwcher. Pteropleurale schwach. Schildchen mit starken Lateralen
und Apikalen.
Flgel mit starkem Randdorn. Costa bis zum Ende der Subcosta auffallend grob bewimpert.
Basis von r4+5 mi.t einer auffallend starken Borste (selten 2). Rl an der Flgelspitze geffnet.
m-Beugung gerundet. Spitzenquerader kaum 1/2 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu fast
senkrecht auf m, etwas nher zur Beugung als zu r-m.






12 Herting

t, mit einer krftigen ad und einer krzeren darber, die av-Borste auch beim cd vorhanden.
Krallen und Pulvillen in beiden Geschlechtern kurz.
Abdomen mit oder ohne Diskalborsten. Marginalborsten auf dem II. Ring haarfrmig und anliegend
oder fehlend.
Lnge 3,5-5 mm.
Verbreitung: Wrmeres Europa nordwrts bis zur Mainlinie (Bamberg, Kissingen). Europa mer.

Rhinomorinia B. B.
Brauer u. Bergenstamm 1889, p. 123, Typus: sarcophagina Schin.
Die Gattung ist gekennzeichnet durch den stark vorgezogenen Mundrand und durch
eine sehr krftige, seitwrts gerichtete prv, welche auch beim cd vorhanden ist. S t e i n
(1924) hat zu Unrecht die Art Ph y to cing ulat a Z et t. und sogar die Calliphorine
Pseudonesia puberula Zett. in das Genus einbezogen.

Artenbestimmungstabelle
1 Wangen so breit wie das 3. Fhlerglied. Pralarborste schwach, nicht einmal halb so lang wie
die erste dc hinter der Naht. Fhlerborste kurz behaart, Hrchen etwa so lang wie die Dicke
der Fhlerborstenbasis . sarcophagina Schin.
- Wangen fast doppelt so breit wie das 3. Fhlerglied. Pralarborste fast so stark wie die erste
dc hinter der Naht. Fhlerborste fast nackt, Hrchen etwa halb so lang wie die Dicke der Fhler-
borstenbasis . . .. subrostrata Vill.

Rhinomorinia sarcophagina Schin. (M o r i n i a s a r c o ph ag in a Schiner 1862, p. 552).
Syn.: Morinia velox Rondani 1862, p. 160, Pande 11 1896, p. 168 (nec M.
velox Robineau-Desvoidy 1830, p. 264, teste Villeneuve 1931).
Krperfrbung schwarz mit schwacher grauweier Bereifung. Abdominalsegmente III-V mit je
einer ziemlich breiten, in der Mitte breit unterbrochenen, schwach bestubten Vorderrandbinde.
Flgel gleichmig schwach angeruchert. Basicosta schwarz. Halteren gelb. Thorakalschppchen
weilich.
Stirn des 9 so breit wie 2/3 eines Auges, mit 2ors und 1 prv, diese drei Borsten in fcherartiger
Stellung. Stirn des c kaum 1/2 so breit wie ein Auge, ohne ors, aber mit einer krftigen, zur
Seite gebogenen prv. Stirnstreifen in beiden Geschlechtern in Hhe der prv kaum breiter als ein
Parafrontale. Wangen so breit wie das 3. Fhlerglied, im oberen Teil mit einigen kurzen Hrchen.
3. Fhlerglied 2mal so lang wie das zweite. Fhlerborste pubeszent, Hrchen etwa so lang wie die
Dicke der Fhlerborstenbasis. Mundrand stark vorgezogen. Peristom so hoch wie 1/4 des senk-
rechten Augendurchmessers oder ein wenig mehr.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 +2 ia. pra kurz. 3 h in den Ecken eines stumpfwinkligen
Dreiecks. 3 st. Pteropleurale undeutlich. Schildchen mit starken Lateralen und Apikalen, die
Basalen fein und kurz.
Flgel mit migem Randdorn. R, an der Flgelspitze geffnet. in-Beugung gerundet. Spitzenquer-
ader kaum 1/2 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu deutlich schrg, von r-mi ber 2mal so
weit entfernt wie von der Beugung.
t1 ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. t. mit 3 krftigen ad. Krallen und Pulvillen beim
lnger als das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen mit Diskalborsten auf dem IV.Segment. Marginalen auf II nur kurz und schwach, nieder-
liegend, auf den hinteren Segmenten stark und aufgerichtet.
Lnge 6-7 mm.
Bis Norddeutschland verbreitet, in Skandinavien und auf den Britischen Inseln fehlend. Flugzeit
Ende Mai bis Juli. Europa centr. et mer.

Rhinomorinia subrostrata Vill. (Rhinomorinia subrostrata Villeneuve
1913 a, p. 178).
Krperfrbung schwarz mit grauweier Bereifung. Abdominalsegmente III-V beim & ber-
wiegend bestubt mit schmalen, zur Mitte hin verbreiterten schwarzen Hinterrandbinden und einem
schwarzen Mittellngsstreifen. Beim 9 ist die Sichtbarkeit der Bereifung strker vom Blickwinkel
abhngig, so da das Abdomen in grerer Ausdehnung schwarz erscheint. Flgel kaum pig-
mentiert. Basicosta schwarz. Halteren brunlich. Thorakalschppchen weilich.
Stirn beim 9 so breit wie 4J/ eines Auges, mit 2 ors und 1 prv, diese drei Borsten in fcherartiger
Anordnung. Stirn des d' so breit wie 2/m eines Auges, ohne ors, aber mit 1 starken, zur Seite
gebogenen prv. Wangen fast 2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit einzelnen feinen Hrchen im





64 e. Rhinophorinae 13

oberen Teil. 3. Fhlerglied etwas ber 2mal so lang wie das zweite. Fhlerborste kurz pubeszent,
Hrchen krzer als die Dicke der Fhlerborstenbasis. Mundrand sehr stark vorgezogen, untere
Lnge des Kopfes etwa gleich seiner Hle. Peristom so hoch wie 2/5 bis 1/2 des senkrechten
Augendurchmessers.
Thorax mit 1 (2) + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra stark. 3 h in den Ecken eines stumpfwinkligen
Dreiecks. 3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen ziemlich kurz und
schwach.
Flgel mit migem Randdorn. R, offen. m-Beugung gerundet. Spitzenquerader kaum 1/2 ihrer
Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu so schrg wie die Spitzenquerader, von r-m ber 2mal so
weit entfernt wie von der Beugung.
t, mit mehreren ad. Krallen und Pulvillen beim c? etwa so lang wie das letzte Tarsenglied, beim
9 viel krzer.
Abdomen mit Diskalborsten auf dem IV. und V. Segment. Marginalen auf dem II. Segment kurz
und anliegend oder ganz fehlend.
Lnge 6-8 mm.
Die Typenserie wurde am 25. 7. 1900 von 0 1 d e n b e r g in den Penninischen Alpen (bei Macug-
naga) gefangen. Alpes mer.

Phyto R.-D.
Robineau-Desvoidy 1830, p. 218, Typus: nigra R.-D. = melanoce-
p h ala Meig.
Syn.: Savia Rondani 1860, p. 140 Semitachina Portshinskij 1883,
p. 133.
Sub.-Syn.: Metopisena Rondani 1862, p. 161, Typus: celer Rond. Stylo-
neuria Brauer u. Bergenstamm 1891, p. 365, Typus: manni B. B. = ado-
lescens Rond. Paramorinia Brauer u. Bergenstamm 1891, p. 367. Ty-
pus: cincta B. B. = cingulata Zett. Protachaeta Enderlein 1936, p.
225, Typus: discrepans Pand.
Eine unverkennbar homogene und natrliche Gattung, die von lteren Autoren auf
Grund aufflliger, aber unwesentlicher Merkmale (Stirnbreite des Mnnchens, offene oder
gestielte Hinterrandzelle) zu Unrecht aufgespalten worden ist. Die hierhergehrigen Arten
stimmen vor allem im Kopfbau berein: breite Wangen und Peristom, die ersteren mehr
oder weniger behaart. Mundrand etwas vorgezogen, doch nicht in dem Mae wie bei
Rh i n o i o r i n i a. Stirn, wenn unverengt, mit 2 ors und 1 schrg zur Seite und nach hinten
gebogenen prv jederseits. Der Sexualdimorphismus ist zumeist stark ausgeprgt, so ist
die Bereifung des Mesonotums und Abdomens beim c in der Regel viel.dichter und aus-
gedehnter als beim 9, auch sind die Beborstung und Behaarung strker. Die typischen
sekundren Geschlechtsmerkmale des Mnnchens (verengte Stirn, verlngerte Krallen und
Pulvillen) sind jedoch nicht bei allen Arten entwickelt. Die av-Borste der Mitteltibia ist in
der Regel auch beim g vorhanden (Einzige Ausnahme: P h. p au c i s e t a).

Artenbestimmungstabelle
1 Pteropleuralborsle erheblich strker und mindestens 1,5mal so lang wie die umgebenden'
Hrchen. Posterodorsaler Endsporn der Vordertibia deutlich entwickelt, wenn auch schwcher
als der dorsale . . 2
- Pteropleurale und PD-Sporn der t, undeutlich . .9
2 Flgelzelle R, offen, am Rand geschlossen oder kurz gestielt, Stiel hchstens so lang wie 1./
der Spitzenquerader. Stirn des c verengt und ohne ors und prv, ausgenommen bei der hufigsten
Art melanocephala Meig . . 3
- R5 ziemlich lang gestielt, Stiel so lang wie 1/3 bis '/2 der Spitzenquerader. Stirn des cf nicht
verengt, mit ors und prv. Nordafrikanische Arten ... . 8
3 Vordere Intraalare hinter der Nalit nur sehr schwach entwickelt, die mittlere (in etwa gleicher
Hhe mit der strksten Supraalare stehend) dagegen lang und krftig. Basicosta schwarz.
Fhlerborste gefiedert oder zumindest deutlich pubeszent. (Subgenus: Metopisena
R o n d.) . . . 4
- Vordere Intraalare hinter der Naht krftig, die mittlere zumeist fehlend, wenn vorhanden, nicht
auffallend strker als die vordere. Basicosta gelb oder braun. Fhlerborste fast nackt, Hrchen
nur etwa halb so lang wie die Dicke der Fhlerborstenbasis ... . 5






14 Herting

4 Fhlerborste gefiedert, Fiederung etwa so breit wie das 3. Fhlerglied. Basalborsten des
Schildchens ziemlich krftig. Spizenquerader 2/3 bis 3/4 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt .
celer Rond.
- Hrchen der Fhlerborste etwa so lang wie die Dicke der Fhlerborstenbasis. Basalborsten des
Schildchens schwach. Spitzenquerader kaum 1/2 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt .
brevipila n. sp.
5 Vordertibia normalerweise mit einer oder mehreren pd-Borsten. Mitteltibia mit 2-4 starken ad.
2 st. Randdorn des Flgels meist krftig. Basicosta gelb. Stirn des cf nicht verengt, mit ors
und prv .......... .. melanocephala Meig.
- t, ohne pd-Borsten (normalerweise). t2 mit 1-2 ad. 3 st mehr oder weniger deutlich entwickelt.
Flgelranddorn kurz. Basicosta gelb oder braun. Stirn des cf stark verengt...... 6
6 Flgelzelle R, offen oder am Rande geschlossen. m-Beugung etwas gerundet. Spitzenquerader
etwa 1/2 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. Wangen fast nackt, vor allem beim jc. Stirn
des e an der verengten Stelle schmler als das dritte Fhlerglied .. cingulata Zett.
- R, mit deutlichem, wenn auch sehr kurzem Stiel. m-Beugung winklig, oft mit kurzem Anhang.
Wangen ziemlich stark behaart. Stirn des cf mindestens so breit wie das 3. Fhlerglied .
7 m-Beugung dem Fliigelrand nher als m-cu. Thorakalschppchen gelblich. t2 mit einer zweiten,
krzeren Borste ber der Anterodorsalen. cf: Stirn an der verengten Stelle kaum breiter als das
3. Fhlerglied. Bereifung des Abdomens ziemlich schwach, blulichgrau similis Stein
- m-Beugung vom Flgelrand etwas weiter entfernt als von m-cu. Thorakalschppchen weilich.
t2 mit einer isolierten ad. cf: Stirn etwa doppelt so breit wie das 3. Fhlerglied. Abdomen dicht
und hell bereift ... . adolescens Rond.
8 Fhler verkrzt, kaum halb so lang wie das Gesicht. Thorakalschppchen weilich. Bereifung
auf Thorax und Abdomen ziemlich dicht und hell abbreviata Vill.
- Fhler normal, etwa so lang wie 2/3 des Gesichts. Schppchen brunlichgelb. Gesamtfrbung
infolge schwacher Bereifung dunkel sordidisquama Vill.
9 Fhlerborste pubeszent, Hrchen etwas lnger als die Dicke der Fhlerborstenbasis. Stirn beim
cf an der engsten Stelle schmler als das 3. F'hlerglied . 10
- Fhlerborste fast nackt. Stirn beim cf mindestens so breit wie das 3. Fhlerglied 11
10 Pralarborste und vordere postsuturale ia kurz und schwach, mittlere ia strker entwickelt. Zelle
R, offen oder fast geschlossen. t, mit einer einzigen ad, beim cf fehlt die av-Borste .....
pauciseta n. sp.
- pra und vordere ia stark, mittlere ia rudimentr. R, geschlossen oder sehr kurz gestielt. t2 mit
2 ad, die av-Borste auch beim dc vorhanden .. .... pilicornis Vill.
11 m-Beugung abgerundet. Zelle R. kurz gestielt oder am Rand geschlossen. Hypopyg (cf) gro
und dick, seine Hhe im eingezogenen Zustand bertrifft die dorsale Lnge des 5. Tergits
erheblich .discrepans Pand.
- m-Beugung winklig. R, offen oder am Rand geschlossln. Hypopyg klein, seine Hhe im eingezo-
genen Zustand etwa gleich der dorsalen Lnge des 5. Tergits . subalbida n. sp.

Phyto abbreviata Vill. (P h y t o ab b r e viata Ville n eu ve 1920, p. 202).
Krperfrbung schwarz mit ziemlich dichter grauweier Bereifung. Beim & sind die Abdominal-
segmente bis auf schmale, schwarze Hinterrandbinden und einen deutlichen Mittellngsstreifen
dicht bereift. Beim 9 ist die vordere Hlfte der Segmente III und IV sowie der grte Teil von
II und V hell bestubt; diese Binden sind in der Mittellinie breit unterbrochen. Flgel und Thora-
kalschppchen weilich. Basicosta gelb. Halteren gelb oder brunlich.
Stirn des 9 am Scheitel etwa so breit wie ein Auge, beim cf wenig schmler, in beiden Ge-
schlechtern mit 2 ors und einer prv jederseits. Stirnstreifen 1,5- bis 2mal so breit wie ein Para-
frontale. Wangen etwa 1,5mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit ziemlich dichter Behaarung,
welche beim 9 viel krzer ist als beim Fc. Fhler verkrzt, sie reichen kaum bis zur halben Ge-
sichtshhe herab, ihr 3. Glied ist beim 6' einmal, beim 9 1,3mal so lang wie das zweite. Fhler-
borste fast nackt. Peristom etwa so hoch wie der halbe senkrechte Augendurchmesser.
Thorax mit 1 (2) + 1 (2) acr, 2 + 3 dc, 0 (1) + 2 ia. pra stark. 3 hum fast in gerader Linie. 2 st.
Pteropleurale kurz, aber deutlich. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen
meist schwcher.
Flgel mit migem Randdorn. Stiel der Zelle Rs etwas lnger als die kleine Querader r-m. m-Beu-
gung winklig. mn-cu schief und geschwungen, etwa 2mal so weit von r-in wie von der Beugung.
ti mit deutlichem PD-Sporn, ohne pd-Borsten. t2 mit 2-3 kurzen ad, die untere am strksten.
Krallen und Pulvillen beim cf wenig lnger als beim 9, krzer als das letzte Tarsenglied.
Abdomen ohne Marginalborsten auf dem II. Segment. Diskalborsten sind bei der Type aus Biskra
nur auf V, bei einem c6 aus Mariout auch auf III und IV deutlich entwickelt.
Lnge 6 mm. Africa sept.






64 e. Rhinophorinae 15

Phyto adolescens Rond. (P h y t o a d ole s c e n s R o n d a n i 1860, p. 139).
Syn.: Styloneuria manni Brauer u. Bergenstamm1891, p. 365.
Krperfrbung schwarz mit grauweier Bestubung. Abdominalsegmente beim Cd fast ganz bereift,
nur ein Mittellngsstreifen und schmale, zur Mittellinie hin verbreiterte Hinterrandbinden schwarz.
Beim 9 ist die Bereifung schwcher und die schwarze Frbung erheblich ausgedehnter. Flgel
auerhalb der Adern kaum pigmentiert. Basicosta und Halteren gelb. Thorakalschppchen wei.
Stirn beim 9 so breit wie 2/s eines Auges oder etwas mehr, mit 2 ors und 1 prv jederseits. Stirn
des Cf an der engsten Stelle etwa 2,5mal so breit wie das 3. Fhlerglied, ohne die erwhnten Bor-
sten. Wangen etwa 2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit ziemlich dichter Behaarung, welche
beim 9 krzer ist als beim eC. 3. Fhlerglied 1,5mal so lang wie das zweite. Fhlerborste fast
nackt. Peristom so hoch wie 2/5 bis '/2 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 (2) + 1 (2) acr, 2 + 3 dc, 0+2 ia. pra stark. 3 i in den Ecken eines stumpf-
winkligen Dreiecks. 2-3 st. Pteropleurale deutlich. Schildchen mit starken Apikalen, Lateralen
und Basalen.
Flgel mit migem oder schwachem Randdorn. R, kurz gestielt. m-Beugung winklig, manchmal
mit kurzem Anhang. Spitzenquerader etwa s/4 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu schrg
und geschwungen, der Beugung viel nher als zu r-m.
t, mit deutlichem PD-Sporn, ohne pd-Borsten. t2 mit einer isolierten ad. Krallen und Pulvillen des
Cf lnger als das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen vor allem beim Cf mit Diskalborsten. Marginalen auf II beim cf vorhanden, dem 9
fehlend.
Lnge 6-8 mm. Italia, Sicilia, Dalmatia

Phyto brevipila n. sp. (V i lle n e u v e i. lit t.).
9: Krperfrbung schwarz mit ziemlich schwacher grauweier Bereifung. Diese bildet auf den
Abdominalsegmenten III-V breite Vorderrandbinden, die zur Mittellinie dreieckig verschmlert
und unterbrochen sind. Flgeladern dunkel gesumt. Basicosta schwarz. Halteren braun. Thorakal-
schppchen weilich.
Stirn am Scheitel so breit wie 2/3 eines Auges, jederseits mit 2 ors und 1 prv. Stirnstreifen rotbraun,
etwas breiter als ein Parafrontale. Wangen 1,5mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit einigen
feinen Hrchen. 3. Fhlerglied 1,5mal so lang wie das zweite. Fhlerborste pubeszent, die Har-
chen etwa so lang wie die Dicke der Fhlerbors'tenbasis. Peristom so hoch wie 2/, des senkrechten
Augendurchmessers.
Thorax mit 2 + 2 acr, 2 + 3 dc, 0 + 3 ia. Vordere ia schwach und kurz, die mittlere stark ent-
wickelt. pra stark. 2-3 h in gerader Linie. 3 st. Pteropleurale deutlich. Schildchen mit starken
Apikalen und Lateralen, die Basalen kurz und schwach.
Flgel mit migem Randdorn. R, schmal geffnet. m-Beugung winklig. Spitzenquerader kaum
1/2 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu schrg und geschwungen, von r-mn weiter ent-
fernt als von der Beugung.
t, mit deutlichem PD-Sporn und 1 pd-Borste. t2 mit 2 krftigen ad und einer schwachen darber.
Abdomen mit Diskalborsten auf den Segmenten III und IV. Keine Marginalborsten auf II.
Lnge 6 mm.
Typus 1 9 aus den Penninischen Alpen (Macugnaga, 1. 8. 1900, 01 den b e r g leg.), in Coll.
M e s i l. 1c unbekannt. Alpes mer.

Phyto celer Rond. (M o ri n i a celer Ro ndani 1862, p. 161).
Syn.: Morinia trifasciata auct. nec Macquart.
Krperfrbung schwarz mit ziemlich schwacher grauweier Bestubung, kaum geschlechts-
dimorph. Abdominalsegmente III-V mit breiten weien Vorderrandbinden, die zur Mitte keil-
frmig verschmlert und unterbrochen sind. Flgeladern dunkel gesumt, vor allem bei den 9.
Basicosta schwarz. Halteren braun. Thorakalschppchen weilich.
Stirn des 9 am Scheitel so breit wie 2/ l eines Auges, mit 2 ors und 1 prv jederseits. Stirnstreifen
dunkel rotbraun, etwa ebenso breit wie ein Parafrontale. Stirn des Ce an der verengten Stelle kaum
so breit wie das 3. Fhlerglied, ohne die genannten Borsten. Wangen 1- bis 1,5mal so breit wie das
3. Fhlerglied, mit einigen feinen Hrchen, besonders im oberen Teil. 3. Fhlerglied 1,5mal so lang
wie das zweite. Fhlerborste gefiedert, Fiederung etwa so breit wie das 3. Fhlerglied. Peristom
so hoch wie 1/J bis 1/2 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 (2) + 1 (2) acr, 2 +3 dc, 0 + 3 ia. Vordere ia schwach und kurz, die mittlere stark
entwickelt. pra stark. 3 h in den Ecken eines stumpfwinkligen Dreiecks. 3 st. Pteropleurale
deutlich. Schildchen mit starken Lateralen und Apikalen, die Basalen schwcher, doch gut ent-
wickelt.





16 Herting

Flgel mit migem Randdorn. R, offen oder am Rand geschlossen. m-Beugung winklig. Spitzen-
querader 2/3 bis 3/4 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu schrg und geschwungen, von
r-m etwa doppelt so weit entfernt wie von der Beugung.
t, mit deutlichem PD-Sporn und meist 2 pd-Borsten. t, mit 2 ad. Krallen und Pulvillen beim c
ebenso lang wie das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen mit Marginalen auch auf dem II. Segment. Je 2 Paar hintereinander stehende Diskalen
auf II und IV.
Lnge 6-9 mm. Ifalia, Dalmatia

Phyto cingulata Zett. (T a ch i n a cing u lat a Z etterstedt 1844, p. 1174).
Syn.: Paramorinia cincta Brauer u. Bergenstamm 1891, p. 368 (nov.
syn., Typus berprft) Styloneuria albidella Villeneuve 1920, p. 201
(Typus berprft).
Krperfrbung schwarz mit dichter hellgrauer Bestubung. Abdomen des ec berwiegend bereift
bis auf eine deutliche schwarze Mittellinie und dunkle Hinterrandbinden, die nur 1/, bis 1/s der
Segmentlnge einnehmen. Beim 9 ist nur das vordere 1/s bis 2/5 der Segmente bestubt. Flgel
hyalin. Basicosta brunlichgelb. Thorakalschppchen wei.
Stirn des 9 so breit wie 2/3 eines Auges, mit 2 ors und 1 prv. Stirnstreifen schmler als ein Para-
frontale, dunkel rotbraun. Stirn des c stark verengt, schmler als das 3. Fhlerglied, ohne die
genannten Borsten. Wangen 1,5- bis 2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, beim & fast nackt,
beim 9 mit wenigen kurzen Hrchen. 3. Fhlerglied nicht ganz 2mal so lang wie das zweite.
Fhlerborste fast nackt. Peristom so hoch wie 1/3 bis 2/5 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 (2) acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra stark. 3 h auf schwach geknickter Linie. Meist
3 st. Pteropleurale deutlich. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen
schwach.
Flgel ohne deutlichen Randdorn. R, offen oder am Rand geschlossen. m-Beugung etwas gerundet.
Spitzenquerader etwa 1/2 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu schrg und geschwungen,
von r-m weiter entfernt als von der Beugung.
t1 mit deutlichem PD-Sporn, normalerweise ohne pd-Borsten. t2 mit einer isolierten ad. Krallen
und Pulvillen beim e nicht ganz so lang wie das letzte Tarsenglied, beim 9 sehr kurz.
Abdomen ohne Marginalen auf dem II. Segment. Unregelmige Diskalen auf IV. Ilypopyg schmal,
das Segment 7 + 8 ziemlich lang.
Lnge 6-8 mm.
Fundorte: Sdschweden (Skne, Smland, land, stergotland, Bohusln), Tirol (Landeck, Me-
ran, Bozen), Sdfrankreich (Saint-Pierre-de-Chartreuse, Marseille). Europa

Phyto discrepans Pand. (Ph y t o d i s c r e p a n s P a n d e 11 1896, p. 132).
Krperfrbung schwarz mit gelblichgrauer oder grauweier Bestubung. Abdomen des ci ber-
wiegend bereift bis auf eine deutliche schwarze Mittellinie und dunkle Hinterrandbinden, die zur
Mitte hin dreieckig verbreitert sind. Beim 9 ist die Bestubung schwcher und weniger ausgedehnt.
Flgel kaum pigmentiert. Basicosta und Halteren gelb. Thorakalschppchen weilich.
Stirn des 9 2/8 bis 3/4 so breit wie ein Auge, mit 2 ors und 1 prv. Stirnstreifen etwa so breit wie ein
Parafrontale. Stirn des ei verengt, doch mindestens so breit wie das 3. Fhlerglied, ohne die ge-
nannten Borsten. Wangen zerstreut behaart. 3. Fhlerglied 1,2- bis 1,5mal so lang wie das zweite.
Fhlerborste fast nackt. Peristom so hoch wie 1/a bis /2 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 (2) + 1 (2) acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra stark. 3 h auf schwach geknickter Linie.
Meist 3 st. Pteropleurale undeutlich. Schildchen mit starken Lateralen und Apikalen, die Basalen
variabel.
Flgel mit ziemlich krftigem Randdorn. R5 kurz gestielt. m-Beugung abgerundet. m-cu von r-m
etwas weiter entfernt als von der Beugung.
t1 ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. t2 mit 1-2 ad. Krallen und Pulvillen beim e lnger als das
letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen ohne Marginalborsten auf dem II. Segment. Diskalborsten fehlen zumeist, sie knnen
jedoch auf dem IV. Segment entwickelt sein. Hypopyg grer und breiter als bei den brigen
P1 i y t o Arten.
Lnge 5-8 mm.
Innerhalb des Rassenkreises P li y t o d i s c r e p a n s P a n d. lassen sich zumindest die folgenden
Subspezies unterscheiden:
Phyto d. discrepans Pand.
Stirn des c an der engsten Stelle kaum breiter als das 3. Fhlerglied. Letzteres etwa 1,5mal so
lang wie das 2. Fhlerglied. t2 mit 2 ad (konstant?). Abdomen des e: nur mit schmalen schwarzen





64 e. Rhinophorinae 17

Hinterrandbinden. Im maritimen Klimagebiet von Sdengland bis zu den Pyrenen verbreitet.
Europa occid.
Phyto d. algeriensis n. subsp.
In Stirnbreite und Bereifung der typischen Form sehr hnlich. 3. Fhlerglied nur etwa 1,2mal
so lang wie das zweite. t2 mit 1 isolierten ad (konstant?). Paraloben des Hypopygs zur Spitze hin
deutlicher fingerfrmig verschmlert. Typus 1 e" aus Mascara in Coll. M e s n il. Algeria

Phyto d. atrior Villeneuve (1941, p. 122).
Krftig gebaute, im Habitus dunklere Form. Stirn des jc etwa doppelt so breit wie das 3. Fhler-
glied, dieses 1,2mal so lang wie das zweite. Flgeladern krftig, schwarzbraun. Zelle R, breit,
Spitzenquerader etwas konvex. Paraloben ziemlich breit und stumpf. Marocco

Phyto d. nigrobarbata Becker (1908, p. 120).
Bereifung schwcher als bei den brigen Formen. Die schwarzen Hinterrandbinden nehmen 1/3
bis 1/2 der Segmentlnge ein. Stirn des cf ber 2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, dieses 1,5mal
so lang wie das zweite Glied. Zelle R, schmler als bei a t r i o r, Spitzenquerader krzer und ge-
rade. Hypopyg hnlich wie bei a t r i o r. Ins. Canar.

Phyto melanocephala Meig. (T a c h i n a mel a n o ce p h ala M e i g en 1824, p. 281).
Syn.: Phyto nigra Robineau-Desvoidy 1830, p. 218. Semitachina
hylemyiaeformis Portshinskij 1883, p. 133.
Krperfrbung schwarz mit gelblichgrauer oder grauweier Bestubung. Abdominalsegmente
beim cf grtenteils bereift, nur ein Mittellngsstreifen und schmale Hinterrandbinden schwarz.
Beim 9 ist die Bestubung viel schwcher, auf das vordere 1/s bis 1/2 der Segmente beschrnkt und
nur unter sehr schrgem Blickwinkel auffallend. Flgel leicht grau oder brunlich getnt. Basi-
costa und Halteren gelb. Thorakalschppchen gelblich.
Stirn beim 9 so breit wie 4/~, beim & wie 3/4 eines Auges, in beiden Geschlechtern mit 2 ors
und 1 prv. Wangen 1,5- bis 2,5mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit zerstreuter, kurzer Be-
haarung. 3. Fhlerglied 1,2- bis 1,5mal so lang wie das zweite. Fhlerborste fast nackt. Peristom
so hoch wie die Hlfte des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 (2) acr, 2 (3) + 3 (4) dc, 0 (1) + 2 (3) ia. pra stark. 3 h auf schwach geknickter
Linie. 2 st. Pteropleurale deutlich. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen
wenig schwcher.
Flgel mit ziemlich starkem Randdorn. R, kurz gestielt. m-Beugung winklig. Spitzenquerader
etwa 2/3 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu etwas schrg, von r-m weiter entfernt als
von der Beugung.
tz mit deutlichem PD-Sporn und normalerweise mit 1-3 pd-Borsten. t, mit 2-3 ad. Klauen und
Pulvillen beim cf etwa 3/4 so lang wie das letzte Tarsenglied, beim 9 noch krzer.
Abdomen mit Diskalborsten auf den Segmenten III-V. Die Marginalborsten des II. Segments sind
beim ce stets vorhanden, beim 9 fehlen sie zumeist.
Lnge 5-9 mm.
Die drei Larvenstadien von Phyto melanocephala wurden von Thompson (1934, p.
401-403) beschrieben. Die Art wurde bisher gezogen aus Oniscus asellus (Donist-
horpe 1908), Porcellio scaber (Thompson), P. pietus (Legrand, nach S guy
1941), Armadillidium vulgare (Thompson, Legrand), A. nasutum (Le-
grand), A. silvestrii, versicolor und quinquestriatus (Verhoeff, nach
Seguy).
Bis Sdengland und Norddeutschland verbreitet, aus Dnemark und Skandinavien nicht bekannt.
Europa centr. et mer.

Phyto pauciseta n. sp.
Krperfrbung schwarz mit ziemlich dichter grauweier Bereifung. Die median unterbrochenen
bereiften Vorderrandbinden nehmen beim cf etwa 3/4, beim 9 nur 2/, der Abdominalsegmente ein.
Flgel kaum pigmentiert. Basicosta und Halteren gelb. Thorakalschppchen weilich.
Stirn des 9 so breit wie ein Auge, mit 2 ors und 1 prv. Stirnstreifen breiter als ein Parafrontale.
Stirn des c stark verengt, schmler als das 3. Fhlerglied, ohne die erwhnten Borsten. Wangen
fast 2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, fein und kurz behaart. 3. Fhlerglied 1,5mal so lang
wie das zweite. Fhlerborste pubeszent. Hrchen etwas lnger als die Dicke der Fhlerborsten-
basis. Peristom etwa so hoch wie 1/s des senkrechten Augendurchmessers.
L i n d n e r, Die Fliegen der palaearktischen Region. 64 e. Rhinophorinae. 2






18 Herting

Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. Die vordere postsuturale ia ist reduziert, dafr ist die
mittlere wohlentwickelt. pra schwach. 3 h in etwas geknickter Linie. 2 (3) st. Pteropleurale un-
deutlich. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, letztere der Basis sehr genhert. Basale
kurz, haarfrmig.
Flgel mit schwachem Randdorn. R, offen oder fast geschlossen. m-Beugung winklig, ein wenig ab-
gerundet. Spitzenquerader kaum 1/2 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu schrg und ge-
schwungen, viel nher zur Beugung als zu r-m.
t, ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. t2 mit einer isolierten ad, beim ch ohne av-Borste. Krallen
und Pulvillen beim .c lnger als das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen auch auf dem letzten Segment und lateral ohne Diskalborsten. Dorsale Marginalborsten
nur auf den Segmenten V und IV, auf III sind sie haarfrmig und niederliegend.
Lnge 7 mm.
Typus (Cd) in der Sammlung des Zoologischen Instituts der Universitt Tel-Aviv, von Dr. J.
K u g 1 e r am 17. V. 1956 bei Sihron-Jaakov gefangen. Palaestina

Phyto pilicornis Vill. (Styloneuria pil icornis Villeneuve 1920, p. 201).
Krperfrbung schwarz mit gelblichgrauer oder grauweier Bereifung. Beim c6 bedeckt die Be-
stubung, schrg von hinten gesehen, die Abdominalsegmente bis zum Hinterrand, nur ein Mittel-
lngsstreifen bleibt schwarz. Beim 9 nimmt eine median unterbrochene, bereifte Binde nur das
vordere 1/3 der Segmente ein. Flgel etwas graulich, beim 9 mit schwach dunkel gesumten Adern.
Basicosta brunlich. Halteren dunkelgelb. Thorakalschppchen weilich.
Stirn des 9 fast so breit wie ein Auge, mit 2 ors und 1 prv. Stirnstreifen breiter als ein Parafrontale.
Stirn des & stark verengt, schmler als das 3. Fhlerglied, ohne die genannten Borsten. Wangen
fast 2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, fein behaart. 3. Fhlerglied 1,5mal so lang wie das zweite.
Fhlerborste pubeszent, Hrchen etwas lnger als die Dicke der Fhlerborstenbasis. Peristom so
hoch wie '/3 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra stark. 3 h in etwas geknickter Linie. 2--3 st. Ptero-
pleurale schwach, wenig deutlich. Schildchen mit starken Lateralen und Apikalen, die Basalen
schwach.
Flgel mit langem Randdorn. li am Rande geschlossen oder sehr kurz gestielt. m-Beugung ein
wenig gerundet. Spitzenquerader etwa 2/3 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu etwas schrg
und geschwungen, nher zur Beugung als zu r-m.
t, ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. t, mit 2 ad, die untere strker. Krallen und Pulvillen beim
f lnger als das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen ohne Marginalborsten auf dem II. Segment. Diskalborsten nur auf dem letzten Segment.
Lnge 6-7 mm.
Fundorte: Tabarka, Birmandreit (Algier). Africa sept.

Phyto similis Stein (Phyto s imi l is Stein 1924, p. 180).
Krperfrbung schwarz mit ziemlich schwacher, blulichgrauer Bereifung. Beim cf sind die
Abdominalsegmente, schrg von hinten gesehen, von dieser Bestubung grtenteils bedeckt bis
auf einen nach hinten zu schmler werdenden Mittellngsstreifen und schmale Hinterrandbinden
auf jedem Segment. Beim 9 ist die Bereifung schwcher und auf das vordere 1/V bis 1/2 der Seg-
mente beschrnkt. Flgel kaum pigmentiert. Basicosta gelb. Thorakalschppchen gelblich.
Stirn des 9 so breit wie 4/. eines Auges, mit 2 ors und 1 prv. Parafrontalia in Hhe der unteren
ors etwa so breit wie der Stirnstreifen, in Hhe der prv fast auf die Hlfte verengt. Stirn des d
verengt, etwa 1,5mal so breit wie das 3. Fhlerglied, ohne die genannten Borsten. Wangen 1,5- bis
2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit einer Behaarung, die beim dC erheblich lnger ist als
beim 9. 3. Fhlerglied 1,5mal so lang wie das zweite. Fhlerborste fast nackt. Peristom so hoch
wie 1/3 bis 1/2 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 (2) + 1 (2) acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra stark. 3 h auf einer mehr oder weniger ge-
knickten Linie. 3 st. Pteropleurale deutlich. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die
Basalen kaum schwcher.
Flgel ohne deutlichen Randdorn. R, kurz gestielt. m-Beugung winklig. Spitzenquerader etwa 2/3
ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu schrg und geschwungen, nher zur Beugung als
zu r-m.
t, mit deutlichem PD-Sporn, ohne pd-Borsten. t, mit einer starken ad und einer zweiten, kurzen
Borste darber. Krallen und Pulvillen beim c' lnger als das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen mit Diskalborsten auf den Segmenten III-V. Marginalborsten auch auf dem II. Segment
vorhanden.
Lnge 6-7 mm.





64 e. Rhinophorinae 19

Fundorte: Treptow a. d. Rega (Pommern), Bagneres de Luchon (Pyrenen), beides im August.
Europa centr.
Phyto sordidisquama Vill. (Phyto so rdidisquama Villeneuve 1920, p. 202).
Krperfrbung schwarz mit gelblichgrauer oder grauweier Bereifung. Die median unterbroche-
nen, bereiften Vorderrandbinden nehmen beim Cf dorsal etwa 2/5, lateral ber die Hlfte der Ab-
dominalsegmente ein, beim 9 sind sie etwas schmler. Flgel etwas brunlichgrau getnt. Basi-
costa und Halteren dunkelgelb. Thorakalschppchen schmutziggelb, besonders zum Rande hin.
Stirn in beiden Geschlechtern etwa so breit wie ein Auge, mit 2 ors und 1 prv. Stirnstreifen 1,2- bis
1,5mal so breit wie ein Parafrontale. Wangen etwa 1,5mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit einer
dichten Behaarung, welche beim c viel lnger ist als beim 9. 3. Fhlerglied 1- bis 1,3mal so lang
wie das zweite. Fhlerborste fast nackt. Peristom etwa so hoch wie 2/e des senkrechten Augen-
durchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra stark. 3h in schwach geknickter Linie. 2 st. Ptero-
pleurale deutlich. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen etwas schwcher.
Flgel mit langem Randdorn. R, lang gestielt, Stiel lnger als die kleine Querader r-m. m-Beugung
winklig. Spitzenquerader bis zu ihrer eigenen Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu nher zur
Beugung als zu r-m.
t1 mit deutlichem PD-Sporn, ohne pd-Borsten. t, mit 2 ad, die untere strker. Krallen und Pulvillen
bei beiden Geschlechtern viel krzer als das letzte Tarsenglied.
Abdomen des Cf mit Marginalen auf den Segmenten II-V und Diskalen auf III-V. Dem 9 fehlen
oft die Marginalen auf II und die Diskalen auf III.
Lnge 4-7 mm.
Fundort: Algier, Tunis. Africa sept.

Phyto subalbida n. sp.
Krperfrbung schwarz mit dichter hellgrauer Bereifung, die beim dC die Abdominalsegmente bis
zum Hinterrand bedeckt (ganz schrg von hinten betrachten!) und nur einen schmalen dunklen
Mittellngsstreifen erkennen lt. Flgel kaum pigmentiert. Basicosta und Halteren gelb. Thora-
kalschppchen weilich.
Stirn des c6 verengt, etwa 1,5mal so breit wie das 3. Fhlerglied. Wangen 1,5- bis 2mal so breit
wie das 3. Fhlerglied, fein und kurz behaart. 3. Fhlerglied 1,5mal so lang wie das zweite. Fhler-
borste nackt. Peristom etwa so hoch wie 1'/ des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 2 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra stark. 3 h fast in gerader Linie. 3 st. Pteropleurale
undeutlich. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen viel schwcher.
Flgel mit migem Randdorn. R, offen oder am Rand geschlossen. m-Beugung winklig, manchmal
mit kurzem Anhang. Spitzenquerader etwa 2/s ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu sehr
schief und geschwungen, von r-m sehr viel weiter entfernt als von der Beugung.
t, ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. t2 mit 1 ad, selten eine kurze darber. Krallen und Pul-
villen lnger als das letzte Tarsenglied.
Abdomen ohne Marginalborsten auf dein II. Segment. Diskalen auf der dorsalen Flche der Seg-
mente fehlend, aber an den Seiten von III und IV sehr deutlich, wenig krzer als die Marginalen.
Hypopyg klein.
Lnge 7-8 mm.
Typus (Cf) aus Noguera bei Albarracin, von Z er n y am 10. 7. 1924 gesammelt, in Coll. M e s -
n i l. Ein zweites dc von M es n i 1 am 16. IX. 1935 bei El Ventorillo gefunden.
Hispania

Cirillia Rond.
Rondani 1856, p. 80.
Typus: ang ustif r o n s Ron d. Eine monospezifische Gattung, die durch ihre
starken, einreihigen Wangenborsten ausgezeichnet ist.

Cirillia angustifrons Rond. (C i r illia a n g us t i f r o ns R o n d a i 1856, p. 80).
Krperfrbung schwarz mit schwacher, grauer Bereifung. Abdomen des 9 ganz schwarz, beim
c6 mit deutlicher Bestubung, die einen ziemlich breiten Mittellngsstreifen und Hinterrandbinden
auf jedem Segment freilt. Flgel etwas hellbrunlich getnt. Basicosta und Halteren gelbbraun.
Thorakalschppchen gelblichwei.
Stirn des 9 so breit wie 8/, eines Auges, mit 2 ors und 1 prv jederseits. Stirnstreifen viel schmler
als ein Parafrontale. Stirn des dc an der engsten Stelle etwa so breit wie das 3. Fhlerglied, ohne
die genannten Borsten. Wangen auf halber Hhe etwa ebenso breit wie das 3. Fhlerglied, mit einer






20 Herting

Reihe strkerer Borsten lngs des Vorderrandes. 3. Fhlerglied 1,2mal so lang wie das zweite.
Fhlerborste kurz behaart. Peristom so hoch wie die Hlfte des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 de, 0 (1) + 2 ia. Die prsuturale ia ist bei dem mir vorliegenden Stck
schwach, aber deutlich entwickelt. pra stark. 3 h fast in gerader Linie. 2 st. Pteropleurale deutlich.
Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen sehr kurz und schwach.
Flgel mit migem Randdorn. R, langgestielt, Stiel so lang wie die hintere Querader m-cu.
m-Beugung winklig. m-cu fast rechtwinklig auf m, etwas nher zu r-m als zur Beugung.
t1 mit deutlichem PD-Sporn, ohne pd-Borsten. t, mit 1 ad. Krallen und Pulvillen beim e' verlngert,
beim 9 kurz.
Abdomen mit Diskalborsten auf den Segmenten III-V, keine Marginalen auf II.
Lnge 5 mm.
Verbreitung: Mittel- und Sdfrankreich, Wallis, Oberitalien. Europa mer.-occid.

Frauenfeldia Egg.
E g g e r 1856, p. 297.
Typus: rubricosa Meig.
Syn.: Trichogena (Tricogena) Rondani 1856, p. 88, entfllt als Homonym
zuTrichogena (Thrychogena) Rondani1856, p. 65.
Die Gattung bildet mit dem folgenden Genus S t e v e n i a eine engere Gruppe, die durch
mehrere Sondermerkmale Wangen im unteren Teil mit starken Borsten, Stirn mit nur
einer krftigen ors Sederseits, Humeralborsten in stark dreieckiger Anordnung, Vorhanden-
sein einer nach vorn und unten gebogenen, unteren Substigmatikalborste am Prothorax -
gekennzeichnet ist.

Frauenfeldia rubricosa Meig. (T a c i n a r u b r i c o s a M e i g e n 1824, p. 305).
Syn.: Tachina trilineata Meigen 1824, p. 281 (teste Stein 1900) Ta-
china barbata Meigen1830, p. 371 (testeStein 1900) -Tachina genibar-
bis Meigen 1830, p. 372 (testeStein1924) -Tachina hirticornis Zetter-
stedt 1844, p. 1172 (teste Ringdahl 1945) -Tachina nigritarsis Zetter-
stedt1844, p. 1169 (teste Ringdahl) -Dexia tachiniformis Zetterstedt
1844, p. 1280 (testeRingdahl) -Tricogena truquii Rondani 1856, p. 88-
Sarcophila hirticornis Pandelle 1896, p. 171 (teste Villeneuve 1907).
Der Name trilineata Meig. hat die Seitenprioritt ber rubricosa Meig.
Die Synonymie ist zuerst von S t e in 1900, p. 150, festgestellt worden, ohne da t r i i-
neata vom Autor in dieser Arbeit als gltiger Name bernommen wurde. Nach den
Nomenklaturregeln ist die vom Autor der ersten Revision getroffene Wahl gltig, so da
die Art weiterhin r u b r i c o s a M e i g. heien mu.
Krperfrbung berwiegend schwarz. Rotgelb gefrbt sind das 2. Fhlerglied (beim 9 ganz, beim
c nur an der Spitze), die Taster, das Schildchen an der Spitze, die apikalen Teile der Femora, die
Tibien, beim d auch die Ventralseite des II. und III. Abdominalsegments und die Seitenlappen des
5. Sternits. Bereifung graugelb und ziemlich dicht. Die median breit unterbrochenen Vorderrand-
binden der Abdominalsegmente nehmen in beiden Geschlechtern 1/2 bis 2/3 der Segmentlnge ein.
Flgel kaum pigmentiert. Basicosta und Halteren gelb. Thorakalschppchen gelblichwei.
Stirn beim 9 1,2mal, beim & ebenso breit wie ein Auge, in beiden Geschlechtern mit einer starken
ors (eine sehr schwache zweite dahinter) und einer starken prv jederseits. Wangen etwas schmler
als das 3. Fhlerglied, oben kurz und dicht behaart, unten mit einigen strkeren Borsten. 3. Fhler-
glied beim de 1,5mal, beim 9 1,3mal so lang wie das zweite. Behaarung der Fhlerborste beim
.C lnger als die Dicke der Fhlerborstenbasis, beim 9 krzer. Peristom so hoch wie 1/4 bis 1/s des
senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra kurz und schwach. 3 h in den Ecken eines Dreiecks.
3 st. Pteropleurale deutlich. Schildchen mit starken Apikalen und Basilateralen, die Basalen sehr
kurz und fein.
Flgel mit ziemlich langem Randdorn. R, schmal offen oder am Rand geschlossen. m-Beugung
stumpfwinklig. Spitzenquerader etwa 2/3 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt, m-cu ein wenig
geschwungen, etwa auf der Mitte zwischen r-m und der Beugung.
t, ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. t2 mit 1 ad, die av-Borste auch beim c vorhanden. Krallen
und Pulvillen beim e' so lang wie das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
II. Abdominalsegment ohne Marginalbors.ten. Diskalen dorsal auf allen Segmenten fehlend. Sei-
tenlappen des 5. Sternits beim c sehr stark entwickelt.
Lnge 5-7 mm.





64 e. Rhinophorinae 21

Die Art ist von den Mittelmeerlndern nordwrts bis Schottland und Mittelschweden verbreitet und
lokal nicht selten. Larvenbeschreibung bei T h o m p s o n (1934). Wirt: P o r c e1i o sc aber
(0' Mah o n ey 1931, Th omp so n). Europa

Stevenia R.-D.
So b ineau D e s v o i d y 1830, p. 220.
Typus: tomentosa R. D. = umbratica Fall.
Subj. Syn.: Ptilochaeta Rondani 1857, p. 13, Typus: atramentaria Meig.
- Trisoneura Lioy 1865, p. 68, Typus: cilipennis Macq. = atrainentaria
Meig. Ptiloceroides Villeneuve 1924, p. 31, Typus: lateralis Macq.
Den in der Tabelle auf S. 5 angefhrten Gattungsmerkmalen ist noch hinzuzufgen,
da die Prvertikalborsten oft an Zahl vermehrt (bis zu 3 jederseits), fast in die Reihe
der Stirnborsten eingeordnet und in der Regel nach hinten gebogen sind, ferner, da die
pv-Borstenreihe an der Spitze der Mittelschenkel bei den dcc der meisten Arten (ausgenom-
men 1 a t er a l i s und t r i an g u 1 a t a) in einen Kamm" aus kurzen Dornen umgebil-
det ist.
Die Ste venia- Arten sind in manchen Merkmalen ziemlich variabel und haben
deshalb den Systematikern bisher groe Schwierigkeiten bereitet. Mehrere bisher als
Spezies betrachtete Formen sind wahrscheinlich nur bedeutungslose Varianten, so da sie
im folgenden nur als Synonyme angefhrt sind. Es war eine vllige Revision der bisherigen
Bestimmungsschlssel notwendig, um eine exakte Trennung der Arten auch im weib-
lichen Geschlecht zu ermglichen.

Artenbestimmungstabelle
1 Flgelzelle R nur kurz gestielt, Stiel kaum so lang wie die kleine Querader r-m .....
aeutangula Vill.
- R, lang gestielt . ... .. .. 2
2 Drei Sternopleuralborsten, fehlt ausnahmsweise die untere, dann keine Marginalborsten auf
dem II. Abdominalsegment . . 3
- Nur 2 st. Marginalen auf dem II. Segment vorhanden. Nur acrostichale Mikrochten, kein str-
keres acr-Borstenpaar vor der Naht und vor dem Schildchen ... 12
3 Zweites Abdominalsegment mit 2 dorsalen Marginalborsten .... 4
Segment II ohne dorsale Marginalen 10
4 Vordertibia mit 1-3 pd-Borsten (normalerweise). Behaarung der Fihlerborste hchstens so
lang wie die Dicke der Fhlerborstenbasis. Abdomen ohne Diskalborsten, mit schmalen, wei
bereiften Vorderrandbinden nur auf den beiden Segmenten III und IV (beim C stets deutlich,
beim 9 nur ganz schrg von hinten sichtbar und die hintere Binde oft rudimentr) 6
- 't ohne pd-Borsten. Behaarung der Fhlerborste lnger oder krzer als die Dicke der Fhler-
borstenbasis. Abdomen mit oder ohne Diskalen, Bereifung anders, nicht auf die Segmente III
und IV beschrnkt .. 5
5 uere Vertikalborsten wohlentwickelt. Behaarung der Fhlerborste deutlich lnger als die
Dicke der Fhlerborstenbasis. Parafrontalia auerhalb der Stirnborsten beim e' fast nackt.
Mitteltibia auch beim d' mit av-Borste. Vllig schwarze Art mit schwacher, grauer Bestubung
atramentaria Meig.
- uere Vertikalen fehlend bzw. nicht von den Postokularzilien verschieden. Behaarung der
Fhlerborste kaum so lang wie die Dicke der Fhlerborstenbasis. Parafrontalia beim c auer-
halb der Stirnborsten mit einer mehr oder weniger deutlichen Reihe nach vorn gebogener Mikro-
chten. t, beim de ohne av-Borste. Frbung variabel, oft mit gelben Seitenflecken am Abdomen.
Bereifung heller und ausgedehnter . .. deceptoria Loew
6 Flgelader r45+ von der Basis oft bis halbwegs zur kleinen Querader r-m mit mehreren, zer-
streuten Brstchen besetzt. PD-Sporn an t, in der Regel vorhanden. Meist 2 starke prv hinter-
einander. Stirnstreifen schmler als ein Parafrontale (23 bis "/4). C mit breiter Stirn und 1 star-
ken ors jederseits... . umbratica Fall.
- r.4+ nur an der Basis mit wenigen Brstchen, welche dicht beisammen stehen. PD-Sporn an t,
undeutlich. Nur 1 starke prv (eine viel schwchere zweite kann vorhanden sein). Stirnstreifen
etwa ebenso breit wie ein Parafrontale . . 7
7 Drittes Fhlerglied ebenso lang oder kaum lnger als das zweite. cd mit breiter Stirn (1 ors jeder-
seits) und stark verlngerten Krallen und Pulvillen . . . signata Mik
- 3. Fhlerglied 1,2- bis 1,5mal so lang wie das zweite ..... . 8






22 Herting

8 Stirnstreifen nach vorn kaum verbreitert, Parafrontalia nach hinten verengt. C': Stirn so breit
wie 3/5 bis 2/3 eines Auges, ohne ors. Mittelschenkel vor der Spitze mit pv-Drnchenkamm. Kral-
len und Pulvillen lnger als das letzte Tarsenglied . . .. 9
- Stirnstreifen nach vorn verbreitert, Parafrontalia im Bereich der ors und prv parallelrandig
Stirn in beiden Geschlechtern so breit wie ein Auge oder etwas breiter, mit 1 krftigen ors jeder-
seits. f2 an der Spitze mit einer normalen pv-Borstenzeile. Krallen und Pulvillen auch beim
CO krzer als das letzte Tarsenglied triangulata Loew
9 Abdominalseiten ausgedehnt rot gefrbt. Dritte Supraalarborste rudimentr, krzer als die
Pralare pannonica Vill.
- Abdomen schwarz, rotgelbe Seitenflecke hchstens schwach angedeutet. 3. sa strker als pra
steini Vill.
10 Fhlerborste vllig nackt. Wangen im oberen Teil auffallend dicht und lang behaart. Lateral-
borsten des Schildchens von den Apikalen etwas weiter entfernt als vom Vorderrand des Schild-
chens. Frbung vllig schwarz mit schwacher Bereifung .. hirtigena n. sp.
- Fhlerborste deutlich behaart. Oberer Teil der Wangen nur mit kurzen, zerstreuten Hrchen.
Lateralborsten vom Vorderrand des Schildchens etwas weiter entfernt als von den Apikal-
borsten 11
11 Stamm der Costalader in der Grundfrbung hellgelb wie die proximal angrenzende Basicosta.
uere Vertikalborsten lnger und strker als die Postkularzilien. Stirn des 9 in der Regel
mit 2 krftigen ors, die hintere wenig schwcher. Stirn des de weniger als halb so breit wie ein
Auge ohne ors angustifrons Vill.
- Costa dunkelbraun, gegen die gelbe Basicosta kontrastierend. uere Vertikalborsten nicht
differenziert. Stirn in beiden Geschlechtern breit mit nur 1 starken ors (die hintere reduziert).
obscuripennis Loew
12 Stirnstreifen deutlich breiter als ein Parafrontale (in Hhe der prv). Peristom so hoch wie
2/5 bis 1/2 des senkrechten Augendurchmessers. C3: Mittel- und Hintertibien innen (ventral) lang
und dicht behaart. Mittelschenkel vor der Spitze ohne pv-Drnchenkamm . lateralis Macq.
- Stirnstreifen etwas schmler als ein Parafrontale. Peristom so hoch wie 1/3 bis 2/, des senkrechten
Augendurchmessers. ce: t2 ventral nicht ungewhnlich behaart, mit av-Borste. f2 an der Spitze
mit pv-Drnchenkamm .. ...... . . austi Portslih.
Stevenia acutangula Vill. (Rhinophora acutangula Villeneuve 1910, p. 86).
Krperfrbung schwarz mit gelbroten Seitenflecken am Abdomen. Weiliche Bereifung ziemlich
schwach, sie bildet auf dem vorderen 1/4 bis 1/3 der Abdominalsegmente III-V median unterbro-
chene Binden, die beim cd deutlich, beim 9 nur ganz schrg von hinten sichtbar sind. Flgel leicht
brunlichgrau getnt. Basicosta gelb. Thorakalschppchen gelblich.
Stirn des 9 so breit wie 3/5 eines Auges, mit 1 ors und 1 etwas seitwrts gebogenen prv jederseits.
Stirnstreifen in Hhe der prv etwa halb so breit wie ein Parafrontale. Stirn des ce so breit wie
1/4 bis 1/3 eines Auges, ohne ors, mit 1 prv. uere Vertikalborsten vorhanden. Wangen 1,5- bis
2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit mehreren starken Borsten im unteren Teil. 3. Fhlerglied
1- bis 1,2mal so lang wie das zweite. Fhlerborste fast nackt. Peristom so hoch wie 1/s bis 2/5 des
senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra sehr kurz und schwach. 3 h in den Ecken eines recht-
winkligen Dreiecks. 3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen viel schwcher.
Flgel mit langem Randdorn. R, kurz gestielt, Stiel kaum so lang wie r-m. m-Beugung stumpf-
winklig (140-1500). Spitzenquerader schrg, 3/4 ihrer Lnge vom Flgelrand entfernt. m-cu
etwas nher zur Beugung als zu r-m.
t, ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. f2 bei dem & vor dem Kniegelenk mit pv-Drnchenkamm.
t, mit mehreren ad, beim c' fehlt die av-Borste. Krallen und Pulvillen beim j' lnger als das letzte
Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
II. Abdominalsegment mit Marginalborsten. Diskalborsten dorsal nur auf IV und V, oft ziemlich
schwach.
Lnge 5-9 mm.
Die Art wurde an verschiedenen Orten in der Dauphin6 zwischen 800 und 2100 in Hhe gefunden.
Alpes occid.

Stevenia angustifrons Vill. (S t e v e n i a a n g u s t i f r o n s Villeneu ve 1913 b, p. 50).
Syn.: Steveni a inops Vil leneuve 1934 a, p. 54 (nov. syn., Typus berprft).
Krperfrbung berwiegend schwarz. Abdomen beim 9 fast immer mit rotgelben Seitenflecken,
beim dc hufiger ganz schwarz oder nur mit Andeutungen eines hellen Flecks an den Seiten des
III. Segments. Manchmal sind die Schenkelspitzen unterseits aufgehellt, selten die mittleren und
hinteren Femora ganz rotgelb (in dem mir vorliegenden Material 2 99, Fundorte: Brussa, Klein-






64 e. Rhinophorinae 23

asien, und Remet-Hadesa, Israel). Grauweie Bereifung bildet auf dem Abdomen median unter-
brochene Vorderrandbinden, die beim cf 1/h bis 2/s der Segmentlnge einnehmen, beim 9 schmler
und nur ganz schrg von hinten sichtbar sind. Flgel beim c kaum pigmentiert, beim 9 mit
schwachen, dunklen Adersumen, vor allem entlang r.... Basicosta gelb. Thorakalschppchen
gelblich.
Stirn des 9 so breit wie 3/4 eines Auges, zumeist mit 2 krftigen ors (selten die hintere mehr ver-
krzt) und 2-3 nach hinten gebogenen prv. Stirn des & so breit wie 1/3 bis 2/5 eines Auges, ohne
ors, mit prv. uere Vertikalborsten deutlich entwickelt. Wangen 1,5- bis 2mal so breit wie das
3. Fhlerglied, mit krftigen Borsten im unteren Teil. 3. Fhlerglied 1,2- bis 1,5mal so lang wie das
zweite. Fhlerborste kurz behaart, Hrchen lnger als die Dicke der Fhlerborstenbasis. Peristom
so hoch wie 1/3 bis 2/, des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra schwach und kurz. 3 h in den Ecken eines recht-
winkligen Dreiecks. 3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen schwach
und kurz.
Flgel mit langem Randdorn. R, lang gestielt. m-Beugung winklig. m-cu gerade, wenig nher zur
Beugung als zu r-m.
t, ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. f, beim ce vor dem Kniegelenk mit pv-Drnchenkamm. t2
mit 2-3 ad, beim c fehlt die av-Borste. Krallen und Pulvillen beim e' lnger als das letzte Tarsen-
glied, beim 9 sehr kurz.
Abdomen ohne Diskalborsten. Dem II. Segment fehlen auch die Marginalen.
Lnge 5-9 mm.
Die Art ist in Palstina die hufigste Rhinophorine. Den Typus von ang u s ti f r o n s Vi 11.
(Oase Damas, Syrien, Gade a u de K e r v i 11 e leg.) habe ich nicht gesehen, doch ist die Art
nach der Beschreibung mit groer Sicherheit zu erkennen. Palaestina, Asia min., Persia

Stevenia atramentaria Meig. (T a c h i n a t r a m e n t aria M e i g e n 1824, p. 291).
Syn.: Dexia melania Meigen 1826, p. 40 (teste Villeneuve) Ptilocera
rectangularis Macquart 1833, p. 235 (teste Seguy 1941) Ptilocera
cilipennis Macquart 1835, p. 172 (teste S6guy) Rhinophora inor-
nata Loew 1847, p. 271 (teste Stein 1924).
Krperfrbung vllig schwarz mit schwacher grauer Bereifung, die auf den Abdominalsegmenten
III-V median unterbrochene Vorderrandbinden von ungefhr halber Segmentlnge bildet. Diese
sind beim c6 deutlich, beim 9 verwaschener und nur ganz schrg von hinten sichtbar. Flgel etwas
brunlichgrau getnt. Basicosta gelb. Thorakalschppchen gelblich.
Stirn des 9 so breit wie 2/3 eines Auges, mit 1 starken ors und 2-3 rckwrts gebogenen prv.
Stirn des 63 nur etwa von halber Augenbreite, ohne ors, mit prv. uere Vertikalborsten deutlich
entwickelt. Wangen 1- bis 1,5mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit mehreren starken Borsten im
unteren Teil. 3. Fhlerglied 1,2- bis 1,5mal so lang wie das zweite. Fhlerborste kurz behaart,
Hrchen lnger als die Dicke der Fhlerborstenbasis. Peristom so hoch wie 1/3 bis 2/, des senk-
rechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra kurz und schwach. 3 h in den Ecken eines recht-
winkligen Dreiecks. 3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen kurz und
schwach.
Flgel mit langem Randdorn. R, lang gestielt. m-Beugung winklig. m-cu etwas nher zur Beu-
gung als zu r-m.
t, ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. f, beim ef vor dem Kniegelenk mit pv-Drnchenkammin. t2
mit mehreren krftigen ad, die av-Borste auch beim c vorhanden. Krallen und Pulvillen beim &
viel lnger als das letzte Tarsenglied, beim 9 kurz.
Abdomen mit krftigen Diskalborsten auf den Segmenten III-V. Marginalborsten auch auf dem
II. Segment vorhanden.
Lnge 5-10 mm.
Nach von Ro ser (1840) wurde die Art aus Oniscus asellus gezogen. Thompson
(1934) bezweifelt jedoch, da die Wirt-Spezies richtig determiniert wurde. V e r h o e f f erhielt sie
aus den Wirten Tracheoniscus arcuatus und Philoscia affinis (nach SBguy
1941).
In Mitteleuropa vor allem an steinigen Orten lokal hufig, nordwrts bis Sdengland, Mittelschwe-
den und Finnland verbreitet. Europa

Stevenia deceptoria Loew (Rhinophora deceptoria Loew 1847, p. 266).
Syn.: Stevenia subpellucida auct., ? Loew 1847, p. 265 (nov. syn.) -
Rhinophora deceptricula Loew 1847, p. 267 (nov. syn., Typus berprft) -






24 Herting

Ptilochaeta passerinii Rondani 1862, p. 138 (teste Villeneuve 1907) -
PtilochaetabertoliniiRondani 1862, p. 140 (nov. syn.) Phyto conica
Pandelle 1896, p. 132 (teste Villeneuve 1907) Rhinophora subalbida
Villeneuve 1911, p. 121 (nov. syn., Typus berprft) Stevenia sardoa
Villen e u ve 1920, p. 200 (nov. syn., Typus berprft).
Krperfrbung berwiegend schwarz oder auch vllig schwarz. Abdomen hufig an den Seiten
mit einem gelblich durchscheinenden Fleck und mit sehr schmalen gelblichen Hinterrandsumen
an den einzelnen Segmenten. Die Schenkelspitzen sind oft unterseits aufgehellt, beim 9 in seltenen
Fllen die ganzen Femora und Hften rotgelb. 2. Fhlerglied mehr oder weniger aufgehellt, zu-
mindest an der Spitze. Graue Bereifung bedeckt beim C 1/3 bis 2/s der Abdominalsegmente, den
Segmenthinterrand und Mittellngsstreifen ausgenommen. Beim 9 ist die Bereifung auf schmale,
nur schrg von hinten sichtbare Vorderrandbinden beschrnkt. Flgel schwach graulich getnt.
Basicosta gelb. Thorakalschppchen weilich.
Stirn des 9 nicht ganz so breit wie ein Auge, jederseits mit 1 starken ors und 2-3 rckwrts
gerichteten prv. Stirn des c? ungefhr so breit wie 2/3 eines Auges, ohne ors, mit prv. uere
Vertikalborsten nicht differenziert. Wangen 1,2- bis 1,5mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit
starken Borsten im unteren Teil. 3. Fhlerglied 1- bis 1,3mal so lang wie das zweite. Fhlerborste
sehr kurz pubeszent, Hrchen hchstens so lang wie die Dicke der Fhlerborstenbasis. Peristom so
hoch wie 1/3 bis 2/, des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra kurz. 3 h in den Ecken eines rechtwinkligen Dreiecks.
3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen kurz und schwach.
Flgel mit langem Randdorn. R, lang gestielt. m-Beugung winklig. m-cu etwas nher zur Beu-
gung als zu r-m.
t, ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. f, beim c an der Spitze mit pv-Drnchenkamm. t, mit
mehreren ad, beim dc fehlt die av-Borste. Krallen und Pulvillen beim eC lnger als das letzte Tarsen-
glied, beim 9 viel krzer.
II. Abdominalsegment mit Marginalborsten, die folgenden Segmente mit oder ohne Diskalborsten.
Lnge 5-10 mm.
Geographische Verbreitung: Sdfrankreich, Italien, Istrien, Korsika, Sardinien, Sizilien.
Europa mer.
Anmerkung: Der Typus von su b p e 1 u ci d a L o e w ist zerstrt, und die Angabe bei Lo e w
(1847, p. 267), da die Stirn merklich breiter sei als bei de c ep t o r i a, lt bezweifeln, ob die
Art bisher richtig gedeutet worden ist. Ich habe deshalb d e c ep t o r i a L o ew als gltigen
Namen gewhlt. Das Vorhandensein oder Fehlen des rotgelben Seitenflecks am Abdomen ist kein
artspezifisches Merkmal, zumal es auch bei anderen Stevenia- Arten (angustifrons,
s i g n a t a) individuell variieren kann. Morphologisch besteht kein Unterschied zwischen den
sdfranzsischen, bisher als s u b p e 11 u c i d a bestimmten Exemplaren und den dunkler gefrb-
ten Stcken aus Istrien und Italien, welche von B r au e r als b e r t o i n ii R o n d. determiniert
sind. Der in der Tabelle von S t e i n (1924, p. 185) angegebene Unterschied in der Bereifung des
Thorax bei d e c e p t o r i a und b e r t o inii ist nicht vorhanden. Die Ausbildung der Diskal-
borsten auf dem Abdomen variiert selbst bei der Typenserie von d e c e p t o r i a, wie in der Be-
schreibung von L oew angegeben. Da auch die Zahl der Brstchen an der Basis von r4+5 sehr
inkonstant ist (vgl. Stein 1924, p. 190 unter subpe llucid a), ist die Trennung von decep-
toria und deceptricula nicht aufrechtzuerhalten. Die Form sardoa Vill. ist morpho-
logisch von d e c e p t o r i a nicht verschieden, und die auffllige Rotfrbung der Schenkel beim
9 scheint nur eine individuelle Variante zu sein, da dies Merkmal gelegentlich auch bei den 99
der vorderasiatischen Art angustifrons auftritt. Villeneuve (1920) hat sardoa
merkwrdigerweise mit der zu einer anderen Artengruppe gehrigen S f e m o r al i s (s i g n a t a)
verglichen, weshalb S e g u y (1941) s a r d o a in der Bestimmungstabelle zu den Arten mit starken
ors beim cd stellt. Dies ist unrichtig. Auch bei s u b a 1 b i d a V i 11. (kleine Individuen, tot im Neste
einer Sphegide aufgefunden) erkenne ich keinen spezifischen Unterschied gegenber d e c e p t o -
r i a, auch hier ist eine individuelle Variabilitt der Diskalborsten zu beobachten (das vorliegende
9 besitzt diese Borsten, entgegen der Artbeschreibung von Villeneu v e).

Stevenia fausti Portsh. (Rhinophora fausti Portshinskii 1875, p. 27).
Krperfrbung berwiegend schwarz. Abdominalseiten und Spitze des 2. Fhlerglieds in wechseln-
der Ausdehnung rotgelb. Schwach weiliche Bereifung auf Wangen, Stirn und Mesonotum. Abdo-
men unbereift, glnzend. Flgel im Bereich der Adern stark geschwrzt. Basicosta gelb. Thorakal-
schppchen weilich.
Stirn nicht geschlechtsdimorph, so breit wie 3/4 eines Auges, mit 1 starken ors und 1 starken,






64 e. Rhinophorinae 25

rckwrts gebogenen prv. uere Vertikalborsten fehlen. Wangen etwa 1,5mal so breit wie das
3. Fhlerglied, mit starken Borsten im unteren Teil. 3. Fhlerglied fast 1,5mal so lang wie das
zweite. Fhlerborste fast nackt. Peristom so hoch wie 1/3 bis 2/5 des senkrechten Augendurch-
messers.
Thorax mit 0 + 0 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra rudimentr. 3 h in den Ecken eines rechtwinkligen
Dreiecks. 2 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen kurz und schwach.
Flgel mit langem Randdorn. R, lang gestielt. m-cu gerade und senkrecht auf m, nur wenig
nher zur Beugung als zu r-m.
t, ohne PD-Sporn und meist ohne pd-Borsten. f, beim c an der Spitze mit pv-Drnchenkamm. t2
mit 2-3 ad, die av-Borste auch beim e vorhanden. Krallen und Pulvillen in beiden Geschlechtern
kurz.
Abdomen ohne Diskalborsten. Marginalen auch auf dem II. Segment vorhanden.
Lnge 6 mm. Caucasus, Rossia mer.

Stevenia hirtigena n. sp.
Krperfrbung vllig schwarz, Bereifung schwach und wenig ausgedehnt. Abdominalsegmente III
und IV beim eC mit schmalen, wei bereiften Binden, die das vordere 1/4 der Segmente einnehmen
und median schmal unterbrochen sind. Flgel leicht graubraun, am Vorderrand strker verdunkelt.
Basicosta gelbbraun. Thorakalschppchen weilich.
Stirn des c6 so breit wie 2/, eines Auges, ohne ors, mit 3-4 nach hinten gebogenen prv. Wangen
etwas breiter als das 3. Fhlerglied, unten mit starken Borsten, darber dichter und lnger be-
haart als bei den brigen Stevenia-Arten. 3. Fhlerglied 1,5mal so lang wie das zweite. Fhlerborste
nackt. Peristom so hoch wie 1/3 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra kurz und schwach. 3 h in den Ecken eines stumpf-
winkligen Dreiecks. 2-3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen un-
deutlich.
Flgel mit migem Randdorn. R, lang gestielt. m-cu nher zur Beugung als zu r-m.
t, ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. f, beim c6 an der Spitze mit pv-Drnchenkamm. t2 mit
2 ad, die untere strker. Krallen und Pulvillen beim c lnger als das letzte Tarsenglied.
Abdomen mit Diskalborsten auf den beiden letzten Segmenten (IV und V). Auf dem II. Segment
keine Marginalborsten.
Lnge 7-8 mm.
Typus (eC) von R i c h t e r und Dr. S c h u f f e e in Khuzistan am Ufer des Jarrahi gefangen
(Staatl. Museum fr Naturkunde, Stuttgart). Weibchen unbekannt. Persia

Stevenia lateralis Macq. (Ptilocera lateralis Macquart 1849, p. 481).
Krperfrbung berwiegend schwarz. Ein mehr oder weniger ausgedehnter Fleck an den Ab-
dominalseiten und das 2. Fhlerglied rotgelb. Stirnstreifen rotbraun. Abdomen in beiden Ge-
schlechtern unbereift, glnzend. Flgel mit dunklen Adersumen, die am Vorderrand zusammen-
flieen. Basicosta gelb. Thorakalschppchen weilich.
Stirn nicht geschlechtsdimorph, so breit wie ein Auge oder etwas breiter, mit 1 starken ors und
1 starken prv. Stirnstreifen 1,5mal so breit wie ein Parafrontale. uere Vertikalborsten fehlen.
Wangen 1,5- bis 2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit starken Borsten im unteren Teil. 3. Fh-
lerglied 1,3mal so lang wie das zweite. Fhlerborste fast nackt. Peristom so hoch wie 2/5 bis '/2
des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 0 + 0 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra fehlt. 2-3 h in dreieckiger Position. 2 st. Schildchen
mit starken Lateralen und schwcheren Apikalen.
Flgel mit migem Randdorn. R, lang gestielt. m-cu etwas nher zur Beugung als zu r-im.
t, ohne PD-Sporn und ohne pd-Borsten. f2 an der Spitze mit einer Reihe von pv-Borsten, die beim
Cf nicht in einen Drnchenkamm umgewandelt sind. t, mit 2-3 ad, beim C innen (ventral) mit
lngerer Behaarung, ohne av-Borste. t. beim c' ventral ebenfalls lang behaart. Krallen und Pul-
villen in beiden Geschlechtern krzer als das letzte Tarsenglied.
Abdomen ohne Diskalborsten. Marginalen auch auf dem II. Segment vorhanden.
Lnge 6-7 mm. Africa sept.

Stevenia obscuripennis Loew (R h i n o p h o r a o b s c u r i p en n i s L o e w 1847, p. 264).
Frbung schwarz mit breit rotgelben Abdominalseiten. 2. Fhlerglied an der Spitze gelbrot.
Schwache Bereifung nur auf Wangen, Stirn und Mesonotum, das Abdomen glnzend, unbestubt.
Flgel stark verdunkelt. Basicosta gelb. Thorakalschppchen gelblichwei.
Stirn nicht geschlechtsdimorph, fast so breit wie ein Auge, mit 1 starken ors und meist 1 starken,
nach hinten gerichteten prv (selten bis zu drei). uere Vertikalborsten fehlen. Wangen 1,5- bis






26 Herting

2mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit starken Borsten im unteren Teil. 3. Fhlerglied 1- bis
S1,2mal so lang wie das zweite. Fhlerborste pubeszent, Hrchen etwa so lang wie die Dicke der
Fhlerborstenbasis. Peristom etwa so hoch wie 2/5 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr (bei kleinen Individuen oft undeutlich), 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra kurz. 3 h in
den Ecken eines rechtwinkligen Dreiecks. 3 st (selten nur 2). Schildchen mit starken Lateralen
und Apikalen.
Flgel mit langem Randdorn. R, lang gestielt. m-cu nher zur Beugung als zu r-m.
t1 ohne deutlichen PD-Sporn und ohne pd-Borsten. f. beim dc an der Spitze mit pv-Drnchenkamm.
t2 mit mehreren krftigen ad, beim cd fehlt oft die av-Borste. Krallen und Pulvillen beim c" etwas
lnger als das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen ohne Diskalborsten, das II. Segment auch ohne Marginalborsten.
Lnge 5-9 mm. Italia, Dalmatia
Anmerkung: Der Typus (dC), von Z e11 er in Narni bei Neapel gefangen, hat eine av-Borste an
t2. Bei den dalmatinischen Stcken fehlt diese zumeist.

Stevenia pannonica Vill. (Stevenia pannonica Villeneu ve 1919, p. 265).
Frbung schwarz mit breit rotgelben Abdominalseiten. 2. Fhlerglied aufgehellt. Bereifung ziemlich
schwach, auf dem Abdomen nur je eine schmale, bereifte Vorderrandbinde auf den Segmenten III
und IV. (mediodorsal sehr schmal unterbrochen). Beim 9 ist die hintere dieser beiden Binden
kaum sichtbar. Flgel im Bereich der Adern deutlich gebrunt. Basicosta gelb. Thorakalschpp-
chen weilich.
Stirn des 9 etwa so breit wie ein Auge, mit 1 starken ors und 1 starken, rckwrtsgerichteten prv
jederseits. Stirnstreifen in Hhe der prv etwa so breit wie ein Parafrontale. Stirn des ce so breit
wie 2/8 eines Auges, ohne ors, mit prv. uere Vertikalborsten fehlen. Wangen etwa 2mal so breit
wie das 3. Fhlerglied, mit starken Borsten im unteren Teil. 3. Fhlerglied 1,2mal so lang wie das
zweite. Fhlerborste fast nackt. Peristom so hoch wie 2/5 bis 1/2 des senkrechten Augendurch-
messers.
Thorax mit 1 (0) + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra kurz, 3. sa rudimentr. 3 h in den Ecken eines
rechtwinkligen Dreiecks. 3 st. Schildchen mit starken Lateralen und Apikalen, die Basalen fein
und kurz.
Flgel mit langem Randdorn. R, lang gestielt. m-cu nher zur Beugung als zu r-m.
t, ohne deutlichen PD-Sporn, aber mit 1-3 pd-Borsten, die p-Borste beim d" haarfrmig oder
fehlend. t, mit mehreren krftigen ad, beim dc fehlt die av-Borste. Krallen und Pulvillen beim c
lnger als das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment. Diskalborsten fehlen.
Lnge 7-9 mm.
Fundorte: Mehadia (Typenserie von 1 d e n b e r g leg.), Kasan (Coll. L o e w), Ungarn (Coll.
B er g e n s t am m). Hungaria, Romania, Rossia mer.

Stevenia signata Mik (R h i n o p h o r a s i g n a t a Mi k 1866, p. 307).
Syn.: Stevenia femoralis auct. nee Meig.
Krperfrbung schwarz mit mehr oder weniger deutlichen roten Seitenflecken am Abdomen, beim
C nicht selten vllig schwarz. 2. Fhlerglied an der Spitze aufgehellt. Auf dem III. und IV. Ab-
dominalsegment je eine median schmal unterbrochene Vorderrandbinde von weier Bereifung, das
vordere V/ bis 1/4 des Segments bedeckend. Beim 9 die hintere Binde weniger deutlich. Flgel im
Bereich der Adern etwas gebrunt. Basicosta gelb. Thorakalschppchen weilich.
Stirn in beiden Geschlechtern etwa 3/4 so breit wie ein Auge, mit 1 starken ors und 1 starken,
rckwrts gebogenen prv. uere Vertikalborsten fehlen. Wangen 1,2- bis 1,8mal so breit wie
das 3. Fhlerglied, im unteren Teil mit starken Borsten. 3. Fhlerglied so lang wie das zweite
oder kaum lnger. Peristom etwa so hoch wie 2/, des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra kurz. 3 h in den Ecken eines rechtwinkligen Drei-
ecks. 3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen kurz und fein.
Flgel mit langem Randdorn. R, lang gestielt. m-cu nher zur Beugung als zu r-m.
t, mit 1-3 pd-Borsten (normalerweise), der PD-Sporn aber kurz und undeutlich. Die p-Borste
beim .C haarfrmig oder fehlend. f2 beim c1 an der Spitze mit pv-Drnchenkamm. t2 mit mehreren
krftigen ad, die av-Borste auch beim e vorhanden. Klauen und Pulvillen beim & lnger als das
letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen ohne Diskalborsten. Marginalen auch auf dem 2. Segment.
Lnge 6-9 mm.
Fundorte: Riva, Rovereto, Dalmatien, Albanien, Korfu, Attika. Europa mer.





64 e. Rhinophorinae 27

Stevenia steini Vill. (Ste v e n i a ste i n i Vil en e u ve 1931, p. 65).
Syn.:Stevenia bicincta Stein (1924, p. 187) nec Meig.
Krperfrbung fast vllig schwarz, manchmal mit Andeutungen eines rtlichen Seitenflecks am
Abdomen. 2. Fhlerglied aufgehellt. Auf dem III. und IV. Abdominalsegment je eine median schmal
unterbrochene Vorderrandbinde von weier Bereifung, das vordere 1/4 bis 2/5 der Segmente be-
deckend. Die hintere Binde ist auch beim 9 meist deutlich sichtbar. Flgel meist nur schwach ver-
dunkelt. Basicosta gelb. Thorakalschppchen weilich.
Stirn des 9 etwa 4/, so breit wie ein Auge, mit 1 starken ors und 1 starken, rckwrts gerichteten
prv. Stirnstreifen etwa so breit wie ein Parafrontale. Stirn des c so breit wie %3/ eines Auges,
ohne ors, mit prv. uere Vertikalborsten fehlen. Wangen 1,5- bis 2mal so breit wie das 3. Fhler-
glied, im unteren Teil mit starken Borsten, darber fast nackt. 3. Fhlerglied 1,2- bis 1,5mal so
lang wie das zweite. Fhlerborste fast nackt. Peristom etwa so hoch wie 2/5 des senkrechten
Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra sehr kurz, 3. sa meist lnger. 3 h in den Ecken eines
rechtwinkligen Dreiecks. 3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen kurz
und fein.
Flgel mit ziemlich langem Randdorn. R, langgestielt. m-cu nher zur Beugung als zu r-m.
t, ohne deutlichen PD-Sporn, mit 1-3 pd-Borsten, die p-Borste beim de haarfrmig oder fehlend.
t2 mit mehreren starken ad, die av-Borste beim c fehlend. Krallen und Pulvillen beim c lnger
als das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment. Diskalborsten fehlen.
Lnge 7-9 mm. Dalmatia
Anmerkung: S t. s t e i n i ist mglicherweise nur eine geographische Rasse von S t. p a n o n i c a
Vill.

Stevenia triangulata Loew (Rhinophora triangulata Loew 1847, p. 263).
Krperfrbung nur teilweise schwarz. Abdomen berwiegend rotgelb, nur je ein mit der Spitze
nach vorn gerichtetes Mitteldreieck auf den Segmenten III und IV und das ganze V. Segment
schwarz. 2. Fhlerglied rotgelb. Spitzen der Femora unterseits aufgehellt, bei dem einzigen, mir
vorliegenden 9 der grte Teil der Mittel- und Hinterschenkel rotgelb gefrbt. Abdomen mit je
einer schmalen, silberweien Vorderrandbinde auf den Segmenten III und IV, welche beim c
deutlicher sind als beim 9. Flgel im Bereich der Adern ein wenig gebrunt, vor allem an den
apikalen 2/3 des Vorderrandes. Basicosta gelb. Thorakalschppchen weilich.
Stirn nicht geschlechtsdimorph, etwas breiter als ein Auge, mit 1 starken ors und 1 starken, nach
hinten gerichteten prv. uere Vertikalborsten fehlen. Wangen etwa 1,5mal so breit wie das
3. Fhlerglied, mit starken Borsten im unteren Teil. 3. Fhlerglied 1,5mal so lang wie das zweite.
Fhlerborste fast nackt. Peristom etwa so hoch wie 2/5 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra sehr reduziert, 3. sa etwas lnger. 3 h in den Ecken
eines rechtwinkligen Dreiecks. 3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen
undeutlich.
t, ohne deutlichen PD-Sporn, aber in der Regel mit 1-2 pd-Borsten. f2 beim c an der Spitze mit
normaler pv-Borstenreihe an Stelle des Drnchenkammes der meisten Ste v e n i a- Arten. t2 mit
mehreren krftigen ad, die av-Borste auch beim Ce vorhanden. Krallen und Pulvillen in beiden
Geschlechtern sehr kurz.
Flgel mit langem Randdorn. R, lang gestielt. m-cu nher zur Beugung als zu r-m.
Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment. Diskalborsten fehlen.
Lnge 7-8 mm. Ins. Rhodos, Palaestina
Anm.: Ein von K u g 1 e r bei Sihron-Jaakov (Israel) gefangenes S t e v e n i a Mnnchen gehrt
nach seinen plastischen Merkmalen zu tr i an g u 1 a t a L o e w, sein Abdomen ist jedoch vllig
schwarz gefrbt. Da nur ein Exemplar vorliegt, kann ber die Konstanz dieses Merkmals nichts
ausgesagt werden. Weitere Funde mssen zeigen, ob die palstinensische Form eine eigene geo-
graphische Rasse darstellt, fr welche ich den Namen S t. t r i a n g u 1 a t a k u g 1 e r i vorschlage.

Stevenia umbratica Fall. (Ocyp ter a umbrati ca Fall n 1820, p. 7).
Syn.: Stevenia tomentosa Robineau-Desvoidy 1830, p. 220 Rhi-
nophora bicincta Meigen 1838, p. 240 (teste Villeneuve 1931, p. 65) -
Rhinophora simplicissima Loew1847, p. 270 (teste Stein 1924) Ptilo-
chaeta atramentariaRondani 1862, p. 137, nec Meigen.
Krperfrbung vllig schwarz mit schwacher grauweier Bereifung, Abdomen mit je einer schma-
len, median unterbrochenen Vorderrandbinde auf den Segmenten III und IV (oft nur ganz schrg






28 Herting

von hinten sichtbar). Flgeladern breit schwrzlich gesumt. Basicosta gelb. Thorakalschppchen
gelblichwei.
Stirn nicht geschlechtsdimorph, kaum schmler als ein Auge, mit 1 starken ors und meist 2 (sel-
ten nur 1) starken, nach rckwrts gebogenen prv. uere Vertikalborsten fehlen. Wangen 1,2- bis
1,8mal so breit wie das 3. Fhlerglied, mit starken Borsten im unteren Teil. 3. Fhlerglied 1,2mal
so lang wie das zweite. Fhlerborste fast nackt. Peristom so hoch wie 2/5 bis knapp 1/2 des senk-
rechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra kurz, 3. sa meist rudimentr. 3 h in den Ecken
eines rechtwinkligen Dreiecks. 3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen, die Basalen
kurz und fein, manchmal undeutlich.
Flgel mit langem Randdorn. R, gestielt. m-cu nher zur Beugung als zu r-in.
t, mit deutlichem PD-Sporn und 2-3 pd-Borsten (normalerweise). f2 beim c an der Spitze mit
pv-Drnchenkamm. t2 mit mehreren krftigen ad, die av-Borste beim C meist vorhanden, manch-
mal nur haarfrmig. Krallen und Pulvillen beim c kaum so lang wie das letzte Tarsenglied, bei
sdfranzsischen und spanischen Exemplaren etwas lnger, beim 9 viel krzer.
Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment. Diskalborsten fehlen.
Lnge 6-8 mm.
Die Wirtsangabe von Ro ser (1840, p. 57, St. atramentaria ex Oniscus asellus) ist
von N i e 1 s e n (1909) irrtmlich fr S t. u m b r a t i c a zitiert worden. Die Art ist jedoch bisher
nicht gezogen worden. V o n R d e r (1888, p. 219) fand ein Exemplar auf einem Dachboden, dessen
Geblk von Ca 11 i d i um v i o 1 aceum befallen war. Eine Parasitierung der Larven dieses
Cerambyciden ist dadurch nicht bewiesen und nach dem, was wir ber die Biologie anderer
Rhinophorinen wissen, auch nicht wahrscheinlich.
Von den Mittelmeerlndern nordwrts bis Sdschweden und land verbreitet (auf den Britischen
Inseln fehlend). Europa centr. et mer.
Anm.: Ob S t. b i c i n c t a M e i g. (terra typica: Andalusien) eine besondere geographische Rasse
von St. um b r a t i c a F a 11. darstellt, kann ich an Hand des einzigen mir vorliegenden Exem-
plars (Fundort: Algeciras) nicht entscheiden. Die von Villene u ve (1931, p. 65) angefhrten
Merkmale finden sich z. T. auch bei den mitteleuropischen um b r a t i c a und knnten im brigen
durch Wachstumsallometrie bedingt sein. P h y t o r o n d an i i P a n d e 11 (1896, p. 131) ist nach
der Beschreibung sehr wahrscheinlich ein Synonym von b i c i n c t a M e i g e n.

Rhinophora R.-D.
Robineau-Desvoidy 1830, p. 258, Typus: gagatea R.-D. = lepida Meig.
Die Gattung enthlt nur eine europische Art. Die von B e z z i (1907) in das Genus
einbezogene Art Rhinomyialamberti R.-D. ist nach M e s n i l wahrscheinlich iden-
tisch mit der Tachinide Perichaetaunicolor Fall.

Rhinophora lepida Meig. (Tach i n a e p i d a M e i g e n 1824, p. 289).
Syn.: Rhinophora gagatea Robineau-Desvoidy 1830, p. 258 Rhi-
nophoranigripennis Robineau-Desvoidy 1830, p. 259 (teste S6guy 1941)
Leucostoma aenescens Zetterstedt1844, p. 1234 (teste Ringdahl1945)
Clista ignotaBrauer u. Bergenstamm 1889, p. 136 (teste Stein 1900) -
Phyto tessellata Pandelle 1896, p. 137 (teste Villeneuve 1907).
Krperfrbung vllig schwarz. Abdomen beim C auf den Segmenten III und IV mit je einer
median unterbrochenen, weilich bereiften Vorderrandbinde, beim 9 fast unbereift, glnzend.
Flgel am Vorderrand, entlang r4. etwas verdunkelt. Basicosta schwarz, Thorakalschppchen
weilich.
Stirn des 9 so breit wie 3/4 eines Auges, mit 2 ors und 1 etwas zur Seite gebogenen prv. Stirnstreifen
erheblich schmler als eine Parafrontale. Stirn des c' kaum halb so breit wie ein Auge, ohne ors,
mit 2-3 rckwrts gebogenen prv. Stirnstreifen breiter als ein Parafrontale. uere Vertikal-
borsten in beiden Geschlechtern sehr deutlich entwickelt. Wangen beim $ fast 1,5mal, beim e'
nur halb so breit wie das 3. Fhlerglied, mit einer herablaufenden Reihe feiner Hrchen. 3. Fhler-
glied 1,4- bis 1,8mal so lang wie das zweite. Fhlerborste fast nackt. Peristom beim f kaum so
hoch wie '/in des senkrechten Augendurchmessers, beim Y etwas breiter.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 2 dc, 0 + 2 ia. pra sehr schwach und kurz. 2-3 h fast in gerader Linie.
2 st, oft eine haarfrmige dritte dazu. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen.
Flgel mit ziemlich langem Randdorn. R5 gestielt, Stiel halb so lang wie die Spitzenquerader. m-cu
gerade und senkrecht, annhernd auf der Mitte zwischen r-m und der Beugung.






64 e. Rhinophorinae 29

t1 mit deutlichem PD-Sporn, ohne pd-Borsten. t2 mit 2-3 ad, die av-Borste auch beim ce vorhanden.
Krallen und Pulvillen krzer als das letzte Tarsenglied.
Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment. Diskalen fehlen, auer auf dem
V. Segment.
Lnge 4-5 mm.
Nach T h o m p s o n (1934) kam die Art in einem Zuchtglase aus, in dem eine Anzahl P o r c eli o
s c ab e r gehalten wurden. Der direkte Nachweis der Parasitierung wurde nicht erbracht, doch
ist zu vermuten, da eine der von T h o m p s o n beschriebenen undeterminierten Larvenformen
(Spezies ,A" oder ,B") zu R h. 1 e p i d a gehrt.
Die geographische Verbreitung der Art reicht nordwrts bis Sdengland, Dnemark und Sd-
schweden Europa

Chaetostevenia Br.
Brauer 1895, p. 604, Typus: fischeriB r.
Subj. Syn.: Parafeburia Townsend 1932, p. 446, Typus: maculata Fall.
Euplesina Wainwright 1933, p. 255, Typus: maculata Fall.
Der frher gebruchliche Gattungsname P 1 e si n a ist leider irrig, da der Genotyp von
Ple s i n a M e i g., die Art phalerata Meig., zu den Tachiniden (Phasiinen) gehrt.
An seiner Stelle mute der Name einer von B r a u e r unntigerweise geschaffenen Splitter-
gattung eintreten. Den in der Tabelle auf S. 5 angefhrten Gattungsmerkmalen ist noch
hinzuzufgen: Gesicht weniger als halb so hoch wie die Lnge der Stirn. Mundrand nicht
vortretend. Wangen verschmlert, nackt. Fhlerborste fast nackt. Abdomen ohne Diskalen.
die mediodorsalen Marginalborsten vom Segmenthinterrand mehr oder weniger nach vorn
abgerckt.
Artenbestimmungstabelle
1 Apikalborsten des Schildchens ziemlich kurz und schwach, von den Lateralborsten weit berragt.
Stiel der Zelle R, viel liinger als die Spitzenquerader. Kleine, glnzendschwarze Art mit gelben
Femora und Hften kugleri n. sp.
- Apikalborsten des Schildehens krftig, von den Lateralen nicht berragt. Stiel von R, kaum
lnger, zumeist krzer als die Spitzenquerader . . 2
2 Zweites Abdominalsegment ohne dorsale Marginalborsten. Mitteltibia mit einer einzigen antero-
dorsalen Borste . . . . . . 3
- Segment II mit 2 dorsalen Marginalen. t2 mit mehr als 1 ad . .. . 4
3 Pralarborste fehlt. Kein deutlich entwickeltes, strkeres Paar acr vor dem Schildchen. c: Stirn
so breit wie 2/, eines Auges, ohne ors. Krallen krzer als das letzte Tarsenglied .. ..
brevicornis Zett.
- pra vorhanden, wenn auch sehr schwach. 1 Paar deutliche acr vor dem Schildchen. c: Stirn
von 3/, Augenbreite, mit ors. Krallen lnger als das letzte Tarsenglied ... insularis Vill.
4 Ader r4.. ungefhr halbwegs bis zur kleinen Querader r-m mit mehreren, zerstreuten Brstchen
besetzt. Stirn des c stark verengt, schmler als das 3. Fhlerglied fischeri Br.
- r4, nuir an der Basis mit 2-3 Brstchen . . 5
5 Flgelvorderrand ohne wesentliche Unterbrechung dunkel gefrbt. Kein Paar acrostichaler
Makrochten vor der Quernaht. Stirn des c nur von '/a Augenbreite, ohne ors braueri Strobl
- Flgelvorderrand nur an der Mndung von sc und r, und in der ganzen apikalen Hlfte dunkel
gefrbt. Stirn des c so breit wie 2/s bis 3/4 eines Auges, mit 2 ors jederseits.
6 Beine vllig schwarz. Keine acrostichalen Makrochten vor der Quernaht .. nmaculata Fall.
- Beine rotgelb. Meist 1 Paar strkere acr vor der Naht .....nubilipennis Loew

Chaetostevenia braueri Strobl (St ev e n i a b r au er i S t r o b 1 1895, p. 246).
Krperfrbung schwarz, Fhler rotgelb. Flgeladern in der Apikalhlfte und der gesamte Flgel-
vorderrand breit dunkel gesumt. Basicosta gelbbraun. Halteren dunkel. Thorakalschppchen wei-
lich.
Stirn des 9 so breit wie 3/4 eines Auges, mit 2 ors und 1 prv jederseits. Stirn des C nur von .1/
Augenbreite, ohne ors. Wangen schmler als das 3. Fhlerglied, nackt. 3. Fhlerglied 1,5- bis
1,8mal so lang wie das zweite. Peristom etwa so hoch wie /Va des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 0 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra rudimentr. 2-3 h in gerader Linie. 2 st. Schild-
chen mit starken Apikalen und Lateralen.
Flgel mit ziemlich schwachem Randdorn. R5 lang gestielt. m-cu nher zu r-m als zur Beu-
gung.
t, mit 2 ad. Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment.






30 Herting

Lnge 5 mm.
Die Art ist bei St e i n (1924) und S e guy (1941) unter dem Namen parthenopeaRondani
(1860, p. 145) angefhrt. Nach Ville n euv e (1934 c) soll jedoch par t h eno p ea Rond. mit
f i s c h e r i B r. identisch sein. Ich habe von b r a u e r i nur 1 9 gesehen, die Stirnbreite des cO
ist nach der Beschreibung von S t r o b 1 angegeben.
Fundorte: Slowenien (Steinbrck), Albanien (Kula Ljums). Europa mer.

Chaetostevenia brevicornis Zett. (L eucostom a b r e v i c o r n i s Z e t t e r s t ed t 1844,
p. 1233).
Syn.: Euplesina ringdahli Villeneuve 1934b, p. 184 (teste Ringdahl
1945).
Krperfrbung schwarz, 2. Fhlerglied und Basis des dritten brunlichgelb. Abdomen beim Ct
mit einer sehr schmalen, median breit unterbrochenen Linie weier Bereifung am Vorderrand des
III. Segments, beim 9 vllig unbereift. Adern in der Apikalhlfte des Flgels breit dunkel gesumt,
ebenso der Flgelvorderrand an sc und rl. Basicosta braungelb. Halteren dunkel. Thorakalschpp-
chen weilich.
Stirn des 9 so breit wie 3/4 eines Auges, mit 1 ors und prv. Stirn des d nur 2/5 Augenbreite, ohne
ors, mit 1 prv. Wangen hchstens so breit wie das 3. Fhlerglied, nackt. 3. Fhlerglied etwa 1,3mal
so lang wie das zweite. Peristom so hoch wie 1/a des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 0 (1) acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra fehlt. 2 h. 2 st. Schildchen mit starken Apikalen
und Lateralen.
Flgel mit migem Randdorn. R, lang gestielt. m-cu viel nher zu r-m als zur Beugung.
t, mit einer einzigen ad. Krallen und Pulvillen auch beim tc krzer als das letzte Tarsenglied.
II. Abdominalsegment ohne Marginalborsten.
Lnge 4 mm.
Fundorte: Skne, Smland, stergotland. Suecia

Chaetostevenia fischeri Br. (C h a e t o s t e v e n i a f i s c h er i B r a u er 1895, p. 604).
Syn.: ? parthenopea Rondani 1860, p. 145 (teste Villeneuve 1934).
Krperfrbung schwarz, Fhler brunlich oder schwrzlich. Abdominalsegmente III und IV beim
Cf mit je einer grauwei bereiften, median breit unterbrochenen Vorderrandbinde. Flgelfrbung
wie bei a c u 1 a t a F a 11. Basicosta dunkelbraun. Halteren schwarz. Thorakalschppchen wei-
lich.
Stirn beim dc stark verengt, schmler als das 3. Fhlerglied, ohne ors und ohne prv. Wangen
hchstens so breit wie das 3. Fhlerglied, nackt. 3. Fhlerglied etwa 1,5mal so lang wie das zweite.
Peristom so hoch wie 1/ des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra rudimentr. 2-3 h fast in gerader Linie. 2 st.
Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen.
Flgel mit migem Randdorn. Basis von r4+, mit mehreren zerstreuten Brstchen halbwegs oder
fast bis r-m. R, lang gestielt. m-cu nher zu r-m als zur Beugung.
t2 mit 2 ad. Krallen und Pulvillen beim c lnger als das letzte Tarsenglied.
Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment.
Lnge 6 mm. Italia

Chaetostevenia insularis Vill. (Stevenia insu laris Vil leneu ve 1911, p. 122).
Krperfrbung schwarz. 2. Fhlerglied nur wenig aufgehellt. Abdomen des cT nur am Vorderrand
des III. Segments mit einer schwachen, unscharfen Binde von weilicher Bereifung. Adern in der
Apikalhlfte des Flgels breit dunkel gesumt, ebenso der Flgelvorderrand in ganzer Lnge.
Thorakalschppchen an den Rndern etwas hellbrunlich getnt.
Stirn des ct so breit wie 3/, eines Auges, mit 1-2 ors und lprv jederseits. Wangen schmler als das
3. Fhlerglied 1,5mal so lang wie das zweite. Peristom kaum so hoch wie 1/3 des senkrechten Augen-
durchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra schwach und kurz. 2-3 h fast in gerader Linie.
2-3 st. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen.
Flgel mit langem Randdorn. R, lang gestielt. m-cu nher zu r-m als zur Beugung.
t, mit einer einzigen ad. Krallen und Pulvillen beim ct lnger als das letzte Tarsenglied.
II. Abdominalsegment ohne Marginalborsten.
Lnge 5 mm. Corsica






64 e. Rhinophorinae 31

Chaetostevenia kugleri n. sp.
Krperfrbung berwiegend schwarz, Fhler, Femora und Hften gelb, Tibien etwas verdunkelt.
Mesonotum und Abdomen ohne Spur von Bestubung, glnzendschwarz. Flgeladern in der
Apikalhlfte breit dunkel gesumt, ebenso der Flgelvorderrand an der Mndung von sc und ri.
Basicosta braun. Halteren schwrzlich. Thorakalschppchen gelblichwei.
Stirn beim 9 so breit wie 2/3 eines Auges, mit 2 ors und 1 prv jederseits. Stirn des C auf /s
Augenbreite verschmlert, ohne ors, mit 1 prv. Wangen schmler als das 3. Fhlerglied, nackt.
3. Fhlerglied fast 2mal so lang wie das zweite. Peristom so breit wie etwa 1/5 des senkrechten
Augendurchmessers.
Thorax mit 0 + 0 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra und 3. sa fehlen. 2 h. 2 st. Schildchen mit starken
Lateralen, die Apikalen viel schwcher und krzer.
Flgel mit kurzem Randdorn. Stiel von R, viel lnger als die Spitzenquerader. m-cu nher zu r-m
als zur Beugung.
t2 mit 1 krftigen ad, eine sehr schwache zweite darber kann vorhanden sein. Krallen und
Pulvillen beim c so lang wie das letzte Tarsenglied, beim 9 viel krzer.
Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment.
Lnge 5 mm.
Typus 1 C, am 22. II. 1956 von K u g l er bei Jagur (Israel) gefangen, in der Sammlung des
Zoologischen Instituts der Universitt Tel Aviv. Palaestina

Chaetostevenia maculata Fall. (Oc y ptera macu at a Fal 16 ln 1820, p. 6).
Syn.: Tachina umbratica Meigen 1824, p. 287 (teste Stein 1900).
Krperfrbung vllig schwarz. Fhler rotgelb oder brunlich. Abdomen auf den Segmenten III
und IV mit schmalen, median breit unterbrochenen, weilich bereiften Vorderrandbinden, welche
beim c deutlich, beim 9 kaum sichtbar sind. Adern in der Spitzenhlfte des Flgels breit dunkel
gesumt, ebenso der Flgelvorderrand im Bereiche von sc und r,. Basicosta gelbbraun. Halteren
dunkel. Thorakalschppchen gelblichwei.
Stirn beim 9 fast so breit wie ein Auge, beim & nur 2/3 so breit, in beiden Geschlechtern mit
2 ors und 1 prv. Wangen an der schmalsten Stelle hchstens so breit wie das 3. Fhlerglied, nackt.
3. Fhlerglied 1,5- bis 1,8mal so lang wie das zweite. Peristom so hoch wie 2/5 bis 1/ des senk-
rechten Augendurchinessers.
Thorax mit 0 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra sehr kurz und schwach. 3 h fast in gerader Linie.
Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen.
Flgel mit migem Randdorn. R5 lang gestielt. in-cu etwas nher zu r-m als zur Beugung.
t2 mit 1 starken ad und 1-2 schwcheren darber. Krallen und Pulvillen beim C fast so lang
wie das letzte Tarsenglied, beim 9 krzer.
Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment.
Lnge 6-8 mm.
Die Art ist ein Parasit terrestrischer Isopoden und wurde bisher gezogen aus 0 n i s c u s a s e 11 u s
(Thompson 1934), Porcellio scaber (Thompson), Protracheoniscus poli-
tus (Verhoeff nach S g u y 1941) und Tracheoniscusratzeburgii (Museum Stutt-
gart). Beschreibung der drei Larvenstadien bei Th o inpson (1934).
Von den Mittelmeerlndern nordwrts bis Schottland und Mittelschweden verbreitet. Europa

Chaetostevenia nubilipennis Loew (Plesina nubilipennis Loew 1847, p. 261).
Syn.: Stevenia parmensis Rondani 1860, p. 145 (nov. syn.)
Krperfrbung berwiegend schwarz, jedoch die Beine einschlielich Hften sowie die Fhler
rotgelb. Beim c' finden sich nicht selten auch gelbe Seitenflecke an den Abdominalsegmenten II-IV.
Weie Bereifung bildet an den Vorderrndern der Segmente III und IV median unterbrochene
Binden, welche beim C ziemlich breit und deutlich, beim 9 nur sehr schwach ausgebildet sind.
Adern in der Apikalhlfte des Flgels breit dunkel gesumt, ebenso der Flgelvorderrand im Be-
reiche von sc und r1. Basicosta braungelb. Halteren dunkel. Thorakalschppchen an den Rndern
gelblich.
Stirn beim 9 fast so breit wie ein Auge, beim c nur etwa 3/4 so breit, in beiden Geschlechtern mit
2 ors und 1 prv. Wangen an der schmalsten Stelle hchstens so breit wie das 3. Fhlerglied, gut
1,5mal so lang wie das zweite. Peristom so hoch wie 2/5 bis 1/ des senkrechten Augendurch-
messers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 3 de, 0 + 2 ia. pra rudimentr. 3 h fast in gerader Linie. 2 st. Schildchen
mit starken Apikalen und Lateralen.
Flgel mit ziemlich langem Randdorn. R, lang gestielt. m-cu nher zu r-m als zur Beugung.






32 Herting

t2 mit mehreren ad. Krallen und Pulvillen beim C annhernd so lang wie das letzte Tarsenglied,
beim 9 viel krzer.
Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment.
Lnge 8-9 mm. Oallia mer., Italia, Dalmatia

Melanophora Meig.
Meigen 1803, p. 279, Typus: ro ralis L.
Die Gattung enthlt nur eine Art, welche durch ihre eigenartigen Merkmale leicht
kenntlich ist.

Melanophora roralis L. (Musca roralis Lin n 1758, p. 597).
Syn.: Musca grossifications Linne 1758, p. 599 (beide Geschlechter als
verschiedene Arten beschrieben).
Krperfrbung vllig schwarz ohne jede Spur heller Bereifung. Flgel beim ce in der ganzen
Flche gleichmig braunschwarz pigmentiert, beim 9 mit einem hellen Fleck an der Flgelspitze
distal der Spitzenquerader. Basicosta, Halteren und Thorakalschppchen geschwrzt.
Stirn in beiden Geschlechtern fast 1,5mal so breit wie ein Auge, mit 3-5 ors und 1-2 prv jeder-
seits. Stirnstreifen breiter als ein Parafrontale. uere Vertikalborsten vorhanden. Wangen un-
gefhr 3mal so breit wie das 3. Fhlerglied, im wesentlichen nackt, nur zur Fhlerbasis hin etwas
behaart. 3. Fhlerglied etwa ebenso lang wie das zweite. Fhlerborste beim c6 behaart (Hrchen
lnger als die Dicke der Fhlerborstenbasis), beim 9 fast nackt. Mundrand nicht vorgezogen.
Peristom so hoch wie 2/3 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax ohne strkere acr, mit 1 (2) + 3 de, 0 + 2 schwachen ia.. pra fehlt. 2 h. 2-3 st. Pteropleurale
kurz, ohne Begleithaare. Schildchen mit starken Lateralen in mehr subapikaler Stellung, die Api-
kalen kurz und schwach.
Flgel ohne Randdorn. R, lang gestielt, Stiel lnger als die Spitzenquerader. m-cu viel nher
zu r-m als zur Beugung.
t, mit 1 ad. Krallen und Pulvillen in beiden Geschlechtern viel krzer als das letzte Tarsenglied.
Abdomen mit Marginalborsten auch auf dem II. Segment. Diskalen fehlen.
Lnge 5-6 mm.
Die Art lebt im Larvenstadium endoparasitisch in P o r celli o s c ab e r (B r u es 1903, T h o m p -
s o n 1934). Es ist schwer zu glauben, da sie sich auch als Prdator im Eikokon einer Spinne
(E p o i r a c o r n u t a) entwickeln kann, wie L u n d b e c k (1927) angibt. Beschreibung der drei
Larvenstadien bei Th o m p s o n (1934).
Von Nordafrika nordwrts bis Nordengland, Mittelschweden und Finnland verbreitet. Europa

Tromodesia Rond.
Rondani 1856, p. 87.
Typus: vibripennis Rond.
Nur eine seltene, sdeuropische Art:

Tromodesia vibripennis Rond. (T r o m o d e s i a v i b r i p e n n i s Rondani 1856, p. 87,
und 1862, p. 145).
Krperfrbung schwarz mit ausgedehnter grauweier Bereifung. Diese bildet auf den Abdominal-
segmenten III-V je eine breite, zur Mittellinie hin verschmlerte Vorderrandbinde, welche nur
schmal unterbrochen und auch beim 9 kaum schwcher ausgebildet ist. Flgel schwach gelb-
brunlich getnt. Basicosta und Halteren gelbbraun. Thorakalschppchen weilich.
Stirn in beiden Geschlechtern so breit wie 3/4 eines Auges mit 1-3 ors und 1 prv. Stirnstreifen so
breit oder etwas schmler als ein Parafrontale. uere Vertikalborsten vorhanden. Ocellarborsten
sehr kurz und schwach. Postocellarborsten fehlen. Wangen ber 2mal so breit wie das 3. Fhler-
glied (im Profil viel schmler), nackt. 3. Fhlerglied 1,3mal so lang wie das zweite. Fhlerborste
in der basalen Hlfte gefiedert, Hrchen doppelt so lang wie die Dicke der Fhlerborstenbasis.
Mundrand nicht vorgezogen. Peristom so hoch wie V/2 bis 2/3 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 0 + 1 acr, 2 + 3 dc, 0 + 2 ia. pra rudimentr. 2 h. 2 st. Schildchen mit starken Apikalen
und Lateralen, letztere mehr in basilateraler Stellung.
Flgel ohne Randdorn. Rn offen. m-Beugung winklig. Spitzenquerader etwa '/2 ihrer Lnge vom
Flgelrand entfernt. m-cu nher zur Beugung als zu r-m.
t, ohne PD-Sporn, aber mit 1 pd-Borste. t2 mit einer einzigen ad, dem c fehlt die av-Borste. Krallen
beim c6 deutlich verlngert.





64 e. Rhinophorinae 33

Abdomen ohne Diskalborsten. Marginalen nur auf den Segmenten IV und V, die vorderen Seg-
mente oberseits borstenlos.
Lnge 5 mm. Europa mer.

2. Tribus: Azaisiini
Nur in sdlichen Randgebieten der Palarktis (Madeira, Formosa) durch zwei Genera
vertreten. Zur Kennzeichnung der Tribus und der Genera vgl. die Tabelle auf S. 4.

Azaisia Vill.
Villeneuve 1939, p. 350.
Typus: setitarsis Vill.
Subj. Syn.: Azaisiella Villeneuve 1939, p. 351, Typus: obscura Vill.
Die Gattung umfat zwei Arten aus Madeira, die nach jeweils einem einzigen Exemplar
beschrieben worden sind. Nach Mitteilung von Dr. C o 11 a r t, Brssel, befinden sich die
Typen nicht mehr in der Sammlung Vi 11 e n e u v e, so da eine berprfung nicht mg-
lich war.
In seiner Beschreibung gibt Villeneuve folgende Gattungsmerkmale an: Stirn
etwas breiter als ein Auge. Parafrontalia viel schmler als der Stirnstreifen, beim c ohne
ors, aber mit zahlreichen nach vorn gebogenen Mikrochten. Wangen schmal, nackt. Peri-
stom so breit wie ein Parafrontale oder ein wenig breiter. Groe Vibrisse in Hhe des
Mundrandes. Fhler lang. Fhlerborste sehr lang, pubeszent, mit verlngertem 2. Basal-
glied. 2 Paar Vertikalborsten, die inneren lang und aufgerichtet. Thorax mit 1 + 1 acr.
3 dc hinter der Naht, 2 st. Schildchen mit etwa gleich starken Apikalen und Basilateralen,
die ersteren, wie immer, gekreuzt. Flgelzelle Rs offen, m-cu annhernd auf der Mitte zwi-
schen r-m und der Beugung. Abdomen ohne Diskalborsten, Marginalen hchstens auf dem
IV. Segment vorhanden und nur schwach entwickelt.

Azaisia obscura Vill. (Azaisiell a o b s cura V il leneu ve 1939, p. 352).
Artmerkmale nach Vill e n e ve : Kopf nicht hher als lang, von grauer Farbe. Stirnstreifen
dunkelrot. Fhler, Flilerborste und Taster schwarz. 3. Fhlerglied mit geradem Vorderrand,
4mal so lang wie das zweite. Fhlerborste nicht ganz bis zur Mitte verdickt. Thorax und Schildchen
grau. Flgel grau, ohne Randdorn. 2 Brstchen an der Basis von r4 ,. Flgelspitze abgerundet.
Spitzenquerader verlngert, an ihrem Ende eingebogen, so da sie dort fast parallel zu r4+5 ver-
luft. m-cu ein wenig nher zur Beugung. Thorakalschppchen weilich, am Rand breit an-
geruchert. Halteren rotgelb mit schwarzem Knopf. Beine braun. Tibien rotgelb auer an ihrer
Basis. Tarsen schwarz. Alle Borsten kurz, t2 mit 1 ad und 1 av. fs in der Nhe des Kniegelenkes
innen mit einer strkeren Borste.
Lnge 5 mm. Madeira

Azaisia setitarsis Vill. (A z a i s i a setitarsis Vi 11 eneu ve 1939, p. 351).
Artmerkmale nach Villeneu v e : Kopf hher als lang, von weilicher Farbe. Parafrontalia
grau, Stirnstreifen mattrot. Fhler und ihre Borste schwarz. Taster gelb. 3. Fhlerglied etwa 6mal
so lang wie das zweite, am Vorderrand etwas konkav. Fhlerborste bis ber die Mitte hinaus ver-
dickt. Thorax und Schildchen grau. Flgel graulich, ohne Randdorn. 1-2 Birstchen an der Basis
von r415. Thorakalschppchen wei. Hal.teren gelblich. Beine rotgelb mit gebrunten Tarsen. Pro-
tarsus der Vorderbeine auf der Unterseite mit einer sehr langen, etwas gebogenen Borste. Krallen
sehr kurz. t2 ohne ad und ohne av. Abdomen rotgelb, die beiden letzten Segmente schwarz mit einer
bereiften Binde, das III. Segment mit einem dreieckigen, schwarzen Mittelstreifen.
Lnge kaum 5 mm Madeira

Acampomintho Vill.
Villeneuve 1927, p. 223.
Typus: lobata Vill.
Syn.: WagneriopsisTownsend 1927, p. 281.
Acampomintho lobata Vill. (Acampomintho lobata Villeneuve 1927, p. 223.
Syn.: Wagneriopsis formosensis Townsend 1927, p. 281 (teste Town-
sen d).
L i n d n e r, Die Fliegen der palaearktischen Region. 64 e. Rhinophorinae. 3






34 Herting

Krperfrbung schwarz, 2. Fhlerglied etwas aufgehellt. Weiliche Bereifung auf Wangen, Schul-
tern und am Vorderrand der Abdominalsegmente III-V. Diese Vorderrandbinden sind zur Mitte
verschmlert und breit unterbrochen, beim 9 mindestens ebenso deutlich ausgebildet wie beim Sj.
Flgel des cS leicht gelblichgrau getnt, beim 9 zur Spitze hin etwas verdunkelt. Halteren schwarz.
Thorakalschppchen weilich.
Stirn krzer als das Gesicht, in beiden Geschlechtern etwas breiter als ein Auge, mit 1-2 ors
und 1 prv. Stirnstreifen beim eo etwas breiter, beim 9 etwas schmler als ein Parafrontale. uere
Vertikalborsten deutlich. Wangen kaum so breit wie /3 des 3. Fhlerglieds, unten mit strkeren
Borsten, oben mit einer Reihe von Mikrochten besetzt. Fhler lnger als der senkrechte Augen-
durchmesser (vor allem beim 9), ihr 3. Glied beim .Oc 5mal, beim 9 3mal so lang wie das zweite.
Fhlerborste bis zur Mitte verdickt, ihr 2. Basalglied verlngert. Mundrand nicht vorgezogen.
Peristom so hoch wie 1/3 bis 2/5 des senkrechten Augendurchmessers.
Thorax mit 1 + 1 acr, 2 + 2 dc, 0 + 2 ia. pra fehlt. 2 h. 2 st. Schildchen mit starken Apikalen
und etwas schwcheren Basilateralen.
Flgel ohne Randdorn. R, lang gestielt, Stiel lnger als die Spitzenquerader. in-cu viel nher zu
r-m als zur Beugung.
t2 mit 1 ad und 1 av. Krallen und Pulvillen in beiden Geschlechtern viel krzer als das letzte
Tarsenglied.
Abdomen ohne Diskalen. Dorsale Marginalborsten auf dem II. Segment fehlend, auf III schwach
und anliegend, nur auf IV und V deutlich entwickelt.
Lnge 4 mm. Formosa
Nachtrag
Die beiden folgenden Arten, deren Typen ich nicht zur Revision beschaffen konnte, und
von denen auch keine weiteren Exemplare bekannt geworden sind, wurden von Vil -
leneuve mit dem Gattungsnamen Frau enfeldia beschrieben. Nach der Beschrei-
bung ist eine hnlichkeit in der Frbung und im Gesamthabitus mit F. r u b r i c o s a M e i g.
vorhanden, doch scheinen die strkeren Borsten im unteren Teil der Wangen zu fehlen,
und es fragt sich, ob nicht in anderen systematisch wichtigen Merkmalen, die nicht er-
whnt sind, erhebliche Unterschiede bestehen. Es war deshalb nicht mglich, die beiden
Spezies in eine bestimmte Gattung oder auch in die Tabelle auf S. 4 einzuordnen.

caucasica Vill. (Fr auenfeldia caucasica Villen euve 1908, p. 287).
C: Krperfrbung berwiegend gelblichgrau. II. und III. Abdominalsegment gelbrot mit schwar-
zen Mittelstreifen und weilichem Schimmer, das IV. Segment auer dem Mittelstreifen mit einer
schmalen schwarzen Hinterrandbinde, das letzte Segment grtenteils schwarz. Gesicht hellgrau
mit rtlichem Peristom. Wangen schmal, mit 1-2 regelmigen Reihen feiner Brstchen. Fhler
verlngert, so lang wie das Gesicht, schwarz mit rotgelbem 2. Glied. Fhlerborste mig gefiedert.
Flgel: m-Beugung fast rechtwinklig. Spitzenquerader gebogen. m-cu gerade, nher zur r-in
als zur Beugung. Flgelranddorn gut entwickelt. Thorakalschippchen wei. Tibien vllig rotgelb.
Seitenlappen des 5. Sternits stark entwickelt, von rtlicher Farbe, am Ende mit langen, schwarzen
Borsten, die sich mit denen der Gegenseite kreuzen. Gre wie F r a u en f el d i a r u b r i c o s a
M ei g. Caucasus
sinensis Vill. (Frauenfeldia sinensis Villeneuve 1936, p. 7).
9: Krperfrbung weigrau, die Abdominalsegmente mit schmalen, schwarzen Binden. Schenkel
und zum grten Teil auch die Tibien rotgelb, Tarsen braun. Fhler etwas gelblich, die Spitzen-
querader und m-cu sehr leicht berschattet. Thorakalschppchen wei, Halteren gelb. Kopf ein-
frmig blaugrau, ebenso der Stirnstreifen, welcher schmler ist als ein Parafrontale. Augen ver-
kleinert, Wangen breit, Peristom noch breiter. Wangen ganz mit kleinen schwarzen Brstchen be-
deckt. Fhler rot, das 3. Glied braun gefrbt und 2,5mal so lang wie das zweite. Fhlerborste bis
zur Mitte verdickt, ihr 2. Basalglied verlngert. Taster gelb. Ozellarborsten haarfrmig. Thorax
ohne acr, mit 3 de hinter der Naht. Schildchen mit starken Apikalen und Lateralen. Flgel mit
starkem Randdorn. Basis von r4,5 mit 3-4 kleinen Htrchen. R, ziemlich weit vor der Flgelspitze
geschlossen, mit einem sehr kurzen Stiel. Abdominalsegmente II und III ohne jede Borste, die
beiden hinteren Segmente mi.t einer Reihe ziemlich schwacher Marginalen. Gre 8 mm. Sina

Literaturnachweis
Seitenzahlen sind nicht angefhrt, wenn sie bereits im Text zitiert worden sind
B e c k e r (1908) Mitt. zool. Mus. Berlin IV.
Brau er (1895) Sitzgsber. Akad. Wien CIV.





64 e. Rhinophorinae 35

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austriaca. Die Fliegen (Diptera) Bd. I.
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phorines de 1'Europe occidentale et m6ridionale. Encycl. Ent. A 21, 436 pp.
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ihren Gattungen und Arten. Arch. Naturg. 90 (A) 6.
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Z e t t e r s t d t (1844, 1859) Diptera Scandinaviae III, XIII.



Index

fr die (attungen, Arten und ihre Synonyme
abbreviata Vill. 14 (barbata Meig.) 20
A c a i p o m i n t i o V i l 33 (bertolinii Rond.) 24
acerba Meig. 6 (bicincta Meig.) 27
acutangula Vill. 22 (bicincta Stein) 27
adolescens Rond. 15 braueri Strobl 29
(aenescens Zett.) 28 (B r au e r i a S cii n.) 9
(albidella Vill.) 16 brevicornis Zett. 30
algeriensis n. ssp. 17 brevipila n. sp. 15
A ngioneura B. B. 6 (Cal o b a t a e m y i a Macq.) 8
(Angioneurilla Vill.) 6 eaucasica Vill. 34
angustifrons Kond. 19 veler Rond. 15
angustifrons Vill. 22 C h a e ost ev e n i a B r. 29
(Anoplisa s ub g. iio v.) 10 (cilipennis Macq.) 23
Anthracomyia Rond. 8 (cineta B. B.) 16
aterrima Strobl 10 cingulata Zett. 16
atramentaria Meig. 23 Cirillia Ron d. 19
(atramentaria Rond.) 27 (conica Pand.) 24
atrior Vill. 17 (crassitarsis Vill.) 9
Azaisia Vill. 33 (Cyrillia Rond.) 19
(A zaisie 11 a Vill.) 33 cyrtoneurina Zett. 7






36 Herting

deceptoria Loew 23 (parmensis Rond.) 31
(deceptricula Loew) 23 (parthenopea Rond.) 30
discrepans Pand. 16 (parva R. D.) 8
(Di sti c h e r ia E nder 1.) 8 (passerinii Rond.) 24
(enigmatica Vill.) 7 pauciseta n. sp. 17
(Euplesina Wainwr.) 29 Phyto R.D. 13
fausti Portsh. 24 pilicornis Vill. 18
(femoralis auct.) 26 (P es i na au c t.) 29
fimbriata Meig. 7 (ProtachaetaEnderl.) 13
fischeri Br. 30 (P t io c er o i d e s Vi 11.) 21
(formosensis T. T.) 33 (Ptiloch a e t a R o n d.) 21
Frauenfeldia Egg. 20 (pygmaea Zett.) 6
(gagatea R. D.) 28 (rectangularis Macq.) 23
(geneii Rond.) 8 Rhinomorinia B. B. 12
(genibarbis Meig.) 20 Rhinophora R. D. 28
(grossificationis L.) 32 (ringdahli Vill.) 30
(hirticornis Zett.) 20 (rondanii Pand.) 28
hirtigena n. sp. 25 roralis L. 32
H oplis a Ron d. 10 rubricosa Meig. 20
(hylemyiaeformis Portsh.) 17 sarcophagina Schin. 12
(ignota B. B.) 28 (sardoa Vill.) 24
(inops Vill.) 22 (S a v i aR o n d.) 13
(inornata Loew) 23 (Semitachin a Ports .) 13
insularis Vill. 30 (setitarsis Vill.) 33
kugleri n. sp. 31 signata Mik 26
lateralis Macq. 25 similis Stein 18
lepida Meig. 28 (simplicissima Loew) 27
lobata Vill. 33 sinensis Vill. 34
longimana Egg. 9 sordidisquama Vill. 19
Macrotarsina Schin. 9 steini Vill. 27
maculata Fall. 31 S t e ven i a R. D. 21
(manni B. B.) 15 (Styloneuria B. B.) 13
(melania Meig.) 23 subalbida n. sp. 19
melanocephala Meig. 17 (subalbida Vill.) 24
(M e an o i el i a S t r o b 1) 10 (subpellucida auct.) 23
MelanomyiaRond. 8 subrostrata Vill. 12
M e 1 an o p h o r a M ei g. 32 (tachiniformis Zett.) 20
melanoptera Fall. 8 tergestina Schin. 11
(mendica Rond.) 11 (tessellata Pand.) 28
(M eto p i s ena Rond.) 13 (tomentosa R. D.) 27
(minima Zett.) 8 triangulata Loew 27
(M o r i ni a a u c t.) 8 (Tr i c i o gena Rond .) 20
nana Meig. 8 (trifasciata auct.) 15
nigerrima n. sp. 9 (trilineata Meig.) 20
(nigra R. D.) 17 (Triso neu ra Lioy) 21
(nigripennis R. D.) 28 Tromodesia. Rond. 32
(nigritarsis Zett.) 20 (truquii Rond.) 20
nigrobarbata Beck. 17 umbratica Fall. 27
nubilipennis Loew 31 (umbratica Meig.) 31
obscura Vill. 33 (velox R. D.) 8
obscuripennis Loew 25 (velox Rond.) 12
oldenbergi n. sp. 11 (vetusta B. B.) 6
(Op i s a R o n d.) 10 vibripennis Rond. 32
pannonica Vill. 26 (W a g n e r i o p s i s T. T.) 33
(P a r afe bu r i a T. T.) 29 (zelleri Schin.) 9
(Para m o r i n i a B. B.) 13 (Zelle r ia Egg.) 9









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Die Fliegen

der palaearktischen Region
herausgegeben von
Hauptkonservator Prof. Dr. Erwin Lindner, Stuttgart

Einteilung des Werkes:
Die mit versehenen Familien sind bereits abgeschlossen, whrend die mit a versehenen
Familien sich gegenwrtig im Erscheinen befinden.

BAND I (Handbuch) [vollstndig]
Geschichte der Dipterologie und Literatur, Morphologie und Terminologie,
Anatomie, Sinnesorgane, Metamorphose (Ei, Larve, Puppe, Parthenogenese),
Biologie (Parasitismus, Pflanzenschdlinge, Blutsauger, Krankheitsbertrger),
Stammbaum, systematische Einteilung, Fang, Zucht, Prparation, Sammlung.
Die einzelnen Familien bzw. Unterfamilien erscheinen in loser Folge in den Bnden Il-Vill

BAND I1 1 (vollstndig)
1. Phryneidae-Petauristidae.* 2. Blepharoceridae* und Deuterophlebii-
dae.* 3.Thaumaleidae.* 4. Bibionidae.* 5. Scatopsidae.* 6. Siehe Band II 2.
7. Lycoriidae.* 8. Fungivoridae.*
BAND112
6. Itonididae.

BfND Ill
9. Psychodidae.* 9a. Psychodidae-Bruchomyiinae.* 9b. Psychodidae-Tri-
chomyiinae.* 9c. Psychodidae-Phlebotominae.* 9d. Psychodidae-Psychodinae.
10a.Tanyderidae.* 10b. Liriopeidae.* 11./12. Dixidae* und Culicidae.* 13. Helei-
dae*-Tendipedidae.o 14. Simuliidae (Melusinidae).o 15. Tipulidae.o 16. Limo-
niidae.0 17. Cylindrotomidae.*
BfAND IV 1 (vollstndig)
18. Stratiomyiidae.* 19. Tabanidae.* 20. Rhagionidae.* -21. Cyrtidae.*
22. Nemestrinidae.* 23. Mydaidae.*
BAND IV 2 (vollstndig)
24. Asilidae.*

BAN D IV 3 (vollstndig)
25. Bombyliidae.* 26. Therevidae.* 27. Omphralidae.*
Fortsetzung siehe umseitig









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Die Fliegen

der palaearktischen Region

Fortsetzung:
BAND IV 4 (vollstndig)
28. Empididae.*
BAND IV5
29. Dolichopodidae.0 30. Musidoridae.*
BAND IV 6 (vollstndig)
31. Syrphidae.* 32. Dorylaidae.*
BAND IV7
33. Phoridae. 34. Clythiidae.* 35. Conopidae.*
BAND V (vollstndig)
36. Pyrgotidae.* 37. Sciomyzidae.* 38. Dryomyzidae* Neottiophilidae.*
39. Sepsidae*-Megamerinidae*-Diopsidae.* 40. Piophilidae.* 41. Psilidae.*
42. Tylidae*-Neriidae.* 43. Lonchaeidae.* 44. Tanypezidae.* 45. Ulidiidae.*
46./47. Otitidae.* 48. Platystomidae.* 49.Trypetidae.* 50. Lauxaniidae.* 51. Cha-
maemyiidae.* 52. Coelopidae.* 53. Helomyzidae*-Trichoscelidae*-Chiromyi-
idae.*
BAND VI (vollstndig)
54. Clusiidae*-Anthomyzidae*-Opomyzidae.* 55. Tethinidae.* 56. Ephydri-
dae*-Canaceidae.* 57. Sphaeroceridae.* 58. Periscelidae*-Astiidae*-Aulaco-
gastridae*-Curtonotidae*-Diastatidae*-Camillidae*-Drosophilidae.* 59. Siehe
Band VI 2. 60 a. Milichiidae et Carnidae.* 60 b. Odiniidae.* 60 c. Braulidae.*
61. Chloropidae.*
BA ND VI 2 (vollstndig)
59. Agromyzidae.*
BAND VII
62a. Cordyluridae* 62b. Thyreophoridae.* 63a. Mnthomyiidae.
63 b. Muscidae.0
BAND VIII
64. Larvaevoridae. a. Oestrinae-Gastrophilinae. b. Hypoderminae. c. Pha-
siinae. d. Eginiinae. e. Rhinophorinae.* f. Dexiinae. g. Larvaevorinae.0 h. Sar-
cophaginae.o i. Calliphorinae.* 65. Hippoboscidae. 66a. Nycteribiidae.* 66b.
Streblidae.*
* Bereits abgesdilossene Familien.
o Im Erscheinen begriffene Familien.




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