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Group Title: Fliegen der palaearktischen Region
Title: Die Fliegen der palaearktischen Region
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Permanent Link: http://ufdc.ufl.edu/UF00081814/00007
 Material Information
Title: Die Fliegen der palaearktischen Region
Physical Description: v. : illus. ;
Language: German
Creator: Lindner, Erwin, b. 1888
Publisher: E. Schweizerbart.
Place of Publication: Stuttgart
 Subjects
Subject: Diptera -- Palearctic regions   ( lcsh )
Flies -- Palearctic regions   ( lcsh )
Insects -- Palearctic regions   ( lcsh )
Diptera -- Periodicals   ( mesh )
Vliegen (insecten)   ( gtt )
 Notes
General Note: Fliegen der palaearktischen Region.
 Record Information
Bibliographic ID: UF00081814
Volume ID: VID00007
Source Institution: University of Florida
Holding Location: University of Florida
Rights Management: All rights reserved by the source institution and holding location.
Resource Identifier: oclc - 01607763
lccn - 25000221

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ERWIN LINDNER





















REGION:


/I LIEFERUNG.
1 T U" -' . --













STUTTGART
E. SCHWEIZERBART'SCHE VERLAG OUGHHANI LUNG
S(NAGELE u. OBERMILLER)
'" ;. ' :' ,* . ..














_ i. *, I :-_ .;









30. MUSIDORIDAE
(LONCHOPTERIDAE)



VON

LEANDER CZERNY




MIT 30 TEXTABBILDUNGEN



















STUTTGART
E. SCHWEIZERBART'SCHE VERLAGSBUCHHANDLUNG
(ERWIN NGELE) G.M.B.H.
1934





UNIVERSITY OF FLORIDA

3 1262 05727 6643

QL
531




STe cr. 30

SCINCE
LBRARY












30. Musidoridae.
(Lonchopteridae.)
Von Leander Czerny, Kremsmnster.
Letzte zusammenfassende Arbeiten:
J. C. H. de Meijere, Tijdschr. v. Entomol. XLIX, 1906.
O. Duda, Konowia, VI, 1927.

Die Musidoriden sind kleine Fliegen, die durch ihre abwrts gerichteten Mund-
borsten und ihre lanzettfrmig zugespitzten Flgel auffallen. Man trifft sie an
feuchten, schattigen Stellen auf Wiesen und in Wldern, besonders an beschatteten
Bachufern und Bachsteinen.
Kopf so breit wie der Thorax, im Profil ungefhr so hoch wie lang, hinten oben
schrg und etwas konkav, unten etwas gepolstert. Augen kurzoval, etwas schief, vorn
gegenber den Fhlern mehr oder weniger ausgeschweift, Stirn sehr breit, vorn nur
vti 0C.
oc vte.vti oc
te. occe.
OCC e pvt





- I
CIL o o ve vl t dc sa pa





.7 r






Oralborsten S/ h. prsp
Textfig. 1. Musidora tristis Meig. Kopf von vorn. Textfig. 2. Musidora lutea var. trilineata Zett. Kopf-, Thorax- und
X2-x3 Sagittalnaht der Postfrons;y-xs-yPrfrontalnaht. Schildchenbeborstung. Von Dr. P. Ma yrhofe r.
(Nach Dr. Fr. Hendel von Dr. P. Mayrhofer.)

wenig schmler als hinten, Scheitel und Wangenplatten so ausgedehnt, da von einer
Stirnstrieme nichts mehr zu sehen ist, in der Stirnmitte ber den Fhlern 2 bei-
sammen stehende, divergierende, mit der Spitze nach hinten gerichtete or, die nach
Hendel if (Interfrontalborsten, ,Kreuzborsten") sein sollen. De M e i er e und
Du da nehmen noch ein 2. Paar or am Scheitel in der Hhe der hinteren Ozellen an,
das ich mit H e n d e 1 als uere Vertikalborsten (vte) auffasse. oc lang, aufgerichtet,
divergierend, pv kurz, konvergierend, vti, deren Farbe fr die Systematik von Be-
deutung ist, konvergierend, neben diesen und hinter den vte die occe (occipitalis
exterior), die von de Meij ere und D u d a als vte angesehen werden, und an-
schlieend an diese die eil (Postokular- oder Postokzipitalzilien). Am Mundrande
stehen die Oralborsten (Vibrissen und Peristomalborsten). Gesicht gerade, in der
Mitte etwas eingedrckt, Fhlergruben kaum angedeutet, Backen schmal. Fhler vor
der Prfrontalnaht, 1. Glied ungefhr so lang oder deutlich lnger als das zweite,
3. Glied sehr kurz, gerundet, Fhlerborste apikal. Rssel hakenfrmig nach vorn
gebogen, zugespitzt. Nach B e cher sind am Rssel smtliche Teile vorhanden: die
deutlich aus 2 Lamellen bestehende Oberlippe (labrum) ist mig zugespitzt, unten
L i n d n e r, Die Fliegen der palaearktischen Region. 30. Musidoridae. 1







2 Czerny

vertieft, mit jederseits 3 deutlichen Papillen und schwach beborsteter Spitze; die
Stechborste (hypopharynx) ist etwas krzer als die Oberlippe, stumpf und ausge-
randet; die Unterkiefer (maxillae) sind sehr schwach und kurz, die Taster am Ende
kolbig verdickt und beborstet; an der Unterlippe (labium) sind besonders die End-
lippen (labella) entwickelt; das Mentum ist nur schwach chitinisiert. Prskutalnhte
von den Mesopleuralnhten am Thorax schief nach vorn ansteigend und bogig bis
zu den de reichend, Suturaldepression undeutlich, 1 3 de, die hinterste aber klein
oder fehlend, 1 h. vor der Prskutalnaht 4 schief bereinander stehende Borsten, von
denen die unterste krzeste die npl, die ber dieser stehende lange Borste die prs, die
folgende etwas mehr vorn stehende die ph und die oberste einwrts gerichtete wohl
eine sl (sublateralis) ist; 1 ia hinter der Prskutalnaht, 1 sa, 1 pa, ganz vorn in der
Linie der dc je 1 aufgebogene Borste. Pleuren ganz ohne Borsten, Schildchen mit
gekreuzten Apikalborsten. Flgel lanzettfrmig zugespitzt. Flgellappen und Alula
fehlen. Schwierig ist die Erklrung des Flgelgeders. De Meijere hlt das
Geder fr unvollstndig und die Ansicht fr berechtigt, nach der die obere Be-
grenzung der Diskoidalzelle von der kleinen Querader bis zur Spitze der Diskoidal-
zelle verloren gegangen ist (Textfigur 3: gestrichelte Linie). De Mei j e r e erinnert
p Csc an einen parallelen Fall bei D o r y -
",1 3 R5 las (Pipunculus) omissiner-
SC v i s Beck., bei dem die Diskoidalzelle
I an derselben Stelle offen ist. Bei
dieser Annahme erhielte man ein Ge-
der, das einerseits dem von Empis,
(2o anderseits dem von Clythia sehr
hnlich sieht. De Mei ere macht
noch aufmerksam auf die Analader,
m2 die bei dem Weibchen in die cu
Cu mndet und die Ad o lph (Nov. Acta
i Leop. Carol. Deutsche Ak. Naturf.
au XLVII, 1885) wegen ihrer Konvexi-
tt fr die Axillarader hlt. Die Ur-
Textfig. 3. Musidor tristis Meig. Flgel des 9.
(Von P. Mayrhofer.) sprungsstelle dieser Ader liegt deut-
lich vor der Basis der M-Zelle (untere
Basalzelle) und sie ist mit Ausnahme
der Basis (erste Hlfte der Cu-Zelle),
wo sie fast konkav aussieht, wie alle
anderen konvexen Adern beborstet.
Flgelschppchen sehr klein, undeut-
lich gewimpert, Thoraxschppchen
fehlend. Schwingerknopf langoval.
Textfig. 4. Musidora tristis Meig. Flgel des Beine schlank, Tarsen lnger als die
(Von P. Mayrhofer.)
Schienen, aber die 4 letzten Tarsen-
glieder der Vordertarsen bei den
Mnnchen relativ krzer und breiter als bei den Weibchen und bei trockenen Stcken
meist eingerollt. Bei einer Art ist das 2. Glied der Mitteltarsen krzer als das 3.
Die Mnnchen besitzen am Ende des 2. Gliedes der Vordertarsen 2 starke, und am
Wurzelteile des 3. Gliedes 3 sehr dicke, stumpfe, kurze Borsten. Das Empodium
fehlt. Die Beborstung der fl, t1 und t2 ist fr die verschiedenen Arten charakte-
ristisch. Abdomen langgestreckt, die sechs Segmente von verschiedener Lnge. Hypo-
pyg auf die Bauchseite umgeschlagen. Der Basalteil (Epandrium) bildet eine Kapsel, in
der sich der Kopulationsapparat befindet; die Lamellen am distalen Ende sind zu einem
unpaarigen Organ, dem Cercus, verwachsen. (Siehe auch die Textfig. 14 von H er c o -
stomus Apollo Lw. in Beckers Dipterol. Stud. (Abh. Kais. Leop. Carol.
Deutsche Akad. d. Naturf. B. CII, Nr. 2, Halle, 1917, 1. T., S. [93] 205.)







30. Musidoridae 3

Ober die Larve von Musidor.a besitzen wir zwei sehr grndliche Arbeiten
von de Meij ere in den Zoolog. Jahrb., Abt. f. Syst., Geogr. und Biol. d. Tiere,
XIV, 1900, 87 ff. und in der Tijdschr. v. Entomol. XLIX, 1906, 90 ff.
D e Me i e r e fand die Larven an einer mit niedrigem Weidenholz bewachsenen
Stelle zwischen den abgefallenen, in Verwesung begriffenen Weidenblttern, und
zwar meist in den tieferen, feuchten Schichten der Blattmasse und im April in einem
Buchenwalde zwischen abgefallenem Laube. Hier waren einige verpuppt. Auch an
ganz trockenen abgefallenen Blttern traf er Larven an. Alle diese Larven gehrten
zu Musidora lutea Panz. Die Larven haben ganz die Farbe der faulen
Bltter, sind erwachsen 4 mm lang und 2 mm breit und saprophag.
Die stark abgeplattete, asselfrmige Larve (Textfig. 5) hat
9 Segmente. Das 1., das auch oben weichhutig ist, stellt den .
nicht differenzierten Kopf und Prothorax dar und kann unter --
das 2. Segment, den Mesothorax, zurckgezogen werden. Das .--
3. Segment ist fast doppelt so lang wie die folgenden einzelnen ..-- 1.
Abdominalsegmente und besitzt wie diese eine dicke, starre
Chitinschichte, die 4-6eckige, meist aber 5eckige, durch reihen- __
frmig angeordnete uerst kleine Chitinhckerchen vonein-
ander getrennte Tfelchen zeigt. Den einzelnen Tfelchen ent-
spricht eine Hypodermiszelle. An den vorderen Rndern der .. -5.
Segmente, die von den vorhergehenden Segmenten berdeckt ----6
werden knnen, fehlen diese Gebilde. Die Oberseite und die ------7.
Seiten des Krpers, namentlich die hinteren Hlften der Seg-
mente, zeigen zahlreiche spitze, dreieckige, farblose Hrchen;
auf der Bauchseite sind diese kurz und stumpf. Einige der-
artige Hrchen sind auch an der Basis der langen Anhnge Textfig. 5. Larve von Musidora
am Vorder- und Hinterende der Larve. Die auf der Unterseite lutea Panz. Obere Ansicht.
1 Vorgestreckter Kopf und Pro-
der Kopflappen und dem dazwischen liegenden Teile der Kopf- thorax; II Mesothorax; III Me-
unterseite vorkommenden Hrchen zeigen eine meist geweih- tathorax; 1-7 Abdominaleg-
mente. Das punktierte -- Zeichen
artige Verzweigung (Textfig. 6). gibt die Lage des Spaltes an,
Am Rande des Kopflappens nehmen sie die Form a) durch den die Fliege aschlpft.
(Textfig. 7) an, whrend sie auf dessen Unterseite in einer Dr.P. Mayrhofer.)
ber die ganze Krperbreite sich fortsetzenden Reihe die
Formen b) und c) zeigen. Die chitinisierte Krperbekleidung springt am Hinter- und
Seitenrande jedes Segments vor und ist daselbst eigentmlich eingeschnitten. Die so
entstehenden Anhnge erscheinen, von oben gesehen, lnglich-viereckig, whrend ihr
Querschnitt kreisfrmig ist. Auch am 1. dieser starren Segmente, dem Mesothorax,







a b C
Textfig. 6. Drei Haare von der Unterseite des Textfig. 7. Drei Haare vom Kopflappen:
Kopflappens der Larve. a vom vorderen Rande, b und c von dem hinter der
Unterlippe liegenden Medianteil.
(Nach Dr. de Meijere von Dr. P. Mayrhofe r.)

ist der vordere Seitenrand in dieser Weise eingeschnitten. Dieses Segment trgt an
beiden Seiten je einen langen und dahinter einen krzeren Fortsatz.
D e M e i er e fate in seiner zweiten Arbeit (1906) das auf den Mesothorax
folgende Segment als ein Doppelsegment auf, als Metathorax + 1. Abdominalsegment,
weil sich im vorderen Teile (Metathorax) die Anlagen (Imaginalscheiben) der
Schwinger befinden und weil dieses Doppelsegment jederseits 2 Seitenpapillen,
2 Seitenmuskel und 2 zum Bauchstrang verlaufende Tracheenste hat. Bei dieser







4 Czerny

Auffassung ergeben sich 7 Abdominalsegmente und die Durchbruchstellen der Pro-
thorakalhrner befinden sich dann nicht am 1., sondern am 2. Abdominalsegment wie
bei den Phoriden. Das 7. Abdominalsegment ist lnger als die brigen Segmente
und hat 2 lange Fortstze, neben denen die hinteren Stigmen liegen, whrend in der
Mitte sich der After befindet. Brauer und andere Autoren fassen den aftertragen-
den Teil als eigenes Segment auf.
Die obere Begrenzung der Mundhhle (Textfig. 8) wird von einer dreieckigen,
in eine etwas abwrts gebogene Spitze auslaufenden Platte, der Oberlippe, gebildet.
Diese ist auf der Oberseite nur hinten stark chitinisiert. Die Oberkiefer sind wenig
entwickelt. Ihr einwrts gerichteter Teil ist
U. mit wenigen (etwa 4), nicht immer deutlichen,
sehr stumpfen Zhnen besetzt, an die sich nach
xCh. mx. den Seiten hin ein Paar sich allmhlich ver-
S MXt. jngender Chitinspangen anschliet. Die Unter-
Skiefer (maxillae) sind deutlich ausgebildet; sie
,-Md. haben auf der Medianseite eine zum Teile mit
einer schwarzen Pigmentschichte bekleidete
Kaulade, die lnglich, abgeplattet und einge-
Fsp. -------Sch. schnitten ist, und auf der Auenseite einen
zapfenartigen, am Ende verdunkelten Anhang,
S- ---0.F. den Maxillartaster, hat. Die untere Begrenzung
der Mundhhle bildet die breite, weiche Unter-
lippe, die den Raum zwischen den beiden Kopf-
Ph .--- lappen ausfllt. An die chitinisierte hintere
Stelle der Oberlippe schliet sich eine hinten
Oe -----f sich verbreiternde Chitinplatte an, die hinten
halbkreisfrmig ausgeschnitten ist und obere
Textfig. 8. Larvenkopf von Musidora. Dorsalansicht. halbkreisfrmig ausgeschnitten ist und obere
U. Unterlippe; F. Fhler; Fsp. Fhlerspangen, Fortstze hat. An den Seiten biegt die Platte
Chitinstreifen, die vom Schlundgerste (Sch.) zur vertikal abwrts und unter dem Pharynx ein-
Fhlerwurzel gehen; Ch. Chitinstbe (in Durch-
sicht), die an der Unterlippe liegen; O.F. obere, wrts, wo sie dann eine vollstndige Brcke
U.F. untere Fortstze des Schlundgerstes (Verti- bildet. Die Seitenteile haben unten 2 lange rck-
kalplatten); Cp. Chitingrten an der oberen
Pharynxwand; Ph. Pharynx; Oe. Oesophagus. wrts gerichtete Fortstze, die die Seitenwand
(NachdeMeiiere-HendelvonP.Mayrhofer.) des Pharynx bilden. Die untere Brcke trgt
zwei nach vorn konvergierende Chitinstbe, die
der Unterlippe zur Sttze dienen, und seitlich 2 schief nach oben gerichtete kurze, spitze
Fortstze, die ganz in die Nhe der Oberkiefer zu liegen kommen. An der oberen
Wand des Pharynx liegen noch 2 Chitingrten, die vorn mit den brigen Hautteilen
nur lose verbunden sind. Vom Schlundgerst gehen noch zu den Fhlerwurzeln
Chitinstreifen (Fhlerspangen).
Der Darmkanal beginnt mit dem gerumigen, ovalen, rckwrts erweiterten und
zentral mit 7 Platten (Batelli's ,fanoni faringei") ausgestatteten Pharynx. Diese Plat-
ten verbreitern sich am oberen Ende pltzlich bedeutend, so da daselbst zwischen den
Platten nur schmale Spalten brig bleiben. Am Ende des Pharynx setzt oben der dnne
sophagus ein (Textfig. 9), an dem hier der Saugmagen fehlt. Der sophagus ist in den
folgenden kugelfrmigen Proventriculus tief eingesenkt. Die innere Wand des Proven-
triculus besteht aus groen Zellen, die vielleicht Drsenzellen sind. Der auf den Pro-
ventriculus folgende Chylusmagen besitzt am vorderen Ende keine Blindscke. Am Ende
des Chylusmagen befinden sich 4 Malpighische Gefe; an den Chylusmagen schliet
sich der an seinem Ende betrchtlich erweiterte Enddarm an. Die Analspalte liegt in
der Mitte des letzten Segments. Zu beiden Seiten des Anus treten bei einem Druck auf
die Larve lappenartige Organe hervor, die Darmkiemen, die ein ausgedehntes Tracheen-
netz besitzen. Dieser Vorgang lt vermuten, da diese Gebilde beim Atmen ausge-
stlpt werden.






30. Musidoridae 5

Als Anhnge des Darmkanals sind die beiden Speicheldrsen zu erwhnen. Sie
sind schlauchfrmig und ihre fast ebenso langen Ausfhrungsgnge vereinigen sich
eine kurze Strecke vor ihrer Einmndung in den vorderen Teil des Pharynx.
Die Malpighischen Gefe bestehen nicht aus einem rechten und linken, sondern
aus einem vorderen und hinteren Paare. Die hinteren Gefe haben von den in den
Zellen abgesetzten grnen Krnchen eine grne Farbe und mnden mit einem kurzen
gemeinsamen Teile in den Anfang des Enddarms. Die vorderen Gefe sind viel
lnger und mnden getrennt in den Enddarm in gleicher Hhe mit den hinteren.
Auch diese haben dieselbe grne Farbe wie die hinteren und erst von der Stelle, wo
sie sich erweitern und ihr Lumen sehr betrchtlich wird, sind sie mit Krnchen an-
gefllt, die bei auffallendem Lichte wei, bei durchfallendem Lichte schwarz sind
und die wohl aus einem harnsaueren Salze bestehen. Die Einmndungsstellen aller
4 Gefe sind von grnen Krnchen fast frei.


-------Vs.
---- ---VI<.










---Hh1.
1-S1








Ed ---C ... ------ Hs.



Textfig. 9. Darmtrakt, von unten gesehen.
Oe. Oesophagus; Pr. Proventriculus; Chm. Chylus- Textfig. 10. Tracheensystem der Larve.
magen; Ed. Enddarm (Chylusmagen und Enddarm Hl. Hauptlngsstmme; Vk. vordere Kommis-
schematisiert; sie sind in Wirklichkeit lnger und sur; Hk. hintere Kommissur; Sl. seitlicher
zeigen mehrere Schlingen); Mi. und M2. vordere und Lngsstamm; Vs. Vorderstigmen;
hintere malpighische Gefe; Sp. Speicheldrse. Hs. Hinterstigmen.
(NachDr. deMeijere von Dr. P. Mayrhofer.) (Nach de Meijere von P. Mayrhofer.)

Das Tracheensystem (Textfig. 10) besteht aus 2 Hauptlngsstmmen, die
durch 2 grere Kommissuren miteinander verbunden sind. De Meijere meint,
da die vordere Kommissur dem Prothorax, die hintere dem 7. Abdominalsegment
angehre. Die inneren ste der Hauptlngsstmme verschmelzen zu je einer feinen
Kommissur. Von den Hauptstmmen zweigt in jedem Segment ein Paar uerer ste
ab, die sich in Hautmuskel-, Darm- und Fettkrpertracheen teilen. Die Hautmuskel-
tracheen verbinden sich mit den seitlichen Lngsstmmen; von diesen zweigen noch
einige ste ab, von denen die feinen unverzweigten in jedem Segment zum Bauch-
strang gehen. Je ein Tracheenast geht von den Lngshauptsten in die Darmkiemen.
Am Ende der Tracheen sind die Filzkammern, die an den Vorderstigmen mit 2, an
den Hinterstigmen mit 3 Knospen enden. Die Knospen sitzen fast ungestielt der Filz-
kammer auf. D e M e i j e r e konnte an ihnen keine ffnung wahrnehmen. Die Stigmen-
narbe ist sehr kurz und dunkel gefrbt.






6 Czerny

Das Zentralnervensystem (Textfig. 11) besteht aus dem im Mesothorax
liegenden Oberschlundganglion und dem Bauchstrang. Die Schlundkommissur wird
von ganz kurzen, breiten Brcken und der Bauchstrang von einer einzigen kompakten
Masse gebildet, die bis zum Ende des Metathorax reicht. Nach hinten zu wird der
Bauchstrang allmhlich etwas schmler.
Als Sin n e s o r gane gelten zunchst die Fhler und die Maxillartaster. Die
Fhler erheben sich zu beiden Seiten des oberen Kopfendes. Sie bestehen aus einem
kurzen, fast farblosen Endgliede und einem viel lngeren braun chitinisierten Basal-
gliede. Hinter dem noch dunkleren Chitinringe, worin der Fhler wurzelt, folgt eine
lngliche, allmhlich verschmlerte ganglionartige Anschwellung. Die Maxillartaster
sind Zpfchen, die mehr als um die
Hlfte krzer sind als die Fhler
und am oberen Ende abgerundet er-
SOf. pp. MS ]. M t. scheinen. Die Chitinschichte ist an
, dieser Stelle sehr dnn, wird aber
nach unten zu dicker und ist daselbst
Md.- in ihrer inneren Schichte schwarz-
Mxt:,-- l 4 braun pigmentiert. Das untere Drittel
des Tasters ist wieder farblos. Die
CbU.' zugehrige ganglionartige Anschwel-
!lung ist lnglich und unten breiter
Ph. als oben, also in der Form umgekehrt
SOe. 'm. wie die des Fhlers. Sinnesorgane
e. Pr. Chm. sind nach de Meijeres Ansicht
Textfig. 11. Vorderteil einer jungen Larve, von der Seite platt- auch die ozellenartigen Gebilde, die
gedrckt. Pr. Prothorax; Ms. Mesothorax; Mt. Metathorax; K. Kie-
ferkapsel; Of. obere, Uf. untere Fortstze derselben; ChU. Chitin- sich an den fadenfrmigen Krper-
stab an der Unterlippe; Md. Mandibeln; F. Fhler; Mxt. Maxil-Forta
lartaster; Ph. Pharynx; Oe. Oesophagus; Prv. Proventriculus; fortstzen vorfinden. Der Fortsatz
Chm. Chylusmagen; Og. Oberschlundkopfganglion; Bs. Bauch- am Prothorax hat deren2, die beiden
strang. (Nach Dr. de Meijere von Dr. P. Mayrhofer.) othorax haben je
Fortstze am Mesothorax haben je
eins und der Abdominalfortsatz eins.
Von oben gesehen zeigen diese Gebilde einen dunklen Ring, der einen hellen Raum
einschliet, der wieder in der Mitte einen runden braunen Fleck zeigt. D e M ei e r e
erwhnt noch ozellenartige Gebilde, die sich auf dem Rcken des Krpers vorfinden
und beschreibt noch papillenartige Sinnesorgane, die an den Seiten und auf der Bauch-
flche vorkommen. Die Ansicht, da die Seitenpapillen als Endapparate der Chordo-
tonal-Organe (Hrorgane) anzusehen seien, hat de M e i jere in seiner Arbeit vom
Jahre 1906 aufgegeben. Es endet wohl ein monoskolopisches Organ dicht neben den
Papillen, aber ein direkter Zusammenhang mit diesen besteht nicht.
Beim bergang ins Pu p p e n s t a d iu m ndert sich die Dorsalseite der Larven-
haut nicht, dagegen werden die Seiten und die Bauchflche bedeutend hrter und
dunkler, so da zuletzt die matte Ventralseite nur wenig lichter ist als die gewlbte,
dunkelbraune, glnzende Dorsalseite. Die Haut hat keine Papillen. Die ausgebildete
Puppe zeigt eine ziemlich derbe Chitinschichte von brunlicher Farbe. Auf 2 lappen-
artigen Anhngen des Thorax sind die Prothorakalhrner. Einige Zeit nach der
Verpuppung durchbohren diese Stigmenhrner die hellen Kreischen, die sich am
Vorderrande des 1. Abdominalsegments befinden. Wenn die Imago so weit ausgebildet
ist, da sie das Puparium verlassen kann, ffnet sie dieses in einem T-frmigen
dorsalen Spalt, dessen Querstreifen in der Mitte des Metathorax und dessen Lngs-
streifen sich von da bis zum Anfang des 3. Abdominalsegments erstreckt. Diesen
Spalt kann man schon an der lebenden Larve als durchsichtige Linien bemerken
(Fig. 5.)
In seiner Arbeit vom Jahre 1906, S. 92, berichtet noch de Meijere ber die
Anordnung der Ventral- und Thorakalpapillen. Die Ventralpapillen sind so ange-
ordnet, da an den hinteren Segmenten je 6 in der Mitte in einer Querreihe stehen;
zwischen den beiden mittleren ist ein bedeutender Zwischenraum, der fast dreimal so






30. Musidoridae 7

gro ist wie der Durchmesser des je eine Papille umgebenden Kreises. Etwas mehr
seitwrts sieht man 1 mehr nach vorn gestellte und 1 in der Reihe der mittleren
befindliche Papille. Das die 6 mittleren Papillen tragende Mittelfeld ist mit zerstreut
stehenden stumpfen Hrchen besetzt, die um die beiden seitlichen Papillen herum-
stehenden Hrchen sind dicht angeordnet und spitzig. Alle diese Papillen befinden
sich in den hinteren Hlften der Segmente. Am Mesothorax befindet sich, von der
Medianlinie aus gerechnet, jederseits zunchst 1 kreisfrmige Papille, dann folgt
eine Gruppe von sehr kleinen Papillen, von denen 4 feine Hrchen aufweisen, so-
dann folgen 2 kreisfrmige und zuletzt mehr nach auen 2 gezackte Papillen, von
denen die obere wohl als Seitenpapille aufzufassen ist. Der Prothorax zeigt unten
4 Ventralpapillen untereinander; die mittleren sind Doppelpapillen und alle ohne
Hrchen. Dicht unter diesen Doppelpapillen sind 2 Gruppen zahlreicher Papillen,
von denen einige Stiftchen aufweisen. Auch ganz vorn, noch vor dem Schlundgerste,
kann man jederseits eine Gruppe von 2 und mehr seitwrts eine von 3 winzigen
Papillen wahrnehmen.
S. 94 beschreibt d e Mei jere ein von ihm am 12. September gefundes Puparium
von M. furcata Fall., das einige Abweichungen von dem der M. lutea Panz.
zeigt.

Musidora Meig.
(1800, Nouv. class., 30.)
1908, Hendel, Verh. zoolog.-botan. Ges. Wien, LVIII, 59.
Syn. Lonchoptera Meig., Illig. Mag. II, 1803, 272; Wahlgr., Svensk In-
sektenf., 11 Dipt., 1912, 172; Duda, Konowia, VI, 1927, 89. Dipsa Fall., Lon-
chopteryx Steph.
Fr diese einzige Gattung gelten die angefhrten Familienmerkmale.

Artenbestimmungstabelle.
(D e Mei jere geht in seiner Bestimmungstabelle von der Farbe der vt aus, die aber
Ausnahmeflle zult. Duda geht von der Beborstung der Beine aus, ein Vorgang, dem ich
mich anschliee.)
1. t2 nur mit 2 starken dorsalen Borsten . . . .. . . . .2
- t2 mit 2 starken dorsalen Borsten und 1 posterodorsalen Borste . . . .
2. Flgel an der Spitze stark gebrunt. . . . . pictipennis Bezzi
- Flgel einfarbig . . . . . . . .. . .tristis Meig. $
3. Die posterodorsale Borste in gleicher Hhe oder tiefer als die obere dorsale . . 4
- Die posterodorsale Borste hher als die obere dorsale . . .. . .. 9
4. Die posterodorsale Borste so stark wie die dorsale ... . . .fallax de Meij.
- Die posterodorsale Borste erheblich krzer und schwcher als die dorsale . . 5
5. ti nur im oberen Drittel mit 1 schwachen anterodorsalen Borste . . . . 6
- ti mit mehr als 1 Borste . .... .. .. . . .. 7
6. vti, occe und cil schwarz . . . . . . . nigrociliata Duda
- vti, occe und cil wei . . . . . . .... Stackelbergi sp. n.
7. ti mit je 1 dorsalen Borste im oberen Drittel und in der Mitte oder im unteren Drittel
und 1 posterodorsalen dicht unter der oberen dorsalen, Schildchen kohlschwarz .
scutellata Stein
ti mit je 1. dorsalen Borste im oberen und unteren Drittel, die posterodorsale schwach
oder fehlend, Schildchen nicht kohlschwarz . . . . . .. . 8
8. ti mit 1 schwachen posterodorsalen Borste, t2 mit 1 kleinen ventralen Borste im unteren
Drittel . . .. .. ........ ....... furcata Fall.
tt ohne posterodorsale und t2 ohne ventrale Borste .. .. . . lutea Panz.
9. ft vor der Spitze nur mit 1 dorsalen Borste . . . . tristis Meig. 9
fi mit mehreren dorsalen Borsten . . . . . . . ... 10
10. vti schwarz, t, nur mit 1 dorsalen Borste, f2 des $ der ganzen Lnge nach mit 6-8 kurzen
ventralen Borsten . . . . .. . . .. Strobli de Meij.
vti wei, t1 mit 2 dorsalen Borsten, f2 des $ in der Basalhlfte mit ungefhr 8 ventralen
Wimperhaaren . .. ... . . ... kamtschatkana sp. n.







8 Czerny

fallax de Meij. (1906, Tijdschr. v. Entomol., XLIX, 84). 1927, Duda, Konowia, VI,
93 u. 96.
Syn. lutea Meig. p.p., S. B. IV, 1824, 107. flavicauda Meig. Strobl,
Mitt. Naturw. Ver. Steierm. 1892, 158.
S9. Stirn gelb, ziemlich stark glnzend, etwas weilich bestubt, Ozellenfleck verdunkelt,
Hinterkopf auf der oberen Hlfte meist ganz, mitunter nur ganz oben schwrzlich, etwas
weilich bestubt, auf der unteren Hlfte gelb. Gesicht und Bak-
ken weilich, Rssel und Taster gelblich, Fhler schwarz, 1.
Glied gelb, so lang wie das zweite. vti, occe und die oberen cil, so
weit als sich die schwarze Farbe des Hinterkopfes erstreckt,
schwarz. Vibrissen und die folgenden 3 Peristomalborsten
schwarz, die hinter der Augenecke stehenden wei. Thorax gelb,
.---.. Mesonotum nur wenig glnzend, etwas weilich bereift, mit einer
mehr oder weniger deutlichen schwrzlichen Mittellinie, die vorn
/ breit ist, nach hinten zu aber allmhlich schmler wird und un-
gefhr bis zur 2. dc reicht. Am Beginn der Prscutalnaht an der
-....----E Flgelwurzel ein schwarzes Fleckchen. Pleuren etwas mehr gln-
zend. Schildchen von der Farbe des Thorax. Flgel etwas ge-
Textfig 12. Musidora fallax de Meij. brunt. Mndungsstelle der a vernderlich. p gelb, Tarsen gegen
Auenseite des Hypopygs. das Ende zu verdunkelt, an den Wurzeln der f unten schwarze
E. Epandrium; C. Cercus.
(Nach Dr. de Meij ere on Punkte. fl an der Spitze mit 2 dorsalen Borsten hintereinander,
0. Binderberger.) t1 in den Dritteln mit je einer schwachen dorsalen und etwas tie-
[er unter der oberen dorsalen mit einer posterodorsalen starken
Borste. prap und Sporn vorhanden; t2 in den Dritteln
mit je einer dorsalen und unter der oberen dorsalen
mit einer ebenso starken posterodorsalen Borste. Ab-
domen schwrzlich, etwas bereift, am Rande, besonders
an den letzten zwei Segmenten, in grerer oder gerin-
----_ gerer Ausdehnung gelb, Bauch schwrzlich, an der
*/7 Basis gelb. Epandrium des Hypopygs (Textfig.12u.13)
schwrzlich, Cercus gelb, viel lnger als breit, tief ein-
. geschnitten, Oberseite und Rand stark beborstet, Unter-
--- -p. seite mit einigen Brstchen und kurzen Haaren. Die
proximalen (hinteren) Gonapophysen sind nach d e
M e i j e r e am Ende stark blattfrmig erweitert und der
Endhaken trgt unten einige sehr kurze Drnchen; die
S. -----E. distalen (vorderen) Gonapophysen sind lang und
schmal, haben am Ende eine mit 2 Brstchen versehene
Gabel und an der Basis eine auswrts gerichtete lange
Borste. Das Penisgerst ist relativ stark entwickelt;
Textfig. 13. Musidora fallax de Meij. oberhalb desselben findet sich ein zweihrniges, brau-
Innenseite des Hypopygs. E. Epandrium; C. Cer-
cus; d.G. distale Gonapophysen; pr.G. proximale nes, unbehaartes Plttchen.
Gonapophysen. D e M e i e r e fhrt diese Art an aus den Niederlan-
(Nach Dr. de Meifere von Binderberger.)
den, aus Belgien und sterreich; Duda fand sie mas-
senhaft in Schlesien, Westfalen und im Saargebiet;
Strob 1 fing sie in Admont und in Niedersterreich und ich in Kremsmnster, Bad Hall, Klaus
und am Almsee in Obersterreich.
3 mm. Europa centr.

furcata Fall. (1823, Dipt. Suec., Phytom., 1, Dipsa). 1906, de Meij., Tijdschr. v.
Entomol. XLIX, 72, Lonch.; 1912, Wahlgr., Svensk Insektenf., 11. Dipt., 173; 1927,
Duda, Konowia, VI, 94 u. 98, Lonch.
Syn. cinerella Zett.; flavicauda Meig.; impicta Zett.; lacustris
Meig.; lutea Panz. 9 p.p.?; Meig. 9 p.p.; Schin.; Stein; Strobl; punctum
Meig. Schin.?; Strobl; riparia Meig. 9 p.p.; Zett.; rivalis Meig. 9 p.p.;
trilineata Zett. p. p.; trilineata var. pseudotrilineata Strobl;
tristis Meig. Strobl. (Alle Angaben nach de Meijere.)






30. Musidoridae 9

$ 9 Stirn gelb, weilich bestubt, fast matt, Ozellenfleck dunkel, Hinterkopf ganz gelb oder
nur oben schmal schwarz oder auch ganz verdunkelt. Gesicht weilich, Fhler schwarz,
1. Glied und bisweilen auch das 2. gelblich, 1. Glied so lang wie das 2. vti, occe und cil
gelb, einige der oberen cil fast immer in gewisser Richtung schwarz, Vibrissen und 4, aus-
nahmsweise auch 5, Peristomalborsten schwarz. Thorax gelb, weilich bereift, matt, mit
einem mehr oder weniger deutlichen, vorn sehr schmalen, hinten bis zum Schildchen reichen-
den Mittelstreifen, oder auch so verdunkelt, da
nur schmale gelbe Streifen in der Linie der de O4.-- /
brig bleiben oder endlich ganz grau. Schildchen
meist gelb, mit einem schwarzen Lngsstreifen, pG.
bisweilen oben ganz verdunkelt. Flgel sehr leicht
gebrunt, Mndungsstelle der a hinter der Gabel
der m.-p gelb, Vordertarsen und der Metatarsus
oder auch die ersten 2 Glieder der Hintertarsen
verdunkelt. fl mit 3 dorsalen Borsten hintereinan-
der, tL beim & mit 2 schwachen dorsalen Borsten
in den Dritteln, beim 9 auerdem mit 1 schwachen Textfig. 14. Textfig. 15.
posterodorsalen Borste ungefhr in der Mitte; t2 Textfig. 14,15. Musidora furcata Fall.
mit 2 dorsalen Borsten in den Dritteln, 1 schwa- 14. Innenseite des Hypopygs. d.G. distale Gonapophy-
sen; p.G. proximale Gonapophysen.
chen posterodorsalen im oberen Drittel und 1 ven- 15. Auenseite. C. Cercus; E. Epandrium.
tralen im unteren Drittel. Abdomen grtenteils (Nach Dr. de Meliere von Dr. P. Mayrhofer.)
gelb, mit einem schmalen, an der Basis bisweilen
breiteren, an den Einschnitten bisweilen unterbro-
chenen Mittelstreifen und ganz gelbem letztem Segment,
oder oben fast ganz schwrzlich, mit schmalen hellen
Seitenrndern der letzten Segmente und ganz gelbem
letztem Segment. Vorletztes Segment des $ nur wenig
verlngert, letztes doppelt so lang wie das vorletzte. Das ____
Hypopyg (Textfig. 14 und 15) ist nach de Meijere
unter den letzten Segmenten versteckt, ganz gelb. Der
Cerous ist bedeutend lnger als breit und am Rande -----
sowie lngs des Einschnittes beborstet. Die proximalen
Gonapophysen sind sehr gro, lappenfrmig.
3 mm.
Europa, Madeira, Asia.

De Meijere macht auf die merkwrdige Tatsache
aufmerksam, da Mnnchen dieser Art eine groe Sel- 3.-----
tenheit sind. S t r o b l fing unter 100 Stcken nur 1 3;
Stein unter unendlich vielen 99 kein einziges $; d e
M e i je r e unter sehr vielen Stcken nur 1 $ und Du d a
unter 180 St. nur 1 $. Mir ist noch nie ein $ untergekom-
men, dagegen fand ich in der Sammlung des zoolog. Mus.
in Leningrad 7 & der var. c i n e re 1 a Z et t., die von Textfig. 16 a, b.
a) Receptaculum seminis von Musidora lutea
B i a n c h i und I v a n o v in Jakutsk in Ost-Sibirien vom Panz. 1. Mit groen Zellen belegtes inneres Ende;
Juni bis Sept. gefangen wurden. Wegen dieses so selte- 2. mittlerer Tei; 3. erweiterter Endabschnitt.
b) Receptaculum seminis von Musidora furcata
nen Vorkommens der Mnnchen vermutet d e M e i je r e, Fall.
da die Mnnchen keine bedeutende Rolle spielen und die
Fortpflanzung in der Regel eine parthenogenetische sein wird. De M e i j e r e s Vermutung sttzt
sich auf die Beschaffenheit des receptaculum seminis (Textfig. 16a,b). Er verglich das recepta-
culum sem. der M. furcata mit dem der M. lutea und fand, da das der furcata ein rudi-
mentres Gebilde darstellt. Auch fand er im recept. sem. der f u r c a t a keine Spermatozoen vor,
whrend er diese in dem der 1 u t e a oft beobachtete.

Variettenbestimmungstabelle.
1. Thorax gelb, mit Mittelstreifen . . . .. . . ..... 2
- Thorax ganz grau oder nur. mit schmalen gelben Streifen in der Linie der dc . 3







10 Czerny

2. Hinterkopf ganz gelb, Mesonotum mit schmalem Mittelstreifen, Abdomen gelb, mit meist
nur schmalem Mittelstreifen . . . . . . . .furcata Fall.
Syn. lutea Meig. 9 und Strobl; impicta Zett.
Hinterkopf zum Teile verdunkelt, Mittelstreifen des Mesonotums breit, Abdomen fast ganz
dunkel . . . . . . . . . . var. rivalis Meig.
Syn. lacustris Meig. 9 p.p.; trilineata Zett. 9 p.p.; punctum Meig.
Strobl.
3. Thorax dunkel, mit schmalen gelben Streifen in der Linie der dc var. lacustris Zett.
Syn. riparia Meig. 9, Zett. p.p.; trilineata var. pseudotrilineta
Strobl.
Thorax ganz grau . . .. .. . . . . var. cinerella Zett.
Syn. tristis Meig. Strobl.
Ich fing alle Varietten in Kremsmnster, Bad Hall und in Spanien im oberen Geniltal,
die var. cinerell 1a Zett. in Rom auf dem Mte. Aventino; Bezzi sammelte in Italien zu-
meist die typische Form, S t r o b 1 in Spanien die dunkleren Formen. Im zoolog. Museum in
Hamburg von den Pyrenen (Farga de Moles bei Seo de Urgel) die typ. Form und aus der
Umgebung von Hamburg die var. rivalis, lacustris und cinerella, von den Bergen
in der Nhe von Claremont in England die var. r i v a i s. Im zoolog. Institut d. Ak. d. Wiss.
in Leningrad die typ. Form und bergnge zu rivalis und diese selbst aus Jakutsk in
Ost-Sibirien, Terjokki in Sd-Finnland, Charkov in Sd-Ruland, Taschkend in Turkestan,
vom Syr-Darja-Geb., von Pamir, der Krim und Tanger; var. 1 a c u str i s von Terjokki, aus
den Gouv. Leningrad und Grodno, von Pamir und vom Altaj-Geb.; var. cinerel 1 a aus den
Gouv. Leningrad und Grodno, aus Ost-Sibirien, von der Krim und dem Syr-Darja-Geb. -
B e c k e r fhrt var. 1 acustris unter den Dipteren der Insel Madeira an.

kamtschatkana sp. n.
3 9 Stirn bla rtlichgelb, in der Mitte etwas verdunkelt, matt, Ozellenfleck schwrzlich;
Gesicht, Backen und Hinterkopf bla rtlichgelb, Zerebrale schwrzlich. Fhler schwarz,
1. Glied so lang wie das 2. vti, occe und alle eil wei, Vibrissen und Peristomalborsten
schwarz, weischimmernd. Thorax rtlichgelb, durch Bestubung matt, mit 3 schwrzlichen
Streifen, der Mittelstreifen den dritten Teil des Raumes zwischen den de einnehmend, ber
das Schildchen fortgesetzt, die Seitenstreifen fleckenartig; bisweilen der ganze Thorax so
verdunkelt, da nur schmale Streifen in der Linie der dc von der Grundfarbe brig bleiben.
1 -3 de. Flgel etwas brunlich, Mndung der a hinter der Gabelungsstelle der m. Beine
rtlichgelb, Tarsen gegen das Ende zu kaum etwas dunkler, ft mit 3 dorsalen Borsten, ti mit
2 langen dorsalen Borsten, die obere gegen die Mitte zu, die untere im Spitzendrittel, prap
kurz, Sporn lnger; f, auf der Unterseite in der Basishlfte mit ungefhr 8 Wimperborsten,
t, mit 2 dorsalen Borsten, 1 kleinen posterodorsalen ber der oberen dorsalen und 1 kleinen
posteroventralen tiefer als die untere dorsale, prap und Sporn lang. Abdomen schwarz,
etwas glnzend, 5. Segment etwas krzer als die beiden vorhergehenden zusammen, 6. etwas
lnger als die Hlfte des 5., an den Seiten des 6. Segments am Hinterrande eine auffallende
Borste. Hypopyg klein, rotgelb, mit kurzer lichter Behaarung. Kamtschatka 3 3 4 9, von
Der z h a v in Anfang Juni gefangen (Zool. Inst. d. Ak. d. Wissensch. in Leningrad).
2 mm. Asia orient.

lutea Panz. (1809 F. G., CVIII, 20 u. 21, Lonch.). 1906, de Meij., Tijdschr. v. Entomol.
XLIX, 64; 1912, Wahlgr., Svensk Insektenf., 11. Dipt., 173; 1927, Duda, Konowia,
VI, 95 u. 98.
Syn. cingulata Gimmerth.; flavicauda Meig.; furcata Fall, p.p.
(Dipsa); lacustris Meig., p. p.; nigrimana Meig. 9; nitidifrons
Strobl; palustris Meig. 3; punctum Meig. 3; riparia Meig. 3; ri-
valis Meig. 39 p.p.; thoracica Meig. 9; trilineata Zett. p.p. (Alle An-
gaben nach de Mei jere.)
3 9 Stirn glnzendgelb, an den Augenrndern weilich, um den Ozellenfleck herum mehr
oder weniger verdunkelt, Hinterkopf ganz gelb, bei dunkleren Stcken in der Oberhlfte
verdunkelt, Gesicht weilich, Rssel und Taster gelb, Fhler grtenteils gelb oder ganz
schwarz, vti meist schwarz, occe und eil gelb, Vibrissen und jederseits 4 Peristomalborsten
schwarz. Thorax samt Schildchen ganz glnzend gelb, beim & mit einem schwachen dunkeln
Mittelstreifen vor dem Schildchen, beim 9 mit einem sehr schmalen, vor dem Schildchen
erweiterten und auf dasselbe bertretenden Streifen. Hufiger sind Stcke mit vollstndi-
gem, ber das Schildchen fortgesetztem Mittelstreifen, dann. solche, bei denen ein nur ange-






30. Musidoridae 11

deuteter oder deutlicher Seitenstreifen hinzukommt, oder solche, bei denen der Mittelstreifen
den ganzen Raum zwischen den de einnimmt und nur gelbe Streifen brig bleiben, auf
denen die de stehen, und endlich solche, bei denen der ganze Thorax samt Schildchen dunkel
ist. Flgel etwas gebrunt, Mndung der a in der Regel unter der Gabelungsstelle der m.
Beine gelb, beim & heller, beim 9 die t1 mit Ausnahme der Wurzel und die Vordertarsen
schwrzlich oder schwarz, die Hintertarsen an der Spitze verdunkelt, fi mit 3 hintereinander
stehenden Dorsalborsten, t, mit 2 dorsalen Borsten in den Dritteln, t2 mit 2 dorsalen Borsten
in den Dritteln und 1 posterodorsalen Brstchen, das tiefer steht als die obere dorsale
Borste. Abdomen entweder grtenteils gelb, bei den lichtesten Stcken von der Wurzel her
schwarz, bei den Stcken mit gestreiftem Mesonotum oder ganz dunkelm Thorax mit Aus-
nahme der Seitenrnder und bisweilen des Bauches dunkel, 5. Segment lnger als das 4.,
6. Segment lnger als das 5., nur bei den lichtesten Stcken ganz gelb, m meist wenigstens
in der Mitte verdunkelt. Epandrium des Hypopygs (Textfig. 17 u. 18) nur in den lichtesten
Stcken gelb, sonst mehr oder weniger verdun-
kelt, Cercus gelb, etwas krzer als breit, am
Rande mit starken Borsten, von denen einige am
Ende hakenfrmig gebogen sind. Die proximalen C.---.a
Gonapophysen sind nach de Meijere stabfr- -- S. P










Textfig. 18. Musidora lutea Panz. Innenseite.
Textfig. 17. Musidora lutea Panz. E. Epandrium; C. Cereus; d.G. distale Gonapo-
Auenseite des Hypopygs. E. Epandrium; physen, p.G. proximale Gonapophysen; P. Penis;
C. Cercus. (Nach Dr. de Meijere von s.P1. subanale Platte. (Nach Dr. de Mei ere
Dr. P. Mayrhofer.) von 0. Binderberger.)

mig, mit gekrmmter Spitze und kurzem Anhange in der Mitte der Auenseite, die distalen sind am
Ende kurz behaart und an der Innenseite mit einer Reihe Borsten besetzt, unter denen eine strkere,
S-frmig gekrmmte auffllt. Das Penisgerst ist ziemlich stark entwickelt.
2-3 mm. Europa, Ins. Can., Asia

Variettenbestimmungstabelle.
1. Fhler gelb, 3. Glied unten verdunkelt . . . . . var. nitidifrons Strobl
Fhler ganz schwarz .. . . .. .. ... ...... .... 2
2. Mesonotum gelb, mit oder ohne dunkle Streifen . . . . . . ... 3
Mesonotum ganz .dunkel, hchstens in der Linie der de mit schmalen Streifen der
Grundfarbe . . . . . . . . ... 5
3. Mesonotum ganz gelb oder meist mit schmalem Mittelstreifen, Abdomen ungefhr im
Wurzeldrittel schwrzlich . . . .. lutea Panz.
Syn. lutea Mei g. p. p. 9; Zett. p. p. 9.
Mesonotum mit 1-3 Streifen, Abdomen ganz oder fast ganz schwarz . . . 4
4. Mesonotum mit 1 Streifen ..... . . . . . .var. flavieauda Meig.
Syn. lutea Zett. p. p.; punctum Meig.; rivalis Meig. p. p.; thoracica
Meig. p. p.; Zett.
Mesonotum mit 3 Streifen .. . . .. . . var. trilineata Zett.
5. Mesonotum grau, in der Linie der de mit undeutlichen, schmalen, gelben Streifen .
var. palustris Meig.
Syn. nigrimana Meig. Strobl; thoracica Meig. p. p.
- Mesonotum ganz grau, auch die Pleuren .. ... .. .var. cinerea de Meij.
Syn. lacustris Meig. Strobl; nigrimana Meig. Zett.

Die berall am hufigsten vorkommende Variett ist t r i n e a t a Z et t. Nach Z e t t e r -
s t e d t ist sie ,vulgatissima" und nach B e z z i ist sie auch in Italien, wenigstens in den
Marken und in den Abruzzen, die hufigste Variett und noch in Hhen von 1800 m zu
finden. Mir ist sie auch bekannt aus der Sammlung des zoolog. Inst. d. Ak. d. Wiss. in Lenin-







12 Czerny

grad aus dem Gouv. Leningrad (Pleske, 17. V.), aus Ost-Sibirien (Bianchi und Ivanov),
Terjokki in Sd-Finnland (J. Wagner), Pamir (Lasdin), Tigrovaja, Ussuri-Geb. (Stackelberg)
und Transkaspien (Mlokosievicz). Var. cinerea de Meij.: Transkaspien, oberes Geniltal
in Spanien, Pyrenen, Mte. Aventino in Rom; var. f 1 avicauda Mei g.: Charkov, Sym-
phoropol, Krim (Bazhenov) und Teneriffe (Becker); var. nitidifrons Strob : Preetz
(Gerke) und Umgebung von Hamburg. Von B r u n e t t i wird in den Rec. Ind. Mus. VII, 1913,
481, Musido r a 1 utea Panz. von Darjiling als die erste Musidoriden-Art der orienta-
lischen Region angefhrt.

nigrociliata Duda (1927, Konowia, VI, 93 u. 96).
3 Stirn aschgrau, matt, von oben besehen blaugrau schimmernd, Hinterkopf aschgrau,
Gesicht und Backen hellgelblichgrau, Fhler samt Borste schwarz. Alle Kopfborsten schwarz,
Vibrissen und Peristomalborsten zusammen je 5 (nach einer
mir von Dr. Duda zugekommenen Mitteilung ist in seiner Be-
schreibung ,Po gelblich" ein Versehen). Thorax und Schild-
chen schmutziggraubraun, sehr matt glnzend, schwarz bebor-
stet. Flgel schwach grau, a merklich hinter der Gabelungs-
stelle der m mndend. Beine gelbbraun, fi mit 2 dorsalen Api-
kalborsten hintereinander (Duda: ,auen unten") und 1 ab-
stehenden feinen ventralen Haar an der Basis; ti ungefhr im
oberen Drittel mit einem schwachen dorsalen Brstchen, prap
vorhanden, kein aufflliger Sporn; t2 mit je 1 dorsalen Borste
/ /in den Dritteln und 1 posterodorsalen in gleicher Hhe mit der
/1 joberen dorsalen, prap krftig, kein Sporn; t3 auen in der un-
/ teren Hlfte ohne auffllige kurze Brstchen. Abdomen
schmutziggraubraun, letztes Segment fast so lang wie die 3
S\ lvorhergehenden Segmente zusammen. Hypopyg (Textfig. 19;
unter Dudas Abbildung irrtmlich lo nge ci iat a" an-
statt n i g r o c i 1 i a t a", ebenso auf S. 97, letzte Zeile unten
und auf S. 98) hellgelbbraun, Cercus etwa herzfrmig, lnger
als breit, erheblich grer und breiter als bei f u r c a t a, am
Textfig. 19. Musidora nigrociliata Duda.
Abdomen. (Nach Dr. Duda abgerundeten Ende teils krzer teils lnger gelb behaart. -
von O. Binderberger.) Duda fing 1 S am 14. IX. an einem schlammigen Graben
einer bewaldeten Schlucht in der Nhe des Hauptbahnhofes in
Habelschwerdt in Gesellschaft von M. Strobli. (Nach Dr. O. Duda.)
2,5 mm. Silesia
In der Sammlung des zoolog. Inst. d. Ak. d. Wiss. in Leningrad fand ich 19 aus dem Distrikt Jakutsk in Ost-
Sibirien (Bianchi und Ivanov leg. am 12. 1X), ber dessen Zugehrigkeit zu dieser Art ich keine Sicherheit erlangen
konnte, weil das Tier aufgeklebt ist und daher die Untersuchung desselben sehr erschwert wird. Smtliche Borsten
sind schwarz, nur hinter den Peristomalborsten stehen 1 lngere und 1 krzere gelbliche Borste.

pietipennis Bezzi (1899, Bull. Soc. Ital., XXX, 161). 1906, de Meij., Tijdschr. v. Entomol.
XLIX, 82; 1927, Duda, Konowia, VI, 92 u. 95.
$ 9 Stirn schwrzlich, wei bestubt, Ozellenfleck dunkel, Hinterkopf grtenteils grau,
unteres Drittel gelblich, Gesicht und Backen weilich, Fhler schwarz, vti schwarz, occe
und ci gelb, Vibrissen und Peristomalborsten schwarz. Thorax im Grunde rtlich-gelb,
aber durch graue Bestubung so dunkel, da nur die
Schulterschwielen und der vordere Teil der Meso-
E.-- --i 'dpleura bisweilen gelb sind. Schildchen bisweilen mit
gelber Spitze. Flgel lang, an der Spitze mit einem
dunkeln Fleck, der aber nur beim $ recht deutlich
ist, whrend er beim 9 nur durch eine schwache
" Brunung der 2.-4. Lngsader gekennzeichnet ist;
Mndung der a ungefhr unter der Gabelungsstelle
der m. Beine gelb, fl mit 3 hintereinander stehen-
den dorsalen Borsten, th mit 2 dorsalen Borsten in
den Dritteln, prap und Sporn vorhanden, t2 mit 2
/ dorsalen Borsten in den Dritteln, prap und Sporn
Textfig. 20. Musidora pictipennis Bezzi. Auenseite d B i d un n
des Hypopygs. E. Epandrium; C. Cercus. vorhanden, f3 bei 39 von der Basis bis zur Mitte mit
(Nach Dr. de Me iere von 0. B inderberger.) einer Reihe dorsaler Wimperbrstchen. Abdomen







30. Musidoridae 13

schwarz, grau bestubt, vorletztes Segment etwas krzer als die beiden vorhergehenden
Segmente zusammen, letztes Segment so lang wie die beiden vorhergehenden zusammen,
am Ende mit gelbem Fleck und schmalem gelbem Rande. Hypopyg (Textfig. 20, 21) gro,
Epandrium schwarz, so lang wie das letzte Abdominalsegment, Cercus kurz und breit,
proximale Gonapophysen am Ende mit gekrmmter Spitze, distale kurz, mit langer End-
borste. Von B e z z i in den Marken und Abruzzen
in Bergbchen an Steinen, oft in Gesellschaft von
Clinocera-Arten, gefangen. O 1 denberg fing sie
zahlreich im Juni und Juli in Vallombrosa.
3,5-4 mm. Italia


scutellata Stein (1890, Wien. Ent. Zeit., IX, 109). pfl .
1906, de Meij., Tijdschr. v. Entomol. XLIX, 81; --- d G.
1927, Duda, Konowia, VI, 94 u. 98.
39 Das ganze Tier gelb. Stirn etwas glnzend, Ozel-
lenfleck schwarz, 3. Fhlerglied auen gebrunt, vti,
occe und cil gelb, Vibrissen und 4 Peristomalborsten
schwarz, doch in gewisser Richtung gelbschimmernd,
wie dies auch bei den anderen Kopf- und bei den
Thoraxborsten der Fall ist. Mesonotum mit einem Textfig. 21. Musidora pietipennis Bezzi. Innenseite
Sdes Hypopygs. p.G. proximale Gonapophysen;
nach hinten allmhlich sich erweiternden schwarzen d.G. distale Gonapophysen.
Streifen (bei einem meiner 2 9 ist aber keine Spur (Nach Dr. de Mei jere von 0. Binderberge r.)
eines solchen Streifens vorhanden). Schildchen kohl-
schwarz. Flgel gelbbrunlich, mit gelben Adern, Mndung der a weit hinter der Gabelungsstelle
der m. Beine gelb, fi mit 2 dorsalen Borsten vor der Spitze, ti und t2 mit 2 dorsalen Borsten in den
Dritteln und 1 posterodorsalen, die etwas tiefer steht als die obere dorsale und an den t so lang
ist wie die obere dorsale, an den t2 etwas krzer, f1 und f, nahe der Basis mit 1 ventralen haarfr-
migen Borste bei $ 9. Abdomen mit einem ziemlich breiten, nicht scharf begrenzten schwarzen Strei-
fen, beim & alle Segmente mit schmalen dunkeln Hinterrandsumen, das vorletzte Segment wenig
lnger als die beiden vorhergehenden Segmente zusammen, das letzte Segment um die
Hlfte lnger als das vorletzte. Hypopyg klein (ber die Beschaffenheit der einzelnen Ko-
pulationsorgane nichts bekannt). S tein fing ein Prchen dieser Art Ende April durch
Streifen in einem Walde. Duda fing 8 St. durch Streifen an Teichen und auf nassen
Wiesen im April und Mai, und 1 & am 21. IX., und nach einer mir von ihm zugekommenen
Mitteilung in groer Menge an Schilf in Rauden, Kr. Ratibor in Schlesien. Ich fing 2 9
in Kremsmnster an einem Teiche in einem Walde am 17. IV. und 13. VII.
2,5-2,75 mm. Germania, Austria

Stackelbergi sp. n.
& Stirn vorn und an den Seiten blagelb, der brige Teil schwarzbraun, etwas glnzend,
Hinterkopf schwarz, Gesicht, Wangen und Backen blagelb, Backen etwas grau bestubt,
Rssel und Taster gelb, Wurzelglieder der Fhler gelb, 3. Glied schwarz, vorn blagelb,
1. Glied deutlich lnger als das 2. vti, occe und cil wei, Vibrissen und 4 Peristomal-
borsten schwarz. Thorax schwarz, grau bestubt. Flgel brunlich. Beine blagelb, Vorder-
hften unten vorn mit 4 Borsten, sonst berall kurz behaart, f oben schwarz, t mehr oder
weniger grau, Endglieder der Tarsen verdunkelt, Tarsen der pi breit, an der Basis des
3. Gliedes 3 kurze Borsten, die ueren dick, die mittlere hher gestellte schwcher; ti un-
gefhr in der Mitte mit 1 dorsalen Brstchen, fi an der Spitze mit einem dorsalen, einem
anterodorsalen und einem posterodorsalen Brstchen und einer langen posteroventralen
Borste, in der Mitte mit 1 kurzen ventralen Borste; f2 (Textfig. 22) an der Wurzel aus-
gebuchtet, Beborstung wie in der Textfig. 22. t2 mit 2 dorsalen Borsten in den Dritteln
und 1 posterodorsalen Brstchen, das tiefer steht als die obere dorsale Borste, Sporn sehr
lang; Metatarsus der p, mit ventralen Wimperhaaren, das 2. Glied krzer als das 3., an
der Wurzel eingekerbt und etwa mit 4-5 kurzen schwarzen Brstchen, 3. Tarsenglied
auch eingekerbt; t3 (Textfig. 23) an der Spitzenhlfte keulenfrmig verdickt, innen vorn
und hinten mit dicht stehenden Wimperbrstchen, Metatarsus an der Wurzel mit einer







14 Czerny

langen ventralen Borste. Abdomen schwarz, etwas grau bestubt. Hypopyg (Textfig. 24)
gro, die vorderen Haare des Cercus gelbschimmernd, die starken Borsten schwarz. -
Stac k e 1 berg fing 2 $ am 14. VI. an Bachsteinen in Sutshan, Ussuri. Diese Art unter-
scheidet sich von allen anderen Arten durch das lngere 1. Fhlerglied und das kurze
2. Tarsenglied der p2.








--------E.







Textfig. 24.
Musidora Slackelbergi Czerny.
Textfig. 23. Musidora Stackel- Auenseite des Hypopygs.
Textfig. 22. Musidora Stackelbergi Czerny. bergi Czerny. Hinterbein. E. Epandrium; C. Cercus
Mittelbein. (Von Dr. P. Mayrhofer.) (Von Dr. P. Mayrhofer.) (Von Dr. P. Mayrhofer.)


Strobli de Meij. (1906, Tijdschr. v. Entomol., XLIX, 86). 1927, Duda, Konowia, VI,
95 u. 99.
Syn. tri 1 ineata var. riparia Strob 1. Mitt. Naturw. Ver. Steierm. 1892, 157
und 1909 (1910), 96.
& 9 Stirn schwrzlich, vorn und an den Seiten gelblich, etwas weilich bestubt und
daher wenig glnzend, oberer Teil des Hinterkopfes dunkel, Gesicht, Backen und unterer
Teil des Hinterkopfes gelblich, weilich schimmernd, Fhler schwarz, Rssel und Taster gelb.
vti, occe und cil gelblichwei, Vibrissen und 5-6 Peristo-
malborsten schwarz. Thorax rtlichgelb oder braungelb, Pleu-
ren heller, Mesonotum zwischen den dc mit einem dunkeln Strei-
fen und hinter der Quernaht mit einem mehr oder weniger aus-
gedehnten dunkeln Flecke, der mit dem Mittelstreifen auch zu-








SiTextfig. 27. Musidora Strobli de Meii.
Textfig. 25. Mittelbein von Textfig. 26. Musidora Strobli de Meij. Innenseite des Hypopygs. d.G. distale
Musidora Strobli de Meij. S. Auenseite des Hypopygs. E. Epandrium; Gonapophysen; p.G. proximale Gona-
(Von Dr. P. Mayrhofer.) C. Cercus. (Nach Dr. de Meijere pophysen. (Nach Dr. de Meijere
von B inderberger.) von 0. Binderberger.)

sammenfliet, Meso- und Sternopleura bisweilen mehr oder weniger stark verdunkelt. Schildchen
oben verdunkelt, an der Spitze hell; Metanotum schwarz, leicht weilich bestubt. Flgel brunlich,
a beim $ vor oder unter, beim 9 vor, unter oder jenseits der Gabelungsstelle der m mndend. Beine
blagelb oder brunlichgelb, ta gegen die Spitze zu nur wenig verdickt, ft mit 3 hintereinander ste-
henden dorsalen Borsten, t beim $ mit 1 dorsalen Borste ungefhr in der Mitte, beim 9 mit 2
dorsalen Borsten ungefhr in den Dritteln und 1 schwachen posterodorsalen unterhalb der
oberen dorsalen; f, (Textfig. 25) des & mit ungefhr 6-8 kurzen ventralen, ber die ganze
Lnge verteilten, dornartigen Brstchen; t2 mit 2 langen dorsalen Borsten ungefhr in






30. Musidoridae 15

den Dritteln, einer kleinen posterodorsalen ber der oberen dorsalen und einer sehr
kleinen ventralen ungefhr nahe der Mitte. Abdomen braun, an der Basis mehr schwarz,
an den einzelnen Segmenten mit sehr schmalem, am letzten Segment breiterem gelbem
Hinterrandsaume. 5. Segment des $ nicht ganz so lang wie die beiden vorhergehenden
zusammen, letztes Segment doppelt so lang wie das 5. Epandrium des Hypopygs (Textfig. 26
und 27) nach d e Meijere gro, dunkelbraun, mit gelbem Cercus, der breiter als lang
und nur an der Spitze ausgerandet ist. Er ist oben am Rande und lngs des Einschnittes
beborstet, unten nur kurz behaart und hat an der Basis an den Ecken einer rauten-
frmigen, gebrunten Stelle zwei gekrmmte Borsten. Der umgeschlagene Teil des Cercus
hat am Ende einige sehr dicke, jedoch kurze Borsten. Die distalen Gonapophysen sind stab-
frmig und haben auen in der Mitte einen zahnartigen Vorsprung; die proximalen sind
sehr kurz und haben am Ende je 2 starke Borsten. -
D e M e i jere sah von dieser Art sterreichische und italienische Stcke, und zwar aus
B e z z is Sammlung Stcke von den Karpathen, von Maiella, Acquasanta, Tenna und Ser-
roni; aus der Sammlung des ungarischen Nationalmuseums in Budapest vom Velebit- und
Capella-Gebirge und von Siebenbrgen; aus S t r ob 1 s Sammlung von Sd-Steiermark.
Ich fing sie hier im Kremstal. R i e d e 1 fing sie in Bad Reinerz, Duda reichlich im Riesen-
gebirge- und allenthalben massenhaft im Glatzer Bergland an schattigen Bachufern. Aus
diesen Angaben geht hervor, da diese Art den Gebirgsgegenden angehrt.
Europa centr. et mer.

tristis Meig. (1824, S. B. IV, 110, Lonch.). 1906, de Meij., Tijdschr. v. Entomol. XLIX,
78; 1912, Wahlgr., Svensk Insektenf., 11. Dipt., 173 u. 174; 1927, Duda, Konowia,
VI, 95 u. 98.
Syn. fuscipennis Bohem.; grisea Gimmerth.
$ 9 Stirn glnzenddunkelbraun, neben den Augen schmal weilich, Gesicht nur wenig
heller, auch glnzend, Hinterkopf schwarz, Fhler schwarzbraun, vti schwarz, occe und
cil gelb, Vibrissen und Peristo-
malborsten schwarz. Thorax dun-
kelbraun, etwas weilich be-
stubt, ziemlich glnzend, Pleu-
ren graubraun, an den Nhten C--
und vorn mehr oder weniger
gelb. Schildchendunkelbraun, am
Rande schmal gelb. Flgel grau-
lich, Mndung der a nicht kon- Textfig. 29. Musidora tristis Meig.
stant. p gelb, t2 bei S 9 im obe- Textfig. 28. Mittelbein von Auenseite des Hypopygs. E. Epandrium;
Musidora tristis Meig. S. C. Cercus. (Nach Dr. d e Mei jere
ren Drittel nach vorn gebogen, (Von Dr. P. Mayrhofer.) von 0. Binderberger.)
t3 beim & gegen die Spitze zu
keulig verdickt. fl an der Spitze mit 1 dorsalen
Borste, tl beim $ mit 1 dorsalen, beim 9 mit 2 dor-
salen und 1 sehr kleinen posterodorsalen Borste, t2 \'1,
beim $ mit 2 dorsalen, beim 9 auch mit 1 hherste-
henden posterodorsalen. f2 (Textfig. 28) des & mit 1
sehr langen Ventralborste in der Mitte und daneben
mit kurzen Brstchen. Abdomen schwarz, Seiten- d "-'
rand, wenigstens an den letzten Segmenten, schmal /
gelb, 6. Segment am Ende mit einem gelben Fleck.- _.
Bauch gelb bis dunkelbraun, 5. Segment nur wenig
lnger als die vorhergehenden, 6. sehr verlngert.
Epandrium des Hypopygs (Textfig. 29 und 30) gro,
schwarzbraun, Cercus kurz, gelb. Die proximalen
Gonapophysen haben nach de Meijere an der
Auenseite einen blattfrmigen Anhang und sind am Textfig. 30. Musidora tristis Meig. Innenseite des
3Iypopygs. d.G. distale Gonapophysen; p.G. proximale
Ende etwas zugespitzt, die distalen sind kurz und opygs d isGonapophysen; P. Penis. male
haben am Ende eine dicke, gekrmmte, scharfspitzige (Nach Dr. de Mei ere von B inderberge r.)
Borste. Diese Art ist weit verbreitet. Ich fing sie
wie Duda meist in Buchenwldern auf feuchtem abgefallenem Laube und entrindeten nassen
Holzstmmen.
3 mm. Europa












Index

fr die Gattungen, Arten und ihre Synonyme.

cinerea de Meij. var. 11. M u s i do ra Me i g. 7.
(cinerella Zett). 8.
cinerella Zett. var. 10. (nigrimana Meig. 9) 10.
(cingulata Gimmerth.) 10. nigrociliata Duda 12.
(nitidifrons Strobl) 10.
(D i p s a Fa 11.) 7. nitidifrons Strobl var. 11.

fallax de Meij. 8. (palustris Meig. 3) 10.
(flavicauda Meig.) 10. palustris Meig. var. 11.
flavicauda Meig. var. 11. pictipennis Bezzi 12.
(flavicauda Meig., Strobl) 8. (pseudotrilineata Strobl var.) 8.
(furcata Fall. p. p.) 10. (punctum Meig. 3) 10.
furcata Fall. 8. 10. (punctum Meig., Schin.?, Strobl) 8.
(fuscipennis Bohem.) 15. ( i .
(riparia Meig. $) 10.
(grisea Gimmerth.) 15. (riparia Meig. p. p.; Ztt) 8.
(rivalis Meig. $ 9 p. p.) 10.
(impicta Zett.) 8. rivalis Meig. var. 10.
(rivalis Meig. 9 p. p.) 8.
kamtschatkana Czerny 10. s S .
scutellata Stein 13.
(lacustris Meig.) 8. Stackelbergi Czerny 13.
lacustris Meig. var. 10. Strobl de Meij. 14.
(lacustris Meig. p. p.) 10. (thoracica Meig. 9) 10.
(L o n c h o p t e r a M e i g.) 7. trilineata Zett. var. 11.
(L o n ch o p t e r y x S t e ph.) 7. (trilineata Zett. p. p.; trilin. var. pseudo-
(lutea Panz. 9 p. p., Meig. 9 p. p., Schin., Stein, trilineata Strobl) 8. 10.
Strobl) 8. (trilineata var. riparia Strobl) 14.
(lutea Meig. p. p.) 8. tristis Meig. 15.
lutea Panz. 10. 11. (tristis Meig. Strobl) 8.




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