Group Title: Was ist und was bezweckt der Jèudische Nationalfonds?.
Title: Was ist und was bezweckt der Jüdische Nationalfonds?
CITATION THUMBNAILS PAGE IMAGE ZOOMABLE
Full Citation
STANDARD VIEW MARC VIEW
Permanent Link: http://ufdc.ufl.edu/UF00072587/00001
 Material Information
Title: Was ist und was bezweckt der Jüdische Nationalfonds?
Physical Description: 26 p. : ill. ; 22 cm. UF copy missing p. 21-22.
Publisher: Selbstverlag des Vereines "Erez Israel" (Zentralbureau des Jüdischen Nationalfonds)
Place of Publication: Wien
Publication Date: 1906
 Subjects
Subject: Jewish National Fund
 Record Information
Bibliographic ID: UF00072587
Volume ID: VID00001
Source Institution: The Isser and Rae Price Library of Judaica
Holding Location: The Isser and Rae Price Library of Judaica
Rights Management: All rights reserved by the source institution and holding location.
Resource Identifier: oclc - 46369066

Full Text











WDas ift unb was bezweckt

ber Jiubifcbe lationalfonbs?


Wien 1906.
Selbstverlag des Vereines ,,Erez Israel" (Zentralbureau des Jiidischen Nationalfonds)
in Wien.
Buchdruckerei Moriz Waizner & Sohn, Wien.



















Der jiUdische Nationalfonds.

Es handelt sich auf den ersten Blick um eine
Geldsache, um eine Geldsammlung und um eine Geld-
anlage scheinbar also um etwas recht Materielles.
Wohl, es ist etwas Materielles. Dieses Materielle
aber wird geadelt durch den Zweck, dem es dient.
Das sind nicht Miinzen, die als Almosen hingeworfen
werden sollen das ist kein Kapital, das gewinn-
bringenden Unternehmungen einzelner, kein Geld, das
kleineren oder gro63erenphilanthropischenBestrebungen
dienen soill.
Das Geld, das im Jiidischen Nationalfonds zu-
sammengeflossen ist und in Zukunft ihm zufliessen
wird, dient den reinsten und schinsten Zwecken: Mit
diesem Gelde soll in Palastina Boden
angekauft, sollen in dem alten Heimat-
lande der Judenjiidische Bauern ansiissig
g e m a c h t we r d e n. Der Nationalfonds soll mithelfen,
dass zur Ehre des jiidischen Volkes von freien Juden
in riistiger, friedlicher Arbeit ein neues Gemeinwesen
im Lande der Vdter begrtindet werde.
Zur Ehre des jiidischen Volkes, fUr seine Zukunft
soll der jiidische Nationalfonds wirken. Darum wurde
von Anfang an festgesetzt, dass er d em j iid ischen
Volke gehbrt, dass der GrundundBoden, der
durch den Nationalfonds erworben wird, E i g en tu m
des jiidischen Volkes bleibe fiir alle Zeiten,
dass das Volk selbst, so wie es fiir den Fonds bei-
trigt, auch immer die Verfiigung fiber den Fonds und
seine Zwecke behalt.
Das ist ein Werk, zu dem alle Juden beizutragen
als eine Ehre, als eine riihmliche Pflicht betrachten
sollen. Welch grosser, herrlicher Ausblick in die Zu-
kunft, wenn nach 1800 Jahren, wkhrend welcher das
jtidische Volk die grassten Verfolgungen erlitten, wah-
rend welcher es mit unsagbarer Standhaftigkeit gegen
alle Feindseligkeiten, Entehrungen und Unterjocliungen
sich behauptet hat wenn nun vor aller Welt auf















- 4 -


unserem alten Boden wieder die jiidische Flagge auf-
gerichtet werden soll! Wenn Minner und Frauen.
befreit vom schmaihlichen und schrecklichen Ghetto,
den Pflug in die Erde senken und das Feld der Ur-
vater bestellen, sie, denen vorher im Osten Europas
unbeschreibliche Barbarei jedes Sttickchen Licht und
Luft zu rauben suchte.
Schon ist im Lande der Vater eine
Reihe bliihender jfidischer Kolonien er-
s t an de n. Heisse patriotische Liebe hat dem Boden,
der durch Jahrhunderte brach lag, reiche Frucht ent-
lockt. Mit stolzer Freude blicken wir auf die ersten
Pioniere, die das geheiligte Land von neuem fuir
jUdischen Fleiss und jiidische Arbeit eroberten. Mit
stolzer Freude erfiillt es uns, dass auf ihrer Arbeit
Segen ruht und dass sich das Lob ihres Fleisses und
ihres Kinnens unter Juden und Nichtjuden aller Lander
verbreitet.
Aber diese ersten Pioniere und ihre Kolonien
sind nur ein Anfang und ein kleiner Anfang. Es ist
durch sie erwiesen worden, dass Juden zur landwirt-
schaftlichen Arbeit taugen. Es ist durch sie erwiesen
worden, dass Palastina nicht das wdiste, unfruchtbare
Stuck Erde ist, fiir das es oft gilt, dass es vielmehr ein
entwicklungsfihiges und verheissungsreiches Land ist.
An den Juden aller Lknder ist es,
dazu beizutragen, dass denAnfangen das
grosse Werk sich anschliesse.
Eine weit ausgreifende Bewegung, die Juden aller
Weltteile und aller Sprachen nach vielen Hundert-
tausenden umfasst, die des Z i o n i s m u s ist es, welche
die Begrfindung eines jiidischen Gemeinwesens in
Palastina auf ihre Fahne geschrieben und den Plan
einer Heimstattengriiudung in der modernsten Form,
mit den modernsten Mitteln organisiert hat. Es war
im Jahre 1897. dass der erste, von unserem unvergess-
lichen Ffihrer Theodor H e r z 1 einberufene Zionisten-
kongress in Basel das Programm aufgestellt hat: ,D e r
Zionismus erstrebt fur das jiidischeVolk
die Schaffung einer 5ffentlichrechtlich
gesichertenHeimstatte in Palastina." Seit-
her wurde vieles in die Wege geleitet, was die Juden
diesem Ziele naliher bringen sollte. Unterhandlungen
mit interessierten Regierungen haben den Beweis er-
bracht, dass der Zionismus auf die wohlwollende Unter-















- 5 -


stiitzung europiischer Machtfaktoren rechnen kann.
Aber nicht die Russere Unterstfitzung ist es, auf die
der Zionismus vor allem rechnet. Sein Grundsatz ist,
dass das juidische Volk alles, was es fiir sich
schaffen will, durch sich, aus der Anspannung
aller seiner Krafte sbchaffen muss.
Und obwohl ffir viele Zionisten jede, auch die
kleinste Gabe ein grosses Opfer darstelit, ist es be-
reits gelungen, aus der Zusammenarbeit der vielen
Vereine zwei Institute zu schaffen, die die materiellen
Stiitzen der zionistischen Bewegung darstellen: die
Jiidische Kolonialbank
und den
Jiidischen Nationalfonds.
Die jiidische Kolonialbank verfolgt vor allem den
Zweck, im Falle von Unterhandlungen, die zur Ueber-
lassung, beziehungsweise zur rechtlichen Sicherung
von Gebieten ftir jiidisehe Kolonisation flihren sollen,
als finanzielles Institut zu dienen. Sie hat sich seit
ihrer Begriindung in immer aufsteigender Linie ent-
wickelt, hat an verschiedenen Stellen Filialen errichtet,
von denen die wichtigste die ,.Anglo-Palestine Com-
pany" in Jaffa ist, die hauptsichlich das jiidische
Kreditwesen und den industriellen Unternehmungs-
geist in Palastina zu firdern bestimmt ist. Immer
mehr entwickelt sich die ,,Anglo-Palestine Company"
zu einem Zentralinstitute der palastinensischen Juden
und immer mehr wird dadurch neben der materiellen
die moralische Kraft der Bank gesteigert, die im Lande
der Vdter geordnete wirtschaftliche Verhaltnisse herbei-
zuftihren mit berufen sein wird.
Die ,Anglo-Palestine Company" mit ihren Filialen
in Jerusalem, Beirut und Chaifa hat in Verbindung
mit der deutschen Paliistina-Handelsgesellschaft in
Hamburg und einer Reihe kleiner dhnlicher Unter-
nehmungen, welche die Hebung des Im- und Exportes
Paliistinas bezwecken, die Aufgabe, auch praktische
Anlagen grtsseren Stils in Palastina ins Leben zu rufen.
Bei diesen Tatigkeiten wird sie sich in wissensehaft-
licher Hinsicht auf die theoretischen Arbeiten einer
besonderen zionistischen Kommission, der PalAstina-
Kommission in Berlin, stfitzen, die die verlasslichen
Grundlagen ffir die kiiniftige Grosskolonisation durch
wissenseliaftliche Arbeiten und Experimente liefert.















- 6 -


Die zweite finanzielle Institution des Zionis-
mus ist
der Jiidische Nationalfonds,

dem diese Schrift gewidmet ist.
Wir haben seine Grundbestimmung bereits dar-
gelegt: Es soill in Palastina und Syrien Boden ange-
kauft werden, der dem jiidischen Volke gehbrt. Vor
allem sollen durch jiidische Bauern Aecker bestellt
werden. Aber nicht das allein: Gestfitzt auf einen in
diesem Boden wurzelnden Bauernstand, sollen andere
Kategorien arbeitender und frei schaffender Juden
allmihlich in den Stand gesetzt werden, den land-
wirtschaftlichen Betrieben gewerbliche und industrielle
anzugliedern. So wird der Nationalfonds indirekt
vielleicht eine noch h6here, segenbringende Tatigkeit
entfalten als auf direktem Wege. Durch den Erwerb
von Land werden die verschiedenartigsten Betatigungs-
m6glichkeiten erbffnet werden, nicht zuletzt auch
Schaffensmiglichkeiten auf geistigem und kulturellem
Gebiete. Durch die Bildung neuer Kolonien, einer
neuen jiidischen Gesellschaft, eines Marktes, der auf
Einfuhr und Ausfuhr eingerichtet sein wird, neuer
geistiger und nationaler Zentren und dergleichen wird
fiir eine grosse Reihe geschulter Kraifte, Techniker,
Ingenieure, Agronomen, Lehrer, Aerzte usw. Platz zur
Betatigung in einer jiidischen Gemeinschaft geschaffen
werden. Den ungeheueren Wert dieser Arbeitsm6glich-
keiten wird man am richtigsten erst dann einschitzen,
wenn man sich fiir einen Augenblick als Gegensatz
vor Augen halt, wieviele jiidische Krifte, insbesondere
akademisch gebildete, in Europa durch staatliche oder
gesellsehaftliche Absperrungen an jeder Art der Ent-
faltung behindert sind.
Wenn sich, durch den Jiidischen Nationalfonds
erworben, Streifen Landes an Streifen Landes schliessen
wird, wenn Kolonie an Kolonie sich reihen und
allmhlich das alte Heimatland der Juden wieder
erschlossen werden wird, dann wird einer staunenden
Welt gezeigt werden kinnen, wie aus kleinen An-
fangen durch eigene Kraft ein stolzer Bau errichtet
wurde, wie mit den allerkleinsten Beitriigen, die die
einzelnen fiir den Nationalfonds gaben, durch das
Zusammenwirken Hunderttausender ein grosses Werk
gefordert wurde: die Wiederaufriobtung des Volkes,

















das so lange keinen eigenen Boden unter den Fiissen
hatte.
Der Grundgedanke des Jiidischen Nationalfond
war der, dass alle Juden, denen noch das Judentum
teuer ist, wann immer sie k6nnen und so viel sie
vermdgen, im kleinsten oder im grossen beistenern
sollen zu dem Fonds, damit er nach Jahr und Tag
fihig wire, ein grosses und nachhaltiges Hilfsmittel
zu werden. Keiner sollte ausgeschlossen werden, nicht
der Reichste und nicht der Aermste, von der Steuer
zu diesem Fonds, keiner aber auch sollte sich selbst
davon ausschliessen. Wo immer Juden wohnen, sollte
die Sache des Nationalfonds zu einer jiidischen Volks-
sache werden, an der jeder Volksgenosse mit selbst-
verstindlicher Bereitwilligkeit mitwirkt. Klein und
gross, jung und alt sollen wissen, dass sie eine Stelle
haben, an der sie zu einem grossen jiidischen Zwecke
beitragen k6nnen, beitragen miissen. Der Name und
Zweck des jiidischen Nationalfonds soll allen Juden
vertraut sein. Die Beisteuer soll ihnen eine Gewohn-
heit werden, kein Opfer, sondern eine freudig getibte
Pflicht.
So dachte sich der verstorbene Prof. Schapira
aus Heidelberg das Wesen des Nationalfonds, den er
auf dem ersten Zionistenkongresse (1897) beantragte
und der dann spiter auf dem fiinften Kongresse (1901)
beschlossen wurde: als ein Mittel fair h6chste Zwecke
des Judentums, das zu stirken und zu festigen alle
bereit sein miissten, Zionisten und Niclitzionisten, die
die Zukunft des jtidischen Volkes gross und fruchtbar
wtinschen.

Die Sammiungen fur den Nationalfonds.
Die Sammlungen fir den Nationalfonds beruhen
darauf, dass bei allen sich darbietenden Gelegenheiten
in passender Form eine Abgabe oder ein Beitrag fUr
den Nationalfonds freiwillig, beziehungsweise auf An-
regung der Samniler, gegeben wird. Die bisherige
Organisation des Nationalfonds nimmt darauf Rfick-
sicht, dass der grbssere Teil der Einktinfte sich aus
kleinen und kleinsten Betrigen rekrutiert, und hat zur
Erleichterung eben dieser Kleinsammlungen besondere
Einrichtungen getroffen, von denen im nachstehenden
die Rede sein wird.















- 8 -


Die Nationalfondsmarken.
Die Grundlage der kleinen Spende fur den
Nationalfonds bildet die Nationalfondsmarke.
Die Marken wurden nach einem dem kleinsten Miinz-
satze eines jeden Landes entsprechenden Wertver-
haltnis hergestellt. In der Mitte tragen sie in stili-
sierter Zeichnung das ,,Mogen-David" und die In-
schrift ,,Zion". Das Papier ist mit Wasserzeichen
versehen und enthalt in jeder Reihe die Inschrift:

ki~tr*w p Ipp J. N. F. hbn', rn'p:sp
Die Marken stehen je zehn in einer horizontalen
Reihe nebeneinander und zu dreissig in Reihen Uber-
einander. Links ist dem Markenblatt ein Talon beige-
druckt. Der Talon erhblt fiir sich die Serienbezeich-
nung und die laufenden Nummern der Reihen.
Hundert solcher Blatter werden zu einem Buche
gebunden.
Die Talons tragen in vertikaler Reihe in Wasser-
zeichen den Satz:

T T ;T
Die Ausstattung und Farbe der Marken bleibt
fuir jedes Land vollkommen gleich. Um jedoch der
Verschiedenwertigkeit der Miinzen halber eine leiebte
und sichere Unterscheidung der Marken und der
Verrechnung herzustellen, wird folgender Modus an-
gewendet:
Jede Marke entspricht der kleinsten gangbaren
MiUnze des betreffenden Landes.
Jedes Land bekommt eine andere, nicht leicht
verwechselbare Serienbezeichnung auf den Talons,
und zwar:
Serienbezeichnung: Wert:
Aegypten Eg I . . 5 Centimes
Amerika A I . . 1 Cent
Bulgarien B I . . 5 Centimes
Deutschland Dd I . .. 5 Pfg.
Danemark Dk I . . 2 Oere
England und Kolonien Ed I . /. / d
Frankreich*) F I .. .. 5 Centimes
*) Ebenso Belgien und die Schweiz.












Serie Eg I

Nr. 021

Serie Eg I

Nr. 022

Serie Eg I
023


Serie

Nr.


Eg I
024


Serie Eg 1

Nr. 025

Serie Eg I

Nr. 026
Nr.


Serie Eg I

Nr. 021

Serie Eg I

Nr. 022

Serie Eg I

Nr. 023

Serie Eg I

Nr. 024

Serie Eg I

Nr. 025

Serie Eg I

Nr. 026
Nr.


A.bludLun4 eines Teiles eines Markenblattes samt Talon.















- 10 -


Griechenland G I . . 5 Centimes
Holland H I . . 2 Cents
Italien J I.. . 5 Centesimi
Oesterreich-Ungarn OU I . . 2 h
Russland Rd I . . 1 Kopeke
Rumanien Rn I . 5 Bani
Spanien S I . 5 Centimes
Schweden-Norwegen SN I . . 2 Oere
Stidamerika AS I . . 5 Centimes
Serbien Sr I . 5 Centimes
Tiirkei T I. . . 8 Para
Die ZifferjI, die jedem Anfangsbuchstaben bei-
gesetzt ist, bedeutet die erste Serie infdem betreffenden
Lande.
Wie bereits erwAhnt, tragen die Talons zum
Zwecke einer genauen Kontrolle eine laufende Nummer,
welche aus technischen Griinden nicht mehr als acht
Ziffern enthalten kann, und zwar von 1 bis 99,999.999.
Ist diese Ziffernreihe in einem Lande erschopft, so
beginnt die zweite Serie mit denselben Buchstaben,
aber mit der Ziffer II, z. B. Rd II oder Ed II. Die
laufende Nummer der Reihen fAingt wieder mit 1,
2, 3 an.
Die Nachahmung wird sehr erschwert durch das
eigens zu diesem Zweck angefertigte Wasserzeichen-
papier, durch die Art des Druckes, durch die Klischees,
durch die Kontrolle seitens der Zentrale, der Landes-
zentralen etc.
Ueberdies sind im Drucke Kontrollmerkmale
enthalten, welche den Vertrauensmannern bekannt-
gegeben werden.
Die kleine Spende der Marke dient dazu, bei
allen Korrespondenzen, Schriftstiicken und dhnlichem
verwendet zu werden, dient auch als Ersatzsumme
statt abzusendender Telegramme, als Ablosung fiir
Blumenspenden und dergleichen. Neben diesen, den
kleinsten gangbaren Wert reprasentierenden Marken
werden demnachst noch
Nationalfondsmarken in hoherem Werte
zu 1 Krone = 40 Kopeken = 1 Fr. = 1 Mk. etc.
ausgegeben werden.




Pages
11-18
missing
from
original




















- 19 -


Ein gesinnungsgenossischer Arzt fordert seine
Berufsgenossen auf, die zahlreichen Verwandten
und Bekannten, die aus diesem Verhiltnis ein Recht

Land








j Sammelbogen


jiidischen Nationalfonds




JUDEN
F, i, n-g, den w-itt-us rssten Te nr Brder -eer Sch kenshen chan
ded SLhkl.sls u Intzehen Denn die Opfh r n Lben. Moral und -dktvetmggen stnd
E,, isrom udk sch en Elends ergd esst slch ber d, e Wa l t und S bertj et, di.
nen L, -der, de dire renzen no. h -cht v ar ibm ve. perr en












Derselbe wird aufWnd assnahmen gegen die einandernden uder zweisprarln nun uchig gedruckt.de
De r Bogen besteht ausd, o R1 Do ella,t; die Vorderseite k des Land 1. Batte wid













enn die notwendig Ausfertigung remde v uer unswrendet, die zwei Innenseitr eahren tragen die Linien
flr die Zeichner nn nlihe wrick ns ete enthelbstlt die Intruktionen
Snentgeltlchrme des hen olkes d abchte gewrden zu uch Gnnen
wt einst das Eldorado der Juden. e- lsts nIuh meh- England. der H.rt de"















aglauben, zu eher Koloen de chigken deser Leun hezeuden Abgabe f.r den
ENatio Snalfon k ds z other Erde anla dsen.r S ogn rdn S Pl
des Landes, welches d-e groten Ge]ser welche- L -ebe unmerer M sen, welches

gtr Zwe st. Erde fW, d., hemaUosen, jUd.hen Flchtl- e Im L.nde unserer
Fredt:h w1l der NaVIonalfonds dem )W-sche- Fr-eden d.-ne. -Il ZuPuch
b~u~ttn schaen and Raum for F.rchen. a. d.-m a.le An des mensch, chen GLOckes












Derselbe wird aufWasserzeichenpapier zweisprachig gedruckt.

Der Bogen besteht aus 1 Doppelblatt; die Vorderseite des 1. Blattes wirdIffir
die notwendige Ausfertigung verwendet, die zwei Innenseiten tragen die Linion
far die Zeichner und die Rtickseite enthilt die Instruktionen.


auf unentgeltliche Behandlung ableiten zu kinnen
glauben, zu einer entsprechenden Abgabe ftir den
Nationalfonds zu veranlassen.















- 20 -


Aus vielen Kreisen wird die Anregung gebracht,
dass jeder zionistische Verein, jede zionistische Syna-
goge, jede jiidische Institution sich durch Einzahlung
von 10 4S in das Goldene Buch registrieren lassen
solle. Dem Uebelstande, dass nicht jeder Verein so-
fort in der Lage ist, diesen Betrag zu bezahlen, ware
dadurch abzuhelfen, dass die Sammlungen so lange
fortgesetzt werden, bis die entsprechende Summe
erreicht ist.
Alle Gesinnungsgenossen sollen bei ihrer Korre-
spondenz mit ihren Gesinnungs- und Stammesgenossen
Nationalfondsmarken auf ihre Briefe aufkleben.
Es soll von tonangebender Seite die Sitte in
Schwang gebracht werden, dass jedes reiche Brautpaar
zugunsten des Nationalfonds 10 spenden soill, um
daffir zur denkwiirdigen Erinnerung ins Goldene Buch
eingetragen zu werden.
Sehr empfehlenswert ist auch der Vorschlag eines
Gesinnungsgenossen, alle Eintrittskarten, Programme
und Tanzordnungen fir jiidisch-zionistische Unter-
haltungen, die Einladungen zu zionistischen Versamm-
lungen, zionistische Flugblatter etc. mit Nationalfond-
marken zu bekleben.


Administration des Nationalfonds, Anfertigung der
Marken und Verschleiss derselben.

Das Aktionskomitee des Zionistenkongresses
1asst Uiber Auftrag des Kongresses das Wasserzeichen-
papier anfertigen, die Markenblatter drucken, zu
BfUchern a 100 Bogen binden und in vorgeschriebener
Weise siegeln und numerieren.
Die Bticher werden dem Jewish Colonial Trust
(Jiidische Kolonialbank in London), welcher nach
festgestellten Bedingungen zur zentralen Verkaufs-
and Depotstelle ernannt ist, abgeliefert und dieser
wird mit den reprisentierenden Werten der ver-
schiedenen Markenbficher in den Hauptbichern des
Nationalfonds beim Aktionskomitee belastet.
Die Bank als Hauptdep6tstelle hat
die Aufgabe, sowohl selbst als durch ilire
Zahlstellen die Marken an die Landes-
zentralen, und zwar nur gegen Barzahlung,
zu verkaufen.




pages
21-22
missing
from
original
















- 23 -


Von diesem Moment an ist der Trust mit den ent-
sprechenden Werten der verschiedenen Marken belastet.
(Z. B. 10 Biicher von Nr. 1 bis Nr. 10, Serie A I,
enthaltend die laufenden Nummern der Markenreihen
von 1 bis 3000, von 3001 bis 6000 etc.. zusam'men
30.000 Markenreihen oder 300.000 Marken. 15 Bficher,
1 bis 15, Serie Ed I, enthaltend die laufenden Nummern
der AMarkenreihen von 1 bis 3000, von 3001 bis
6000 etc., zusammen 45.000 Markenreihen oder 450.000
Marken usw.)
Man braucht bei jedesmaliger Kontrolle nur die
laufenden Nummern jeder Serie zu konstatieren, bis
zu welcher die Markenreihen verkauft worden sind,
und diese mit den Eintragungen in den Bfichern und
den letzten Ausweisen an die Revisoren zu vergleichen,
um sofort die Richtigkeit der Buchungen zu kon-
statieren und zugleich den jeweiligen Stand des
Nationalfonds in den einzelnen Lindern zu erhalten.
Die Hauptzentrale muss jeden Monat dem Aktions-
komitee Mitteilung jiber den Stand der einzelnen
Serien zukommen lassen.
Zur Kontrolle der Bficher und aller Belege des
Nationalfonds werden vom Aktionskomiitee drei Revi-
soren ernannt, welche demselben ihre Wahrnehmungen
mitzuteilen haben.
Verwaltung.
Das engere Aktionskomitee fibernimmt die Ver-
waltung des Nationalfonds kollektiv. Es steht ihm
die Kontrolle der Biicher zu. Es hat die jeweiligen
Bedingungen fiir die Bank als Depotstelle festzustellen
und die G(elder in geeigneten Werten anlegen zu lassen.
Das Aktionskomitee des Zionistenkongresses ist
diejenige Kbrperschaft, die fiber dessen Auftrag aus-
zusprechen hat. ob die Bedingungen eingetreten sind,
die den Nationalfonds berechtigen, Landereien an-
zukaufen, und die auch die Entscheidung fiber den
Landankauf hat.


















Schlusswort.


Im vorstehenden wurden das Wesen und die
innere Einrichtung des Nationalfonds klargelegt. Daraus
war schon zu entnehmen, worauf es bei der Propa-
gierung des Nationalfonds vor allem ankommt. Die
Propaganda muss sich darauf einrichten, dass sie die
allerkleinsten Kreise und alle tiiglichen Gelegenheiten
beniitzt, um sich dann in ihrem Umfange beliebig zu
erweitern, wenn einmal die Grundlage fir die kleine
Arbeit gelegt ist. Der nichste Verwandten- und Be-
kanntenkreis stellt die kleinste Grundlage dar. In
diesen Kreisen fortgesetzt so zu arbeiten, dass mng-
lichst viele die Idee des Nationalfonds, seine eminent
sittliche national Bedeutung verstehen lernen, ist die
wichtigste Aufgabe. Insbesondere hunter der heran-
wachsenden Jugend muss in einer dem jeweiligen
Alter entsprechenden Art das Wesen des Nationalfonds
so erklart werden, dass es unserer Jugend eine Freude
und zugleich eine pflichtgemisse Uebung wird, wenn
sie bei den verschiedensten Anlissen selbst Samm-
lungen fur den Nationalfonds veranstaltet. Indem man
die Kinder darauf hinweist, auf die Sammelbuichsen
bedacht zu sein, allerhand Gegenstande fuir den
Nationalfonds zu verwerten, bei Festen, Zusammen-
kfinften etc. sich und andere an den Nationalfonds
zu erinnern, erzieht man eine Armee tichtiger Agi-
tatoren und zwar nicht nur fur den Fonds, sondern
allmihlich auch ffir die grosse Sache der jUidischen
Zukunft.
Wenn es gelungen ist, den engsten Kreis der
Verwandten und Bekannten so fUir den Nationalfonds
zu interessieren, dass die Angehdrigen dieses Kreises,
sei es auf Sammlungen hin, sei es durch Selbst-
besteuerung was weitaus 'das Empfehlenswertere
ist zum Fonds beitragen, dann ist die Basis fuir
die weitere Arbeit gegeben.
Dadurch, dass in jedem Orte ein Nationalfonds-
kommissir eingesetzt wird (in grbsseren Stadten eine
grbssere Anzahl solcher Kommissire), der die Funktion















- 25 -


hat, die Gruppen zu organisieren, ist ein Zusammen-
arbeiten aller Sammel-, Selbstbesteuerungs- und ahn-
licher Gruppen erm6glicht. Je reger der Verkehr der
Gruppen mit der Zentrale and untereinander ist, um
so f6rderlicher wird es ffir die Starkung des National-
fonds sein.
Es wird auch daffir gesorgt werden, dass alle,
die zum Nationalfonds beitragen, in die Ausweise
fiber ihre Beitrage und in die Kontrolle und Ver-
wendung der Gelder maglichst Einblick bekommen,
damit das Vertrauen in den Fonds gestarkt werde
und damit sie einen Ueberblick fiber die Leistungen
anderer, uber die Verbreitung und das Wachstum
des Nationalfonds erhalten. Mbgen sich alle, die
Sammler sowohl als die, die ihre Beitrige geben,
vor Augen halten, dass sie bei ilirer Arbeit, bei ihren
Beitragen innerhalb unseres Volkes eine Funktion er-
fallen, die sonst bei anderen V6lkern staatlichen
Instituten oder grossen 6ffentlichen K6rperschaften
zufallt. Das jfidische Volk, das noch kein Gemein-
wesen hat, das dieses Gemeinwesen erst ans eigener
Kraft begriinden will, ist schon in den ersten Anfangen
seiner Arbeit darauf angewiesen, statt der Hilfe der
Reichen und Machtigen seine Mittel aus der hilf-
bereiten und begeisterten Mitwirkung der breiten
Schichten zu holen. Darin liegt der Schwerpunkt der
jiidischen Frage, darin auch die Hauptbedeutung des
Nationalfonds. Weit entfernt von aller kleinlichen
Philanthropie oder kleinlichen Almosenspenderei
miissen alle, die zum Nationalfonds beisteuern, von
dem Bewusstsein erffillt werden, dass sie ein grosses
und wiirdiges Mittel zur Wiederaufrichtung unserer
Bedrtickten schaffen:

M6glichkeiten der Arbeit, Mbglich-
keiten der Freiheit, MN glichkeiten der
Stirkung und Kraftigung des jiidischen
Name ns.
Ftir die Zukunft unsere grosse Sttitze,
fiir die Gegenwartunsere grosse Hoffnung.
An alle Juden, denen das jiidische
Volk und seine Zukunft tener ist, ergeht
somit unser Rnf:
Starket den JiidischenNationalfond.























- 26 -


Gedenket des Jiidischen National-
fonds bei alien Gelegenheiten.
Agitieret rastlos fur die Selbstbe.
steuerung.
Verdoppelt, vervielfacht die Zahl
der Sammler.
Fbrdertundverbreitet denGedanken
des Jiidischen Nationalfonds bei allen
Juden.
*


Alle Auskiinfte fiber den Jiidischen Nationalfonds
erteilen bereitwillig die zionistischen Landeszentralen
sowie das Zentralbureau, Wien, IX., Tiirkenstrasse 9.


2 0

























































711,





















'Ab Q



7,A- n= r*

rr r

13
x ac














( r T

00


0 0- '- 0s
4 ~ Mull



0 ~Al


~!fl0 ~ l 79_
-MMo~- -
~4
Ul~








CI -c


L2 >


> i -3.




University of Florida Home Page
© 2004 - 2010 University of Florida George A. Smathers Libraries.
All rights reserved.

Acceptable Use, Copyright, and Disclaimer Statement
Last updated October 10, 2010 - - mvs