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 Vorwort
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 Jahresbericht






Title: Reime und Gedichte des Abraham Ibn Esra
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 Material Information
Title: Reime und Gedichte des Abraham Ibn Esra
Series Title: Jahres-Bericht des jüdisch-theologischen Seminars "Fraenckel'scher Stiftung"
Physical Description: v. : ; 25 cm.
Language: German
Creator: Ibn Ezra, Abraham ben Meïr, 1092-1167
Rosin, David, 1823-1894 ( ed. and tr )
Publisher: S. Schottlaender
Place of Publication: Breslau
Publication Date: 1885-
 Subjects
Genre: non-fiction   ( marcgt )
 Notes
Statement of Responsibility: von David Rosin.
General Note: Accompanies Program--Jüdisch-Theologisches Seminar, Breslau (Jahresbericht)
General Note: Includes vocalized text and a rhymed translation of the poems.
Funding: Jahresbericht des jèudisch-theologischen Seminars "Fraenckelscher Stiftung" ;
 Record Information
Bibliographic ID: UF00024083
Volume ID: VID00004
Source Institution: The Isser and Rae Price Library of Judaica
Holding Location: The Isser and Rae Price Library of Judaica
Rights Management: All rights reserved by the source institution and holding location.
Resource Identifier: aleph - 001126204
oclc - 04587924
notis - AFM3341
lccn - 58053129

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Full Text



Jahresberieht


des


jtidisch-theologischen Seminars


'^ Fraenckel'scher Stiftung.



Zur Gedichtnissfeier fir den Stifter,
$onntag, den 28.Januar 1894, Vormittags i Uhr,Wallstr. ib, 2 Tr.



Voran geht:
Reime und Gedichte des Abraham Ibn Esra.
Bd. II: Gottesdienstliche Poesie.
Von
:Dr. David Rosin.


UNIVERSITY OF FLORIDA UBRARIES





|i BRESLAU.
S Schlesische Buchdruckerei, Kunst- und Verlags-Anstalt, v. S. Schottlaender.
1894.



























Vorwort.


Die Reime und Gedichte des Abraham Ibn Esra liegen, soweit dieselben
aussergottesdienstlicher Natur sind, in den vier Heften des ersten Bandes vor.
Es galt eine mbglichst vollstandige Sammlung aller mir zur Zeit bekannten and
zuganglichon Stiicke aus Druckwerken oder Handschriften herzustellen. Das nun-
mehr erscheinende Heft ist den gottesdienstlichen Poesion gewidmet, deren
Zahl jedoch so gross ist, dass ich an eine Vollstiindigkeit der Sammlung und Be-
arbeitung derselben iberhaupt nicht denken kann, auch abgesehen von dem bei
dieser Klasse von Gedichten kaum vorauszusetzenden gleichen Interesse und Bediirf-
nisse. Ich habe mich deshalb auf eine Auswahl beschrinkt, welche eine Probe
der schinsten und gelungensten, der lehrreichsten oder eigenthiimlichsten Gedichte
darbietet. Es handelt sich nicht :darum, diejenigen gottesdienstlichen Poesien vor-
zufiihren, welcho lediglich die andachtige Stimmung auszudriicken oder anzuregen
geeignet sind und welche nur den mannigfachen Wiinschen, Sorgen und Bediirfnissen
des Beters einen lebendigen Ausdruck verleihen: das wire die Aufgabe eines aus
solchen Poesien zusammengesetzten Gebetbuches, das hier nicht beabsichtigt werden
kann. Es ist der anderweitige Inhalt, was neben der Form vorzugsweise fiir die
Auswahl massgebend war. Abraham Ibn Esra war, wie die Dichterfiirsten seiner
Zeit, seine alteren Freunde und Zeitgenossen Moseh Ibn Esra und Juda halevr
nicht nur ein hochbegabter Dichter: er war zugleich ein Denker, ein Mann der
Wissenschaft, ein Anhinger und Kenner der Philosophie seiner Zeit. Es war die
Zeit, da die Aristotelische Philosophie nach der Auffassung ihrer arabischen Commen-
tatoren und Vertreter Alfarabi, Ibn Sina und AA. in Spanien einen siegreichen
Kampf gegen den Neuplatonismus fithrte. Abraham Ibn Esra folgte noch den
Lehren der Neuplatoniker, wie etwa ein Jahrhundert friiher der erste vollendete
Meister der hebraischen Poesie in Spanien, Salomo Ibn Gabirol, ohne jedoch in
einzelnen Punkten fiir die Ansichten der gegnerischen Schule sich unzuglnglich
zu zeigen. Alle die genannten grossen Dichter waren zugleich philosophische Schrift-
steller, Juda hale vi nicht ausgenommen, der zwar Aristoteles und die Philosophie







sehr energiseh zurickwies, inwiefern die h. Schrift und die Religion des Judenthums
etwa den Lehren der Philosophie untergeordnet und nach der Uebereinstimmung
mit derselben beurtheilt oder umgedeutet werden sollte; in seiner eigenen Darstellung
der jildischen Religion aber den durch oingehendes Studium der Philosophie geschulten
Denker nicht verlulgnen konnte und in indifferenten Fragen sich den Meinungen des
iltern Kalam und der peripatetischen Schule Ibn Sina's unbedenklich anschloss.
Von dieser philosophischen Richtung der genannten Dichter blieb deren Poesie nicht
unberiihrt. In nicht wenigen gottesdienstlichen Gedichten werden philosophische
Lehren geradezu vorgetragen oder doch angedeutet, indem so die philosophische
Erkenutniss in den Dienst der Religion genommen und als Mittel der Gottesorkenntniss
benutzt wird.
In dieser Sammlung sind nun Proben einer solchen Benutzung der Metap hysik,
Kosmologie und Anthropologie, dann aber auch der Geschichte Israels zum
Zweeke der Erbauang vorwiegend dargeboten. Die erforderlichen Erliuterungen und
Nachweise enthalten die beigefiigten Anmerkungen, Vor- und Nachbemerkungen.
Die gegebenen Stilcke aber habe ich so grappirt, dass nach cinem einleitenden
Gedicht allgomeiner Art zuerst eine Reihe von Gedichten die Lehre von Gott und
seinem Walten, dann eine andere die religionsphilosophisehe Betrachtung der
Welt, hierauf eine Gruppe die Lehre vom Menschen und schliesslich eine
grbssere Zahl die Stellung und Bedeutung, die Leiden und die tristlichen Hoffnungen
Israels zum Inhalte haben.
Innerhalb der genannten Gruppen erscheinen einige Gedichte, nimlich die
No. 2. 17. 18. 20 (grbsstentheils). 21. 22. 23. 24 (theilweise). 27 hier zum ersten Male im
Druck; ffir andere sind handschriftliche Quellen oder die sammtlichen mir erreich-
baren Druckwerke zur Berichtigung des Wortlautes benutzt worden.
Einige Beispiele magen noch die oben angedenteten Gesichtspunkte fi r die getroffene
Auswahl naher bezeichnen. No. 4 (8. 5) hat wegen der iberrasehenden Benutzung
gelaufiger Bibelstellen als Refrains fur den Kundigen einen grossen Reiz. No. 6 (S. 8)
ist hunter Anderem wegen der vielfach verschlungenen Reime, die deshalb auch mitten
in den Worten eintreten, merkwirdig. No. 10 (S. 14) fiihrt im Hebraischen ein
schwieriges Versmass ohne Harte durch. No. 11 (S. 15) liefert die Probe einer
Zahlensymbolik. No. 15 und 16 (S. 23 und 25) fiihren die Anthropologie der damaligen
Zeit in kurzer Fassung vor. No. 19 (S. 29) giebt ein erschiitterndes Bild jiidischer Leiden
und ist als historische Quellenschrift eines Zeitgenossen zu schltzen. In No. 20
(S. 32) und anderen darauf folgenden Gedichten wird die allegorische Deutung des
Hohenliedes zur Trrstung und Ermuthigung des bcdrlngten Israel gcschickt und
kiihn benutzt. No. 24 (S. 39 ff) ist eines der klangreichsten Eliaslieder, iiber die
die Vorbemerkung daselbst das Erforderliche besagt. Es schildert, wie die meisten
Gedichte unserer vierten Gruppe, die von den Propheten vorkiindete messianische
Zeit eines Gottesreiches und einer Herrschaft der Tugend und des ewigen Friedens
auf Erden zugleich als eine Zeit der richtigen Wfirdigang, des Ansehens und der
Selbstandigkeit fir das seinem Gotte treu gebliebene Israel, also in einer Weise,
wie die Glaubensgenossen unseres Dichters, wahrscheinlich ohne erhebliche Ausnahme,
sich von jeher zu ihrem unentbehrlichen Troste die Zukunft dachten. Manches in diesen
Gedichten fir unser Gefuhl zu herbe Wort findet seine volle Erkldrung in dem
Umstande, dass Abr. IE zur Zeit der Kreuzziige und der fanatischen Almohaden lebte
und schrieb. Man darf iiberhaupt nicht vergessen, dass alle diese Gedichte dem
Mittelalter entstammen, und dessen Eindriicke und Wirkungen naturgemass wieder-
geben. Als Proben einer ungewahnlichen Vers- und Reimkunst magen hunter
anderen schliesslich No. 26 und 28 (S. 43 und S. 46) dienen.

















1. Gebet nm Erh6rung und lilife
nach oiner Abschrift Kaunfmanus aus cod. hebr. 124 Pletersburm Nr. ni Fol. 541.
(P) mit Variantcn ais oinem Abdrucko dieses Gedichtes im Lit'raturblatt des
Orients 1842 S. 693 (0). nI Versmaass 2 (13d. 1 S. 7). bIstehend aus vier einfachen
Silben, donen Schwa mobile ohnu Regoel eing'eschaltt ist. sind fiinf zehngliedrige
Strophen mlit den Reimen 3 ab. 3 c, 1 A gobildet. Akrostich [?j KwL] tn-Igt.
Refrain ist stAts eim' Billstello ohnm oiler mit geringir Aenderng'.


1. Ich strecke botcnd aus die Hand,
Reich lass' ich Thriann rionon,
Weil Gott mich mutrcI oft orfanld
und arg mein frcvs l Sinnon:
,,Mach' oben. wo nein Thun sich wand,
CGesund, was liank i i.innun!
Gnidig sei mir, miicht'ger Hort,
Solbst an dines Riichtsamts Ort!
Hire. wonn dich ruft nmein Wort,
Gott. der ist moin Heil!"

2. Mit ,i-. I ..I behendem Gosang
Erfleh' ich dein Verguben,
Mit dines Lobes siissem Klang
Im Volk, dir hingogeben,
Mit Liedern houh und werth an Rang
Und fruommne Werk im Leben.
Sei denn hoch von mir genanmt
Und dcin Name frei bekannt!
Bin in Liebe loch enthraunt
Ich zu dir, mein 1 llil!

3. DIr hin aul dunklen Hlil1n 'fiilrt,
Erfor.cht d(es lnbrn (riinde,
D)r Opfern gleich hilt, -., ii_' hirt
Das Busswort ob der Siindo


"UM (")i
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ntarpn ;'*r *
[i li i. iM"

ri'tibr rishm


1) itie 2 Mis. 9, %2X; uisr it flir I, da pti'sclho l.V' snLch ,s. to, 12 g't/. -- 2) I',. 1, 2. -
3) P$. 18, 2.





Abraham Ibn Esra.


Und Math gebeugte Herzon lehrt:
Den Schaaren Riickkehr kiindo
Hill zu mineim Wonnelort,
Du, mein Schiitzer ind mein Hiort.
Loos und Kelch, init Einein Wort
Gabe mir und Theil!
4. Mein Hoffen ist anf dich gestellt,
)n miicht'ger Quell nnd Bronlen!
Ich kiinde deine Macht der Welt;
Dich bet' ich an in Wonnon.
)oin Hleil entbiete, dass, cgtssllt
Zu mir wio Licht der Stamen,
Mich es schirmend hcge ein,
Um mir mnicht'gor Schutz zu swin.
Speiilend mnildo tiiglich melin
Brod als niissig Theil!
5. Erhabener Gott, mein Kniig du,
Mich stiitzet dein Gelcite.
0 lass der Andacht Ki ... z1u!
Dem ArnmeiS kiinde hIute:
,,(iieb deinen Herzenssorgen Rull!
Ich bleib' an dieiir Seite.
Sich! FRirwahr, ich stiitzc dich

TUnd zinu Sogen helfe ich.

Ilninordar lehnt dich an siclh
(Gottes Anri vll Hleil."


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.Ilal *'=lp iY ; ~3
: -- .


I. Gott und sein Walten,

2. Bei Gott ist Licht und Heil (ungedruckt),
Meorah nach oilier Abschrift Kaunmanin's ans seinem Cod. David lIbn .Jaisch (K).
Das Vorsmass dor ersten Zoile der Eingangs- und Refrainstropho ist 1nn ,VIc:n
nui)Rn tW'i, das der zweiten Zeile derselben und das der Striphenverse ist 'nf
ninn W w1 inm ,-unrn tinm n inn. Der Reim folgt dem Schema 3a 2A; 3b
2A u. s. w. Akrostich on1 .


1) Ps. 16, 5. 2) 11MiN P. -- 3 1 :1 o. 41 Nach 1 M 2s. 29, :1; falich 1i1n 7r.n1 0. -
5) Nach Spr. 30, 8. c) '2fln NI 0. -- 7) Nachll J.. II, 10. 8) Israel.






Bei Gott ist Erh6rung und Hiilfe.


0 Gott und Herr! Du mini e Macht!
DIin Nam' ist mniine iust. hat Froude
mir chlracht.
1. Dich such' ieh in ds Nothstands IEn'Tgn.
Dich fbinid' ich hiiillr'ichi. winn sic driinen.
Und fiirchlte nicht ides Volkes Mengien. .
M3[in E]igi'nthum bit Tag' und N;icht
Hist lit, dir stats ;las mir boschied'tne
Theil olwiilcht.
2. in UngL'inach ist r'ich drin Segll 'n
Schiitzt doinin Kneeht afn allen Weg\\'n:
'ndl. schlmacht' ich lctend dir entggei'ni.
So g'iebst auf mninen {iuf dui Aulbt.
M3in Gott, lnd hast lds Fusses Stand[
miir frei gemacht.
3. Erwise dincn Triuten (nuadie.
Die )hait'n auif di in's Mitleids Pfad,,.
Erlchen IHeil var d'oiner Laldc!
Wer hellet auf der Trancr Nauct.
Wenti lit nichit? Wer ist mnir auf
lettiunll sonst belachlt?
4. 1,:ass' dich heirab zu nmineti l,'ide!
I!icht' auf die llrilstatt mniiner FreudoI
lass Iitstrer iel. wit inst. blsch 'ide:
..O auch ill finstrcr Kerkerinaht
lch ieilte: stets >war (ott mein Iicht
in Dunkels Schacht".


Bei Gott ist Licht und Heil. 3





5 *tn Drhy h;n




tn -itt.: :_















MI
"6IaM TIIS? n"It t on 10














mxl 7=M-I T

X"71 P-11Z 2-.


3. Dankbekenntniss.
Ilakkachahi, ititreithlilt, von EI rs in (hra t/.'t s Montatsschrift 1883 S. 429:
den Anfang fitiirt lin Esra s'olst in Zaelht 10b als Beispiol des Versimiasses 5

1) Ntch n ahit. :, 19. 2) P'. 1:1, i. ) I C' 14. 4) Naie Ps. :;, 7. 5 Nacih I'. 11;, ). --
6) iNach PI'. 61, :I Ill ss, ". 7) Nailli P t II, 9, sI Diele Ii llle'Ir. (eiet. ilar'lliiische) Vckalisati() ll
dilent atul l deii >-ls llii'tcilu' I)ichtern l i t i F';all' di s lhdiitrfniises zur AIsli illte fil. die Ileri telllung des
Manetrunl 9)N t ilT K. lo- ViH.llicht t viD nlltlH ID zu leseI. -- 111 O) verallltlih ie filr l, mi1n
li ,i K. 121 li t 'er H]alldsclie 'ft i' t det lr (Gotte illi]aml(i, wie nicihtt sltoll, Z t g schrii e sn. Ei'i iilltlich silltl es
Z\rli J.ld en ei' lillllltd r .lluld ill lderl( l little eill >It\Vias hiil'her ZtU dlllkelid s J l-. D1 ie Vilf.ltlh vrr llcl ltt
Erkliirunl, an detr i-ar diti [ystik -icih tlleiligt hat (s. Sa i nli i it Ziar. ill einentl MAekr clha.ii
zu :1 '1[s. g. E, P Ilak 's p t '' S. I!, uind deston at.t 12 S. ;3l f, ichi Kohak's Jescl-riun III
1. 96 f Ii11d Stei 1 lchl teider ill lierllillers Miavazin 1s92 S. S ) lintett keille Scih\\ierigk it. ULln iliilllich
dl'll virlmchld tahig llm (-tte-,lllil nlichlt Iztl lhre-il nll (1 i( mllln li n zlll ;lis Pietiit nicllt 'itrahlil ki'lrzte
]II1II dlCI lb('I ;ll l, inldemll Wall d s's'ell erstell iIlchlst:i ll n Jod setzte, alber lnicllt Eil Iilal, mb ld nir]i ZlinI
Uniter c-hi ilde villd Il ichli-t label . Hlaken i A ) dartiler, der die zwei .Jod aills eiln Zusiianttlghlmriges Zeiche, lcharahkterisirni sollte. D)ieser
Haken euntwickeltu sicl zuin written Jnd, altr nclii Zilnt W il\ ; delit dit Kariier sclireiben den G-ottes-
nalnell T1, wie er allul inll der lldhchr. aus Jlemell erschliiit. 131 Mich. 7, 8.





r


4 Abraham Ibn Esra.

(Bli. I S. 8). niiiilich t'lir nmin *nvl in' ,1;m i n' ;in. In teln Aiilhansgo Yrp
rip z lbn i J achjija's O'"na1 -,) 8. 59a (unipaginirt) wird iliem 8ailiimio lbn Uabiril zuiigeschriciben: Li ppman in len Nlchtriigen zu
Zachut 101 folt" diVesemcil Irrtlhin.n, dr durch las Alkroietich tlnK hinreichenil
Nwidergli, wird.


]Filrwahr. du iist eill wahrer Gntt. I)!) il 'rh
nlloil Aug' ni il dih schant.
Dioch sh' ich dich nz jedi'r Zeit. i;d
rei.h dein (Guit mir niidlvrthail.
Noh lanng elh' ich dich crkniint. last ln(illde
ulii iiir ang'etlan,
dilachi test. mn i hlis jotzt, ial ich v'r-
giss dlein ach! ilt iinerliiit,
JI willst du aiich nur wolil imir thin an
kcilwnn Lhn af'iir 'empl';a1In.
Uln (il l ihin Na' aui ii si hr hi ch rIat:
ich line dich iliir i ll111 u1ndl traut.
Mlich f'roit, doin hll 'li Wo'rt. wi' -.ich dier
] ri tliti a ,r l'rfi'i il di r I r lu t.
Ich rull l i i i,, til t ( n it. so ft,
zu dir it-h rul', lut.


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:;I < lh m 1i l r k t i tn -'.
In inoi nem Codex .I ; h ja:, ,in,,mI (Gch nc l ,k, m .w:'iii' 1, Fro nIc' Irn'f. K' I 11 I ,111 n11 n .
S. 14 mun S. 8; indet .inh iis Viir.tlehlnd, ; liht 7zwi 21sl hlil'dschritiflli.ch mit
folienidi'r Fa:l-unig ( it V'. 5: -rwp I1 :, z :-z- -s; V. 7 Illut"t: C' Eia
~3 ;b"z'-' at ntT:: unit V 8: -'r-p n-1L *:nr r I. tierr rlli.lii, in
V. 5 iiun 7 much nicht vXrthl.ilh:ftni' Almhwichluil i'itn schien viiin -'l uii,'r I lanui
hler'riirlren, iunl zwar in V. 5 unit 7 zur l ,rtetlluing des ivrthiiiiliim'l rweis' ver-
miissten lDrchi;ngsreimes. wnhlii V. i3 tihrhll 'lil1 wnieii'ii it: in V. 8 ;tller scheint
di'or lr.'prin.,lichc Wortlant nicli( richli.,' vrst(;nd,,1n und wgo'",n Iher vr'nowintlilhen
Ti;u ,,lii'iii eine Aendc Iruniii' Il h r iil ui, i '] llin w irthen zui sCin.


4. Die Seele alles Lebenden,
Mlcharach (lp.ia) olir E'inil'itiung Zn Nichimt-elti ti' i(;-n -'n'-) fi r das
Schlussft.t ;uis c'b ''n '. than 1884 S. 108 i0) mit V\e'torglichlunii' nild IBlnutzung
des raisinsc.hlin Ichsiur id. tiiiiiii 2(2a (R'i und edi. V\oi ig mi lil. 11
S. 300() (V). f'elrni'r ili'r A.\lii lrllllu i i1 lit Zi II /n I.iliraturi:'.eschi'hlit 8. 8 209 Nr. 14
(Z). (ei;.r's c;:r; :L' ,s: 21 (G). VN rK n ed. lirhslan 17!;9 (Bi Inul MILachsnr
Italiani II 281 b (J). Aul cin n zwcize 'ili'iln l';in, mn i' f'l",'it zw1illf ,t1ni' illi n ,ii
j' vior ftinfsilhigire Ztilhn. voin t(i',n dio orston ilroi in jilo'r Strphi'i iblin ei'tn'i'n-
1hiin habein, dic viorto ah;ir in allin Striphen imit dim Wirto *n chliesst. wie iii zwei
Zeilen ldes Einganm'es. Di i elf erstni Strophli'e liben tdis A.krstich mn : an -K,
dio zwill'te bihld't ldn Xlium Nischrlliiit-GI le.t iill'rlitcndi'n Schluss. ias iGo'dicht
wird in der Tlw'lhrsichriftl anh 'als Must-ita;':';'xh 'R;nBl) 'rzic'ihn'ti. wias i'ltch Ziuitl
(Zeitungil des .li1denhlus 11 8. 290) ..di- Variation cincs Thelmt'.s-" hldt''l.


1) P's. 12, 1.





Dankbekcnntniss. Die Scele alles Lebenden.


"Welches zu Eindoe lederkhirt ui Illit n elchoein joIlte str .IIeInSchliiIS ill Wornit iilCer
iEjin eornnndt ist- Fine Uerset i i hut lc-i terng in R I
dtset h. 'flicril s. xii neljefert. 1cli dio richtilnrc Ausspraceb des Wortes Inim,
ntnindh llb ch'arrflih ,. Lu z ztt t lin. r I'n 'l Ix yck 18(A4 S. 37 iinten. Niv
i111l-1601 testgc.'etcllt w irld. dlils mvz': n t niclt iinmci. no ic hier. Iiiit dem Ii yn u-
siuminu nftillt. s inib en zin weiin ilk Iwi ldiris S iii cidcii shll e on oriingiht. Ye rgl.
S itchs, Roli P mdc, 8. 247 unit I Z on SZi inoynagogI[e I ['io S. Go ii nil su Iii 'n Loinson


lie Secro diiirstet iiiir nach (itt. icr cwi' lhobt.
Es jnuamhzx n Herz unil l.cil zu (;it. dI'r cvig l1oi.

1. Elin Clott, der lobt. riM' mich ins Sin
Uild spraich: So war ichi 1lei! N in.
Kl iii MInse l. lie in. lih s.in l.oih hiillltein.
Flr.ichaut Illich hlirl'. ulnd lOht:

'clit' Er inli All.'s woiis' in I'r liaht
N\ lh. riN'inm Frth,,il w lhlhl, h.hl.
l>;Is lldunkcl lhi lt. \ wii' tirf. N I .; llt,
J.i'\dwo'1i. was hlir Ibl-.

3. Wie iiellinr Ins Al ll Sein Stald!
Fiin j'iler Al nii sprielit uleriiilinii,:
GLepri'sin sei. in dbts.n Il n'
DiN Sol' islt, dtss. was lebt!1

-1. l.r iibllte Israels (ischlchclit.
Z/ lebhrn ns Gesetz 1undi ]Roc.lt.
l)ii. wenn dier M3l nslc hih iili'At rlt,
Blewirkeni, iassi r Irl1it.

5. W\\r ist's. (dier Iri v.nSchuilil sich lpricht,
1)a ir idh gl'iclit ilds Stauiles lhichlt?
Ja. A;ls gerecht lihstehict nieliht
Vio' iir. nwas iri'c ndl l >lt.

C'. Ein Trilch im lbI, t'n hatlselt. \il, :
"iin Hi hlang'n ifi ist ,r rin Ili l.
\Wi sll 1niun werdile frmiin iii mild
)ais FlMischl dais sinnlich lelt?


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Si h nuari m Vv.~. --lt5- 1 -1)n n (. 1)T(b1,1. 1) CIP 1 14 : M s. 5





6 Abraham Ibn Esra.


7. )Dch ist es Siindern ernst darum,
So kehren sic vom Wego urn,
Eh' sic ins Hans sich legen stumm,,
Das cint, was je gelebt.

8. Fiir line Huld. die uns wird lund.
Beruf' uns non als Zeugenbund,
])u, dessen Hand spcist jeden Mund
Und sitttigt, was da lebt.

9. Der Ahnen Liebe denk' uns hcut!
Wzck' auf dio Sclilifer weit mud brit
Und fiihr' horlbi die gr'rsse Zeit,
1]) DaviId neu auflebt.

10. 0 sioh, zur wahren IHerrin spriclit
]lie 3[agdl mit frhelim An'gesieht:
..l)eii Sohn ist todt. lebit wider niclht
Mein Sohn nur ist's, der lebt".

11. Der REaIheit Widerspiel1 ja wnar
Von jo doin Tlhilfl;. Sein lBlut nimIll w1alhr!
Und schliitte Zirn anfs wilde [uaar
Des siind'goln Bo.cks, der lebt17'

12. Ich inig tief miein Algesiclit,
Streck' aus die Ifand zium Iimolmel lichlt.
Indom mein M1( nl d 111nun etend spricht:
,,Die Seele dess, was leot-18.s


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5. Gott nach Israels Bekenntniss,
Pill MuwashscharIh (Giirtilg',edichtt. nach 1 ',1il Licn:'n ds Abrahlam ll n Esra
ed. Egers S. 18 Nr. I1 (E). entlialtend fiinf P'aar (;iirt(elvrse mnit durchlgin.gig
gleichem linnen- und En]rhlime; das ,rste P'1or bildet deni Einganpi. die inderiin
vier Paare schliessen die vier f1iinfziliicin Stripiln. in denn je drei Vcrse Ilit


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1111d lill) 10, 17: da:( Ign ]u:t. n Z. 1:, Z :2 ill allen .iau, l ien: 7 ir'n .,TiN .2 7. '; li(lc nch niire
SItroplhe S zin iilicrstzen: .I, Alleni, ph' Mic] llnk dir kiilli. )Dichli rilciit ial nilzigi .iIr' S midi, Der
auf dil tllh t di(i I nil dlnll it Ilti All dI-ei, not a. t hbt ". G 'i P 11, Iii. 71 1 .im 211, :i, -
8) 1 .1 9) 1 K<.]1. L;. -- 10 pin 0. 111m, :1 -1 IT, 2l 111,1 1 1,. 27, 1 I. 12) S, G;
7I)n1t 7 1 1N1 131 rrN 'i 1 ; Ii -c'(o i ilir' Sille iien lil. I11 ila lar 1 i.-. li, :. IT. n iral'a al-, dii
Musli n u [r; --i 16l1 Jlakii 1 31,,s. 27. II. 6- ic ? l .. ::2, 9. 17) D)ie- 7 o Stliiilip fclilt in
B .1 V. A.lderri ,eits thellilt Z :ui t vim ll Ia ichriftI vi h (i' fI i ii' Slol]phe witc die illl .i. ,led h
iun eht Zo '(ill sc'hl int iiind in d(Ir 'T(liat iti rflti-'-g i-t. Sic( liuttt: ,N' 'TI'T ,N "1- ,:rn zi) N.-
'n1 "1I01 1 i'li. Die zwei Schlls-worte illll ;iii 3 f os li, 1. 11) Da)s (Gebet Nischmat, wlo)Zu dilipes
Gebet die Einleituniig ildet.





Die Seele alles Lebenden. Gott nach Israels Bekenntniss.


besonderent Binnen- und bosojnderen Sehlssreisme vorang'ehen. Akrostich mlzlm.
Versmass: nuDIIZ l nluln f li'fl W 16VIf!n -InW1 n ll' flDmn T'b wie Ed. 1 S. 121. l.ii
Luzzatto. Gramnm.tica della lingua ebraica p. 591 als MLtrium 17 angiegeiben. -
Ihe zithl hlier swi Zeoilen anf joden Vers. U'lEr Muwa selhscli a c.h s. F reitag,
Arabischi Vorsklnst. Bonn 1830 S. 421 ft und Z unix, Synagogale Pl'esie, lBerlin 1855
S. 102 unten.


J)er Name Giottes ist mir Loos und Zier,
3ein Thurmn'verliess und minin'r Maeht Revier.
DIonn er allein 1ereitet AWVhlfathrt minr;
TJ.I wahre Wohllfahrt schallt allin eor nirI.
1. l)Der Eine kciner vor ilim sonst erselhtint
Und irhrgiid einl'r inac ihim glicihflls nichlt.
I)urlh ilhn, der Einer heisst. erselhiniit g'eint
D1)r Wiesen Mlengo. Eilinig zo'ugt anid sprileht
I)nsa Volk, das nieht vertilgt ward von dem F''in(d1,
S,'in.\Wirlen ais auid shines utlitihs Gowicht.
In allin ''Thu ist wuiindrbar or bier.
hiltElrlniltch jidler Krankhoit bis Gesulviiir
ntI 1lildet Alles oelne Workizoug' dir
In Wah r hi'it,.hn Tiiuschung. mwh G el d ii h r!

'2. Ich sell' in mir dio Zoicahar n (ruttes klar'7.
Er ist,. ll1d ausser ibill giebt's kiiwin 1i1,hr.
Er si.t elit ir ewi. Wi tlinl' ith wio inderbar'
Zu jedir Zeit nmir seiimr Hutld Giwvhitr!
Ibm hioug' ich mich, bin lstolz atuf ihn ftirwalir.
i)a seiiinm Kneeht er gnildig ist ga'r sehir.
Er ist zur Recliht'n m 'inii' Fhni'nzierr
Vnd ist zur Linken miner Schaar Paniii'r.
IDa tief ich stand. war llergeshli hi' or muir.
H] licitau feri eh t miieh. als hin icjh stii r z t
schilr.
3. In Iminetier Sooe' zuckt sain Gucista'slitz,
Und vor ilni blit das ganze Ilraz inir angi'.
'ti4u Namen, den mich l,'thrt des S' hers9 Witz.
Dlin (Gott gcsandt mir0., ruft iltn mniii Gesang.


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1) tVC1 E. 2) Eii, E. 3 ) 3i os. ., :13. 4) 1 i mos. 24, 21. )> Nachalhmuig von Jes. 27, 5.
- 6) Itratel itch Mal. :1, 6. 71 ;it sicherste Mittel fir die Erkeniitniss (-ttes tlmihrt dem Alenchetn
die Erkentiiiiisi seiner sellbst d. hi. lie Erkeltiiiiiss voll deln Walten seiner Seele nid seiiines Geistes in
ihln ( gittlich llen G(iist, (ljob :2, S). 91) [M]sehs. 11| 2 Mus. :, 1.,; viell. :;1, 6. 7.





Abraham Ibn Esra.


Entriickt zwar moines Dlcnkens Erdensitz.
anild d0ocl i.h nalie ihn dem Hcrzensdrang'5.
Er hilft mir, going mir aus der Urn' hcrfiir;
Erist nmein Theil, min abgogronzt QlurtiLr,.
Ist Zufluclit in dier Zeit dcr )rangsal mnir.
Mir Leachtte, wenn cs duinknlt. fiir und flir.

4. Was red' ich nochl, da Alls ihmn ist kund.
Bovor ichb aissprach dtes GCle)'ti s Wort!
Dloch Gottes Nani'n schoid' ich nicht vin Mundl
Mir jo; auf ihn ja hoft' ich, ininen Hort.
Er 1ist die Seele miir aus Tod'esgrund,
Und Mitchte iiberwindend schirit' ich fort,
Bin ganz nur Freud' und JubLl in ilhn hier;
Ihmi wcih' ich imines Loblieds schinste Zior.
Durch iln crhebt sich hochl die Stimine mir
Und klin't mneiii F'ltenton mir nach
Griuiilro 6.


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6. Der heilige Weltenrichter,
als dom Ritus von Avignin. we das (G(dicht als Ofan fiir Neclahr fol. 2;a (A). und
aus dem Diwan S. 130 Nr. 244 (E). \wu es als ;w ph ufi v hlezeichnet wird. Es
besteht aus s chs Stri -pilni zu jo dri i Lli.n'etrso n mit Ni,,r fiinf'silbigen (iliidern.
Jode Strophe schlieisst it .iun1m 1libehlers: id'rselbel ird in iier Thliile 1gsondlrt
mit denon die entsprchliendi n Glirtder dir v(ranelsocenirt n Vr'1ie rcimniie. l cber den
mrkwliirdigen Iau vg'l. Zunz. Synagogule Ptoesie S. 102. 103. AIrostichi izn.


1. 0 wic m1in Inn'res aimgstuoll lbebtt
Denn Gott. dter Roclit spriclit iln Gericht.
])ir civig thliolt, crldlaboi. hiligi -
cr liiindet ct (hint Ghiil r id liccllt.
Als or moin Volk in Lioeb' innischwolbt
gi'a or G'osict ihmll d (i erihlit
Illd diteses 'T'l., Satzing hlilig.
die Lhn ihin Iriingi'n sill nI'l RIi'.ht
Zur Zeit, da sichi dr Jlhrr rllllit.
der Sthaarn Gott zum Woll'cricht.
Und Gott, d r ist rtiialiin, hi ilig.
sich lhoili- zeigt ul11d scalla t Roh'lit.


i2?-!^ is y ip n yeip -icl'' mi!
10i Dgtt ph 1 0t'@ jtn D1

i2m n nr lit 2 f D n'n

pi^? 01pi wiip! Y


1 Nach P's. 16, 5. 2} Nauh Ps. 59, 17. -- 3) i.ob :1:2, 21. 4- 4) Ki 1 I. V l.- hen S. I
Nr. :'. Z. 1. 2. 6. 6) iieirin h si llte dai < ldicht deil Viorlter i Ir Eiit]hil' ditlell. i7 J(s. :0, 1s;
vvl.. N al. 2, 17. S) .1 12) Nach Ails. G, 2..; 24, 1.;. 13) J,-. ,, !i.





Der heilige Weltenrichter.


2. Die Macht ihr tdhet hoch in Ehren
auf Erden! Auf! uln kommot eilig.
Zn tilgen cures Schipfers Zorn.
und soine Huld verleih' euch Kraft!
Mit Soelen, lie nach ihm begchren.
weight ihm cin frommes Lied i~. ii_ '
-Er still den Durst aus seinein Born
und niihret ouch mit seinem Saft.
Den Herrn, tier Sicg verleiht den Heeren,
iln feiert hcut vorcint als hcilig!
Er steh' als Ziel der Furcht cuch vorn,
der heil'gen Schauer heut ench schafft!
3. Der Lippon Wort. ich lass' es hiren,
und weiho dir des Liedes Reim
Da dcines Lobes Griind' und Weisen
ins Herz mir sind geschrieben klar.
Ist gross doch in den Doppelheeren,
dein Name. du mein wahres Heim:
Im Himmel in der Engel Kreison.
auf Erden in den Scolon wahr!
Denn wortlos riihinen Himmilssphiiren
dein Wunder, alles Werdens Keim:
Und frommer Glaube darf dich preisen
in heiliger Gemeinden Schaar.
4. Dich sah, durch Selbstschan hoch getragon.
icin Ccist9, zlni Seher eingesetzt,
Der mir das Denken fest gecint
am siclern Platz der Heiligkeit1o.
Slchr froh denk' ich in diesen Tagen
des Tags, da schunste Gab' orgotzt
Mein Volkit, als kam ihr Hlrzensfrcund
las Schaaren voll von Hleiligkocit.
Aul jLncs Gottesthrones Wagen 12,
von Myriadcn rings bosetzt,
Ersehien der 1 err. nnd lonchtend schcint
dort Sinai in Heiligkeit.
5. Ja Allo kiinden laut und nenncn
des SehOpfers Grliss' und scine Macht.
In cbiden Welten13 ihn zu lobcen
ist Aller Streben in Vorein:
Es neigen tief sich und bekecnnen
ihn Mcnschen, harrend seiner Wacht;

1) 15N t7W A gegen (lie Silbenzahl. 2) .es. s, 13.


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2- !) Ezech. 13, 20. 4) Ps. 80, 6. 5) Naclh


.job 19, 26. 0) Ein geliiufiger neunhelr. Ausdruck z. I. bab. Ketub. 100 a. 7) Nach 5 Mos. 33, 2. 3.
- 8) Ps. 6S, 18. -- 9) Durch Selbstcrkenitniss gelangt der Mensch zur Gotteserkenutniss, wie Vf. an
viclen Stellen hervorhebt. Vgl. io. ld. I S. 199 Z. 689-692 und Anm. 18 daselbst und hier S. 7 A. 7. -
10) Das richtige undt vernltiftgeniissie Denken fllliihrt inch der Ielberzeugunlg des Vf. zur Erkeinntniss Gottes,
nicht zur Gottesliiugnung. 11) Sch]iO nach demt alten G(ebete n~l) n1N in der Mussaftefilla des Neujahrs-
festes erinnert des Schofnrs Ton an diesemi Feste an die Offenbarung niu Sinai. 12) Von dem Ezechiel
Kapitel 1 nnd 10 spricht. 13) Im IIimmel (ip} r D hP) unld auf Erden (] 1nnnr ,l).
2





Abraham Ibn Esra.


Des Himmels Heere aber droben -
sic dienen bebend ihm allein,
Und Seraphim, die Gott erlkennen,
sie stehn zum Dienst urn ihn voll Pracht,
Von Fiigelpaaren hoch erhobeii;
sechs Fliigel nennt ein Jeder scin.
6. Es fragen: ,,Wo kann je es glicken,
zn schau'n dein Lager hehr und .. ii;-
Die Engel; denn ein Zeichen warren
sie stets von dines Geistes Glanz3.
PDoh schaute es mit Sehorblicken
ein Gottesmann7 einst, hoch und heilig
Auf jenom Thron, deii wunderbaren,
umringt von Seiner Truppen Kranz.
Da rief zum Andern voll Entziickei
tnd sprach eiu Jeder: ,,Heilig, heilig,
Heilig ist der Gott der Schaaren.
Von ihm ist voll die Erde ganz".


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II. Die Welt als Gottes Werk.

7. Lob Gottes in den Hiihen,
Ofan fur das Torah-Fest nach einer Absehrift Kauifmann's aus seinem Codex des
Ibn Jaisch (K) und nach dom Abdruck bei Dukes. Religi6se Poesie S. 174 f aus
cod. Michael in Hamburg, jetzt in Oxford (D). Auf eine vierzeilige Eingangsstrophe
mit demin Reine 2 AB folgen drei zehnzeilige Stroplien mit den Reinien 3 ab 2 AB.
Akrostich n-iZK. Versmass 12 (ld. I S. 11): n -r inm nm in 'n. "in'l ,- n.
Das Gedicht wird schon in 'n1* 'pz'h ed. Const. auf der drittl. Seite, letzte Zoile,
dem Abraham Ibn Esra zugeschriebon. Zunz, Litvoraturgeschiehte S, 210 V, 4 giebt
dessen Inhalt folgendermassen an: ,,Den Zweek der Schupfung orkeunen wir nicit;
die Hlimmelskurpor folgon demin gdttlichen Willen, in Biiehern ist [richtiger: in den
tiestirnen ist wie in Biilchern] das Schicksal ider Ges crhpfe verzeiehnet: duchi nuir
Proplieteon verstehcn diese iiclhor zu lhsen [ind unfehlltar zu deuten].


Gottes Werke sind gowaltig.
Keiner ziihlt die wunderlaren.
Lobt ihu, Sterno violgestaltig!
Lobt ilin, all ilir lliinuelsselaaren!
1. Nicht grenzt ihi ab die letzte Splhiirr8.
Wer hat ein l)enken, so gowandt,
Dass es den Grund und Zweck iuns luhre,
Warum die Welt hilt seine Hland.


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1) Jes. (, 2. 2) Jes. ;, 3. -- 3) Die Engel sind, als reingoistig, CGott am iithnlichsten inter allen
anderen Wesen. -1) Ps. 14S. 1. 2. 51 15i1i K geeni dlii elrin. Gi nrD 1 -inD i); -in 5y1 -i W, K;
beide IA sind elben 1iur tiheiltreise richtig. 71 Der iProphti t Jisaj;ah (.ls. L if). 81 Wie ie i nach
Aristoteles die Grenize der Welt ist.






Lob Gottes in den Hohen.


Hat doc(li zu seines Nincns Ellre
Das Firinainent or ausgespamint!
Was geheini ins birgt sin Siinin,
Dort wird's kunid tldoln lick. d(11 klarl'n.
l)ort fAihrt Blitz, fithrt D1)onir liin,
Dort sind Giisse', Wlkenshliaarel.

2 iienillich gross wird Er befuimiln;
O(I alloin Lb niuss hioch Er sin.i
W\r will Gostalt an 1hn1 hon:kuindi,
l)or jodlo l"rin schuf, gr'ss nul klein7,
Uml HIcCre hat ,Zuin ILcor veruIltdiin.
)io Er nur zihicln hanii allcii? --
lJiiclher sind's; or zeiehnuet hin,
Was (Geschlilfe j erialihrnu1.
Dl)ch verslchilssen blilt, ilr Sinn:
Schlor (ld'tenI sie Zu11 li aron.

3. Sein Jich it is aller ,lilichtullo (1 Qiuolle.
Sio sicha i'n in Furcht, Zu ihil li in;ill ;
(Gar stark diurchl seiner Sclihwunkraflt, Suhnm'le,
Thunli st ts sic niur, was or trii't ;ilt'11.
Stlts gluilh ist iirer altiiiun Stci ll';
Sio sind ier Giottstlihrln iIl lan'f12.
Furcht und Angst ilnsclhwob lt len Thiioln.
Er triigt seiner Triiger Sollaarcn 3.
Adler, 1,iw' uni Menschlensolin
Bilden den Cherub, ildn waIhrIen 4.


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1) ll1'i 1) ,ge, dIe Itrim. -- 2) lY4l1 4 I) g een ias Versmiass. 3) So vermnthe ich sttit > i151
i I) 1 4 -4)u ) l)2l~ Ki. -- 5) L II it Ifischlichi D 23i) 1fl 12D nils V. 11 hlitr wiederholt. 6) 0'Vi1o
n 1O 11y D71 I I 1). 7) Achlnlillh ilt gtillngbairen (Colliiii. zu 2 AloI. 33, 21 unid sonst. 8) Nich Jes. 40,
2t). -- 9) In hiidel Cominmentareni zu n'nD 1'I n I:n 1 0 2 Mlos. 32, 23; zu 11") N1' lINI 5=3 Ps. 19, 5;
Ziu 0))n "fl DD in1M Ps. 69, 29; zu inTi~fO '12 'D1 Danl. 7, 10 ilund sonlst erkliirt IE: dis vor Gott geilffnete
,,Buch des Lebens" v>ii, clecibo wie ;nidere ;illliche lAusdrtiicke (.ial. 3, 16; Ps. 119, O8), nicht allegorisch
Zlu verstehclie, sondlrrl1i ezeiclilie die C'onist.llatiloen des g tn-lirllten Himinels, asll dellne das Lebelis-
geschick der MNInschenl l :astrologisch zu deuten sie. 10) Iterne. 11) In der Stellung der Sterne ist
z/war das Schicksa;l der MSeschlen blestiiiit vlorgezeichnet, atlber nlur inch Gottes Eatlischluss, wie IE an
vielen Stellen mit Nachdlruck wicderholt, 1um1 den Vlrselhungsglauben nmit seinein astrologiscelen All-
scihallll.iigel in Einklnig Zlu l eralteni; s. Z. B. gangll,. Comm. Zu 2 SMos. 23, 25 1und 33, 23. 12) ,,Gottes
Thrmi" Iledlietet Ilich E11 die lliichste Spllnire IInd Weltgrinze: zu 1's. 8, 4; hier Bd. I S. (iS Z. 239-2 13.
13) Vgl. Kalir's Keduschah il un erem Ilitus ftir dIns lulssafgebet des Neujihrsfestes, Anfanlg: Milm,
wo es heisst ND3D D ni N1 : I ;i nlfMI M 1 1IN2). 14) Nach Exech. I, 5. 10. Denn in der letzten Strophe
hier hiilt IE den gestirintri Ilinmmel mit seinen incl Tliireen benalnntell Sternbildern, dercn Stellung
nach ihbm dais Schicksal von Vilkern lund Einzelinlle entsclhidet, fiir dasjenige, was Ezechicl hunter (den
von ihm geschauten Cherubim oder ,,Thieren" verstalldell hat.





Abraham Ibn Esra.


8. Engel nnd Himmelskirper als Zeugen Gottes,
Ofan, nach zwei Abschriftcn Kanfmanin's aus seiner landschrift des David lbn
Jaisch (K1 und K2) und nach dom Diwan ed. Egors S. 3!) Nr. 110 (E). )er zwci-
zeiligen Eingangsstrupho mit dem Reinio 2 A folgen vicr :-.i!. I I.- Strophen mit
den Reimen 3 a 2 A, 3 b 2 A i. s. w. Dio orsto Zeile tier Eingangsstrophe und
die derseoben entsprechendo vorletzto Zeile der anderen Stroplhen haben das Vernsass
ni)in v% T "in' n(n, alley anderen Zcilen haben dJts Versnnass nmi -mi nrimun 'nr
miin 0t0 n* 1 (wie oben Nr. 2 8. 2). Akrostich -aZK.


Des Hinmiels lHeresschaaren
Als heilig pruisenalle Gott, den warren.
1. Der Hohcitsvulle, dessen Wunder sich er-
haben zeigt,
Er ist es, dom als wahren Goutt
sein iHimmilshc er sieh neigt,
Um dessen Thron in Lobgosang sich Jeder
willing bcugt.
Wor ziihlt die Wundorbaren,
Die spiitr bloiben und vorher nuchl

2. Er schuf Planetun, abgestuft in siebon-
facher Bahn.
Die hastig cilen Tag und Nacht, 1in ilhrom
Zicl zI nah'n,
Und sich des Stornbildlrcises Nord tind
Sild zuin Latf crsah'n;
Bald tagwois ringsunm fahrcn,
In Mionattn znin Theil, zum Theil in
Jalihrn.
3. Der Lauf dcr Hlimlnmlssphiren durch
die Grosse seiner Kraft
Riickt bald in weite Fernen, bald in uns're
Nachbarsehaft.
Die Einen werdon ostwitrts, die Andren
westwiirts fortgcrafft.
Sic geh'n don Weg, den wahren,
Aufs Wort zichn aus, ziehn cin sio,
wo sio warren.
4. Im Wolhnsitz, dier sich hoch der Erde
iibcrwdlbt so llar
Da tummolt Lcben sich und giobt es
Rltthsel wuinderbar,


DttI7 rmr=
D)U rp t -in ) Dt7



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1) Nach Jer. 10, 10; lN6 ,lnin-n Ni1 E. 21 0f1onD K1 gegen den Reim. 3) Ps. i8, 13. -
4) :1p' 1?) DB n1y fl pmi7 E. 5) a) 1N K1. 6) IE zu 's. lIs, 2. 3. 5. 6 und in beiden Cuomnmentaren
zu 1 Mos. 1, 1. 11 und aucl sonst erkliirt (lie Engel iund lie Himmelskiirper fiir ungeschaffen; er
beschriinkt das il der heiligen Schrift bericlitete Schtipfungswerk auf die gestaltende Abgrenzung und
Bestimmung cines fornilosen Urstoffes in der c ublu arischlen Welt, wo die vier Elemente herrschen.






Engel und Himmelsk6rper. Lob Gottes in der ganzen Natur.


Des Mondcs Ritliselgang', idr Aller
Ait "n silh stellt diar,
Wo idlcer uttnglicl faIhreln1
(Getreuo Ziiugen tdir Macht, dlit wir
erlthill re 1.


nx: ni'm nt
lit x ~ rt~L L~9 ~it


Nacilheinlerkuni' zur Erliaitutrung id,'s In1halis.
Als detr heili4e iutt dcr Schaaren (Jes. 6, 3) wird lder Schoiupfr. w\vit mitf .lirdtc
von Israel, so in din limmtelshlihen ge'priesni ('iiingangsstroil), nicht vonll dt
Encgoln allin (Sttrolph 1). sininil.l iuch vll n i n i' i liit'ti'l (Strpl ph 2), den slliillnit-
lihllun Hilneltlssph;liron (Stroilph 3) iitl insbesMiidllere in dIr d (1r Erdlo nitichAtit iitn
nul' illr unnIittclbar wIb ahrNvalIIchinil);nI MI lsldSlitiru (8tro-phiilo 4), inwiuftorn ,iu aille
Zeugniss vUn ioittis G risso unit Wcishit t hgeiein.


9. Lob Gottes in der ganzen Natur,
Ioclharach fiir das Schlussfost niaclh cier Alschlrift il's Prof. Kaiufmann 1 (K) ind
nach einer initilerLn aius idemin Jemen-Codx 1 (Ids O0hlrrtabilinulers Dr. 1[. Aillcrin Lolndill
(B), tintor Mitlbcnllutzig tler Alitdric'ke im Diwii n ed. Egers 8. 14 No. 53 (E), in
MnOmm I 8. 5, inir lnitgcrtlheilt ditrch Dr. ]E'hrlich in li,-a (Ka) unid im Anhaino
zu inn' nrw od. Lippiana S. 35a (Li). Iunz, Literatirg'esehichlit S. 208 11 7
charalkterisirt dren Inhalt mit den Worten: ,,l)io Schiiip'ung v\'rkiiilet lden clScipifotr."
NSlher werdlon als ZeugenlI Gotte- vorgefiihrt: i) dioe Iinlinelssiilhirnc (Str. 1). Ib) tdi
Elomonto (Str. 2). c) die ]Erdlo und ihro Geschbpfo (Str. 3), d) Ider Mellsel (Str. 4).
Vorsmass: mU 'ri n l. inf' im1 orsten (Gliede, mnli;n 'n w'i in' nDusn 'nr
(Vrslmass 4, ril. 1, S. 8) iiu zwcitell GliodtI judes Velses; die zwci Giliedlur sinli stets


durch ein Woirtendu (Diiirsec) kenntlich gosehiidein.
rciimenldr Verson, dii dilraut' ftolgndon vier Strplihen
3 a 2 A. Akrostiuh lamt.

Don Naicn i Gottes last voran uIns.i jtditm Worto
schickn7,
So lang' ein Lcbcnsodcm darf luns ILib und Secl'
eritiuickeni!
1. Sein Glaiubt zcigt scines Westns CGhalts.
Wver kiitntoe corfisscl seinlls Geistes Gestalt?
An den Hilimmneln sind Zeiclhen seiner Sclihpfer-
geiwalt.
Es lat'ifen iliro Schliaren tdurh diio IBalll vor unsreni
ilickiin;
,,Hior seht ihr Ctt!'" sn lehren sii miit schlweig'cndcem
Enttiicken.


Dcr IE;inglanl' hstcht aus zwei
indlt fitifzcilig mit den Rlciinen


vn."m nrmim Min L'

iX-I rl;1t 1, hz


3 nrnt :
4r~c


1) Die 3olndballl weiclit von der ;kliptik l11111 5 0 a, ilcrdelll \\ ItrdeCi >Cit Claud i u1s Ptole iiim s
Epicykel falir deti 3lond wi( fiir dlie I'lhan(tLe itngenoitnimt. Vl. z. 3. Ibli E r;ta in Jood Il Hibblur
fit. 3,a unten ed. Ilalberstam. Lyk 1lS71. 2) in37213t BKa. --:1 in1 In B; n1M:n Li, i\\ als Verntuthung
Din3:1 vorgeschlagen wird. 4) Itin1~2n BEKa; in:n Li. 5)3il'l K; fc2Nil Li vermutthend. Si) Jes.25, 9.
- 7) Die int Korani (Sur. 1) begrtiidete arabische Sitte, jedls Schriftwvrk inlll lNimetl (;ottes zu beillllinlel,
fund in jUdiscien Kreisen Allkla:Ing und Naelialhmung. s) Dter Gluttbe in Gott, den die Ileligion
zufolge iiberlieferter Offenlbarulngen lehlrt, leit l die d iI Ik in d e nle In iischeni ZE Gt te ts eserk e It ui li s,
soweit dieselbe dem Meinschen erreiclhblar ist. Iliirnllich hlt daIs suffix in lM31IN objektilve Bedettlung undi it aolf
Gott zu beziehen, nichlt, wie D u k e s bei Lippinalli iln int1 1'l 8. 35 ; Anmi. i3 \ill au f dell enschen bezaigliclh






Abraham Ibn Esra.


2. In Wolkcn droblen, da stcht es Mar:
Scht! Gott herrscht iiberall wunder1br.
In JIlitzen dort nchmen wir Lotbgesang w;ahr.
D)i Erdeabor ruft es lant uins zl. aus allen 8tiiukcn,
Und wortlos legcn Zeugniss ab vor uns der Bergo
Riicken.
3. Scht Wunder am Batuine, dcrPriichti lbringt!
Wi Wassergewininl v n nWaihrheiterklinAt.
Wi' Alles, was fliegt. seinein Sclipferbesingt!
Dlas ki'insto Thier suMinimt Ehre ibiiU. d(r Alle
will Nghikeiin,
Und tdes .. .It i. Wildes Chor briillt l.oib mit
Fcuerbliockn.
4. DI) Lehenstiiuell hast uns Lecbn geschenkt,
Dich anzuruifeln uns l.ercel'in, gelenklt;
)rum auclh Engcl.snatur i.s leigeniengt 13.
Und weun tler Tiod (b )Menschlnsiinld' uns .j,
droht zti erdriicken.
Wirst tdit uns \ ieder, Gott, in Ilild belclt)cl
indi er(lqickeun.


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lan1) ?'y-lns dV ipga!


10. Die Natur eln Wunderwerk Gottes,

Einlcihtunm des Vrbeters (Reschut) zumn (Go'ute Iiir ldas Srihlu.sl'ct nach D)ukes.
Liti)l. des Orients 1843 S. 453 aus einer landsiehrift dLes .3[achsor A.vi nln. l.estehend
in zehn reinictleni lalzeilen in Versmii.s 13 (lid. I S. 12) 'n' r, nuin WS
-it' n1in. Akrostich mm-)x.


M5ein Gtt! Dich lob' ihl herzensrcin
In Feindeshaft tuiI Kirker)pin,
Der ais hecil'gemn Q(uell hanucht Scelen oin,
Aus des himmilischLn Geistes muil .iclihts Schrcin.

Unendlich sintd der Wuilder ]cih''n;
Nichlt ziihl' ihirc Menge ich. gr' s Ind k1lin.

Deino Buton sindl Frost lnd der \eWiirnme (nieilih'n,
Wiml, Schneo und des IReilf's glitzernder Sclihin.


t1 iis M m

ao*it < s'-n ia
15pi.)Q Dh0 pmi ~


1) 1291 Li. 2) IN2 Li. 3) X1p BE. i- .) E21' ia. t ) o1 LJ. 6) ='1 feilht in der Vor-
lage vion Li 71 7 St S, LI'. 1) CTN I;', \:%s abhr eine al -ieitliclih A\idermun und ver-
meintlichi Beasrunig ztu sin -theint.. S. Anma. 1:. -- lOi NI: I 1 1A- 5, 1)i N Lt. -- 121 ]s. 8, 7.
- 13) In beident C.ommnir iituie zu I MOiS. 1, 26. 27 i-kl;irt Jl' C'ii D 1 ii 'Llric, 1MN50 D-72 odor
D1 Di 512; vgl. Jes. Vor. VII Anfang. 14) Das Wort lgehiirt zu deii gcelnigelcln Neubildungen der
mittelalterlichen Poesie. 15) Nach Ps. 1-7, 16-18.






Die Natur ein Wunderwerk Gottes. Gott und Welt in Zahlen gefasst. 15


Des Menschon, ties iiwen Gestalten in leih'n
Und dos Ahdlors ind dts Stiiers Bill ilu Vorein1.


ViE 01b '?a- rK j10


11. Gott und Welt in Zahlen gefasst,

Sohlussstiick (Silluk) tiir das Miuchah-GUbet dos Ver.silhmugstagecs, nach einer
Abschrift aus einen Miskr. in Pairma, die iuh Dr. Berlinor verda:nk (B), achli
ciner Abschrift ans der Medicea codl. 42 in Florrcnz, die inir Prof. Lasinio d:os.
giitigst angfoertigt hat (L) ind lnach den freundlicheu Mittheilungen 11alb erst .a 's
in Bielitz aus iiner Handshlrift (HI) und dtum Maclhsor Catlllnia (C), init Varianten
aus n'oT aDu 8. 77 vo\l Eii ser .Vchkenasi, 'rkf. a. M. 1854 (A), wolchcr
Abdruck suhr tfhlerhaft ist, und auls ldemi vui Dukes beslorgton Abdrucke int
Literaturblatto dts Orients 1846 S. 486 (D). Ias Godlicht besteht aus seclizehn
Zoilen mit jo 8-11 Silben und hat das Akrustiel pi n 1i J= D,1 -K.


Nur Er ist eins, gesttitzt in Nichts aufs
Work, das nach ihn wDard benanut.
Er triigt's. Using's auf in ihin nicht: nimmer
kiUm's horror aus seiner Hland 9,
Verherrlicht lurch der Seiten z woilo dio
or tier Welt geheinm ulnwand.
Er setzto in der Dreien Mitte soines hohren
Namens Band 1.
Mit vier goschlinlikte Diener12 inelden seiner
Wonder Fortbestand.
In fiinf hat wise or gefiigt der vieloii
Late KlassenstantdlS.
Die Edelform dter S cchs erhiob er zu des
9echsseits llitchourand i.


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T18 201 01 iD' :z D'Z
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*is'?'? m7s ws ww Dn


1) Es siln die Cheribe oder ,,Thiere" in der Vision Ezechiels tEzecll. 1, 5. 101, \irunter IE die
Nternliilder versteht. Vgl. nben S. 11 Atnm. 14. 21 11 Mp 1). :3) Nach l',. 41, 13; 1'lI' 5: Alt.
- 4) 11in2 AH; Consltrulktio wji z. s. I' .5, S. 5) tNach Jer. 10, 2to. 6) DiZOD )I A gegen NSilin
und Genus. 71 l'lTZD ABL. -- S) Mrnis A. -- 9 Die Welt, mit Allent in ilir uclh (Gott betllannit,
d. h. als Werk Gottes (it iD?2 ut. iihnliclil Iezeichlnet (V. 1I, ist itlnul der ieuiplatoilischelin Ihilosophie,
ider tinser Dichter ilh Wesentliichni folgt, ein Aiusiluss gittlicher Kr:at und liht er soviel Disein iund
Bestand, alt ihr aus Goltt Zustrilnt. IAittelbar ist so ill Gottes i)asein die Welt mitgesetzt; sonlst kiilllt
sie aus ibm nicht eittianirell (V. 2). Folglich komint iuir Gott allein tl5) daits wirkliche d. h. unab-
hiingiige Dacainl zu ; es kitii kei ainderes duirchaui sclbbtlidig' W('seiin l)oe iblllnt ils Aillliihnung oder
Stiltze gedalcht werden (V I). -- 10 Subst:aoz ind Florm (iil1 Dfl S1I sin, d liach \T. (\\ ie nliclih alonmto lI
Gabirol) die cinficlisteln sll taedtelldtel ller Wesen in der Welt; s. iioenl Bid. I S. 12, A. 1:;. 11) Der
vierlautige Guottesmiiie in';1' ist u lt den idrei Lautenii N gebildSt (Sefer jerirah 1i, 11 ; Diwian eid. Egers
S. 47 No. 123 !). 12) Die vitr (Cherube oder ,,Thiere" mit vier Gesichtern ioid vier Fltigelin nm (Gottes-
wagen in der Vision Et clhicls 1, 5. 6. 13) Die lilebriiiclhell Sprachlliute zerfillen nachl den 'Sprach--
orgtiien iln die ftlif Gruppen '"TT;IN, p?"~li u.. w. ., wie Itereits in Sef. jezirah 2, 3 binmerkt wird. -
14) Seclhs Dimensionsllacchn gehlren zu den drei Dimnisionen der Kiorperw\elt (Sef. jesirah 1, 12; vgl.
TINI' IDDS ed. Goldhardt, Odessa 1867 S. 56). Mit 3LI' DO)D willVf. wohlndeuteii, dass Sechs eine regel-
iniissige Z ahl (11J0 ]'12I ) sei, weil es der Summe seiner Faktoren gleichlkoimine, iihmlich 6 --1 4-+2 3;
s. Exkurs des gangb. Comnm. zu 2 MIos. 3, 1.5 nd Sefer haschem Kap. 3 gegen Ende. Bei E uklid IX, ;6
heissen 6, 2S, 496, 8128 und alle Zahlen mit der erwiilnten Eigenschaft vollstiindige ('TEiX L) /zalen,
woggegn IE den entsprecheiedon Auisdruck M)5_ fp2iW' der Zahl Sielben vorlbehlilt (DD 1DPi eld. linasker
S. 161). Bei den lauteren lJriidern (Die terici, Protpiiieutik S. 7. 8) heisst Sechs vini voll.tiidige
Zahl, weil sie elbeii der Sitllm e ihrer Faktoren gleich ist, uIlnd S i elCj heiisst v 011 ka(i I mIm n e ZLail weil
sie eine gerntde tind cine iunterade Zail in ich verinigt, nitilichl 2--5 4- I ist.





Abraham Ibn Esra.


Der sioben Himmelsnbrgen14 Macht fiillt
seiner Ierrlichkeit Verbnnd.
Er w6lbte eine achte auch. wo ihm scin
Hoer den Wohnsitz fandl15;
Darob die neunte ragt, wo scin Proplhet
iin schaut, on ihmin gesandt16.
Legt er lder Zoehnzahl Purpur an. si, stelit
er ;nf idre hjch.stcn Sitand 17
Ein Volklis zol er in sein Gemach. das
liebeswarm scin Ann iunwand.
Es rief iln icut in seiner Nothl, bedringt
in bjscr Feinde Land,
Trat Morgens. Mittags und zur Vesper hin.
wi Gott znm InLo es stand.
Zn liindcn iin als ,.dreiinal ihilig". wie ihnl
gern wir stcts beklannt
Don Engoln glicie, die bhclh umisclhweben
Gottes Thron imn Glutlienbrand .


ia ma mi'T)' ma 1 9 l
"'I3i ili^,ni~sswa1 n~'31 ^pl'


ix'a "niii *pI cAn Daf 1




is~n r'-nci 'irnK ^'12 pgn

Tis1? T T TSS' pT l
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T1 *T 7 i

115


III. Der Mensch in seiner Grbsse und Schwoche.

12. Die Lebensalter,
Ermahnnng (Tochechah, ,nrin) fiir das 31inchahlgbet des V. ....1 0i-,._ r.. a) nach
dem spanischen Machsor n'-7i n i Ainst. n"'b II. ful. 73a (SM), b) nach Sam 1uel1
b. Useda's bwX w tn zu Abot 5, 21 ed. Vn., fol. 2181b (MS), c) naclh Iachsor
Oran, Wien 1888 p. t der n113 W ,mm:b M,;1Bl (Or). d) naeli Wolf HIey dinheimi's
Gebotbuch ".1 z atrn vorn. Zuuz. Ritus S. 114. 37 zwcifelt an der Autorschaft
des IE, uid in cod. hebr. 1970 II, 37 (Neutbauer Catal. S. 653) wird das Gedicht
sogar Judla halevi zugeschriobcn. Allein LIandsht h, Amude S. 8. 46 vermuthet, dass
die Worte Mnr bn pi5 i~ n p a in der lotzten Strplhe das Akrostich a-M ) bieten.
Damit stimnmon die Angabon Luzzatto's in 21B rxK 1880 S. 10, 134 iiborin. -
Eine dcutsche Uobersetzung dieses Stickes lieforten: a) liischoenthia 1 in dessen
Gedichten und in Sulamith I, 2 8. 1 (1807), mit dleinen Aenderungen. jedotch irri2'
hunter dem Namen Fiirstonthal's mnittetheilt in Laws Lebensulter S. 38;
bi) Letteris in poetischer Form, in 11Tn' f n ';1f;rl: c) Kiimpf, Nichtandalus.
Poesie I S. 220. Anf einen aos zwei reimienden Versen bestchendcn Eingang
folgen zehn viorztilige Strn plqhn iit dem Reiine 3 a 1 A, 3 b 1 A s. w. -
Vcrsmass nivnln r'l1 in' ~rTnn zweimial in jodemi Verse.
Die ,,Ermnahnung" stellt sicli die Anfgabe, die Schwiiclo und Vergiingicli keit
des M1enschen in crschiitternder Weise darzustellen. mn so zur Busse und zur Fiir-

1) -1V A. 21 1NS2 D. 3) pil A. -41 n4inna1E) D t) Di0 felt iiei D. cfi AD. -
7) Wl2 /H; ,1T=52 L. 8) 2 Mos. 15, 1. 9) 2 Stam. 7, 22. 10) 1T~1i' AC; W!)Tp ); I'Ti L. -
11)1 1Z'1 A. 12) 1ixU0: A. 13) Dieser Vers fehllt ill A iund D. 14) Sielien Spli(rein der Planeten
nach dainalliger .Anlnahli: Mtond, -Melrkur, enus, Sone,, Mlars, tJupiter, Saturnl. 15) Den Fixstern-
himmel als achte SIphire nach Aristotele 16) Die von i Cl ltudili l'tiinleii ius iingenomiiene
neutllt, sternlose Uinschi ungsslphiire. 17) Nlit Silon llo Ibn11 (;iGa irol ni illllt IE ZI(ilePn noch eilie
zehlite Sphlire ani, die al s G;otte-throt (TO" I ND) Vl lvlton ein ltericlihnet mird Ilb1l (1abirol.
Ktiuaslkrone, Ahsatz jn13, riD1? N1 ')n unid Lebenrsquelle V, 70; lbn EIsra zu P]'. 8, 1 und Ixkiurs imi
gang. C('omm. zu 2 Mos. 3, 15. p. 12c ed. Netter. 18) ],rael. Ifier beginilt die beisonldre Bezicihung
suif denim Versiilniiuns-tag itnd die unmittielbar folgendie Keduschelh. 19) Jes.. 0, 2. 3.





Die Lebensalter.


surge' fiir das ewigu Sulcnheiil hiutInkenk. 1)ic triibsclige ShiildUlortul d(r rif ren
Alteresstufon zcit dlicsulben vouj dr schliimmninston Site. was ja dlin Zwecko eatsrichlt.
abor auch inre 1 lgel tdier schlilinmtn ]Erfahn triinig'n i i r dII strn ie d i lirilsaliishaliunmg
ist. die 1E als Uin vuin Sour'e 111un Klintllicr vio'lfaIcl hiinllt'esuci]t ter mui ais heiri math loser
Gelclirter in vorr'eriilicen Jahlren nach sonst 1)oikunlinit: s. z. IZ Il:. I S. 87 Nr. 08.


D)erMensch gcdenkei. wnim or inch aiifl'Eridnist:
Er lkehrt zur Mutterl;t huiin in 'leesteLstzter
Frist.
1. RDlft zi ..G(liitk al" i il worst leht.
Das. gleich deIr 31L rgLns m 1nn. aul'wiirt frohi .ichl
hoht,
)Ais an dlin M3utterlnhusn hal'tot. ichlt vrrwioht.
)eom nocu.h oeil l;it-g;'spann ilos Vaters Nac;Kkn i.t '
2. 1st daiin s zelin: was sturt miit Zucht ihlr eini
lust?
Zu schnoll, achl w\ird cr gross I11n lhis i ,s
st',ts: hIu nmsst.
Sprecht mild ihim u! Lhu schwhll, 1Ir11u'm!'
nich li m lh1.A.
lir Eltern unid VerwanIt', dlio er spiMilil kisst
3. VWio ist boi Z wanzi niuch ,las loin gar ,, schltn!
S)as jiune lIoh liiil't, iiebt idahin auf iecr I'lilh 'ii.
Vcrsohmiithllt Zuchlit. will nilcht dler Fitiilhrr Ruf i
vcrstech'in.
Ein Scllatz., gar hlild hiilt fet iln ring's 1i111-
;arnt mit List.
4. 3Mit dreissic Jahric f:illt orin dls \Weil)s lMinl.
Stoht ail' uiil slihait. wio' ganz las Ntz scin
llaupt uiinwaild.
)er Sorgc'in Pl'file zicen r[n's atil' soie'llI Stan.il.
IDa der iliedi'rf f'iir W,'il inil Kind sich hi icl
1htmisst.
5. G(j;gt. geboiut g'langt or ni di vierziLg Jahr,
Dies Iat.se.S frihd, ob' gut. bob's schlinil bschieden
war.
Er oilt des Weg>. liisst der Juiitendfreuide Schaar.
Da er zu schwei'lrein Dinst ao f s>inenm l' teln ist.
G. Zu funf7ig deukt suin Ui ist d''s Tindls. Odr
ihin ctlaitit.
1jetriibt; dcenn clhin ridckt an ,s tlitstirn T'Ldes
Nalit.


inibi r -n ia s

'U)n-T11 2 n fl!; n~r rmis

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4- m. in-6i'" f t hl M


1) In if'-;: MS. 21 IDi1. 12, 9. -- 3, 1p Or.- 1i I:zec t 17. 1 >ech. 1, 7. i Nach Il
2, s. V9I; D 'ni MS. Or. SlM ue. dia Vr ima-. -7| sr. i:, fi ; r.- s)i .31S. lIchter 1l, 1;
imiS.n 1S: 7inln;'l SM. 10) jnb t 2. -. 11 :2 Xi'inlio IVs. 1 in fesilt il SM. 11 i
SM. I- In 7, 1,; n, 9. 15 ': MS. 16 Zt r ]r.l, i ii ;i 1 t01. :;, 19; l t. 12, 7.





Abraham Ibn Esra.


Wic tief verachtet er der Welt gusanunte Pracht!
Ihn (uilt die Furcht, (lass nah ihin sei des
Heimgant s Frist.
7. Don Sechzigjiihrigen fragt, was ihm denn
sci geschlh'n!
Nicht Wurzeln, nicht eozweig liisst sein GehUC1il
m!lchr sch'n.
D)nn diirftig ist scin Rest, kann kaumn nur noch
besteh'n,
Und halt nicht Stand mit ihmi in bittern
Kampfes Zwist.
8. Drang gar bis sicbzig v ,r ider Lobcnsjahre Zahl.
So gilt sein Wort nicht nelhr: nain hlirt es
nicht einmnal.
Don Freunden wird der Greis zur Biirdo Ilann
ulnd Q2ual.
Da er beschwerlich sich und srieine StabC ist.
i. Mit achtzig wird zur Last dn Seinen or sogar:
Nicht schant sein Geist, nieht sehen seine
Augen klar.
Goring gilt or dem Sohno nnd der Nachbarsclaar.
Voll Gallu ist sein Kelch, voll Werimuth.
was or isst.
10. Wer dann noch lebt, der wird den Todtten
,,. ; 1 ._. r. il
Heil dem, der sich fir oinen fromden Gast
nur lilt.
Nichts meli r bedenkt und sinnt in dieser Erden-
welt.
Als was die Seel' orhiAlt und ihr zlumi Hcile ist!


Te])'ia "My" E S rab t'25






inay-1 in3f- inazp' g 30
cvnv^r wlm I,=:-n:






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7= Ji) g itj iba p!
2043'pa on a 0 insap- o


13. Der Menschengelst als Gottestheil,

Mocharach zum zweiten Tage des Hiittenfestes nach cod. Petersburg (P), mir nlit-
getheilt von Prof. Kaufmnann, former nach dem Diwan ed. Egers S. 16 Nr. 58 (E).
mit Varianten der zweiten Strophe nach dom Abdruoke von Dukes imn Litbl. des
Orients 1848 S. 422 (D) nnd der kurzen Angabe bei Zunz. Litgsesch. S. 208 II 3 (Z).
Anf cinen ,., i i... reimnenden Eingang folglen vier achtzeilige Stroplen mit dcnl
Reimne 6 a 2 A. Versmass abwehselnd mtrim l r'in m in 't undl innl nv!n 'ni
nlinr vb~w. Akrostich ml'KX. T leheir den Inhalt des Gedichtes s. die Ncll-
homerkung.


I WIPO MS. SM; tI'nW Or. 2) 'Ill MS. -- 3) iN Or. SM. 4) Iinm ?:i 13 ; iS; T1Iw ,i
t =3 7 .li Or. SM. 5) i fclilt in MS. 6) 1.1: Or. SM. 7) WVin die Bib el sell)st ne)ben -i313,
Wagen, auch 3fl1 bietet, so hildete lie mnittelalterliche Poesie nehen dem bliblischen -ifCnD eine gleich-
bedelitrlde aiNisculiirnfnrm 'iC; ein(c Zur(ainCmnst7ellung iilhlilcher Bildllld eng gielt Zu nz, S11 iJy I'vesie
s. 406. 8) nenINx Or. SM.





Der Menschengeist als Gottestheil. 19


Es herrscht in mir ein Gott voll Lebn:
Mein Herz fr;ohlockt. ihm Ihintgegellin.

1. Dir ist nmin Inn'res olutlnbar:
Ich selbst bin Zugein mir fiirwahr!
Mein Geist ist frolh, or weis .s s iMr.
I)ass stets mit nir miiti Schiipfer war.
Wie sllt' ich jernals kligein gar
Ob Wa:nderschaft in freindtr Schanr!
)Dnk' ich iots (Gut. das Er igg'eben.
Muss all moin Sclhmerz m ir ganz i'ntschw,1bin.

2. Soin Nume maelht don (;Gist mir 1fr'i.
Stitrkt mine Kraft, verjiingt sic nnii.
Er ist mir Ruhe.statt dabei
ind Wilmnhaus. wo ilh sicher sci.
Ja miinemi Sehipfer pflicht' ilh lbei.
D)enk' im E'trwadlien Seiner treu.
Da friih und spilt sein TIhn indi Woheln
Sich wundlirsamni mir zeig't im Leeiin.

3. M ich lenktl auf' wines laness Spuir.
i)es mir verhiillton, dio Natur.
Dann ruht dns Leid. das ich tofuhr.
Mein Lrois ist Er. minin Schutz sein Sihwair.
Was kainn nir thi n dlie Creatur? -
Ja ist er d och inmin (Gtt nielit mnr:
Ist Bog-en mir nnd Schwert dInoehln.
Mir Macht und Hort, will Scihutz miir gelin.


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4. Wer .ist's. dlr meinten We'i mich lohrt. '' "1 -
)ass ich erklimmine eignen Wrth? e'r~,L L'K '.
I)ess Name liclt durch l)nnkel fiihrt? "':bnT t
I)ess Schatten deckt vr Feindes.M;lhwort? 2- '2'D "' ,'"1
Mein (ott ist's. den ich stets verhlrt. I Aa n,8
Der mich erh;iht. diss tuim Gefihrt 1
Die (otterkenntniss ntir mnIay I .eln '3D 13'i
Die Sphiire. (lie umlkreist mein c Lebln15. 14"'I ",i i'i"

1) imD' n) P'; m'n: n I. 2)1 2) 1. 3) So E; ronst D'S;. 4 's. 11, 7. 5) NacIh
Je. 32, I1. 6) 'n12 P. 7) 'S'pB P. 8) So verumithe ielth nch Ijbl 10, 16 statt lpl nif P; IpajI
1) und PiPn E. 9) NX'5 Nil DN1 E. 10) Nach Ps. 11S, C. 11) 'iS -;i E. 12) So nch Z;
'DD 11n31 'M i F; ':21 n:i1 1'1 P. 13s) ?3.1 Z gecen lds Versmass. 14) ''1l Z gegen den Rein. -
15) Der Siln ter leteten, lam Sclhlrsse idlnkeln Strophe ist: Gott allein ist es, der milc, iber die
Schrankeun der Sinnlichkeit i irdischen Lell n hlintas, 1u nepiner wit llhreI iPedeltung als Ebenbild (ittes


30






Abraham Ibn Esra.


Nachbemorkuig iilor nuhalt mnd Gcd iakngan'.
Die mnnschlichlt Seele ist ein Theil von (ottes Gcist. Die Einheiit mit Gott
o'ewiihrt F'reiudo, Trost ui n Sicherlhit dent Einzliiten wi e d r Go iamiinitheit seiner
Jiekenner.
D)as Bewusstsoin. ein Theil vinn Gott in sich zi tragen. muss IIn Menschen be-
-'eistern und entziicken (V. 1-12). )araus orklii.rt sich iiuch di Allwissenheit
ieos Einn Gottes hinisic-htlich deos vielfiilti.ien Thml und Il iikni'en imn Minschen: deln
Gott ist in mionsch lichen (Gist e geowisornias.sIe mit thititi'. J.a der Mensch ist als
[nhlabr cincs Gottescheils Zenugc fiir Gntt vor sirc selhst (V. 3-4. Zur Sache vg'l. S. 7
A. 7; S. 9 A. 9; S. 23 No. 15; hil. 1 S. 77 NO. 48 Z. 4: S. 199 A. 18). So knunii
der iMensch sich vn UGtt nii verla-sson fihiletn (V. 5-- ). kiann inlu h in unfreundilicher
Fronlde nicht hotrilit bleib-ion. dla r sich nur an GU ttts Gilt. die in seiner Person
siclh wirlisallll bI'liiIniti'. zu evrinnrn ]ibra-ulch. 1un jodilin (G'rain zu sueh':ii1hn
(V. 7-10). l)irch iden Ge(;ilnken in (e;iit findet d'ir IIIInsch i ulihe. Kriaft Sa nnlunng'
iund Zin-irsihlt (V. 11-14). D)arulu sichli'-s t der Fr"iiiime sich fotst aln G(tt lind
ist (Gitt mein rerster GUdanke: din ili Zeihelii sines Waltens troti, all ihim zx
jeder Tagesstiiido wuindrbar horror (V. 135-18). Kanni der 3Monu-h auch las
eige'ntliclio W\se'n rGottec nicht orfassil'n. so, sc-halt or duch ilesien ;ajiLst;-it lobendig
in der Natirn (V. l9--20). I,);s gielbt ihin iiinero IIRuli. dai or iinii Schilpfer deis
][immels itin der Erde als isinon Gott erkeinit (V. 21-22); Idnll was verinmgen
iios Menschlie dein Schutzoe (lttes gegeniither iiisu'rivhton. lder 'go.''n jedei Gefahr
die o'eeignret Wehlir inid WaVill zu liiten vi]inag (V. 23-26). (;,ntt ist es utich
der dem in.Athltn hei'tht in de- m hIstrecn, i m villen Shinne dis W\\urts IMonusch
d. h. ihenbild (Gttes zu wordln lind, zuile.icih niit idir- illim ll ;;li(ich i (G)ttPs-
erkenntnissi. in s-itinom Wissen wio in -i'inin i-1)pi-iwandiel a diH h1ch-ist, StIfe Zu
erreichen (V. 27 lis End-).


14. Fromme Selbst- nnd Weltbetrachtung,
]!uss 'ccot (Selichah) nacih ijMailto 3 ,i= i ri1d. 181 der Ireslauer Seminar-
ibliotblnthek 81 1 (T) iind nicali dem .Alirui nck dlurlh i uke ini litll. dAt., Orionts 1849
S. 760 (D). A\lf ,ilnrO dlrizoili,'p rilnicende Ein'iiang'strplllhl,, wn .jdh Zoilo mit g'1"l
in wochselidelr lBedii'tung-' hognoinon \vird, f,,lgi',n vir virzilig' Str.ophen mit deln
Reiime 3 a 1 A. 3 i 1 A i. s.. bdil Zril holt nulin Silb'n. Akrostich an=S.

Des fro'Tilllmnll Worts, igini das i'-1 1 i3 Qp na2 '7~3' 08l
vr Gitt ,olhrlic.lt.
Es sei ,hrlo'ugton ][auplts g.sprochoin ,^ l1@ 2 1N"' 3'g g,
wihllibodachi
Nunmehr. dla uns l-,'imntd die 3littelzeit i;'gi l IIlti< ,'1
der Nuclit. -

erheben kann, llir ldas d(lrch iiin Ito ( ilito 3[titerli H) \l ititt Diunlkl t(rhillt I nd nlicn h -nr Sll ii' sclhiltzt
V. l27-:i 0). I!i llg' ich mll icI \vlir (ott l Ild ii)'tlitra c lt i tlll i :11 til liit c llto nii Iltzto Zil aill loilln r
1)llnko l l d Wlll Ions, so t-ihe ich iiher iiCIlll cl Scz1rl nkuI ]linll\\'. i r Erkenlntnli-i Spi(, e- ll '-ons, womit
]lotll\\('lllioer W(ei he Iich vin nw11 ut ri n l ll r ill.c (it uhlumuiichve NV(lt lnld ills 11ur
i mers- rI toini, dip W elt lnid iliclh -t ,ll t ln t-chlie-Cs li ti n r I I nik rtcl'i 'llll iiin llitlltii) iiiin o]- l[ ii e V ]eri
EIindl t. I -Iili r (vi on doe n N I lipl atollikorl l golilt l ito l' Ektai-e iilt i ni (;ei-t (inI- mIlli d 11 vnll m1iri
orkalontonl Scliil6ofer IInld NOi Ei I lPs. (i s, 7,. .(1) ';il irl' ich .l...ow voli'-' l] dahin flih 'r die im sr m l 'to ('renzX O
ider" W elt. Die fil c de ri'lig_'ill hill i l lphlis(lchl S t:lllm ll |llll ll" t dc c l' ic(hllvllolldl Stelle i't ill Ien
Erxliiutrlleill, \\el Ehl ; I. -rs ill .A\llI IL'e yum Z i Dhllll an S. .-)l alli- d nl MIlcl i hsor DDCi'1" c13 vo1 n Algiir
I. 77 ilr ittheilt, niclt. scharf cit O fllll ; tl f -f t d4r1I'rde11; d ie i i ]N Ei -r -elh- t ink il llI\\;ll S. 17 .%. I. 2
oge n ic t rihti Erklit l li rt i i1 urlf 151 deS Al all.iitol Zril n u ii






Frommne Selbst- und Weltbetrachtung.


1. Ieb shine mbeiicr Soel niach, unm z
ontdck(1on
Ihr Wosen. ihriin liogriff ncbst Ursachen
und Zwecken.
Sn. itacht' ich. blili' ich trcn auf des G(o-
illikens Strceken
Tnil ist ntin Lobenshauch voan meineni
Giist, howlvcht's.
2. Im \ esnsirgrulnd dir iWelt sch' ich so-
aim ontsttchen
(iobildle wiinersami. die ki inuoin iunt ver-
g'ohoenli.

So w\eiss ic:. dla.ss lurch Schpi funii
ninr I's ]k:inn escheehin o.
H[oil deli. (11s Alu', 'lies zie. orn)stlich
in li trnieht!
3. Mo[in I)olli]en tril)t rnich lnan. Ilio
'F, s-chihung zu Ir'ioseii
N;clh (U tt. lDch ist ij lin;gst seiin
Dnasein schon erwiesen.
)ie Wlit lls sein (Geschiipf. als Schiil)ftr
or gepriosen.
Ulnd zoitls wIirid lii's Schattl'cn a1us doin
Nichts guilachti".


-T! rriy ? ift 23 "-n

Mla"1r'91 ;is '3Srn' *'Wt f3 5




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1) 517 1). 2)1 'i-1 5 .) KAl-i. i l nac, h 1 initcin lErkldrini. -- 4i M TW -
5r) D'WVlfTif'3 D. ) -M1D. felilt hei D. -- 7) M)i MI n' l :I T 5): 1) -- ) Mnl bezeicllnet spit Sanadia
hloi eIi ]ielitill-llhil s .pl 'llhen, \olin t dui, it'lortt in (nlro inner al< besiideres >ePele ]vprmniigPi ueirtincht
\oirdont soll, din t1t lhi'tns('it od.r Ili Tlier. rcli, t \\h ili(I ti" W( das lleghriel, an dLlie Pflanzensiiole,
nIDD titber das Tlenkvrmniigen d-- 3hitt-chenl (Vje3'C.7t6'/, e905C, fl) hedutilon sll (Sa at li i, IJmeunot
VI2 S. 65 a ed.rlerlill; 11 zu K ohe/el 7, :). Nilhero- o. initial S. 2; A. 1o.. 9) A\lle in dler W1elt zeit l 111u Iicli
Aristoteles cin i rildiwitvien (ultb>tltnz, o0'r0a) ulind \\ ai deinseliheni /iiukont (AccidIenien, UiIet)i sYiX6C.). -
101 Die l'lntrsehlidunIiii' ileer I a tr i e al liglichkit des Scins tind oiner hiinztrcteiinin w echl1ndenF o ir mi,
11n mdal Soein Zx ve\ irkrlhelln, hatte A rit tele s ;ir A11nn1hm1 e ciner (Gotthoit efiihrt, i die als letzte
I -tclie tiller Veratlndlrui 'ti III Vi Dowi eiiigur g igd t \\ordo'n lii-i'. -c Nur t 'act E1: filir MI:tel'ii ,,SSll st:anz"
llld liist so iuclh ti ll tlurld l i Stellr n tll( n )illng till Slll) tilt lll mid Fl-Iormt (ilT I C t bestelhen
(s. oblnl S. A.1 .\. 1t utal Jil. 1 12 A. 1:1). Fl'nIer vPrwi c ell'lt or di(e das D' inlg l'rt hle'ltllCudo Fo r n mlll t doll
Accidenzen Dillp n) ;:i mn cli -ellll fortihuI ])inIrLj lExkur's zu 2 31I *2l, 1 mint Cil l2l. ('Cni.; Cr ,- 1"D]E
VIII Anftniligl \v it uA 1) rIali] ill11 II T I 1 dl t lDJ'lun v. r S. 11 o15 l) 1e till S;ia llln i Il nC(; biroi l
taldolt. Schlinu ;chi;o (l Hericnflpjiuthen 1 I; 12 dl. .ollinek) liitte die l i Arist teles :nuseinandper
geli ltolnill Zwei E llthelililniiiL' I'li n c ritlrle i g li lt'nl, \\ ;1ilire(nd l 'r i \:Ltinli (inlt it tI :tl i ii I i d s,
M r.1. 1 73, S) di, Ilterlschollidui v alllll tl mIii l undi fell verw'irfii und ILU1- die t in Sublll-tLuZ (d. 1h. lei
IIden _Illtakallliniulll: Atolelll) 11d Accidenzllon iiiifrocht elIi:tltoln ]i Itt. 11i) illr Scllliillfug aus Nichts
imi gei iillicliel Siiniu dill Au sdruck- iderstreitc t 11E ;ln ver-chliiedenlen itellen seiler ichrlif'nll. Dip
Eingil iund Ilimmlinelkilrplr niimlich i ild nic ill itlT m nlill .A\falltllg liu d o1 tile 'ticide (lhilde (Coliti. Z7i
1 Mo. 1, 1 1 ; C'llomn zl I-. 1 i S 2. ls i2ti. d n Dullll 1 1, '2}, sind iedl cili abi'linigiL voln (;att lnd ll estelen
nlr ill< AIusstr6ilt1 IIII 'piner Daisint-fitllco IIxcurI ii gi;ang. (' ilil. Zl 2 IlLs. 3. 15 lm 5i]1 D n2lT Ii H2
-1 n :T mD l 0 r3 vsTv 1:'W ET;v^ pl ... -. In:il -,1n ":) is N hn 'i). Die in der licil. Schrift lie-
richtote Sli'iipfuni a;ilor \\a r nitlh IE l uf dii ttultlunt ri-sel ( Welt bchliriinkt ind 1iestand lediglich ill cr
Deo i-reiiliiti itinil lt'rl oststltlll (ini I l'reit \ rlnldi(i l 'rii l 'tl (i l ide (u'cili It m. zii 1 i 9 s. 1, 1 ; 1. ob. 12
A. 0l); er lhirte also unicfiihr eine \VWeltildl iing, ic sie nil d doallm Plato nachl Tiltaetls p. 28 I('
lind Ar i ,tole, Phys, VII!I iugo-eclhri'le wuIrdel(M taim nides, M'. 1, 11 ; v3l. daggic /ollIer
'll. d. r. 114, I S.n.2- t .llvon r unllllbegelo zt I'rltuff elthlielt vor (l)ttes forlmblllnitcl r Einll\irkiuing nir
die ilglichkelit, nicht die \Virklic]ikcit de10 Dal-Uein t uind wird in diuelem inile ;oll iitsprer ,Stellpe in
(treliti\v) Niclht-,iendes K La lnnt, \\ie scl tl Pla:to, Aristteles, Philo n11d ]]l, tin die
l1aterio aills v, cGT pOtG unld iihulich, Ssiloino IIII (Gabirol n l'y in t LdJLeensq. V :12.:) )hiziclhnet






22 Abraham Ibn Esra.


4. Warani erstrubt ihr Tand und folgt der ~ '.n "
Lohron Fahnen,
Die ohne Froimmon suild, die nicht entfernt -1i7tI DM = 1 t' j.t 2'~ 1 0
ahnen,
Substanz und Zustand sei das .Dling" auf n 1 1 .A. VMtt3
alien Bahnen? -
Nehmt auf den Frsprlnng eurer Secleo IZiLfS 1 .".' M I'1.
wuhl eIldacht!1



Nacnhlhmork1u ng.
Nachdom Einzclnes in den Anmerklngen niiher erliiutert wird-n ist, schcint
nun noch eine xnsamnlonlassende Erkliirung des Inhalts zweekmiissig zu sein. Der
Dichter b1ezoichnet als den ang'iemssenstt'n Anfang der niichtlichen llussandacht cine
erbauliche, den gliiuligen Standpunkt feststellcnde Betrachtung (Eingang V. 1-3).
Es ist eine religionsphiloisophisehle Betrachtung, die or anstellt. Zuerst
spricht or von der Seele des Mtnschlen. 3laterie (or sagt: Substanz), Hegriff,
Ursache und Zweek, die vier iristotolischen UGsichtspulnkte nmetaphysisecher Forscllung,
seen an der inenscllichen Seelr ricltig zun rwiiten: man ,golange dann zu dem
Ergebnisse. dass die D)enkthiitigkeit des G(cistes die wIichtigast Auft'abe des Menschen
bilde, imn derentwillen ihmi das Leben goewiihrt wurdin sei (Struphe 1). )aranf
wedlet sich (lie Betrachtiing der Welt zu mit ihren werchs(lnden Erscheinungen
(m npm) an ihrem stets sich erhaltenden Substrat (=a7); sic weise mit Nothwcndigkeit
auf eine Sohiipfung hin (Strophe 2). D)ann aul GIott gerichtot, zeige tlie Ueber-
logung. dass oin (Gtt vorhanden t il n simiisse und lass ('T Urheber der iilrigells in
jodem Angenlrlicke nchl iminer on ihm ge(schaffenon Welt sei (Strophe 3). Die
den Gesetzen des Donklens und der toi'ligiin widerstreitendon Liim'ner riihmen sich
thiirichter Weise einer nichtigen iWisheit. wiihrend sit nicht eininal das Daseionde
(KmS ) richtig als Substanz (m:; = 7a ) und Accid'nis (.rpa) zu erkCnnon im Standle
sind; sic kUnnton snllst nicht ilre Sellet fiir einen vriilbergilhendoen Zustaind ihres
Kirpers anschen, wiirden sic violmehr als cin geistiges, urspriinglic h den Engeln
verwandtes Wesen lbereifon (Strophe 4). D)r religinsphilltsphlisclhe Inhalt hat

hitten (vl. ain. 1or. I17 mi( lGersolnide s, Milchum. VI 1, 17 8. 3 7 ed. Jollinek). Auch I 11n Esra
sell)t liisst, obgleich er dtie Materie Siubtstaniz ninllt, d(lnnocli das wirkliche Din ll ett lnach deiil
Hinzutreten der Form ent-tchen in Zach.. 20) ed. LiUillanl w eO s eist: "tP'7 N'I.2' lfni DS
N'S) momi.' iN mi1 53lp5 ]-i M12P I 11nI .. .- Zeitl o-l ahler neiiit IE lietr die schaffende Thiitigkeit
Gottes illsoftrll, -lls zufigec der llineplatlnisclihen Eianl atitlltlc-l]re (ls aseDin der Welt unlter Verinittelugill
geistiger Ilitelligenzen, ffort\wiihrelnd \'ii (;titt llitistriillt. Iund so*l cill iiilafhlirliclies Scihaffen Gottes VoH
jeher stattfindet; zu (ieser Aulfftassuni verhielt sicih IE in seineon friitheren Seliriftenl (z. B. im kilrz.
Commin. zu 2 2 o 1 S. 17 Z. 19 ed. P'rag) ;iblelien, iisseort sich iabor Ziistimmiend ill ganib. Coimnl.
Znl 2 Mos. 3, 2 Illu sonst.
1) Vi1n)D. 2) 71n11 D. --.) c2') D. 4) Die Sol dles 3Ionscihen ist lnacl IE (zi Koh. 12, 7) tin selb-
stiindiges Wesell ( S ibstallz), Iiclit, il wie atllllche gelelhrt hliitten, ilur eill ZXusttlnd older pille Ei enslseltft
(Accid e n s ), die getrennt vom inKrper duichit ichtfortbpsteihen kiinllte. G4egenll dise voin E verivorfene Aln-
lnhmo hatte Itereits S a anin (Emtum. VI, 1 S. 63b Z. 15 fledr. Berlin) tdeln E;ilail d geegl gelnd aclit, ttduss, i\ ell
die Seele ein Accidens wiire, ste tiducl iciht wiedlrultn selblst Trii erin vil Aceilenzen sei i kiinlte, wiithrentd es
thatstiichlich wisseonde llin l ilinwissende, lialtere lld verderbtle Seelen glibc, tund (tie Seele der Liebe und
dem IHasse, dell "\Wolll\wo\lle ilind det i Ziorlne z.uglinglich ei; me r eine l ) Substanzl kiinte Triigeriln vonl
Accidenzeln scin. .tAlo seti die Seele noitlit endig oine Nllbstiltll. Allf dieves ArteuttIuient will hiler lie
letzte Strophc Iffelnllhlr hiideiten. Vgl. Excurs im gan'gh,. f',iimiI. Ziu 2 MIts. 21;, 1: t 2- (SlllSttalin) t'1 W
n 1en' .71 12 1 Z 1 ... Dm7D 1:ma 032 iG21m7i C'C'1 C 21 M if ,1 V'iiC 2 12' .e. i'11 I'2
n0 3 2'fC1 il7 D'117in m 2. n1 Die Iottctlln vir WoIIte bedeitdeen: \\ie die Titllei anll dnll
Engel unid dais Wiss- n ]:jal- Acciden-l iln di Seplc.






Selbsterkenntniss als Mittel der Gotteserkenntniss. 23

auch auf die Sprache des Gcdichtcs cingowirkt. Es sinl zwar lautor biblische Aus-
drticko; aber derenBcdcutung ist die dcr dainaligenphilosophischen Speculation. Man ver-
gleiche =sv V. 8 und das auch in der Bibel glcichbcdcutcnde poitischeo i V. 18 (1 Mos.
49, 14 and sonst) in der BIdcutung Substanz; a n; V. 18 and 'pm V. 9 in
dor Bodeutung Accidens, Accidenzen; xS5Q V. 18 Daseiondes, Ding; i1rmn
wlin V. 14, die Welt ist geschaffen; auch u'il: n 3 V. 13 gehdrt eher der
speculativen als der poetischen Sprache an.


15. Selbserkenntniss als Mittel der Gotteserkenntniss.
Ermahnung (Tochechah) aus ilvm ~ ;n;~ 3 ,n cod. 181 der Breslauer Seminar-
bibliothek pi. (41) (T), we, dic reberschrift ", i KlTj p a'nKb ,inin lauatt, mit
Varianten nach nla *i "'i-'D II 8. 11b (A), nalch -n' n v ed. Lippmann, Anhang
S. 35b (S) and der Strophe d m n3 nach cod. Brit. Mus. und Mlachsor Oran bei
Kaufmann, Die Sinne S. 31 (K); endlich naclh nictOH n fair Avignon ful. 10b
und 51b (Av). Das Godicht besthlt aus ciner Eingang-tsstrophe und zwolf gleichgebauten
Strophen zu je vier paarweias reimncndcn seclissilbigen Zeilen mit dorm Akrostich
pin niT DB zK. Die 1. .- ..p l.. felt in A, S und Av. Eino sohr schino, aber
stellcnweiseL za freio Uebersetzung dieses Stiches hat S. Heller gcliefert; s. dessen
Die echten hebridischen Melodien, aus dem Nachlasse herausgegeben von Prof.
Dr. D. Kaufmann, Trier 1893, S. 164. Noben der Psycliologio wird atuch cine
Reihe physiologischer Thatsachen in diesoem Gedichto zum BebhufO einer religios-
sittlichen Ermahlinug nd ErbauIung verwcrtlht.


Was habt ihr, Schllifor in Gcistesnacht? -
0 habot auf each selbst dich Acht:
Was einst ihr wart im Anboginn,
Zu welchem End' ihr gehot hin!

1. Priift ihr der Seele Anfangszoit
Und was sic word' in Ewigkeitt1:
So seht ihr, wer euch Schbpfer war,
Und schaut ihn von cuch solbst aus klarl2;

2. Scht euch als cine kicino Welt,
Die aller )inge Bild enthiiltl3.
Doch uintr ihrli stcht cure Lust,
Und die Lebenskraft in curer BrustiS.


M-:t w, S3

Dzltr 1 w irtt T



awi3rny1. Dz]Zt-nX'!; 5


Q3-ti3 '^i -0i




"I; t'l*7:1^ nVi 10
"Seps's 7^nnm
'oC13o a1LK "lnr


1) li1inn N AS. 21 TN A. 3) ;i f A. 41 M31't fehlt in S. 5) nN :in Av. 6) mn3 S.
- 7) Das auffix i t ll f DVEWD V. zu bezichen l ie ill V. 1:3; das Wort ist ials Masc. gebraucht cic
1 Mos. 2, 10; 16, 25. 27. 8) Ueber dlie wcclselllde edelutlun von te D t3 h.. A. 15 Schluss. 9) ri'Fin AvST. -
10) D 1:D'' Av geg. tdas Silbenmaniss; 2:-i;2 ; D3- if A. ii) Selbstansclauung des s nkenden CGistes inach
I'lo ti n. 12) Nachl Ijob 19, 26. Ueber die 4ellbterkemlitliss als 3littel der Gotteserkenntniss s. oben
S. 20 Z. 9. 10. eller, a. a. U. 1. 164 nimimt i:i inl V. 8 irrthtlmlich inm sinne von Leib als
Gegensatz zu 10 3, wigegen auch slchon die richtig verstandene biblische Quelle spricht. 13) Der Mlensch
ist eine Welt im Kleinen, Mikrokosmus, ]ap DO U i\ic IE nach vielen Vorgiingern wiederholentlicl
hervrhcebt: gangli. Conmmn. zu IMos. 1, 26; Exctlrs im gangli. Connmm. u 2 Mlos. 33, 23; Comml. zu Sech
12, 1; 11''IUn 1 eDD ed. Halberstam S. 9 1b Z. 31; Jes. nmor. XXI S. 4 a ed. Stern. 11) Der Seel V. 5. -
15) Zur Seele (D~' e V. 5 im weiteren 8inl del \ W'rtes) gehliiren (wie wir obin S. 21 A. 8 geselien
tlalbll, acll IE zu Kol. 7, : 21i; g Cli. 7i, II. zu 2 1o3. i'2:, 2Ii; frgllti. CoIlmm. zu 1 MIos. 2, 7





24 Abraham Ibn Esra.


3. Zum Thronsitz nahlU sic Haupt und Stirn
Und wilbto zuin Palast das Hir-n0o.
Im ganzon Luib als Gottes llauch
Behcrrscht sic iechl nauhKSnitgsbrachl11.

4. Als Spiher schaiuen die Augen urn,
Als Pfirtnor horchen die Ohren stummin
Die Hiindo schaffen als )icner schwor,
Als Pagen cilen die Fil sse dahor.

5. Der Naso Gang schafft ouch Geruch,
Die Zunge fiihrt des Geistes liuch.
Die Lip pen schlmciken Alles ifin.
Woranf die Z ihnio es machen kleini2.

6. Der Geist ist Piirst in demi Gebiet,
DUr dinnenrciz ist Riinkeschinied,
Die Leb bor wckt den Nahrlunigsdlrangi
Die Niorcn niederer Liisto hUang.

7. Und dieser ganze Grund and Bau -
Er niitzt und dient dcim Zwcck genau.
Ob auch die Viurli sind stets ontzweit
Und untor sich zum Kampf bercit.


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.. ed. Friedlnder; Jles. Mor. VII t 28 ed. Stern) in iiblicher Vermiscluning der drei seelenstufen des
Plato und deo Aristoteles als besondere Verm6gein: :) als unterste Stufe das regehlrungsvermlOgetn,
Ttor 'q 6 tiv m tit dem petite im uptsitze im nterleibe bei Platb oder die vegetative Seele 9p3.rC'iy.vs bei
Aris toteles, D 3f hier V. 11 im engeren Yinnel des Wortes 'D3;-- ) als mittlcre Stnfe das Vermngen
der Affecte, t)~ U g older aDj.iota>i mnit denm lauptsitze in der Brust inac Pl ato ; das Empfinduings- und
Bewegungsvermngeni, die Lebenskraft der anitialischen Seele, dts aGUc'rQtlmtX V u. .. w. ich A ri s to t ele ;
es heiist oben S. 21 V. 7 mi in plattinirschelr Weise, hiecr aber in aristotelhclhlr elluetnung, und dnclh mit dem
Wohlnsitze in der rust naclh Plato: D3)23 iW'N n'rT V. 12; c) als oberate btufe das Denikvermogeni,
vo05 oider Xo1t0 xtl x mit dem sitze iltm aupite nach Plato, ow1g vourix6Ov older liGLvoYCt.6t' bei
Aristoteles, hier rt,3 in Kopf und iGelirin V. 13-16. )ass jeder der drei AusVlriicke rill in'=3 I''3
auch ilt weiteren Sinne gebraucht were und (lie Seele iiberhanpt bezeichne, sagt IE an den an-
gefiilrten Stellen zu Koh. 7, 3 ntid Jes. mo11. VII ). 28 undi ferner nioch zu Ps. 49, 16. Hiernlach
durfte er auch in dicsem Gedichte sich gestatten, D2VD) in V. 5 fUr Seele, daggeen in V. 11 for BCo-
geihru n g sve rm ge n zu gebruaclhen.
1) rn"rl nt'H Av. 21 Name der denkenden Seele (oberste A. hier). :3) 'DimWL K; C',ni A, \ o
2 zugleich ull Akrostich gezogen \wird, weil die niiclhte Strophe ausgeflillen i-t. 4i Di fehlt in Ar.
5) D'~N Ki gegcn T und gegen die Silbeinzahl. 6) nD2 -lA. 7) D2nsri ncht Ben-ch. (;lI; allein
dort heisst es anch DCI 1T3, wonach hier V. 27 gleiclfifils zu itideirn i ire. lit Wahrheit ftilgt IE hier
iliclt dellt alitllsi, s*lderLn 'l ato, der der s d:iegehrcIe in deli nllterleib veretzt. Vgl. ober tv A. hier und
nlltell A. 13 8) )l} mN b'ii 0 T gegen die Silibenzahl. 1' MiiTN i A vS; iT nM M A. 101 Das
XOYt'2rY.6Ov hat nucth Pllato seineln titz im Kiopfe. 11) ])er denikende Theil dier eele ist zur I[errschaft
Ierrufic, wiihrent die anderen zwei SeelenvecirmiigIi sich dellIselbein iI terordnen sollen. 12) Zu Strolphe
tI und 5 vgl. 1E' Commni. zu lKol. 12, 2. 13) )ie L.eber ist nich IE Hlaulptsitz des LiUDtqTIrT ,
(Jes. imor. VII S. 28 ed. Stern; gangb. (Comm. zu 2 lMo. 23, 251, aclh Plato der Unterleib siberhaupt,
woraus sich hier V. 28 erkliirt. 14) Die harmolnisclh im Leibe verbunlldenen vier Elemente Feuer,
Wvasser, i- Luft llud Erde miderstreiten lnaci jll-r eigcneivi Natui (iiillanderr iiud chtini -ouist atif Trenlllnng aus.






Selbsterkenntniss als Mittel f. die Gotteserkenntniss. Mahnruf z. Sorge f. die Seele. 25


S. Doch steht das Herz ouch still und knit.
So flieht sein Kdinig ohne Halt;
)i S;illor stiirzen krachcnd oill
Und Hiauser sinken. gross und klein 3.
9. Verwiistet wird des Leilbs Zier.
Ier \Vurnl orscheint mit ckler Gier:
Der Kiinig' aber, zi,, or ans.
Er kehret nilnmer heim ins lHais.

10. Dann.lebt ihr crst im Geiste wahrl'. -
Poch blcilet ilir des Wissens baar.
Sii geltet ihr den Thieren glcie:b.
Und besser ist der Todten Reich.

11. 0 denkt hieran, lesinniing zeigt
Und zu erkennen seid geneiogt:
Wer eoern Lebensgeist onch bring
TTnd wer ihn dann zum Scheiden zwingt!

12. Des Geistes Riistzoug nehmt und selt.
Wie Alles in der Welt entstcht!
Erkennet den, der Alles schaift
UndI liitet cures Donenske Kraft!


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16. Mahnruf zur Sorge fiir die Seele,
Mocharach nach dem Diwan ed. Egers. S. 20 Nr. 67 (E), woven Simon Duran
in irln p1m S. 84a die crste Strophe (V. 5-12) anflihrt (Dn). Auf einen ans vier
reimenden Versen bestehenden Eingang folgen drei achtzeilige Strophen mit dem
Reime 7 a 1 A, 7 b 1 A. 7 c 1 A in dem Versmasse -inm niln rW. Akrostich t tK.


Den Herrn, der iiber Alles ragt in Herrlichkcit,
Such' auf und als Gcwand leg' an G erechtigkeit!
Der Seele Gottestheil bchiite jederzeit!
Fiirwahr. der Geist im Menschen ist cs, der
ihn weight.
1. Es ward in dir mit Namon Odem einst genannt
Die Lebenskraft, der Gattin 'leich im Ehverband 20,


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1) 03331 nlt3 S. 2) 0, 0 m21 A. 3) itE' A. 4) ,1,n1 AvS; IN1ln T. 5) Ijob 7, 10. -
6) lPnnl AvA.- 7) C A. 8) 1 j''l S. -- o) 1 iN S. -- 10) 717 T gegen das Silbenmass.- 11) n' Av8.
- 12) Ijob 36, 22. 13) Das Gleichniss findet sich ahnlich bei den lauteren Brildern nach Dieterici,
Anthropologic S. 171 oben. 14) Mit den unvcrgiinglichen ]iegriffen und Ideen der Wissenschaft und
Philosophie durch hingebungsvolles Studlum erflllt, wird der denkende Geist des MIenschen, der Ton
Ilause aus einer unbeschriehenen Tafel gleicht, selbst unvergiinglich und lebt fort nach dem Tode des
Leibes. So lebrt IE in Jes. mor. VII S. 34b 35a ed. Stern. 15) Kach 1 Chr. 29, 11. 16) iob 32, 8.
- 17) Das. 18) Nach 4 Mos. 1, 17. 19) Nach Ps. 45, 10. 20) Ibn Esra im fragmentarisch er-
hliltrnen C'nmin. zu I M T. B, 21 S. 40 ed. Friedlrinder sagt in der :lloori-chen DTeuting der Erzolutng
4







26 Abraham Ibn Esra.


Gearaben aus des reinsten Lichtes Felsenland.

Gehanen aus des ewigen Lebens Grundbestand.

Entsprossen dem ihr iiberlegenen Wissensstand :
Die aus des Geistes Sphire ihre Nahrung fand.

Des wissensreichen endlos wie des Meeres Rand9.

Er wird des Menschenleibes Haupt und Herrlichkeitlo.

2. MeinGeist! Womit willst schitzendu dich imGericht.

Wenn anf der Wage einst gepriift wird dein Gewicht.

Da Gott gab diner Hand ein Mittel klar in Sicht.

Dass der Vernunft Gesetz du iibest. tren tir Pflicht.

Und im Besitze diner Kraft du rasest nicht,

Noch untrei wirst der Lehr'. in der erzn dir spricht? -

0 Stirn! Oh meiner schweren Siinde Lastenschicht
Sink' hin geloeugt zn Boden, tiefbeschiimt, voll Leid!


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vomn Paradi.7e: -1Mnn Zri '::ni l;ri '2n; ] n'31 rm Vi nirOD m-ir m: mnn, nma lptE -iic n;fi D-Nixm
d. h. A d am ist allegorische Ieezeichnung der dInkIen del eele (voj5', die ja den Thieren Namen gegeben
hat (L Mos. 2, 201 also der Vernunftsprache miichtig war]; der Name der ersten Ehiefrau Eva, mn
ist ltach seinem Wortlaute so viol \ ie 'i T in der Bedentung ,,Lehensgeist" zu nehmen, hezeichnet also
die 31ittelstife der Seele, also auch [nach Aristoteles der Thierseele, der die free Bewegung zuzuschreiben
ist; die Schlan ge bedentet die begehrliche Seek, also (ill Ilatonisclher Fassung) die unterste Stufe der
menscliichen Scele. Ueber die drei Seelrnstufen iei IE s. oben S. 23 A. 15 III unserem (Gedichte
bedentet in V. i, dem Sinne der angefllltrten biblischen Worte Ijob 32, S gemriss, T1n -= 'I nin2:
(V. 3) den idnkendein Geist ('voiq) im iensclhen, weshalb dann in V. 5--6 dter von Saadia festgestellte
engere Sil vn rl -- it -- Mittltelstufe der menslchlilice Seel, d. lb. L.ebensgeist, ausdrilcklich
hervorgehoben \\ird, ilni idalln diesen I.ehensgeit, der :inch don Tlieren znktommt, in dell folgenden
Versen (V. 7--121 deu dtnkenden PGiste Illltrziordnen. ebirigens sind diw in dter angefnihrten Stelle
drs 1'entatpuclicomnin ntnar in Klanmmer eingechalttr n Wirt( t itl;n n1 vi\.in I u nI] k Mdelanges p. 166 n. 1
nach e(iner Pariser Ildschr. iliinztugfiigt wordln.
1)i piiD i". -- 2) Nach .Jes. .1.. 3) 31' TM?2 DU. 4I I i 20n Dli. N1 aclh jiob 11, 9. 6) Hier
folgt I)bi DI nioch aus V. :Z i"' 1 nD1 ', n a< aber lir die Wiederhliilung des aus V. 3-4 bestehenden
Refrains andeuten -ollte. -i 71D E. 8) Der Lehensteist alh AMittelsbtfe der menschlichen Seele ist ein
].ichtausflus ine EmIan:tion) der Denkkraft, welche die oberste Sltfe hildet. So sagt IE auch in der
allegorischen leutung des P:ardieoe. iund Zubehilrs (]3j 71D) im gangb. Comm. zu 1 ilos. 3, 24 1Nn~ '1
Dn n 3' ti 1I d. aus dem Denkvermagen der Seer, welche selbst ein Stralil des Weltgeistes (zt)3,
/o is im nuplatonischeln Sinnel ist, going das Vcrmigen dter willkiirlichen Bewegunc (cnli) hervor,
wnmitdieinden Ticlerell sclon auftretende j.rl!ienskraft bezeicthnet wird, der nacll Aris t teles nicht nur
die :Emptiindung, son(dirn auich die freio Iwraegung zukommt, weshall c dieselbe bei ihm sowohl
a t' itoxn als auh v.t yV.bv naMT& -ore6V ind bei 1hltn ET-sra ez KI. 7, 3 n3;ii-fT -i-MlI n5r
l ipn7ti prn heist. Eltilenr sagt lbn Et ra imn frlgin. C'ommi. ZI 1 Mos. 2, 7 S. 36 ed. Friedlinder:
Di)nn nc l D x c: m -in rii nrn: n i:-2 Ni n nin = =ltrw )a toN onnNi- ; die weitere
Ausfiihrumn dan. Z ,lgt. flass IE diic-r \o, illln aingefihrten An-icht, dass die zwei untersten Stufen der
Seele Emanatinn nt dfr oibrten Stuf sitr tnd, sich ainsehlilest. Vgl. noch Diwan ed. Egers S. 30 No. 89
V. 11--16 n1d s. 47 Nit. 12I: V. 17-20! iese I'arallelen bezengen heiliinfig, dass Senior Sachs
in ;lnnri I S. 6 unten girrt hat, indem er den Ausdruck tilc im gaigh. Comm. u 1 ilos. 3, 24 auf
den gSttlichen Willen im Sinne des eSalo m Ibn Gabirol beogen bat. 9) Die denkende Seele des
Menschen ist selbst ein Theil der Weltseele (I i-W r 3 Comm. zn Ps. 22, 21; Winto mi;il"I nni'r;
iO Fio3W) Zu 's. 49, 16; C3tN2 n tzu Ps. 73, 21 uId Zll Dan. 2, 11),1 einen JLichtstrahle vom IInmmel
vergleichbar (zu Dan, a. a. 0.), welche Weltseele ihrerseits wiederum eine Emanation des Weltgeistes
(5:) V. 10 = Yo05) nach den SNeuplatonikern ist. Die ,,Sphire des Weltgeistes" in V. 10 ist Salomo
Ibn Gabirol (Lebenbquelle III. 42; Kdnigakrone in dem Stticke 1'n1) n ]-2D 3'I) ci) entlehnt, ebenso
das unbegrenzte Wissen des Weltgeistes nach Lebensqiu. III, 19. 10) Dem denkenden Theile der Seele
ehllltrl dile ilerrsclhaft 11m Ider oher-te lRang.







Ergebung. Auachwung und Unzuliinglichkeit des Mlenschen.


3. Wie soil beklagon sich, wie sprechen nur cin Wort
Der Mann, wenn er vor soinem Schopfcr dorti4
Erscheint, da er die Pflichten roh warf Uiber Bord,
Die ihm sein Glaubo schuf, stiess ganze Reihen fort
Von dem Gesetz, das Gott ihm gab und sprach:
Hinfort
Geh' ihm nur nach uad ruhe in dor Unschuld Port!
Auf Erden schnell erwirb die Ewigkeit flar
dort
Und dine Wunden heile durchVeraiinftig-
keit!


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17. Ergebung (ungedruckt)
aus cod. _B Adler (B), bestehond aus zwei mit v:3 endigenden Eingangsversen und
vier vierzeiligen reimenden Strophen, deren letzte Zeile mit den Eingangsversen
reimt. Jeder Vors hat 7 Silben. Akrostiuh anZK.
Nach Gott verlangt voll Sohnsuchlt Iaine Seele. 4 l nrn:3 'MiX
Ich denke sein, und auf lebt mcine Seecl. -'' :'nni -

1. Ich hoff' auf meines Gottes Heil alsbald, n.i '.s -W' r t
In den des Zagen Hirz hat seinen Halt. m :
Ob Tod or bring', ob bLeb. stets erschallt: "-n ,nI f "I] .
,,Mein Theil ist Gott der Herr- in meinuer Sele. 7"V M "


2. Des sohwanken Horzens Scihwachheit fahre hin!
Mein Ruf zu (ott erachall' aus frohem Sinn.
Die Andacht sic ist mir Ernuahrerin
Und labt wie Mark und Fettsaft mine Seele.

3. Vurborg'nes schaut imein Auge dann bolohrt,
Mit dem lferrn des Alls verkehr' ich unversehrt1o.
Moin Ohr ist soin1c sein ew'ger Dienst begehrt,
Dass nie Befreiung ich von ihm erwiihle.

4. Siiss ist des Leidens Kelch, von ihin gusandt;
Ich frage nicht. ob rocht that scino Hand.
Mein Mund sprech' aus sein Lub jetzt unverwaudt!
Mein Haupt orhebt sich, da ich her es zithlel.


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1) Nalch Klgl. 9 21 2 Mos 314, 23; 5 Muos. 16, 16 und sonst. 3) Naich bab. Abod.
sar. 10b: nriN m';i 1 511) n;Ipi 1wI. 41 Nach Ps. 84, 3. 5) l'. 119, 175. 6) Ijob 32, 6. 7) K1gl.
3, 24. 8)'. 12, B. ) i 31\,i. 29, 47. 10) P's. i3, 6. 11) Nach Ijob 22, 21; ]3D: ]B. 12) 2 lMos.
21, 5. 6. 13) Ps. 27, i. 6- 14) In .jienitigen Leben. l15 Anlspielung auf die von den Neuplatonikern
herrlhrende Lehre von dcr Uniu mystical des allis Dvneucn~ sich entausserniden, in dcia vermcintliche
Schauen der GoLtheit versunikenien AlMeb Icngeiste,. lbn .Eisa bekennt sich zu dieser Lehre z. B. in
Comm. zu i Mos. 13, 5; 11, 22; Jes. tnor. VII g. 1.; zi Ps'. 16, 8; 36, 9. 10. 161 Wortlic : 1hm bolr'
ich mein Ohr (zu ewagein igrlehrsam unld bleibendl r Kinechtschalft) mit Dezug ouf 2 Mois. 21, 5. 6 und
5 MIos. 15, 17. 17) Das hier schliessende Gedicht dient, dessen letzen Zeilen zufolge, als Eingang zum
Al*


5





Abraham Ibt Estra.


18. Anfschwnng und Unznllnglichkeit des Menschen (ungedruckt)
aus cod. Adler B (B), bestehend in einer vierzeiligen uEin .. .tI.!.1,t. mit dem
Reime 2 AB und drei zehnzeiligen Strophen mit den Reimen 3 ab 2 AB. Das
Versmass besteht wie Bd. I S. 121 und hier S. 7 aus lmun Wv i,1 n' in Vhwv
und mrnms inm nwian wri, Aklostich nr-i,


Ein Gott ist und kein Fremdor theilt mit
ihm den Rang.
Fir ihn zeugt Alles in mir laut und klar.
Wie sollt' ich And're suchen all mnein Leben
lang,
Da meinem Herzen stets ein Hort or war!

1i Er schuf um meinen Geist des Leibes Hiille
Voll Kunst, bis ich ein irdisch Dasein fand.
Er blies mir oin des Lebensodems Fllle,
Bis ich voll frischen Lebens vor ihm stand.
Und gab dim Denken Kraft, dass es in Stille
Dos Lebons und des Sterbens Ziel erkannt.
Ich rliste mich mit seinen KI ... t i ,,
blank
Und schreite frisch zum Kampf, wehr'
ab Gefahr.
Was ist jedoch derMonsch und seines Denkens
Gang ?
In mir ja wohnt der Feind und seine
Schaar5.
2. Viel weiter als das Firmament entlegen,
Doch niher Ihm als eignem Leib sich fdihlt ',
Wer priifend lintert sich auf seinen Wegen
Und sich von Truggedanken rein gesptilt.
Ihn sicht mein Aug', erhellt vom Strom voll Segen,
Den Liebe voll und klar in mir erzielt.
Doch zu erkennen seines Denkens Stuf' und
Rang
Vormag mein Denken nicht, derKrifte baar.
Das Rathsel seines Seins zu 18sen nie gelang
Der gminen Denker- oder Seherschaar.


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Vortrage des Vorbeters. Nachdem derselbe gencigten lHauptes, in i(emeinscliaft mit der ;emlneindc, das
Hauptgebet still gesprochen hat, erhebt er sein Haupt, um dasselbe Gebet mit poetischen Stiicken
verbrlmt, laut vorzutragen.
1) Nach Ps. 139, 14-16. 2) 1 Mos. 2, 7. 3) Naclh 3 Mos. i, 21. 41 Nach I Mos. 19, 13;
31, 23. 5) Zu der fir walire Gotteserkenutniss erforderlichen Selbstliiuterung des Menschen gehirt,
dass er vermittelst der ibm von Gott verliehenen Geisteskraft und Willensfreiheit die Natur seiner
eignen Sinnlichkeit ilberwinde und dem Sittengesetze oder religiisen Gebote dienstbar mache. 6) Zum
Gedanken vgl. S. 4 No. 3 Z. 1. 2. 6; S. 8 No. 5 Z. 29. 30.






Aufschwung und Unzulinglichkeit des Mfenschen. Klagelied.


3. Voll sind mein Mund und Geist von seineni
Precise,
Da seines Namens Klang neinHerz begehrtl.
Sein bin ich froh; in tief empfund(nr Weise
Verkiind' ich plant sein Wort. das Weisheit
lehrt.
)Dem Lichtstron folg' ich gern ans scini(n
Kreise
Und huff' auf seine Giite, stets bewilhrt.
Wenn ich um unverdientes unte in ilin
drang :
Nicht ziirno drIunl min c w'ger VatIrT

Was sollt' icl thun? Er iwviss. lass mir
im Leidenszwang
Die Gabe felt, dio g'ern ich bIriichte
dar 2.


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IV. Israels Leiden und Hoffen,

19. Klagelied nm den Untergang spanischer und nordafrikanischer Gemeinden,
nach einer Abschrift atis cid. A des ()Obrralbbiners I)r. H. Adler in London (A)
nach dem ])iwan ed. E'g.irs S. (8 N,,. 169 (E) und nach einem, Abdriinke Neubaners
in Letterbode VI. 32 f a.us den -X2 'tb n:'p cines Yem1ln-Si(ddir cod2. 2498 in Oxford
fol. 106 mnit der Ueberschrift ;U :a C'3ix.b (N). Anuf einn Einngangsvers nobst
biblischemn Refrain am Schlusse. (ler ;lus lln IWorteln "a'm "--u iu Klgl. 1, 16
bestcht, folgen drei zehnzeilic und cin(i' I1 i- I; Strphe ilit dei'n Reimen 10 a
1 A, 10 b 1 A, 10 c 1 A, 11 i 1 A. All Verse haben zwiilf Silbon miit besonderemn
Binnenreim in ier erstcn liilf't, so dass Silbe 3 und Silbe 6 stets reinin und ein Wort-
ende bilden. Akrnittich an.:l' Abfassungszeit: nanch 1148 (s. unton S. 30 A. 13).
.Hier nmussten

0 weh! wie fluhir hlrab auf Spaniens Vilkergrali
Des Unheils Blitz voin limmelsbuo'en!
lrcin Aug', ach, ohneo ass stiirzt nileder Wasserwrugen.

1. Dos Augsc Thriiitendrang gleicht ineinel GUraile bang::
Er gilt Luce na's Glaubeusschaar.
Von 8ind'o nicht bedriickt. dem Weltgcriiusch entriickt.
Bot dort das Leidensvolki1 sich dar
Von jodcm WVchsel frei, bis tausend war vorbei
1nIl( dlann noch zwei unit siebzig Jahrli1


nw -iyn ri-i
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,m-i ga cr ,io


1) Nach Jes. 20, S. --2. Vgl. da Sttlck Ol 2'3 iE N DE '? TIN imn DIliwa ed. l Eger SE 22 ant Schlute. -
M3) N A. 4) Kgl1.1, 10. 51 So verimulthe ich filr l. 7 13 AIN, -' 2 6) So lese ich nach dent Akrostich
imn Diwanl ed. Egers S. 10lt fir I:N1SCI451 (i', '. 69 A. 1)1 ind Ci:N i 'N AR. 7) '2 ". -- 81 n 2: A. -
9) t11' A 10) Vielleicht ails C011t verschriebon. 11) I-rael in der Zerstreuuing. 12) 1072 niacl der
Zerst6rung des Tempels im Jahre 69 post (Abralam Ibn ])and in Sef. hakkabtulh p. 31b ed. Ainst.)
mr;re = 1141. In (der That began nach derselben t lchirift p. 46ia iml Jahre 1112 die P eligions-





Abraham Ibn Esra.


Da kam die Unglickszeit. Das Vollik er Stadt zog
weiti3:
Sic selbst der Wittwe glich fiirwahr.
Da Gottes Wort vcrschwand. die Schrift nicht
Pflege fand,
Die Mischnah ward begraben gar,
Und der Talmudlehre Hlaus ward glcich der Wlisten
Graus,
Da weg ist, der soin Gianz sonst warlt.
Die Einen schlug man todt, die Andren drangte Noth
i)ahin, dorthin, des Ziels nicht klar.
Im Bethaus, Gott geweiht und Seinom Dienst bereit.
Nimnit nun man faden Dienstes wahr15.
Drob wein' ich unverwandt, ich schlage Hand auf
Hand;
Mcin Mund wird nie der Klage baar.
Ich ruhe niemals mehr, zu rufen stets: Ach wer
Maclit ganz mein Hlaupt zu Thl'rintenwogen!
Mein Aug', ach. line oMass u. s. w.

2. Das Haupt rauf' ich mir lahl, sclhri' anf in bittrer
Qual
Um S villa's Leidgenussenschaft:
Um Edle, hochgechrt, durchbohrt vom Feindessehwort
Und deren Stihn', entfiihrt iln Haft.
Und deren Tochter zart, vouln Ralbern roster Art
Zu fremdem Glauben hingerafft.
Wie ward von Menschen leer Corduva's Stadt,
dem Mecr
Vergleichbar ganz. das giltht und klafft!
We Denker, tief gelchrt, und Manner, machtbewehrt,
Vor Hunger starben dursterschlafft.
Kein Jude mehr crscheint in Jain, wo der Feind,
Wie in Almeria, Unheil schafft.
3Majorka's Insol(,rt und 3Malaga's Meeresport
Beliess man nicht des Lebens Kraft.


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verfolgung der Alm ohadecn. Durch unser (edicht ist also diesr Zahl geiclhert und nicht mitL
Graetz, Gesch. d. Juden VI, 183 A. 1 zu bemlingeln.
1) fn ?Y AN 2) Klgl. 1, 1. 3) 1 Kin. 2, 36. 12. 4) Das Verb mie 1 Sam. 2, 3; -i5ln n'3:
Mir AJN 5) Jer. 8, 23. 6) HIPN A; m'N .r. 7) n tiwi A. 8) ;ll A2 ; Fl3ip AN; doch ver-
muthen gerts und Neubauer hereits 3i 0U 9) So N und Variante bei E; C01 A; Cl3 EB. 10) 1NH3 AN.
- 11) inpli A. 12) 1 Jl I -; N 13) Ini Jahre 1148, also sieben Jahre nach der in Z. 8. 9 an-
gegebenen Zeit, womnit ldie Beunruhigung began, eruberten die fainatiscllen Almohladen C ord ov a uind
dann die anderen Staidte Andalusiens, zu dnen asuch Llucitna gehiirte. 14) K]. 3iir, der Sohn dec
R. Josephl Ibn 31egas nmusste alus Iucena naclh Toledo anusswalndern, wo or cin neiPcs Lehrliaus
erffnete (a. p. 4. p. 6). 15) Die Synagoge in Lucena war in einCe 3lochee umngewandelt worden.





Klagelied um den Untergang spanischer und nordafrikanischer Gemeinden. 31


Der Juden glaubensfest noch sonst verblieb'ner Rest
Traf Mord von wilder Leidenschaft.
Drob klage ich gar schr und lerne jammern mehr
Und widerhallt mein Weh voll Kraft,
Wenn laut anfschreit vor Schmerz vollKinimmerniss
mein Hers
Und klagend schmilzt wie Wasserwogen.
Mein Aug', ach, ohno Mass u. s. w.

3. Ein Ach prosst aus moin Herz wie Kindesnbthen-
schmerz
Ob Segelmesse'ss GeLmeindeverband;
Der Gesetzesmeister Stadt, des Wissens Hcimath-
statt -
Ihr Licht deckt finstern Todes Nacht.
Es wankt der Siulenschaft der Talmudwissensch aft;
Zerstbrt ist ihres Baues Wand.
Dcr Mischnah Wort so licht ward nun zum
Spottgedicht.
Vom Fuss zerstampft wie eitler Tand.
Der Edlen. werth und gut, durchbohrt vom
Schwert voll Wuth,
Schont nicht des Feindes Aug' und Hand.
Ach giinzlich aus ist es mit der Gemeindo Fes 9
Seit Raubern sie ward zuerkannt.
Wohin ist Gut und Pfund von Tlemsens20
Glaubensbund,
Dem alle Pracht zorfloss und schwand? -
Mein Wort klagt laut und weit in Schmerz und
Bitterkeit
Ob Ceuta's und Miknasa's21 Stand.
Ich reiss' entzwei mein Kleid ob Darah's22
schwerem Leid.
Das friiher fiel in Feindeshand
Am Sabbat, da, voll Muth der Sohn, die Tochter
ihr Blut
Als Opfer vergossen wie Wasserwogen.
Mein Aug', ach. ohne Mass u. s. w.


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1) 0 'lfl' AN. 2) Nach Jer. 9, 19. 3) Nach Mich. 2, 4. 4) 1m M2 In)NaM A. 5) Ps. 58, 8.
- 8) Jer. 48, 41; 49, 22. 7) nhnp AN 8) nrnfl AN. 9) i)wD N. 10) I' AN. 11)] Do= n E;
HNWt In A. 12) 0o-171 NY. 13) Y n'. 14)1 nD0 A. 15) 5s1 A. 161i 0D37 J i X 17) Ps. 79, 3.
18) Stadt in Marokko. 19) Im Jahre 1146 began der Almohade Abdulmumen, der Nachfolger de,
Mahdi Ibn Tumart, der bereits seit 1142 gegen die Juden gewflthet hatte (8. oben S. 29 A. 12), seine
Verfolgungen im marokkanischen Gebiete (Ibn Verga in Schebet Jshudah No. 30). Der Rabbiner Juda
Ibn Abbas, als synagogaler Dichter bekannt (c. 1080-1163) verliess Fez und less sichin Aleppo nieder
(Graetz, utsrh.d. Judm VI S. 1 .185). 20 GleichfallsinNordafrika. -211 In Marokko. 12) Dsralh in





Abraham Ibn Esra.


4. Was darf ich sagen noch? Ob meiner Siinde doch
Geschah mir das, was mich bedrikeit.
Hat meines Gottes Wort, der mir ist Macht und Hort.
Ioch Unheil iiber mich geschickt!
Auf wen hoft' ich init Grund, was niitzt d;s WVort
imi Mund,
)a iig'ne Scluild iich hnt )oriickt? -
Heiss wogt und wallt mein Herz vor innerlicheii
Schmerz
Ob miner Secle, wahnbestrickt,
Da sic aus ihrem Land, des Sehncns Ziel und Band.
Znm Siindenland ward wiet cntriickt,
Und ganz lIhschiimt sich zei't und liebor duldend
schweigt
Vom Ungemach, das sie orliclit.
Doch mit doimWch und Gram. den sie zu Herzen nalim.
Hofft sic anf Gottes Huld, bedrtickt. -
Dass cr sie mache frci vun Drang and Sklaverci.
Er, dessen Fittig schiitzend nickt.
In finstern Kerkers Nacht, so oft sio scin gedacht.
Lebt' auf sic neu, durch ihn -, _hi. r
Nur presst ihr ThrRnen reich auf ihre Wange bliich
Die -31[l,, i *, die den I]ingen ziiclkt
Und zielt gar sehr geschickt. 1iis Gottes Aug llickt
Hernieder mild vom Himinelslbogen.
Mein Aug', ach, ohno Mass stiirzt nieder Wasser-
wogen.


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20. Verheissung ewiger Liebe (grisstentheils ungedruckt).
Ahabah fiir den Sabbat des Chanuckafestes oder des Wochenabschnittes imbun'
nach cod. Adler B in London (B) und cod. 576 der Berliner kin. Bibl. (Berl.). Die
ersten zwei Strophen sind in emni nrj~n p. 264b als Pismon fiir das Minchahgebet
des Torahfreudenfestes gedruckt. Auf zwei Eingangszeilen mit dem Reime 2 A
folgen fiinf vierzeilige Strophen mit d(ii Reime 3 a A. 3 b A u. s. w, und dem
Akrostich B,1t15. Jede Zeile hat acht Silben.


Fez, Geburtsort des Dichters und Sprachforschers SIoseh 1). Abraham Alfasi (bei Pinsker, Likkute
kadmoniot p. 1D Z. 5 v. unten, we der Name i1N T geschrieben ist).
1) N.'W1 2 2) tD1 F. 3) n'i TN As. 41 aNuch Kla. 1, 2. 51 Nl]n A.i ci -1Y A. -
7) Klgl. 3, 50. 8) Die Magd it HIagar, die 3Mutter Ismaels (1 5los. 16, 1. 15, des Bogenschitzen
(1 Mos. 21, 20), den viele arabische Stiimme als iltren Ahn betrachten. Hagar lnd Ismael sind daher in
deo gottesdienstlichen Poesie ltbliche Bezeichnungen filr die Bekenner dea von den Arahern ausgegangnene
Islam (Zunz, Synagogrde Poesie S. 1471. Vl. oben S. (i A. 14.





Verheissung ewiger Liebe.


Sei froh, voll Jubel, da ich komm' und
Gnade tibe,
Und aller Sfindon Schuld deckt schonend
zu die Liebe.
1. Geliebte du, Begehrte, zur Gemse miner Wahl
Gemacht, bewacht vor bisenWilfen ohne Zahl!
Wie sollt' ich dein vergessen, da aller Wogen
Strahl
Verlischen nimmor kann die Gluth der
wahren Liebe!
2. Mit Billigkeit und Recht hab' ich um dich
gcfreit
Und alte Liebe dir bewahrt zu jeder Zeit,
Mit sich'rem Arm dir Hilf' und Stiltze stets
geweiht,
Und von der Laurer Nctz befreit' ich dich
voll Liebe.
3. Doin Hirt bin ich, erbaue meincn Erdenthron.
Edom und Kedar aber, Kusch und Syriens Sohn
Stiirz' ich herab, gob' ihnen grollend ihren
Lohn;
(Dann bist du froh, erfihrst nicht schlimmer
Feinde Hohn)7
Doch setz' ich dir aufs Haupt als reinen
Schmuck die Liebe.
4. leh bring, Schwester, dich in meines
Gartens Land;
Dort labt mein Becher dich, mit Most geftillt
zum Rand.
Dann leg' ich, gleich dem Ring, dich fest
an meine Hand
Und bane deine Burg, Verstoss'no du und
Triibe!
5. Von Feinden mach' ich die an mich Gezog'ne
frei,
Kehr' heim mit ihr zum Herrschersitz, ge-
griindet neu,
Und ihrer Jugendliebe einst gedenk' ich trou.
Denn allgewaltig ist, dem Tode gleich, die
Liebe.


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Nachbemerkung.
Zum richtigen Verstandniss des vorangehenden Liedes und ihnlicher gottes-
dienstlichen Gesange wire etwa Folgendes zu bemerken. Die bekannte allegorische

1) Secharjahl 2, 14. 2) Spr. 10, 12. 3) HIL. 8, 7. 4) Hos. 2, 21. 5) Jer. 31, 3. 6) Jes. 41, 10.
- 7) Dieser Vers ist iiberflissig und deshalb nicht mitgezithit worden. 8) HIL. 8, 2. 9) HL 8, 6. -
10) HL 1, 4 ; Jer. 31, 3; Hos. 11, L. 11) lZC'N TI1ON) B. 12) IIL 8, 6.




34 Abraham Ibn Esra.

Deutung des biblischen Buches der Liebe, des Hohenliedes, im Talmud und Midrasch,.
der auch Abraham IE einen besonderen Theil seines Commentars zum HL gewidmet
hat, wonach der darin eingefiihrte liebende Freund Gott, die gepriesene und zart-
licheBraut aber das glaubenstreue Israel bedeutet, eriffnete den Meistern der
hebrLischen Poesie in Spanien, zu denen Abraham Ibn Esra in hervorragender
Weise geh6rte, die Mbglichkeit, Liebeslieder nach den ihnen gellufigen und von
ihnen nachgeahmten arabischen Mustern (vgl. Bd. I S. 109 ff.) auch zwischen Gott
und Israel mit ausgiebigster Benutzung des Hohenliedes und Lhnlicher Stellen der
heiligen Schrift zu dichten, um dieselben an derjenigen Stelle des Morgengebetes
einzuschalten, wo Gott wegen seiner ewigen und grossen Liebe (a"n I 1; im
spanischen Ritus fly ,iK) gepriesen wird. Gait es doch in der Bliithezeit der
hebraischen Poesie in Spanien als eine Ehrensache und als ein frommes Werk, durch
hebraische Dichtungen, die an Schinheit mit den arabischen wetteiferten, die heilige
Sprache in alien Stiicken als der herrschenden arabischen Landessprache ebenbiirtig
zu erweisen. Um so verdienstlicher erschien es, den ganzen Schmuck der welt-
lichen Poesie auch dem Gottesdienste zugute kommen zu lassen und die beliebten
erotischen Sangesweisen und Wendungen auf das Verhaltniss zwischen Gott und
Israel ohne Weiteres zu fibertragen. Je gliihender diese himmlische Liebe dargestellt
wurde, desto warmern Anklang fanden diese Gedichte in den Gemdithern der Ge-
meinde, desto mehr schienen sie dem gottesdienstlichen Bediirfnisse zu entsprechen.
Spiter freilich, als die weltliche hebraische Poesie durch Einzelne ihrer Wtirde
entkleidet wurde und durch zu weit gehonde Spielereien und eine schamlose Obscdnitit
in Misskredit gerathen war, nahm man auch an deren Anklaingen in der gottes-
dienstlichen Poesie Anstoss und unterzog, wie an dem Beispiele des Stiickes b lj n
,iMV f11 spater gezeigt werden soll, die gar zu sinnlich klingenden Stellen einer
mildernden Abanderung. Sehr klar zeigt sich dieser spiter eingetretene Umschlag
der Stimmung und Auffassung in den Worten Lonsano's in 1 "i nv 142, angefiihrt
schon bei Dukes, ReligiOse Poesie S. 157, A. 1.


21. Das Licht der Zukunft (ungedruckt)
aus cod. Adler B (B), ein Muwaschach, bestehend aus einem viorzeiligen Eingange und
drei zehnzeiligen Strophen, mit abwechselnd sieben und sechs Silben der Zeilen und
dem Reime ABCB des Eingangs und 3 ab ABCB der Strophon. Akrostich majK.


Ich spreche Tag fiir Tag, zeigt auch mein Blick
Der Hoffnung Ziel entriickt, ach, gar so weit:
Auf Gott vertraue Seele voll Verlangen,
Da Finsterniss zum End' er fiihrt zur Zeit!
1. Mich widert an des Schicksals bittre Quelle.
Des Vaters Hand, sie schlug mich wand.
Er stellte hin den Feind an meine Stelle;
Da dacht' ich still, nicht ohne Grund,
Das siihne meine Schuld. Klar und helle
Sprach so doch jedes Sehers Mund. -

1) Nach Ps. 42, 6. 12; 43, 5. 2) Ijob 28, 3. 8) Ijob 19, 21.


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Das Licht der Zukunft. Wiederkehr der Jugendliebe Israels.


0 nimm, die Hass nur hat fiir mein Geschick,
Zu Herzen dir den eignen Tag voll Leid!
Wie mir die Zeit gebracht des Fallstricks
Bangen,

So ist der Fallstrick schon auch dir boreit.

2. ,,O holds Weib9 mit sehnsuchtskranker Seelelo,
Das such mein Heil und schaut nach mir!
Wenn Sammlung oinst in Reihen ich befehle,
Dann sent mein Herz sich nur nach dir,
Du silborreine Taube, die ich wihlc,
Sehr schBn durchaus, des Glaubens Zier!
Nun bring' ich dich zu meinem Haus zuriick;
Dein Haupt erstrahlt von meiner Herrlich-
keit.
Lass mich ins Heiligthum nur erst ge-
langen,
Dann lonchtet deine Sonne allezeit". -

3. Aus deinen Hiih'n vernimm des Mundes Lioder,
Bekimpfe miner Gegner Reih'n!
Auf Zions Stadt, der Seher Schan, hernieder
Lass strOmen deine Giite rein,
Und setz' in deines Thrones StUtte wieder
Den Abglanz deines Lichtes ein!
Als einst ich Gottes Volk noch war im Gliick,
Zaust' er den Feind, den frommer Sinn
nicht weiht.
Wenn seine Strahlen einst mein Haupt
umfangen,
Wandl' ich im Licht, von Finsterniss befreit.


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22. Wiederkehr der Jugendliebe Israels (ungedruckt),

Muwaschach aus cod. Adler B (B) und Ms. Or. Qu. 576 der KSn. Bibl. in Berlin
(Be). Auf den vierzeiligen Eingang mit dem Reime ABCB folgen drei zehnzeilige
Strophen mit den Reimen 3 ab ABCB. Versmass: ni13n whnvn1 im' in'i r1n 'v'
und 'in' in'I ninn 'nv. Akrostich M:x.


1) nlmxlun B. 2) Ps. 68, 1 1.- 3) HL 4, 7. 4) Jes. 60, 20. 5) nM2,'1 B. Ich iabe die
nothwendige Aenderung nach Ps. :3, 1 hergestellt. 6) Ps. 51, 20. 7) HL 3, 9 allegorisch auf den
Tempel gedeutet, auch im Comm. des Abr. IE zur Stelle. 8) Jjob 29, 3. 9) Israel nach vielen
Bibelstellen (Jes. 50, 1; 62, 5; Ezech. 16, 8; Hos. 2, 18 u. sonst) und der allegorischen Deutung des
Hohenliedes. 10) Diese Strophe enthiilt Gottes Bescheid.






Abraham Ibn Esra.


Als einst von Myrrhen wiirzig stieg die -i rn pt rls iK
Brant empor
Und Duft zog krauselnd himmelan, I
T T-
War sie gelohnt voll Anmuth wie das DSZ_ 3t Z'.' i. n
Gemsenweib
An den geliebten Herzensmann14. tbv "t-5

1. Ganz leise zog sie an sich die Gazelle 5 'W~ ". 1.t "' 5
Zur Jagendzeit. Und sie, sie eilt ni "1:
lhmn nach, wie Durst'ige jagon hn zur Quelle '' DW Sv. Fin n S
Des Stromes, regt dann auf und plagt r'T1 "nI
Ihr arms Herz, das wild bestiirmt die Welle L .2
Der ticfsten Sehnsucht, und sic sagt: '.. 7 Tp o10
Mein Liebling bring sein Bogehren inir n1b- ir 1 T i
nur vor!
Was er befiehlt, das nehm' ich an. i, px .tK
Es ist, bin ich gesund, wie Honig siiss ,. l., 2I. E. .
dem Leib,
Wirkt, bin ich krank, wie Balsam dann. In '1.
T -:-: 'I
2. Sie war der iippigen Vilker Haupt und Siegel16, 4l I' 4 1'3 A r 15
T :T ": TT
Voll Stolz auf ihren Busenfreund17, 5 i n p .3
Lebt' arg verwbhnt im Schutzo seiner Fliligl, g'e 1T, r. 1)
Bis eintrat Zwist, and or ihr find .1 31 5
Sie less. Da schaut sie aus nach Weg und liigel. 8sI, D'''. I 781'_
Wann er zuriick sie fiihrt gecint; n'' 0s
T : : T
Sie mustert Nachts Orion und der Plejaden "ibtti 9,=4 V ri,' '
Chor.
Steht da und fragt bei ihnen an i0'o') l 7bLtw
Nach ihm und, sumnit sein Tritt, ist DI_ in bD ,'1
dunkel sein Verbleib.
So harrt sic stumin, bis weight der Bann. m 6 -l

3. ,,Was bangst du so und fast dein Herz ein Bebents, I_ I' '! ~ 711'?n it 25
Genossin, die mich liebt so treu? 3 13 '21' _I
Ich heil'ge Nam' und Tempol, den vergeben l'3r it-I' 't.W tV'7pi
An Andere der Feind. Herbei



1) ix53 Be nach Richt. 1, 21. 2) Sech. 4, 7. 3) Jes. 17, 8. 4) Eigentlich: Die erste (dem
Grade nach) hunter allen gelnussreich lebenden Sationen. Aehnliches iiber Israel besagt 5 Mos. 32, 13-15.
- 5) 5 Mos. 33, 3. 6)) Eig.: Verweic.hlicht (5 lIos. 28, 56). 7) So vermuthe ich flir r' B. Be.
- 8) i OD Be. 9) Ijob 9, ; vgl. Amos 5, S. 10) n4INIC' B. 11) Ijob 32, 6; 5fi B. 12) MT1 B.
- 13) Jos. 13, 32 und sonst. Als -iLphal von ni wire die Form hier unpassend. Auch Exech. 7, 24
O, tiP'n I.X,1 scheint Vf als Piel zu verstehen, nicht als Niphal von L7n wie Ezech. 25, 3. -14) aNch
IIL 3, 6 in allegorischer Deutung auf Israel und Gott. 15) Der geliebte Malnn, Allegorie ffir Gott. -
16) Israel wurde Uppig durch den Besitz Paliistina's (5 Mos. 32, 13-15). Vgl. Anm. 4. 17) Gott. -
18) In dieser Strophe erfolgt der Bescheid Gottes an Israel.






Wiederkehr der Jugendliebe Israels. Rewmiithige Klage und Trost. 37


Fiuhr' ich Erlasung dir, will dich erheben
Mir zum Besitz. Und wenn uns zwei
Die Feindin schwer verlctzt hatHerz und Ohr,
Wird voll die Zeit. Sic spricht alsdann:
Ja der ist Gott in Wahrhcit. Heil an
Seel' und Leib

Demn Volk, das ganz er sich gewann!"


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4in Iln:


23. Reumiithige Klage und Trost (ungedruckt),
aus cod. Adler A (A) in London p. 31 b mit der Ucberschrift ". x-i p n, =It,
borichtigt nach cod. Adler B (B) daselbst und cod. 576 der Kin. Bibliothek in Berlin
(Berl.). Auf zvNei Eingangsverse mit dem Reimo 2 A folgen fiinf sechszeilige
Strophen mit dcm Reime 5 a A. Akrostich a,-=K Versmass: 14 Silben in jedom


Verse, ohne Riicksicht auf Schwa mobile; V.
sichtlich der Silbenzahl gebraucht.
Mich schlug derBruder's, schlug derKnochti9;
zur Oede machten sie mein Land.
We ist doin Eifer, Gott? Warm darf hoch
sich diinken ihre Hand? -
1. Vernehmet, all ihr Frauen, ach, mein
grausam hart Geschick!

Ist eisern denn mein Herz. mein Leib
ein fiihIlos chern Stick? -

Mein Liobster sah gefangen mich; ich
ward sein Weib voll Gltick.
Er nahm mich freudig in sein Hans,
bot neues Klid dem Blick.

Doch ach! ich branch den Ehebund.
Da stiess er mich zuriick.

Nun hab' ich keinen Frcund, da ganz die
Schaar sich wider mich verband.

2. Gott, Geistern sichtbar, laugnet' ich,
ich sah ihn nicht zur Zeit;

Drum ihn, der allwa rts wird gefunden,
fand ich nicht im Leid.

Er rief: ich sah ihn nicht. Drum, rief
ich, that er nicht Bescheid.


26. 32 sind als Bibelstellen frei hin-




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1) Michi 7, 8. 10. 2) Ps. 31, 6. 3) Ps. 144,15. 4) Ps. 33, 12. 5) Mal. 1, 2. 6) 1 Mos. 21, 10.
- 7) Jer. 8, 14; 'iOl iT A. 8) Jes. 63, 15. 9) Nach 5 Mos. 32, 27. 10) Nach 1 Mos. 4, 23. -
11) Nach 3 Mos. 26, 19. 12) I31 A. 13) 3N Berl. 14) Nach 4 Mos. 5, 20. 15) Ps. 142, 5. -
16) Nach 2 Sam. 14, 7. 17) l'nT3 Berl. gcgen die Silbenzahl. 18) Uebliche Bezeichnung der christ-
lichen V81ker. 10) Die muslimischen Vglker.


3 DT
T T





Abraham Ibn Esra.


Er krinkt mit Unvolk mich, weil Kran-
kung ihm mein Ungott beutl.

Zum Dienst gab er mich fort, weil seines
Dienstes mich gerent.

Dio Hlinde rieb voll Lust der Wandersmann,
der Rache an mir fand.

3. Es drangen Hirten in den Weinberg21,
raubten ihn in Hast;

Sie sogen Jahr fitr Jahr ihn aus und
ginnten keine Rast;

Sie pfiickten zwei und dreimal Traub'
und Beere von dem Ast.

Kommt da ein Spross noch fort, da seine
SLfte sie verprasst,

Und rissen nieder seine Burg, von
Pilanzung einst umfasst? -

Es war die Burg, die auf Moriah hoch gen
H-[immel ragend stand 2.

4. Soil dauern noch des Leidens Frist, mich
treffen Siindenbann?

Soll mir des Kopfes Schiitteln gelten,
der Spott bei Jedermann?

Moin Sklave23 schlagen mich, mein
Bruder24 bleiben mein Tyrann?
Ich unstet sein auf Erden? todten mich,
wer mich trifft an?
Wohin vor ihm ich fliehen mag: er
schleppt zurclik mich dann.

Von aussen wiirgt das Schwert, von innen
Angst. mir in der Seel' entbrannt.
5. ,,Was trieb dich her? Ist dein der Ruf,
moin Erstgeborner, dort?
Sci still! Bonn sieh, ich komme oinst-
mals dir nach meinem Wort
Zu Hiilfe gegen Feind' unl fUihre dich
an meinen Ort:


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1) Nach 5 Mos. 32, 21; irPn'`) AB Berl. 2) flin Berl. 3) Kigl. 2, 15. 4) Jer. 11, 20; 20, 12.
- 5) DW1 AB. 6) So vermuthe ich nach 2 Mos. :, 22 und 12, 36 filr das unhebrilische 1.15S' 1B
und ftr ,linThi' Berl., welches V. 17 nochmals kiime. 7) Nach 2 Mos. 23, 11. 8) Wie Nah. 1, 4 1032'1 =
17WOlV1. 9) im '13 AB. 10) 1 Mos. 28, 12. -- 11) TN Berl. 12) So vermuthe ich nach Ps. 44, 15
flir N;in TO in AB Berl. 13) Nach Ijob 17, 6. 14) 1 Nos. 4, 14. 15) So iindere ich )i:W in AB Berl.
der Silbenzall wegen und weil dieses Wort bereits V. 21 gebraucht worden ist. 16) 5 Mos. 32, 25. -
17) Richt. 18, 23. 18) 1 Sam. 24, 17; 26, 17. 19) 2 Mos. 4, 22. 20) "~1~ Berl. 21) Bezeichnung
filr Israel nach Jes. 5, 1. 7. 22) Der Tempel in Jerusalen. 23) Die Muslimen. 24) Die Christen.






Reumnithige Klage und Trost. Eliaslied.


Dort schlag' ich jone, aber dich beschirm' 71) 'S.3 TOi 'BD 0.fl 30
ich als dein Hort. ,.-

Dann ffillt ich schwir' es dir kein mW'BX '1V 'T YYOKtt^ f3
Fremder mehr dich an hinfort; -

Iann theilt nicht mehr mit Isatik der K. prr ov' m- t 1151
Sklavin Sohn4 Besitz und Stand. 3: .




24. Eliaslied (theilweise ungedruckt)
fiir den Sabbatausgang, in den drei ersten Strophen nach dem kiirzlich zum ersten
Male gedruckten Machsor Vitry No. 218 S. 198 ed. Berlin 1889, in der vierten Strophe
aber nach einer mir durch die Giite Adolf Neubauer's angefertigten Abschrift
aus cod. 2498 fol. 56 in Oxford (01) nebst Varianten aus cod. 1162 fol. 205 das. (02),
von mir mit Auswahl benutzt unter jedesmaliger Angabe der andern Lesart.
Solche Eliaslieder warren schon zur Zeit des Abraham Ibn Esra am
Abend des Sabbatausganges iiblich, um die Wehmuth nach entschwundcner Feiertags-
stimmung und die Sorgen der beginnenden Woche durch den poetischen Ausblick
in die seligen Zeiten einer bessern Zukunft zu mildern. Nach Mal. 3, 23 geht dem
Tage des Weltgerichts und der cinstigen Erltsung Israels (Mal. 3, 1 ff.) die Er-
scheinung des Propheten Eliah als Vorboten der grossen Zeit voraus. Da or
jedon Tag nach Gottes Rathschluss eintreffen lonnte, so wurde er im Beginne jeder
Woche hoffnungsvoll begrisst und besungen. In deutsch-polnischen Ritus sind nicht
weniger als vier Eliaslieder vorhanden: 1) 1Wnv wtin, 2) nawaN bj K, 3) wMn 4b
1m, 4) z'zi i, 4. Das hier folgendo Eliaslied ist wohl eines der schihnsten
seiner Art. Neben dem prichtigen Klange undReichthum anReimen bietet es auch
einen mannigfaltigen und eigenartigen Inhalt. In der ersten Strophe wird, so zu
sagen, eine gute Woche gewiinscht und in Bezug auf deren einzelne Tage das
Vertrauen zu Gottes Beistand ausgesprochen. In diesem Theile kann man das Lied
1Ir t9,'~Kt im deutsch-polnischen Ritus inhaltlich vergleichen. Ein glickliches
Jahr w(inscht die zweite Strophe hinsichtlich siimmtlicher zwulf Monate. Die dritte
Strophe denkt alle zwllf Stiimme Israels wiedererstanden nnd voreinigt; IE
scheint die Auferstehung der Todten, gegen die er sich ausdriicklich nirgends erkldrt,
ebenso wie Saadia (Emun. VIII, 2 S. 79b Z. 28 ed. Berlin) in die hier besungene
messianische Zeit zu versetzen (Comm. zu Dan. 12, 2). Die vierte Strophe zeigt uns
den Vf als Astrologen; alle zwilf Sternbilder des Thierkreises ergeben gliick-
verheissende Constellationen fiir das erlaste Israel.
Der Ban der Verse hat Aehnlichkeit mit dem Stticke Bd. I S. 101 und hier
No. 19 S. 29. Auf einen Eingang von zwei reimenden zwilfsilbigen Versen folgen
drei achtzeilige Strophen zw6lfsilbiger Verse mit den Reimen 7a 1 A. 7b 1 A, 7c 1 A,
und eine dreizehnzeilige Strophe gleicher Verse mit dem Reime lid 2 A. Als
Refrain ist iiberall, ebenso wie am Ende der letzten Strophe, der zweite Vers des
Einganges aus 1 Kbn. 17, 1 hinzuzudenken. Jeder Vers zerfallt in zwei sechssilbigo
Hiilften, von denen die erste je zwei dreisilbige Glieder bildet, die den Strophen-
vers ausgenommen ihren besondern Binnenreim haben. Akrostich ma't.


1) Jes. 63, 6. 2) 2 Mos. 33, 22. 3) Nach 1 Mos. 21, 10. 4) Ismael, d. h. die Muslimen.





Abraham Ibn Esra.


Singen will vom Heil ich ein Lied, dieweil
der Erldsung Kunder hastig schnelle Schritte
hat:
Eliah aus Tischbehl3, wohnhaft dann in Gilead.
1. Gott, du meine Macht, Wonne mir und Pracht,
wenn an Wochentagen wir das Werk ver-
richten!
Sieh am Sonntag gern, wie den Augenstcrn.
Lngstlich mich zum Schatten deines Fittigs
fliichten
Fiir jedweden Wandel und fir jedcn Handel!
danach will ich auch am Montag stets
mich richten.
An dem Dienstag dann fiircht' ich keinen Mann,
grant auch meinem Haupto nicht vor bisen
Wichton.
In des Mittwochs Zeit sei du hiilfbereit.
welches Planes Ziel mein Sinnen mag erdichten!
Donnerstag ist nah, Freitag auch schon da:
lse Kummer mir im Wonnestrom, dem lichten!
Sind wir doch bereit froh zur Sabbatzeit;
auch des Weihetrunks'4 gedenken wir, des
schlichten.
Selbst das Fleischgericht fehl' am Tische nicht,
noch so viel des Brods, dass Jeder reichlich
were satt!
[Eliah u. s. w.]
2. Jeder Monat neu fiihr Wonn' herboi!
Tischri trete ein und bring, was mich frent!
Von Marcheschwan an, his uns kommt Siwan.
lass mich sein in Ruhe und in Sicherheit.
Kislews Winterschein sehe wohl mich sein,
T6bet und Schebit des beaten Glickes Zeit!
Im Ad Ar-Mond ganz, reich an Rettungsglanzi5,
riihm' ich Gottes grosse Macht undHerrlichkeit.
Nissan bringt heran Lieb' und Wunder dann16,
und es weight von selbst des Jammers Ruf
und Leid.


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1) Jec. 52, 7. 2) Nach Mal. 3, 1. s) 1 Kon. 17, 1. 4) .Ezech. 46, 1. 5) Ps. 57, 2. 6) D
passt hier nicht als Akkusativzeichen, sondern muss ,,mit" oder ,,nebst" bedeuten; also eig: ich nebst
meinem Haupte flirchte mich nicht. 7) Vielleichit ist D1O-N ie Ps. 6, 7 lieber zu lesen und zu Oibersetzen:
Summer 10s' ich auf u. s. w. 8) Form und Bedeutung wie Ps, 59, 5. 9) 2 Mos. 20, 8. 10) Ps. 104, 15. -
11) Jes. 30, 15. 12) Nach Jes. 35, 10; 51, 11. 13) Stadt im Stamme Naphtali (Tob. 1, 2: 0jqOp). 14) Des
Bechers Wein zum Sabbatsegen (Kiddusch) nach bab. Pesach. 106a: 1, l I ,2 tI ,tjp n~i'n rM n 'N 1 ST.
- 15) Anspielung auf das Purimfest. 16) Das Pessachfest erinnert an Gottes Wunder und Liebe zu Israel.






Eliaslied.


Ijar, ihmi gepaart, ist von gleicher Art,
und im Monat Ta mmus wird (lic Enge weit.
Keiner Triibsal Stab macht mir Schmerz im Ab 12;
anch Elul verliiuft vom Schreckensschrei
befreit.
Alle J.ahre so bleib' ich Gottes froh,
ban' auf ihn und wanke nicht an miner Statt.
[Eliah u. s. w.]
3. Sieh, mein Kiinig hout wic in jeder Zeit
traut auf deine Hiilfe deines Volks Gemlith.
Kiind' cin Jahr voll Glanz mit der Grisso Kranz
ihm, dass neu nach deinem Wortel3 es crbliiht!
Runbon koimmt, erwacht aus ( ds G robes Nacht,
er der orste Stainui zum alten Loosbesitz,
Wenn zugleich vereint Josephs Haus crsoheint,
Simon seine alto Landschaft froh bozieht;
Juda mit Gesa;ng, voll von Dlankesklang.
Lewi wieder tonen lisst sein Tempellied;
G ad nebst A sechers Haus zieht mit )Dan
geradaus.
Naphtali zum Tempel ohne Unterschied:
Lohn orwarten klan Isachar alsdann.
S ebulun den Seestrich auch begliickt bezieht.
Benjamin befreit, wird ist um die Zeit -
von dem ihm g.erarbten Gate wieder sattl1
[Eliah u. s. w.1
4. Leite die Nation, die getriibt der Hohn
bisen Volks, das gegen dich sich feindlich
stellt!
Schutz sei ihr dein Blick, dein Geheiss ihr Gliick
ans der Sterne Bilder hoch am Himmelszelt!
Lass des Widd e rs Glanz schwinden nimmer ganz,
noch die Pracht des Stiers don Frommen. dir
gesellt!
Stellt das Zwillingspaar ohnoe Fehl sich dar.
danin sci dein Erbarmen rege deinor Welt!


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1) 's. 14.1, 11. 2) Ps. 26, 1. 3) Jer. :1, 16; 2 Chr. 15, 7. 4) Dan. 12, 13. 5) 1 Mos. 49, 27.
- 6) Klgl. 4, 1; D12) 01 gegen den Reim. 7) ['IN 1 N l'D2 02, wegen des gleichen RIeiimwortes
ill V. 32 unmtglich. 8) "- 1D 02. 9) Nach 5 3Mos. 3:, 17; 11t 01. 120) DV'11nMr 01. 11) 171;
51 01. -- 12) Der N(.nte des Ab wird nach Israels Erlisung nicht mehr als Fasttag, sondern als Freudenfest
begangeu werden (Sach. 8, 19). 13) Jes. 61, 2ff. 14) Vielleicht hat Vf hier mit Kiicksiclht auf die
messianische Zeit ,an die Auslegung des aramiiischen Ollkelon-Targuim zu 1 IMois. 49, 27 gedacht und wire
zu ilbersetzen: Benjarmin befreit sclli it 1t ll dlie Zeit -jeden Morgen Priester von ides Altars Spenden satt.






Abraham Ibn Ewra.


In dem Krebs, der scheint, drohe uns kein Feind,
sondern Gottes Friede walte unvergillt!
Vor dem Lwen wild hilf dem Sohne'2 mild;
leg' ins Herz ihm deine Furcht, stets wohl-
bestellt!
Aus der Junngfrau Stand word' ein Ehverband,
wie aus deines Sehers Schau und Wort erhelltls!
Als der Waage Theil gieb uns zwiefach Heil
von dem Gut und Gliick, das deiner Huld
gefillt!
First sei Skorpion reichem Arbeitslohn,
um zu f illen deinen Schatz mit Gut und Geld!
Doch des Schiitzen Pfeil bohr' in Zornesweil
du ins Herz der Bsen, die deinArm zerschellt!
Sei der Steinbock dann und der Wassermann
Denen Schmuck und Zier, die deine Lieb' erhilti4 !
Wie der Fische Schwarm in der Fliisse Arm
lasse wachsen stets sie zu der Fiille hdchstem
Grad!
In des Tempels Schooss zeigt dein Name gross
sich fir alle Ewigkeit, wenn erst als Herold
naht
Eliah aus Tischbeh, wohnhaft dann in Gilead.

25. Nothrnf,


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nach ni-'ncar I -IB fiir Carpentras. Amst. 1763 fol. 24b (C) und nach Egers in
der Frankel-Graetz'schen Monatsschrift 1884 S. 74 aus einer Oxforder Hdschr. (E).
- Alphabet und Namenszeichnung In' = erfolgen wortweise; dafiir fehlt das
Versmass. Jede Zeile zerfillt in zwei reimende Halften, die hier als je eine Reihe
gesetzt und gezdhlt werden miissen. Die Ueberschrift dieses Stiickes lautet in einer
Handschrift der Hamburger Stadtbibliothek: KM1 i:m ,M Nach dem Muster
des Stiickes ,mi1 i "1 a R im alten tiiglichen Morgengebete kommen wortweise
gesetzte Alphabete, einfach oder wiederholt, auch sonst nicht selten in gottesdienst-
lichen Gedichten vor, wie Zunz, Synagogale Poesie S. 104 nachgewiesen hat; zu
den dort angefihrten Beispielen nenne ich noch das Stiick ZK I "= vlip des
Moseh Ibn Esra im Machsor von Tunis, Livorno 1844 S. 86a, und zwei Stfcke im
Diwan des Abr. Ibn Esra ed. Egers S. 127 No. 237 und 238, wo auf das Versakrostich
ma"inx noch das Wortakrostich folgt: jiK mB:M "Tx 3in ,'i t in No. 237, und:
U"1i n X i 2 mn a in No. 238. Ein weiteres Beispiel bildet die Petichah zum Freitag-
Abend 11minli 1lmnO ,I von Benjamin (bar Serach nach Zunz, Litgesch. S. 121
No. 5) in imnyv ''m des Ahron Berechjah von Modena, Mantua 1624 p. 65a.

1) 1 Ken. 5, 18; ]I1S "iN3 ] T'N1 01. 2) -1'c n i 02; auch ist dieser Vers ebenso, wie
V. 35 an eine unrichtige Stelle in 02 gerathen. 3) Ps. 88, 16. 4) I"pMrDi 01 gegen die Silbenzahl.
- 6) JD 02. 6) 79iW: 01. 7) Tlim 01. 8) :31pn 1rl 31p1 02. 9) So vermuthe ich fir Sp I1,'1
t'm in 0. 10) So vermuthe ich for "m11 in 0. 11) Dieser Vers findet sieli nur in 02. Ueber i'3D
s. ob. S. 38 V. 20. 12) Israel nach 2 Mos. 4, 22; 5 Mos. 14, 1. 13) Jes. 62, 4. 5. 14) Nach IE zu
Esther 3, 7 und im Exkurs des gangb. Comm. zu 2 Mos. 32, 1 ist der Wassermann das Sternbild Israels.






Nothruf. Berufung auf den alten Liebesbund.


Uns, aus dem Heim vertrieben,

Ist Pein und Noth geblieben.

Gewaltthat macht uns bangen,

Gejagt, geschwchlt, gefangen.

Seit uns Propheten fehlen,

Sind's Thoron, die uns quilen.

Uns, die ,,o Milder!" been,

Sei mild in unsren Nithen!

Dcin Driluen macht uns zagen;
Wcr mag dich grollend tragen!
3lit Moseh lass uns fragen:
Warum soll, Herr, dein Zorn dein Volk so schlagen!


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26. Berufung auf den alten Liebesbund,
Ahabah nach ciner Abschrift Kaufmann's aus seinem Codex Jemen (K) und dem
Abdrucke im Diwan ed. Egers S. 19 No. 63 (E), bestehend aus fiinf Strophen zu
jo drei Reimen, namlich 5 a und 3 b mit nriln 'nv in' in jedem Gliede, und dann
noch 2 c als Durchgangsreim fur don biblischen Refrain "nnxK ', nnK m (2 Sam. 1, 26),
der aber dem Zwange des Versmasses in 2c, niimlich v i'nn n m n 'nt inr
nmyi~n (Versmass 6 in Bd. I S. 9) nicht unterliegt. Akrostich alni .


1. Ich, treugesinnt bonannts, die Haarschmuck schin
umwand9,
Noch bin ich wiist, gebannt in bitter Feinde Hand,
Und ach! der Sonne Brand
Maclit hoiss mir hierlo; er saugt an mir, versongt
mich schier.
(Gdenke, Frcund, des Bundes, mach' ihn wahr!
Und zcig' uns doine Liebe wunderbar!

2. In moinesElendsBangenhier fremdundeingefangen,
Weil ich mich schwer vergangen, o sich die Thruiie
Noch jetzt an meinen Wangen! hangeni1
Ich harre doin. Verband lass sein der Wunde noin -
Den Wunden all der dir goweihten Sohaar!
Und zeig' uns done Liebo wundorbar!


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1) So (; ODD E. 21 i nicht bei E. 3) Hl 4, 1. 3 2nOSI erkliirt IE z. St. 2 1,1 VIN. 4) 5 Mos. 28, 37;
Ps. 73, 19 und sonst. Irrthimlich 1D1U vokalisirt bei E. 5) EinEnkel Esaus und ein edomitischer Stamm nach
1 Mos. 36, 13. 17 als Vertreter der Israel feindlichen Vilker gewiihlt, um eine Paronomasie, bei den
Arabern Teinisreim genannt, zu przielen. 6) HL 1, 6. 7) 2 Sam. 1, 26. 8) Nach der bekannten
allegorischen Deutung des Hohenliedes wird 'nIf. HL 5, 2 als Bezeichnung ftr Israel genommen. 9) Nach
dem Comm. unseres Vf zu HL 4, 1 ist die bezllgliche Stelle allegorisch auf das Nasireat zu beziehen, welches
nach 4 Mos. 6, 5 durch den Haarwuchs kenntlich sein sollte und die gottergebene Enthaltsamkeit des ge-
sammten Israel in verstirrkter Form innerhalb desselben darstellte. 10) Bleziehung der Worte HL 1, 6
in allegorischer Deutung auf Israel. 11) Nach Klgl. 1, 2.





Abraham Ibn Esra.


3. 0 sich, was mich bodriickt! Mach' heil, was licgt
geknickt!
'iill' aus den Riss geschickt! Aus 'luthen :.
schiffumnickt ,
Du, der ans Licht mich riitkt6,
Lass auf mich stehn, mich zn erhihn! Und lass mich gclhn
Voran, wie cinst dein Mund gekiindet wahr!
Und zeig' uns deinc Liebo wunderbar!
4. Sci du mir Fels und Hurt. schwankt hunter mir
dcr Ort!
Sprich aus das Rettungswort. und meine Noth
ist fort.-
Der schwer mich traf mit Mord.
lihu shlage gleich Acgyptens Reich, und decke weich
Dein Miigdlein, das des Dienstes treu nimmt wahr.
Und zeig' uns dine Iiee wunderbar!
5. )u Loos, das Gliick mir schanft. Id Hort, der nir
giebt Kraft,
Der siss wie lHonigsaft mir ga'nz dlas Herz entrafft
Und mir ist Halt und Haft. -
Trompetensang, der Saiten Klang, der Lieder Drang
Lass tinen noch in deinem [Hans' ich kMar.
Da zeigst du deine Liebe wunderbar.


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27. Ruf nach Erlisung (ungedruckt).
Sulat nach Cod. Ibn Jaisch des Prof. Kaufmann in Budapest (J) mit Varianten
einer Strophe nach der Mittheilung von Dukes (D) im Litbl. des Orients 1848
S. 404. Akrostich an- Es sind vier elfgliedrige Strophen. deren Reime bereits
Zunz (Litgesch. S. 212 IX) durch das Schema Sab 4c A bezeichnet hat, wobei A
den durchgehenden Refrainreim in iiblicher Weciso bedeutet. Versmass von a und c
ist il' ,MUfl inn' nwi:n 'f, (Versmass 14, erster Theil in Bd I S. 12), von A
und b: ni 1n 'n 1 fl1l lunf 'ni (Versmass 4 in lid. I S. 8). Zu Tegnis-Reimen
dienen in Z. 2. 3 ='; in Z. 4 tIn: in Z. 12. 13 '=-. Anch sonst ist das Gedicht
reich an prichtigen Kliingen.
1. Gieb, Norden, sprech' ich schon, heraus mir 'r I ; n 15m6 i h Ik
Heer und Macht! : I
Bring', Siiden, meinen SohnS! Bei mir wohn' '' K" .
er in Pracht!
Hand Gottes, hLa' den Thron der Stadt, des '!iSftlf l 7 ''!1
Tempels Wacht! :
1) N'5Sin E schleint eine Aenderung zur E rleichteriung ils Verstiilndnistes zu sein. In Walrheit ist
Gott nach den Worten 1N rxN)N Mich. 7, 9 gemeint. 2) -113 A. 3) E:ig.: Sildiigypten, taclh Ezch. 29, 11;
vgl. Jes. 11, 11; Jer. 1 1, 1. 15; Ezech. 30, 11; bier flir Aegypten ilberhaupt in ipoltischer Verallgemcinerung
gesetat. 4) i:t R. 5) Eig.: aus dem ulecr der Flotte (Jes. 33, 211, d. h. aus tiefem und ausgedehntem
leere, auf welchem Schiffe verkehren, ails allegorische Bezeiculitng flir schwere und viele Leiden; vgl. z. B.
Klgl. 2, 13. 6) Gott, nach Micli. 7, 9. 7) 1:3 "I j'Il J; allein 13' in der Bedentung pl Ti1 ist in
der Regel weiblich, und eberdies erfordert der Rcim r:2, odiurch zuglcich der Tcgnis-Reim mit Z. 2 iher-
gestellt wird. 8) Nach Jes. 43, 6. Die Gesmnuithei~ Icracls mird al spirechend cingeffitrt.






H uf nach Erldsung.


Elr monime, crscheine der Welt. nicin
pruilnhils tralendter Held!15
Dann konln' ich in Gottcs Zelt, wo
Zither und Lied ist bestellt,
Dlss ibm ich dion' als Knecht.
2. Es nalhol Tago i dor Lust: sie wiihren alle
Zeit.
l)er Grain ontweicht der Brust nobst
seinin ganzen Geleit.
Denn auf dcr Triimmer Wust erbaut scin
Zelt geweiht
D)r llerrliche, lihnigstiss, der Botschaft
wie Manna erliess1 ,
Der ,,orhabon" und ,,Wunder" hiess17
der Wunder wird thun und lies
Darch Tischbeh's und Ephrats
Geschlocht s.
3. ,,Tritt, Liebste, aus der Acht! Leg' an
der Schiinheit Kranzsi!t
Wie in der Jugend, lacht dir Ehr' und
nouer Glanz.
Kehr' heim ins Land der 'racht, kehr'
heim, Zerstrette, ganz!
Gross sci dcr Zalunft Zeit, kIlin, wer
den Bund entweihtzo0
Er schnitt zu tief, zu wivit nit Walfen,
stots bercit". -
D)rum bet' ich wohl mit IJeelit21:
4. M3ini Schirm22-! \enn WVeh mich trifft,
so heil' es! Mleine Hut!
Wend' ab des Gegners Gift! Ien Freundcn
gieb dcin Gut!
Dor Rettungsfrist der Schrift23 harrt
gliiubig noich mein Muth.
Erh6rt sci des Betenden Laut, die Wanld,
die du stiirztest, orbaut

1) .les. 1;:;, 1 von (iutt. 2) 10M) p131 nE3 1N; D.A


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vermuthe ich ftir 1 3 bei A, welclhes an dieser stelle nicht lpast. 3) Jres. 4, 2; 28, 1. 1 -
6) Jor. 2, 2; Ezech. 16i, ti. 7) Dlan. 11, 16. 41. 8) Ps. 120, 3. 01 Ps. il, 14. 10) So vernlutlhe
ich ftir rD'iD bei A, w\elches hier zum zt\iteeit Male keinen Sinn ergiebt. 11) Ntch P1s. 4S, 14 r- ,
Zwinger, hier tropisch: Schltz, Obhut (violl. auchi Chab. 2:, 19). 12) Spr. s, 21.- 13 Dan. 12, 7.- 1.i) O
ist IlN ) Itbi K hier des Renies i egen zu lesen, nIlch Analogie vo\n1 Sam. 10, s. 15) Nach Sech. 9, 9 votn
Ilessias gesagt; jedoch ilt ftir das dortige 1107 hier 5'27 (1 3Ios. 15, 17 und sonst) ge(etzt, unml den Tegnis-Iteim
herziistellen. 161 2 Mo,. 11i, :il: .ullnd es (dats Manna,) \\ar \wie \wei,'er Koriandertamen und sein Ge-
scllllack war wie Kitclhen init 11toII1". 17) (;itt heis-t N11D nielh 2 Alos. 1.5, 11 iid1 sonllst; er heisst
N D niaclt dtr rsteii iei ItE angefilirten Erkliitiug von Je-. 9, 5. 18) (iemtint sind der wiindertliitige
Prophlet Eli:t I (I Knii. 17, 1 2'i'n" genauii t d. Ih. :a-s 0 S'ej im Sti tanol Naphtaili ; ,. ob. S. I40 Z. ) u. der
3essias ills dentin 11auis I)Davlnd, nllacih );t\vids i Obclrts)rt ]` ]]rtr:, L dcr Epihrata d. i. Botlehetn
(1Mich. 5, 1; aitt 1, 2; 1 31-M. ;, 19) )benalllt. 10) liernlit b)elinllt (Gottes Antwor t lld reicht bis eiln-
,schlieslic Z. 17. 20) 'P. 55, 21. G(iJlleint it dias Israsl wtortbrfichigi ulnd feindbelige Brudervolk
(Obad. V. 10-14). 2l) Wiederum Worte Israels. 22) D. h. miein Gott! 23) Die dunklen und vicl-
gedeutetenc Worte der Schrift tber das Ende der Noth Israels Dan. 12, 7.






Abraham Ibn Esra.


Erwirb, den du Fremden vertrant! Kehr' t~.D_?O M ''lj ~ffl 11=
heim in die Wohnung, so traut! yl n
0 eile und schaffe mir Recht! "
28. Klage und Bescheld,
Ahabah nach Diwan ed. Egors S. 42 No. 116. Auf siebzehn zusammengesetzto
Silben (nnn') folgt je eine einfache Silbe (m1in) die einen Langvers abschliesst, der
hier mit Riicksicht auf den Raum in je fiinf Zeilen gotheilt erscheint. Jeder Lang-
vers wiederholt einen Reim achtmal und reimt am Schlusso aussordem mit alien
andcren Langversen. Akrostich Bm-n.


1. Ich bin ein Kiel in schwankem Kiels,
Und mein Gestiihl9 wie je cin Kiel
Im Meergowiihl der Noth. Ich fiihl'
Im Beten viel in mir gar schwiil
Sich dringen wie in Schlihuchen;

2. Well ich zerschellt mein hcilig Zelt,
That, was missfiillt, dem, der mich hblt,
Mich rief zur Welt, mich neu herstellt;
Weil ich entstellt, mich fern gestellt
Gesetzen und Gebrauchen;

3. Vom Liwen wund ohn' Heilbefund,
Voll Wuth zum Grund gedringt vom Hund,
Der Hass giebt kund. Und dioser Fund
Hat Schuld zum Grund, woil schweifend rund
Genuss ich wollt' erreicheu;

4. Well der Sitz der Zieril verhasst war inir
Und liob dafiir ein Bild der Zicr i,
Das schleift mich schierl2. Drum knechtct hior
An des Kerkers Thtir er mich dafiir
Den Feinden ohne Gleichen1s.
5. Geh machtvoll los! Und deinen Schoss14,


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Dein Theil und Loos, o mach' es los! 7 p

1) Vgl. Jes. 52, 3. 2) Ps. 3S, 23. 31 Eig.: Indemn ich unkundig war und abwich von den
Hlahnec 4) Jes. 45, 2. Metrisch ist ldas Hintiberziehen des Schlussconsonanten zum folgenden Worte be-
merkenswerth, wobei IE dem Gramimatiker Juda Ch aj ug (ed. Nutt 6 oben) folgt, wiewohl er dagegen
in Mositjim,, 3a ed. Heydenheiim und in Zachot 2 a ed. Lippmann sich erkliirt. 5) Ps. 68, 31. -
6, 1 LMos. 21, 33. 7) 5 Mos. 32, 9. 8) Das irdische Leben ist schon an sich wegen seiner Vergiing-
liclikeit und Unsicherheit einem auf dem Ileere fahrenden Schiffe zu vergleichen (Ijob 9, 26); Israel
aber hat innerhalb dieser so gearteten Welt noch seine besondere Unsicherheit, seinel besondern
Schioksalswechsel durch den immer wieder unerwartet entztindeten Hass seiner es glinzlich verkennenden
Feinde. 91 Eigentl.: mein Lager, mein Auifenthaltsort. 10) Gottes Helligthum Dan. 11, 43. 11) Ein
Abbild Gottes, G(tzendienst. 12) Die Vorliebe flir die Gebriiuche eines fremden Cultus erniedrigte und
zerrte mich zu Boden und denselben willenlos nach. 13) Wiirtlich: und so gab er die Herrschaft iber
mich in den RAiumen der Gefangenschaft voll Zorn denen, die Kilmpfe (Mff111) wider mich ftlhren. -
14) Eig.: define Tamariske (1 Mos. 21, 33) oder allgemeiner: deinen Schiissling, deine Pflanzung. Vgl.
Ps. 80, 9. 15 f., wo Israel gleichfalls als eine Pflanzung Gottes bezeichnet wird.





Klage und Bescheid. Anhang.


Denn du bist gross. Doch Knechtesloos
Und Birde gross and Dunkels Schooss
Sei dem vor Feindschaft Bleichen!
6. ChadadI sei Kram und Chet 1 voll Gram!
Bereit' ihm Scham! Sein Mund sei lahm!
Bus word' infam, ganz taumelig zahm!
Denk' dess, der kam als Sohn und nahm
Von dir der Liebe Zeichen!
7. Sei nochmals gutl6! Kehr' um zur Hut17,
Wio einst, ,oll Gluthls! Dem Volk gieb Math!
Bau' Stadt und Gut, wo thront uund ruht
Dein Liebesmuth, der hbrt und thut,
Was fleh'n die Schmerzensreichen!
8. ,,Ich lade zur Zeit ein mtchtig Geleit,
Nenne mein es erfreut. Ob Rcikkehr auch weit:
Der Sitz ist bereit. Umwallung ihm beat
Meine Liebe vor Leid voll Ziirtlichkeit
In Guaden, die nicht weichen."


25







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Anhang.
a) Nachtrag zn Bd. I 8. 52.
24a. Reime vor dem astrologlschen nrnton ~wO
in neuer Abschrift oder Bearbeitung; gitige Mittheilung von Dr. Steinschneider
in Berlin nach einer Abschrift des Prof. Guidi in Rom (G) aus Ms. Vittorio
Emanuele 12 das., bei Di Capua, Catal. p. 48, als t':rn, nlipn wie St. bemerkt,
falschlich bezeichnet, mit nothwendigen kleinen Aenderungen nach meiner Vermuthung.
Versmass 7 (I S. 9) ,iLn in9, mn ln ltn -l in mfl in *it in.


Gelobt sei Gott, der Menschen lehrt Verborgnes
klar ergranden
Und dossen viele Wunder man nicht zihlen
kann noch kanden!
Dem Abraham, des Meir Sohn, verleih' er
ferner Starke,
Der Dinge hell beleuchtet hat, die Manche
dunkel finden,


D 20' 19- I


1) So vermuthet richtig Egers fir rin in der ihm vorliegenden Diwanhandschrift. 2) Ijob 19, 3
mit unsicherer Bedeutung. 3) Israel nach 2 Mos. 4, 22. 4) Ein des Reimes wegen neugebildeter Plural
von h7IN, nach Analogie von D'32tN Spr. 5, 19; Hos. 8, 9. 5) Ps. 65, 5; Ijob 31, 37. 6) Ps. 59, 2;
69, 30 und sonst. 7) Amos 6, 1; Jes. 62, 2. 8) Jes. 49, 5; Ezech. 29, 27. 9) Ezech. 25, 4. In
der hier gemeinten Bedeutung war das Hiphil vorzuziehen, aber in Rlocksicht auf das Metrum ist Piel in
gleichem Sinne genommen worden. 10) 5 Mos. 32, 10. 11) 5 Mos. 33, 3. 12) Nach Hos. 14, 5. -
13) 1 Mos. 25, 15. Der Name ist, wie die hier folgenden, fur die Israel bedriingenden Volker gesetzt.
Ueber diesen verallgemeinernden Gebrauch s. Ed I S. 137 A. 13 und Zunz, Synagogale Poesie S. 452
No. 6. 14) 1 Mos. 10, 15; 23, 3; 2 Mos. 3, 17 und sonst. 15) 1 Mos. 22, 21. 16) Wortlich: Wieder-
hole Gutes, erweise es uns wieder! 17) Zur Obhut, zum Schutze. 18) Wortlich: Wie am Tage des
Dornbuschebs 2 Mos. 3, 2), in dessen Flammen sich Gott dem Moseh zunm ersten Male und zwar als
Beschtitzer Israels offenbarte. 19) jP G. 20) In) G.





Abraham Ibn Esra.


Dem Jochanan, des David Sohn, in diesel
Goisteswerko
Dem Mann. der cine Zier ist der Gelehrten.
frei von Siinden!
Thu' auf des Goistes Angen, und das Licht
schau an und merke,
])as vir dlir liogt und dich belehrt im ,,Bucho
von den Griinden".


P1isn n'IKxm n'ri rpi

18 nh mm )^ 0 npt


b) Nachtrag zu Bd. I S. 147
84a. Zwei Leuchten auf Erden vereint,
nach cod. 1 Adler. Das Godicht kinnte auf die zwoi hochangeschenen Briider
Samuel 1b. Meir in Troyes and Jaklob Tam in Ramern bezogen worden, wenn Z. 3


(1xix nxtB) nicht dagegcn spriiche. Versmaas
In Gibein. Sonme, verbleibe. und Mond in
Ajalons Gefild,
Orion und Siebengestirn und all ihr Sterne
vorhbillt,
Da am Saume des Landes sich zeigen zwei
Lichter wie Gottes Garten
Voll Pracht, wogegen die Menschen sonst
sind eia Dornenwuchs wild!
Die Welt erstaunt, wie don Himnmelsleuchten
wider Erwarten
Die Erde worth als Wohnort und auch als
Heimstatt gilt.


4 (I S. 8) nflinf IW intr i n iinn rw.


'i t'as-tb 0i iis 'Mpi

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-i"'I -*)i txh ii 11 IsB' li1nn r,


c) Nachtrag zu Bd. I S. 222
aus cod. 198b Neubauer fol. 188b (Pococke 742) mir giitigst mitgetheilt tdurch die
G(ite des Bibliothokars Herrn Adolf Noubauer, mit der Ueberschrift t"1 I"'MrNv,. -
Versmasss 4 (I S. 8) nriin inri -in) ni rnin tv.
126 a. Das zweimalige Leben.
Da nach dem Tod du uns weakest zum Leben, f1:11M lilt i 1'8 Min
Wio kannst du im Leben zu todten uns streben? 13n~) n rn=l 1i9nr ~tI'
Ja miissten vor sundigem Wort wir nicht been, mit) xt 'It "N1; t .1x
Wir sprichen: Zum Jammer sind beide gegeben. 0.3my:. 'U "t .ne. "tk. 3

126 b. Verdiente Zurechtweisung
Ein Greis geht tiefgebiickt, den Stab in seiner Hand. 1 P '4)l= 'i pt l
Ein Knabe kommt und fragt: Wie wird das Ding *, txi it 1S_ pit "~1
genannt?
Verkaufst den Bogen du: ich kanf' ihn, sprach iip. 's 3n I'
der Fant.
Ich schenk' ihn, weon due's erlebst, sprach jener M=fl Q f x 5
zornentbrannt.
1) Jos. 10, 12 Ilnch dem metrischen Bedilrfnisse etwas abgeiindert. 2) Ijob 9, 9. 3) Lat. velum,
wie gew ohnlich, hall griicisirt; dagegen in Allichknah Kelin XX, 6 ganz griicisirt ] *. Nach Chagigah 12 b
bezeichnet l,1 den untersten der sieben IIimmel; vgl. auch Ierach. 58 b; bier allgemein ftir
Himmel. 4) Ezech. 31, S. 9 schwebt denm Vf. vor. 5) Jes. 17,9. 6C Nach Ps. 73, 10.
















JAHRESBERICHT.



Das jiidisch-theologische Seminar begeht am 28. January zum
vierzigsten Male die Gedichtnissfeier fiir seinen Stifter, den ver-
ewigten Commerzienrath Jonas Fraenckel. Anlisslich dieser Feier
werden die Candidaten Dr. Lieber Dobschiitz und Dr. Samuel
Freund, nachdem sie die theologisch-wissenschaftliche und die tal-
mudisch-rabbinische Priifung bestanden haben, entlassen werden.
Im verflossenen Jahre wurde am 27. January, dem Geburtstage
Sr. Majestit des Kaisers und K5nigs und dem gleichzeitigen
Sterbetage des Stifters, die Doppelfeier in iiblicher Weise be-
gangen. Herr Seminar-Rabbiner Dr. lsr. Lewy hielt die Fest-
und Gedenkrede. Daran schloss sich die feierliche Entlassung
*der Candidaten David Rau, Dr. Neumann Sandler und Dr. Gott-
hilf Walter unter Ueberreichung der Rabbinatsdiplome, worauf
Herr Dr. Walter Abschiedsworte an die Lehrer und Studienge-
nossen richtete.
Zur Bewerbung um den Joseph Lehmann'schen Preis war fiir
das vergangeite Jahr zum zweiten Male das Thema: ,,Verlauf des
Kosakenkrieges unter Chmielnicki withrend der Jahre 1648 und
1649 mit besonderer Beriicksichtigung der jiidischen Quellen" ge-
stellt. Eine Bearbeitung des Gegenstandes ist nicht eingegangen.
Das Seminar zihlt gegenwirtig 42 Horer. Neu eingetreten
sind im vergangenen Jahre: Ismar Elbogen aus Breslau, Julius
Zimels aus Danzig, Victor Marx aus Oberbronn (Elsass),
Felix Perles aus Miinchen, Lucian Uhry aus Ingweiler
(Elsass).
Einen schmerzlichen Verlust erlitt das Seminar im Laufe des
Jahres durch den plotzlichenTod' eines seiner HSrer. Am 3. April
verschied nach eintagiger Krankheit der cand. phil. Ludwig Wolf,
geb. zu Oestringen (Baden) am 24. Mai 1865. Seit dem 26. October







1886 besuchte er die Anstalt als ordnungsmissig eingetragener
Hirer und besass wegen seiner aufrichtigen Fr6mmigkeit und
seines ausserordentlichen Pflichteifers die ungetheilte Achtung und
Zuneigung seiner Lehrer und Collegen. Er ruhe in Frieden!
Noch von einem zweiten Trauerfalle haben wir zu berichten.
Am 19. August erlag seinen schweren, mit musterhaftem Gott-
vertrauen ertragenen Leiden, kurz nach vollendetem 31. Lebens-
jahre, der Rabbiner Dr. Bernhard Zimmels. Er hat seine theo-
logischen Studien an unserer Anstalt beendigt und ist am 27. January
1889 mit dem Rabbinatsdiplom entlassen worden. In den wenigen
Jahren, wRhrend deren es ihm als Rabbiner und Prediger, zuerst in
St. P51ten (Nieder6sterreich) und dann in Miihrisch-Ostrau, thitig
zu sein vergonnt war, hat er eine segensreiche Wirksamkeit ent-
faltet und sich schnell die allgemeine Liebe und Anerkennung
der Gemeindemitglieder zu erwerben gewusst. Seine zu sch6nen
Hoffnungen berechtigenden wissenschaftlichen Leistungen haben
ihm auch in weiteren Kreisen einen guten Namen gemacht. Sein
Andenken sei gesegnet!
Das Vertrauen der Gemeinden zu der Wirksamkeit des
Seminars fand auch im abgelaufenen Jahr erneuten Ausdruck durch
die Berufung seiner ehemaligen oder erst noch zu entlassenden
Jiinger. Es wurden berufen: Dr. Siegfried Silberstein zum
Prediger in Elbing; Dr.. Adolf Schwarz, bisher Stadt- und Con-
ferenz-Rabbiner in Karlsruhe (Baden), zum Rector der israelitisch-
theologischen Lehranstalt in Wien; Dr. S. Freund zum Rabbiner
in Czarnikau; Dr. Gotthilf Walter, bisher Rabbinatsverweser
in Bromberg, zum Rabbiner daselbst; Dr. L. Dobschiitz zum
Rabbiner in Skotschau; Dr. M. Griinwald, bisher Rabbiner
in Jungbunzlau, zum Grossrabbiner von Bulgarien in Sofia:
Seminar-Director Dr. Kroner in Hannover zum Kgl. Wiirttem-
bergischen Kirchenrath und Ersten Rabbiner in Stuttgart;
Dr. M. Appel, Stadtrabbiner in Mannheim, zum Stadt- und Con-
ferenz-Rabbiner in Karlsruhe (Baden).
Ausserdem ist zur Geschichte des Seminars vom Jahre 1893
noch ,Folgendes zu berichten:
Am 24. February being das Seminar die Gedichtnissfeier fir
den verewigten Director Dr. Z. Frankel. Die Gedichtnissrede
hielt Dr. L. Dobschiitz.
Am 8. April, dem letzten Tage des Pessachfestes, wurde im
Anschluss an die Predigt eine Gedenkfeier fir den verewigten
Director Dr. L. Lazarus begangen. Die Predigt hielt Herr Dr.
S. Freund.








Ein besonderer Freudentag fir das Seminar war der 27. Mai.
An liesem Tage vollendete der Senior unseres Collegiums, Herr
Dr. D. Rosin, sein 70. Lebensjahr. Die Feier began mit einem
Festgottesdienst in der mit Blumen geschmiickten Seminar-
Synagoge. Die Festpredigt hielt Herr cand. phil. Leo Frinckel.
Darauf bestieg der Jubilar tiefbewegten Herzens die Kanzel, um
seinen Empfindungen beredten Ausdruck zu verleihen. Am
folgenden Tage iiberreichte das Curatorium der Friinckel'schen
Stiftungen und das Lehrer-Collegium Gliickwunschadressen.
Die letztere Adresse hatte folgenden Wtortlaut:
Hochgeehrter Herr Doctor!
Zu dem Freudenfeste, das nicht sowohl Sie, als vielmehr die zahlreiche Schaar der
Ihnen zlrgethanen Freunde und Verehrer feierlich begeht, bringt der Lehrkdrper der
Anstalt, an deran Entwickelung und Hebung Sie reichen Antheil haben, und an der Sie
nunmehr langer als ein Vierteljahrhundert mit hingebungsvoller Liebe und mustergiltiger
Pflichttreue wirken, Ihnen, seinem Lltesten Mitgliede und Meister, dem Senior der jiidischen
Wissenschaft, seine herzlichsten Gliickwiinsche dar. Wir, ehemalige Zdglinge des Seminars,
die wir uns jetzt mit freudiger Genugthuung Ihre Amtsgenossen nennen, empfinden
um so tiefer das Bediirfniss, Sie heute zu begliickwiinschen, als wir wihrend der Zeit
unseres Zusammenwirkens am Besten Gelegenheit hatten, uns von Ihrer rastlosen und
erspriesslichen Thitigkeit fir die Verbreitung, Bereicherung und Forderung der jiidi-
schen Wissenschaft, von Ihrer gewissenhaften, segensreichen Wirksamkeit fiir das Gedeihen
dieser Anstalt und Ihren edlen, liebevollen Bestrebungen fiir die geistige Entwickelung
und die materielle Wohlfahrt Iirer Schiiler zu iiberzeugen. Die Riicksichtsnahme auf
Ihre bescheidene, fromme Denkart darf uns nicht hindern, die dankbare Anerkennung fiir
diese Ihre Verdienste und Leistungen Ihnen giinzlich vorzuenthalten. Im Dienste der
jiidischen Wissenschaft ergraut, sind Sie, hochverehrter Herr Doctor, unablissig bemiiht,
mit jugendlicher Frische und Schaffensfreudigkeit durch Wort und Schrift dieselbe zu
firdern, und so geben wir der Hoffnung Raum, dass es uns mit Gottes Beistand be-
schieden sein wird, uns bis in Ihr spites Alter Ihrer Collegialitat und Freundschaft, Ihrer
erfolgreichen Thitgkeit und Ihres weisen Rathes zu erfreuen. Gott erhalte Sie lhren
Angehirigen zum Stolze, unserer Anstalt zur Zierde, zum Wohle der jiidischen Teologie
und zur Freude Ihrer Verehrer und Freunde, Ihrer Schiiler und Amtsgenossen.
Das Lehrer-Collegium des jiidisch-theologischen Seminars.
Hierauf erschienen zur Gratulation Vertreter der HSrer des
Seminars und der einzelnen am Seminar bestehenden Vereine, das
Rabbinat, Mitglieder des Vorstandes und der Reprasentanten der
hiesigen Synagogen-Gemeinde und Deputationen der verschiedenen
Vereine, deren Vorstanden der Jubilar angeh6rt. Auch von aus-
wirts liefen vom In- und Auslande zahlreiche briefliche und
telegraphische Glfickwiinsche ein. Am Abend fand, unter leb-
hafter Betheiligung zahlreicher Mitglieder der Gemeinde, ein Fest-
essen statt, zu dem auch Schiller des Jubilars aus welter Ferne
herbeigeeilt waren. Am Abend des 30. Mai wurde von den Herren
Commilitonen zu Ehren ihres Lehrers ein Festcommers veranstaltet.







Am 29. September legte der Seminar-Rabbiner Dr. I. Lewy
laut 3 des Regulativs den Vorsitz im Lehrer-Collegium nieder,
worauf ihn der Unterzeichnete iibernahm.
Am 26. September, dem Vers6hnungstage, wurde in der
Predigt das Andenken der sel. Seminarrabb. Dr. David Joil,
Professor Dr. H. Graetz und Dr. B. Zuckermann besonders
hervorgehoben. Die Predigt hielt cand. phil. Leo Frinckel.
Im vergangenen Jahre sind am Seminar folgende nach der
im Statut gegebenen Reihenfolge geordnete Vorlesungen gehalten
worden:
i. Bibelexegese.
a. Erklirung des Pentateuch, i. B. Mos.
b. Erklirung der ersten Propheten und der D
Dr. Rosin.
poetischen Stiicke im Pentateuch und in
den ersten Propheten.
c. Erklirung des Propheten Jesaias.
d. Exegetische Uebungen. Dr. Brann.
e. Einleitung in die heilige Schrift.
2. Exegetische Literatur.
a. Erklirung des Pentateuch-Commentars des
R. Salomo b. Isaak (Raschi) zum 2. B. Dr. Rosin.
Mos.


3. Hebriische Grammatik.
a. Lautlehre und Accentsystem.
b. Elementargrammatik und grammatische
Uebungen.
4. Talmudstudium.
a. Statarisch: Traktat Gittin (Fortsetzung) bis
Fol. 33.
b. Cursorisch: Babli, Traktat Schabb. Cap. 7
(Schluss). Makkot bis Fol. 12.
c. Tur und Schulchan Aruch Jore Dea
Cap. 61-69.
d. Statarisch: Baba mezia Fol. 12-30.
e. Cursorisch: Traktat Rosch ha-Schunah
bis Fol. 20.
f. Schulchan-Aruch Orach Chajjim Cap. i-7
46-55.
g. Traktat Gittin III, zweite Hilfte u. IV.
5. Jiidische Geschichte und Litteratur.
a. Biblische Alterthiimer. Zweiter Theil.


Dr. Rosin.





Sem.-Rabb.
Dr. Lewy.





Dr. Brann.


Dr. Rosin.

Dr. Brann.







b. Litteratur.Geschichte der geonaiischen Zeit.
(Schluss) Aeussere Gesch. der Juden im
Abendlande v. 750-1040.
c. Historische Uebungen: i) Im Sommer-
Semester: Lectiire ausgewdihlter Seli-
chot; 2) im Winter-Semester: Lectiire
des Seder Olam rabba.
6. Religionsphilosophie und Ethik.
a. Geschichte der jiidischen Religionsphilo-
sophie und Ethik (Fortsetzung).
b. Lectiire des Moreh Nebuchim von Maimo-
nides und der Milchamot von Gersonides.
7. Homiletik.
a. Theorie, concrete Theil.
b. Homiletische Uebungen.
8. Midrasch Bereschit rabba wurde ge-
lesen mit Winken ffir die homiletische
Benutzung.
Die Uebungen des am Seminar bestehenden
leitet Kapellmeister Pulvermacher.


Dr. Brann.










Dr. Rosin.






Gesangvereins


Die Zinsen aus dem Director Dr. Zacharias Frankel'schen
Stiftungsfonds haben auch im verflossenen Jahre die ihrer Be-
stimmung entsprechende Verwendung gefunden.
Zu den fundirten Legaten sind in diesem Jahre hinzugekommen:
i. Eine letztwillige Zuwendung von 900 Mark von dem am
5. Marz 1893 in Berlin verstorbenen Rentier Moritz Gottschalk Le vy.
2. Ein Legat von 300 Mark, eingezahlt von Herrn Salomon
Zimmt hier, zum Andenken an die am 13. Juli 18go in Boston ver-
storbene Frau Mathilde Meyerson geb. Scheidemann.
Ausser den aus fundirten Legaten fliessenden Stipendien er-
hielten auch im vergangenen Jahre mehrere Seminaristen Unter-
stiitzung durch Zuwendung nachstehender Stipendien, fir die das
Seminar hiermit seinen aufrichtigen Dank ausspricht.
Das Kaiserliche Ministerium fiir Elsass-Lothringen hat der
dorther gebiirtigen Seminaristen Stipendien aus der Staatskasse
gewihrt.
Der Vorstand der hiesigen Synagogen-Gemeinde hat, wie
alljahrlieh, eine Subvention von 600 Mark zu Stipendien bewilligt.
Der Vorstand der Cultusgemeinde in Wien bewilligte wie
alljahrlich 200 Fl. 6. W.





VIII


Das alljihrlich bewilligte Koppelmann und Esther Frankel'sche
Stipendium in Prag von dem verewigten Director Dr. Z. Frankel
zum Andenken an seine Eltern gestiftet wurde einem Semina-
risten aus Prag verliehen.
Ferner wurde einem Seminaristen aus Prag von der dortigen
Cultusgemeinde ein Stipendium bewilligt.
Aus dem mihrischen Landesmassafonds in Briinn erhielten
4 Seminaristen aus Mihren Stipendien.
Die erste Briidergesellschaft hierselbst iibersandte ioo Mark
zur Vertheilung an Seminaristen.
Aus der Beer Elbogen'schen Stiftung in Prag erhielt ein
Seminarist ein Stipendium.
Aus der Anna Hilse'schen Stiftung hierselbst erhielten zwei
Seminaristen Stipendien.
Der Studien- u. Arbeitsbeforderungsverein fir Israeliten in
Miinchen hat einem Seminaristen ein Stipendium gewihrt.
Am Chanukafeste hat ein nicht genannt sein wollender Wohl-
thiter dem Seminar 50 Mark zur Vertheilung iiberwiesen.
Die K6nigl. Wiirttembergische Israel. Ober-Kirchenbeh6rde
hat einem Seminaristen aus Wiirttemberg ein Stipendium bewilligt.
Die Synagogengemeinde in Oppeln hat auch in diesem Jahre
die alljihrlich gewihrte Subvention fiir unbemittelte Seminaristen
erneuert.
Der Vorstand der Synagogengemeinde in Beuthen O.-S. er-
theilte einem aus Oberschlesien gebiirtigen Seminaristen, das
Stipendium der Dr. Rosenthal-Stiftung.
Der Vorstand der Synagogengemeinde in Gleiwitz bewilligte
.einem Seminaristen das Samuel Schlesinger'sche Stipendium.
Aus dem Schleissmann'schen Stipendienfonds in Miinchen
erhielt ein Seminarist einen Beitrag von 150 Mark.
Aus der Arnold'schen Stiftung in Stuttgart wurde einem
Seminaristen aus Wiirttemberg ein Stipendium verliehen.
Ebenso wurde aus der Kaulla'schen Stiftung einem Semina-
risten aus Wiirttemberg ein Stipendium gewihrt.
Am Todestage des verewigten Herrn Bernhard hier wurden
dem Seminar 60 Mark zugewiesen.
Am 30. October, dem Sterbetage des seeligen Rabbiners
Dr. M. Joel, erhielt ein Seminarist ein Stipendium aus den Zinsen
des Joil-Fonds der hiesigen Lessing-Loge.
Aus der Michael-Mai'schen Stiftung in Mannheim erhielten
zwei Seminaristen, vom israel. Studien-Verein daselbst ein Seminarist
Stipendien.







Anlisslich des Gedachtnisstages des seligen Herrn Em. Prings-
helm sind dem Seminar 30 Mark zur Vertheilung zugegangen.
Die Zinsen der Annette Vallentin'schen Stiftung, die von
dem Rentier Herrn Henry Vallentin in Hamburg zum An-
denken an seine verstorbene Mutter errichtet wurde, sind wiederum
einem Seminaristen zur Wiederherstellung seiner Gesundheit durch
eine Badekur stiftungsgemdss bewilligt worden.

Die Seminar-Bibliothek hat ausser den durch Ankauf er-
worbenen Biichern durch folgende freundliche Schenkungen, fir
die sie hiermit Wffentlich ihren Dank abstattet, einen Zuwachs
erhalten. Sie erhielt:
Von der Alliance Isr. Universelle in Paris: i. Notes biblio-
graphique sur la literature juive-tunisienne par M. Cazes; 2. Z. Cahn:
Isidore Loeb; 3. I. Loeb: La literature des pauvres dans la Bible,
pr6face de Theodor Reinach; 4. Weber und Kempster: La
situation des juifs en Russie; 5. Anat. Leroy-Beaulieau: Israel chez
le nations; 6. MTW pit, edirt von Ch. Brody; 7. Oeuvres de
Saadya, Band I. Von Herrn S'tadtrabbiner Dr. Appel in Mannheim .
Jahresbericht der hebraischen Schule (Lemle Moses'sche Klaus-
stiftung) fiir das Schuljahr 1892/1893. Von Herrn Rabbiner
Dr. Bamberger in KInigsberg i. Pr.: i. Siebenundzwanzigster Be-
richt iiber die Religionsschule der Synagogen-Gemeinde K6nigs-
berg i. Pr; 2 Katalog der Bibliothek der Synagogengemeinde in
K6nigsberg. Von der Grossherz. Univ. Bi liolhek in Heidelberg..
die Vortrige: i. Idee und Grundlinien einer allgemeinen Geschichte
der Mystik. Akademische Rede zum Geburtsfeste des Grossherzogs
Karl Friedrich am 22. XI. 92, gehalten von Dr. Adalbert Merx;
2. Ueber die wachsende Nervositat unserer Zeit. Akadem. Rede etc.
1893 gehalten von Dr. W. Erb. Von Herrn Oberkanlor Birn-
baum in Kjzigsberg i. Pr..: i. "~~11 pl1 Zwei Synagogengesinge
fiir die hohen Festage a) t'pl b1 1 b) TIn.1; 2. i i'in.
Drei Synagogengesinge a) 1 )'13 b) 1;3'77' c) Auf, jubelt laut;
3. Jiidische Musiker am Hofe von Mantua von 1542-1628. Von
Herrn Dr. E. Blzitz in Fiir/hz seine Arbeit: ,,Joseph Quimchi und
seine Grammatik." Von Herrn Sal. Buber zn Lemberg.- seine
Ausgabe des ,rnS "it. Von Herrn Dr. Dobschiilz in Skotschau.
seine Inaugural-Dissertation: ,,Die einfache Bibelexese der Tannaim
mit besonderer Beriicksichtigung ihres Verhiltnisses zur einfachen
Bibelexegese der Amoraim". Von Herrn I. M. Dubnow in Odessa
seine Broschiire: "lpi)'1 r'Z=n. Von Herrn Dr. S. Freund in
Czarnzkau seine Inaugural-Dissertation: ,,Die Zeitsaitze im Arabi-







schen". Von Herrn Dr. S. Fuchs in Breslau.- seine Abhandlung:
,,Studien iiber Iben Bal'Am", Heft I. Von Herrn Dr. M. Gaster,
Chief-Rabbi in London. Jahres-Bericht fiber das Judith Montefiore
College 1892/1893. Von Herrn Rabbiner Dr. Goldschmidt in
Colberg.: Neunzehnter Jahresbericht iiber die Verwaltung des jiid.
Curhospitals zu Colberg. Von Herrn Rabb. M. A. Goldstein in
Fiume.. sein Buch: ,,Gebet und Glaube" in mehreren Exemplaren. -
Von Herrn Dr. M. Grzinwald, Grossrabbiner von Bulgarien in
Sofia seine Abhandlungen: i. Die Juden in Galizien. (Eine Studie
von Fr. Behod, aus dem BSmischen ins Deutsche fibertragen);
2. Ueber den Einfluss der Psalmen auf die Entwickelung der
christlichen Liturgie und Hymnologie mit steter Riicksichtnahme
auf die talmudisch-midraschische Literatur; 3. Zu den Zauber-
biichern (Sonder-Abdruck aus der ,,Byzantinischen Zeitschrift.")
4. 11-'M'3 "1'1 '1 ittS'OtSp 5. /oNyMeIITii oTn nann, ernIcKonii,
yIIB epCITrTiI, npoIeCcoplI ii Apyrn xpIIcTIInHCKII Be.iiiKe I MIyalL IIpOTHB
BLI33MyTyTC.II0oM3 06BIIeHC na eCpeiT'I BInb irnoTpcO.iACone ia xpuIcTiiaICKa RIponB
Von Herrn Dr. M. Grunwala in Breslau seine Inaugural-
Dissertation: ,,Das Verhiltniss Malebranches zu Spinoza." Von
Herrn Rabbiner Dr. Gutlmann, hier.: 50. Jahresbericht der Gemeinde-
Religions-Unterrichts-Anstalt. Von Herrn Leopold Hamburger;
Frankfurt a. M. sein Buch: ,,Die Miinzpriigungen wifhrend des
Barkochbakrieges." Von Herrn Oberrabbiner Dr. Hamburger in
in Strehlilz (Mecklenburg): seine ,,Festrede zur goldenen Hochzeit
des Grossherzogs von Mecklenburg- Strehlitz." Von Herrn
Rabbiner Dr. Horovitz in Frankfurt a. M..: Einladungsschrift zur
6ffentlichen Priifung der israelitischen Religionsschule in Frank-
furt a. M. Von Herrn Rabbiner Dr. Jaslrow in Philadelphia:
A Dictionary of the Targumim, the Talmud Babli and Jerusalemi
and the Midraschie Literature, Part. VI, Vr-R-"'. Von Herrn
Oberrabbiner Dr. Yellinek zn Wien s. A,: sein t"3t'in DWl31 2. Aufl.
Von Fr. Rabbiner Dr. Joel, hier: Predigten aus dem Nachlass
des Rabb. Dr. M. Joil, herausgeg. von DDr. Ziemlich und Eck-
, stein. Von Herrn Rabbiner Dr. S. Kohn zn Budapest: sein
Buch: ,,Die Sabbatharier in Siebenbiirgen." Von Herrn Dr.
George Alex. Kohut in New-York: sein Vortrag: ,,The court jew
Lippold." Von Herrn Rabbiner Dr. Kohut, New-York.: i. Dis-
cussions on Isaiah; 2. Die Hoschanot des Gaon R. Saadia. -
Von Herrn Dr. Sam. Krauss in Budapest: Zur griechischen
und lateinischen Lexicographie aus jiid. Quellen (S. A. aus der
Byzantinischen Zeitschrift). Von der Landes-Rabbinerschule in
Budapest: den Jahresbericht fir das Schuljahr 1892/93 nebst der







Abhandlung von Prof. Dr. M. Bloch: der Vertrag nach mosaisch-
talmudischem Rechte. Von der Lehranstalt fiir die Wissenschaft
des Judenthums in Berlin, ihren elften Bericht nebst: i. Miller, Die
Responsen des R. Meschullam, Sohn des R. Kalonymus; 2. May-
baum, Die Trauerrede an der Bahre des verewi, :en Docenten Herrn
Dr. David Cassel. Von Herrn Landrabbiner L Lewinsky in Hildes-
heim: i. Rede gehalten beim Festgottesdienf anlisslich der Feier
des 5ojahrigen Synagogenjubilkums zu Har imar am ersten Tage
Schebuoth 5652; 2. Rede zur Feier des 225 jahrigen Bestehens der
Chewra Kadischa in Hildesheim 19. Elul 5653. Von Herrn
Oberrabbiner Dr. Lw inw Szegedin. M6zes AldAsa, Predigt, gehalten
am 7. Adar 5653. Von der Redaction des Magyar Zsidd Szemle:
Jahrgang X. dieser Zeitschrift. Von Herrn Rabbiner Dr. May-
baum in Berlin: Predigt, gehalten am siebenten Tage des Pessach-
festes 5653 in der neuen Synagoge zu Berlin. Von Herrn
Dir. Dr. Meffer, hier.: Jahresbericht des Realgymnasiums am
Zwinger 1892/93. Von Herrn Dr. Eugen Meyer hier, seine Inaug.-
Dissert.: ,,Der Philosoph Franz Hemsterhuis." Von Herrn Rabb.
Dr. Mielziner in Cincinali.: Year-book of the central-conference of
American Rabbis, Jahrg. 5652 u. 5653. Von Herrn C. G. Montefiore
zn London.- seine ,,Lectures on the origine and crowth of religion
as illustrated by the religion of the ancient Hebrews". Von
Herrn Rabbiner Dr. Milnz in Gleiwitz. Dritter Jahresbericht iiber die
Israelitische Kinderheilstiitte im Soolbade KSnigsdorff-Jastrzemb
fir das Jahr 1892. Von Herrn Dr. P. Neustadt den Jahrsbericht
iiber die hebr. Unterrichts-Anstalt zu Breslau nebst der Ab-
handlung von Dr. L. Neustadt: Die lezte Vertreibung der Juden
in Schlesien. Von Herrn Director Dr. Oberd'ck hier: Jahres-
bericht iiber das Kgl. kathol. St. Matthias-Gymnasium fiir 1892/93
nebst der Abhandlung: De inscriptione Palmyrena Vog. duode-
tricesima commentatio. Von Herrn Dir. Prof. Dr. Paech
hier: der Jahresbericht des Elisabeth- Gymnasiums nebst der
Abhandlung von Reichelt, De dativis in otc et -s (ai) exeunlibus.
- Von Herrn Rabbiner Dr. Perles in Mlinchen.: seine ,,Bei-
trage zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde." (Sonder-
abdr. aus ber ,,Monatschr. fir Gesch. und. Wissensch. des Juden-
thums".) 2. Seine Abhandlung fiber ,,Jiidisch-byzantinische Be-
ziehungen". (S. A. aus der Byzant. Ztschr.) Von dem Rabbiner-
Seminar in Berlin den Jahresbericht pro 5651 u. 52 nebst der
Abhandlung von Prof. Dr. I. Barth: Etymologische Studien zum
semitischen, insbesondere zum hebriischen Lexicon. Vom
Rabbiner-Seminar in Colmar.- Bericht iiber den moralischen und






XII


finanziellen Stand desselben von 188o Juli 1893. Von Herrn
S. P. Rabinowicz in Warschau. seine hebr. Bearbeitung der Graetz'-
schen Geschichte der Juden IIS t' 1'= Bd. I und von Band II
Heft 1-5. Von Herrn Dr. Rosin in Breslau: i. Jastrow, M.,
Der neunzigste Psalm; 2. Jastrow, Morris, The men of Judah in the
Amana-tables. Von Herrn Dr. Benj. Scharschewsky in Odessa.: sein
CMV ncIn It p:1Q2 7 IC. Von Herrn Dr. Sc/warz, Stadt- und
Conferenz-Rabbiner in Karlsruhe, jelzt Rector der Israel.-tleologi-
schen Lehranstalt in W ien: i. Die dreifache Bestimmung des
jiidischen Gotteshauses, Predigt bei der Einweihung der neuen
Synagoge in Pforzheim am 27. Decbr. 1892. 2. Licht und Treue.
Abschiedspredigt, gehalten am Sabbath hachodesch 5653, den
18. Miirz 1893. Von Herrn Rabbiner Dr. Selver in Darmstadlt I. Die
religionsgeschichtliche Bedeutung der Synagoge. Predigt gehalten
am 9. Sept. 1892 bei der Einweihung der nsuen Synagoge zu Gross-
Gerau; 2. Professor H. Steinthal (S. A. aus den Popular-wissen-
schaftl. Monatsblattern von A. Brfill). Von Herrn Dr. S. Silberstein
in Elbing:. Rede bei der Trauerfeier fir den verewigten Dr. I. Jacobi
am 29. Octbr. 1893. Von der Socidle des edudes fuives: Revue des
6tudes juives, Jahrg. 1893. Von Herrn Seminar-Director Dr. Stein
int Cassel: Geschichte der israel. Lehrer-Conferenz Hessens. -
Von Herrn Rabbiner Dr. S/ern in Kiel: Jahresbericht der Religions-
schule der israel. Synagogen-Gemeinde. Vom Verein zur Abwehr
des Antisemiti/smus: Dreizehn von diesem Verein herausgegebene
Flugblatter. Von dem Vorstand der Isr. Kranken- V~r -. g.s-
Anstall hzer: Dreiundfiinfzig hebr. Handschriften, die aus dem Nach-
lass des seel. Landrabbiners G. Tiktin herriihen. Aus dem Nach-
lass des cand. hil. Ludwz'ig Wolf: 18 Biicher und 25 Broschiiren. -
Von Herrn Rabbiner Dr. Ziem'lic in Niirnberg.. Die Erklirung der
deutschen Rabbiner, zwei Reden, in der Synagoge zu Niirnberg ge-
halten. Von Herrn Rabbiner Dr. Zimmlels in lizdhr.-Ostrau seel.
And.. Zwei Trauerreden. i. an der Bahre des verewigten Kreis-
rabbiners Simon Friedmann in Teschen am o1. Febr. 1893; 2. Ge-
denkrede fuir denselben gehalten, bei der Trauerfeier in der Synagoge
zu Mihr.-Ostrau 22. Febr. 1893.

Der Verein Liwjath Chen, dessen Aufgabe es ist, unbe-
mittelte H6rer des Seminars in zartsinniger Weise vor dringender
Noth zu schiitzen, hat auch im vergangenen Jahre von fern und
nah unverinderte Theilnahme und Unterstiitzung gefunden.
Besonders hat sich wiederum Herr Rabbiner Dr. Wilhelm
Miinz aus Gleiwitz um den Verein verdient gemacht, durch dessen




~n;u~T~: I::li :-
:~ .


Vermittelung auch in diesem Jahre hachstehende Mitglieder seiner
Gemeinde ihre Beitrige dem Vereine zugewendet haben:


1. Herr Landgerichtsrath Dr. Berwin
2. Premierlieutenant d. L. Oskar Caro
3. A. Danziger . .
4. Bankdirector Jakob Fraenkel .
5. Alfred Fraenkel . .
6. Sanititsrath Dr. Freund .
7. J. Fuchs . .
8. Max Gassmann . .
9. Frau Charlotte Glogauer .
o1. Herr Sanititsrath Dr. Hauptmann .
11. ; Amtsrichter Dr. Hirschel ..
12. Louis Lichtenberg . .
13. Rechtsanwalt Eugen Lustig .
14. Adolf Schlesinger . .
15. Hoflieferant Simon Troplowitz
I6. Rabbiner Dr. Wilhelm Miinz .


o M.
50
10 5
* 25 O
25





10 a
. 6 :


10
. 9 s
95
10 ;
20
. 20 s

S 10 M
Sa. 223 M.


Von dieser Summe sollen nach der von Herrn Dr. Miinz mit-
getheilten Bestimmung 75 M. im kommenden Sommer nach Aus-
wahl des Lehrer-Collegiums einem leidenden Seminaristen als
Zuschuss zu einer Badereise iiberwiesen werden.
Durch Vermittlung des Herrn Rabbiner Dr. Guttmann in
Culm haben folgende Mitglieder seiner Gemeinde dem Vereine
Beitrige iiberwiesen:
Herr A. Cohn Herr A. Itzigsohn.
SA. Eifert. A. Ruhemann.
L. Kirschstein. Rechtsanw. Sternfeld.
SS. Lazarus. M. Segall.
H. Leyser. = L. Hirschberg.
S. I. Leiser. = Rabbiner Dr. Guttmann.
Ebenso sandten durch giitige Verwendung des Herrn Julius
Frohman in Erlangen, Beitrige ein:
Herr H. Feuchtwanger, Erlangen. Herr Julius Lewin, Erlangen.
s L. Freitag, Dormitz. r Sigm. Patscher,
Frau Marie Frohmann, Erlangen. a Kaufmann Wahler,
Herr Adolf Jalob, a Julius Frohmann,
Josef Lewin.
Ausserdem haben im abgelaufenen Jahre ihre giitige Theil-
nahme fiir den Verein durch Zuwendung von Jahresbeitrigen oder
Spenden bekundet:
Herr Josef Abramczyk, hier. Herr Kaufmanr Llexander, hier.
Herr Hauptlehrer Alexander, hier. = Stadtrabt er Dr. Appel, Mannheim.


XIII







XIV


S Herr Prof. Dr. Badt, hier.
Lesser Birwald, Nakel.
Frau Rabbiner Dr. Bairwald, Berlin.
Herr Rabb. Dr. Bamberger, K6nigsberg i. P.
SS. Barkan, bier.
SMoritz Baruch, hier.
S, Rabb. Dr. Berger, Teschen.
Bergmann, hier.
Rabb. Dr. Biach, Briix.
s Rabb. Dr. Biram, Hirschberg.
= Obercant. Birnbaum, K8nigsberg.
Lipmann Bloch, hier.
Frau B. Blum, Ingenheim.
Bnai-B'rith-Loge (Montefiore-L.), Berlin.
s (Fraternitas-L.), Dresden.
s- s (Humanitas-L.), Gleiwitz.
(ViLoria-L.), Gorlitz.
s= (Rheinland-L.), Koln a. R.
s= s (Rhenus-L.), Mainz.
o (Pommerania-L.),Stargard.
Herr B6hm, hier.
Paul Brann, hier.
Seminarlehrer Dr. Brann, hier.
Braun, hier.
Louis Burgfeld, hier.
Frau Cassirer, hier.
Herr Privatdozent Dr. Leop. Cohn, hier.
Rendant Cohn, hier.
Louis Cohn, hier.
Apotheker Cohn, hier.
Firma B. H. Daniel, Krotoschin.
Herr Louis Daniel, Krotoschin.
Heymann Daniel, hier.
Landrabbiner Dr. Dessauer, Meiningen.
SProf. Dr. Deutsch, Cincinati.
Rabbiner Dr. Deutsch, Sohrau O. S.
Der deutsch israelitische Gemeindebund,
Berlin.
Herr Rabb. Dr. Dobschiitz, Skotschau.
Aug. Dux, Hildesheim.
SRabb. Dr. Einstein, Laupheim.
SRabbiner Dr. Eschelbacher, Bruchsal.
Philipp Falk, hier.
SRabbiner Dr. Frank, K61n.
SDr. Frank, Neustadt a/H.
= Prof. Dr. Freudenthal, hier.
Landrabb. Dr. Freadenthal, Dessau.
Herm. Freudenthal, hier.
SE. Freudenthal, Hildesheim.
David Freund, hier.


Herr Hirsch Freund, hier.
s Rabb. Dr. Freund, Czarnikau,
= Ad. Freyhan, hier.
SM. Fuchs, hier.
s stud. med. Franz Fuchs, hier.
s H. Gassmann, hier.
s Rabbiner Dr. Gaster, London.
s Rabbiner Dr. Goldberg, Horic.
SM. Gotthelf, hier.
SLandrabb. Dr. Gronemann, Hannover.
Rabbiner Dr. Griinfeld, Bingen.
Grossrabb. Dr. Griinwald, Sofia.
s Oberrabbiner Dr. Giidemann, Wien.
s Rabbiner Dr. Guttmann, hier.
s Isaac Haas, Ingenheim.
Curator Hermann Haber, hier.
s Leopold Haber, hier.
s Siegfried Haber, hier.
s H. Halpern, Stanislau.
s stud. jur. Hans Halpern, hier.
L. Halpern, Stanislau.
Hermann Hamburger, hier.
s Heinrich Hamburger, hier.
J. Z. Hamburger, hier.
Dr. Heinemann, Hamburg.
Israel. Humanitlitsverein Austria, Bielitz.
Buchh. Jacobsohn, hier
Frau Seminarrabbiner Dr. Joel, hier.
v Rabbiner Dr. Joil, hier.
Herr P. Joseph, Ingenheim.
SRabb. Dr. Josephsobn, Lauenburg.
s Rabbiner Kahn, Heilbronn.
SN. Kalisch, hier.
Frau Karnowski, hier.
Herr Salom. Kassel, Oppeln.
K. Kiesler, Stanislan.
s Geh. San.-R. Dr. Kirstein, Berlin.
s Rabb. Dr. Knoller, hier.
Ahron Kober, hier.
s Rabb. Dr. Kuschnitzky, Bayreuth.
= Jacob Landau, bier.
Frau Director Lazarus, hier.
Herr Carl Leipziger, hier.
SRabbiner Dr. Levi, Alzey.
s Rabb. Dr. Lewin, Freiburg i/B.
V Landrabb. Dr. Lewinsky, Hildeshei4m
Frau R.-A. Lewinsky, hier.
Herr Seminarrabbiner Dr. Lewy, hier.
SJ. E. Lewy, hier.
Meyer Lewy, hier.


V., -,I 'M








itrr M. G. Lewy, Berlin.
Isidor Lilienfeld, Zostawce.
Rabb. Dr. Littmann, Ziirich.
Prau Dr. Lobethal, hier.
SHerr Mamlock, hier.
Curator R.-A. Dr. Marck, hier.
SCh. S. Mase, Schmalleningken.
SRabbiner Dr. Maybaum, Berlin.
Moses Meyer, Ingenheim.
s Curator Stadtrath Dr. Milch, hier.
SCommissionsrath Moll, hier.
Rabbiner Dr. Neubiirger, Fiirth.
s Rechtsanwalt Ollendorf, hier.
S Jacob Olendorf, hier.
SRabbiner Dr. Peritz, Liegnitz.
Rabbiner Dr. Perles, Miinchen.
r Rabbiner Dr. Perlitz, Nakel.
s Rabb. Dr. Poznansky, Pilsen.
Landrabb. Dr. Prager, Cassel.
1 a'. Pringsheim, hier.
+ M. Pringsheim, hier.
: S. Pringsheim, bier.
SRabbiner Dr. Rahmer, Magdeburg.
6 Rabb. Dr. Rau, Pless.
SN. G. Reich, hier.
Oberrabbiner Dr. Ritter, Rotterdam.
'i Rabbiner Dr. Rosenthal, hier.
Seminarlehrer Dr. Rosin, hier.
s Dr. med. H. Rosin, Berlin.
SLandrabb. Dr. Riilf, Braunschweig.
s Rabbiner Dr. Salvendi, Diirkheim.


'.


XV


Herr Rabbiner Dr. Salzberger, Erfurt.
Rechtsanwalt Dr. Samuelsohn, hier.
a M. Sander, bier.
= Leopold Schefftel, Worms.
Seminardir. Prof. Dr. Schwarz, Wien.
s Prediger Dr. Seligmann, Hamburg.
= Prediger Dr. Silberstein, Elbing.
Oberrabbiner Dr. Simonsen, Kopen-
hagen.
2 Stadtrabbiner Dr. c ,elmacher in
Mannheim.
a Rabbiner Dr. S,' Worms.
s Miihlenbes. St' .r, hier.
s Sussmann, S' .islau.
s Albert Sii ',ach, hier.
Synagogenger ade, Dresden.
Erfur'..,w
Pilsen.
Herr Rabbiner Dr. Theodor, Bojanowo.
s Rabb. Dr. Ungerleider, Berlin.
s Kaufmann Wahler, Erlangen.
Rabb. Dr. Walter, Bromberg.
s H. Weisshaus, Stanislau.
= Rabbiner Dr. Wiener, Oppeln.
Rabbiner Dr. Winter, Dresden.
A. Wittels, Stanislau.
Isr. Wohlthlitigkeitsverein, Niirnberg.
IIerr Ludwig Wollenberg, hier.
Rabbiner Dr. Ziemlich, Niirberg.
Frau Rabbiner Dr. Zimmels, Miihr.-Ostrau.
Rabbiner Dr. Zuckermandel, Pleschen.


'-"A'll- deft gitigen Spendern sei hiermit im Namen des Seminars
ider warmste Dank ausgesprochen.
SLeider gestatteten jedoch die im Verhaltniss zur Zahl der
lfsbedrftigen Zuh6rer unzulinglichen Einnahmen es auch in
sem Jahre nicht, den an den Verein gestellten Anforderungen
!hinreichender Weise zu genfigen.
M6gen daher edle Menschenfreunde und insbesondere die aus
eam Seminar hervorgegangenen Rabbiner, die die unentbehrliche
|irksamkeit des geriuschlos und segensreich schaffenden Vereins
in iunmittelbarer Nihe erkannt haben, nach Kriften dahin wirken,
;dass die Mittel ihm reicher zufliessen, und neue Mitglieder ihm
:gewonnen werden, dass insbesondere ffr die durch Tod oder
,;andere Umstande ausgeschiedenen Mitglieder ihm Ersatz geschafft
wered.
r Breslau, im Januar 1894. Fir das Lehrer-Collegium:
Dr. M. Brann.





III


Zu herzlichem Danke haben mich durch ihre giitigen Mittheilungen aus hand-
schriftlichem Material verpflichtet die sehr geehrten Herren Oberrabbiner Dr. Hermann
Adler in London, Seminardocent Dr. A. Berliner in Berlin, Schuldirektor
Dr. Adolf Ehrlich in Riga, Kaufm. S. I. Halberstam in Bielitz, Prof. Dr. David
Kaufmann in Budapest, Prof. Dr. Fausto Lasinio in Florenz, Bibliothekar und
UniversitAtslehrer Adolf Neubaucr in Oxford, und Dr. M. Steinsohneider in
Berlin. Dieselben haben durch ihre freund: -,-. Mittheilungen sich ein bleibendes
Verdienst um die Bekanntschaft weiterer Kreise mit den Leistungen Abraham
Ibn Esra's erworben.
Ich schliesso mit einer Inhaltsangabe fir dieses Heft.


1. Gebet um Erhirung und Hiilfe fUt V-T . .. .......... S. 1

I. Gott und sein Walten.

2. Bei Gott ist Licht und Heil I'n n'lbK ~K (ungedruckt) . . = 2
3. Dankbekenntniss ,InnK nm n m .. . ... . .... 3
4. Die Seele alles Lebenden 'w3 nS . ...... . .... 4
5. Gott nach Israels Bekonntniss 'S I he K . . 6
6. Der heilige Weltenrichter 'in i n'n .. ... ..... 8

II. Die Welt als Werk Gottes.

7. Lob Gottes in den H6hen w@mv I,%= IVz ir . . . 10
8. Engel und Himmelskirper als Zeugen Gottes vv5T n: n .... = 12
9. Lob Gottes in der ganzen Natur 33 rw p, i mn M oS. . .. 13
10. Die Natur ein Wunderwerk Gottes n113: ?ih H . ... 14
11. Gott und Welt in Zahlen gefasst n .i . . . 15


IU. Der Mensch in seiner Grisse und SchwHche.

12. Die Stufen im Lebensalter n-iK 1= . ..... .... 16
13. Der Menschengeist als Gottestheil ip= In . . . = 18
14. Fromme Selbst- und Weltbetrachtung w- . . = 20
15. Selbsterkenntniss als Mittel der Gotteserkenntniss 5 4t . 23
16. Mahnruf zur Sorge far die Seele KHwt b . . 25
17. Ergebung W=t hnt trb+t (ungedruckt) . . . .. 27
8. Aufschwung und Unzulinglichkeit des Menschen (ungedruckt) -1 jr 'n -- 28

IV. Israels Leiden und Hoffen.

9. Klagelied um den Untergang spanischer und nordafrikanisoher Gemeinden
T I K .... .................... ...... 29
.Verheissung ewiger Liebe 'nw ',I- (grssstentheils ungedruckt) . .. 32
21. Das Licht der Zukunft ~' lr' ix (ungedruckt) . . 34
22. Wiederkehr der Jugendliebe Israels nm~i Ti (ungedruckt) . ... 35
23 Reumiithige Klage und Trost m',ain 1i)r1 MrM (ungedruckt) ...... 37
24. Eliaslied i:ntK -t, (theilweise ungedruckt) . . ... 39
25. Nothruf 1 15~~ 12n ................... . 442




IV
26. Berufung auf den alten Liebesbund I'n naIn 'i . . .. S. 4.
27. Ruf nach Erlbsung In pIBT in u (ungedruckt) . . ..... = 44
28. Klage und Bescheid S In X S. . . ..... 46

Anhang zu Bd. I,
No. 24a. Reime vor dem astrologischen w'ntci noD (ungedruckt) ..... 47
- 84a. Zwei Leuchten auf Erden min p'zm vW (ungedruckt) . 48
S126a. Das zweimalige Leben -ni -nit inK (ungedruckt) .... ... 48
- 126b. Verdiente Zurechtweisung imp Pl' jpi (ungedruckt) . 48
Dieser am Schlusse des Heftes gegebene Anhang soil handschriftliche Erginzungen
zum ersten Bande, der Yollstandig-eit halber, nachtragen.

Breslau, im Januar 1894.
Dr. David Rosin.



























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