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 Jahresbericht






Title: Reime und Gedichte des Abraham Ibn Esra
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Permanent Link: http://ufdc.ufl.edu/UF00024083/00003
 Material Information
Title: Reime und Gedichte des Abraham Ibn Esra
Series Title: Jahres-Bericht des jüdisch-theologischen Seminars "Fraenckel'scher Stiftung"
Physical Description: v. : ; 25 cm.
Language: German
Creator: Ibn Ezra, Abraham ben Meïr, 1092-1167
Rosin, David, 1823-1894 ( ed. and tr )
Publisher: S. Schottlaender
Place of Publication: Breslau
Publication Date: 1885-
 Subjects
Genre: non-fiction   ( marcgt )
 Notes
Statement of Responsibility: von David Rosin.
General Note: Accompanies Program--Jüdisch-Theologisches Seminar, Breslau (Jahresbericht)
General Note: Includes vocalized text and a rhymed translation of the poems.
Funding: Jahresbericht des jèudisch-theologischen Seminars "Fraenckelscher Stiftung" ;
 Record Information
Bibliographic ID: UF00024083
Volume ID: VID00003
Source Institution: The Isser and Rae Price Library of Judaica
Holding Location: The Isser and Rae Price Library of Judaica
Rights Management: All rights reserved by the source institution and holding location.
Resource Identifier: aleph - 001126204
oclc - 04587924
notis - AFM3341
lccn - 58053129

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Jahresbericht

des


juidisch-theologischen Seminars


Fraenkel'scher Stiftung.



Zur Gedichtnissfeier fir den Stifter,
Dienstag, den 27. January I89 Vormittags I Uhr, Wallstr. ib, 2 Tr.



Voran geht:

Reime und Gediehte des Abraham Ibn Esra
Aussergottesdienstliche Poesie, Heft IV.


UNIVERSITY OF FLORIDA LIBRARES


BRESLAU.
Schles. Buchdruckerei, Kunst- und Verlags-Anstalt vorm. S Schottlaender.
1891.




:''1;'~'' ~'~:"-nb~Fia





166a


Die Sammlung der aussergottesdienstlichen Reime und Gedichte
des Abraham Ibn Esra, welche 1885 unternommen und in spaiteren Jahren
weitergefiihrt worden ist (Breslau, Wilhelm K bner, ITeft I1885, Heft 11 1887,
Heft III 1888, aus den entsprechenden Jahresberichten des jiidisch-theologischen
Seminars), Gindet in dom gegenwiirtigen Hefte insofern ihren Abschluss, als in
demselben der Rest der mir bisher zungnglich gewordenen Stiicke der bezeichneten
Art in gleicher Bearbeitung der Oeffentlichkeit iibergeben wird. Die sonst schon
gedruckten nicht synagogalen Poesien unseres Autors sind unter Vergleichung
der vorhandenen Ausgaben und erreichbaren Handschriften hinsichtlich ihres
Wortlautes in diesen vier Heften moglichst berichtigt und umi eine ganze Anzahl
noch nicht verfl'entlichter Texte vermehrt worden. So weit es irgend hanging,
ist auch die (S. 4) beabsichtigte Vollstiindigkeit dieser Zusammenstellung erzielt
worden. Jedenfalls habe ich, was durch den Druck anderweitig bekannt geworden
ist, meines Wissens vollstiundig in diese meine Sammlung aufgenommen und
hiervon nur ein zur Uebersetzung ungeeignetes Stick (Diwan S. 5 Nr. 18) aus-
geschlossen. In IHandschriften noch zerstrente aussergottesdienstliche Poesion
unseres Autors behalte ich mir nachzutragen vor, sobald ich in doren Besitz
gelange.
Im vorliegenden Hefte wird die didaktische Poesie zu Ende geffihrt,
hieran einige Sinngedichte angereiht und in einem Anhange noch Einiges,
hunter Anderem das wenig bekannte Loblied auf R. Samuel b. Miir ("nt1),
nachgetragen.
Das erste der didaktischen Sticke, Hai ben Mekiz, ist nach einer Oxforder
Handschrift und simmtlichen gedruckten Ausgaben dieses Lehrgedichtes berichtigt
worden, wobei der Abdruck im Diwan des Abraham [bn Esra, ed. Egers, besonders
gute Dienste leistete, obgleich auch da, wie die kritischen Anmerkungen ergeben,
Vieles richtigzustellen war. Dieses Gedicht ist das umfang- und inhaltreichste
der ganzen Sammlung. Der Dichter stellt das Weltgebiiude nach der zu seiner
Zeit in der gelehrten Welt allgemein herrschenden Vorstellung in lebensvoller
und fesselnder Weise seinen Lesern dar und findet oft Anlass und Gelegenheit,
hierbei die Kunst seiner Sprache und die Lebensfiille seiner poetischen Anschauung
in vollem Glanze zu zeigen, sowie seine religionsphilosophischen Lehren im Be-
reiche der Theologie, Kosmologie, Anthropologio und Ethik anzudeuten. Die
erforderlichen Erliuterungen fir den uneingeweihten Leser sind in miglichster
Kiirze in den Anmorkungen unterhalb des Textes gegeben. -- Das zweite Stick
dieses Hcftes, die Traktate der Mischnah (S. 200), erscheint hior zum orsten
Male im Drucke. Es zeigt die in Spanien geltende Reihenfolge der Traktato und
eine durch das Versmaass gesicherte Ueberlieferung, wonach die iibliche Ans-
sprache ihrer Namen hier und da eine Berichtigung erfahrt.




-w


166b

Die darauf folgenden Rithsel boten dom sprudelndem Witze, welcher anch
in den ernsten Erirterangen des Verfassers oft durchbricht, einen whiten Spiel-
raum, namentlich in den Wortrathseln (S. 203-211), wovon die deutsche
Uebersetzung allerdings nur ein anniiherndes Bild zu liefern vermag, da die tree
Wiedergabe hier orklirlicherweise auf uniiberwindliche Schwiorig-eiten grbssten-
theils stiess, die den reizvollen Doppelsinn und manche feine Anspielung der
Ursprache theilwcise zu opfern niithigte. In diesem Falle mtissen die erkliirenden
Anmerkungen aushelfen nnd das Fehlende ergiinzen. Das bekannte gramma-
tische Rtth.sel fiber die Quiescibiles (S.211) ist oft, theilweise fehlerhaft
gedruckt und in oinor Menge von Commentaren, aber nicht dirchglin'ig richtig aus-
gelegt wordon. Es gait auch hier, naeh der Anleitung zngiinglicher Qucllen und
an der Hand des Versmaasses den Wortlaut miiglichst getrcu herzustcllen und
in Kiirzo das Verstindniss durch cinfache Erkliirungen zu vermitteln. Tnter
den iibrigen Sachrithseln ist No. 123 (S. 219) ans einor Handschrift in Florenz
zum orstenMale hier veroffentlicht worden.-Den Herren Professor Fausto Lasinio
in Florenz, S. J. Halberstam in Bielitz, Professor Kaufmann in Budapest,
Adolf Neubaner in Oxford und Salomon Scheelter in Cambridge spreche
ich meinen wiirmsten Dank flir ihren giltigen Beistand in der Beschaf'ungg des
handschriftlichen Materials hiermit ants.
Die Sammlung ist reicher ausgefallen, als im Anfange anzunelmen war.
Deshalb musste eine von dom urspriinglichen Entwurfe (S. 4. 5) abweichende
sachgematssere Gruppirung der Stiicko im Laufe der Arbeit eintreten.
Hinsichtlich der Echtheit bin ich der unverdtiehtigen Ueberlieferung ohne
Bedenken gefolgt, auch wo dieselbe sich anderweitig nicht beglaubigen less. .Tedoch
solche Stiicke, deren Inhalt und Form die Unechtheit bezeugen, in diese Samm-
lung aufzunehmen, sah ich keinen Anlass. Ich nenne beispielsweise die Gedichte,
die Zupnick in ]'2 S. 49 nach einer Pariser Handschrift veriffentlicht hat.
(Niheres s. S. 221 A. 6). (Giebt es doch auch Gedichte, welche dem IE zu-
geschrieben worden sind, wilirend sie erweislich anderen Verfassern angehbren,
wie z. B. das StUck lnh 'La1 'T'x -"b tS von Jehudah Aleharisi herriihrt
(Dukes, Litbl. des Orients 1850 S. 343 A. 6).
Der zweite Theil dieser Sammlung, dem die gottesdienstliehe Poesie
des Abraham Ibn Esra vorbehalten ist, wird bei der Massenhaftigkeit und dom
sehr ungleichen Wcrthe des gedruckt und handschriftlich vorhandenen Vorrathes
sich auf eine Auswahl der schinsten oder besonders bezeichnenden und lehrreichen
Stiicke besehrlnken, um im Anschlusse darn, dcm vNrher ansgesprochenen Plane
gemiss, Ib)n Esra und seine literariscle Bedeutnng einer eingehenden Besprechung
sodann zu unterzielhen.
Zum Schlusse folge hier eine die Nlchtriige mit umfassende Inhaltsiib er-
sicht der sdnimtlichen vier Hefto, wclche die erste Abtheilung bilden. Die Hefte
sind mit I, II, Ill, IV bezoichnet; die darauf folgenden Zahlen bezeichnen die
fortlaufenden Seiten.






166c


Inhalt der Hefte I-IV.


Einleitung. Poesie. Versmaasse I 1

Erste Abtheilung.

Aussergottesdienstliche Poesie.

A. Reime und Verse
ver und nach literarischen Arbeiten.
1. Versevor d.Comm. zuKohelet, in Rom I ]l;
2. Verse hinter dem Coimm. zu Kolielot
4900 111/o .. 17
3. Verse vor Jostfei/in, illRom vertfast
4. Reime vor dem Comm. z2 Klgld. 18
5. heime hinter dom Comm. zu Klgld. 19
6 a. Reimzeile vor d. lilt. Comnm. zum HL
ed. Mathews .II
6b Widmungsverse an Be nj ami n Zair
vor demselben -
Sc Reime en den Loser 84
6. Reime vor ,1. gangb. Comm. zum HI,
am Scllusse des ersten Stilckes der
Einleitung I 19
7. Reime vor dems. am Schlusse d. Einl. 20
8. Verse vor dem gang. Commn. zu Ester
i. Verse vor dem Comm. zu Rut .
10. NVidmungsversean Be ajami nbo n
Joah vor d. Comm. zlu Ijob, in Rom
verfasst .. 21
11. Bruchstiick des Gedichtes vor dem
giammatischen Bucho Jesod e
12. Widmungsverse ani Chajim vorder
SchriftScfat jeter. in Lukka verfasst z 22
13. Verse vor dem Comm. zu Jes:ajhl -
14. Reimo an dlossen Schlss, 114, in
Lukka .
13. Gereimte Einleitung zum gnngbaren
Pentaleuch-Comientar 23
16. Reime vor d. Comm. zum 2. B. Mos. II 49
17. Reime vor d. Comm. zum 3. 1B. Mos -
18. Reime vor d. Comm zum 4. B. iMo .
19. Reime vor d. Comm. zum 5F. 1. Mo,.
20. Verse vor Zachot, verfisst iln lantuai
21. VersehinterZachot, verfasst 1145 das. 51
22. Bittverse vor d. Erklirunlg d. Astrilahl)
23. Verso in den Lseer vor der.. Schrift
23 a. Verse vor dem Kalendlrbucho ('C=
11-Wr), Verona 1147/8 V 222
24. Reimzeile vor dem astrologischen
D'O"i "SB II 52
25. Reime am Schlusse des astrologischen
rM71nc ^1 D ,
26. Reime vor demBuche von der Welt
&yn oer ..
26 a. Reime hinter Inl i C 0S (Inlsmrojar I-
tio)me. ....... III 150
26 b. Verse vor der astrologischen Secrift
von den Himmelslonchtn 151
27. Widmungsverse vor der Schrift fiber
die Gottesnamen (D=i 'D), in Beziers II 53
28. Verse vor der Schrift iiber die Zahl-
wirter (10DO "n ) .


29. Reimzeile vor der Schrift iiber die
Einer (MinNr N ) 11 53
30. Reimoe vr dem Comm. zu Daniel 54
11. Reime hinter doDmselben, 1155 ver-
fasst .
32. Reime vor dem zweiten Commentar
zu Ester .
3 W. Widmung-verseanMoseh b. Mli'ir
vor lem unvollstiindig vorliegenden
Comm. zum Pentateuch, 1156 verfasst = 55
34. OereimteEinleitung zudiesemComm. 56
:14 Verse vor dem Comm. zu d. Psalmen III 151
34 b. Verse hinter d. Comm. zu d. Psalmen
Anhang: Reimloses Nachwort zum
('omm. fir die kl. Prophelenbiclier II 73
35. Reime vor d. gangbaren Commentar
zu 2. Mos ...
36, Verse var dem Wochetnabschnitte
nlmo m~.W ...... 74
37. Verlse vor d. Wochenabschnitte '11
:I8. Verse. vor dem Wochenabsehnitto
nS ri N 75
39. Verse vor dem Wochoniabschnitto
I 7 ...... n
40. Verse vor item AVorhenalischnitte
40. Verse vor detm Wochenabschnitto
In', n 'i . .
41. Verse vor dem Wochenabschnitto
0OSWci e.nn .... .. .

42. Verse vor dem Wochelnabschnitte
inmn m inNI .

44. Verse vor dem Wochenabschnitte
44. Verso vor deam Wochenabsehnitto

4h. Verse vor deam Wochenabschnitte
17lpan s .. M 77
47. Verse am Schlusse dIs gangbaren
Comm. zu 2. Mos. .
S...... ... 7 Unechte Schlussverse =
48. .,li...... vor ,eso'd aor all
Joseph b. Jakob, Sommer 115:8. -
49. Titelverse vor derselben Schrifl 78
50. Verse vor dem Sendschreiben iliber
deu Sabbat (nl' r il.N), 1158 ill
,,. ..,, l n ,r f %s t
51. ..... i... Arithmetik, Miir ge-
widmet s80
52. Verse ian don LIeser am Schlusse des
Pentateuch-Coinmenltars a
53. Bittverse das., 1166 verfasst 81
54. Widmungsverse fiir Sal omo vor der
grammatisclen Schrift Suifah/ blrerah s 82


B. Lyrische Poesie.
I. Klagelieder in ernstem Tone.
55. Klage iiber seinen zum Islam ilber-
getretenen Sohn Is a k II 84
56. Zweite Klago um den Abfitll desselb. 86
57. Klago iiber Feindsclhat 87
58. KlageundAnklage. AnR.Eljakim -






166d


II. Klagen in scherzhaftem Tone.
59. Kein Gliick II 98
60. Immer zu split z .
61. Dichters Fischportion s 99
62. Die bisen Fliegen .

III. Aus Natur- und Menschenleben.
63. Freudenlied hach stiirmischer See-
fhrt III 101
61. Die streitenden Jahreszeiton 104

IV. Lieder der Freundschaft und Liebe.
65. An den verstorbenen Freund Jehudah
hnlevi 111107
66. An einen ungen;nnten Liebling -
67. Wecliselgesang zweier Liebondon 109
68. Sehnsucht eines getrennlen Liebos-
paares ..... 110
69. Trennungsschmirz. An Isaal 111
70. Sehnsucht nach dem Dichter Ba-
ruch Ibn (aw 11
71. Trinksprach der Lielie an Jedajah s 115


V. Fest- und Loblieder.
72. Einom Br:iutignm zum Hochzeitsfeste
73. Desgleichen .
74. 11 ;. .]: ].i. aln oine Braut
75. ii II..i: .., '.. i zur Eiisetzung Lies
Arztes Salomo Ibn Almoallem
in seine Wiirde als eWosir
76. Poetischer Trinkspruch an .1Joe lh
Ibn Amr .
77. Loblied und Wunsch fiir diensellen
78. Der Streit der Sinno, zim Lbbo R.
Monachems .
79. Lob Moseh's des Freigebigen
80. Lob des Rihters S a mue 1 b. J ak o 1i
Ibn G'ami
81. Kassida zur Ehre desselbeii
82. Gereimte Zischrift an deiisAben
Naehbemerkung iiber denselbei
82 a. -c .- -. zum T' eines
iP .... uld ,', (R.
Samuel ben nMir) .
83. Verse ani und von R. .] aetoh Tam
Angebliches Gedicht an denselben .
84. WnachsendlP Vers in BTaurmgestalt zur
Verherrlichung desselben .

VI. Spottgedichte.
85. Der knausernde Wirth
86. Morah und Amoreh .


II1


IV
III


117

119




121
123

124
127


1128
130
142


223
144
115


144
bis
147

S148
150


C. Didaktische Poesie.
I. Lebrgediohte.

87. Gesundheitskalender III 152
88. Das Srhachspiel 159
89. Kalnenerreuel in Versen 162
90. Hai ben Meiz .IV 167
91. Die Traktate der Mischnah 200

II. R thsel.
Wortriithsel in alphabetischer Folge :

92. Rillhel 1: l 1 IV 203
93. 2 1 ,c: n N
9.1. 1 TIN =C n0 mCi.
95. 4 : ~2S Min2 ";N 201
96G. r5: CL' "3 "TN
97. 6 M"N' IW .
98. 7 : .
99. D: l,''2 205
100. 9: IZ 1'C =
101. 10: C 206
102. 11: I-7 -Ti1 .
103. 12: 2n'm N c
104. 13: 'n C1 207
105. 14 .
106. 15: f.lr Ti -1
107. 16 C n .
108. 17: 'T .
109 18: N 208
110. 19: -1"D r"*7 .
1 1 20 : : .
112. 21: '-1 CC i 209
113. 22: n' '' .
114. 23: 12Ce N .
115. = 24. fi-:n nD S 210
116. s 25: Z 'm .
117. 26: ":'Tn I .
118. 27: ': '' 211

Sachrathsel verschiedenen Inhalts:
119. Rithsel 28: (grammatisch) 31?1 M.
-'i- i 211
120. 29: C'-, a:27 T'iNS 215
121. :0 : 71' ni TN 13 217
122. 31 : i-1 1: "1 7 N 219
123. 32: T:21 :3 '

III. Sinngedichte.

124. Meine Ehre 222
125. Die wackere Eliefr au 221
126. Wovon die VOlker singer .
Riickblick des Dichters auf sein eignos
Leben 226
Verbessorunren und Zusltze II 100; III 166.


I






Hai ben ]Meki:. 167

50. Hai ben Mekiz,
eino religionsphilosophische Weltbetrachtung, in zwanglosen Reimen
ohne Versmass, cingekleidet in die Form einer beschaulichen Roise durch das
Weltall hunter der Fiihrung des Engels Michael (Z. 701 verglichen mit Dan. 10,
21; 12, 1 und Ibn Esra zu 2 Mos. 23, 20), der in der Gestalt eines weisen und
heiligen Mannes aus Jerusalem mit dem Namen IHai ('t) ben Mekiz (Z. 43) der
redend eingefiihrten menschlichen Seelk begegnet, und Gotteserkenntniss in nach-
denklicher Pilgerschaft als seinen Beruf bezeichnet (Z. 45-54). Die lebensvolle und
anschauliche, ebenso beredte wie poetisch schneo Darstellung enthillt die Abraham
Ibn Esra auch sonst gelniingen Lehren und Ansichten im Gebiete der Psychologie
und Ethik, Teoologie und Kosmologie. Zum Vorbilde diente ihm, wie Stein-
schneider (im Dimwa des Abraham Ibn Esru ed. Egers S. 177 if) nachgewiesen
hat, die prosaische Schrift Hai Ibn Jaktsda (iXip, p= *"lK), welche Ibn Sina
(Avicenna) in arabischer Sprache verfasst hatte und die bis jetzt nur hand-
schriftlich vorlanden ist, wogegen eine hebriische Uebersetzung davon neuerdings
in Verbindung mit der hebriiischen Uebersetzung eines arabischen Commentars
dazu, verfasst von Ibn Seila ( -b, i'), durch Kaufmann mit einleitenden and
begleitenden Bemierkungen in dcm Sammelbande T" by 'u ip Bd. II, Berlin 1887 hunterr
don Schriften des Literaturveroins Mekize irdamnim ed A. Berliner) heraus-
gogeben worden ist (K). Ibn Esra benutzt jedoch, wie Steinschneider und
Kaufmann boreits bemerkon, dieses scin Vorbild mit grosser Freiheit und Ori-
ginalitiit. Auch abgcsehen von der eingreifenden poetischon Umgestaltung, indert
IE Vieles oder ordnet es anders, zufolge seiner abweichenden Ansichten, kiirzt
hier, orweitert dort, lisst Manches weg, fiigt Anderes hinzu, wie die begleitenden
Annmrkungen im Besonderen andeuten werden.
Den Wortlaut gebe ich nach weehselnder Auswahl aus Hdschr. 1968 Neub.
in Oxford (0), deren Lesarten A. Neubauer daselbst mir mitzutheilen so giitig
war, and aus drei Druckwerken, welche im Wesentlichen mit derselben iiber-
einstimmen, namlich a) aus dem Anhange zu Eliah de Vidas t:n riZ'~N,
Const. I n fol. 303a ff (R) mit der Ucberschrift trn = 1 ,nM~'n ,''tn n In "1n
.! s-i K-'1Ina b onr un ; I m na'ii' mm -n iL 'i )nl pbc mnn niawv 1:1-i, b) aus
hir.m 'B 8. 24 ff, Amst. :sn mit vielen Druckfohlorn (Z), und c) aus B. Gold-
bergs ;tDlt r:min, Berlin 1845, S. 44 ff (G), wo eine Handschrift Wolf
Hcydenheims, die derselbe nach R vielfach berichtigt hat, benutzt worden ist.
Diesen vicr Vorlagen steht der vielfach verschiedene und gr6sstentheils correctere
Wortlaut im Diwan ed. Egors, Berlin 1886, S. 139 ff (E) gegeniiber, dem ich auch
zumeist gefolgt bin. In den begleitenden Anmerkungen habe ich alle bedeut-
samen oder fiir den Charakter der Vorlagon bezeichnenden Lesarten. angefiihrt.
Als Verfasser warde Salomno Ibn G'ebirol in R offenbar nur deshalb
irrthiimlicher Weise angenommen, weil dessen bekanntes Gebet nimL -int gleich-
falls cine poetische Darstellung der Elementar- und Himmelsphiiron unter religibsem
Gesichtspunkte giebt. Indessen ist die Verschiedenheit im Hai ben Mekiz in
alien Einzelheiten eine augenscheinliche, und IE. ist als Verf. jetzt nicht mehr
in Frage zu stellen.
Moses Erankfnrt in seinem Vorworte zu unserer Dichtung (in bml,' v B
S. 231)) mint, der Titel "pa ij 'm bodeute: Dor Leser, angeregt durch diese
SSchrift, soll wa ch soin im irdischen Leben, um im kiinftigen Leben die Ewigkeit
seines Daseins zu erlangen. Allein nicht der Leser, sondern der weise Fiihrer
wird 'pta p 'n genanlt, um die als seinen Beruf bezeichnete rege Erforschung
der Welt zum Zwcke der Gotteserkenntniss, auch in soinem Namen auszudriicken.
23





Abraham Ibn Esra.


Sein Vater nimlich, der ihn bolohrt und goloitct hatto (Z. 49-54), vertri~mte
und verschlief sein Loben ebenso wenig wio er selbst, sondern war stets oin
Wachender (itbp FP'), d. h. ein reger und aufmerksamer Beobachter des
Wcltlaufes; %n ist also eine gesehickte Hebraisirung des arabischen Namens ',n
in der benutzten Schrift des Ibn Sina. Dass aber der arabische Name 'Kl auch
sonst als Anklang an das hebriische *n empfunden und gedoutet worden ist, zeigt
Samuel Ibn G'ami in seiner Einleitang -:u Aruch (bei Buber in der Jubel-
schrift fir Prof. Grdtz S. 14 letzte Zeile). Ueber 7'p4 s. noch besonders die
Anm. zu Z. 43.
Das Gedicht gliedert sich in folgende Theile. Auf eine ausfiihrliche Ein-
leitung (Z. 1-179) folgt die Sebilderung einer Wanderung durch das
Weltall (Z. 180 fl), dessen einzelne Stationen vorgefiilrt warden, zuerst die Erde
als Element und Wohnsitz der Menschen im Allgomeinen (Z. 218-258) und
im Besonderen sodann der Mensch (Z. 259--- *.. das Thiiorreich (Z. 287-300),
das Pfanzenreich (Z. 301-323) und das Mineralreich (Z. 324-335). Hierauf
folgen das Wasser als die zweite Elementarsphiire (Z, 336-348), die Luft
als die dritte (Z. 349-362) und das Feuer als die vierte Elementar-
sphiare (Z. 363-393). Dann treten die Wanderer in den Bereich der acht
gestirnten Himmelssphiron, fiber die zunnchst allgemein gesprochen wird
(Z. 394-422). Im Einzelnen werden sodann geschildert die Mondsphlire
(Z. 423-440), die Sphare des Merkur (Z. 441-464), der Venus (Z. 465-488),
der Sonne (Z. 489-504), des Mars (Z. 505--530), dos Jupiter (Z. 531-550),
des Saturn (Z. 551-580), der Fixsterne (Z. 581-596). Nun kommt die
neunte sternlose Umgebungssphirc an die Reihe (Z. 597-610) und nach
ihr die Welt der Engel and der IMnschenseelen (Z. 611-634), iiber
welche hinaus nur noch Gott der c nendliche and Ueberweltliche zu
denken sei (Z. 635-676). Ermahnung und Abschied bilden den Schluss
des Ganzen (Z. 677-707).

A. Einleitung.

Hirt, ihr Klugen, mine Worte! n .
Neigt, Kundige, das Ohr zu meinein Orte! "'N 2-I .N,1 'i
Merket auf, ihr Miinner und Kenner! ''i 1 5I~ 4.J;:
Horcht, ihr Wissensbaaren und Knaben- D 12T T I
schaaren!
Mein Gaunien tont, meine Lippen sind be- nn i. Mn irWM IMAt- -
wegt vom Geraden uund Wahren. 7; .tz

Einst verliess ich mnein Haus, eMflI: -fl% In p:x
Zog von meinem Erbc aus12, o~rlrn K 12sa
Liess hinter mir der Heimath Ort, l 'nl


1) Ijob 34,2. 2) fl'1'piT E. 3) )5 ORZ wie Ij. 34,2. aber gegen den Reim. 4) Fehlt in GOZ. -
5) C Ir:N GO Z. -- 1) Spr. 8, 7. 7) Spr. 8, 6. ') : Z. 0) n"Lt'i: R. o10 Jer. 12, 7. -
11) '1p l 'i7ii-i 'nn2il GOIZ. 12) Ein weibliches Wesen (Z. 11), nfmlich der denkende und unsterb-
liche Theil der menschlichen Seele ist das sprethende ]ch. Sie ist nach IE. ein Theil der Weltseele
(zu Psalm 22, 21; 49, 16; 73, 24; Dan. 2, 10), stammt also (Excurs im gang. Comm. zu 2 Mos. 3, 15;
gangb, Comm. za 2 Mos. 6, 3 und sonst) aus der WTelt der Engel (aus der obersten der drei Welten),
wo ihre Heimath ist. Vgl. unten Z. 622 f.





Hai ben Melci., Einleitung.


Families und Volk und wanderte fort.
Grollend hatten sich die Brtider mir gesellt
Und mich zum Hiiter eines fremden Wein-
bergs bestellt 2.
So macht' ich mich auf zur Pilgerschaft,
Suchte innere Sammlung fiir mine Kraft,
Dass Gemiith mir und Geist in Ruhe sich
sonnen,
Meine Seele sich stable und meine Einzige26
find der Einsamkeit Wonnen.
Mit mir waren Freunde gekommen,
Die meine Worte hatten vernommen27.
Doch sah ich einen Greis wandeln durch
das Feld,
Der pries und bekannte den erhabenen
Schipfer der Welt.
Kinigen gleich war seine Gestalt,
Und Engeln seiner Holheit Gohalt.
Den hatton die Zeiten nicht umagestaltet,
Der Jahre Alter nicht veraltet.
Seine Angen glichen Tauben wohlgelitten,
Seine Stirne der Granatfrncht kistlichen
Schnitton:
Nicht gelkrtinmit war sein Wnchs und nicht
gesunken seine Kraft,
Nicht verdunkelt soin Auge, nicht ge-
schwunden sein Saft.
Oel, kUstlich wie Nardenduft, erh6hte seinen
Glanz:
Sein Gaumen war siiss, und hold er ganz 3
Ich sprach zu ibm: Dein Wohl erbiihe
Und Wissenschaft kiinde spat und friihe!
Dem Irrthum aber stets entfliehe!


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1) 'ini-e'7l xN rn'l GOZ; nnrT1o I Cl = N rn'1 R. 21 nr3 N17I 'r8IN1 GOZ; rirm 'riN R. -
3) 11)3 OR. 4) Nach IlL. 1, 6; '12 fl2N R. 5) R71 R. 6) ) 1723 felt bei E. 7) m3D1
CW'2 0; 01o 1I3o Z. 8) =' rir '792 GRl; cGR Dit7 i2 O; c1 T n11 aZ. 9) NIN1 nicht ei E. -
10) airnm biclit bei E. 11) rnv'o n l GZO; O Min nlt? R. 12) 'D2i2 R. 19) HL 5, 12;
D l)' 1 '1'~r '1 E. 14) Nach HL 6, 7. 15) riU NS' R. 16) N5 R. 17) N51 E. 18) 5 Mos.
34, 7; ir1 GZ. in) 0':r12 0. 20) HL 5, 16. 21) ini2D GORZ. 22) Nach Dan. 3, 31; 6, 26;
N-57' R; ])01 GZ. 2S) 7n11ir_1i R 24) Naclh Ps. 37, 30. Diese Zeile fehlt bei E. 25) Der Aus-
druck aus iL 1, 6 ist hier witzig angewendet. Gemeint ist das Herniedersteigen der unsterblichen
Seele aus dem ihr heimathlichon Bereiche der Engelwelt zum Dienste der Erde und der Sinnlichkeit im
menschlichen Leibe. s26 D. h. meine Seele, wie Ps. 22, 21; 35, 17. 27) Dieser Zug ist Ibn Sina
entlehnt. K. S 2: '~-n = 12r17 i'7=2 n'1l' r N 12'=D '12, was Ibn Soila das. allegorisch auf das
Vermigen dor sinnclchen Wahrnehlmug, Plantasie und Denkkraft bezieht. 28) Bei Ibn Sina ed. K
S. 2 nar: lJnnl- 2 rlIn : Nmim 2; i 7Tr 'l' 1721n C'1'2 717E 7123 277n 17 :'m 1p7 i N7 n t u52 m 7'5 12 i 72W73
.mp1i7;- (Ibn Seila liest: mnin) nri n3 pi;ia 1,'5 1, 1 m 11c 1; Bint1: X51 2y 12300 21n N'
23*





170 Abraham Ibb

Wessen Sohn bist du? Wie lautet deines
Namens Wort?
Was ist dein Goschift? Und wo deinor
Heimath Ort?2"
Da gab er mir mit Worten Bescheid,
Besetzt von Perlen weit und broit,
Und mit Reden, wohlgereiht
Wie Urim und Tuinmin am Hohenpriester-
kleid2'.
Er sprach: Gott mache gut deinos Namens
Klang,
Und doin Wohl unabliissig wie eines
Strokes Gang!
In Ihn darfst du done Hoffnung setzen:
Er wird warren deinen Fuss vor der Vor-
fiihrung Netzen.
Leberec ht W a c hs o h n sindmeinos
Namens Worte
Und in der heiligen Stadt bin ich an
meinem Orte.
Mein Werk, das du miich sichst schaffen,
Betreibo ich, ohne zu erschlaffen.
Ich schweife tiberall durch Stadt und Land,
Durch jode Ecke, an jeden Rand.
Mein Vater leitete mich auf der Weisheit
Flihrte:
Er war's, der mich Erkenntniss und Klug-
heit lehrte:
Bei dem ich sorgsam ward erzogen
In der Hauptstadt rauschonden Mcnschen-
wogen 23;
In dessen Schatten ich sass mit Lust: den
nio ich vcrliess,


n Esra.


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1) 1 Sam. 17, 58; nM;N f n ': E. 2) 1 Mos. 32, 28. .) Jonah 1, 8. 4) 11 D 0 gegen den
Reim. 5) I3N3 RZ. 6) N1 0. 7) ',n 3', 'i GZ. 5) nx nicht in E. i) Nach 1 Kin. 1, 47. -
10) Nach Jes. 48, 18; 1nl5 W i: Wi'1 GORZ. 11) "'l1 GORZ. rI) '='I ". il) Nach Spr
3, 26. 14) ntriN GORZ. 15) '::-`17 GZ. 10) Spr. 1, 4; no-1_ r- GORZ. i7) Spr. 8, 30;
lrn R. 18) Wie HL 8, 11; ]: Si': GOZ602. 19) lL 2, 3. 211) Ibn Sina ed. K S. 3: 'Itli:'Thn
r'tx in3p 1'n;0 i'Sx '.N:; 'n'uxi -i1:rb:1 vTo5 1 ::r 'mi mnrw 'om winter: nlrm in- ::- 1n'r:
5ii 51NW iti:ni i' 1iCOn h'y 15iNhmif i2i1po (Ibn Soila: ih1n') prni UCZpn l nfnrm Eli ir 1:' D10 p
1ixN1 inT .'- in:x^oIl lm= 1:ino nr-U1 1'rs nm:?no. 21) 2 Mos. 28, 30. 22) Hebritisch: lai ben
mekis. N'pn heisst aber nicht ,,Erwecker" (wie Steinschnei der in Abralhat Ibn EIra als MJtlihenaiker
S. 76 annahm), sondern, wie das IHiphil dieses Verbs stets in der Bibel und wie da.s entsprechende ara-
bische Jaktisn, ,,einer der wacht". Ja Ibn Esra hat in seinem Commentar zu i ;i Haback. 2, 19
sich mit grossem Nachdrncke fiir die intransitive Bedeutung dieser Hiphil-Form ausgespromnen. Seine
auch sonst merkwiirdigen Worte lauten: =21 :nr.D in"oi IoNp :n5"n 'D C Drn ri Io 'ir'pm,
': (im Niscbmat- Gebete) i='" tiL'an O'ii1N2ir i; ]p O (Ps. 44, 24) V', i 1"r M"Ir I''2 '"ID
vir 1'1 H I'ml :)K t ivi Ic. Sun n : ;"pam in rn t'D --':
.12 Kun. 4, 31) II)n ;p,-i Kt':min ti Sam. 26, 12) tCTY ,;3 lnl *' a:c" *2 1:w t "'pa ':r
23) ]~Ti I:l erklirt Raschi zu HL 8,11 fir Jerusalem. IE hat, wie es scheint, das Wort in diesem
Sinne hier gebrancht (vgl. Z. 44), wiewohl er es im Comm. a. a. 0. anders erklirt.





Hai ben Mekir, Einleitung.


Da seine Frucht dem Gaumen- gar lieblich
war und siiss25.
Als wir so redeten und die Worte reich-
lich quollen.

Den Verstiindigen genohnm, gefillig den Er-
konntnissvollen,

Da sprach er: Dein Gesichtsauisdriyk be-
zeugt es walir
Und deine Erscheinnng bokundet klar,
Dass deine Ohren sind gebifnet und verlangcin,
Ueberzeugende Belehrung zu cmnpfangen,
Und dass dir die Scole ist anstellig inneln,
Weisheit und des Llhens Verstiindniss zu
gowinnon.
Diese Kunst, der du riich siehst priifend
und forschond obliegen,

Wird ewig niclit t:iuschen and nilinmer
betriigen.
Sie priift der W age gleich, was ricltig sei
und wahr,
Tnd dient dem Sehendon wie das Angen-
paar:
Wer sic versiuint, tastct blind, wo lillster
Mittnag lelchtet klanr2.
Und jene Lustgeow:lten,
Die in dir schalten 27,
Wollen uicht Liebe entfalten,
Sondern aufriihrerisch walten;
Sind dir nicht Tugendgenossen,
Sondern znr Bosheit entschlossen:
Und niclit Freunde,
Sondern Feinde,
Die Netze und Schlingen


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1) p :n7r: 2:n E; p1,':1 1-'1 n' i Z. 2) in1:2 GZ; '1-7: R. :3) r',i OZ. 4) Nach Spr. 8, 9;
cr:2": R; C':12: GZ. 5) Nalh Jes. 3. 9. 6) R-;1' GOZ. 7) -;Mi%' GZ. S) 15 nicht in GORZ. -
i) "N IR. 10) R5 ril: 1 ; "fl1 N5: E. 11) nrN fa'hlt inGOZ: n`1y1 R 12) DwN121 Z; fehit in -
13) nisll' E. 1-') c'.: RZ. 15) T~" 0o; :Z''r. Gi,; 1'c'c1 Z. 10) ri Z. 17) on;11 GORZ. -
1i) Cmni: GR. 19, 5111 2s) C1-p-,l: 12N 1i. 21) 55 E. 22) D1521 1''1 N"-il uS. 21) CI31N
;RZ. 24) Koh. 7, 20. 25) Z. 3.5-54 biilen eine geshmnackvolle I marbeitung doer schwerfilligen Siitze
bei ]b n S n a K. S. 3: Z21''7"Mn in'n 5101 1, '15: 1551 \'p p '1n 51i n:1! [sr. ': 'ren1 1C. CN 1c7N
N'111 :N ;N %. 1 -1 lD On5 'r-i.'i: 1- (lbn Seila: mri25,) n1N- 11 'i p n11115'1nn n;i:-, ,:.'D1N c15
mn1nn111 11 n r1 1 ir j Jil 157 jil'n pl NWL 'L'' 1 i .- "p 5nim,, : N1'i 5SN ".'1I 'n 1531 15', 1-:) n
0515n1 'p11s51 '15Ul1i'3 m '1mi-= 1 D i-x 2 7 71 MI 1 'N 1'i2i 1 75 '21't2"'1-1 m1n-;1 "5. 2C) Diese
Kunst ist die Fiihigheit des Menschon, sich sellst und lie iln u:ngehende Wilt his zu deren iiussersten
Grenzen und Ursachen zio erkennin. Tlijr iliirgerlt IE dio bei Ibn Sina an dieser Stelle folgende An-
lpreisung der Physiognomik (K S. 4. 5). (i schickt witl jedoch diese vermeintlichoe Wissenschaft durch
eine Anspielung in Z. 57 abgofundon. 27) Phantasie, Aflekt und Begleron.





Abraham Ibn Esra.


Ausbreiten und verstecken,
Und fangen und umringen
Die gewaltigsten Recken.
Heil dem Manne, der ihnen ist entriickt!
Der Sinder aber wird in sie verstrickt o.
Wer in ihre Falle gerathen, kann ihr sich
nicht entziehen:
Wer in ihr Netz ist gefangen, nicht mehr
entfliehen.
Lenk' ab, mein Sohn, von ihren Hitten!
Nicht wende dich zu ihnen mit deinen
Tritten!
Und hdre nicht auf ihre Worto und Bitten!
Denm zum B3bsen eilen sic mit ihren Schritten.
Das Eine, das vorangeht auf deinen WAegen,
Hiinft dir Tiiuschung, wirft fort der Wahr-
heit Segen 2.
Was dann dir geht zur Rechtcn 1,
Reizt und drbingt dich znm Schleehten:
Das stets sich buinmt und sclhiumt
Und tiiglich schmollt und grollt2;:
Dessen Speere befroundete Hoere berennen,
Dessen Gluthen die Niichsten umfluthen,
verbronen.
Sein Zorn ziindet wie des Feuers (iewalt,
Sein Grimm tobt wie die Flamme, ohnellalt.
In jederlei Ding i.st es sindig und bethirt,
Und von jeder Wahrheit schweift es ab-
gekehrt:
Ist wie der Liwe, der giert nach Raul mit
( ewalt.


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1) 0"11is OZ. 2) Z. 76-79 haben verschlungene Reime (wie Z. 106-109. 640--643), deron
Verkennung es bewirkt hat, dass in R Z. 77 und 78 in umgekehrter Folge sinnst;rend geordnet er-
scheinen. 3) Nach Koh. 7, 26. 4) "crI D- o UZ. 5) Nach 4 Mos. 16. 26; C;lIND 1'0 GOZ. -
6) 0;77D E. 7) Spr. 1, 16. s) 1T2'N in;m 0; 12"s nn n ,1 Z; T"'N ; ", sl GR. E) Si E nach Be-
diiirhiss des Reimvolialos und nach Ijoh 27, 22; ?~5t: (4; 05; '1 02N1-1 -':n -;: Z. 1I) 7"r:n: E.
tl:-o O. 11) -1771 0,0- OR ; C0r11 Cri! n ; -1 In Z. 12) ;- RB; 1-117) OZ. 13) I3:' G. -
14) 0^10 r21 t 1l G(. 15) Ps. 83, 15. It!) ''2 GR ; t":: OZ 17) 2'-i Nl2n 2: GR; n -' '2
UZ. 18) noNR- E. 19) SCh;ne Um'niandlung des gedrlingten Satzes bei Ihn Sina, K S. 5: '("=C1
cO 71:70 (d. h. c=oM N1 is') Cr77 n7 nn17? 1is- 7101 7Mr1T,:7 =cm7 j"]' 3-117' ?<7 0I7s n-is
tm ) 'D 0"73 i "io' (es sei denn) 'i "Deni "I'0:''. '2) Die Phantaste, inwiefern dieselio mit ihren
Combinationen dam denkenden Verstande vorau'eilt und in ihren Gebilden, theilweise wenigstens, oin
schwer zu 16sendes Gemisch von Wahrom und Falsehem dar)ietet, wie dies ausfiihrlieber bei Ibn Sina
K S. 6 angedeutet wird. 21) Was demn;ichst den Mensc:iea am moisten bestimmt 22) Es ist die
Neigung zu Affekten, hunter denen der Zorn (cpr:, 4'op.6) als V(rtreter caller iibrigen narl Platos Vor-
gange genannt wird Vgl. Ihn Sina K S. 7 '1.1 I'0' lOis il und Ibn Soila daselbst.





Hai ben Mekiz, Einleitung.


Wio der Miihnonleu, der lanert im I-inter-
halt. -
Doch was dich leitet zur Linken 2,
Vcrderbt dich, macht dich sinken
Mit seinem ewigen Hoffen und Trachten,
Seinem stindigen Begehren und Schmach-
toll 2"
Stampf'st dii es im Morsor zum Brei,
So nimmst du nicht weg seine Krnmmheit;
Ja schliigt os dein Hammer ontzwei,
So hiret nicht auf seine Dumimheit.
Aller Speise Lust ist ihm lieb;
Unersittlich spricht es: Gieb, gicl' -
Wer iun in deron 3Mitto hat scinelln latZ 21
Folgt keinem Verstande und keinom Weis-
heitssatz,
Da er von Nichtigen redet, von Eitlem
ertint,
Das Recht verdreht und die Wahrhoit hohnt,
hn Geiste hegt Vorkehrtheit blind,
Tnd Unheil auf seinem Lager sinnt:
Er, dessen Auge des Sehens nicbt satt wird,
Dessen Ohr vom Hihren nicht matt wird. -
Und du kinntest deren Weisung dich
fiigen,
Und dein Herz sollte aus Liobe zu ihnen
orliegen 25 ?
Bemerkst du nicht, dass, wer auf ihre W\ego
gerith,
Verderblichen Fallen nimner entgoeht?
Sehirt lman Fcuer im Busen, ohne zu ver-
brennen seines Gewandes Langen?

Oder geht man auf Koblen, ohne seine
Filsse zu versengen?


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1) Ps. 17, 12. 2) 'lisMl ]5?2i2o R (Druckfehler). 3) lN1 CrZ. 4) n I1lno? R. 5) Nach
Spr. 27, 22; irniNHnln Nt' E; in liN 1101 N5 R. c) Spr. 30, 15. 7) 2:rnn E. q) Nli ER. -
9) i:,1 Z. 10) p'71 E. 11) ntN1 E. 12) m:l-;n ER; rnIe- Z. is) Spr. 6, 14. 14) JlN E. -
'5) P's. 36, 5. 16) Nach Koh. 1, R; T;N E'r EGOZi. 17) -,n Z ; InrN R.- 18) .IZ3 -'IInNi ;
pWlZ nVI) r- OZE. 10) ;mt ci3 1 G0; s'nris c-5 1ii% o; rmx r ~i51 z. 2o) Ez' E. -
21) Spr. 6, 27. 28; Dlin O0OZ 22) W-as drnn in zweiter Linie dich besiimmt. 2s) Das sinnliche
Begehron. Vgl. zu diesen und zu den niichslon Zeilen die Rriftige, aber minder goschm:clvolle Dar-
stellung Ibn Sina's ed. K S. 7. '1,1 "]7I'tO NI t 'N nt 24) Der Mensch, welcher sich von un-
geziigolter Phantasie, von Affekten und siinlichem Begehreon eiten liisst. 25) Der unsterbliche Geist
stammt aus Engelkreisen (oben S. 168 A. 12 ), Sinnestimschung, Affekt und Begehrlichkeit sind ihm
also ihrer Natnr nach fremd und unheilbringend.






Abraham Ibn Esra.


So geschieht dem, der nachirrt ihrein 26
gloissenden Mundo,
Und sich verlciton 1Usst durch den Klang
ihrer Kunde.
Geho nicht, mcin Sohn, mit ihncn gleichen
W eg!
Halte fern deinen Fuss von ihrem Steg!
Donn Violer Leben haben sic vcrkiirzt,
Und (Gewaltige und Mitchtige gestiirzt.
Ihr Weg und ihro Geleise sind Hiillonwoge,
Zum Tode flihren ihro Bahnen und Stoge.
Boherrsche sie als deine Knechtc!
MAache geltend dcine Herrenrechte'27
BeugedenLiigenknocht drc 2 rh das l.iistcrne
und das Listorne durch den Liigenknocht!

Richte sie mit Billigkeit und beuge nicht
das Rccht! -
Wor abor von ihnen Tand und Nichtiges
vorbringt2', dom gicb kein Gehor!

Hire nicht darauf, und schneichelt seine
Stimme noch so sehr!
Gieb dich vertrauend ihmu nicht hin!
Denn siobenfache Griiuel heget sein Sinnu".
Thue so, mcin Sohn, und mache dich
frei,
Eho der Tag sich kiihlt und dessen Schattcn
ist vorbei!
Bowahro meine Worte, vorgiss ihrer nicht!
Sic nie zu vers;uumen erkenne als Pflicht!
Halted sic im Busen fest imnuerdar!
Schreibe sie auf die Tafeln doines Herzens
klar!
Doin sind sic dann, dein ganz fiirwalhr


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140







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1) ;in-: GR. 2) n:c 1 OZ. 3) 1: Z. 4) Spr. 1, 1a. 5) Nach Sir. 7, 26. e) c'.nal
nicht bei GORZ. 7) Spr. 7, 27. irn l n3 ER. o) '2n: E; il''n~ R. 10) co: nnMN i ''
GORZ. 11) u5inW~ GORZ. 12) Y:'n E. r;) C;"'i ichlt in OUR. 14) c -c l GORZ.
15) 5 Mos. 13, 9. 1i) Spr. 26 225; 12i'72 17) Spr. 6, 3. 1) Nach IHL 2, 17; 4, 6. 19) 1)i=el
rx )-'l GOZ. 20) Nc1 G. 21) crm-i- Nx GRZ. 32) i: 3 GfliZ; -:2 R 2:;) c: (i)RZ. -
24) Spr. 3, 3. 25) Spr. 5,17.- ";) Der Phantasie, Affekte iii d sinliclhen Ueg elden. -7) Zu Z. 112-135 vgl.
Ibn Sina KS.Sobon: 'Sl n27Sit 1): iln ': -7. '') \ l. zu Koh. 7, 3 und. Jc. mor. VII p. 28 ed.
Stern, wo die Aufgabe etwas anders auntet. Ilier je loch folgt IE denm Ib i1 Sin a, der K S. 1 hioiiber sna;t:
fiberr dlas Begehren) -',7f >:Cn 07 ': (mit dem Affikt) Ni7:7 7E-C- 17: .--r C-I t' 1: n-.:c:1
y:nn m ef (10.: M') i-m3 'TIt: pr:n': cm r' i-e-7 b ;:1ccz -1-C'2r crhmZ : Urspr1miiliche
Quelle aber ist Plato, der in Rep. IV p. 140 B. C unel Tim p. 70a das {,')lolit" im VerhMmtnisse zum
)oy::o'v.vz z ar als verschieden und gegensatzlich, jedoch auch gleichzoitig als natiirlichen Bundes-
genossen auffasst und darstellt. 29) Die Phantasie (Z. 88 f). 30) Nach Ibn Sina K S. 8:
.'.1 1,1a:= ,7T'non77 MTi 05INI






Hai ben Mekiz, Einleitumg.


Nicht nimmlt dran Theil der Fromden
Schaar.
Sie schmiicken als holder Strauss dein Haar,
Als Geschmeide den Hals dir ganz und gar.
Doine Tage verlaufon in Wohlfahrt wunder-
bar,
In Wonnc doing Leben Jahr fiir Jalr.
Als iih nun diese scine Worte gohsrt,


Die mir mehr als Perlen warn worth,
Da erkannt' ich, dass jeder, der which von
soinen Lehron
Odler seine Ausspriiehe wollto verkehren
Oder ein Wort von ihm lioss mission und
entbehren,
Seine eigne Seolo verlotzt und zu Grunde
richtot
Und seine Einziges1 kriinkt und vernichtet;
Dass aher, wer unablissig fest sic hilt,
Uj. I .-.!Pi. i. lebt in einer owigen Welt,
Weil, wer sic gew-nnen, durch sie lebt und
Genesung soinem Leibe bestellto9.

Ich sprach: Zicho mich dir nach! Lass uns
eilen im Verein!
Lass dein miich froh und giicklich sein!
Deine Liebe erfrent mich, schafft mehr mir
Entziicken
Als Wiirzwein und kistlicher Saft erquicken.
Doch er sprach: Du hiltst mit mir nicht
gleichen Schritt,
Du schwebst empor nicht mit,
Da deine Fliigel sin zertriimmert,
Ja alle Schwungkraft ist verkiiimmert.
Da rief ich: Wer schafft mir, auh, der
Tauben Sc-hwingen!
Zu hohem Sitze wolit' ich dringen.
Theurer Herr! Bei deiner Huld!
Nicht acht' auf meiner Slinden Schuld!


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1) 17 -nN D'M" 1'31 G3OZ; -JN '17 1 PW P. 2) Mn5l GORZ wie in der Bibelstelle Anun. 3. -
3) Spr. 1, 9. 4) Nach Jjob 36, 11. n'I'r-:21 uZ. 5) 1:Dn nicht in (GZ. 6) iN E. 7) 'ni'1 E. -
g) wn0rcm R. !) -i*1 : r17 1 te1lM G ; 1'l1?: 17T 'iToE OZ; 111, 117 T1pt1enIM R. "1) in'7) m1
G; MinrI co 0; innnr o Z. 11) n im- Nx1 crI GORZ. 12) Spr. 4, 22. 1:) nL 1, 4. 14) 2-it
'i'2 0. 15) o feh1t in GZ. 16) Ps 55, 7. 17) 1 Mos. 43, 20 u. sonst. 18) Seine Seele, wio
oben Z. 15 19) Geschickt ist hier Z. 154-163 ein leichtfasslicher und eleganter Ueboigalg aus dem
Inhalte der \\orte Ibn Sina's K S. 9 i. n2fNl n Rt IN INn I t gebildet.





Abrahlum Ibn Esra.


Dir klagte ich meine B.. i ,, i-,
Und legte in done Hand mein Verhbngniss. 2,R
Dein harr' ich mit vertranendem Herzen: 4
Moine Krnikheit heile Verhinde die Wunde Ava0
inminer Schmerzon I'!



B. Wanderung durch das Weltall.

Da fiihrte er mich auf kiirzestem Stige ",
In ein Land weitriumnigur Wegel 5; nl
In drei Theilo zerflllt sein Boroich, i
Die tief sind und entlegen zugleich lo.
Dos Einen Anfang ist des Wasser, Ort, OA,"f.
Und dieser Thoil setzt sich his zum Himmnel
fort 17.
D)er zwei hibrigen 1 Befund,
Welcho bind allies Scienden Grund,
Ist, dass der eine endet an des Outens iail, sii
Und (der andere im Westen ocinen Anfang If
fand 19:
Der eine20 Lieht strahlt antf des andern1 "1
Nacht
UTnd dieseor2 orgltinzt in entlehnterPracht 2. "1,
Des Landes24 Gehiot sondert sich in die,-e 12 "Irn
Theil'
Seit soines Dacins orster Woile.


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1) Jer. 11, 20; 20, 12. 2) Nach Ps. 55, 23; M'-: r zb *r. GZ. :) I'-)- GOZ. ) *in R. -
5) CIpinM G; D'piml Z. 6) C'r 7iN,7 OR; M=': TrnN GZ. 7) mlz2'o Z- S) iMn;p GZ. -
9) 1 N r n ,N Mi nR; R. -- 10) z':3n G. 11) rn f;l R. -- 12) 4 Mos. 26, 53. 1i) trnnm GRZ. -
14) Von Z. 164 an biS hierher giebt JE eine poetische und anziehende Lmgestaltung der schwerfilligen
und nicht leicht versteindlichen Worte Ib n Sina's K S. 9: tVm11i ~1Sf-l ;i7 1'n1" )i1 ,m nN
OnnD. 15) Unter diesem Lande ist das Weltall zu verstehen. 10) Die Theilung der Welt in die
niedere unterhalb des Mondes ( imnnln r =c ll .), die mittlere ('t'SlNi C1r-), bestehend ans den
Himmelssphuiren, und die obere Welt f ptrn Cmnr-n ist IE sehr geliufig und findet sich bei ihm z. B. im
Excurs zu dem gangbaren Commentar 2 Mos. 3, 15; 25, 40 und etwas abweichend Dan. 11, 2; wiewohl
IE zu Ps. 148 auch eine Zweitheilung annimmt, worn die Oberwelt zugleich die mittlere Welt der
andern Eintheilung umfasst, wie dies auch in Sefer jcoirah III, 5 bei den Worten ]1ri C." C -''
der Fall ist. 17) Die Niederw elt Cpnnni C-'n) von dem noch unterhilb der Erdoberflache befind-
lichen -Wasser (2 Mos. 20, 4), also von dem ins \Vasser zur Ualfte versunkenen Erdktrper (Comm. zu
Ps. 24, 1; 65, 6; Vgl. Abraham bar Chija's Sefer hl ibbtr S. 6 Z. 5) an his zur Mondsphiroe, mit
weleher der Himmel seinen Anfang nimmt. Diese Niederwelt, welche aus den vier concenrisch iiber
einandor geschichteten Elementarsphiiren a) der Erde (als Mittelpunkt), b) des Wassers, c) der Luft und
d) des Feuers im Wesentlichen besteht, wird in gleicher Reihenfolge in Z. 222-391 bereist und be-
schrieben. is) Niimlich die mittlere Welt 0( t2 "i ill'f) mit ihren neun Sphilren, wovon spilter
Z. 392-610 handeln, and die Oberwelt der Engel, in Z. 612-632 beriihrt. 19) Vor dem Usten
(aTm1 uP, bli Ibn Sina KS. 10) und hinter demWesteu (ircn 'inN das.) unserer sublunarischen
Welt, also diese umschliessend, sind die Himmelssihlsren der mittlern Welt und lie dieselbe um-
fassende Oberwelt der Geister zu dnkenk. 2o) Die mitllere Welt der Sphiren mit Sonne, Mond and
Sternen. 21) Auf die niedere Welt hunter dem Mondo. a22) Die mittlere Welt. 2:) Leben und Be-
wegung empfilngt aus der Oberwelt der Seelen und Geister. 24) Des Weltalls.





Hai ben Melkiz. Wandering durch das Weltall.


)uch sind diese Punkte20 nur dem zugiang-
lich unverhillt,

Den Cottes (Geist hat ganz orfiillt2l.
Am Ende diese,; Landes lasst ein Quell
soin Wasser entstriinon;
Von fern schon lasst or sein Gemurmel ver-
nehinenll2.
Er theilt sich in BArhe inannigfaltig,
Und seine Wasser steigcn gewaltig.
Sie mildern Kranklicit und Wunden,
Schaffen He{ilung( nnd ma11 hen1 wieder ge-
sundon 2.
Als nun unsor Fuss uns hatte dom Quell
nahe gebracht
Vnd wir an demsclben Halt gemacht,
Da streifte er moin Gewand inir ab, waif
es xzr Soiten,
Liess mich ledig der MIiillen hinabgleiten 24
Und sprach zu mir: Trinke seiner Tiefen
Wello in Wonnen
Und frischen (;Gu.s aius scinem Bronnen!
Dainit worden doino Schiadon verbunden,
Geheilt deiner Fligel Wunden,
Und wachsen wieder done Schwingen,
Umn hiummolwitrts zu dringen.
Ich schliirfte nundes LebenswassersWelle,
Das den Seeln istdernstesterllichkoitQuelle25,
Und von mir wichenSchmorzen undi Gerechen
Tnd schlimme Krankheiten, die IIHilung
nicht verspreclhen.
Wie Balsam flihlt' ich cs miich durchdringen
Und meinemSchaden und mcinen Schwingen
Heilverband bringen.


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1) Ni IR. 2) 1iNs2 E. 3) 2'XN N5i E; cSN ,' ohne tI'Nt R. 4) rVn 1tnK' twin -Ic-I nrspni
-nijp GR; i r icn I'rI nN;n ps't N ixspi Z. 5)j 7,-50 a01" pinn GOZ; 51' rnren pinto t. -
5) O1iill 3 -E1i OiUR; C11'N il)3 1 Z. -- ;) c'N O GOR; EN C Z. F) 5irn' R. 9) lniDK
n'lxN i.p T'N B; nN Uip -n:n ]E; R,;O 2:i p 1 :n- m o. -10) 0. P7'm G O; 5:m o0; t3'in z. -
1i) nirni5 On1 ''=i1- 0o; ''ninIn) =11n11i GcR. 12) Nach Spr. 5, 15. 1:1) D'e:: af" i GURZ.-
14) infnlZ GR; fehit ganz in OZ. 1I) ")DO 2?l' ,1 ORZ. 10) i0DN1 Ir'.; tj -- 17) D'' 1S-- l
rC:CN:1 GRZ; -'1:S1 CW'1 "inm (I nach 5 Mos. 28, 59 abgeindert. 1s) '-2 'i- '"1 GR; '1'01
T1i3 Z. 10) 1n0N1 'C::n 3 it nN GOZ ; dass. obne nN: R 2o) Die richtige Erfassung der Wolt in allen
ihren Theilen. 21) Der die Wissenschaft der Physik und Metaphysik, elceho zur Elrkenntniss Gottes
fiihren, in sich aufgenommen hat. LUebrigens enthalten Z. 180-195 oine poetischo Urugestaltung des
Stiickes bei Ilb n Sina K S. 10: '1.1 '1-2in ler D 1N 1:21. 22) Gemeint ist dio alloWissenschaft voraus-
setzende und als ( rundlage benutzende Metaphysik (Wissenschaft von Gott und dem 1 ittlichen, S~soXorla.).
23) Frei nach Ib n Si n a K S. 10 l'.n 1i:p' nl. 2~) Anspielung auf die Askeso des von der Wolt sich
abwendenden und mit Gott sich einigenden Denkers. 25) Die durch die Metaphysik vermittelte Erkenntniss
allies Ewigen und Unvergainglichen sichert nach IE dam Menschen die Unsterblichkeit.






Abraham Ibn Esra.


1) Die Erde als Element und Menschensitz.


Als icih genug getrunken und verweilt
Und inich von moinerKrankheit sah geheilt,
Da streckte er seine Hand aus und fasste
miih an
Und hob aus dem Quellgrund miich zu ,ich
heran.
Er fiihrte mich dann in ein Land
Aus frfihester Zeit und allbekannt 5,
Das Tod bring denon, die es lieben,
Aufzehrt, die als se.shaift sich ihil ver-
schrieben o;
Worin sind Zlte cingegraben 17,
Die finster sind, iein Licht nehr haben,
Denen fern bleibt der Sonne Glanz
Nicht aufgeht des Mondes lighter Kranz i~.
Hinter ihnen dampft eine Quellc heisser
Fluthen 19;
In ihr gehen hunter der Sonne Gluthen20.
Nie versiegt ihres Ursprungs Gehalt21;
Nur weehselt sie wie Siegelstoff ihre Ge-
stalt 22
Im Lande lebt ein Menschenschwarm' 3,
Mittellos und bettelarm 24
Threr Tage sind weniig, recht schlinmn im
Ganzen.
Sic lassen nicht ab voin Bauen und Pflanzen,
Ob auch die Bauten sie seen zerstiren
Und die Saaten verheeren
Und zersttrt der Paldste Riiume
Und entwurzelt die Buiiue.


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1) ITND nieht bei E. 2) frl1nm R. 3) 4 Mos. 13, 32. 4) in R. 5) c'tN G. -
6) DCri' RZ; %ni,-IN G. 7) -iDn ],r ;-irnn l n;:n rn ninD G; nr n j D1 in ; _rni N;n m;n 0.
Inn pr On:niv rinR -n o:in RE; ron 1a cnmnN nn nn r am n r inn Z. Z) mi;e Z. 91 G;: 0
)3N 0. 10) Jjob 38, 14. 11) 1 Mos. 47, 9 -12) CW ~~ Z. a1) C.:1 ni GORZ. 4) c-:5i1 G.
D: 'r 1 UZ. 15) Zur Erde als Element und Wohnstiitte der Menseheii. li Die Erde lird von,
Sterblichen bewohnt. 17) Griber der Verstorbenen. is) Die-en Grlliern undd ihren Insassen. Das
Licht der Sonne, der Schein des Mondes ist fiir sie in ihrer Grabesnacht d.ihin. 19) Bild der
Auflisung eller leiblichen Stoffe 20) lrdi'clhes Lichit, irdishe Gluth and Leidenschatt wird mit dem
Verstorbenen zu Grabe getragen. 21) Dieselbon Leidenschaften kehren stets auf Erden wieder. -
22) Die Leidenschaften sind dieselhen; nur wechsein sie die Form oder dni Gegenstand. 'i) Das
Alonschengeschlecht. 24) Ijb 1, 21: Nackt bin ich hervorgegangen aus meiner .Mutter Schoos und
nacit werde ich dahin zuriichkehren. Lebrigens ist von Z. 222 bis ungeflihr hierher eine free Be-
arbeitung des Stiickes bei Ibn Sina K S. 12, wo nach Ibn Seila von der Materie wieder die Rede
sein soll.


178





Hai ben Mekiz. Die Erde. Der Mensch.


Alle stiirzen iiler irgend einen Fallstrick'1,
Und Keincr hcishlit sie, fordert sie znriick.
Wio kInnten sie ouch lustehen
Und nicht sicli lusend zu (runde gehen,
Da si, v erbunden sind und vereint
Aus Solchen, die einander zuwider sind
und feind 17
Sie finden nirht Ruhe, nicht Behagen,
Nicht Befriedigung, nicht Freud' in ihren
Lebenstagen 1s;
Denn das Gute, das sie erringen,
Ist verinischt mit schlimmon Dingen:
Die Frcude illit schnmerzlichen Leide,
Die Lust mit dem Seufzer der Brust
Und Wolnefille mit Todesstille 9.
Die Kundigen linden durch ihr Wissen
der Gunst nihlit viol,
Noch kommnen Gewandte durch Behendig-
keit schneller ans Ziel.
Michtige retten sich nicht durch ihre
Macht:
Denn eine Stunde, ein Unfall ist Allen
zugedacht 20


,1:n tr'l St I2









D' si oaT~ *s ~250







Ofttn Ft255


a) Der Mensch insbesondere.


Dort hilt Satan seino HMrner21 hochi und
weit ontblisst,
Womit zur Stind' er Vilker und Nationen
stisst.
Das Eine Horn zielt in Erdenlanden hin
und her 2,
Das andere fliegt in Wolken hoch daher'o".
Sie iind's, denen sellbst Finsterniss Nichts
verdunkelt,


14 260g


1) '5ti R. 2) Tp n10 EZ. 3) ]~N ER -- 4) Ezech. 34. 6.- 5) Ijob 41, 9. 6) D'S31pD m;l
D'lTiMO OZ. 7) D -'Zim' Z. 8) T-CI R (Drnrkfehler). 9) NiS X5 :' Cni-rn OZ. 10) 1iy' R. 11) Kob.
9, 11; N"pl E. 1 ) D'inG3 R.-14) Nach 5 1ls. 33, 17. 15) Ps. 139, 12; ITT.' G ; "IWr" R. -
16) Irgend ein Unfall, eine Krankheit odor die Schwicho d(s Alters beenden das 1 eben der Pflanzen,
There und Menschen auf der Erde. 17) Alles Irdische ist aus den vior inadnder widerstrebenden
Elementen zusammengeretzt.- is) Rastlos jagt Alles na(h G(enuss, Gewinn, Ehre und Macht. 19) Vgl.
Saadia's JEmuii. IX, 1 S. 831b oben Pd. Beilin: bi, r Mnn iMs nu 1 ir Ti i 1:' ~ -i n3
N l O YS1 7r, n ,- s: 0n 1 : I und X 3 S. 90 a Z 14 bei der Bogriindung der oinseitig :scetischen
Lebensrichtung. 20) uon otwa Z. 234 dis hierher ist eine vullig umwandelnde Benutzung des
kleinen Stfickes K S. 13 '11 O5iN, 5; -X 1i:5 1~1 zu orkennen 21) Verffihrungsmittel. "22 Nach
Z. 265. 273 ff sind bier die zwei niedern Seelenkrifle, das G(efihls- und das Begehrungsvermsgen
gemeint, von donen die Affelkt und die Bogierden ausgehen. 21) Nach Z 266 ff die flint iusssren and
fiinf inneren Sinne.






Abraham lbn Esra.


Da zwischou ihnen die anfgehende Sonne
funkelt 2.
Das irdische Horn theilt sich nach zwei
Seiten 21,
Das hochfliegende aher in zehnl(esbhlechter,
die sich weit verbreiten,
Fiinf iussere, welche auf Knndschaft
geh en'",
Unf flinf inner, die anfnehmen, was jene
erspiihen 2.
Jene lassen an diese gelangen der Dinge
Schaaren,
Die diese von jenen vernehmen und anf-
bewahren
Bis sie die Dinge ihrem Kinige bringen
zur Kenntniss,
TTnd der Kanig darans Wissen zieht und
Verstlndiniss 24.
Da sind nun jene zwei Seiten
Ruhelos nnd unterliegend zu allen Zeiten.
Die Eine gleicht dem Liiwen in seines
Zornes Gluth25,
Die andere dem Schweine in seiner Liistern-
heit und gierigen Wnth26.
Jene bliAht iibereilt des Zornes Niistern,
Diese ist nach Essen und Kanen liistern.
Ob beiden waebt Einer. armgeboren, doch
weise 27:
Er schafft ihren Bedarf nnd ftrdert ihrcs
Lebens Reise'2 ;
Macht frei ihre Stege
Und erwigt ihre Wege.
Von Verderben und Tod hiilt or sie fern,
Mit Leben und Wohlfahrt verband' er sic
gcr1n.


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1) pp Z. 2) pinn' tz; pnn R. 31 cno fehit in GOiZ. 4 -> R. r )C'T c
GORZ.- 6) G Z- 7)1' uRZ.- ) D:nn:I1 (I)Z -5) 'ri mn GiOZ. -) Tnin i (GuR; 1-r nr7t l n -
11P) MnnN felt in ricRZ 11) INr 'ni imxn Z; t-NCi 'I;7 N (iO. 12) LNach Koh. 7, 9. 1) r- ''
G.- 14) Koh. 9, 15. --1) -enT E. 16) ns2 GZ. 17) bpc`i GlZ. is) nmI;IC RZ. 1 ) D17'7;
olim GR; Dnil Ct15 't OZ. 20) Hier lirdert IE frei die Reibenfolgoe b n Sin a's und arbeitet zuerst
das Stiick K S. 20 '171 1 CD yiVl' urn. -21) Die weilere Austiibrung hieivon glben Z. 273-278. 02) I)h
iinf itusseron Sinne: 'rehir, (iGeicht, Geruch, ieschmack und Empfindurg. Zum Ausdrucko s. Nauf-
mann, Die Sinne S. 81 A. P4. 2:1) Die entsprechenden inneren Sinne: s. Kaufmann das. S. 46
A. 31. 24) Die ahrnehmungen der iiusseren Sinne ge'argen durch Vermittelueg der inneren an den
Lenker des Mensclen, den Verstand, dessenr Erkennti.is, aus lieser Iuellle sich herleitet. 25) Der
t: 0 si als Sitz der Affekte. Vg]. oben Z. 93 u. Anm. "6) Die i;-:h0") a, dasBegebrungsvernnngen.-
27) Der menschliche Geist, urspriinglich wie eine unbeschriebene Tafel leer (ItulIaris', jeduch zur 'Veis-
heit angelegt; vgl. Jesod inora X p. 34 ed. Stern. 28) Dem Geiste allein ziemt die Leitung des
Menschen nuf seinem Lebenswege.


instia n=rW t r1 is





Hai ben Mekiz. Das Thierreich. Das Pflanzenreich.


Von siindigem Leben und Abfallsstreben
fiihrt er sie abseiten,
TTnd zur (erochtigkeit und Wahrheit will
or sie loiten20


Dm3w 20a'1 285


b) Das Thierreich (mit Ausschluss des Menschen).
In diesor Leute2- Gehiet2" ist jodo Art '4B wN


VonThiergeschbpfne zusammen geschaart23.
Da ist der Tauben und der Spatzen Schworn
Und Rahen nobst Turtcln ohne Harm,
Zahmne Schafe und Rinder
Und reissende Liiwenkinder,
Maulthiere and Rosse
Und gemnistete (;ieliigelkolosse:
Schakale und Stoinbacko, scheou und wild,
Eselinnen und Kameole, zahnm und mild;
Der Eidecihsn, Wiesel and Blindschleichen
Brut,
Der Soethiero, Nattern lunl Skorpione Wutl;
Prosche und Fische, tlie nmunter hiipfen,
Und allerlei Thiere, die durch das Wasser
schliipfen 24.


c) Das Pflanzenreicli.
Von da, fiiirte er miich hinab in den (arten "
mit Nussbaumreihen
Wo jede Art von Friuchtbiumen und Zedern 16
gedeihen 5.
Die Vogel wohnon in deren Gebiet
Und schmettern aus schattigen Zweigen
ihr Lied.
Des Gartons Quellon sprudeln weit und breit;
Seine Gowichse erbliihen zum Blumenkleid.


B0n n QZ i 290








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1) Ir'iI E]OZ. 2) r'tfL R. 2) CfD':' pnisi r N 0; GORZ. 4) 1'ti2 N G. 5) n'atVn 'n 'an 5:
E; a 'Wln '51.11 'i%1 1'D1l Di' e "D'N D ln S 0Z, aus Z. 295 if, durch Felier iiberdies entstellt, hior-
her irrthiimlich gerathen. -6) Ps. 8, 7) Dl~Erml S) CIC'lD E'1 -nii GORZ.- 9) I Kin. 5, 3.-
10) D'1 00%GOZ; D01'C R. 11) 1 Mos. 12, 16; C'I' '1 5Til ; D01.1 5IHW OZ; 'Di.) C''1S R. -
12) W:12) nicht in GORZ. 1:) nls nr'iNi1 o'rin D':nEt) r1i 1 L'': n nR; Dc'nni 'WnM 'rWtn
c'V:mi rnri n'nspi Dc':nEC cnl1 D':I1 (!) Z; Ci) 11 n1N I ipr1ni1 01c':n3 D 1 ';I D'1ni'm 'ton o.-
14) i:n7'n G. 11) 7ii GO2. ]i) c'ni G0z. 17) DCDCr-i )1B GOR: C'O'n Z]) z. 18) Nach Ps.
104, 12; I:n' 5lp tN'r p'- i2 GORZ. 10) xach Spr. 5, 16; i!'r1 oM'ni:"rc G; il'10 ini'nrTrY Z. -
20) Z. 265 his hierher ist eine geschmackvolle Umarbeitung des Stiickes K S. 20 Z. 4 nincn liNM
bis Endo der Seite. 21) Des Menschengeschlechts. 22) Auf der Erde. 23) Das Thierreich ohne
den Menschen. 24) Die lebensvolle Schilderung des Thierreiches von Z. 287 an bis hierher folgt nun
in riickwiirts gekehrter Ordnung den diirftigen Andeutungen I bn Sina's zuniichst in dem Stiicke K S. 19
'1.11 DV'N 5iN S:0 _i)n l (So nach der trefflichen Ergiinzung der Abkiirzungen durch K). 25) Hier be-
ginnt eine poetische Schilderung des Pflanzenreichs.






182 Abraham Ib

Da sind Weingarten mit Edelreben,
Entsteinigt und mit Gehegen umgeben.
Seine Wurzeln lisst er21 an den Fluoss
schiessen
Und seineReiser an Wasserbichen spriessen-
Auf Tragen legt man seine Tranben, die
schweren,
Und auf Schultern ladt man die verein-
zelten Beeren.
Sein Himmel ist verschleiert von der Wolkcn
Segenshiille:
Seine Furchen sind durchtrinkt von der
Regentropfen Fiille.
Er lisst striien durch seine Zweige wiirzi-
gen Duft
Und quellen durch seine Wipfel ballamische
Luft.
An seinen Bichen sieht man Granatipfcl
bluihen
Und in scinen Beeton der Lilien Glanz
ergliihen.
An seineu Eingnngen sind allerlei kistliche
Friiclte, die splten und die friihen.

Die Palmen tragen ihre Dattein an den
Zweigen,
Ihre Fruchtknoten fiillen die Feigen.
Wiirzen entfaltet der Wein
Und die Alraunen duften darein22.


s Esra.


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6 n : In TTi-:


d) Das Mineralreich.
Er fiihrte mich nun ans des Gartens ''' '.6DIr _
Geleise
Zu steilen Bergen auf unserer Reise2'. D'13 "7 325
Dort ist das Edelnetall von Ophir, I n3 'mm
Kostbarer Beryll24 und Saphir. 19o MI i' ntp
Eisen und Kupfer findet man hier 2fil'vh "


1) 'pl31) r R. 2) Nach Jer. 17, 8; ri E. 3) Nach 4 Mos. 13, 23; ;-n":2N N'C:n E; xC:
ni)'m1n GOZ. nmniY5i: nC: n E. 4) n'n-i:Z' s GOZ; .n'r.ir ten E; nmib:c'N ',sn R. -
5) Nach Ps. 65, 11; DlC'h Z; n'~:' '-1Ino r;-'nf (V 6) ;nr:n OZ. 7) n)n:2 G. ) HL 7, 13. -
9) Iflin fn 'n31.M R. 10 ) L 7, 14. 11) nenni G(HRZ. 12) Nach HL 2, 13. 1") np- r ]C.n
GORZ. 14) rD'M"nm R. s1) HL 7, 14. 16) ;n;;-:;n t:ir o; .:I f N 1:i.'i R; o'';rn 's ;:,'5' (. -
17) in 5N OZ; 1-D GRO. Uebrigens vgl. Ps. 68. 17. I1) DMT E. 19) Ijob 28, 16. -20) 5 Mos. 33, 25. -
21) Der Garten, nf; Z 301. 22) Man vergleiche zu dieser schnoen Zeichnung des Pflanzenreichs die weiigen
Worte Ibn Sina's K S. 19: '1)1 trinOa r $N na2 is'' h'1. 23) Hier folgt ein kurzes poetisches
Bild der Pracht im Mineralreiche. 24) Nach dem gangb. Comm. des IE zu 2 Mos. 28, 9.





Hai ben Mekis. Das Mineralreich. Das Wasser. Die Luft.


Und Topas und Smaragd zu 8chmuck und
Zier.
Des Zinnes und des Bleies Erze,
Perlenstein und des dunklen Marmors
Scuhwirzc,
Tiirkis und Bdolach im Verein
Nebst Schwefel und Salzgestein.
[Jederlei Schatz ist aufgethan]
Und zu allem Verborgenen frei die Bahn 2.


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3rnni Di)

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2. Das Wasser als zweite Elementarsphlire.


Aber hunter desGebirgslands Macht, dessen
ich sooben gedacht,
Streckt sich die Ebene mit weitem Raum,
Ringsun eingefasst von des Wassers Saum 21
Doch auch in dessen Mitten sind Felsen,
von Kliiften durchsc hnitten2,
Und sprudelnde Quollen woblgolitton,
1)er Hilgel Rund und dor Thiiler Grund
Und Wellen und Stromesschnellen,
Weidestrecken und der Fliisse Be-ken
Binnonteicho und Seebereiche,
Doren Wellen sich iiiuinllen
Und deren (ocwisser schaumein;
Bei deren Hoclhgang erzittern der Bergo
Seiten,
Ohno dass jene ihre (trenze und G(ebtihr
iblerschreiten.


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3. Die Luft als dritte Elementarsphiire.


Nun brachte er mich fiber dieser (Ge-
wVsser Lauf
Und flihrte mich in ein grissercs Gebict
darauf 2.


S.. 350


1) 2 Mus. 28, 17. 2) Ezech. 27, 12. n) Ester 1, 6. 4) w2T'"i2n OZ. 5) 5 Mos 29, 22. -
0) 1 Mos. 41, 45f; n:3 : 7: }21 E. 7) Jes. 22, 18. o nsMl ri GRZ. 9) C,1'P1 GO; t'-pro Z;
Di'r2S rc' R. 10) mn:"Y13i ; :1n1 iRZ. 11) ni(2;1 UZ. 12) Z. 341. 342 fehlen bei G. -
13) M-12n GRZ.- 14) Pi3ti E. 15) 1=-l OZ; 1*f, R. ir.) P's. 46. 4. 17) MINV'i G. 1V) CIt-i
E. 10) l:1':'1 C. 210) Vgl. K S. 19 Z. 1: '1:1 132 riE' D''ipN hN 1:00 5 1x nT. 21) Nach dir aus
der griechischen Philosophie stamnmendoni Annahme folgt auf den im l3itielpunkte der Welt helindlichen
Erdkiirpr, welcher das unterste Element bildet, zunichst dis dariibor gelageito Wasser als das zweile der
vier Elomento. Boi I bn F i na K S. 18 sinl allo vior Elementirsiphiren mit wenigien Worton abgethan. -
22) Das Elemeni des AVassers ist nicht nuf den Oceom (Z. 337. 338) boschrInkt, sondern auch mitten im
Festlando reichlich veotreten. Die Beschreiburg erinnert an 5 Mos. 8, 7; 11, 11. 23) Das dritto der vier
Element, die Lutt, gelagert um lie Erde uid um das Wasser, und dioselben als Sphiire umsehliessend.
25





Abraham Ibn Esra.


Da schaute ich Orkane und deren Gevattern,
Die TLifte im Wehen und Flattern.
Da hbrte ich Stiirme und Schrecknisse und
Erdbebon wettern,
Wie sie Bergel6sen und Felsen zerschmottern,
Da, wo die Blitze schwlirmen
Und die Donner 15rmen,
Wo Wolken bilden cin Zelt
Und der Rogen in Stromen niederflillt,
Tropfen and Spriihen und Machtguss und
Thau
Und Spitregon und Schauor und rieselndes
Grati.
Da liegon Hagelsteine in Kainmer and
Mauer bereit 2;,

Gespart far don Angsttag in der Elemente
Widerstreit.


4) Das Feuer als vierte
Hinter diesein Gebiete folgt zehrendes
Fe er28,
Das himmelwtrts steigt ungeheuer,
Dessen Kohlen flanmmen auf
Und dessen Gluthen nehmen stiirmischen
Lauf, -
Ein Feuer, desson Flauniuon wiie Schwerter
erschreckend blitzen,
Dessen Funken sind wie die Sterne in er-
habenen Sitzen;
Regengiiase kdnnen es nicht hemmen,
leere vermggen nicht es wegzuschwenimen;
In dessen Branden Felsen zerfliessen,
In dessen Flammenstrom Berge schmelzend
sich ergiessen.
Als ich so erblickte des Feuers Gewalt


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Elementarsphlire.




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1) mni l llmuD GR; MiMI'll -1d UZ. 2) 2 3los. 15, 10; Jos. 40, 24; n:";i: GZ nach Jes. 40, 7;
niwD'DlR.- :) rD'i E; allein uit, nicht vTi, heisst aramisch : Sturmwind. 4) 1 KGn. 19,11; "n"-ri... prn
GOBZ. 5) 1 c1" (pln n 6 ; R2 c tpin R; nur i-:7 uZ. 6) Irl'rlT GUZ. 7) nCtiD
OR. s) Cnlt.vi1 u; cenoz Z. ii) Lcnmss (GURZ. 1,) n5a3: C'C'-n c':11 l'in GORt; C1:'n-1 C';n
0n)5): D'D'Dl Z. 11) C'iIp1si G ; 'ir'p75n Z. 12) 0 n1 O( IRZ. -- n) un- GURZ. 1) ~'iC1
UORZ. 1a) ljob 38, 23. 1i) 'nn ND G. 1) Dni (iLRZ. 18) c'=1m1 GEZ. 19) D 'in : n ':
(GZ; D I' Pa 1) R. Uebrigens ist Dl:' i des iRimes wegon fiir das biblische mrin gesetzt. Vielleicht
ware jedoch Di1on zu lesen. 20) fn'Xr'D C ; T,'V= Z; ni:';C Ru .- 21) )i1::: GOR. 22) 1m: Ni CZ. -
23) n'niucD UIRZ. 24) Dni-n; OZ. 25) inin ix E; in';n I'N: 'N B. 20) _inMl nT UZ. -
27) gl. bab. Chagigah 12 b. s2) un folgt als viertes Element die Feuersphdire, die oberste Sphare der
Welt unter dem Monde.





Hai ben Meliz. Das Feuer. Die gestirnten Himmels.spharen.


Und erschaute seine wahre Ge.talt,
Erschlaffte meine Kraft, meineKniee sanken,
[Entfiel mir der Muth und meine Hiften
wankten,]
Ward dunkel meiner Augen Licht;
Es sank vor Angst mein Angesicht
Und meine Fiisse trugen mich nicht mehr:
Denn entsetzt war meine Seele sehr.
Da trat zu mir heran
Und richtete mich auf der Mann,
Und redete so mich an:
Sei ohneFurcht! Nicht erschlaffe dein Muth!
Gehst du durch Feuer, so wirst du nicht
gebrannt und entziindet dich nicht die
( luth.
Nun going er selbst mir voran
Und sprach: Komme, gottgesegneter Mann!
Schnell fasste mich seine Hand
Und fiihrte mich hiniiber zum Feuerbrand.
Da sah ich die Flammen vor uns angefacht
ITnd die Funken umi uns sprtihen mit
Macht,
Und die (iluthen uns nmllutlen.
Ioch wir blieben heil and ungebrannt
wider Vermuthen.


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I :


5) Die acht gestirnten lIimmelssphliren.
Als wir dann deren Gebiet verlassen nrt 13Sw 1t42 vP
Und uns entzogen hatten den Feuermassen, DnZ, 20.1*.! 3.3
)a sah ich neben dem Land "2 3'2'Vt-n SKt
Noch von K6nigreichen einen Verband, irs riTIb
Mit acht Wohnsitzen 3 mannigfaltig,

1) ;nl nN In"i' E; nir;zi 'n'X,-n R. 2) Diese meino Erganzung soil nur die Liecke oiner
roimrndon Zoile vorlalflg andeuten. :i) iZmr E. 1) Nach 1 Mos. 4, 5. 6. y nCD 'nM 01E:
'V' E i E;1 UZ. 5) Ps. 6, 4. 0) ;'pl (; W2'n nicht bei E.- 7) Ezech. 2, 2; 3, 24. S) GRZ. -
a) Xnch Jes. 7, 4. 10) Jes. 43, 2. 11) Nach 2 Mos. 34, 6; ':t1 i0if D; ll' l (URZ. 12) 1 Mos.
24. 31. -- 1) ,iniD feh1t bei E. 14) lT~* 3"1i ; ; inT2 E ; Z ,'7i 1R. 15) R:: O -Z. 16) CI'p;
als Sihlm/formi wiire nach biblischem Hebraisch besser; allein die Itophalform ist richtig nach Analogie
des liphil gebildet und hunter den manchorlei neuhebr. Ausdriicken dieser nur gereimten, nicht aber
metrischen Dichtung koinesAegs befremdlich. 17) 'ID GOR; 1'`: zum zweiten Male Z. 18) 13
(ORZ. 19) Dieso Zeile fehlt in GORZ. 20) 1:si':1 R. 21) 7minD GZ. 2p) Der angofilirton
Erde nebst den sie umgebendon Elementarsphiaron dos Wassors, der Luft uud des Feuers. 23) Die acht
Gestirosphiiren dos lHimmels. Hier folgt ein reich ausgoslattetes poetisches Bild des limmels, soiner
Sphiiren und seiner Gostirne, enisprechend der kurzen und gedringten, in Einzelheiton theilweise ab-
weichenden Darstellung Ibn Sina's K S. 14: 'i- 1;',iN Mn in'in 3 'im1.





Abraham lbon Esra.


Gross und gewaltig,
Dauerhaft und von grosser Stlrke
Und wia gegossenen Metalles spiegelnde
Werke 17
Ihre GewSlbe treten an einander dicht;
Auch ein Liiftchen durchbricht sie nicht.
Eines um das andere fest gewunden,
Bleiben sie unauflslich stets verbunden s,
Nicht wechselt, nicht indert sich ihrer
Kreise Bahn.
Inre Heere fasst keine Zahl, kein Rechnungs-
plan.
Sie alle sind Meister im Gesang 1
Und preisen vereint20 im Jubelklang.
Sie bestehen immerdar
Und dienen ihrem Schdpfer wahr,
Beachten ihre Gesetze voll Kunde
Und halten fest an ihrem Bunde-l.
Unheil begegnet nicht in diesen Welten,
Plage nahct nicht ihren Zelten.
Ihren Gang befeuert der Liebe Trachten;
Sie dienen dem, nach dem sie schmachten.
Ihre Geister sind beflissen,
Ihre Seelen feurig hingerissen 2.
Denn auf sie fillt des Lichtes Schein
Aus einem Orte, [lichterfiillt und] rein.


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1) C'SI: R. 2) W ~2 GO; ":N1: Z; fChit in R. 3) Nach .lob .;7, 1S. 4) Nach Ijob 41, 8;
Ci'; tC':3 inN d n T7R G; C '3 : ti iniN OZ; ];,'; '2.' -nis: -N R. ') Jjob 41, 8; ':'n N? rnn
cn;ir: i- : E; ij'':" :' R nmm t. c,) job 41, 9; 17-NC ir ; dis Wort felilt in (Z. 7) 17-'r- GOZ
wie Ijob 41, 9, aber go'en don Reim; ausserdem iT:S'~' iRZ st. ";7i'. S) So vnrmnuthe ich fir
cEnn:3 bei EOR und c bie.:tC boi iZ. 9) P'ni Z; '-rmn l. 1o) T:cn N5- --':r Nr OZ. Der
Sing. fern. des Verbs beim Plural des Sutstantivs folgt der Araligio dcs Arabisclien beim Ipur. fractus.
Die Formen als Aktive hier zu flssen, iestattet die Schreibbng von ~1n nicht. An viflen anderen
Stellen (z. B. Z. 311. 312. 640. 642. 661) schoint die arabi-cho Iiandschrift des Diwan bei E der Analogie
des Arabischen willkirlich gefolgt zu sein, urshalb ich die Scl:Ieil.ung der anderen Ausgab n leibehielt. -
11) Tin' ] i'in G; -' -2i Z. 12) C'eiY ? R. r1) Nich I'. 91, 10. 14) U'YS 0; urs' Z. -
16) m il 0 EO] Z. ic) 7 ':':e IZ. 17) ])er biblische Ausdruck (Ijib 37, 18) wird auf den von
Aristoteles vcngenon Ilmenen Aether, als fiilftes under llimmelseseloient angewendet.-1s) Die limmels-
sphliren sind dicht und hdine Zwisch(niaum auf einander gelavert (Zellor, Phl. d. Oir. II:, 2 S. 456
A. 2). Iv) Anspielulig auf die von Pythlag lra heiiiilhrend Annahmo einer Slph irenhar-
inonie. 20) Sie preisen 6ott. wie Z. 411 diutlicher aussriiicht. 21) Inwiefein si ire ihre hnen
unverindert beibebalten. 22) Die treibende Kraft iii den Sih:ueii ist die Liebe. Der Gediako stammt
ans Aristotelos (Zel r, P'il. itr ,ritercl IIn, 2 S. 349 A. 2), hat .bur die bii lbn i'ebirol
(Ltebci(qurll V 46. 48. 51 u. siist) (rschbineiide Fassuni i erst bei Plotin und Sptiteren erhalten
(0 utt mann, Die Philosophic des Sil. Ibn ;thirtol S. 239 A. 8) z. B. bei den autoren Brit dern
in Dieterici 's Welisetle S. 84 und in doe s0g. Thcologie des Aristotele6, doutsch von Dieterici
S. 4 u. 191 f. Von nachmaligun lReligionsphilosol.hen wire z. B. Maimonidos Mlor. II. 4 b7er
zu Ilenelon.





Hai ben Mekiz. Die Mondsphiire.


Da ist der Garten Quell, der Burn, dessen 1
Wasser sprudelnd sich erheben, voll von
Leben 5.

a. Die Mondsplifre.
Im ersten Kinigreicheli sind Mianner Bl'l.
gar rein
Und Heilige und edle Herren fein, klar
und later insgemein,
Deren Kirper schwachlich sind und klein,
Deron Antlitz hell ist in weissem Schein.
[Ihr Schwung gleicht dem des Adlers: ver- [i
jingt wird ihre Kraft:]
Sie eilen unermtidlich, sie wandeln un- 5:
erschlafft.
Ihr Fiirst17 hat seinen Rang als Ndchster
nach dem Kinig 8,
Von dessen Hoheitsglanz er mitgeniesst
nicht wenig,
Vor desson Zorn er aber auch erbebt,
A us F rcht vor dem er stets inAengsten lebt 1o.
Naht er dem Kinige 2, so wird er klein;
Verktirzt wird seines Lichtes Schein;
Seines Leibes Grosse tritt zurfick'21,
Entzioht sich schliesslich ganz dem Blick22.
Riickt weg er dann23, so gldnzt er weit,
Und leuchtet hell wie Morgenzeit24;
Dann wird die Form ganz voll und round,
Wird sichtbar Aller Blicken, giebt sich
ihnen kund.


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1) HL 4, 15. 2) c 'nT: 'nlia C'C.:N GOZ; c'1n..t c~'np c' i r- c':N R. -) =nim 3
nicht in GORZ. 4) cr':E1 nicht in GORZ. 5) N, ch Jos. 40, 31; 11', l 17' tm Ncl 1i1'T E. -
0) C=1'pl GORZ. 7) OR s) ni: E. 9) nrnnin nn R (Ilrucifeliler). 1") :-'1 E. -
11) 1iln GR; 0n o; 57n Z. 12) Nitn nisml GR; 'N'S I1NC1 0; NSen nis' nii lC Z. 13) p'n'
GOZ. 14) ]j'l (OiRZ. 15) Von iden Sphiiren striimen Lebe n und Kraft hornieder zur sublunarischen Welt. -
1i) In der Mondsph'ire. Anders als im hier Folgenden schildert R. C h a n i na bab. S, hibbit 156O die Leute des
Mondos. Er sagt: n' in' N15 nlTi ni'=1 T $'i1 'W-33 r 5 p no TSD nci 5' :1 P'10 o i .D ), -in'' na5i1 o INin
nis 2::3 SN ] 2 'mi;' ,,\er untor demn Walten ldes MIndes steht, wird ein Mann, der Kranhileiten
dulde minus [wio der Mond zur Zeit der Mondfinsterniss], biut und iiederrtisst, niederreisst und baut
[wie ja der Mend auch allmninitlich w:ichst, um ghzlichl wieder zu verschwindon], von fre.ndorp Gute
ist und trinkt [wie der Mond sein Licht nur von der Sol:ie erborgt, nicht aler eignes Licht hat], dessen
(ieheimpisse verborgon bl'xben wie die Xacht, die ja domi Mondo zdiueviBisn worden ist: 1 Mos. 1, 16],
der, wenn er stiehit, liick hlit [denn lie Mondelszeit, die Nocht, begiinstigt die Diebe. Ijb 24, 14].
lbn S in a K S. 14 lint iiber die Mondsplinire nur die Worte: lm'iM"nn 'nvi muti; 'top 1o 1'rn ni'2
-;:"2 c ni:a .o 17) Der Mond is) Nach der Son,.o. 10) Wie die niichstiol-enden Zeilen be-
stunimter erkliron. 20) Wenn der Mond der Sonne ch nic ileit, was hlich delo Vollnonde vor dom
letzten Viuit -1 und nuch inehr nach decn letzton Vieitel bis zur Zuit des Nouinondes geschieht. 21) Um
die Zeit des letzten Viertels. 22) Zur aZit d. s Neuluonds. 21) Aus der Stolle seiner Conjunction mil
der Sonno nach dr Zcit d s Neummndos ver dem Eintritto dies orston Vieit Is unid lnoc miehr vor du.u
des Vollmonlds. 24) Zur Zeit des Vollmonds.





Abraham Ibn Esra.


b) Die Sphlare de
Im zweiten Kinigreichels sind
Manner mit freigebiger Hand,
Klug und within mit Namen gekannt ";
Werkmeister, kundig der Arbeit ihrer Hand,
Und Kdnstler, in ihrem Schaffen gewandt 20
Die des Schreibers (iriffel haudhaben21
Und gebrauchen kliigster Berechnung
Gaben 22:
Die die Specereien zur Mischung reiben
Und den Siegelstich betreiben.
Da sind zu Hause der Vilker Leiter,
Die Wahrsager und die Zeichendeuter,
Herren und Obere und Triger der Macht,
Edle und Fiirsten and Herrscher in Pracht,
Des Ratbes Walter und der Rede Gestalter;
Die Maahnung ktinden und das gute und
treffende Wort dazu finden23.

Jeder fiihrt in seinem Werke den Meister-
und Fiihrerstab
Wie einst Bezalel und Oholiab24.
Das Herrscheramt iiber sie ist ertheilt
Dem, der, ohne zu straucheln, wie eine
Gazelle dahin cilt,
Des Kinigs Kanzler und Diener behend'-5,


s Merkur.












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1) n~;iar ;i-ta 2 R. 2) crIYDi E; c,1f Z. .3 5 Mos. 1, 13. 4) =cTn:2' C:D GORZ. -
b) Dl'Vin B. 6) C '2n G. 7) 2 Mos. 35, 35. S) 'nlnTi GORZ. O) So vermuthe ich flir
r'D nrTi =-- GORZ. wozu 5 Mos. 33, 17 verleitote und C-'" -n: E. 1I) So vermuthe ich fiir ii'
in GORZ, woffir in E nichts steht. 11) C':;lrn C:r :i7 C: -,i C ': Crw n O'~t~ GR; ebenso, aber
ohne D1:nl 0 ; C0'rz'1 ;rM1 0o': r'n'i 't.Z Z. 12) C'ri.nl R. 1) C'n :: ohne vorhergehendes
C'lDi in GORZ. 14) -n:-x5n- iN 13 UZ; in:ni:: '- ]:1 ; -,nst- nN 1:1 G. 17') r's: 0. -
16) O;in l E. 17) ~1D GR. 18) In der SphUre des Merknr. r.) Vgl. R. Chanina a. a. 0:
an minm meNr -r- D':rM rnr: 12 *' :; :: 12"in 'N i ,,'Vor unter der IHerrscbaft des Merkur staht,
wird ein erleuchteter und weiser Mann; denn Merkur ist Kanzler der Sonne.' Belkanntlich ist dor
Name D33 fiir Merkur nur oine Abkiirzung von -inr ::13 Sonenostern (Ibn Esra zu 2 Mos.
20, 14 g. E. im gangb. Commentar), weil Merkur der Sonne zuinachst erschoint. '2-) V-l. Dieterici,
Atlhropolotlic dtr Araubir S. 86. 21) Wie in der Talmudstelle in Anm. 1; ebensu David Gans in
C' I cT m lD 1, S S. 12a ed. Jessnitz 1637. 22) Hermos (-- Merkur) ist sclhon ei don Griechen
Elfinder der Buchstaben und Zahlen, also die in seinem Zeicheu Geb0orenen vorziigliche Schroiber und Rech-
ner. Vielleicht aber doutet nlZ'naD lflin auf die iGabe der Erfindung, die Ilermes (und hier seinen
Schiitzlingen) boi don (riechen eigen it ; fir diesel Silrn scheinen die Stollen 2 Mlos. 31, 4 ; 35, 35 und
die Kil-Form des Verbs zu sprechen, da f;ir die Bodultungo .,lhiceloIn" sonst das Piel iillich ist. -
2:1) Hermes ist schtn bei don Griechen der oiott der gerwndter n Redo und hei-st deshalb ),6p.og
(jcltrundus). 24) 2 Mos. 31, 2; 36, 1 warden diese Manner als dio leiten len Kiinstier bei der Erbanung
and Einrichtung der Stiftshiitte sowie bei der Anfertigung der Priestergewiilder genannt. Man vgl.
iibrigens zu der vorstehend gegebeeno Zeichnung die Aousserui g Ibin Sina's iiber die Merklrsphihe K
S. 14: D'ilb'i-tre i D011D 2rr' wm r: I fUl- M)Y1M t:p 7a r-r n rn TC;CO ni- Nn't
SD' i'nw'm D'oCrnDIP D'rii C mplin nioym n''rn i n lnN1 nlucDl'im 2 i Hermes ist bei den
Grierhen Eilbote.





Hai ben Mekiz. Die Sphdre des Merkur, der Venes.


Der dessen Ein- und Auszug kennt16,
Anfbricht, wenn jener sich anschickt zum
Lauf,
Und bei dessen Lager scin Lager schlFigt auf,
Sich nie ans seinem Gesichte zieht zurtick
Und niemals weicht aus seinem Blick.


ln 1 ISO 'i -leo
vt33 xe-'

"inYiM :n7'l


P3'1u iai? 'To^SF'-n~


e) Die SphUre der Venus.
Im drittenK6 nigreichei sindlebens- = '7 rt_" 4 465
lustige Frauen,


Die die Saiten rithren und singen, zu
schauen:
Die Zithern und Fl1ten spielend erfassen
Und allerlei Tonzeug erklingen lassen,
Auch Pauken mit Tinzen wild,
Und Becken mit Psaltern mild s.
Sie kriimmen und drehen sich tanzend im
Kreise,
Und htipfen and singen in bezaubernder
Weise 1.
Sie sind um eine K6nigins2 geschaart,
Die wonnig ist und zart;
Ihr Antlitz ist wie der Morgensonne Glanz
Und wie der Mond, wenn er voll scheint
und ganz.
Gleich Schwertern verwundet ihrer Augen
Paar:
Ihre Zlhne sind wie eine gleichgeformte
Lammerschaar,
Die insgesammt sind festgefiigt zu seen
Und liickenlos in vollen Reihen stehen.
Dem rothen Bande gleich erglinzt ihr
Lippenpaar
Und wie der Rabe schwarz zeigt sich ihr
langes Haar.


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30Trnsip ZaIi p:II


1) DlTi) GORZ. 2) M3n G. 3) ln.ifl GORZ. 4) n"uun R. 5) MDia in! GOZ. 6) So
E nach HL 2, 12 u. IE das., ;- ,; '1r GORZ geli]ufiger, aber nicht biblisch. 7) nlinml D m,2521
GO; nlMO l DIS)S5a R; n-1rco Dn's2tl Z. 8) Nach 2 Sam. 6, 16. 9) nnljP M 1 CYI l GOZ;
nIpDCIo m7-p0 R. 10) So R; D;i5b EGOZ. 11) n''l OZ. 12) n af2 G nach HL 7, 5, aber
gegen den Reim. 13) Aus HL 4, 2 zum Reim umgestaltet; T.l01 Z; iTanroi GR. 14) IlL 4, 3. --
15) BL 5, 2. 11. Hieraus verderbt n;'Onn p in 0 mud zweimal dasselbe ,i'fS'ip verschieden verderbt in
InHnRi ,rinwp bei 0,in n bei Z und inNfSn n'inpri bei R, 16) Merkur erscheint
am Himmel stets der Sonne zunlehst und ist nur bei Sonnenauf- und Untergang sichtbar, wie Z. 461 bis
464 ansgefiihrt wird. Vgl. S. 188 A. 19. 1I) In der Sphlre der Venus. IS) Zur Erhihung ihresEeizes
und ihrer vertiihrerischen Gewalt (Ztschr. d. deutsch. Morg. Ges. 1888 S. 49). 19) Die Schiitzlinge der
Venus warden ihr selbst gleich gedacht. 2o) Venus = Aphrodite.






Abraham Ibn Esra.


Wie en Granatapfel ist ihre SchlLfe ge-
schnitten,
Hinter ihren Haarflechten 6rstrahlend in-
mitten.
Ein mondnrnder Becher wslbt sich ihr
Nabel voll Wonne:
Sie selbst hat ganz die Gestalt der Sonne.
Ihr Licht erstrahlt, von Glanz geschmiickt :
Wer sie sieht, ist erstaunt und beriiclit .



d) Die Sphitre der Sonne.

Im vierten Ki nigreichele sind ge- 1.
waltige Recken,
Die ihr Licht auf Alles erstrecken17.
In ihrer Mitte wandelt der Kanig s in
Pracht:
Doch berth er sich mit seinem Vertreter19
wohlbedacht,
Dem er anlegt seiner Hoheit Hfille,
Den er kleidet in seines Lichtes Fille.
Er selbst s tritt wie der Brutiugam a as
seiner Kammer Hut,
Rennt wie ein Held auf seiner Bahn wohl- in
gemuth,
Und nights entgeht seinem Strable,
Nichts birgt sich vor seiner Gluth.
Niomand kann ins Gesicht ihm seen 9
Oder seine Gewalt verstehen.
Er weidet seine Hcerde wie ein Hirt,
Der nie von seinem Wege abirrt.


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1) HL 4, 3.- 2) HIL 7, 3; nmw E nach Ezech. 16, 4 und Spr. 3, 8. 3) b;) OZ. 4) IN -INY;71
E. 5) cuw R. 6) ~ninl1 G; MriMln OR; inI Z. 7) -Ji i;n:rnl R; l1-~ in:t"U1 GOZ. -
8) n1r i n-iw l E. 9) Ps. 19, 6; rmflN 'jni R; nlI yn~ OZ; m;XN yir G. 10) Ps. 19, 7. -
11) i;ilS1 GRO; l rnmil Z. 12) lm7I EO. -- 1) Jes. 40. 11. 14) it7r1 GORZ. 15) R. Chanina in
bab. Schabbut 156 a: )14 o -,fl nN MT NCu SC 'wir ':;l 71n 723 im n- i:" : :3::121 on W ,,Wer
hunter Venus geboren ist, wird ein richer und doen Liebtsgenusse ergebener Mann sein, weil eine
Feuerflamme in ihm angeboren ist." Rascli list ?11l3 fl in I DicZ und erklnirt: weil eine Feuer-
ammeamme n Venusgestirn hingt. Ibn Sina K S. 14 sagt eon der Venussphiire: n: C n'N 'mi
D'5n-rnum :'pi22 1n71;7:1;4mm i~n cn:.sonr o'"pi cm, ii- c'-m:-o mpn- 7 -rrrZ: -i=:s:
i~iSI) 1772' 17 M= i;'w', :110'm 521717o -I :: |7Z': nn'm iTmnm, c-muu:: m'rz. C;-r
C -liMD oinD'OID 1 16) In der Sphiire der Sonne. 17) R. Chanina a. a0: I' -"L :17n ]ND ']
iMTs Ni 3mm MN 1. 'm1 n-n' inzi )n i'57ro 5'- M' ]W' ':I ,,VoVer hunter der Herrschaft der Sonne
geboren ist, wird ein hellfarbiger Mensch, wird vom Seinigen essen und trinken [wie die Sonne im
eigenen Lichte leuchtet], seine Geheimnisse warden kund und er hat als Dieb kein Gliiek [der hell Tag
bringt Alles ans Licht und verrBth den schleichenden Dieb]. Vgl. das Umgekehrte S. 187 A. 16 beiin
Monde. 18) Die Sonne. 19) Dem Monde. no) Der Sonnenklirper nach Ps. 19, 6. 7.


12 11x "^-1 isoo0
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Hai ben Mekiz. Die Sphiire der ,Sonne, des Mars.


Er fiihrt sie mit weisem und kundigem 2
1litk
Und leitet si an friedlichen Struiion zumi
G liik 16.



e) Die Sphlire des Mars.
lin fIinften Kinigreichu17 sind die V:,
etiite roth .ii

Sio vergicsisn Blut tind schigen tdt 18.
Es sind Zwictiacht liclende und Frevel
iihbende
Raniubollfihror und Aufriilrer,
Deren Handwerk ist der Kricg,
Dercn Geschiift der Schlachteinsieg '9:
Die Bostcchlung nehmen als. (Jebfihr
Und murden MIcnschen dafiir.
Sic erschlagon Leute
Und verzeliren die Bente.
Sic lielon Unheil und listige That
nTd hassen Erkentniss und wohlledachten
Rath.
thr Herrseher2o ist cin Krieger
Und grimmer Sieger.
Er scharft seine Klingen voll M3uth
TTnd knirscht mit don Ziihnen in Kampfes-
wuth.
Seine Speere sind aufgesutz', seine Laanzen nr11l
zur Hand,
Seine Pfeile sind gewetzt und wsine Bogemn II
gospannt.
Er ist's, dessrn Rosseshufe hart wie der
Ki.Csol sind


nh '"itjynin n tssg50.




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:'"1i'70 ITPt0 W:I;W 1"
Tf 000 ~)fF

m;i I=':y I'mi ntn


1) in:=2n1l hier nicht in GOHZ, 2) abn E; C2 Z Z. 3) Nach 's. 23, 2; DCr mnrml
GURZ. 4) D IRN C'W:N fohit in G. 5) 'oir E. I;) COT1' H. 7) mnni m GOZ. s) mf1W0
OZ. 9) ]) 0 gegon Ps. 36, 4. 1o) Na;l. 1, 2. 11) p'lni i)'3:n OZ ; pf'IIO tir3n (;. 12) Ps. 37,
12. 13) "Iom E. 1) its. 5, 28; Mninr vnsn:n o'i:': Trnim 1:71 C l rTn G; 1Tn Dln 'n I
mn- mni-rnpi mnnm Tr:'nn-:n Le';X;I R: nn 'tntpm i 1 n l nr rmnfinln 11S:n C': 11) TnD 0;
nm:n i in ;rzpi nl:n cnin i :i i's C':-T: ?~'no- Z. 1) Jos. 5, 28; 12n2 1'C2 (jR. 16) b n
Si n a K S. 13 saggt: C.'n-ri:I C, pi; n,:..; c:.in niucEnn n::: zN 5 I: :: nin t .t cnx ) m.ni
YiN I5'1:n 1 iN: cl"n:m n:lnn rr:c: pin" t onmen tennTE. 17) In tder Sphiire des Mars. -
1i) R. Ch i ani na dils.: ')N xn: '"I N2:;: : N:CZ iN 'is 31 T Nx NmT T-rpx a. 'n" 017:am3l IN WN
C ':l et ai ":x- 10 ''N 1CN W-li o- mN N aN> 3 niN N l- ,,WVer unler Mars goboron ist, wird oin
Blut vergiessender Meinsch. Dazu bemerin t R. A s c hi: Entwedor u ird er Wundarzt oderi Dieb odler Schlehter
oder ]eschneider. Rabba sagte: Ich bin hunter Marq geboren (und bin doch nights der Art geworden).
Darauf sprach A b aj e zu ilim: Du, Herr, strafst ja auch und liissest hinrichten (als staatlich autorisirter
Richter)". 1) Die Schiitzlinge des Mars gleichen ihm selbst (s. Z. 517 if). Vgl. iiber Ares Hom.
Iliad. V, 891. su) Mars selbst.





Abraham Ibn Esra.


Und dessen Wagenrider fahlren wic tier
Wirbelwind;
)Dr Unsclhuldige t6dtet olinc Erbarmen,
Und ihrer Habe beraubt die Armen.
Unheil ist das Wirken seinor Kraft,
Leiden schaffen ist seine Leidenschafl.
Scham halt ihn vom Trugworrt nicht ziuriick,
Noch schiimt or sich zn iiben jedes Buben-
stiick 10



f) Die Sphlire des Jupiter.

Im sechsten Kifnigreiche" iot der 1P t C
(;erechten Staat,
Die Redlichkeit fosthalten in Wort und
That.
Later sind ihro Pfadlo,
Ihre Handlnngen gerade.
1hre IHande halten sic von Bestechungs- 0p
gaben frei,
Vorschliessen ihr Auge, dass es nicht Zeuge '1"
des Schlechten sei.
Sie iilen Gerechtigkeit,
Verschmihen gewinnbringende Schlehltig-
keit 1
Da sind, die in Zelten zur Geistesarbeit
sich verhegen,
Die Lehrer und die den Zwist schlichtend
beilegen,
Richter und Profossen,
Gesetzesvertreter und Genossen,
Seher und Vorstcher,
Der Priesterstand und die Zierden im G-
lelirtenverband 14
Ueber sie herrscht ein First vcrehrt,


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1) :13ri' (iURZ ; i2' E. 2) -;i1n2 -2?e ;":' s" -; Psr s:'2' D-b" n :;) :, u GURZ -
4) "lonli OZ. N Xach .es. 33, 13. ') CT7';8 _iZ; '7N- "- i' 1r -R 7) C i-2 GIRZ -
8) 5 Mos. 16, 18. 9- ) Oe: GZ. -o0) Vgl. I h n Sina I S. 5 I : IR 'nI'z r:-,-:x :-a rY2 -a'F'
7=1t -2nca a':1'u as'; in:' 'm r' 3s:' ;"Z2s: rs-:-" "')" "-.' r.72c -''.- : "raa; =rt"n
'*' :'": i,:-rN' pr: a"' C-'. 11) I11 der Sph ore de- Juloiler. 121 R. t hanin a iln ot.
Shalrb. 156a: a 1.0a 2 1~ p-S' 7:' -': :2 s '1: p-7 I:'7' p1i7;nl (N" -' ,NVer uneter Jupiter o0-
boren ist, wird ein gerecht lhanlolnder lensrh. iR. N achmnan b. Isaa ik leaerkte. Ailh d-nL religises,
(ieboten wird or gretenht'. Man beachte, diass dier hehr. Namo des I'laneton Jupiter pzT; ,,Uerecltigkeit"
lautet. t:) Bei den Orioihen gait Zeus als Orakelgott in Dodmna. 14) V'il. lbn Sina K S. 15
.ae-1- ::cmmn 0 camsa't asst sa- 'a icn o -tsarsm srirn a ''w:x. -u i's mi'Ion' a"'-I





Hali ben Meiek. Hie Sphi/re des Jupiter, des ,Rat'un.


Der gerecht ist und Wohlwollen [lehrt];
Der in seiner Nation mit Trene den Streit
schlichtet
Und mit Gerechtigkeit seinen Nitchten
richtet.
Bei ihm findet man nicht Gewaltthat, noch
auch b1sen Streich:
Denn ein Zepter der Gerechtigkeit regiert
sein Reich 1.


.7'r] ''nzw lrt n







;;if t) w a ts?^-^ 550


g) Die Sphlire des Saturn.
Im siebenten K nigreiche 14 sintd Main- ) l .
nor des Denkens und der Teberlegung, ;h). ,i2?

Des Verstandes nnd der klugen Erwiigung,
In ihrem Thun schwicrig und bang, O'pWt r' _
Und zigernd in ihrem Gang'5. Q1i. ll
Sic sanmmeln und bewachen den schniden 'tWI OII In' l 555
Gewinn,
Riichen und hassen unversbhnlich der pal wi t '.p t m' l
Menterer Sinn.
Sie fiirchten keine Noth '6i 5.n' 1
Und bangen nicht, wo Siinde droht,. I l'
Nicht eilen sie sehr zu Hader und Stroit: 8'i 1 l -t Z
Doch anch zn begiitigen sind sie nicht 5n+0- D'Stlb 9g'a- s5o
schnell bereit.
Bei ihnen wird dor (ierechte gedemiithigt 3 ,' p44.
und bedriickt:
Der Frevler aber spreizt sich und wird 1I7MnI' 111= l't
-,. I 17,
Gleichviel ob er in Ansehen oder Haupt- "1 .'i ~'l p^S N.
an1111 sei,
Ob Riinkestifter oder Meister der Zauberei. '' Dm12 l lni fli%


1) TrC m EGOR geg. den Reim. 2) KN;ch 3 Mos. 19, 15. 3) Ps. 45, 7; i :n 11l3 Dnt' '2
GRZ. 4) T-tmr ; ";cni OEZ. 5r 1Mnf' OZ. 6) Jes. 44, 8; IN' GR; 1', OZ. 7) NS R. -
8) 1nlI1 R; 0-B1 GZ gegen den Rein. -9) IT1' E. 10) ni in313 GZ; MiN:31 M;: R. 11) Dieselle
Zeile noch einmal in verderbter Gestalt: iDD i i"r D1t N 113:' D'MCTi L'T1 r3 NMl'3 R; D 'nrln 11V
Cr:; 1-01 E. 12) Jes. 3, 3; OWrni j231 Diolin n0n E. 13) Schon bei den Griechen waltet Zeus
(=Jupiter) fiber Handhabung der Gesetze. Gesetz und Recht sowie alle Ordnung im Menschenlebon
kommen von Zeus. Zeus ist der Gott der Eide (iv.pxto), Gott der Volksversammlnigen (&'-oprao:) und des
Rathes im Staate (3oo)rao:). Fiir die arabische Anschanuung, welche fiir IE massgebend war, vgl. die
Lehre der lauteren Briider bei Dieterici, Anthrpologie S. 80.- 14) In der Satumsphure. 1) "Vie
der des Planeten Saturn. 10) Ganz anders R. Chanina a. a. 0: 'n r ?3In 11 ';i inimLI -I5w3 'Nw
'-15 = 'ni j' pnot' 1 : CN n'51 ,1W]i ,,Wer hunter Saturn geboren ist, wird ein Mann sein, dessen Rath-
schlige vereitelt werden. Manche sagen: er wird ein lensch, gegen den die Ratnschlige Anderer un-
wirksam sind." bn Sina's Anfangsworte iiber die Saturnsphare lauten nach K S. 15 A. 39: ;M11
mnn' mio ra'ncm2 npior 01iN;30 p:i' ;nin ;N. -- 17) Die trgige Ruhe, zigernde Umlaufszeit
und schwache Leuchtkraft des Planeten Saturn spiegelt sich in dem sdldaffen Regiment und in del
sittlichen Gleichgiiltigheit seines Herrschbereiches wiedei.






Abraham Ibn Esra.


Dort ist, wer gut zu Gott und Menschen
sich stellt
Und wer Beschwarungsformeln bereit halt.
Dort ist Koch und Baceker fir die Gesunden,
Arzt und Verbandmeister fiir die Wunden,
Des Gerbers nnd des Kramers Hand,
Des Fiirbers and des Weehslers Stand,
Ob zuverhissig, ob gemeiner Art,
Ob hoehgesinnt, ob Einer filzig spart.
Thr Herr und Hiiter
Und stronger Gebieter s
Ist ein tapforer Mann und weise durch i
Erkenntniss,
Ja oinzig an Verstindniss;
An dem sich zeigt ein Glorienschein i,
Der Glanz und Hoheit wiederspiegelt rein:
Dem sehr nach seines Wissens Ruhm ge-
liistet,
Und der sich mit seinem Geiste scehmiickt 12
nnd brilstetto.


h) Die Sphlre der Fixsterne.

Im achten Kbnigreichoe' sind Vilker Q ?D
und Nationen zumal, .

Gross und gewaltig an Zahl.
Sie zahit und berechnet, gross und klein,
Ihr Schipfer und Bildner nur ganz allein 2.
In dieses gewaltigen Heeres Strecken
Sind zwSlf Burgen zu entdecken -,
In denen die Planeten wohnen,
Oder als Gaste in deren Gemlichern throne 24.


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1) Fehit bei E; Dn'12 N C 11 1i 'i3 Cr 2:10 R. 2) Jes 3, 3; bei E bereits in Z. 564. n) 'm
GORZ. 4) 1Trin GO11RZ. 5) i:Uip 1o 1: G; p"U71 CD '12 R; '130il1 '-112 0; :7UipI 'Icn z. -
i) 1)3E Z. -7) So lese ich nach 0 und nach Analogie des Eigennamens w~'; l bb. IBerach. 53 b in derBe-
deutung ,,veriichtlich", woraus denn )1 in G nnd ''; in L nls Drunckfehler sowio 'Ni';, bei E welchess iiber-
dies gegen den Reim verstisst) entsanden sind. 8) :3 OZ 9) Cnim nicht bei E. lo) "::'n:2 E mit der
Glosse in12n32. 11) i 7 feehlt bei E. 1') -7'r31 fehlt hei E. -13) ':'oD 7 R. 14) CNT2::' 3n E. -
15) 51 G(.ERZ. 16) C',; D OZ. 1I) c-': GORZ, is) Saturn selbst. -i') Die leuchtenden Ringe
um den Saturn. 20) Bei den Griochen ist Kronos (- Saturn) der Verschlagene (&p'.z.o.l-ryrj):
vgl. Z. 552. 564. 575 f. 21) In der SphAre der Fixsterne. 22) Xach Jes. 40, 26. 2:) Die zwilr
Sternbilder des Thierkreises werden auch als ,,Burgen" oder ,,Huser" der durch sie gehenden Planeten
aufgefusst. 24) Diese 12 Burgen oder Hiiuser sind unter die 7 Planeten so vertheilt, dass jedem Planeten
ein, resp. zwei bestimmte Sternbilder als eigne ,,Wohnung" zugewiesen sind, widhrend derselbe bei
seinem Durchgange durch die alderen Sternbilder im fremden Hauso als Gast weilt, XNiheres hieriber
findet man z. B. bei Dieterici, Propddeutik dtr Araber, Berlin 1865, S. 63 ff.






Hai ben ,leki-. Sphire der Firsterne Ster lose r'mgebungssphdire. 195


Nach Einer Seito17 ist der Fixsterne Gang,
Nach Einer Richtung ihres Zuges Irang.
Die linteren holen die Vorderon nicht ein,
Die Einen ziehen nnd die Andern fest
lagernd hinterdroin ls.
Ihr Antlitz blinkt so rein,
Wie deo (olderzes Widerschoin.
Sio sclieinen zu schwanken im Feuertanz
Und flamnmen in blanker Schworter (lanz.


m'nim m in-n w -n=n ir'"' vh


D '?1tp '" -

:iftisna l
a D^^ns 595
D1Diit


6) Die neunte sterulose Umgebuugssphiire.
Und auf dieseKodnigreiche folgt ein i(ebiet, linS~ ''1 r t r1. n %t 'i.ni
Das iiber Oede und Leere hin sich unzer- n[f ] ID )It ii'
sturbar zieht ".
AVeit und breit ist sein Land ,azl 1 "
Wie der Wiiste nnd der Steppe Sand. G't'IS l3'^3 coo
Einwohner und Burger sind ni(iht in seinen 0n~ 11 W .t sI "
Gassen
Noch auch Fremdlinge und Beisassen. D' 31 P= 'W 1
Es ist ein Gebiet, dessen IUmfang man nicht ,o "fr l 9 t "b"
ermisst
Und dessen Hbhenmass nicht bekannt isto'o; 0i;p 1W
Dossen Raum fir allow anderen21 gentigt: 6'2DZ, ? "1f 'bn il cos 05
Sie sind in ihm wohlgeordnet und festgefiigt. 13 Mvn,.. ,' .
Mit der Fiille seiner Kraft bezwingt er D .U' in_ '
deren Lauf
Und seine Bewegung driingt er michtig 1P4. t~i 7
ihinen auf22.
Hierdurch entstehen Fristen in der Zeiten 'm I 01 it: 151 -
Weile,
Und bilden Minuten, Stunden, Tage und .31 t f "t TlnilW M I 610 o
Jahre sich als Theile2o .
1) ;MD Z. 2) Passiv von pip Kohel. 10, 10; C'tlptI E unmOglich; M5ipD GOR unpassend;
C' ~ Z gegen den Reim, offenbar erliutornde Aenderung. 3) c 'Lnrin R. 4) MIUT)Or nN! UZ. -
5) 15t G ; ; 0; n%- i R; 'Nn Z. 6) So vermuthe ich des Reimes wegen. 7) s171i GRZ. -
b) ]1N1 G. 9) 1p 5b nicht in G. 10) ?nt O0; inMr Z. 11) :M 0n. 12) 0':r: R. 13) z'1n: 0;
'n:i (Druckfehlor) Z. 14) n N GORZ. 15) Opin: -iolI GORZ. 10) nmw1 Cpiti n O':n E. -
17) Nach Usten. 1IS Uebor die achle Sphire oder die Sihiire der Fixsterne heisst es bei IIn Sina
K S. 15 : m-TI W n'nnm"r p:cxi nftD il [ ][1:1t lli'n nu a oPnipni mrc i nm nm -t:itz mlir
rimnrI niolD nf' iZ% fll' n l mt ctl ni : cpt .p n: ~xn r x, mono va" n rn c ptn :" nrpi'n". -
19) Die neunte sternlose Umgebungssphiire (ltpC-; :b ;). so) Ibn Sina K S. 17: N' n:cn n D N i'lx
)o c":rinr n':oll'l nix rin *it'n: a: p:ia ixii nmrn ,li c=a m'int: p~ art -TInopi ;acx
r nT.a ilsm 'usa Dal nil' a b0 n 1 i;3 E 0 1:n' N1'n':xtr. 21) Die ibrigen friiher genaneten
8 himmlischen und 4 ni(derweltJichen Sl hbiren warden von der neunton umschlossen. 22) Die n u n to himm-
lische Sphilire treibt alle 8 himmlisclhen SphAren durch die eowalt ihres eignen Umsehwunges von Osten nach
Weston, wiewohl delen eigne Bewegung von Westen nach Osten geht; diese bewirkt ebon nur eine Ver-
langsamung der Bewegung von Osten nach Westen nach Maassgabo ihrer eignenStirko. 2:) Die Bewegung
der Sphiren und der darin betfstigt gedcahten himmelskgrper bewirkt den Wechsel von 'Tag und Nacht,
sowie den Wechsel der Mondphnsen und der Jahreszeiten. Die Stelle will aut 1 Mos. 1, 14 anspielen.





Abraham Ibn Esra.


7) Die Welt der Engel und der Menschenseelen.


Als wir dann gelangten an dieses Gebietes
Rand
Und wir nahe waren, zu iiberschroiton
dieses Land,

Da sah ich staunenerregendc Gestalten,
Wundlergebilde und erhabenoErseheinungen
sich entfalton:
Der Engelchre miachtige Ileere,
Cherube 24 sich drangen in govaltigen
Mengen :'*

TTnd Seraphe06 in Fille erscheinen,
Die Gott preisen, bekennen, verkiinden als
don Einen:
Die Doppelhaltigen"7 und Radgestaltigen-",
W\ie sic klingen und singen von dem All-
gewaltigen:
Seelen, die von Gottes Heiligkeit erziilen,
Tnd Geister, die feiern ihren Meister 2 .
Da ward mir bange nnd sprach ich: Wie
weckt der Ort mir ein Bangen und Granen,
Den du mich liissest eben schaenn!
Tnd er sprach z7 mir: Macho von der
Schune Paar
Deine Fiisse baar!
Lise dich mit deiner Seele los
Von deines Leibes Erdenkloss!
Leg' ab der Sinnesbilder Weise!
Lass ruhen deiner Augen Kreise!
Sieh mit deines Innern Augen!
Hier kann dein Geistesblick nur taugen.
Ich sprach zu ihm: Hat mein Herr noch
Etwas, was ich mit meinen Augen nicht
sehe
rnd durch meine Blicke nicht er.plibe?


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1) inpM i EGR; Or; l fehit in R. 2) -imntm 0RZ; -mi:t 0. :) 6NSI GOZ. 4) n (i"s' -
r') nIwE ni'iCT11 (iORZ. ) |C211 felhlt in OZ. 7) irCt1 E. s) Jes. 6, 2. 9) C'TD1 CnftZC
oI'n'm1 GORZ. ir) Do's:T ER. 11) c':i'l E. 12) n0'i-pn 0G ; nTi-po R. 13) N-1 GORZ
gegen 1 Mos. 28, 17. 14) nicht in GORZ. 15) 2 Mos 3. 5; 15-Y i"rn Jr-: i' RZ. 16) 'm
7" rn GORZ. 17) In C0 GR; Cint_ 0; CCn' Z. 18s)-1 r0RZ. 9) So schreibe ich nach biblischer
Orthographie Fiir 1'-I in den Vor!agen. so)l i';': ino G; R~_V.O R; Tnjl:tD Z. 21) }:io Sl 0;
:'eNc Z. 2)) 1 i ':NS nicht ei E; ')l3sN1 nicht bei R. 2) i:mN'N OZ. 24) 1 Mos 3, 24
Ps. 18, 11; Ezech. 10.2-22. 2,-) Vgl. I bn Sina in der oben S. 195 A. 20 angefiihrten Stelle g. E. -
26) Jes. 6, 2. 6. 27) Ps. 68, 18 nach IE zur Stelle. 2s) Ezech. 1, l1 ff; 10, 9 ff. 29) Nach IE' be-
kannter Annahme eines gleichen Ranges fiirEngel und Menschengeist; s. oben zu Z. 7 (S. 168 A. 12).





Ilni ben 3Tekiz. Wlelt der Engqel. Gott.

8) Gott der Unendliche and Ueberweltliehe.


Da, sprach cr zu mir: Noch giebt os
oinen Einzigen 23 ohne Zweiten,
Der Sohn und Bruder nicht hat zur Seiten,
Dessen Wirken koino Grenze konnt nach
alien Wciten:
Den alle ]ilume nicht nmfassen
Und keino Zeit auf sich hat flgen lassuon.
Die Geister sind zu beengt,
Zu kiinden seiner (ridsse Kreis:
Die Zunge ist zu beschriinkt,
Zu redon seines Lobes Preis.
Denn sein ist Hoheit und Glanz
Und Sieg und Ehrenkrans,
Heldenmacht und Konigspracht,
Herrscherthum und Grassonruhln
Und sein Reich, das nie wird untorgelhun,
Da Er dies Alles less entstehen.
Kein Gott ist ausser ihim zu finden,
Kein Hort nebcn ihm zu kiinden.
Unendlich ist seine Erkenntuiss,
Unernesslich scin Vcrstaindniss,
Nicht wird geziihlt, was ihm ist eigen;
Stein Wcsen kann kein Verstand uns zeigon.
Ob seiner Grusse, die Alles erfiillt, ist seine
Erkenntniss dem Menschen verhiillt,
Und wcil so blendend ist sein Glanz, so
schaut der Mensch ihn niemals ganz.
Denn auchl die Sonne vellirgt sich in ihrer
Strahlen Gewalt
Dass man nicht erkennt ihre eigene Ge-
stalt 24,
Und man in ihremi Licht sie selber schauet
nicht 2'.


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1) '5 nicht in GRZ 2) Koh. 4, S; Z. 637 nicht bei E. -) i 1n3;D GR; 5:t UOZ. 4) 1rpn E. -
5) 1Mn E; Mi)lSr GORZ. I;) 1~2. GOZ. 7) 11-;1 1in UZ. s) Nach 1 Chr 29, 11 mit Binnen-
reimi; ic3. D n m ;nz; n1n l 1 ni n ( IRZ algoeindert zu gewi;hnlichemn Zeilenreim aug Verkennung
des Binnenreimes. Wire diese Lesart die uspriingliche gewesen, so lag kein ltrund vor, miNCniM fAir das in
der biblischen Quelle stehende -in-n; 7 zu setzen. 9) Nach Jes. 45, 7 ; ;nN i3 nN ny 1: 1 ; Z. 648. 64t
nicht oei E. lo) Nach Ps. 18, 32. 11) 1p ']S 12 R. 12) InrT G. 13) Jes. 40, 28.- i) N So' G;
X5'* URZ. m1) ini-n: 1: GP'. 1i) inr'i G6; -SnM 0Z. 17) P'71= GORZ. 1i) inriE F; irFr;
R. 19) 02:: GORZ. -- '2) Inc: ,;RZ. 21) v,'2-; 2 GZ. 22) ;in r 0 N)1 GORZ- 2) ott. 24) Zur
Sache s. Kaufmanuns Atlribtteble re S. 445 A. 128. 2-.) Wihrend Ibn Sina, von K S. 22 an, in
unserema Gedichte sonst ohne Beriicksichtigung bleibt, erinnert diesel Stelle (Z. 658-660) noch an dic
W\\orte desselben bei K S. 27. -lM1 1 irti.i 'na1 I 1= 1 Ml,2-0 1"fl -17ON UX CV' M iat
nOD.. Das Gleichniss der Sonne hat zuerst Plato (Rep. VII Anfg) in unvergleichlich sciiner Weise
aufgestellt und ausgefiihrt. Vgl. Jes. ior. XII und meine Ethlk dfs &Maimonoides S. 75 A. 4.





Abraham Ibn Esra.


Darum miihci dlie Scolen sich all, jin zu 'p"r r :rif;t '.I i pI
crken1non,
Und (lie Geister, ihn schaiiend zu nennen. nin. 3 r,"i
Er hat keine Gestalt, rum ihl zu vcrgleichon, 1-tI, ni -:' f i ."p
Hat kein Ebunbild, umn ihn zu erreichen. 'int it-"M 1
Er ist dees Lebons Quell und LFund, 5Tflp "D i 66ID
Und tder Weisheit Sitz und Grund: ,19.1 "c=TI lm .
Dcr Verborgenes wio Oflenkuiidiges lindet, 7 ). linD .'
])as Verhiillte wile Sichtbarcs kiindet, ns 'l-'I ei 3
Die Herzen priitt und die Nieroin rgriindet. n1' : :1 'it
tocht und (Gerechtigkeit sind seine Gesetze, 1' I'We.I p i4 eo
Milde und Wahrheit seinos Waltens Grund- In7r. .f 1 1 K Mi
s4itze.
Die Billigkeit bezeirbnet csine Pfade, T.0t
T'nd allies Seicnd' sind (Ge:Liupf seiner ,'.
Gnadc.
8ciner Vollkommnnuheit gleicht keine hie- "ri "T ln DPn i
nieden:
Eine Hoheit, wie die soine, ist Keinem be- i f r 67
schiedon;
Keinen Frieden gieht uc ausser seinenm ijtg tDi 9. l T ib' % ]
Frieden.



C. Ermahnung und Absohied,

Ich sprauh zu ihm: Bitto, theurer Mann, 1"
JIlre meines Flchens Ruf doch an, zmin p n:'M |~p
Da auf dich mein Auge vertruoend blicken '"'Ifl 1 ''' '."
kann.
Ich dir meiner Sorgen Last anheimggegelen
Und deiner Hand hab' anvertraut mein 1n'n *n 2 31
Geisteslebcn!
O sage mir: Was muss ich, vor ihn tretend, 3!
mit mir bringen?
Und wie kiinn seine Erkenntniss i.h er- ;'i '.1
ringen?
Denn iich verlangt, ihn zu verstehen iri' ; n .n~'.
Und Sehnsucht fast Inich, ihn azu slleen. 22 26rmn 0' n 5s.

1) Nrn j: 3i E. 2- *lj H' i ) rn'::, E. 4) i-r'i- Z c-n- n URZ. u ) 'j 'y
s:ni (OZ: Y -i:nn 11 R. 7) 0-1W nr-c:n OR; r-'-.n r-T. -:- NZ. '- 1 : R; fehlit
in Z; r-T N: 1. -- 9 -) c' -mi (n ORZ. I0) ":-- (i(RZ. i) E(-:' ,: (p-! schon
Z. i70). 12) [rn lehlit in OZ. 1i *li!-:rn It gegen deu lReim. 1) L"; E. 15) T-r 1.. 16) "2
iicht bei 17) Der lural steht de Reimes wegon nach biblischen Beispielen wie 1 Mos. 3', 2; 42, 30;
Jes. 19, 4. 18) Nach Ps. 130, 2; vgl. Ps. 86, 6; *:i:nn' E. 19) Ps 123, 1. 2'o) T'ipeN o. 1) DNi
nicht in UjRZ. 22) ',it;I ORZ; bei G fellen Z. ;85-(;91 in Folge des gleichen Eidwortes '-inr in
Z. 684 und 691.





Hui ben Mekis. Ermahnung und Abschied. 199


Da sprach er: Wenn du dich meinen
Worten treu gesellst,
Und fest zu meiner Mahnung hiltst,
Meine Wege gehst und Yon mir nieht ab-
fillst:
Wenndusodann erkenns t deinen eign en
Geist 8;
So weit du es vermagst and deine Kraft
dich weist:
Dann kannst du seine Erkenntniss dir zu-
trauen
Und seine Herrliichkeit sehauen.
Ieh sprach za ihn: Soi gesegnet ganz
and wahr
Und lobe immerdar!
Donn du fiihrtost mnich his hierher
Zum Ein- und Austritt ohne Fihr.
Hell dir! Heil deinen Gonossen fiir und fir,
Die deinon Glauben bowahren
Und sich um deine Weisheit horchend
schaaren.
Dein (ott sei gopriesen, der dir Macht
gegebon iiber seine Welt,

Und dich iber sein Volk hat 1)eitellt1";
Der mirh geleitet hat zu deinmn Orto
Und inich hat horen lassen deinc Worte!
Er golt' uns stets erhabener denn alley
Grosse und Pracht,


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1) _ann C N 172N'3 It; IDmn DEN IONrl Z. 2) Von p'r'ln anl bis hierher nicht in ORZ. -
) i E. ) E 5) Inlmni GOOR. 6) 5 Mos. 7, 14. 7) 2 Sam. 7, 18; 'nNS3n GORZ. -
8) Die nach Wortstamm und Form neuhobriiische Ausdrucksweise will 'nglichst getreu an den Ursprung
der Redewendung im Talmud (jer. Chagigah II, 1 fol. 4 b ed. Dessau; vgl. bab. Chag. 14 b) erinnern,
wo von R. Akiba bei einema gleichen Anlasse, bei dem Berichte von seinen Forschungen im Gebiete
religiiser Kosmologie, gesagt wird: M017t NSm l1i2: D.=. Bei E sind die Zeilen 695 und 196
nicht vorhanden. 9) "-7i Vmll rn1Irn DmL'nI 1 GRZ; Tr1inim E. 10) )~;inN GRZ. -
11) in-2 7 r R. 12) 1i it brCtirn -2 i:n GT' N CGORZ. 11) -pj-onmI R. 14) I'n UZ; 'n t n
R; 1inD G. 15) 1D'ri ni G; ';'s'am i"icn'im Z. 16) ;o1nn' R. 17) mxrU7 GORZ. is) Dass
die Erkenntniss des oignen Geistes fir den Menschen unerlissliche Bedingung der Gotteserkenntniss
sei, lelirt IE auch bei anderon Gelegenheiten, wie z. B. iin gangbaren Comm. zu 2 Mos. 31, 18, we or
sagt: *ii n n32 n 1MEe x ai : no yT< nw '2 1 11s1 ii n1 a(1) 100E) N OMN D U Mi c w net1 NI l und
Jesod miora I g. E.: IwT;: in 1'- N R'1i 1:-- 3.i2': =i 01i N 10re- )' ; vgl. Jesod moral XII. Die
Quelle des IE fiir diess Lehre ist ontweder Ibn G'ebir o in Mlekor chajim I, 1. 4 oder dessen ara-
bische Hiillsmittel fiir die neuplatonische Philosophie, da schon Plo tin die Selbstanschauung des donken-
den Geistes als identisch mit der Anschauung des gittlichon vobe bezeichnet. Jedenfalls kann weder
Muhammod noch Algasali als Quello dieses in der jidischon Literatur wiederkehrenden Gedankens
angesehen werdon, wie Grfinbaum In der Ztsch. r. d. d. morg. ces. 1889 S 284 belauptet hat. Vgl.
auch Bachja's Herienspflichlen II 5 S. 105 ed. Jellinek, und Kaufmann, /)ie Theologie des lBachja
S. 18 A. 1. 19) i arh Dan. 10, 21 und 12, 1 wird hiermit der Filirer als der Engel Michael be-
zeichnet. Vgl. oben S. 167.





200 Abraham Ibn Esra.

Gepriesen mehr, denn Menschen je als e t nl zt: _i 7tn I !s 705
Loblied ausgedacht, -
Er, der allein Grosses schafft, M
Denn ewig wihret seiner Gnaden Kraft! 27 T 1i 1 "'


91. Die Traktate der Miselnal,
ein mnemonisches Gedicht, worin die Namen der Theile und Traktate der Mischnail
in kenntlicher AbLnderung zu Sitzen fiir das Gedcihtniss verbunden sind. Das
Gedicht erscheint hier zum ersten Male, nach einer Abschrift aus cod. 1986 Neu-
bauer (Pococke 742 = Uri 498) in Oxford, die ich der Giite des Ilerrn Universitits-
lehrers Salomon Schechter in Cambridge verdanke. Die Ucberschrift des
Stiitkes lantet in der Hdschr: rmi: n tl y r ri:a 4 K-ln'W U m' :ni inr -n $1 b ":ih.
Es ist im Folgenden in 26 Zeilen mit je einem Halbverse geordnet, besteht also
ous 13 Versen Jeder Vers hat vier Glieder mit Versmaas 3 (S. 8), niLmlich inl
1;1mni in' L7tn:. Der Reim ist nur am Sc-hlnsse der Verse und zwar dnrch
gangig auf W'~1 vertreton, nur V. 2 hat Wl.. In V. 1 sind die sechs Theile oder
Ordnungen der Mischnah (:mCn "n-IC ,T), dann in je zwei der darauf folgenden
zwilf Verse die einzelnen Traktate dieser Theile, im Wesentlichen in derselben
Reihenfolge wie beiMaimonides, angedeutet. Abwieichungen von der mir vorliegenden
Abschrift gebe ich als meine Vermuthung, wobei die LA der Oxforder Handschrift
mit dem Zeichen 0 am Rande stets vermerkt ist.
1. Die Saaten und der Feste Zeiten ', ~.~1 i-ti n~ l
nebst der Wohnstatt edler Frauen
wehren ab die Scheiden stets bei I 'jP n'1 7
Heiligen und Reinen6.
2. Die Saaten segne dir des Feldes 'Sa ,SS3 ..l, '7?
Rand; doch zweifelhafte Frucht

1) n nnl 1-n'I uOZ; T112:r, -,n' R. 2) Nach Ps. 136, 4. Statt Z. 706 f lautet der Schluss
in R: -lON hi'n=1 iniEl 7Yy )1i; in iUZ: Do;i n jx )nj ION t. ntO nS ]C cI'ns: nsi -toS 1i
Dl ') D"mi7P 1i: T .iN Ct~i N On ;r=2. s) t1lnn 0 gegen Versmaass und Sinn. 4) Xach bab.
Schabbat 31 a ppj ` lD ni nrlIC'. 5) Eig. 'f' da das N nur das Patach, bei der iiblichen anvokali-
sirten Schreibuig des Aramlischen und Neuhebriiischen, andeuten soll. Tu ohne Aleph gilt auch als die
richtige Sclireibung im paldstinischen Talmud; nur hiiigt die von Frank el, Eiil. zum Trakiat 'XN S S. 1
angefiihrte Stelle jipI N5 si ]pI)n i niclht, wie Frau k el das., iibereinstimmend mit irtssafia, meint,
mit dem griechischen 6'i+Jog, p1ublici.s, zusammen, sondern "-_ ist neuhebriiisch und heisst etwas,
woriiber eine Neinung besteht, etwas ledigliclh G mei i tes, nieht GCewusstes, und entspricht so dem Piel
des biblischen rtin vollkommen. Auch R. Nat an im Arsldt fiihrt bereits eine solche Herleitung an. W ?
erkliirl also der angeftihrte Satz im palistinischen Talmud ganz richtig so: Es sei diejenige Feldfrucht, von
der man meinen klnne, der ungelehrte Besitzer habe die Gabon flirPriester undLeviten davon bereits ent-
richtet (jlp'n '12), wie man zugleichl meinen konne, er habe dies noch nicht gethan (ij)n N5 '-1).-'-n~ '- i
wnre hiernach eine Adjektivbildung wie das biblische )1 i. P. '12, sieclh; 1 3' allgewaltig, und die biblischen
Eigennamen IT )'M1, die bei der vokallosen Schreibung der Misehnah ;ils ''NT und '15NF' erscheinen, noben
I'N= und 'l'3 mit gleicher Aussprache. Als Adjektiv heisst 'Nc schuldlos, freigesprochen, im Besitzrechte
befindlich; ''C1, lies '53, bei'agt, Plur. 3']$N wie p -l (va. ni-. achi, t, Befugniss); '11, zugestanden
(dieselbe Wurzel wie in biblischen Hilihil minr), gewiss, ranch tGogensatz von e NC"; Plur. ]' '1 : 'N' lugenhaft
(vom biblischen 12ni ;i: 1 K0n. 12, 33); W-r zufillig; 'x;, Steuererheler (C2n n:1ii, `a:: bauverst.,ndig,
Baumeister. Im Uebiigen s. iiber Adjektive ant 'N C eiger, Lehrbuich sur Sjiprcl e sder Misclotnh S. 32 f.
und itber Eigennamen dieser Endung Zunz Ge/ncim. Schriften II S. 3 Mitte und S. 5. Die aligemein
iibliche Lesung Demai wird daher als unrichtig aufzugeben sein. c) Sinn: Israel, lerufen zur Heilig-
keit und Reinheit (2 Mos 19, C; 3 Mos 11, 43--4.; 15, 31; 1G, 30; 18, 24 ff; 20, 25 f; 22, 32; 5 l3os. 14,
2. 21 und sonst) wird vor dem Untergange bewahrt durch dreiellei, durch redliche Arbeit imn weltlichen
Leben, durch seine religiBsen Institutionen, hunter denen die Feste am moisten hervortreten, und darch





Die Tralctate der Mischnah.


und Mischlinge dos Sabbatjahrs
gieb auf! Geh hin und spend treu
die Hobe von dcm Deinen!
3. Giob Zohnten jeder Art, das Weilie-
brod scheid' ab,
unreifer Pflanzen Frucht rott'
aus, und lass den Erstling hoch
auf Gottes Berg crscheinen7ll
4. Die Feste und den Sabbattag ver-
binde8, wic des Schekels Spende
Iit dom Siihneakt',
wie Pessachlmrmer aus doni Klein-
vieh sich mit Rindern cinen 1,.
5. Laubhtitten fiige zu dem Fest, den
Jahrbeginn zu r Fastenzeit",

Die Esterrolle zum klcinen Festi',
zum Wallfahrtsopfer Fesseln an
der Stiere Beinen l:
6. Bei Frauen halte das U ebCot der S chw a-
gereho, stello sicher sio durch Ver-
s chreibungen,
Geltbdo haltc, lass Nasire Ilioens-
Inst verneinen!
7. Zcig' eifrig dich dein ungetrucen
Weib und fiihre hoim aus dencn
dir die Jungfrau,
Dieo rsehnt und hold doin JUinglings-
alter scheinen 4.


2 1&-jisn 1rn -I;r t 1 n l I t 5












nirn~ 'nm m= Xl' M"Iril

mns? fs: ni nant n







cr 13 i90T D'i.7 1
M'=Z Z M 10


die Heiligkeit des Familionlebens. Die im Diucke hervorgehobenen Worte denten aber anu die sechs
Ordnungen der Mischnah: t--l (Saaten), ?I 1 (Feste), C'.: (Frauen), ]'pp?1 (Schaiden und deren Ab-
wehr, dann das ganze Rerhtsgebiet), C'T-ip (Ileiligthiimer), nini; (Reinheitsfiille).
1) Dro Doppelausdruck nus 3 Alos. 14. 22 shieint hier auf die zwei Traktato ]31W1 T1'D (gewihn-
lich 1nnWI genannt) und ~1:C 1Cr deuten zu solloe. 2) :c;En O. Dio aufgelste Form mit i ist
hier und in Z 6 dcs Veismnasses wrvgonj nach Analogie der entsprecellnden Formen in Ps. 45, 18; 116,6;
Neh. 11, 17 gobraucht cordon. :) MC2p -n11 0. 4) 0 1 D.1 0 gogen das Versmans and wegen des
Roines in Z. 10 unmnihlich, da dasselbo Wort nicht statt des Reimes stehen darf. Mine Vermuthung
boruht aut 5 Mos. 16, 2 und Ibn Esta daselblt. 5) f7)Mrn 0. I;) N:ni 0 gogon das Versmaas. -
7) Nach 5 Mis. 2(;,1 fT. In V. 2 und 3: sind die zu der Ordnuu-, Scraim igeh6rigen Traktate angedeutet:
ni:12 (Segonsspriiche), IND (Foldraind), WNnT (7weif lhafte Frucht), C-:' (Mischlingo), nMr-2'T (Sabbat-
jahr), mrllIn (Hebrn), 11.1 i S TrD ooer Mn-T11. und d':' 12C'r, (Zehnten), ~Mn, (Weiliehrod), n111 (vor-
zeitige Fruiht), 12,'3 (Erstlir'e). 8) Sinn: Fest und Sabbat fillon zuweileoa ut denselbon Tag. -
9) Nal2h 2 Mos. 30, 15. 16. 1") Nach Raschi und ]E vu 5 Mls. 16, 2. 11) Am Hiittenfeste kommt die
Laubhiitte hinzu, das Neujahrfest tritt nahe an denVoersibhnustag. Der mnemonische Sinn fillt hier,
vie in den anderen Yorsen, mit dem Sinno der einelinen Ausdiicle, ;als Namen der Mischnah-Traktate,
nicht zusammon. 12) Purim. i) Die Ueler-etzuing ist nall Ps. 118, 27 gestaltot. Angedeutet sind
in Idwsen zwei Vereon die Traktate dor Mischnali-Ordnung Milod: Mrl' (Sabbattag). r3l"' (Verlindungen
in Beziehung auf die Salbattoier), 15r1p (Sichokelspendlen), Clr: (goineiniglich N8h1', Versiihnungstag),
C1InC IPessarhlimn or). ,;:1 (Laubl.Uite), :21D 11 (Feiertag, gemeinigich heisst dor Traktat ;S'-),
Z -C N2,1 (Neuj:li,), nflr- (Fastn). ;i:3 (Rollo des Buches Estor), j D 1t1) (Halbfeiertag), 1;37O
(1Vmllfahrtsopfolr). Wiihrend Vf. also im Ganio, n mit der von Maiimoni es (Eileldun in die Mrishnah)
aufgeste!lten Reihenlolge iiloreinstinmt und die gomeiname spanische Ueberlieferung vorrith, stellt er
den Traktat IPesa,'him winter Kiqlpuriiu (= Joem), al weichond von Maim io n ides, der ihn vor Shekalim
setzt. 14) Als Traktate der Odnung shimi sind angedoutet: 1 i21: (Schwagerinnen), M1151n2 (Ehe-
verschreibungen), D'T17 (Geliibde), -~'; (Xasir, Gott'eueihter), -l10D (abirroinds 'Weib), I'CITP1 (Ehe-
schliessung). Der Traktat 9l2' (Schoidungen) felt hier; er gehirt nach Maimonides vor, nach Lip-

27*





Abraham Ibn Esra.


8. Der Schfiden Abwchr wird gelchrt in
drei der Pforten-1, SchliAge
giebt's fiir den, der schwdrt zun
Truge und durch falsches Zeugniss
tiiuseht die 8einen:
9. G6tzendiener schaff' aus deiner
Mitte! Wandle du
wie deine Vater oinst und Ahnen,
in den Wegen Gottes des All-
Einen 4.
10. Bald giebt es Heiligthiimer, wenn ich
schlachte, und Spoiseopfer, als
ihr Zubehir, bald Ungeweihtes.
Wichtig sind auch Erstgeborne und
die Worthgelitbde von Personen,
grossen older kleinen.
11. Gar sehlimmer Ecintausch ist dem
die Lebenskiirz ung der das tag-
lithe Opfor,
heil'ge Maa sse und die Taube npaare
schmiilert untreu gegen Gott und
fitrchtet Keinen ".
12. Die Reinheitsregeln gelten fiir Gec-
ratthe und das Zelt, das Aunsatz-
flecke shliinden.
Die Kuh birgt Siihnemittel und don
Reinheitsquell, wenn AMenscheii
du bertihrst, die sie als todtbeweinen.
13. Und wie die Abgeson derte in Stand
sich setze und wie der Flussbc-
fallene und der Eintagstaucher:
So mit Griff und Stiol sind wohl-
goordnet dir die Fiille von demi
Reinen .


wn ta n t Q11n 'IiM









rtrinu ntan mn,. n.i













=D-i ttp i n :i n .in:




fl 0tT'
cl~?n! p)i~ L~`i)] i~T


mann Heller (EIiilrn ig iz scinri t m~C MlI r'"l n) und nach Levi ben G orson (Einl. nun Pt itt tlichl-
Conimenttir hinter den Traktat 1LiU.
1) mn1n11 O egen tlds Versmamas. -2-) qt3na rim O. a) Zu der Ordnung AfsiktA gehlren zuerst
drei Traktate, welhe sNep x:2 ((rste Pfoltel, r'S` C N : (mittlero forte) und 2n: N-: (litzte Pforte)
genmant werden. 4) Dio iibrigen in V. S u. 9 angedeutoten Traktate dieser Ordnung .sili, sind:
mln3 (Schliage), 1n tl (Schwiire), rn1inr (Zeugnisset, am m:r1 (r(.tzendliein-ti, ]-n:D (Sanhedrin, iiber
Richter [M'iiN!] und Rechtapfle-o). mlN (Spriiche der Viiter), n1lnin Il:ntscheidungen). Ist mine Ver-
muthung ricltig, diass C=iN in der eIedeuturg ,.Richtei" aur den Trakt.at Sanhedrin ansliele, so lil-e
nuch hier oine Abweichung y on der Reihelifolge bei Maimonides vor, der diesen Tiaktat vor nim3
setzte. Vielleicht ist ber hier i' n:; mit n 1' zur Einheit verbunden zu donken, wie jia naclh Mai-
monides a. a. 0. macho IIandsehrift der lutsOklttt leide als Einen Traktat, freilich iunter Jeon Gesanuat-
namen ]j'11n:D, enthielt. 5) Die iier angedeutteon Traktate dcr Oidnung KAlodatusin sind: -'nl :
(Schlacltoipfer), Min:,' (Speiseolifr), p'-n (ungeweeilte Thiere). rnt' : (Erstgehorne), i'': ('WerthiFliibde),
meln (Vertauschung), nM)Mn (Fiile der Ausrottungsstrafe), i '~t (Yeruntreuung heiligen liutos),
ton (tligliches Opfer), nnDI (Maasse), C':iP Taubenopfer). -- u) In V. 12 und 13 sind die Traktate
der Ordnung Teharot (nicht Tolhrot!) angesdeutet: 0 a: (Gerithe), n;Yis Ador nM'e (Falle der Ueber-
dachung), DI 3l (AussatzsclhAidein) MF (rotlhe Kuhl), n-NS-0 (Quellbiider), ;i (die abgesonderte Frau),
1)!V'2 (fiir Unreinheit emiftinglielh machende Fliissigkoitei), M. O (Flueskranke), ~'P 51W'2 (der nach
Einem iage der Unreinheit das Tanchbad nimmt), I, IItnde, ]'pri (Fruclitstiele), nn3;i (Reinheiten,
euphemistisch (iir leichle Unreinheitsfallo). Uebrigens setzte Maimonides den Traktat Teharot





Wortrdithsel in alphabetischer Folge.


II. REthsel.'
a) Wortriithsel in alphabetischer Folge.
92. Erstes RIlthsel (E S. 7 No. 27).
Versmaass 8 (8. 10): rnnl n 'Wi "i nn i 'ml i "in n mn 'rny.
Verschwiegen wird der Bohlen Grundgestell; s ,L_ D' p ''.W .
Doch der Chetiten Sprache nennt sie klar. n' 01 2 '!. i. b.
Bis du des Namens Wohnung schaffst, setz' P, 3- fv-21 tIG i3 i
ein
Der Koniginnen und der Kebsen Schaar Wat7.I 2 P j~ b 3'i'I


93. Zweites Rlithsel (E S. 9 No. 43).
Versmaass 4 (S. 8): rD:ni n '% 'nn'u ~in m ,.
Kehrst cin Wort du nm, zn finden seinell 4,'I1H % t iL3 abe 7l1"^ T D
Namon, so nimmst du walir,
Wie du meinst, or sei verborgon, doch er i*) X<1i1n r ;1- 3M' n TJ'
sichtbar sei und klar .


91. Drittes Riithsel (E S. 9 No. 44).
Versmaass 7 (S. 9): ,irnmi -ln, rain i ri ,~in nlwiKn K n'l 'n,.
Sage, welcher Name zeigt den uau nach "UIM "I"- *W.N r",":':r 1!
festeni Zahlenwerth,
Wo der vierte Buchstab cinem Viertel rl"',l rn rY 3 I n y 1
von dem dritten gleicht ',
Wo der zweite anch als Zehntel von deim rn'n':3 n't'L' nfltm'
vierten hingehirt o1
Und der Anfang dann ein Fiinftel von dem ''.t RW n 'rit 'n11
zweiten hat erreieht" .

hinter den Tralitat 7~i, witireond unsor Vf. ihn am Schlusso winter I i'Pr andeutet und so der Mleinung
des R. S is on on S on (vor seinem Commentar zum Tihaktae "fmif) eine unerwarteto Stiitze geoiihlt,
wonach auch Frankel C~ 1 1f S 2(4 A 7 zu benrhtigon iqt.
1) Um die L0sung vieler der hier folgenden Rilthsel aas dcm Divan ed. Egers hat sich zuerst und in
hervorrngender Veise Prof. Kau fma nn in Budap st verdient g(macht, der auth die arabisch geschriebone
Einleiturgi zum Diwan soswie die iaraischell Uehlselshriften ins Deonsche uiiertragen lnat. Neh eil seinen
zuimeist unanfeel.tbaren und mustergliltigen iL0sungen im Diwan ed. Egeis S. 150-152, welche ich durch
ll) hezeichneo will, fiilro ich im Folgonlen hunter KB die Bemnirkusgon, Erg:inzungen und Velbesserungen
an, die deiseolb hriefliich zu moinen Iheilweise ilim mitgetheiltin L0sungen gemacht hat. E lbedentat
don Diwaon rd Egers. 2) 1 Mos 23, 3 f. ;) 3Cor E. 4) So emendirt bereits E S. 151 fiir dis
fehleriat'te l: .7n S. 5) So list KD S. 132 fir -::Zn 1:M "IN bei E S. 9 und orlliirt es als An-
Ppielung,,auf die wvolllg fiigten mathematischen Verhiiltnisse der Iluclltaben im Namnnein pn; : i =- '/.i; I= -/ut ;
N =- /5". ,) Seth. 4, 7. l io lrabiclie Ueolrschrift gRebt bereits als Litsung den Namen Di'.
Die ,,Chetiton" rnn .: d s iind nmlich diu rrodukto (Kinder, f1751r) des Buchstaben Chet 8; das kloinste
und else derselben ist 2>8-16-- 1, womit die erste ITalfte des gesuclten Namens gegebon ist. Die
zweite I[ilftt wild dur(h don versteckten linweis auf HL 6, 8 angodeutet: Sechzig (- D) sind der Klni-
ginnen nnd achtzig ( =- ') der Kebswoilher. Hierzu KB: ,, rnn '::3 ejoi heisst: in der Splache der Achter,
' -= zwei Achter. Wenn das Wort ein Zelt ist, so sind die ersten Buclstaben das ,,iruidgestell"
(0:1N) ; sie heissen ,,verschN\iegen" (CCi 't') als Bestandtheile des nicht ausgesprochonen Gottesnamens.
Aut sie wird dann des N nins Ze lt gostellt." Porges in Craetz, Mltssehr. 1886 S. 239 giebt fiir die
zweite Hiifto des Names und dts ERillisels dioselbe Lisung; fiir die oiste llilfte verweist or ant
2 Mos. 26,25, womit aber der VWoitlaut des litthsels nicht iilbreinstimmt. 5) Lsung bei E S. 9 und
S. 151: pfiN'. Das iiithsel besagt hiernach: I).s WVort N~) (Z. 2) enthalte schon die Lisung, da man
des-en Buchstaben lunr entsprechend zu ordiien habo, unm den Namen ipN1 zu ellialton. i- i) Im Namen
xiN ist der vierte Buchstabe ] 1/4 des dritten Uuchslaben 1.- 11t) )er zweite Buclistabe ; ist 1/tu des
vierten Buchslaben I. 11) Der erste Bucistabe N ist 1/5 des zweiten Buchstaben i.





204


Abraham Ibn Esra.


95. Viertes Rilthsel (E S. 8 No. 36)
Versmaass 6 (S. 9): nirmn 'nvi inn nInn 'nwV 'in".
NennedergeehrtenPrachtgazelleNamen mir, 1=33 '.tY p '- "1 Kx
Dessen Hiilfte ist die Hiilfte noch getheilt 1insr is nm s -
durch zwei !
Dann ist noch dem Namon eine Halite zu- '1 "' i0t'z 1i1
golegt .
Die ihn seen, nmigen sie doch sagen, 1il"X' Vil
wo er sei4.

96. Filnftes Rilthsel (IE S. 9 No. 40).
Versmaass 7 (S. 9): ,i;xum in nivn i 'rw' "nr'.
Wenn ich den wiirz'gen Zweig 5, den schwingt 'iDt n1r'"Vi 1t'
ein Hanch
Nach jedem Wind 6, bis man ihn nennt pD:- i13 '.i. n' t"t??
verkehrt 7,
Erhebe so benannt 8: wird or zum Feind ~ vi '13 u 't x l~. 1
Und wirkt mir Blutvergiessen wie ein 1-"v' 'i--1' i 3:;S xI..
Schwert 9.

97. Sechstes REitlsel (E S. 7 No. 28).
Versmaass 7 (S. 9): mivnnri inn mnun "n'i in i nrir:n 'n14i in.
Wer nur das Fiinfte dreifach nimmt, f i'taa Ir W'f'le MnW' "T..
Der weiss des Namens Zahl zum Theil:; 'i l 1' itT .I.t Mil?
Setzt er zwei Laute nicht zunm Schluss, rini n \ff V','Wi
So bleibt ihm fern des Wissens Heillo. '.=i "'z 7S M '* i,

98. Siebentes Rlthsel (E S. 7 No. 23).
Versmaass 6 (S. 9): n '%;n 'n i Th' nl'un "'n 1 in'.
ImWortezeigtein Jeder seinesDenkens Kraft 1At ',"b 2
Und Ruhm gewuihrt ihm seines Mundes i'n 1' n rt M
Wissenschaft,

1) N. B riill, Jahrbiwh'r 1837 S. 95 sohliigt die sehr geftillige Aenderuion in T"'N vor. 2) Die Ueber-
schrift im Diwan giubt bereits die LUsung: PCM. Die orsten zwei Zeilen also besagen: i', die erste liilfte
de ams Nm Dno sei T 11 = 20 12 16 -. :) Dvr Rest des Namanos C o'" ist die zweite
2 2
Hiilfte von F0)D1, numlich PD. 4) Vt. hatte seinon verelhrten Lichling sooltn lainge nicht ,geehen. Er
erkliirt schorzend, inlde er desson Namun zu rather aufgiobt: ])is freilich knnito er iedcr nicht sa0en,
wo der hozeichneto liobe Freund soi; or boliomio ihn gar nichr mehr zu sehe/p; viellichlt virr.tlien
diejenigen, die das Glitck haLen, ihn zu sehen, den Ort, v o man ihn autsuchen kinne. ) tZli ini Nhbr.
(Kidd. 22 b; Sota 15 a: "eini ]'C). 0) Kainn auch 1in und mit Umlkhrung zweier Tuchstaben Cmrn,
1"DM und Di n gelesen werden. 7) So dass das Wort auch villig unirekehrt golesen werdon kann und
dabei noch einen Sinn ergiebt, nimlich TiV (vgl. S. 205 A. 3 und S. 139 A. 12). S) wenn man den
mit dem vSllig umgestellten Woirte bezoichnoten Gegenstand, nimlich ri', den Spetr, schwinigt Ander KD
S. 151. -9) Anders Po r g es in ;risit-, Mtsschr. 1887 S 210, der EC und C' als Li sung giebt. J( doch kMinte
man hunter Andelem die 5Worte tt '" -N c rt hierllacli Licl, veistchi.n. 1i) KI) S. 10e giebt als L,;ungi den
Namen 1S'CI Eara 1, 8 und bvmerkt dazu: ,,Der ifinto Buchlstabe im Woite ', mulliplicirt mit ;. dem dfitten
im Alphabet, ergiebt die Ainfinge deo Wortrs.s t '-C 00. VCer zi-chen diesel BUuchtabln und dom liinft'n nicht
noch zwei, ntimlich ES eigiinzt, triflt das Rithselwort nicht." i llie diese Deutung zutreffen, so misste
in Z. 1 MiW5W fiir rre nt gelesen warden, da na' 0, ein Drittul, nicht aber das Dr>ifache bedouten kann.





WTortrathsel in alphabetischer Folge. 205

Dio eigne Thorheit [ist's, die ihm Verderben f ._ l] tl~ 1
bring,
Indess die Klughoit ibm] die IIilfo sicher n fl [i 1
schaflt.
H1r' an mein Wort, o Herr, der seine Stirkle -'T =3 ', 5
hat
InjedemWissenszweig gezeigt derDenker- ''
shaft 2!
Nimm deiner Ruhmesschlachten Speer in ] n inp
deino Hand %,
Erjag' und trifl', den du verfolgst4, mit i 1
deinem Schaft
Und stich des Ruhmes Haupt der Namens- B | Tp Wt .F1
mitte ein;
Ans Ende aber wirf, was mitten war in 10
1Hafts!
Das Eine dann zerleg' in drei, das dir am nw& ntiar
Schluss
Verblieb 6, nachdem die andren zwei du xiMp 'l "1t
hast entrafft!
Zum Anfang nimmst du nun den achten ir'y fty ln ..x lp
Theil davon 7;
Ibm schmiege sich das Viertel an in .' 1' i
Bruderschaft .
Da hast du denn des Namens ganzen Grund- -t I = ~ iD' n 1 15
bestand 9
Und ist des Namens Form dir nicht mehr 9l=it 'l 1 K'1fl
rithselhaft o.

99. Acltes Rilthsel (E S. 8 No. 30).
Versmaass 7 (S. 9): I~ni 'rn r V in r n -Imi ninm'n nI in'.
Im Namen vorn sind zwei und zwei MtD= t2 M ,1 'rI t
Und an dem Ende zwei und zwei". Q1 (r-'Y J9~0 in'hn.1


100. Neuntes Riithsel (E S. 8 No. 32).
Versinaass 10 (S. 10): ni,:rn trU in"f nC" 9.riCn i' n n'ircn 'mr.
Giebst Acht du auf zwei Worte im Gedicht, 't
so findest du
Ausdrticklich seines Namens 2 Lant, und =[1' z]' ; IV 3 .t
Gott13 hilft auch dazu.

1) 1 inNI E neuhebribiich. 2) E S. 7 giebt die troffliche Isung. von der meino hior folgndenn
Anmerkungen nur in Einem Punkte (zu Z. 15) abweichen. 3) Das hobr. nTl, Speer. 4) Den zu
rathenden Nalnen. 5) 1 komme in die Mitte, D ans Endo des zu errathenden Namens c) n von rn n
zorleg i le in dio fei Buclistaben N, welcho elenfalls 8 hefragen. 7) r = N boginne den gesuchton
8
Namen. S) n= 3 konmme sogleich winter N. 9) N, ,1 ( n-[N+2] ) 1,7. 10) ar,32, Abraham.
4
Vgl. S. 139 A. 12. 11) 1 1- 4 = 2+2 bildet sowohl den Anfang als das En de ds gesuchten Namens.
Die Ueborschift im Diwan giebt als LUsung den Namen 'l11O David. E S. 8: ,,Wohl unvollstiindig." -
12) Hebriiisch: MV 1 als ersten Theil des gesuchten Namens. 13) Hebraisch: 5N als zweiten Theil von
5NI C. Die Ueberschrift im Diwan bezeichnet diesen Namen bereits als die Lesung.





206 Abraham Ibn Eisra.

101. Zehntes Rlitlsel (E S. 9 No. 42).
Versmaass 6 (S. 9): nmi;n 'nW in7V r nI "n =l in'.
Des Freundes Name hat der besten Wfirze '.'T' D'~ 1 .Dr t!
Duft:
Ein Zehntel feinster Myrrhe fiillt den Tt0k "tn."-t .'


ersten Ort,
Und gleich dem ersten ist des letzten Art
und Werth.
Ist ganz er wohl ein Myrrhenwerk und
Myrrhenhort? -
Nimm nun den Anfang und den Sechluss
aus Myrrhen fort!
Sein Inneres ist dann so wie seiner Lehre
Wort 2


102. Elites Riithsel (E S. 11 No. 49).
Versmnass 7 (S. 9): ,i ni 1 i~n nr' n "7'i if' -'1 r ;nl 'MnP in'.


Kehr' uml die Gunst a! Du findest den, der
sie nicht fand 4,
Weil or abseheulich und verworfen ist
Und ein Gebrechen hat, im Innern hohl5,
Doch voll von Druck und wie der Fuchs
voll List 7.


btin- itin 7% irn j im

^"13 ';tig ap ji 13r:


103. Zwalftes RKithsel (E S. 8 No. 35).
Versmaass 8 (S. 10): muzi 'nel1 rin- n min 'lI irm'1 4iTIMn 'n'.


In den Namen, der geschrioben, nicht ge-
lesen werden darf,
Schalto ein das Lauteszeichen 8, welches
gleichkommt seiner Zahl!
So ist meines Freundes Name", und der
Erste setzt in ihn
Seines hohen Namens Laute, ihm zum
Ruhm und Himmelsstrahl.


itnip? nit tinT hoirt

p%01 i 0 T ;!0in CTi

trl ^i-s D-l' :t^ 'S


1) Nach Ps. 55, 12; auch 10, 7. 2) Nach miner Ansicht ist der Name C'D gemeint, der im
Bekanntenkreise des IE als Akrostiih E S. 114 uns begegnet. Dieser Name hat: 50 00 im
10
Anfange, and n' von gleichem Zahlonwerthe am Ende. KD S. 151 verweist schartflickend atu 2 M.s.
30, 23, wonach 500 Schekel der feinsten Myrrhe geiommnen werdon soll. Der Buchstabe "]'c2 inmitten
des Namenis C'D bleibt iibrig, wenu man 3 and D1 wegnimmt. Er erinnert an den geliufigen Ausdruck
.l"ai n 0 seine Lehre odor seine Auslegung hat ihro Stiitze und Unterlago. Anders KD daselbst,
der an den Namen ]l: dent, und wiederum anders BrDill, J.Iairbicbr 1S87 S. :i, tier "1 hier finden
will. 2- ) Hobraisch: 1.. 4- ) 1]i umgekehrt ergiebt i12: aber, wiihrend der Mann dieses Namens, Noah,
,,Gunst fand in den Anuen des E iigen" (1 Mos. 6, )S, ist der Ti:lter des hier geuclhten Nameis xveit
davon entfernt, (iuist zu verdienen. 5) Der XN.iae en:':, Menachem, welcher nach der Ueberschrift
im Diwan hier gemeint ist, oethlilt ausser den Mlittelbuchstaben n das Wort Cin Gebrechen. jedocb so,
dass dessen eigner Biimenlant I (1"n) darin nicht vorkonmmt, stIIndrn statt lessen ~ :, also fremde
Binnenlaute, 7wischen D und a. 6) 'il giebt ioch den zweiten Sinn von Dru c und i ewalt-
thatigkoit 7) Der hier gemeinto Meniaclem ist wahrscheinliclh in bekanuter nichtswiirdirer Zeit-
genosse des Diclteis, vielleicht jedchl der biblische Kinig von Israel (2 KIa. 15, 11-21). ) -- 4
wie die Anzahl der Buchstaben im unausgesprochenen Gottesnamen i;'i. s) 'Jehuda halevi (KD
S. 151). 10) Gott nach Jes. 41, 4; 44, 6; 48, 12.


TL 7'





Wortrdthsel in alphabetischer Folge.


104. Dreizeintes Rithsel (E S. 11 No. 48).
Versmaass 6 (8. 9): virnn rnW i nmn 'itV in'.
Willst du seinen Namen wissen, 'v n
So nimnm von seinem Namen eins 6. inl 1 .. '.~1.


105. Vierzehntes Riithsel (E 8. 7 No. 26).
Versmaass 7 (S. 9); nYmn ln nli n 'nrt'i r-i m nin 'ni m in,
Wie heisst der Sohn, der Vater sich des Z1K9=R X R 'LR I=p B';'S


eignen Vators nennt?
Der Andre wie, der sich als seines Brnders
Sohn bekennt6?


106. Fiinfzehntes Rlithsel (E S. 8 No. 33).
Versmaass 7 (S. 9) wie Nr. 105.
Und welcher Weise hat sein Auge vorn im .


Haupto,
Kehrt um im Rlthsol und kehrt doch nicht
um in ithsel .


107. Sechzehntes Rilthsel (E S. (; No. 22).
Versinaass 6 (S. 9) nlVn 'nWI1 i n'i) 1171n 'n'1 'in'.


Der Namn' s ist halb dem ganzen gleich .
Den lob' ich, der das Wort verstcht,
Wo Mcnm dreivicrtel final 1, und halb
Das Samech wie das Jod12 nur stoht.


108. Siebzelintes RUthsel (E S. 9 No. 38).
Versmaass wic in Nr. 107.
Was Inachst du e ich errithen, Freulnd, ''s'l"I ''
Da selbst ich soinen Namen kiinde: WL t. i 2e:
Ans Haupt mir lege done Hand14! I'W
Ans hallb Haupt dein Auge bindotl! u.Y .n S rrt

1) Diese im Neuhebriiischen gelAuflge Form fiir das biblische nM5t hat IE hier dom Versmaasse zu-
liebe ihrer Zweisilbigkeit wegen vorgezogen. 2) 1)': E mit der Vermuthung 1. :I) KD S. 150:
T?1 =: ~l; vgl. Zun z, Synig. Poesio S. 480 ff. 4) E DM mit der Variante =DM. 5) Dem Zahlenwerthe
naich ist 1~i 1 -- nfl -6) KD S. 150giebt als Ldsung pf 13 =N (1 Sam. 26, 5) und nl1rN (1 KRn. 16,
28 u. sonst) und bemerkt dazu: ,,Abier 1-2N ist somit tier Vator seines Vaters 13, und Ahab 3,-nNM als Bruder
seines Vaters ist der Sohn seines Bruders." 7) Noth der Ueberschrift E S. 8 ware die Lusung I WI,
wogegen KD S. 150 mit Recht bemerkt: ,,In der Ueberschrift maas s i5N5i [1 Chr. 12, 6 und sonst]
statt aIwTN heisson. 8) Nach KD S. 105: =1D. Der Name lautet im Talmud und Midrasch 'DDI auch
als Familienname in Mls. O.f. 1182 Senb. fol. 45, wo nach dem Catal. Kenb. Col. 382 der Eigenthiimer p2 nl1'
'DOD 'n i12.3 heisst. 9) Dena 'DD ist deo Buchstabenwerthe von "D -+ ? D +1 11. 10) Nach
2 2 2
KD das. =7 -t- -: D. 11) -00D = C. 12) _11 '. 13) Warum fragst du immer in Gegenwait
2 4 2 2
Anderer nach dem Namen meines Lieblings und verletzest so das Zartgefiihl einer nur still im Innern
lebenden Neigung gegentiber? 14) Setze den Buchstaben Ti (1) an den Anfang meines Lieblings-
namens. 16) Setze ]' (Auge) vor die Hilfte von 200 ('N1 -t -]) d. h. vor p 100.


De-r1~m~-nt: .1~
~3it'n vr:?rrx r


mIo? nX uin (1 i' ll


vh1 R 1 1-"iWnK -)MR o1





Abraham Ibn Esra.


So bring mich zu deinem Hans",
Dort aber, was du suchest, finde4!


5qnq iKz~y


109. Aehtzehntes Riithsel (E S. 6 No. 21).
Versmaass 4 (S. 8): nntn mnt in'i n1Vii 'r v.
So ward sein Name nicht zuletzt, so nicht l M.1 -) .in [E,] mi n1 x


zuerst genannt5.
Er ist vielmohr, dor Spracho baar, von An-
fang her bekannt 6.


piW~ ~ ~m~~- K


110. Neunzehntes Rithsel (E S. 7 No. 25).
Versmaass 6 (S. 9): n1 1:n nl= in ni n 01 "n'.


Befrage gottgelchrte Wissenschaft,
Suchst du das Rithsel von dem Frauen-
paar,
Die liingst sind todt und dennoch wieder-
kehren
Zur Htittonfesteszeit in jedeln Jahr .


ln n tD- ift i

TT T -
..


111. Zwanzigstes Ritthsel (E S. 9 No. 45).
Versmaass 2 (8. 7) r~mrn uI=K mit zwangloser Einschaltung von Schwa mobile.
Wenn je oin Kluger waihlt ein Wort, l~D ni~ S t' _


So wirft vom Schluss s das Haupt er fort.
Entferne du noch acht daraus0o
Und tausche um des Mittlern Ort"!


nzoa -psrn 2jii


1) tiBM1 E; aber diesel mAnnliche Form stimmt mit der weiblichen ni;3fn sogleich in Z. 4 iir das-
selbe Substantiv MIN nicht iiberein, wiewohl das Wort in der Bedeutung ,Buchstabe" bei IE allerdings
sowohl mannlich als weiblich gebraucht wird (s. Bacher, Abruahm I1 Esbra ils C ramuautikhr S. 46 A. 1). -
Ich vermuthe daher I7lS womit der Buchstabe Resch bezeichnet wird, wie S. 207, A. 15; S. 209 A. 1. 5. -
2) i'nn7 E. :) Bringe die so erhaltenen Buchstaben pt' vur 2 (f2 = Haus). 4) :p'' nach E S. 9. -
5) Die LOsalng dieses riithselbruchstiicks: D12U3N A braham, ist im Diwan selbst (S. 6) vermerkt. Ich
erklire die Worto so: Den Namen Abraham trug der Patriarch nicht znletzt; denn viole sind in Israel
nach ibm benannt worden und der Vf. Ibn Esra hatted selbst den Nameni Abraham. Der Patriarch
trug aber auch den Namen nicht z u erst; denn bis zu seinem 99. Jaihre lautete sein Namen C3sN, Abram,
nicht D;M3N,Abraham (1 Mos. 17,1.5). 6) Wenn man die Buohstabon des Wortes lpa .,,,Sprache",
aus dem Worte M3TL'N 1'26 von Anfang her (1 Chr. 15,13) entfornt, so bleiben die Buchstaben
rii 3 iibrig, welche richtig geordnet den Namen ;IZ-N ergeben. 7) Die Ueberschrift im Diwan giebt
als Lisung N'1'inN, duftige Pflanze. womit der iiblicho Festesstrauss des Hiittenfestes bezeichnet zu werden
scheint (3 Mos. 23, 40), worin Palme ('tIn) und M-rthe (nlj 1) nach der Halachah 3DT Sing.:
Mti-3) vorkommen. Beide hebraische Namen bezeichlun aber zugleich biblische Frauen: Ta mar (1 Mos. 38, 6;
2 Sam. 13, 1) und Hadassah d. i. Ester (Est. 2. 7). 8) D. h. hier: von dem Worte MnnrN. 9) Hebrai-
sirende Bneunnung .N1 flir den iiblichen aramaischen Buchstabenamen il'' (vgl. A. 1). Nach Aussclheidung
does bleibt also von M;1nN iibrig: ;inNZ1. 10) D. hl. n, dessen Zahlenwerth 8 ist. Es bleibt dann iibrig
7i3N. 11) 3 sell seine Stelle wechseln, so dass MiN: entsteht. Das Wurt (-5i), das der VerstB dige
wlhil, ist so, dass man von ibm sagen muss: -0MO es ist geziemrend older schnli. Die gewinnende Lsung
fIN bei KD S. 152 setzt voraus, dass IE plInn (Z. 4) bier in ganz ungowshnlicher Bedeutung nach
2 Chr. 28, 21 gebraucht und das Wort n)11nN3 (Z. 2) ein statt zwei mal gesetzt habe. Neuerdings hat
Ka ufm ann brieflich mir folgende scharfsinnige Deutung noch vorgeschlagen: In Z. 1 ist r t fUr a
zu lesen. Setzt man den ersten Buchstabon ans Endo (Z. 2), so erlialt man t .n. Entfernt man n (Z. 3),
so bleibt f1. Theilt man (plinr,) den urspriinglich mittleren Buchstaben (Z. 4), so erhiilt man i,,und
zusammen mit nD findet man D0, den Diamanten.





Wortriithsel in alphabetischer Folge.


112. Einundzwanzigstes Rilthsel (E S. 9 No. 41).
Versnlaass 2 (S. 7): l1inn UZK zwanglos wie in Nr. 111.
Des Lieblings Namnensrithsel werd' ich dir s 5]i? .. f11
Vor Betlehems boriihimten Alten nenuen 15't
Ich schreib' ans Ende Jmniands HIaupt. -p" ,t '[Vxrn] ".rn :ins.
Wen ich
Dariiler setz' als imnptl,5, er wird ihn 1'
kennen c.


113. Zweiundzwanzigstes Riithsel (E S. 8 No. 37).
Versmaass G (S. 9): nDl in nfLo -inW Ml n 1ni -in'.


Der N1am'7 hat virn cin Zehntel Kaft,
Ein Zehitel Kaf am letzten Orts;
Als Zweites wird gezilhl, ein Kaf,
Doch Kaf [ehlt ganz und halb aucn dort t"
Nilmm dani als drittes Zeichen Kafi1,
So konimmst du richtig auif das WortN2.


rjs pal ns [n]''?i~


irwarn-cu sam
T ; r -~ T a
hn* :n) 0r


114. Dremiudzwanzigstes Rilthsel (F S. 9 No. 39).
Versuiaass 8 (S. 10): r1r:n nWr imn nmurn mncz -in' mnsnn 4nrv.


Ein heimlich W\under ist sein Name im
Bolginn V.
D)oh w\eiter fringe iln zu soinoem Hanuse
hin 1l!
ierauf fiiflinhundert setzerl, dani dahinter
seclis 1i!
Und der Betrag von achtzig 1 sei zum
Shiluss darin !


rin? ha itng pg


SrinmI n= ttm rins

T< tK CP;!SKf-l4


1) Die in dieser Zeile, dem Versmaasse zufolge, jedenfalls fehlende Silbe erganze ich durch das in
Klammer gesetzte 'Wort, wobei IWN1 in Ilen zwei zusammengeh;;rigen Halhversen, ebenso wie in No. 108,
zweierlei, zuerst nihnlich ,,Anfang" and dan ,,Resch" als Buchstaben zu bedeuten haitte. Das sonst
dunkle Riithsel findet iihordies hierdurch eine einfache LUsung und biotet keinorlei liirte in der gramma-
tischen Construction mehr dar. 2) E: 1CD1 wahrschoinlich Schreib- oder Druckfohler. 3) Aus Bet-
lohem warren ]'P' Ihzan, der Richter (Richt. 12, 8), and i3 UBas, der angesehene Ahn des David (Rut
2, 1 if). Vorn an diesen Edlen Betlohems (Cfl n': p; n : ) werden die zwoi Laute N u. 3 wahrgenommen. -
4) loebrlisch: '1 C'NI hat aber auch den Sinn: Ans Ende des gesuchten Wortes schroibe ich den
Anfangslaut des NVoltes S d. h D.- ) l hobraisirt tiir tt'1, den Namon des Buchstaben 1, (Nr. 108
Z. 4; Yr. 111 Z. 2) der vr r D zu stolen kommt. 0) Der gomeinte Freund und Liebling, Namens 012N,
weiss, was ich hier als W1~N versteho, donn 1 ist Bestandthoil seines Namens; es ist kein ihm fremdes
,,Haupt". Anders KD S. 151 zu Nr. 41. 7) E S. 8 l]st dieses Ritthsel in kurzgeoassten Anmerkunigen,
die im Folgenden nur ansfiihrlicher und weiteren Kreisen verstandlicher wiedergegeben worden swollen. -
8) Der erste Buchstabe des gemeinten Namens ipY Jakoli, ist ein Zehntel vom Zahlonwerthe des Buch-
stabennamens ), also ist 9F/10 100/10 10 ). Da der Zahlenworth des Buchstaben 3 selbst 20 ist,
so ist /'10 20/10 2 3, d. i. dor lotzto Bnchstabe von 32r 1o) Der zweite Buchstabe des ge-
suchten Namens ist ~J (20 -j 10) 100 30 70 "-. 11) Der dritte Buchstabo isl der vlle Zallen-
werth des ]uchstabonnamons 3 100 p. 12) 27:', Jaklob. 1:3) Eig.: Ein vororgenes NC d. h. die
Umkehrung dieses Worles, niinliclih t steht als orster Buchstabe in dem zu Isuclosdtoni Worte. 14) ,,l[aus",
hebr. nf'. bezeichnet cben dieson Buelistaben. Z. 2 also besagt: N mit seinem Nachhar 2 vereinige zur
Silbe "N. 1i) Der Buchltalenname Z'c hat don Zahlenworth 500; man setze also 1 hiinter 2N. 10) Dor
Buchstabenname N.- hat dion Zahlenwelt:h 6 ; man setze also hinter 13N. 17L Der Buchstabetiname CD
hat den Zahlenwerth 80; man setze also C hinter -inNS. 1i) Lisung: Mi2sN. Dieselbo giebt bereits
aul] Porges a. a. U.






210


Abraham Ibn Esrn.


115. Vierundzwanzigstes Rithsel (E S. 7 No. 24).


Versmaass 7 (S. 9): mMilni 1 rI~UWn
Es suclhen Schaarcn der (czelle keuschen
Sohn5;
Sein Nam' im Wort erklingt imu glin-
ligen Verland G
Wio in der Schrift, seit ihn das Buch
verzeichnet hat 7,
Und seines Rules lr:tcht sing' ich imn
Liedgewand l.
Sieh' jedil R Einen Laut
Und noun' ihn nicht; doch lies die Verse
mit Verstand:
Im dart vermissten TLateszicien barg ich
ihn 1o
Und dieser Zug, er nmacht Verborgnes dir
bekannt ".


rw i -in' mnin vi -in .





nix S Dn 3A r3: -ii)1

hna^-'"t pptix Th31





I'tr pr^t tr1n no in


nbss;*I' `1 ? ll o;a -m


116. Fiinfundzwanzigstes Ritthsel (E S. 8 No. 34).
Versmaass 6 (s. 9): nimn TI'nc' rt nidn 'nv1 -in'.


Sprich einen Namen von zwei Zoichein aus,
Von denen jedes ist ein Nam' allein,
Und Zeichen, deren Laut verdoppelt ist,
Fiig' ihnen bei nu Eines Worts Verein 1?!
Der Nam' ist's der diazelle, lie so geizt'1
Und ahnungslos ist sclild an ieiner
Pein 4.


n I-' a -n


Dram ? n n3rr 's
1 -z b x
K k4 -


117. Sechsundzwanzigstes RIithsel (E S. 7 No. 29).
Versmaass 7 (S. 9): M mL'1nI 'inl Mnrtn 'nimn nrT':n nil "In".


Kanust fiiglich acht von fiinf du lassen
schwinden,
So wirst in dreien dn den Namen finden 5.


rrv%,~3T1 rt33


1) n133 u E unpassend; ni3 Jes. 27,11. 2) Vor DT ergiinze man, wie liters, in Gedanken:
It~h. Ebenso vor "> in dom folgenden Halbverse. ) KD S. 151 fiir ]n bi E. 4) Xach 3 Mos. 5, 17. -
5) Alle sehnon sich nach dem davongezegenen Lieblinge. 6) Seines Naimens (Isaak! nach der treff-
lichen L;sung bei Porg es, Mtsschr. 1887 S. 239) wird im Gotteshause stots gedacht, entweder natmlich in der
Segensformel ( :13' )V, welche viele Oemeindemitglieder fiir ihn in seiner Abwesenheit sprochen lassen,
odcr im Gebete, wo der Name pn"t zur Bezeichnung dos Patriarelon, ffters vorkAmmt, wie in der Formel
pnri '~iN oder in dem betenden Iinweise auf die Opferwilligkeit des Patriarchen (ip 1 7'1)',. 7) Der Name
pn11 wird niedergeschrieben, seitdem das Gottesbuch ihn enthilt. S) Tf. lat ihm manchcs Lied, z. B. oben
8. 111 No. 09, vielleicht auch andere mit odor line Namen des Gefeierten, egwidmet. 9) Porg es a. a. 0.:
,,Der erste Vers (die ersten zwei l[albverse) dos R.ithsels enthilt Loin '. der zweite kein L der dritte
kein n der vieite kein p." 1t) Den Namen pn 1>. 11) Eben den im I thsol aufgegebelien Namen. -
12) Nach KD S. 150 ist der zu suchende Name DM: Nachum, wcrili die ersten zwei Buclstaben
biblische Namen sind, und zwar ]'j (Vater Josua's 2 Mos. 3:, 11 u. sonst) und -nl (1 Mos. 10, 15; 23, 8 ff),
die letzten zwei Fuchstaben aber ihron Laut in ihren Namen 1n und C= wiederholen. 13) So sprode
ist und meine Liebe unerwidert lisst. 14) And3rs erklirt diesel Schlnssworte KD S. 151 Z. 1. 15) Die





Wortrithsel in alphabetiscler Folfe. Gtrammatisches Rfithsel.


11S. Siebenundzwanzigstes Ritthsel (E S. 8 No. 31).

Vtrsinaans 7 (8. 9); nrSW "iri mninn wln "inm rmmn mrnl nl1.

Stcht ab von mir und einilnal l sst miniili i a 1-t
klagen lant!
Fort ist mnin Sclatz. Er stand in der Dit'K W n:") l T1
(Iazellen Spitze.
Er ist >entriilet, Inid Kiniion gieht's, tder iR *>" S1 W KtIn

Er titronlt bei i Ehrenllgal in Oi do. m I erstl n DvT I fiit$3 t Z Sim
Sit ze.



b) Sachlrltisel, theilweise mit Anspielung auf den Wortlaut.

119. Achtundzwanzigstes Riithsel grammatischen Inhalts2

iiter die Vokalbuchstalben it K, ilm AVesentlich', n nach dessert Wortlaut in tier
rabbinisclien Bibel von Venedig 1526 (V), bLrichtigt nach dcmn Profiat D1 ran
vorliegenden Texte in Bet talwmud 1 1 81-183 (P) und mit Angabel dor wicitig'eron
Aimwicihungen in sptiteron Ausgalben (Sp) und in in nrl des Imi manu I b. .1e-
kutit l ails Ilcnovent in Bet tol/tudl daselbst (J). Die Oxforder Hiandsrhriften
Nr. 253 (01), 20345 (02), 2073,!) (03), welclie Dr. NOubanur fiir millh zu
vergleichln die (liite hatted, sind jiingere Absehriften und fi'rderten mnickh in der
Borichtiguno dies Text(s nichlt. Dasselbe gilt vin der Hdschlr. des ]rit. Mus. in
Lonidon Add. 27144 (L), iwclche Rev. Singer das. fiir inich giitigst verglichen
liat. )as (ledicht bIstelt ans einem zweizeiligen gereilmtn Eigngango und sllhs
f,..l' Il Stropihen, deron je erstle drei cZilen ihircn ,ignen 1Reim, deren lotzte zwei
Zeilen tle Reim tder EingangKsvtrso hlabn. Akrostich: it 'sR. Abfassungszeit:
nalh 1154i (s. S. 213 A. 20). Versnlaass: Zwciimal rmvin uyI3nxi inr'1 flm in
jiedmn Verrs'.

Mein Ritihsclwort vernlahionli Kenner, die's 'a=M'33 9 nit8 7 *1i :*tn
erstaunlicl lindlen; 'II

Duch allies Milihen ;ei.tbogal)ter konnt' es ", ; 1'. ^.-2..n- as Iy
nicht ergriinden. 7l


Lisung muss alch lier an den hebritisEbein Wortl'ut lankltiilfeon: iinimst du n= 8 von demWnorte 'ltn,
welches fiint bedentet, weg, so bleibt der dreibuchstabige Name m: Moseh, iibrig. Das Rlithsel
ist iibrigens auch im Diwan des Jeludlah halewi Ms. Oxf. 1970 No. 226 (Neubaner, Catal. Col. 648)
enthalten.
1) Auf einen Liebling Namens Samuel (i.llt), dentet sowohl das Akrostich der eisten Zeile als
die Anspiolung der Schlusszeilo auf 1 Sam. 9, 1:. 22. 0) Dos grammatische RRithsel iiber Dagesch
lT.'3Ii 5 l nIM), welches Ahron Chorin in 191D p2N, Prag 1828, S. 48 mittheilt, ist nicht von
Abraham Ibn Esra (Steinschneider, Cit/l. Todl. .8116 und Bibiographis.hes llntlbuchl fitr hild'.
Sprachrllude S. 68 No. 970). Noeh ein grammatisches Rithsol iibor die Buchstaben :) in C'N nlln,
Breslau 1799, mit Commentar von Eleasar b1. Salomo Lisser, und am Schlusse von Min" nc des
Ibn Esra ed. Lipplmann S. 50a, wofiir als Quelle in e'N nMIMn das Buch nlt'n minxi angegeben wird, ist
ganz in Prosa gehallen, gehort also nicht in unsure Sammlung und ist auch kaum iiberseozbar; nur sind spiiter
vier Verse ais Nachwort hinzugettigt worden, welche hier eine Stelle finden migen: 7'y;i ii7 Ti'
ir' T5 c ;, jr s: ts ncrui npinoL nI ip N' W; r. .) 7I L gogen das Vermaass. -
4) D'01n PF; C'17' J. 5) )D fehlt in L. 6) 9.'Z10 L. 7) 156 J.





Abraham Ibn Esra.


1. Ein Vater zeugt' acf Erden Vaterl1 und
der Briider vieri";

Nicht Stuffe schwcr und leicht, nicht
feuchtc, trock'neo- deinke dir!

hlr Riiderwerk schwingt um durch sie;
doch rnh'n sie sellst dafiir i.

WVie joner Hlimmelswesen vier, demi
Blitz gleich, sich entziinden',

So shihst do diesel vier bald klar,
bald wider in Entsclwinden so.
2. Ilhr saht es sclbst, wie woinderlar sich
stots lIhowihrt miin i Wrt21:

Wioe deren erstem blieb des \erthl
und Rulfs erater Ort'2,

Wie er dem zweiten ist gesellt, duclh
still verstuinmenod dort '.
Den dritten nennt der L erer Millid,
die doppelt ilin verbiinden i ,


nsl7N 3N as T^-I rmsS


D tifl DDZ m





w~p; d1iti lo







171 ; ZY i
i"a*-im sot a n P3?






1:1 sip3 "iri? 1! ^ y p|D'i3a) & 10

t3^3!-I ung3 i^2 "*'*^^-I

""?


1) So lese ich mit geringer Aenderung der LA in P: cr'iN ri"nS n N iS 'c;i i'no2 w-rin das
Versmaass verletzt isi. Aus ,FITi1 3xN N glaubte man vielloiclt, weil doa zweimalige :N fir fehlerhaft galt,
n;iH 1 "N"iN machen zu diirfen, vernaclaiissigte :ber dabei oben das Versmaass. Noch verderbter ind
andere Leso;rten: D'nr (! rirmxl N -'b51. 'N "IN V gegen Versmaas und lichtige Wortfolge; ebenso
D'rN ,ri Nr N ilm 1 -i i :N Sp, we der Anfang absichtlich geiindert erscheint, um N an die Spitze
des Verses zu bringen nnd das Akrostich OmiMN hier zu beginnen, whllrend iibersehen wurde. dass N
bereits in den Eingangsversen vertreten ist. In cod. 1590,3 Noub. (Catal. S. 5,4) eiklart der darin ent-
haltene Commentar einen wiederum anders lautenden Anfang FInNMi ]n 2S mit den Worten 2"i 13"). -
DOlni N 31N 03 und D'Z3 nl1iN n1V T ii L, enthalten wieder andere Fehler. ) NHl LV gegen das
Versmaass. :) Desgleichen NH1. ) 11ijLD P; jlDtn JL. .1 rCmlS Cod. 15 lIalberstam gegen das Verm-
maass. 6) o '11 V. 7) nrin YImN L; M;Mi r xN V. -- ) 1T11 1 ). 9) -:' V. 10) C1: IL. -
11) M l3~ P. 12) 511i; cri i5 rip L; il;.1 1' npMi P; 5r1i c?-i at V (,line sinn. i3) So J u. Sp.;
1Tlp7 L; NM1ip nMC=1 )D1Z iS c1' P; Ni; icirWCi '::e .r 01c: ; Vc .-14) V'.HS V.- 1) Der von mir
vermuthete Wortlaut beruht darauf, dass :i im Hebraischon doppeldeutig ist. Das erste :N nlimlich heisst
Vater und bezeichnet Adam, den Vater des Menschengeschlechtes, welcier als Irheber der hebraischen
Sprache gait (oben S. 59 A. 4), das zweite :N heisst 2"N, das Alplhalet, in welchem eben jene vier Briider
(mit einander verwandte Buchstaben) a"inN vorkommon. Die Uebersetzung musste diesen Doppelsinn fallen
lassen, nuch kann ja das Alphabet als ,,Vater" und Urheber des Wortschatzes gedacht werden. 6i) Die
Buchstaben '"inN. 17) Niclht die vier Elemente der griechisclen lPilosophen: Erde, Luft, Wasser,
Feuer. is) Die iibrigen Consonanten des hebr. Alphabets werden durch die in wiitN sich darstellenden
Vocale in Bewegung gesetzt, d.. h. oirhar ausgesprochen, w:ilirend "'in selbst zuweilen in ihren Vocalen
nufgehen und ohne consonantischon Laut sind. 19) SVirtliclh: In ilinen orscleint das Abbild der vier
Thiergestalten, die im Himmel gehclaffen worden sind. Gemeint sind die viertleiligen Chajot, die wie
Blitze zucken (Ezoech. 1, 14).- 'o) Die Buchstaben 11aN woerden lbald consntiantisch hurbar, bald vocalisch
verfliicltigt gesprochen. 21) Der auffillige hebriische Ausdruck dieses Verses orklirt sich aus dem ihm
witzig beigesellten Nebensinn: ,,Ihr selbst seht es, so oft sici zeigt Nt.: -' '" n ; in diesen drei WVorten
nsimlich worden die vier Buchstaben m"'iN zwar in der Scirift geseben, aber fir das (bhr sind sie ruhend
oder vocalisehi gebrauclt, in )1:2, a in I'; ,1 und N in N11:. 22J N ist Erstge hi rner in der Reiie
der vier Buchst abenbriider (V. 3) 'ISN und zngleich erster Buchstabe, gleichsam Erstgeborner des
ganzen Alphabets; daher seine Auszeichnung in der bprache durch Verschmelzung mit fast alien Vocalen.
Vgl. Zrichol i2a ed. Lippmann: mni-sa 1Ni: ot; j: by a nri:n inN m isi: n: te' Has i 1:Na -ci:mi. -
23) i hat den Buchstabennamen Nr ; in diesem Namen wird N nicht consonantisch, sondern unbirbar als Vocal
gesprochen. 24) 1 nennon die Grammatiker 11, wobei 1 doppelt genommen, den Xamen des Buchstaben bildet.





Grammatisches Rdithsel. 213


Den vierten auclih, den sie an WertIi
verdoppelt gloichfalls findcn1'.

3. Der erste Bruder gilt fir Mann unlt
W'eil) 1. Der zweite dinn
Gehrlt Zull Weib16. D)n dritten
wiedrr kennst du liingst als Mann17,

Weisst, dass der vicrte vorn nur Mann
und hinton WAcil sein kann s.

Eilt, ihr Gelchrten all', herbei. Vicl-
leicht kbnnt ihr cs findon.

Boim Kinig Israols fragt 'an '. Sonast
mag's sich euch entwinden.
4. Der ersto thrut in stiller Macht in
sechs. der Sphiaren freicu.
Dann kulint der zwoitc; soin ob;liet
erstreekt sich iiber drei2-.
Die zwei zulotat mit hartoen Rul'e
horrschen iibor zweis2.
F'orscht nach und lest in (ottes Bich!
Es wird oucih Solcles kinden.
Ilr selit s diese und dio vier an des
Alenschen Schiipfunig bindon 1'-!


24
,-4 Mi ,1 M in 1n 1it

SYT1 S'Li tb ,NI- n?3







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-i^ nro-n "Ib1^? a''^ m s18 20



w-ia~i '"I'-1~.~IK' T~a'Kiot i3 ar~


1) a n: tiM n: p cI 'inrli- L; INSn5 1e:3 5plnn 2r-lnni I'; is-Bo ipn pn t 'yv'nr v. -
2) 1 '11)I1 Vi3 L und Cod. 15 Halberstam, gegen das Versmaass; -:;:2 -nl T ?1 i'ttl 1N-i V verderbt. -
3) 12 ) '121 oM DN LP; 13123 l"n2 -o nN V. i) r1nN yV. -- 5) So vermuthe ich mit leichter Aende-
rung der besterbaltenen LA in P, welche lautet 113 1z1v1 2niD b-i. Writer geht die Verderbniss in
1W D1'Ir1: 01, 1N 0':1i-N ), 1 1 TM 12B C' V, 1iN1 V 1,1: Vl' Sp. (;) 51N P und 51Ni V gegen
das Versmaass, da zwar ein Schwa mehr zu setzen frei steht, das flir das Verssnaass bezeichnende Schwa
jedoch an der Stelle, wo Jated hingehirt, bei IE nict fellen darf. 7) Statt dieses Verses steht in
L hier unsor V. 21 1Ni'p "IED 1 ii riD T 1 'p, worauf dann V. 17, wie hier, folgt, dann aber die ganze
Strophe V. 18-22 fehlt. s) Aus 2 Mos. 20, 17. iND3nnn 'r13M i is-n' *fPa iNI. V. 9) -, 1 Pv. -
10) ))W,7 llnN V. 11) 0':2n C-n n'Z t:i 7 J Sp mit oiner Silbe zn viel. 12) -Nach Jes. :4, 16;
1N1p21 TC ';, ... V; 1sN11 D'l-NTI -N D iYD 11'2 Sp. 13) So lese ich dos Versmnasses wegen statt
'iUN ri21'N DN N1n3 CI2 in V und M; 2is- tiS D Nni D1' bei Sp. 14) 1 heisst "l', dem Zahlenwerthe
nach -20-2x 10 2 mal 15) N z. B. in iniCN bezeichnet die erste Person sowohl manilichen
als weiblichen Geschlechts. 16) n als Endung bezeichnet das weibliche Geschlecht bei Substantiven
uud Adjektiven sowie beim Prateritum des Verbs und bei den Suflixen. 17) 1 am Ende ist Suffix fiir
die dritte Person mianlliche Geschlechts beim Verb und Nomen, z. B. in 10ln, inT. Is ) im Anfange
des Futurs bezeichnet das mInnliche Geschlecht, z. B. in 10n', am Endo des Futurs and Imporativs
das weibliele, z. B. W1n,II 1!) Der K6nig Jehn von Israel 12 Kin. 9, 2 if) enthlilt in seinem
Namen Nii' nichts als die Buchstuben "1iSN in anderer Reihenfolge. 20) N ruht als vocalischer Laut
hinter den sechs Vocalen Kamez, Zero, ('holem, Schurek, Chirek und Segol, nicht aber hinter Patach,
dem stets vielmehr ein consonantischer Laut folgt (S'iil r, bcrr. S. 18b ed. Lippmann; s. A. 5 das.).
Friiller hatte IE in Zachot (verfasst 114.5 in Mantua) S. 12 a don Buchstabeon auch hinter Patach in
i3NZ (Jes. 10, 13) und noch im Excurs des gangbaren Coommentars zu 2 Mos. (nielt vor 1156 ver-
fasst; oben S. 63 A. 3) 3, 15 in nNsn.5 (Sacharj. 13:, 1) als regelmassiges Beispiel vocalischen Gebrauchs
gerechnet. Hierans ergiebt sich beiliiufig, dass das vorliegende Rithsel einer splitern Zeit
angeh6rt. 21) ist Vocallant hinter Kamez, Zore und Sego], wogegen ; hinter Schurek oderChlolem
nur Stellvertreter fiir 1 ist (Sif. ber. 20a, wiederum abweichend vom Excurs zu 2 Mos. 3,15). 22) 1 ruht
hinter Cholem und Schurek, 1 hinter Zore und Chirek. 23) Die Stelle 1 Mos. 5, 1 mit den Worten Mii
DiN t ~c~n5N t1 )' 3 miS ni m in ii D ,,Dies ist das Buch der Nachkommen Adams. Am Tage, da Gtt
den Menschen schuf", bietot in den Worten R;., nriS 1c' N iZ die vier Buchstaben "'lIN als ruhende
Vocallaute und in ihren sammtlichen Worten zugleich die sammtlichen sechs Vocale (A. 20), hinter denen





Abraham Ibn Esra.


5. Der vierto hat des written Zahl umn
so viel itberreicht,
Als unser zweiter (lie des erstens.
Und das merkst du leicht;

Auch dass der mittlern Brtider Bund
dem Bund der Lussern gleichtio.

Wenn aller vier Betriige ganz auf
Einor Wage stiinden,
Sind sie vullkomimen jenen gleich, die
sie als Stiitz' empfinden o.
6. Der erste zcigt uns Kopf und Fuss
nebst Rumpf und hoch den Arm 2,
Der zweite Doppplformn ll: sein Bruder
senkt das Haupt voll Harm2.
Der Kugelhilfte gleich umnschliesst der
vierto cinon Schwarm2.
Taucht, Geistbegabte 2., nieder in des
Wissens Fluthongriindcn!

Mein iiithsel 16st ihr nicht, eh' so
ihr lost der Fl;achheit Stinden.


it t', M- ^ ^






s1fl% KI 1n 0 25



1xv DvwZtZ -Zt v 'U mi TI'm




12 ipaiso i s i' "K-

ipnt a


*rsa o'a
7I*u .n7 -n-on i ** 4 is *
'= rSnnn


sie ruhend vorkommon. Die V;ihl gerado dieses Bibelverses zum Beispielo machte es aber dem Ver-
fasser miglich, Ausdriiek zu wihlen, die noch einen andern wohl annehmbaren Sinn ergeben, dass
nimlich zugleich mit dam Mlenschen die zwei Triger der Consonantensprache (V. 5), die Vocale nitmlich
und die sie vorstellenden Buchstaben 1"IN gegeben warren.
1) So vermuthe ich nach der Construction in V. 24 fir W'rn ':2 L LV nnd I2Y 1EC .101.2.:i. Sp,
unhaltbar des Versmnasses wegen. Auch scheint tOt vom Rande in den Text gerathen und urspriinglich
eine splitere Algabe desjenigen Gesichtspunktes gewesen zu sein, der in dieser ganzen Strophe herrscht,
niimlich das Z'hlenverhiiltniss der Buchstaben 1'1M zu oinander and zum Alphabet. 2) Ich folge L, we
die LA Inutet t'W tliiN I and nor, wie oben geschehen, i hinzuzufiigen ist. Die anderen Lesarten
sind aus dem Ausfalle des Wortes i't',: hervorgegang(n, das man dann rathend durch -:1 r erg.anzt hat,
was weder slrachlich noch metrisch geniigit. So Ui.2 und Sp, wogegen 0I' und V in der That dieses
n2Dl nicht haben. ) n.-" Sp unrichtig. ) So vermithe ich nach V. 9 und 1:i; iir das dom Vers-
maasse widerstreitende 11t'Ni;n oder das ohne Artikel hier unsulassiye peN1 miner Vorlagen. Vie es
scheint, war p ~ ;M urspriinglich am Rande von spiterer Hand angemerkt, um i T: im Texte zu er-
klaren. 6) So LV; j1n:5 I i (Q3 ; i:t1' V1 i Sp. Die Vocale von ]'7 .i als Absolutus setzo ich nach
Koh. 1, 11; 2,16. 6) '11 L. 7) C' N fchlt in P. 5) p X'1: V. oi LecD L. wahrscheinlirh aus
einer erklirenden Randbemerkung entstanden. 1o) ~ni: VSp. 11) ': LI. 12) pj1.X 1 LV. -
1:1) V531 'CMn '1'1i V. 14) i ?n no :n 10 ism LY; n 1:n P. i: JIn L. 10) nx fehit in V. -
17) 1Lfnn L.- ls) Von den Buchstaben l'n1N sind 1 10, 1 l;, 5, N 1 u. 1 n N 4.-
19) 1 + 1 N X .-- 11. 20) N + -i -i +- 22 wie die Anzall der Buchstaben im hebruischen
Alphabet; dieso Buchstaben worden aber erst durch die in '":'1 dargestellten Vocale aussprechbar oder
nach arabischer Anschanung ,.in Bewegung gesetzt" (V. 5) older getragen. Vor IN'.' ergiin/e lmn I ZN
und dahinter Dm niamlihli die als ,,Getragene" (C''O';) bezeichneten C'onsonanten. Als Subjekt von
1N50' sind oben die Buchstaben '"i's zu denken. Wie in 1 Sam. 30, 24 sind : in .-: und _i in '1:1
zum Ausdrucle v'Illiger Gleichhoit gesetzt. 21) In Zwhiut 12) ed. Lippmann sogt IE: Die Form des
Buchstaben Aleph gleicht dem Kirper eines 3lenrchen, der lKoif, Rumpf, Hland und Fuss hat. 22) Zcihot
20b: Jeder Buchstabe bestcht aus einer zusanmmenhdiigedeni Figur, das lie ausgeonommen, welches aus
zwei Figuren zusammengesetzt ist; seine Gestalt ist niimlich zuorst ein Strich nach der Linge nnd naich
der Breite und dazu dann noch ein davon getronnter Strich. 2:;) WVortlich: Der nclhste Binder (niim-
lich 1) ist wie ein Binsonhalm (mit gosonktem Ilaupte). 24) Zchlot27a: ,,Die Gestalt des Jod ist eine
Art von Kugel, welche die Verbi ndung allies Inlialts hedeutet. Der Name Jod liingt mit mins (Neh.
12, 81. 38) zusammen", welches niimlich Siiugerchor, also eine V r bi ndug von Menschen bedeutet.
Vgl. die Schrift fiber die Gottesnamen ( '1ri 1CD), Kap.S und Jesod mor, Kap.11. 25) W;Vrtlich: ,,In
wem Oeistesbildung ist", da D0 wie 4 Mos. 14, 24 gebraucht erscheint und 'o verallgemeinernde Bedeutung






Sachrdthsel.


120. Neunuindzwanzigstes Riithsel (] S.9 No. 46).
Versmaass 11 (S. 11): ,nIml m i *minl nl ni n 'nU.
glingen gelehrt 0'*S DZ trnr


ein RIthsel auf, der Dichtkunst werth 4.
Wer ist der Gottesmann, der nicht
stets Gitzenmann ist umgekehrt ?
Der einsam im Palast6 als Fiirst
im Finstern thront, des Lichts entlehlrt,
Vereinsoamt, bruder-, kinderlos 7,
ein Held, der Heeren siegreich wchrt ?
Steinhart verhegen Maauern ihn
in Reihen, mehr denn Goldschmuck
werth '.
Der Thore Fltgello schliesst mit Kunst
er, die der Riegel ganz entbehrt.
In sie am Sabbat Zufuhr schaften
wird durch der Weisen Spruch gelehrt1,
Uin, wie mit Palmen, rings den Schwsng
mit Fleiss zu iiben unverwohrt s.
Soin Haupt 13 bewegt er frei, am Fuss14
mit Wurzeln, Biumen gleich, bewehrt.
So ist er saftig'5, wie Gehilz
am Quell gepflanzt und wohlgenthrt.
Ob zart auch, ist or Mann des Worts 16,
ob klein, als thatenreich bewlihrt.
Bald streckt or, bald verkiirzt er sich
und gleicht doom Gaukler kunstbewehrt.


Ich gobe JUn


wie 2 Mos. 24, 14; 32, 26; Richter 7, 3 und sonst hat. Geliiuliger als 1 Cw wiire die Construction '2 in
der oben A. 14 angefiihrten LA nach 1 Mos. 41, 38, weshalb denn auch diese LA nnr verdeutlichendo Correctur
sein mag, wenn nicht tflschlich i' gelesen wo den ist. Zur Sacho vgl. oben S. 177 Z. 196-217.
1) KD S. 152 zu No. 46 fitr nm n bei E. 2) 51il E. 3) UV=n E. Diese hier nothwendige
Aenderung giebt auch schon Porges Mtsschr. 1887 S 275. 4) KD das.: ,,Unzweifelhaft ist die Zunge
gemeint. 5) Die Zunge ist Sprachorgan und insofern der Mann Gottes, des ,.Redenden" (5 Mos. 4, 33:
"131 2 'i' 51 D'1 'i) ; aber nicht immer, vielmehr nnr selton, der Sprache beraubt, stumm, und
insofern der Mann der als ,,stumm" bezeichneten GGtzen (Haback. 2, 18: MD)'N -' i )). 1) Im Munde.
Vgl. oben S. 125 V. 18. ?) KD S. 152 vergleicht bereits zutreffend das .edicht ,,Streit der Sinne"
(oben S. 125) V. 18 und 20. s) Die IMacht des Wortes erweist sich oft als wirksamer und erfolgreicher
denn die Mittel iusserer Gewalt. Vgl. oben S. 125 V. 19. 20: M11 'N 1'7 '2351 .. nit D1. n0 i im. -
9) Die ZRhne. 10) Die Lippen. 11) Jede Zufuhr zu anderen Pforten ist am Sabbat verpsnt (Jer. 17, 21.
24. 27; Neh. 13, 15 if); aber diesen Pforten, den Lippen, Lebensmittel zuzufiihren ist von den Weisen
der Vorzeit als zur Feier des Sabbats gehirig geboten (bab. Schabb. 118a). Vgl. schon KD S. 152. -
12) Damit die Zunge am Sabbat sogar, wie der I'almenzweig am Hiittenfeste, soweit dasselbe nicht auf
einon Sabbat fiillt, hin und her schwinge, um violgeschaftig dem Kauen und Schlingen Vorschab zu listen.
Vgl. ob. S. 125 V. 22 von der Zunge: Ol'Tl 13;,1 Eir s nlNi Hr D "1-in. 13) Die Zungen-
spitze. 14) An der Zungenwurzel. 1o) Durch den von den Schleimdriison der Zunge abgesonderten
Sclhleim. S. Klaufmanni, Dic Sinne S. 158 A. 2. 15) Vgl. obon S. 125 V. 20.


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Abraham Tbn Esra.


Er steckt bei Tage und bei Nacht
in Perlenringen 4 ungestort;
Die hohen nur sind selber hochl5,
Die niedern niedrig umgekehrt .
Tritt er heraus und zeigt sich so,
erscheint or albern und bethirt.
Er frisst wie wild sein Ebenbild7,
gloicht Ldwen ganz, zorfleischt und zel rt.
Er tidtet manchmal und belebt;
sein Wort fillt Leichen wie ein Schworts.
Wie Seide weich, schligt wuchtig or,
wie Meisters Hammer wohlbeschwort .
Auch hat er Truppen ohne Zahl,
hat Mannen und Fiihrer, treu bowiihrt i.
Zu ihm halt Chebron und der nahmi
von Abraham des I'eldes Werth n.
Des Kleincn Bott ist gross, wie einst
Dem Riesenkinig eins gehoit 2.
Von dreissig bis zu funfzig fast 3,
was ihm als hirig sich erkliart.
Voll Kraft ist stets er wic ein Mann,
wenn er Muslimenart begehrt ";
Er ist den Mann und Weibe gleich,
wenn er in Israel vorkehrt 5;
Doch wieder wird er ganz zum Weib,
So er Romanen Treue schwirt 10
Sein Erstes iiberragt den Kest;
ihm ist der Fahnen Form bescheert17.


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D~n'^ii RD if"nts



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0 19 11 C I-II


Q'has, m-'n $isa





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71-1)2 n^^ "I


1) Abraham nach 1 eos. 17, 4. 2) So vermuthet E fiir O '3'C, 3) lliindlich mitgetheilte Ver-
muthung von Egers fir ~'2'. 4) In den Zahnen. ,) Die Oberziihne sind in der Mitte dos Mundes
grOsser. ';) Die unteren Zihne sind alle ziemlich gleich hoch und keiner hunter ihnen hiher als der
andere. 7) Die Zunge von Fleisch frisst Fleisch, such Zungen. i) Z. B. im Richterspruch. Mit
Recht vergleicht Porges a. a. 0. S. 276 die Bibelstelle Spr. 18, 21. S. auch S. 123 V. 19. U) Wie
das deutsche Spriichwort ebenfalls besagt: ,Die Zunge hat kein Bein, schllgt aber Manchem den Riicken
oin". 10) KD S. 152: ,,Die Laute und deren Klassen". 11) Egers miindlich ungefahr: ,,Mit ]j"2 stimmen
ilirer Endung nach iiberein die Namen ]n3ir C 1 Mos. 23, 2) und der Empfiinger der 400 Schekel: 33nr
(1 Mos. 23, 8. 16), da npli hier np W1i TN ist". 12) Die Linge und Breite der Mundhohle, als Lager-
stiitte der Zunge, haben ein anniihernd gleiches Verhaltniss zu einander wie das Lager dos K6nigs Ug,
welches U Ellen lang und 4 Ellen breit war (5 Mos. 3, 11). 13) KD S. 152: 5 30 bildet den Anfaug,
j 50 das Ende dos Wortes ,'t, Zunge. 14) IE halt das arabische i]ND, ich weiss nicht mit welchem
Rechte, fiir ausschliessend mimnnlichen Geschlechts. 15) Dashebr. ]'I'7 ist yea. commsaams. 1b) In den
romanischen bprachent sind linygu und dessen Ableitungen nur weiblich. 17) Egers miindlich: Das 5 im
Ailfange von 1eil hat Uberlange, Oiberragt deshalb die nachfulgeniden drei Buchstaben des Wortes und
hat dio Form oiier Fahne.





Sachlriithscl.


IIiernoeln Dreizack, Angel uand
oin Fisch gostreekt lang wie cin Schwert :
Nur an des Zweistromns Hiigel 9 hat
ihm mancher Todesfall to boshchwert.
1ibi' Edler, Alit auf niein Gedicht!
sei nicht, gleiclh Triigen, unbellirt!
\Wi bestes Silber schinelzo rein
den Geist, von Schla;cken iinbeschwert!
Dann kommst du frdhtlich in moin Haus,
wo liesto Kost den Geist dir nAhrt:
Ein wonnig Brot und alter Wein
und beste Kiilber viellieilihrt'l


: .'- : MT


Mtn: ;M IFn
o*'a~l*ico P'nr 7


121. Dreissigstes Riithsel
nach cod. 92 I der Bresl. Seminarbibliothek (Br) mit der Ueberschrift ;IK nlr
,mvz- p'is: -=T NK~ p; Diwan ed. Egers S. 10 Nr. 47 (E); Luzz ato's Abdruck
in Polaks -ip m l b Heft 11 vor S. 1 oder hinter Heft I S. 20 atuf ter zweiten
Seite (L). Die ersten vier Halbverse giobt IE selbst bereits in Zachot 11b1 ed.
Lippnmann als Beispiel fiir Versmaass 14 (uben 8. 12. 13, we anch S. 13 A. 1
inachzusclhn wiirc). In (od. 42 Plut. [1 der Bibliotheca Medicca Laurentiana in
Florenz findet sich mit der Ueberschrift, apb10 1 mt:b =' (,,aul lie Snno und
den Mond") dasselbe Riithsel in dom mir durch die (;iite dos Prof. Fausto Las i n i,
mitgotheilten Wortlaute (La). Abl' .:ss'inngszit: 1161 (4921 der Welt) nach
S. 218 A. 24.
Vr.smaanss 14 (S. 12) n"iurn rw iw~nr nm~ in 'r', i rn' n:rn;" i ni1- in "nv zzwei-
mal im Crtonl Verse:
InlI nl:n1 lv'it r n 'Ini droinal unld ntci v ;n 'n inl niur;n rn ceintal in allon
andereit Versen.


Wer Gesetz und lRegel klar hat seinen (eist
gelohrt,
Freut sich seiner Kcnntniss wie der I [cld,
der ziickt sein Schwert,
Ritth mein Ratihsel, kann des \Wissens ohlie
Burg ersteigen,
Deren Fenstergitter scharf sein Gleistes-
blick dnrchfahrt. -


In7 r int= rpi n mi i1
7ii) f n tz 2-i inqt nt





4 it:; r visik6 ,t *~iT UT!n?


1) Dan. 10,3.- 2) 2n: E.- 3) -t11 fehlt in Br. 4) So E u. cod. 51 bem. bei dem Citat zu ZAul
]1 a Lippm., auch Luzzatto in rai,,i. dcll/ li/ngu ebraica S. 587. 5) pJD cod. 51 Sem a. a. i -
6) 11n3 ELa. 7) lfZtn ZtW 1-i1 Br. S) Egers miindlich: Auf Lanicd folgt in dreizahnigor
liabelform, dann das hakonfSrmige und aengelihnliche liar unnd dais am Schlusse des Wortes ersclieinendo
langgestreckte Schluss--un, dessen Name jl im Aramiiischen ,,Fisch" bedeutet. 9) Dor biblischo Name
fiir Mesopotamien wird witzig verwendet zur Bezeichnung dor Nase als Erhohung im Gesichte mit den
zwei Nasenlchorn. lu) Unter don Zungenlauten gelt der gleichzeitigo Nasonlaut, voters durch
Apharesis oder Assimilation verloren. Auf diesel Erklarnng leitote mich KB durch den Hinweis ouf
D'TRu) (Nase) und lin:3 ': bei JE als Bezeichnung der zwei Nasonlaute t u. 3 (s. B acher, Abraha/lm lbu
Esra als lGraninutikcr S. 69 A. 3). 11) Bildlich fir die geistbildende und geistberoichernde Bolehlrug bei
der Unterweisung in Exegese u. Grammatik und dabei herangezogenem anderweitigen WVissen durch Ibn Esra.
29*





Abraham Ibn Esra.


Wer ist halb aus Chams Geschleeht und
halb ldon Schem zu eigen8s?

Wer, der Morgenlicht zugleich und Abond-
dunkel nahrt19?
Iald, dora Knocht gloich, seinem Konig kiisst
gebeugt die Hande,
Bald auf desson Thron und Sitz steigt,
sich diinkt hochgeehrt20' -
Die or schtitzt, fast heimlich (tranen, wenn
des Hauptwegs Stande
Er bosotzt hilt, frech sich wider seinen
Herrn cmpiirt2 .
Kein Gcnoss ist gleich ihm schin an Farb'
und Formgestaltung;

Er besiegt sic, dann besiegt von allen
unmgekcIrt 2".
Machtvoll schafft or unermiidliih, geht in
sanfter IIaltung
Bein- und fusslos; scines Weges zieht er
ungestirt.
Goild zhlit seinem Namen gleich, nicht
gleicht es seiner Waltung 2.

Vorn und hinten, Ling' und Breite sind
von gleichem Werth.
Todt war or und lebond sechzigtausend und
fint'nfndert

Mal schon, noch um sechs mal sechzig
dann die Zahl vormehlrt2. -


)an-vv ) I'ri~mtn 1 I=1 m-'a
-sm*


i3; M C ifn 132 nrDfl Di
-aiD 1ass >1 ] 4*'! 5p











I, ns t-I< t s: z .. 54
127


1) C ELa. 21 cn ELa :1) >o E; ='1 La; sonst :I1. 4t) ip La. 5) 111 1 :2 L. -
C) 52 3ZIIl La. 7) 1f;1T':2 ELa. 8) 1:. '.' 11i'p La. 0) So E; sonst -i.Si. 10) So E (wie 1 Mos.
16, 12) ; sonst I1). 11) 5f 21 E; 27-'1 21 L'. 12) 1. La. 13) So E ; i" T 1: W 2MI'
;iD cn:3 nD' Nl Br; ;it1 t:; `Mit' Ns t N ;t 1i' (1C! I,. 14) 11;3 ,Alschlich La. 15) So Br.
ELa; sonst ninFlT 13 16) C-t Br. 17) So E; sonst is:c. 1s) Halb dunkel, vie die
Hautfarbe der afrikanischen VBlker, die von C ham abstammen; h.lb hell wie die Volker Asiens, die
von Sem hergeleitet werden. 19) Halb beleuchtet and hell, halb im Schatten und dunkel ist. -
2o) Bald (im ersten und letzten Viertel) der Sonno zur Seite sich hilt, bald (im Neumond) auf der-
selben Seito der Erde wie die Sonne (in Conjunction mit dor Sonne) steht. 21) Die ihre Nativitit
auf den Mond beziehen, also des Mondes Schitzlinge, fiirchten Unheil, wenn er (zur Zeit des Voll-
mondes) in Opposition mit der Sonne steht; das Wort Opposition wird aber zugleich im Sinne des
Gegensatzes genommen. 22) Der Mond, als der schinste hunter den Planeten (nach der Ansicht der
Alten ist der Mond Planet), iibertrifft dieselben bei weitem an Lichtstirke und verdunkelt sie durch seine
llelle; aber zur Zeit des Neumonies gliinzen sie alle, wiihrend er unsichtbar ist. 23) MF der hebriiische
Name des Mondes (Jes. 24, 23; 30, 26; BL 6,10), betrAgt nach dom Buchstabonwerthe o 7 o- (oli;
aber kein Gold gliinzt und leuchtet so wie der Mond. 24) Nach Isaak Thiiringer n 1'olaks ':i.: :
S. 51 ist diese Berechnung folgendermaassen zu verstohen. Das Rithsel ist auf die Zeit des Vollmonvles
im Nissan 4921 (- 1161) zu beziehen, als der lon4l 1;060 m:J gestorben (d. h. als Noumond unsichtlbir
geworden) und wieder aufgelebt (im Zunehmen bis zn -einer volley Lichtstirke begriffen) war. Nach der
absichtlich dunkel gehaltenen Ausdrucksweise des Rathsels ist dies X6x60-60500. [ 360 60500 608(;Sij
mal der Fall gewesen. Im Jahre 4921 der Welt wird ~iinmlich gerale der 259. Mondcyklus vollendot;
jeder 19jiihrige Mondcyklus besteht aber aus 19J 12+7 Monaten 235 Monaten; also sind in den 259 Cy)clen





Sachrathscl.


Ja, wonn kundig rathond wcr moin Riitlshl ai mtt 1) 0o
1.st bowundert,
Brat' ich Lamm vir ihiim und Kopf nobst .Ql." 1nkD "Ti 2 "'g
luncrein unversehrt5

122. Einunddreissigstes Riithsel
nac ],itbl. dos Orients 1843 S. 658 aus a'tli nbal mit der TTclorschrilt -rv
cl" p I? n"~tK-mi. )as Iiithscl Jolhudah halovi's iibcr donselbcn Ggen-itand
findet sich in Ginse Oxford S. 46.
Ver.-naass 6 (8. 9): n0ly n wnr' "inr nmifln "nr: "in,.


Sag' an, was eilet onoe Fuss voi Ort zu
Ort,
flat Schwingii nihi lt u1nd flieget olhnl
Fittig tort,
1st sutmm, und sihwatzt und hilft gar
Manchem gliicklich fort,

Spricht fein, der Zunge baar, ist lant, doch
ohne Wort? -

Es lcbt in Nacht and wohnt in dunklen
Grabes Port 6.


~hp D 71-1 pnn ~ 1m -T nt





F'' tp m t ? x x?-l in : r:




7m3 ins 13^ !a~s j'.Jm irnrv


123. Zweiunddreissigstes Riitlisel (ungedruckt),
ilas der Biblioteca Medicea Lairentianai Plt. II cod. 142 in Florenz mir durch
die Giite des Prof. Fausto Lasinio absehriftlich miitgtheilt. Wo ich offen-
klundigoe Fehler verbossern imusste, ist dio Abweichung der imir zugegangenen
Abschrift mit L in den Anmerkungen angegeben. Das Gedicht besteht ans Versen
mit je 7 Silhen, ohno eRgelniissigkeit in der Setzuing des Schwa mobile. Auf
cinen zweizeiligen Eingang folgen sechs fiinfzeilige Strophen mit dein Akrostich
a,'n r, deron erste vir Zeilen immer einen eignen Rein haben nnd deren Schluss-
zeile mit den zwei Eingangszeilen reint.
31ein Sohn Iein Donken halte jeztat. ;
bereit!
Doin Geist belohre dich, den Gott dir W tt
beut!


1. Ich zoigo dein Gehloimniss dir in
Winken.
Doin SlchSpfer liess dir cinst mit Wohl-
bediibken


1*,6% r


259x235 Monate 60865 Monaleenthalten. Um die Mitto des Nissan 4921 fehlteln nr nocl die 5 Mniato
und Mondphasen von Ijar his Elul, demr Jahresende. AWerden diese 5 Monate von den 60865 3Monaten abge-
zogen, so bleiben oben 60860 M nato, in denen der Mond seine Phasen vom Verschwindoen is zur vollon
Sichtbarkeit und lichtstiirko damals durchgomacht hatte.
1) H-_' 1v': 'n1 ni E; E 1723 ZTfrl La. 2) JIM L. ) L: L. ,) rX L. :) An domi
Tage, den der scharfsinnige Rather herauszzbringen hatte, nimlich am Riisttage des P'essachfestfu
(n 72 :!11), an dessen Abend der Vollmond des Nissan bereits sihlitbar ist, word ich, wonn dieses Wndlor
eines richtigen Errathens geschoheu sollte, wohl auch das Wonder des Messias fir Israel erlebt baben
und nach Wiederherstellung des Tempels in Gegenwart des scharfsinnigen Riithsellinders das Pessachlamem
nach Vorschrift (2 Mos 12, 9!) berei'en. 1) Die Schreibheder in der Din'o.






220


Abralum Ibn Esra.


Zwei Engel soiner Giite licht erblinken:
Davon hat er don einen deinor Linken,
Don zwciten doinerRechtenangerciht.

2. Sio steigon zu der Hinimclssphiron
Hijhen 1,
Wio Jupiter nebst Saturn da anzu-
sehcn 4.
Und Ein Haupt haben beide sich er
seheno ,
Bestellt, was falsch, was wahr sei, zu
verstehen "
Sie zeugen dir ins Antlitz jederzeit.

3. 1hr hochgewilbter Sitz hat seine
Pforten
Mit Tag und Nacht nicht festgeschloss-
nen Borten 8.
Sie schreiben griffellos und nicht mit
Worten,
Ob Finsterniss, ob Licht sei aller
Orten 0.
Doch birg die Zunge dir vor Irrthunus
Leid 1to

4. Sie spielen die Verrither bei den Leuten,
Zu zeigen ihnen alle Heimlichkeiten ".
Dabei sind sie die Kliigsteu nieht zu
Zeiten 12;
Sind sichtbar zwar und nackt nach
alien Seiten,
Doch hillt sie deinen Blick Ver-
borgenheit 1s

5. Sie haben beide gleiches Maass und
Leben 14.
Und wenn erst Thiere ihren Fuss er-
heben,


a D' 0a r^ 5




lt[ ] rfl [&7






a : : "Th ?rt








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PqI m nM. P 2(^l3






]'b203 l0ty P 1 D!


p~L~~ incr ~i~


1) P)IS2 L in unrichtiger Construction. 2) Nach Ilos. 2, 2. 3) Wio die Gottesengel vom Ilimmol
nioder zur Erde und von der Erde zum Himmel emporsteigen (1 Mos. 28, 12), so erheben nuch jene zwei,
die als himmlischo Gabon dem MIenschen verliehen worden sind, sich zum Himmel und vormitteln dem
irdischen Menschen die Anschauung und Konntniss des Himmels. Gemeint sind die Augen (vgl. ob.
S. 125 V. 7. 10). 4) Dio Augen nehmon ebenso die oberste Stelle am menschlichen Leibe ein, wio
Jupiter und Saturn, nach dter Meinung des Alterthums und des .1ittelalters, die obersten Planeten sind. -
5) Die Augen haben ihre Stelle am IIaupto. 6) Die sinnliche Wahrnehmung iqt oine der Quellan
umenschlicher Erkenntniss (obon S. 34 A. 11). -7) Die Augonlider. S)'Auch bei Nacht Ileibon die Augen
der nicht Schlafenden offen. i) Der Gcsichtssinn bildet bleilende Vorstellungen, die der Seele vor-
schweben, auch wenn die sinnlicne Waahrneimung liingst voriiber ist oder fiir den Augenblick nicht einmal
zu bilden miglich wire. 'to) Lasse dich aber, o Mensch, von den Wahngebilden falscher Vorstellungen
nicht zu falschen oder schiillichen Urtheilen verleilen. 11) Vgl. ob. S. 125 V. 6. 12) Die Augen 'olgen
oft nur dem Scheine und verfelien die VWahrheit (1 Sam. 16, 7). 13) Der Mensch kann in seine eignon
Augen (ohne Spiegel) nicht seen. 11) Das rechte Auge unterscheidet sich in Nichts von demn linken.






Sinngedichte.


So wandeln sie auch mit in gleichem
Streben,
Doch ohno ihren Platz je aufzugeben 7.
Drob praise deines Schbpfers Herr-
lichkeit!

C. Willst, Freund, des Riithsels Lssung
du ergriinden,
So ming' ein Wort, das zengt ein Wort,
sie kiindon 8 !
Und beider Zahl9, vorsteckt in Bruch-
gewinden lo,
Lehrt Pinechas, Elasars Sohn, dich
linden n;
Und 11agars Sohn 2 giebt vollends
dir Bescheid 1:.


III. Sinngedichte,
die dein IE mit mehr oder weniger Waahrscheinlicl
zugeschriebcn werdeno.


anai? nn"n0 1- 25

fl'i2x',wa ~?:



2K1) M'"ifll n< inn 1n

mn ;ir D2y 5!@ 't3^s


hki i:-n DTnrt ndria 30









ikeit in dni ladlsclhril'ten


124. ieine Ehre.
Das Gedicht ist von Dukes zuerst algedruckt worden in seinem Moseh ben
Esra S. 27, dann in dessen Rabbinischer Blumnenlese S. 188 (vgl. Berliner,
Mugazcin I S. 95 und El. Aschkenasi, mmon n '-"i 1849, Metz S. 85), ferner in
Kilmpf's Nichtandalus. Poesie II 217, iiborsetzt I 218.
Versmaass Ia (5. 7), jedoch ohne Binnenreim: ,nwin 'i Ut "in'.
Mir bleibt die Ehr' auf meinem Platz, obh T.t i'. D ",".'tt t 'tn. .
niedrig ich auch sitzc.
Ich wihle nicht den hochsten Platz, wie ;i~. l SK. Dipt9 M K~nx- "
hochmuthsvoll die Gecken.
Denn sie vermeineu selbst zu sein an ihremn M"1n 2V1 '"T N'
Sitz die Spitze, tivt
Da doch ihr Sitz nur decken soil des D 3 ,,- DB WS 't
innern Unwerths Flecken.

i) .;2 L. 2) XNnr; L. .-1 CDWL L. 4) Anspielung auf Richter 20, 27. 28. Die Worte in
Klainmern habe ich ergiinzt. 5) Nach 1 Mos. 21, 1s Ismael, Sohn Hagars. ;) Die aus cod. 189
fodis hebr. in Paris von J. Gol dblum in Zuplnicks a'P S. 49 veriffentliclhten acht, richtiger noun
Ip'igramme mit der Ueberschrift ':"Ninx "1' bieten oinon grisstentlheils so trostlosen Toxteszustand dar,
dass selbst N. Briills Liebesthat in deren Emendation und Erkliruug (Jahrbichl VIII S. 102) eine aus-
roichende HUilfe nicht bietet. Die Epigramme sind nach Inhalt und Form IE nicht zuzurechnen. So is:
z. B. in No. 3 C.m 7n p i 1 SD 0TD ein grober Sprachfehler, da das Passiv von 1i' stets mit 5 der thPtigee
Poison verbuuden wird; auch das erkeinbare Metrum zeigt large Verstisse. Die Trivialitat der moisten
Stiicke aber ist vollends ies 1E unwfrdig. 7) Die Augen sind beweglich, aber nur innerhalb ihrur
11hilen bei den vollkommeneren Thieren. Vielleicht jedoch sind die Worte eine Anspielung auf die Thioro
in der Vision Ezechiels (Ezech. 1, 18. 19), deren Erhebung und Bewegung die von Augen ganz besetzaen
Rider am Gottesthrone lmitmachen. b) 1j' als Wort bedeutet Augo; als Buchstabe diont es zugleich
zur Herstellung eben dieses Wortes ]j'. 9) Beider Augen Zahl d. h. zwei mal t zwei mal 130 = 260. -
o0) Das hier gebranchite hebraische Wort 1i73 hat gleichfials den Zahlenwerth 260, wie Kaufmann \'r-
trefflich bemerkt hat. 11) Das als 1)2U so eben bezeichlete abgebrochene 1] cMn)' hat den Zailen-
wortl 260 2X)' Auge. 12) l;3 p hat ebenso den Buchstabenwerth 2GO. li3) D. h. das ab-
gebruchoneo j13 DLiD ist schwerer als Schliissel zur Lisung des Rathlsels zu erkoneon als l;ln j.





Abraham Ibn Esra.


Ich selbst bin mir der Platz; ich bin's, D I'n1 D10 S "1 5
der ich dem Platze niitze 3.
Doch jenen Wichten muss der Platz den 'Mi 1 D n _^ ai In ,I1
eignen Mangel decken.

125. Die wackere Ehefrau.
Aus der Hdschr. ':: nlac mitgetheilt im Litbl. des Orients 1843 S. 658.
Versmaass 7 (S. 9) n:iUn ni n irn v in 7n rnrvn 'tn in"
Wenn Scmnur und Schwiegermutter zankend l. m r: n
schrei'n,
Da muss des Mannes trautes Heim Ent- fin!. 91U -t bliSr
setzen hegen:
Das hold W\eib ihr Auge setzt sie fir frl T ][' ]! rM ts
ihn ein,
Den Riicken ihrer Schwiegermutter klug 2" ; ~ t 1 1 nI'=n ,tbf
entgegen.

126. Wovon die Vilker singen.
Von Dukes aus Jochanan Alemano's prenn -riv in 'a p S.n: S. 16 mitgetheilt,
wiederholt bei Kaem pf, Nichtandalus. Potsie II 219, deutsch 1223. Die in Anm. 4
angegelene Parallele aus IE liesse sich vielleicht fir dessen Urheberschaft geltend
machen, Das Stick bietet einige Binnenreime ohne Versmaass.
Die Araber singen von Lieb' und Trieb, Pn.?Z P~Z ulI It .'.KLrbZI
Die christlichen Siinger von Krieg und Sieg, it noi ir D'i 3'I1!
Die Griechen von der Weisheit Schitzen und ri.tti~ r'l n 311I
Sdtzen,
Beim Hindu soll Gleichniss und Rede er- '. .. il
gUtzen;
Doch Israels Lieder gelten dem wahren ri 'n h hl' 'Sr't n
Gotte der Schaaren 4m.t '9_

Anhang.
a) Nachtrag zu S. 52:
23 a. Verse vor dem Kalenderbuche ( -lrn nt)
Verona 1147/8
aus cod. Uri 438 (2020 Neubauer) in Oxford, nach Stoinschnoider bci
HIalberstam in dessen nnpI L zum Kalenderbuche S. 7.
Versmaass 1h1 (S. 7): nmU'n uLz:1 inr.
Gott, stehe, deiner Gilte treu, m T D'"t
Dem Abraham Ibn Esra bei! MlE" I I2"1
Sei ilm zur Seite immerdar 'T 1'm;'l
Ihm, der ein Werk schrieb, wie die Zeit 1:2 jpr "I

i) Witzige Anwendung der Wunschformol in bab. Baeachot 16b: ]:"2i Nn 7Ciip';. 2) Die
sprachliche Pointe liegt in der die Foim und den Sinn iindernden Anwendung ler letzten zwei Worte (aus
tut 1, 14). :) Nach bab. Taunit 21 b: lCipD nN 2300 N- ic- N I13: MX7N he lr2 N15 -IN S Di '1
4) Gainz ilinlich sagt 11 im MIcleajeh des Minchah-ieobotes iir den Vorsilhnungstag in I.uzatto's nach-
gelassonen Briefen "'-C: n jI-IN S. 521: ; ln13,5 ;i i n13Dn ':N ni1 m1i NIc ir 'i3 1 n1;.3:.




Sinngedichte. Nachtrdge.


Sich nach des Kalenders Ordnung reiht, i'1 n Tl'3
Fiir Kenner und der Schller Schaar.! is l- at91


b) Nachtrag zut S. 144:
82 a. Segensgriss zuni Einzuge cines Rabbiners und Slhulihauptes
aus cod. 1986 Neubauer (Pococke 742 Uri 498) in Oxford, frihcr fohlerhaft ab-
gcdruckt, nach einer Handschrift B. (oldberg's, in "r, ,anm Jahrgang 11
No. 10 (G), mir aber durch die Giite des I-Hrrn Sal. Sche'hiter (S) genau aus
der Handsclrift copirt, mit der Ueberschrift: ,aw 1:=n ~03 ~l=t'Et i-It 1' -"11
"b'l 'par : voran namlich geht das. das Ccdicht (ob. S. 200 No. 91) mit der Auf-
schrift v' rnb. Ueber don Vf. und den Gefeierten s. unten moin Nachwort!
Versmnaass 2 a (S. 7): rni ;n in-Ki n ri:n UK.
1. Ein Stern in Glanzespracht 'J. =31z=
Trat auf in Frankenland, 1 ,I M
Rliickt an mit leeresmacht i
Zur Stadt im Stromverband s. 2 8bt=__'b
2. Willkommen sei uns er i 5
Nebst seiner Schiilor Ifeer ', %xg- wn
Ob Sinai 10 ihn her .i IN a'
Ob Zin 1 ihn uns gesandt! 4 I-1: "*1?
3. Von Salomo belebrt, a tfNg.M
Von Moseh's Geist gonihrt ', o .1'n1p P o
Wie Samuel verehrt b.t a K3
Kam er aus Ramah's Land :I. 7 Kn S

1) In 1 Kln. 17, 9 bezeichnet die Endung die icihtung wohin; Iier wird dieselbe, ebenso wie in
Z. 12 u. 24, des Reimes wegen pleonastisch gebraucht, wio denn auch IE selbst zu l!ab. 1, 9 und zu
Ps. 3, 3 diesen Pleonasmus in Schutz nimmt. Im Mitteoalter wurde nrl5 das auch Obad. V. 20 vorkommt,
als Bezeichnung fir Nordfrankreich gebrnucht. ') Nach 4 Mos. 33, 33 f oine Lagerstatte Israels in der
Wilste; nach 5 Mos. 10, 7 ,,ein Land ier Wasserbache", hior, wie es scheint, iibertragen auf Troyes, den
Stammsitz reich stremender Belehrung in Bibel und Talmud soit laschi. Nn l S; i r- t G. -
:3) "]~ G. 4) Wie 5 Mos. 33, 2; NiN S. 5) Der Name 5Nl'n' in Spr. 30,1 wurde von Vielen als
oin Beiname des weisen Kinigs Salomo aufgefasst. I;) Dioser Name aus 1 Chr. 4, 18 wird in der
gottosdienstlichen l'oesie des Mittelalters nach bab. Megill. 13 a und l'Wjikroi rabb. Cap. 1 fir Moseh ge-
braucht. 7) Nach 1 Sam. 7, 17; wo jedoch die Endung die Richtung wohin ausdriickt, wihreud die-
selbe hier pleonastisch wie in Z. 2 und 24 gebraucht wird (vgl. ;nn ) MlP). Uebrigens war Ramah
eine auch sonst vorkommende biblische Umlantung der franztsischen Stadt Rameru, wie denn auch
frlin 55)M1' als witzige Bezeichnung desR. Samuel b. Meir aus Rameru im "I;i pi des Elieser
b. Natan fol. 143 d vorkommt. 8) S. Anm. 2. 0) Hiernichl ist das vorliegende Gedicht ein Uruss
an einen beriihmten Lehrer, der mit einem grossen Gefolge von Schiilern in seinon Rabbinatssitz ein-
zieht. to) Die Offenbarungsstitte (2 Mos. 19, 11 ff) als Vertreterin der Vollstiindigkoit und Sicherheit gott-
gelehrten Wissens. Zum Ausdrucke vgl. bbu. Kiddtuschiln 20 b D':': )WI ?i ] : m iznz iWM)t 1 31 'r "-in
und die in den ntchstfolgenden Anm. angefiihrten Talmudstellen. -- 11) Erinnert an I! 131 Iv2 n'-in '
(5 Mos. 32, 51) in dem Sinne geistiger Kample bei der Erurterung gesetzlicher Fragen. Hiernach erinnert
die Zusammonstellung hier auch an bab.liBruth. 64 a und lorajot 14 a, woR. J osephl ,,Sinai" im Hinblick
auf den Umfang seiner Gelehrsamkeit, und sein Zeitgenosse R abb ah ,,lntwurzler der Berge" wegen seinos
Scharfsinnes genannt wird. Der gefeierte Meister, scheint dor Dichter sagen 2u wollen, kdnnte ebenso
vom Sinai herkommen wie von der Quelle der Streitbaren, da or ebenso gelehrt wie scllagtertig in der
Discussion ist und in seiner Person den Vorzug R. Josephs und den des Rabbah vereinigt. 12) Der
Sinn ist wohl: Der Meister ist zugleich weise und glelert, ein Denker und ein Gesetzeskundiger. Auch kann
auf Salomo b. Isaak (Raschi), einen zweiten Muose l an Gottesgelehrtheit, angespielt worden sein,
inwiefern derselbe als der Lehrer des hier Gefeierten 2u denken ware. 1:) Wie der Prophet Samuel





Abraham Ibn Esra.


4. In ihm ward's Blinden hell.
Den Durstigen labt schnell
Des siissen Honigs Quell,
Den or im Meister fand.
5. Verbliiffend wirkt ffirwahr
Sein Torah-Commentar.
Drum ihn der Unsern Schaar
Parschandata genannt .
6. Sein Buch ist Auskunftsort
Fir jedes Fragers Wort,
In Israel hinfort
Als Ausgleichsstatt bekannt.
7. Welch Deuter voll Gewicht!
Er dringt durch Wilnde dicht,
Und Gottes heimlich Licht
Durchschaut sein Blick gewandt.
8. Des edlen Wissons Schacht
Hat er sich frei gemacht.
Drum auch des Lehramts Macht
Ziemt seiner weisen Hand.
9. Du, Gottes Engelheer,
Das ihn umschwebt zur Wehr,


4.1 13






9XT 20







lt [j so25
ili.n 1s








inn ire
;tK' 3 8


jiihrlich seinen Geburtsort RaEmah verliess, um Israel zu richten (1 Sam. 7, 16 f), so ist auch der Ge-
feierte zur Verwaltung des Rabbinats und Richteramtes in seinen neuen Wohnsitz eben aus dem nord-
franztsischen Ra mall eingezogen.
1) Dor Reimvokal deutet auf diese Schreibung und Lesung statt NU1D in der Hdschr. Wir hitten
hier sonach die neuhebr. Maskulinform iUC, goblendet (ohne ?1 im Anlsange wie 2 MMs. 3, 21; Fe-
minin: ~T; DD D)NC FIDC Iit'N, ; cID Nn (Levy, Tiba. 11B hunter NCSI g.E.). Das aramiischoe NOI
ist mLinlich und weiblich gleichl;atend.- 2) Des Reimes wegen \erlingerte Form des Stadtnamens ;ili
(Jos. 12, 24; 1 Kin. 14, 17; TL 6, 4) mit dem Nebenmsinn der Schlichtuug and Ausaleichung nuch der Be-
deutung der Wurzel pin im Aram;ischen. Nit n S. :;) Jer. 31, 20; pi G. 4) So lese ich fir das
dem Versmaasse widerstreitende n:1rC:; in der Hdsclir. uud folge hierbei der Stelle Spr. 8, 23, wonach mit
dem Worts die Wissensclaft oder W isheit (das. V. 12) bezeichnet wird, welche mit Gottesfurcht und
Sittlichkeit verbunden ist (V. 13) und nach agadischer Autfassung (Pesach. 51 a. 87 b) mit der Go tteslehre
zusamnmenfillt. 5) 3S. S. 3) Das Lehr- und Richteramt in Israel wird iibertragener oeise als
Herrschermacht, n150, bezeichnet z. B. in bab. Berach. 48 b. 6,l a und sonst. 7) D.h. IN1I C'D'Z' n:1p
(I Mos. 14, 19. 22), also Gottes; 21p "JNi, steht also bier des Reimes wegen fir "N5'2 (Ps. 34, 8). -
s) Nach Ps. 34, 8. 2I) Der Eigennamo persischen Ursprungs (Esth. 9, 7) wurde witzig als eine aramiiische
Zusammensetzung in der Bedeutung ,,Gesetzeserkliirer" gebraucht und auf den in diesem Gedichte Ge-
foierten angewendet. Nach dem sWortlaute zu urtheilen, hatte der Dichter dieses Witzwurt im Volks-
munde bereits vorgefunden. Es ist jedich msglich, dass er hiermit nur den Schein vermeiden willte,
als ob er mit diesem Namen eine boshafto Anspielung anf Ha m ans, des Judenfeindes, iltesten Sohn beab-
sichtigte, wiihrend doch der Name in weiteren Kreisen, der witzigen Uynleutung wegen. so geliel und so
harmlos genommen wurde, dass gar bald Parschandata als Witznalne fir den volksthiimlichen und
frommsten Schrifterkllarer, R aschi, in Umlauf am und blieb, wie der.bekannte Vers zeigt, den Mo seo Ibn
Danan bei Asulai t 5113n Doi I p. ;3 b ed. WiJna ansthrt: lfin, n5nE'c 'N? IbUni -inei )s'lt
.xminlV pim: c





Nachtrage. 225

0 stlrk' ihn da uns er -T
Ein Tanna neu erstand 2 Xn< 3n



Nachbmeorkung.
Wer ist nun Verfasser dieses Gedichtes und wessen Einzug in seinen
Rabbinatssitz wird bier gefeiert? -
Sprache, Geist und Versbau weisen auf einen spanischen Dichter von der
Meisterschaft Abraham Ibn Esra's hin. In dieser Hinsicht wire also gegen
die im Eingange mitgetheilte Ueberschrift des Gedichtes nichts einzuwenden.
Nur kann IE Raschi bei dessen Einzug in Troyes allerdings nicht begriisst haben,
da er im Todesjahre Rasehi's (1105) etwa 13 Jahre alt war und noch in Spanien
lobte. Allein die Angabe, dass das Gedicht sich auf Raschi beziehe, scheint nur
aus Z. 19. 20 gefolgert zn sein und auf der unerwiesenen Annahme zu beruhen,
dass der Name Parschandata von vorn herein auf Raschi angewendet worden sei,
was nach S. 224 A. !) gar nicht nothwondig ist. Wer sollte iibrigens der spanische
Dichter sein, der schon vor IE oder gar in der Bltithezeit taschi's in Nord-
frankreich geweilt hat, ohne dass uns die geringste Kunde von dieser merkwiirdigen
Thatsache sonst erhalten wire? Bedenkt man dies, so folgt hieraus, dass die Ent-
stehung dieses Gelegenheitsgedichtes fiberhaupt nicht in der Zeit vor IE gedacht
werden kann. Gegen IE selbst als Verfasser dieses Gedichtes giebt es keinerlei Be-
denken, sobald es gelingt, den hier Gefeierten als eine geeignete Persinlichkeit unter
seinen Zeitgenossen nachzuweisen. Nun ist der einzigo in diesem Gedichte nicht alle-
gorisch, sondern klar ausgesprochene Name in Z. 11. 12 enthalten, nimlich Samuel
aus Ramah, d. i. der Prophet Samuel, mit dem der Gefeierte sicherlich nicht ohne
Anspielung auf seinen eignen Namen verglichen wird (S. 223 A. 7). Das fiihrt
uns aber auf Samuel b. Meir (Raschbam), der aus R amerii, seinem Geburtsorte,
nach Troyes, dem ehemaligen Rabbinatssitze seines verstorbenen Grossvaters und
Lehrers 1Raschi berufen ward (wie in 'itvn mrnlrn 29 zu lesen ist: wie ferner
laut giitiger Mittheilung Ilalberstam's an mich vom 31. January 1882 in einer
seiner Handschriften die zwei Brtider ]SBM und R. Tam unterzcichnet sind als
Vt"-1 T1 l",^ hK W I 30'M= Tn |",I ^V', wo tV"I2B verderbt ist aus 4l1tob
d. h. aus Troyos). Abraham lbn Esra, don die lHandschrift ohne erkennbare
Schlussfolgerung, wahrscheinlich also anf Grund einfacher Feberlieferung als Vf.
des Gedichtes nennt, hitte hiernach seinen bcrihmten und etwas ilteren Zeitgenossen
ISBM boi seinem Einzuge in Troyes gefeiert. So erst tritt Einzolnes in ein
helleres Licht. Wenn der Pentateuch-Commentar des hier verherrlichten Mannes
in Z. 17 grade x? ) z~'~ genannt wird, so scheint neben der Bewunderung und
Anerkennung, die in anderen Ausdrticken wie KE : n01m', pia t'-'1 und der-
gleichen sich klarer bekundet hiitte, hier noch etwas von dem erstcn Eindrucle
durch, den die Kiihnheit dieses Commentars bei seinem Bekanntwerden auf IE
gemacht hatted (s. meine Abhandlung ,,E. Samuel ben Meir als Schrifterklrer",
Breslau, Kbner 1880 S. 76 und meine Ausgabe des a"'uVn nsl: "IV ,-nM ev'n',
Breslau, Schottlaender 1881, Einleitung S. XXXI f.). Wahrend jedoch IE bei
niiherer Kenntniss den Commentar im nFebrige s tzenchte und anerkennen lernto
konnte die Nachwelt sich mit dem ,,kiihnen" Commentar, wie es scheint, nicht

1) So ist nach Roim und Sinn zu lesen. 1m:n S; > j G. 2) 'nn .? n 0. 3) Seine Autoritiit
ist so gross, wie dio der Lehrer, welche in der Mlischnah angefiiLrt warden.





Abraham Ibn Esra, Rickblick.


danernd befreunden, und so blieh der Commentar Raschi's ungleich angesehener
und beliebter, wobei der Ehrennamo Parschandata ganz auf Raschi iiberging.
Tnser Gedicht zeigt also IE in einer bisher ungeahnten Beziehung zu einem
seiner bedeutendsten Zeitgenossen in Frankreich. Nicht Tam, der jiingere des
beriihmten Brtiderpaares, allein (oben S. 144), sondern auch der iiltere Bruder,
RSBM, sah den stolen Spanier, den friiher so schroffen Beurtheiler und Gegner,
durch gonauere Bekanntschaft numgestimmt zumn Bewunderer und Lobredner.


c) Riickblick auf das eigne Leben des Dichters.
Es ist als cin Lied Ibn Esra's, das or vor seinem Lobensende gedichtut
haben soll, von S.D. Luzzatto in Ker. chem. IV 35 mitgetheilt, etwas frei ins
Deutsche iibersetzt von Kimpf in dessen Nichtandalusischer Poesie [ S. 240.
Versmaass 7 (S. 9): npTn irn m :n "v in n' nr mn nw'i ir~'
Mein Geist ist froh des Horts, der Kraft l1 'i'TO "1X 2 WL '13:
giebt und Verstand,
Der Wohlthat mehr, als ich verdient, mir sp
zugewandt,
Mir gnadig seinen Weg enthillt, mich leben T'T '.Z. .n
iess,
Bis ich nach Ilerzenslust dos Wissens ii.n ,
SchUtze fand.
Und wenn mein Leib zerfallt, mein Fleisch ei 4 DI 5
in Nichts sich 16st,
Bleibt Gott mir doch als IHort, giebt Kraft 'I "l11 ri'
mir und Bestand 5.

1) Ps. 62, 8, 2) Ps. 18, 2. :) Anspielung au P's. 1S, 21. 1) Ps. 73, 26. 5) Es ist die be-
kannte Lohre der moisten mittelallerlichen Religiionphllosophen, dass der menschliche Geist durch die
Erkenntiiiss der unvergiinglichen Vesen mit denselben zur Einheit verwiichst und unsterblich wird. So
lelirt z. B. Salomon Ibn i'ebirol in Lcbeasqucllc V, 73 ; Kinigskrono am Schlusse des Stiickes
'n inN ; Abraham Ibn Esra in Jesod mior VII S. 30 a; X S. 34 b ed. Stern; zu Ps. 49, 16; 73, 26 (auf
welche Stelle hier ausdriicklich hingedeutet wird). Vgl. ferner mine Eiliki des '31Miiidc i S. 99.



















JAHRESBERICHT.






Das jiidisch-theologische Seminar, das am 27. January zum
siebenunddreissigsten Male die Gedenkfeier fir seinen Stifter,
den verewigten Commerzienrath Jonas Fraenckel begeht, hat
im verflossenen Jahre durch das am 3. November erfolgte Hin-
scheiden eines seiner Lehrer, des durch seine klassische Bildung,
wissenschaftliche Forschung und Meisterschaft in der Kanzelbe-
redsamkeit hervorragenden, durch seine mit Beifall und Aner-
kennung aufgenommenen Schriften within beriihmten und durch
seine Friedfertigkeit, Milde und Besonnenheit allgemein hochge-
sch;tzten und beliebten Rabbiners Dr. Manuel Joeil einen
schmerzlichen Verlust erlitten.
Dr. Joil wurde kurze Zeit nach der Er6ffnung des Seminars
im Jahre 1854 als Lehrer an dasselbe berufen und wirkte an
dieser Anstalt mit Pflichttreue und Hingebung erspriesslich und
segensreich bis gegen Ende des Jahres 1863, wo er das ihm fiber-
tragene Amt eines Rabbiners in der hiesigen Gemeinde iiber-
nahm. In dieser Stellung wusste er seine friiheren Beziehungen
zum Seminar aufrecht zu erhalten und zu bewahren und bekundete
ein reges Interesse fiir dasselbe. Als Ostern 1888 Herr Prof.
Freudenthal in Folge seiner Ernennung zum ordentlichen
.Professor an der hiesigen Universitit aus dem LehrkSrper des
Seminars schied, iibernahm Dr. Joil von Neuem ein Lehramt
an demselben, dem sich zu widmen ihm nur kurze Zeit be-
schieden war. Sein Andenken soll dem Seminar stets in treuer
Erinnerung bleiben, und um dasselbe zu ehren, wurde am 16. No-
vember in der Seminarsynagoge eine Trauerfeier ffir den Heim-







gegangenen veranstaltet, bei der Dr. B. Jacob die Gedichtniss-
rede hielt.
Einen zweiten Trauerfall hat das Seminar in Folge des am
3. January d. J. eingetretenen allzu friihen Todes eines seiner ehe-
maligen gesinnungstiichtigen Schiiler, des Rabb. Dr. Aron Bar-
wald in Saaz (Bihmen) zu verzeichnen. Dr. Bi~rwald, Schwieger-
sohn des weiland Seminardirectors Dr. L. Lazarus, wurde am
27. January i88i vom Seminar mit dem Rabbinatsdiplom entlassen:
in demselben Jahre wurde er von der genannten ehrw. Gemeinde
zum Rabbiner gewlihlt, wo er zehn Jahre erspriesslich wirkte und
sich allgemeine Hochachtung und Liebe zu erwerben wusste.
Anlisslich der am 27. January d. J. stattfindenden Gedachtniss-
feier fiir den Stifter unserer Anstalt werden die Candidaten Dr.
Heinrich Berger, Abraham Lewinsky, nachdem sie die
theologisch-wissenschaftliche und talmudische-rabbinische Priifung
bestanden haben, entlassen werden.
Im verflossenen Jahre wurde am 27. January, dem Geburtstage
seiner Majestit des Kaisers und K6nigs und dem gleichzeitigen
Todestage des Stifters zunachst nach dem mehrstimmig vorge-
tragenen K6nigsgebet die Bedeutung des Tages fiir das deutsche
Vaterland und Preussen hervorgehoben, worauf sich die Rede der
Gedenkfeier fiir den Stifter zuwendete. Herr Dr. David Rosin
hielt die Fest- und Gedaichtnissrede.
Hieran schloss sich die feierliche ;Entlassung des Candidaten
Dr. Moses Goldberg unter Ueberreichungdes Rabbinatsdiploms
durch den Unterzeichneten. Herr Dr. Goldberg richtete hierauf
Abschiedsworte an die Lehrer und die Studiengenossen. Zur Be-
werbung um den Joseph Lehmann'schen Preis war fiir das
Jahr i889 das Thema: Darstellung und Beurtheilung der
Ethik des Saadja ben Joseph zur Bearbeitung gestellt worden.
Zwei Arbeiten waren eingeliefert worden, iiber welche das Lehrer-
Collegium folgendes Urtheil abgegeben hat:
Die eine mit dem hebrdiischen Motto: '1r 8' ; r, ni'i"1
,,der Weisheit Anfang ist die Furcht des Herrn,'" behandelt nach
einer die jiidische Ethik in ihrem Verhiltniss zur griechischen
Ethik charakterisirenden Einleitung die Ethik Saadja's in zwei
Haupttheilen. Im ersten wird die allgemeine Ethik so dar-
gestellt, dass zunachst der Begriff der Ethik, dann deren Grenz-
gebiete Religion, Staatswissenschaft und Rechtslehre, ferner die
antropologische Grundlage der Ethik und die Lehre von derWillens-
freiheit, sowie der Begriff des sittlichen Handelns nach Saadja
auseinandergesetzt wird. Hierauf werden das Ziel und die Auf-







gabe des sittlichen Lebens. die Lehre vom hochsten Gute und
vom irdischen Gliicke, die Tugendlehre und schliesslich etwas
fiber das pflichtgemisse Handeln im Sinne Saadja's dargethan,
womit denn auch dessen concrete Ethik zu ihrem Rechte
kommt. Die Darstellung ist klar, der Stoff gr6sstentheils richtig
gruppirt, das Urtheil ruht auf der sicheren Grundlage einer Ver-
trautheit mit der.Sprache und dem Inhalte des zur Quelle dienen-
den religions-philosophischen Werkes, dessen arabisches Original
dem Verfasser, wenigstens durch die Benutzung veriffentlichter
Angaben, zuganglich war. Die einschligige ethische Literatur
fand fleissige und sachgemisse Benutzung. Einzelne Ungenauig-
keiten und Unebenheiten, sowie das Fehlen der Ueberginge an
einzelnen Orten der Darstellung und eine gewisse Fliichtigkeit
gegen Ende der Arbeit finden in dem Drange der festbegrenzten
Zeit ihre Erklarung und Entschuldigung, erheischen jedoch fiir den
Fall eines etwaigen anderweitigen Gebrauches jedenfalls eine
sorgfaltige Durchsicht und Nachbesserung. Aber auch in ihrem
gegenwartigen Zustande darf die Arbeit als eine gediegene und
werthvolle Leistung angesehen und anerkannt werden; weshalb
denn auch das Lehrercollegium derselben den Preis einstimmig
zuerkannt hat.
Die andere Arbeit mit dem deutschen Motto: Wenn die
Konige bauen u. s. w. ist unvollendet abgeliefert worden. Sie
zeigt gleichfalls viel Fleiss und stellenweise Talent und Begabung
in erfreulicher Weise. Es fehlt jedoch eine unerlissliche Bedingung
des Gelingens. Die mitunter allerdings recht schwierige hebraische
Sprache des zu benutzenden Buches ist nrmlich dem Verfasser
keineswegs fremd, aber doch auch nicht vertraut genug, um un-
abhangig von theilweise unerlisslichen EHiilfsmitteln den Stoff ganz
selbstindig mit Sicherheit zu beherrschen. Eine Folge davon sind
eine Anzahl von Verst6ssen in der gelieferten Uebersetzung des
zehnten Abschnittes aus Saadja's Werk. Sie wiirden hinreichen
um die Arbeit nicht als eine den Anforderungen der Wissenschaft
ganz geniigende betrachten zu k6nnen, ware nicht die ganze An-
lage derselben fiberhaupt verfehlt und anstatt einer sachgemass
geordneten Darstellung eigentlich nur eine Art von Einleitung zu
der genannten Uebersetzung des zehnten Abschnittes, welche
iibrigens nur bis zur I-Iilfte gefiihrt worden ist. Was aber eben
eine Einleitung sein sollte, ist vielmehr ein ungleichmissig ge-
arbeiteter Auszug aus dem Werke Saadja's, der zu viel und zu
wenig gleichzeitig bietet; zu viel, weil er anderen Stoff, der
zur Ethik nicht geh6rt, nicht genug ausgeschieden hat, und zu







wenig insofern, als das Ethische nicht eingehend behandelt, son-
dern mehr wie in einem Referate nur fliichtig angegeben wird.
Eine Uebersetzung des zehnten Abschnittes, worauf die Arbeit
sich zuspitzt, wire iibrigens heutzutage ohne Benutzung des nun-
mehr gedruckt vorliegenden arabischen Originals unzulinglich
und deshalb ungeeignet, einem etwa wirklich ganz empfundenen
Bediirfnisse zu geniigen. Mit Riicksicht auf die angefiihrten und
andere Mingel sieht sich das Lehrer-Collegium ausser Stande, der
genannten Arbeit den Preis zuzuerkennen. Allein die mancherlei
trefflichen Einzelheiten derselben, der reiche gelehrte Apparat der
mit vielem Fleisse zusammengetragenen Anmerkungen, sowie
die guten Anlagen des Verfassers, die sich an vielen Stellen der
Arbeit unverkennbar zeigen, berechtigen das Lehrer-Collegium zu
den besten Hoffnungen fiir die Zukunft und zu der sicheren Er-
wartung, dass der Verfasser mit gleichem lobenswerthen Eifer
seine Kenntnisse zu bereichern und sein sch6nes Talent fir die
Losung wissenschaftlicher Aufgaben noch mehr zu vervollkommenen
bestrebt sein wird. In Anerkennung der angefiihrten werthvollen
Seiten der eingelieferten Arbeit und zur Ermuthigung fir die
Folgezeit hat das Lehrer-Collegium beschlossen, dieser Arbeit eine
ehrenvolle Erwahnung zuzuerkennen und den Namen des Ver-
fassers unter lobender Anerkennung 6ffentlich zu nennen.
Bei der Er6ffnung der die Namen der Verfasser enthaltenden
Umschlige ergab sich, dass cand. phil. David Rau, Verfasser
der preisgekrinten, stud. phil. Paul Rieger Verfasser der
ehrenvoll erwahnten Arbeit sei.
Die Preisaufgabe fir das eben abgelaufene Jahr lautet:
Darstellung des Standpunktes der einfachen Bibelexegese in den
talmudischen Schriften. Zwei Arbeiten sind eingegangen. Das
Ergebniss der Bewerbung soil am 27. January d. J. 6ffentlich
verkiindigt werden.
Das Seminar zhhlt gegenw~rtig einschliesslich der Candi-
daten 58 H6rer. Neu eingetreten sind im vergangenen Jahre:
am 17. April: Max Doctor aus Neustadt O.-S., Josef Zolinski
aus Breslau; am 17. October: Josef Hoff aus Prossnitz in
MRhren, Karl Thieberger aus Tomice in Galizien, Rudolf
Traub aus Leitomyschl in Bohmen.
Die Herren Drr. Bela Bernstein aus Varpalota in Ungarn,
Adolf Biichler aus Priekopa in Ungarn, die H5rer der Landes-
rabbinerschule in Budapest sind, und am 23. October 1889 ffir die
Dauer von zwei Semestern in das Seminar eintraten, kehrten
nach Ablauf dieser beiden Semester eben dahin zuriick.







Von den ehemaligen Z6glingen des Seminars sind im ver-
flossenen Jahre folgende zu Rabbinats-Aemtern berufen worden:
Dr. S. H. Margulies, friiher Rabbiner in Weilburg, zum Rab-
biner in Florenz (in Italien), Dr. M. S. Zuckermandel, friiher Ober-
rabbiner in Trier, zum Rabbiner in Pleschen, Dr. J. Stier, friiher
Rabbiner in Steinamanger (Ungarn), zum Rabbiner in Berlin,
Dr. N. Kronberg, friiher Rabbiner in Tabor (in B6hmen), zum
Rabbiner in Hermanmiestetz (in B6hmen), Dr. J. Bassfreund,
friiher Rabbiner in Tarnowitz, zum Oberrabbiner in Trier.
Dr. A. Lewinsky wurde vor dem Abschluss seiner Rabbinats-
priifung als Rabbiner in Weilburg, Dr. B. Einstein, nachdem
er seiner Militairpflicht geniigt hatte, von neuem als Rabbinats-
Stellvertreter in Heilbronn gewihlt.
Ausserdem ist zur Geschichte des Seminars im Jahre 189o
folgendes zu berichten. Am 28. February being das Seminar die
Gedenkfeier fiir den verewigten Director Dr. Z. Frankel. Die
Gedichtnissrede hielt Dr. A. Lewinsky.
Am 12. April, am letzten Tage des Pesachfestes, wurde im
Anschluss an die Predigt eine Gedenkfeier ffir den verewigten
Director Dr. L. Lazarus begangen. Die Predigt hielt Dr.
H. Berger.
Am 24. September, dem VersGhnungstage, wurde in der
Predigt das Andenken des verewigten Seminarrabbiners Dr.
D. Joil hervorgehoben. Die Predigt hielt Dr. C. Josephsohn.
Am 28. September legte Herr Dr. D. Rosin laut 3 des Regu-
lativs fiir die Befugnisse des Lehrer-Collegiums vom 3. Nov. 1882
den Vorsitz im Lehrer-Collegium nieder, welchen sodann der
Unterzeichnete am i. October iibernahm.
Am 9. December feierte der am Seminar bestehende homi-
letische Verein sein 25jahriges Stiftungsfest, an welchem das
Curatorium und der Lehrk6rper des Seminars, die Rabbiner der
hiesigen Synagogen-Gemeinde und andere Giste Theil nahmen.
Im vergangenen Jahre sind am Seminar folgende nach der im
Statut gegebenen Reihenfolge geordnete Vorlesungen gehalten
worden:
i. Bibelexegese.
a. Erklirung des Pentateuch, 4. B. Mos.
b. Erklirung der Biicher Samuel und der Dr. Rosin.
poet. Stiicke in den historischen Biichern
der h. Schrift.
c. Erklirung ausgewihlter Psalmen. Prof. Graetz





VIIl


2. Exegetische Literatur.
a. Geschichte der exegetischen Literatur.
(Fortsetzung).
b. Auswahl lehrreicher und schwierigerStellen
aus dem Pent.-Comm. des R. Samuel
b. Me'r (Raschbam).
c. Erklirung des Pent.-Comm. des R. Salomo
b. Isaak (Raschi).
3. Hebraische Grammatik.
a. Elementargrammatik und grammatische
Uebungen.
b. Lautlehre und Anfang der Formenlehre
in wissenschaftlicher Behandlung.
4. Talmudstudium.
a. Statarisch: Traktat Pesachim, Abschn. io
(Schluss); ausgewahlte Partien des
Traktat Chullin.
b. Cursorisch: Babli, Traktat Kidduschin
(Fortsetzung).
c. Tur und Schulchan aruch Jore dea c. 14-36.
d. Mosaisch-talmudisches Recht.
e. Disputatorien.
a. Statarisch: Traktat Baba mezia der grosste 1
Theil des vierten u. fiinften Abschnitts.
b. Cursorisch: Traktat Taanit.
Traktat Megilla, Abschnitt I-III
Ritualien: AusgewThlte Kapitel aus Orach
Chajim. f

5. Jiidische Geschichte.
a. Von der Reichsspaltung, Mackabierzeit
und im Wintersemester: Beginn der
diasporischen Zeit.
b. Historische und exegetische Uebungen.
6. Religionsphilosophie.
a. Systematische Religionsphilosophie: Reli-
gionsphilos. Fragen. j
b. Geschichte der jiidischen Religionsphilo-
sophie (Fortsetzung).
c. Lektiire aus den Schriften des R. Salomo
Ibn Gebirol.


Dr. Rosin.







Dr. Rosin.


Sem.-Rabb.
Dr. Lewy.





Prof Graetz.

Dr. Rosin.

Dr. Zuckermann.




Prof Graetz.




Rabb. Dr. Joel.



Dr. Rosin.







7. Homiletik:
Homiletische Uebungen. .Dr. Rosin.
8. Kalenderkunde:
System und Geschichte des jiid. Kalenders. Dr. Zuckermann.
9. Gesang. Kapellmeister Pulvermacher.



Die Zinsen aus dem Director Dr. Zacharias Frankel'schen
Stiftungsfonds haben auch im vergangenen Jahre die ihrer Be-
stimmung entsprechende Verwendung gefunden.
Zu den fundirten Legaten ist in diesem Jahre hinzugekommen:
Eine Stiftung von 300 Mark von Herrn AnielJ. IHenschel
hierselbst zum Andenken an seinen am I7. February 18go
(27. Schebat 5650) verstorbenen Sohn Herrn Alfred Henschel
in Breslau.
Ausser den aus fundirten Legaten fliessenden Stipendien er-
hielten auch im vergangenen Jahre mehrere Seminaristen FSrderung
durch Zuwendung nachstehender Stipendien, fir die das Seminar
hiermit seinen aufrichtigen Dank ausspricht.
Das Kaiserliche Ministerium fiir Elsass-Lothringen hat einem
aus Frauenburg im Elsass hier studirenden Seminaristen ein
Stipendium aus der Staatskasse bewilligt.
Der Vorstand der hiesigen Synagogen-Gemeinde bewilligte
eine Subvention von 6oo Mark zu Stipendien.
Die erste Briidergesellschaft hier iibersandte ioo Mark zur
Vertheilung an Seminaristen.
Der Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Wien be-
willigte wie alljihrlich 200 Gulden.
Aus dem Jonas Freiherr von Konigswarter'schen Stipen-
dium fir jiidische Theologen in Wien erhielten zwei Seminaristen
je einen Betrag von 468 Gulden.
Vom ,,israelitischen Studienverein in Mannheim" erhielt ein
Seminarist ein Stipendium von 150 Mark.
Das jahrlich bewilligte Koppelmann und Esther Fran-
kel'sche Stipendium in Prag von dem verewigten Director
Dr. Z. Frankel zum Andenken an seine Eltern gestiftet -- ist
einem Seminaristen aus Oesterreich verliehen worden.
Aus dem mthrischen Landesmassafonds in Brfinn erhielten
4 Seminaristen Stipendien.
Aus der B. H. Goldschmidt'schen Stiftung in Frank-
furt a. M. erhielt ein Seminarist ein Stipendium von 200 Mark.







Die Synagogengemeinde Oppeln hat auch in diesem Jahre
die jihrlich gewvhrte Subvention fir unbemittelte Seminaristen
erneuert.
Das Ludwig und Rosa Bergmann'sche Stipendium in
Miinchen wurde am 4. Oct. Ab. einem Seminaristen aus Bayern
ausgezahlt.
Der Vorstand der Synagogengemeinde in Beuthen O.-S. er-
theilte einem Seminaristen, der friiher das dortige Gymnasium
besucht und mit dem Reifezeugniss verlassen hat, das Stipendium
der Dr. Rosenthal-Stiftung.
Der Vorstand der Synagogengemeinde in Gleiwitz ertheilte
einem Seminaristen das Samuel Schlesinger'sche Stipendium
im Betrage von 0o Mark.
Von dem israelitischen Studienf6rderungs-Verein in K6nigs-
berg i. Pr. erhielt ein Seminarist ein Stipendium.
Anlrsslich des Gedichtnisstages des seligen HIerrn Em.
Pringsheim sind dem Seminar 30 Mark zur Vertheilung zuge-
gangen.
Am Todestage des verewigten Herrn Bernhard hier wurden
dem Seminar 60 Mark zugewiesen.
Die Zinsen der Annette Vallentin'schen Stiftung, die von
dem Rentier Herrn Henry Vallentin in Hamburg zum An-
denken an seine verstorbene Mutter errichtet wurde, sind wiederum
einem Seminaristen zur Wiederherstellung seiner Gesundheit durch
eine Badekur stiftungsgemiiss bewilligt worden.



Die Seminar-Bibliothek hat ausser den durch Ankauf er-
worbenen Biichern durch folgende freundliche Schenkungen einen
Zuwachs erhalten. Dieselbe verdankt:
Dem deutsch-israelitischen Gemeindebund in Berlin: Zeit-
schrift fiir die Geschichte der Juden in Deutschland, Bd. I bis
IV und Regesten zur Geschichte der Juden. 4. Lieferung. -
Herrn Prof. Bacher in Budapest: das von ihm edirte Werk
DVW1M rii von J. WVodianer. Herrn Jakobsohn hier und
Cohen in Rees a. R.: deren Fiihrer durch die deutsch-israelitische
und Jugendschrift-Literatur. Herrn Rabbiner Ignatz Fried-
lieber in Szolnok: dessen vier Predigten. Herrn Rabbiner
Dr. Vogelstein in Stettin: dessen 4 Predigten. Herrn Rab-
biner Dr. Riilf in Braunschweig: dessen Schrift: Einiges aus der
ersten Zeit und fiber den Stifter der Jacobsohn'schen Schule in






Seesen. -- Herrn L. Cohen in Rees a. R.: dessen Schriften:
chronologische Beitrige und zweihundertjihriger Kalender. Aus
dem Nachlasse des Geheimraths Dr. Graetzer: Loewe, Ephes
damim; Geiger, Urschrift; Kohut, Alexander von Humboldt
und das Judenthum; Jolowicz, Geschichte der Juden in K6nigs-
berg i. Pr.; Zunz, die gottesdienstlichen Vortrage; Zunz, Ge-
sammelte Schriften, K oh n S., A. S z o m b at o sok und 9 Broschiiren. -
Der Alliance isra6lite in Paris: Kayserling, Bibliothe6a espa-
fiola porteguezajudaica ); Chippiez und Pierrot, le temple de
Jerusalem; Joel Miiller, W1IS 3 71' n'Ittla, Herrn Rabbiner
Dr. Schwarz in Karlsruhe in Baden: seine Grabrede auf
C. Salomon und seine Schrift: ='7 1 i n K Xrnt v nwnSi. -
Herrn A. Nelken, hier: i nl v ?j31 'IN1'1. -Herrn Dr. Biach
hier, dessen Schrift, Aristoteles' Lehre von der sinnlichen Er-
kenntniss in ihrer Abhangigkeit von Plato. Herrn Prediger
Ellguther in Neisse: dessen Schrift, die jiidischen Feste und ihre
Gebrdiuche. Herrn Dr. Berger hier: dessen, Schrift R. Ben-
jamin ben Jehuda und sein Commentar zu Esra und Nehemia. -
Herrn Professor Graetz hier: Wolf, Sermon. Herrn Stadt-
rabbiner Dr. Steckelmacher in Mannheim in Baden: Jahres-
bericht der hebraischen Schule in Mannheim. Herrn Rabbiner
Dr. Horovitz in Frankfurt a. M.: Jahresbericht der israelitischen
Religionsschule in Frankfurt a. M. Herrn Dr. Mahler in
Wien: dessen Schrift, Bibel und Talmud. Herrn Rabbiner
Dr. Rosenzweig in Berlin: dessen Schrift, Jerusalem und Cae-
sarea. -Herrn A. A. Rothmann: dessen Gedicht, "t133= "B in
3 I'= W It'I LI' CM1 D1 i~KZ8. Der Sociut6 des 6tudes juives
in Paris, deren Revue des 6tudes juives, Tom. XX, No. 38-40
und Tom. XXI, No. 41. Herrn Rabbiner Dr. Maybaum in
Berlin: dessen Schrift, jiidische Homiletik und dessen Predigt
zum zweiten Tag Rosch-Haschana. Herrn Dr. Isidore Loeb
in Paris: dessen Schrift, le Juif de l'histoire et le Juif de la
legend und dessen table du calendrier Juif. Der Lehranstalt
fir die Wissenschaft des Judenthums: J. Miller, Handschriftliche
Jehudai Gaon zugewiesene Lehrsitze. Dem Comit6 zur
Dr. Hildesheimer-Feier: Jubelschrift zum 70. Geburtstage des
Dr. J. Hildesheimer in Berlin. Herrn Inspector des israe-
litischen Waisenhauses M. Silberstein hier: dessen Schriften,


I) Im vorjihrigen Jahresbericht S. VIII, Zeile 8 ist das Werk: Simonsen D,
Sculptures et inscriptions de Palmyre irrth'imlich als Geschenk der Alliance israelite
angefiihrt; es ist naimlich ein Geschenk des Herrn D. Simonsen in Kopenhagen.




XII


Zeitbilder aus der Geschichte der Juden in Breslau und die
Sagen vom ewigen Juden, ferner Aboab J. Sermam funeral und
Nunes D. Sermoens. -- Herrn Rabbiner Dr. Wreschner in
Samter: dessen Schrift, Samaritanische Traditionen. Herrn
Meir Tauber aus Waag-Neustadl in Ungarn: dessen Schrift:
D"t nr1i1 h l ~t pliL. Herrn M. Friedmann in Wien: dessen
Edition Hamischneh, i. Heft. Herrn S. Philipp in Lemberg:
dessen Schrift, pIt? I' l I iTfl. Herrn Stadtrath H. Milch
hier: Catalogus codicum graecorum, qui in bibliotheca Wratis-
laviensi adservantur. Der Landesrabbinerschule in Budapest:
Bloch, das mosaisch-talmudische Eherecht. Herrn Justizrath
Dr. Fuld in Frankfurt a. M.: die Schrift seines Vaters '" inK R1 iS
'I~1 f'IS. Herrn Rabbiner Dr. Frankl-Griin in Kremsier:
dessen Schrift, die Varianten in den biblischen Parallelen.
i. Theil. Herrn J. M ill e r in Berlin: dessen Schrift, nD 'nl inlLS
'1K341. Herrn Rabbiner Dr. Jastrow in Philadelphia:
dessen Schrift. a dictionary of the Targum etc. part. IV. -
Herrn Dr. Mielziner in Cincinnati: dessen Schrift a selection of
the book of Psalms und Bericht iiber das Seminar in New York,
ferner Hebrew congregation seventeenth annuel report. -
Herrn Rabbiner Dr. Giidemann in Wien: dessen Vor-
trag, NMchstenliebe. Der Buchhandlung Richter's Wittwe und
Sohn in Wien: Lindner, allgemeine Unterrichtslehre. Herrn
Rabbiner Dr. Griinwald in Jungbunzlau: dessen Schrift fiber
den Einfluss der Psalmen auf die katholische Liturgie und
G. Klemperer, deutsche Uebersetzung des Zemach David von
David Gans. 2. und 3. Heft (Schluss'). Herrn Rabbiner Dr.
Lewin in Freiburg i./Br.: dessen Schrift, Die Juden in Freiburg
i/Br. Herrn Halberstam in Bielitz: dessen Katalog seiner
hebraischen Handschriften. Herrn Rabbiner Dr. Ritter in
Rotterdam: Guenig, de Godspraken van Amos. Ungenannten:
Lippe, das Evangelium Matthai vor dem Forum der Bibel und
des Talmud; Prof. Zucker und Dr. Bloch, Reden gegen den
Antisemitismus; Wagner, das Judenthum in der Musik; Gold-
schmidt, M., Gedenkblitter; Donat, die Alexanderfrage;
Donat, aus der Zeit auf der Kanzel, i. Heft, Kleine Predigten
und F111l" IT s +'- fl% -' nx-1 -ia :-wm"'1rnl" n"'m 'S m*n. -
Den HIrern des Seminars Herren stud. phil Finkelscherer
und Kunert sei hier Anerkennung und Dank fiir die bereitwillige
Hilfe ausgesprochen, die sie der Verwaltung der Bibliothek
wahrend des vergangenen Jahres geleistet haben.




XIII

Der Verein Liwjath Chen, dessen Aufgabe es ist, unbe-
mittelte HUrer des Seminars in zartsinniger Weise vor dringender
Noth zu schiitzen, hat auch im vergangenen Jahre unveranderte
Theilnahme aus nah und fern gefunden.
Vorziigliche Anerkennung verdient das rege und edle Interesse,
das Herr Rabbiner Dr. Wilhelm Miinz aus Gleiwitz auch im
vergangenen Jahre fir diesen Verein an den Tag gelegt hat;
durch seine Verwendung haben nachstehende Mitglieder seiner
ehtwiirdigen Gemeinde folgende Beitrige gewihrt:
i. Herr Landgerichtsrath Dr. Berwin . o0 M.
2. Premierlieutenant d. L. Oskar Caro 50 ,,
3. ,, A. Danziger . . .. o .,
4. ,, Bankdirector Jakob Fraenkel . 25 ,
5 Alfred Fraenkel . . o 10
6. ,, Sanitaitsrath Dr. Freund . ,,
7. J. Fuchs .. . .... 8
8. ,, Max Gassmann . . ,,
g. Frau Charlotte Glogauer anlisslich der Grabstein-
setzung ihres seligen Gatten' Ierrn Josef
Glogauer .... 60 ,,
o1. Herr Daniel Guttmann. . ,,
I1. ,, H. Guttmann jun. . . 6
12. ,, Sanititsrath Dr. Hauptmann . 5 ,
I3. Amtsrichter Max Hirschel . ,,
14. ,, H. Langer . I ,
5. ,, L. Lichtenberg . ,
16. ,, Rechtsanwalt Eugen Lustig . .10 ,
17. ,, Fabrikdirector B. Meyer . .. 20
18. ,, Adolf Schlesinger . . 20
18. ,, Ioflieferant Simon Troplowitz .. 20
20 ,, Rabbiner Dr. Wilhelm Miinz .. io ,

Zusammnen: 323 M.

Von dieser Summe soil laut der von Herrn Dr. Miinz mit-
getheilten Bestimmung im nachsten Sommer ioo M. nach Aus-
wahl des Lehrercollegiums einem leidenden Seminaristen, der auf
Grund eines irztlichen Attestes eine mehrw6chentliche Kur in
einem Badedrte n6thig hat, fiberwiesen werden.
Herrn Dr. Miinz, sowie den inderen menschenfreundlichen
Spendern sei hiermit im Namen des Seminars der warmste Dank
ausgesprochen.




XIV


Durch Vermittlung des Herrn Rabbiner Dr. Schwarz in
Carlsruhe haben mehrere Mitglieder seiner Gemeinde dem Verein
eine gr6ssere Summe zugewendet.

Durch Vermittelung des Herrn Rabbiner Dr. Guttmann
in Culm haben folgende Mitglieder seiner Gemeinde dem Verein
ihre Beitrage zugewendet:
Herr A. Cohn. Herr L. Itzigsohn.
SA. Eifert. A. Rubemann.
L. Kirschstein. = Rechtsanwalt Sternfeld.
S. Lazarus. M. Segall.
s H. Leyser. = L. Hirschberg.
S S. I. Leiser.

Ausserdem haben im abgelaufenen Jahre ihr giitiges Inter-
esse flir den Verein kundgegeben:


Herr Josef Abramczyk, hier.
SStadtrabbiner Dr. Appel, Mannheim.
Oberlehrer Dr. Badt, hier.
= Rabbiner Dr. Bamberger, Kinigsberg.
e Moritz Baruch. hier.
SOberkantor Birnbaum, Kdnigsberg.
s Rabbiner Dr. Bloch, Posen.
SRabbiner Dr. Brann, Pless.
Paul Brann, hier.
Synagogengemeinde Brieg.
Herr Rentier Cassirer, hier.
Rendant Cohn, hier.
Herr Louis Cohn, hier.
Firma B. H. Daniel, Krotoschin.
Herr Louis Daniel, Krotoschin.
Z Landrabbiner Dr. Dessauer, Meiningen.
Der deutsch-israelitische Gemeindebund.
Herr Rabbiner Dr. Deutsch, Briix.
Rabbiner Dr. Deutsch, Sohrau O. S.
R; abbiner-Stellvertrcter Dr. Einstein,
Heilbronn.
R abbiner Dr. Eschelbacher, Bruchsal.
SPhilipp Falk, hier.
SDr. F. FeilchenfIld, Berlin.
Rabbiner Dr. Frank, KI.ln.
SProf. Dr. Freudenthal, hier.
SH. Freudenthal. bier.
SDavid Freund, hier.
SHirsch Freund, hier.
SM. Fuchs, hier.
SLandrabbiner Dr. Gliick, Oldenburg.
Rabbiner Dr. Goldberg, Horic.
SRabbiner Dr. Goldberg. OUen.
SRabb.Dr.Goldhammer Schiittenhofen.


Herr Prof. Dr. Graitz, hier.
I Privatdocent Dr. Gritz, Miinchen.
= Landrabb. DrrGronemann, Hannover
Rabbiner Dr. Gross, Lundenburg.
a Rabbiner Dr. Griinfeld, Bingen.
SRabbiner Dr. Giidemann, Wien.
= Landrabbiner Dr. Guttmann, Hildes-
heim.
= Rabbiner Dr. Guttmann, Culm.
s Curator Hermann Haber, hier.
Leopold Haber, hier.
SSiegfried Haber, hier.
SI. Z. Hamburger, hier.
Heinrich Hamburger, hier.
SHermann Hamburger, hier.
SDr. Heinemann, Hamburg.
Herz & Ehrlich, hier.
Synagogengemeinde Hirschberg.
Herr Rabbiner Dr. Joel, hier.
i Frau Seminarrabbiner Dr. Joel, hier.
Herr Rabbiner Kahn, Laupheim.
SN. Kalisch, hier.
Frau Karnowski, hier.
Herr Salomon Kassel, Oppeln.
= Sanititsrath Dr. Kirstein, Berlin.
SRabbiner Dr. Kisch. Prag.
Herr Rabbiner Dr. Knoller, bier.
= Rabbiner Dr. Kopfstein, Beuthen.
Frau Director Lazarus, hier.
Herr Seminarrabbiner Dr. Lewy, hier.
s Meyer Lewy, hier.
Prediger Dr. Leimdi;rfer, Hamburg.
s Carl Leipziger, hier.
Rabbiner Dr. Lewin, Freiburg i. B







Herr Rabbiner Dr. Lewinsky, Weilburg.
SAdolf Lion, hier.
Frau Dr. Lobethal, hier.
Herr Leopold Loewy, Berlin.
= Kaufmann Machol, hier.
SCurator Assessor Dr. Marck, hier.
s Rabbiner Dr. Maybaum, Berlin.
Rabbiner Dr. Mayer, Zweibriicken.
s Ferdinand Meyer, Berlin.
= Curator Stadtrath Dr. Milch, hier.
= Rabbiner Dr. Miinz, GleiNitz.
Isr. Armenverein, Niirnberg.
Isr. Wohlthbtigkeitsverein, Niirnberg.
Herr Rabbiner Dr. Neubiirger, Fiirth.
SRechtsanwalt Ollendorf, bier.
Rabbiner Dr. Peritz, Liegnitz.
SRabbiner Dr. Perles, Miinchen.
Rabbiner Dr. Porges, Leipzig.
Rabbiner Dr. Poznanski, Reichenberg.
M. Pringsheim, hier.
SS. Pringsheim, hier.
SRabbiner Dr. Rahmer. Magdeburg.
Rabbiner Dr. Rippner, Glogau.
SOberrabbiner Dr. Ritter, Rotterdam.
SKaufmann Rosenbcrg, hier.
SRabbiner Dr. Rosenthal, hier.


Herr Rabbiner Dr. Rosenzweig, Berlin.
Dr. Rosin, hier.
s Landesrabb. Dr. Riilf, Braunschweig.
= Rabbiner Dr. Salvendi, Diirckheim.
= Rabbiner Dr. Salzberger, Erfurt.
Rechtsanwalt Dr. Samuelsohn, hier.
s Leopold Schefitel, Worms.
Rabbiner Dr. Schwarz, Karlsruhe.
= Prediger Dr. Seligmann, Hamburg.
= Rabbiner D. Simonsen, Kopenhagen.
= Dr. Sonnenschein, Berlin.
= Stadtrabbiner Dr. Steckelmacher,
Mannheim.
Rabbiner Dr. Stein, Worms.
= Kaufmann Stoller, hier.
Rabbiner Dr. Vogelstein, Stettin.
= Rabbiner Dr. Wiener, Oppeln.
Rabbiner Dr. Winter, Dresden.
Oberrabbiner Prof. Pr. Wolf, Kopen-
hagen.
= Ludwig Wollenberg, hier.
Rabbiner Dr. Ziemlich, Niirnberg.
Rabbiner Dr. Zimmels, St. Polten.
SOberrabb. Dr. Zuckermandel, Pleschen.
] Dr. Zuckermann, hier.


Leider gestatteten jedoch die im Verhiltniss zur Zahl der
hilfsbediirftigen Zuh6rer unzulinglichen Einnahmen es nicht, den
an den Verein gestellten Anforderungen in hinreichender Weise
zu genfigen.
M6gen edle Menschenfreunde und insbesondere die aus dem
Seminar hervorgegangenen Rabbiner, die die unentbehrliche
Wirksamkeit des segensreich und geriuschlos schaffenden Vereins
in unmittelbarer Nihe erkannt haben, nach Kriften dahin wirken,
dass die Mittel ibm reicher zufliessen, und neue Mitglieder dem-
selben gewonnen werden.

Breslau, im Januar 1891.



Fiir das Lehrer-Collegium: 7
Dr. I. Lewy. -


-17
i^


JUflAICA
UliRARY


- ti!
i-IS..'


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