Title: Reime und Gedichte des Abraham Ibn Esra
ALL VOLUMES CITATION THUMBNAILS PAGE IMAGE ZOOMABLE
Full Citation
STANDARD VIEW MARC VIEW
Permanent Link: http://ufdc.ufl.edu/UF00024083/00001
 Material Information
Title: Reime und Gedichte des Abraham Ibn Esra
Series Title: Jahres-Bericht des jüdisch-theologischen Seminars "Fraenckel'scher Stiftung"
Physical Description: v. : ; 25 cm.
Language: German
Creator: Ibn Ezra, Abraham ben Meïr, 1092-1167
Rosin, David, 1823-1894 ( ed. and tr )
Publisher: S. Schottlaender
Place of Publication: Breslau
Publication Date: 1885-
 Subjects
Genre: non-fiction   ( marcgt )
 Notes
Statement of Responsibility: von David Rosin.
General Note: Accompanies Program--Jüdisch-Theologisches Seminar, Breslau (Jahresbericht)
General Note: Includes vocalized text and a rhymed translation of the poems.
Funding: Jahresbericht des jèudisch-theologischen Seminars "Fraenckelscher Stiftung" ;
 Record Information
Bibliographic ID: UF00024083
Volume ID: VID00001
Source Institution: The Isser and Rae Price Library of Judaica
Holding Location: The Isser and Rae Price Library of Judaica
Rights Management: All rights reserved by the source institution and holding location.
Resource Identifier: aleph - 001126204
oclc - 04587924
notis - AFM3341
lccn - 58053129

Full Text





Jahresbericht

des


jtidisch-theologischen Seminars


,,Fraenckel'scher Stiftung".



Breslau, am Gedichtnisstage des Stifters, den 27. January 1887.




Voran geht:

Reime und Gediehte des Abraham Ibn Esra

Heft II

von


Dr. David Rosin.


BRESLAU.
Druck von S. Schottlaender.
1887.


_ _




















Die Reine und Gedichte des Abraham Ibn Esra, deren erate Fort-
setzung in dem vorliegenden Hefte veriffentlicht wird, bilden, wie schon das
erste Heft (Breslau, Kbbner 1885; vorher als Abhandlung zum Jahresberichte
des jiidisch-theologischen Seminars in Berslau f r 1885) gezeigt hat, nicht eine
Gedichtsammlung gewvhnlicher Ait, wobei der poetische Werth und der isthetische
Genuss bei der Auswahl wie bei der Beurtheilung von entscheidender Bedeutung
sind. Wenigstens bietet die aussergottesdienstliche Poesie in ihrer ersten Ab-
theilung, welche den grdssten Theil dieses Heftes noch ei.inimmt, eiuzelne
Stiicke oder Stellen, deren Werth lediglich geschichtlicher Natur ist, sei es,
um die Lebensbeziehungen, oder um die schriftstellerischen Schbpfungen des genialen
AManues anschaulich zu machen oder mit grisserer Sicherheit festzustellen. Ein-
zelne winzige Stiicke, wie gerade die Reime auf der ersten Seite dieses Heftes,
mussten der Vollstlndigkeit halber an ihrer Stelle eingereiht werden, weil hier-
durch ein miglichst getreues Bild von der Fiille, theilweise auch von der Reilen-
folge der literarischen Arbeiten des I. E., zu donen sis gehoSen, erm6glicht wird, und
weil auch nur so in iibeizeugender Weise unechte und irreleitende Stdcke fur immer
ausgeschieden werden konnten (vgl. z. B. S. 77 A 7), wie denn auch sonst die Gelegen-
heit an einzelnen Stellen benutzt worden ist, um biographischeFragen oder die chrono-
logische Frage, betreffend die Abfassungszeit mancher Schriften, an der Hand dieser
Veziffentlichung in Anmerkungen odur Nachbemerkungen schon jetzt zu erledigen.
Indessen wird man selbst in der genaunten erston Abtheilung, welche aus den
Reimen und Versen im Anfange oder am Schlusse literarischer
Arbeiten besteht, anziehende und echt poetische Stiicke oder Stellen nicht
ganz vermissen. Sehr werthvoll wogen seines lehrreichen Inhaltes ist auch in
diesem Hefte ein grisseres Stock, die gereimte Einleitung zu dem unvoll-
stiindig erhaltenen Pentateuch-Commentar (S. 56 ft.). Diese Einleitang,
seit Kuizem eist im Druck erschienen, daher noch wenig bekannt und Manchen
durch die gegenwartige oammlung erst zuglnglich, enthilt einen fir das zwilfte
Jahrhund-rt gewiss merkwtirdigen Beitrag zur Geschichte der Schriftaus-
legung und zur Hermeneutik, indem sie die Leistungen und die Methode der
vorangehenden Hauptvertreter und Hauptrichtungen der Exegese in scharfen
und lebensvollen Umrissen zeichnet und zugleich beurtheilt. Es ist im Wesent-
lichen dieselbe Aufgabe, welche sich bin Esra in der gangbaren Einlei-
tung zu dem vollstindigen Pentateuch-Commentar (Helt I S. 23 ff.)
gestellt .hat. Haben nun aber auch die beiden Einleitungen lm Grossen und
Ganzen gleichen Inhalt und dieselbe Dars'ellungsweise, so dienen sie doch, neben
einander gestellt, zu gegtnseitiger Erliuteiuag und Erg6lnzung, indem in der einen
Manches weiter und klarer ausgefiihrt wird, was die andere nur andeutet, und
indem die lehrreichen Beispiele in beiden theilweise verschieden sind. Dem
kundigen Loser aber gereicht es zum Genusse, denselben Lehrstoff in einer zweiten,
gleich sprachgewandten, gleich lebendigen und geistvollen Weise behandelt zu
finden. Im Uebrigen ist, wie im ersten Hefte, der hebriische Wortlaut der




48b

gesammelten Stiicke, so weit es nothwendig schien und moglich war, durch Ver-
gleichung von Handschriften oder verlasslichen Abdriicken berichtigt und erganzt,
beachtenswerthe oder bezeichnende Abweichungen aber in den Anmerkungen an-
gegeben-und, was zur Erliuterung nothwendig schien, in denselben mitgetheilt
worden. Die in den gangbaren Ausgaben der Schriften lbn Esra's fehlenden oder
fehlerhaften Eioleitungs- oder Schlussverse sind nach besseren und ilteren Drucken
oder nach Handschriften bier zum Abdiuck gelangt. Manches Handschriftliche
der Art ist in neuerer Zeit schon anderweitig veriffentlicht worden, wie z. B.
No. 1 (S. 49) bei AI. Friedlander, Ibn Ezra Literature IV S. 120 und von da
hier entlehnt, ebenso No. 52 (S. 80) bei F S. 200. Zum ersten Male erscheinen
meines Wissens hier im Drucke No. 24-26 (S. 52) und No. 47 (S. 77).
Von der zweiten Abtheilung, welche den lyrischen Gedichten (S.84ff.)
gewidmet ist, konnten der Raumbeschrinkung wegen nur die des Dichters Aussere
Erlebnisse wiederspiogelnden Klagen gegeben warden, unter donen wiederum
ein grdsseres Stick (S. 87 ff.) hervorzuheben ist, welcies in neuerer Zeit vielfach
behandelt worden ist. Die iibrigen lyrischen Gedichte, sowie die didaktischen
Gedichte der dritten Abtheilung bieten in ihrer reichen Mannigfaltigkeit noch
mehr des Ansprechenden, Belehrenden und Anregenden; dieselben miissen einer
nichsten Veriffentlichung vorbehalten \erden.





teinace for 3. 4. 5. Mos.


16(. Reime vor dem Commeniltar zun zweiteni Bucle Mos.1
Nach Fricdltinders Ibn E.:ru Literatwrc, IV S. 120 A. 1.
In dessen Namen, der Zeichen der Macht r"l0 ni mim D"Yn3 I"l'2I D'2
Aegyptcn stiafoud bot,
leCihin' trkltlendi ich das zweite ucl. u'c 21 7" 2ii With 92 '"
da; lii .i Schlenit.


17. IReime vor dem Commenitar izum dritten Buche Mos.
Nach Cod. 52 des Seminars in Bresllu uid ed. Neapel.
mn Namen desscn, der uns gebtenii 1 -h ""' i1'.-I 0*
Opforspolnden,
Will ichl nil i nun cur 1Erklirun.- des 1"'u Sp' 1 ,'iD2 2 des
written Bulut ch w dilen.



IS. Ireilme vor dem Cuommntlar zumn viertn Banche Mos.
(Fohlln 111 Cod. F2. 53 Seii. i. in cd. Neapol.)
In dessen Namien, der HimmelssClniarei lnn I rin fi 1f m ~ Q':
eint mit irdiscihen zu 111 eil.
11gin1' ich sublili zu duteni der "lt'- dL; '2 d I. ..,
Turaht viertcn T iheil.


19. Reinme Yor dem C'ommentar zum fliiften Bacle Mos.
Nach ed Neapel, nach Friodltinder a. a. 1. S. 210 'Cod. Brit. 31us. Add. 26880)
und nach rahb. libel ed. Ven.
Imlt Namen dCssein, der haindot Recclit T
und Wahlrheit,
lErliitt'le ich M iseh's f iilftes liuclh D'1M" S V 2 "i "SR
zur Elarheit3.



20. Verse )or Zachot in Mlunitua.
Nach Cod. 51 dis Seminiars in Breslan.
Se r s in aass la (8. T): '":w; -' : ";"i
Sclhon Goi g i r in der Schrift J.udischle i ichtungen der spanischen und ita-
lien:schen Schlulc S. 32 (hebr. Text S. 1i), wieder abgedruckt in desseni nachge-

1) Obgloicih die lidsk ir. Iei Fr. dieso Rein eo ,lotzt v..r domi gilanglarii n ]llgelie Comnm enlir zu 2. lls.
onllthilt, so scheinon sio idch urs'pruiil lir h /u doin kd irzt/l nii I j' molllll r liilr 2. is. (Ied. Re 'i,,
l'rag 1810), der deni vullstiigidi 'i 'niilatriuch-i'iimoiitar ur-i riingl lih ingli'eroilt wir uid u i rst n iah-
1iigilch durch doll I'inl ihaleni verdr lii inuien i-t (s. F i iedlander a. a. U S. 118-150) odehlirl /It
llien. iDenn diecL r ] lo tn (i]iiientar /nii i1 2. I. 10- lih t eeinf on Ol ingangsI t er-T i ohel/n doonen
/iun iit'ii it'lenalaltliite n" "' i'" (N lvoilri illllii id .il itnispl jlheld den Versoii Zu den (iii-
vlinen W ooi .oclinalrt hlllhon ;-iin tcls l iiL l s. wihrlid di' h n iii e eii ILncin l ieii e (,linO YtlSnmaass denion
vr don iili i-on i aern doe v.llsitaid]gell ]'Iititlou'l h-('in e ttaj- ihulii h sind. al-u l lietlher gohi'en.
2) InT1 T=D (d. V' i. ;0 Emlno Nallhbillig ,lieor Reimi;e inl di di e de, b-ehreiier-, wulcher im
Jahrlo iD ,L I, also 153ji51, dio im Besilzo des 11errn IMerzliaciher in M3iiihon befiudliclio HIand-
sclrit des ljn lEsra'sc]lon I'celllil ncl-Collllleiintarls aingefortigt lia1, wvie der -l iolr i ib ellist l ia Sdilussi
der Haidschriftt durch die Angabe des vorstehendon IDatuins bo/ougl. Im Alnfaing dios Collniiientlars ZIt11
5.. B. Ilis. hiisst os inlich dal : ,.C'Nl3 c: n-i': -7'1 ,C:-'T 2 ;" rt':2 ,In:"-; tia N -"i S 1 3 nn:
E' ,-; '"iN .2 n-i "ir Hei-nn itJd ,iJI hro1 / h]al l l nir il ir Labl. Dr. Ziellilich ill Niiribollp am
"6. )o'. 1880 ans .+iilnlci, tn ila thel lt,





Abraham Ibn Esra.


lassenen Schriften III S. 234, liefert eine Uebersetzung, die jedoch zu frei gehalten
ist und deshalb theilweise nicht getreu die Worte dos Originals wiedergiebt. Ueber-
dies ist sein hebr. Text ganz nach ed. Lippmann mit dessen Ungenauigkeiten
(s. Anm. 1-4 hier).
1. Ob sich Gedanken eist entrungen, l~ n' w '
Ob schon vollendet sie gelungen, i'i
Sei Lob dem hichsten Gott gesungen, i .? '
Demn Gott, der schuf die Geisterwelt! in


2. Der seine Huld, die uimmer endet,
Den Erdbewohnern zugewendet
Und Redekiaft dem Munde sendet,
Mit Weisheit innen sie erhellt.

3. Und Lehrer hat erkennen lassen
Zu ebnen steile WVissensgassen,
Der Wolte Tiefen zu erfassen,
Dass gut die Spracho sei bestellt.

4. Auch A b r aa m, der schon betagte5,
Dem Vogel gleich vom Nest verjagte,
Er scluf ein Sprachwerk; es besagte
Ganz klar die Regeln fir dies Feld.

5.Das Werk ist allen gar willkomimen,
Die Bildung aus dem Yolk erklommen,
Da zum VerstLndniss as soll frommen
Des Lauts, der tint, der Ruhe halt6.

i. Von Lauten auch, die man bald huren,
Bald wieder nicht kann, sell es lehren;
Warum mit Kamez die verkehren,
Zu andern Patach sich gesellt.

7. Tritt her, wer Lernens du beflisson!
Sollst keiner Frage Auskunft missen.
Und schwabt im Dunkel noch dein Wissen:
Hier wird dein Geistesaug' erhellt.


i;1 5



rntiB2 ir t




Mi n 1nt -In=









Mmn mn1-'rl
p ( 1-?jn- 11






n T n a[ 1 ia



T 7 T 1







nina -1yn h



n 7Ti "Wit 11 ;
Ti)0 1 s

NMIP; '77==
: T


1) 11)]M Lippmann. '-) "i 7' das. .) Lippmann ;7"g gegon don Reim. -" 4) Lippmann
tilschlich m :. .') Im Jahro 1145 (s. S. 51 A. 3) war I. E. 53 Jahro alt, da or im Alter von 75 Jahreon
im J. 1167 star. Dass I. E. aber don Fiinfziger als einen bereits alterndlenl Mnschon ansieht, zeigt
sein gottesdienstliches Gediclt mit dom Aufango inMMiC32 11~; DN '2. wsolches, vielfach eodruckt, auch
in dem zweitoa Theile der gogonwiirtigon Sattmhitucin bericlitiggterschoiinen soil. ,) l)es ('Inlllonitoli
mit oder (lino darsan flrnllion Vocal.




Verse vor und hinter Zachot, vor der Erkl. des Astrolab. 51


8. Die Bahn ist frei, ilr folg' und merke:
Willst wigen du des Wortes Stiirke,
Ob's schwer, ob's leicht2: lies hier im Werke,
Das auf der Spracho Feinhoit ihlt.


t1!m nixtl
tin '1x5 t:


21. Verse hinter Zaclot, in Mantua (Tischri 49('6=1145).
Nach Cod. 51 Sem. und cd. Lippmann.
Veismaass 7 (S. 9): Mi M in"1' ni aIn 'n n "i~ n'i VI)n 7n "in
Nimma die Worte, die zuir Priifung in 'I 113 7111)
des Geistes Schmelze waren,
lionigsis s fiir die each Wissen hungrigen 'a3 00 C I I 1!
erwiihlten Schaaren!
Gute Regeln,die zersplittert vieler Bicher Pn's P1 B'eS D.
Inhalt waren.
Sieh, wie du in meinem Buche sie go- D'D '13 iI
sammelt kannst erfahren
Als vier Tausend nebst noun Hundert Q .\.hW W i V n' 0 lr ,
sechs der Welt zu zahlen warren,
War's im TischriS ganz vollbracht, dem a' n, t I t B_
ersten Mond in unsern Jahron.


22. Bittverse vor der Erklitrung des Astrolab (n~v'i %7)
4906=1145/6 (Graetz, Gesch. VII 443).
Versmaass 13 (S. 11): "in' nimyvn 'ni in' lr~mm 'rnw
Ich rufe, lebendiger Gott, dich an: .-In 'M x,
Ben E ar a bilf, demr Ungliicksmann, ,f 4bt' 1
Dessen Seelo gebeugt der Fremde Bann! ,B .1Zr I:
Sie lehnet sich deinem Erbarmen an. ,'l ~' t
r -: ; 1 -* -


Enthill' ihm Wissensrhthsel! Und dann
Bewahre du, was er schaffend ersann!
Sei hold dem begabten Schiiler und Mann
Seinem Na'-rn gemliss!- Wir freucn uns dann.


ni)Et) rwan n^.(c) 5


3nin 312 n? i ,7TO';
r: w vTh '1N


23. Verse an den Leser vor demselben Buche.
Versmaass 11 (S. 11): liini i~'- ,~lnm ~i` inuln 'n
Gelobt, der die Sprache hat festgestellt fl I pth .'T
Und Weisheit den Kindern Set's gesellt5, '' a=?R..l p1y

1) So in C'od. Jolli nek; T'`' in ed. KInigsbelr. 2) )Ob cine Staminform durch Verdoplolung und
Zuwachs verstiirkt orscheine older oinfach geblieben sci. 3i Tischri 4906, also 1145. 4) Der Name des
S'huilers 'N.tn oder iihnlich klingend, fiir welchon I. E. die Schrift zniiclist verfasst hat, crininelt an die
huchste von Gott dem Menschon gowiihrte Gunst, die in der Erhobung unl Liiutorung seines Oeistes zu
wissenschaftlicher Erkenntniss besthlit, weil die dom frommcn Israoliten gelituligo Bitte in dem achtzehn-
theiligon Hauptgobete (,'ItB 'ltV fnP2Fl bokanntlich lantet: f:1 2rT:f : m -'- 70 ni an-rn .in ;piiN
bitm. njI1 ,I 1N.Hp.. 5) Das IMinsilihngeschlIcht, dessen zweiter Uralin Noah cin Nachliimmie dos
SSt war.







Sie lohrte der Zahi un:l des Maasses Sinn,
D)cr Formen, auf Kicis und Bogen gofiillt.
So zeichnen in Tafeln und Netze sia bin
Das Bild der owigon Sternenwelt.
Es lommno und lorno verstiindiger Sinn,
Was das B c h v ori A strol a enthliilt'


riix-1I r rl't-



n~in~~] ~~3 ~T


24. Reinizeile vor dcem aslrologischeu l'atL'aC 1 -
am Cod. 51 des Broslaicer Seminnars.
fm NaiIen (nittes, dI die d Weisen lohrt das tn1 3n 7g;l t '
Wisen finden,
lPoginne ici diio Niederselrif't des lui:les voIII ,i 2 3 't i~ n
deln ( reii'len e



2-:. Ithime zum Schllusse des a:stlrologischen n"~in :lM "isa
;ius Crd. 54 des Brcslauer Semina'-s.


Vollendet ist das liuch von der Gebuiten
][imtnmelsstanl !
Viol L b dir (;ult, (hr ist der dunklen Zu-
kuhf't Band
Und ticf YVerlorgenes n iacnt be1)klanilt
l)ir ziemeit Dank, der ldu all'iitilg wirst genainl.


r1T


'.i;. Ieimn vor dnem Buclie Ton der Well (a1:"; Ec )
vilasA 1145, nach C'od. Iollinek in \\ ion.
lin Nainnll des Gotes der Welt N.' ei,' 't
Boginn' ich das liuh von der Welt. u i 3
Gepries,.n sc: Gltt, lder Eino, tdr ist das All iz. -n"r "4l 'i 111Z1
ind aus doni entselit das All i p. l 1
Und (lessen Dicncr, die ihm nalmin. gleicl l
werdon dem Alli! l,


I) l)"kr .M 'nll-chul"'vii dl, r 1 ich zur I.rl"li' nnlllllii s l"'- Ewieg n miul IToneIP llichon in Ihr W oll erhohli,,
]'i|l r-i t dll-it m il [ll edlh 'll ]I[I 1 nllit loll 'i 1i I I II a hll ; w irkl henli Scitl (. 1. i'. ill 1' IIIIII. 71 .1. Al'".
20, S uIlltl 1011-tl). --- HeI r 1)r. A.. e ll i k i Vin ll, \ c I'ir lnl die ,li ie- l oi[CIhe ll- n o l IIU initzuthl ilen
dlie (iilo hialte. iu'lto idc in'l >r'] iVn'llc ich Yor-c ,e ito Srhlul- /\i('lir' mu1lro r ;trh-)r lo Scliriftoen,
dlio 'r 1"hdIns IIftl. f-itzt, lni, dlf' ih i'elr ltoniillichenl will, ohno -ie al- hierller g'h rig ] e'trachten zun
i inon/ll. l)io oritcro n Iuntel r a -ini iol r ,iner "tropl ho au, ('Iium -,flt iO-,lien-tliclhen Stiiek oilier
Solic]hal, iinlich : dio hleti ron i nltr h, siI!i dor Splra]cho ni Art ilo, 1. E.. frciniL. lhilLe ahnl)en verl-
main la (S. 7) i 7". in z. ,7' 'i n o/ r V' ei- o:
no m ils l chns:es m in: r'i; "1t :.. :
-' ,' ,.N, "-m "' :, -ou''
'7iri 7f N 1 n i71N 1 N M -7i rm 1-2 ': s .... n 'nir-17
,man ',,' nI'i'7, n 2'pn 2:N


-ibr(dimn Ifilt





11cei. V( c)-e. (7. imljtvl. Si hrifi/i('i Ruheicc/. (bl iidi,/oh,' v~i, Liit. 519

27. 11idiiuingsverse vor dem lBliche iiUer deii Gottesnamen (mc -Inn
Naich Cod. 55 Scm.


Versmaass 7 (S. 9): ,im;n ,i 'm n'rn:n
in des igossen Einen Namen, der ist aller
inhlieit Grund
L.isc die W\"inko. die anf Tiefen seines Namens
sind gec.rindct!
A bra Iam de r S ohl n d s M ili r, that
auf Wunsch sic schrif'licih kund
In Bozicrs, wo cr jotzt weilct. zweien Frommien
treni verbitndctt:
\h r a l n a m, dem S o li e C h a j i m's, Herr
der Zeitgenosscn rind,
n d J d 11 t's S oh n e, s a ; k7, don als
I[aupt ecin V\nlk verkiindet.


M"1= -u:' =
o~7n~ ~~~i~b fil P 5


28. Verc iori (Ier Schrift fiber die Zalihiwiier (t-er i .':-)
Natl cii. P i nusker ant Cod. 50 Semin.
Ver-mnass G (S. 9)): rn:r rv-, nn ~ni ninzi r vi r,4
1min Bclh Ici.r cLsr, scian! Ca,.nz sch;*;n ist's und genanu.
.,1es Z1ila 1orts Grund unI Pau". so Scia i'sieriitif, etian. a'
Vorfasit hat's Albrahamn Sohln u Mii's lolpaatn, am
DLer eiinst ens Si anieni ham, cii; 1IIi F at bck~mnut.




29i. IRvilnizeiie %or. (tier AbjtuiiidIIIIug fiber die Eiiwr (77Nn
Ncht vd. Golidhardt, Odnssa IS;7.


Im Niamen' des Einen. so allein geninnt mit lechlt,
Iieginnt dii Aiheit A 1 'aha m, sein truer Kneclht.


-T~ ~iS P~-


b. Vor-o amn Suchlunse dlcs IX'- 7"' n:: 2:



(0 71a21i nuh b. 7h -22a) 7-I'2-i 1",7 1, (I mn-' C7N` n- GI. My;p

II C'-; C.: nld. :53 ;i n. I'ilclil.ch ,'l i 2l cod. 3: nul D1:iS'I od. Lipi p nilln. 3:) 1'27

.55 Seom. war TN' I(wioi inl Z. 3) hintor '2 geschrichel, it aber dich PunLto atl FIloriaft niacitrIgih'l
hae/.ichnet wolde). -- elirin'',n wil i" T:.l3 von l'lhrii in Tiiil/l nieii I p. tia Z. 1 ed. Storn
'ebrancht. St[,n ;itamupl] auiic in einer Pariser Jlslihr. (Oril. 180 naech 11. 0(ol Idberd g ele Stein-
schnteider .briiiiut Iti vut S. 95 A. 132). cl,,. 50 Semi. a) NTl;' j:I boi Sltoinschlneidor,
Hlliiidfc'rii'//c 'iir.:i iiic.whi as duc it lu, lihoib /llhk mi B rli, II S. 57. 7) Der Nacliweis der lier (Z. 5 I. G)
onannilen zwei 1;itnner iic i (iraci/z osic. VJ, S. 1-16 A. 1 wird von Stoiinscelnoidilor a. a. O. be-
zweifolt. Er verweist an'Y ( Goig ir inll 1ccludis II 1I unl a1tt Ziunz litoratiurge lchichtli S. 481
lbon nnd union, i-unach dio Niclihowicieeonln lrn oin .Jailhrhllndl'rt spitor golel'11t haon. Uclhrigonei
i t der Lr ie naI te Jelihuiah, Solhn Italks, Vf. dis Zunat/oi ia I. E gansl,. Iomnnm,. zu i'Z2 2 Mos.
12 9i.




54 Abriahuam Iba Es'sra.

30. Reime vor dem Commentar zu Daniel.


Des Manne.3 Buch, der lieb ist und werth,
Hat wi.htigen Inhalt, vonVielen begell t,
Gescheh'nes und Kiinftiges prophetisch
erklart
Und Allos in dunkelster Kiirze gelehrt;
Wo von himmlischen Engeln man Ridthsel
erfhlrt,
Dor Welt der Elomonte als Haupter ge-
wiahrt2.
Nicht erfasston die Erklirer des Buches
Gehalt,
Da jeder nur gab, was erreichbar ibm gait.
Doch Allor Fiisse sah ich gleiten
Bei der Frist der Ritthselzeiten3.
Auch des Thieres Bedeutung ward ihnen
verwirnt,
Da das vierte zum Ort sich des dritten
verirrt .
Nun begin' ich die Ekliirung nach der
Sprache Gesetz, u. s. w.


mnian; ist 11




M1i3iD 13 ttv 5

nmo-n an P u

mst: niu t, 'ia


' vi p n D plpti ts xai TI
T : -. .: T r

'~ P~ P~t? ~ ~ T


31. Reime zum Schlusse des gangbaren Commentars zu Daniel (1155).
Nach ed. Yen. III und Friedlaendor, a. a. O. S. 194.
Vollendet ist das Buch Daniel im Mar- flW pTnl!_ ,l.. -i. ... L
cheschwan 4916 in der Stadt Rodez5. 'It~ =s V"pL nm p ~ ir nP'ft<_
Dank sei Gott nach Pilicht und Recht, 't u m'tliDn
Der in Gnaden, voll und echt, 'TMn Wi I9w
A b ra h a m half, seinem Knecht, '_ Dil
Vorfasser und Schreiber zugleich. "'Ii3 1 K1 ~~il.11i KR 5


32. Reime vor der zweiten Recension des Comm. zu Ester.
Nach ed. Z edn or, London 1850.


So spricht Abraha m, der Spanier
genannt:


"*ith1n GC1'" 0 K


1) rci I riodltnder lbu E1ra Litratrire IV S. 189 stolt die weibliche Fonrm nil-i welche dom
vorwiegenden Sprachgebrauche allerdings entspricht, hier abor mit Riicksicht auf den Reim nicht stehen
darf. 2) Die Engel orscheinen im Buche Daniel als Schutzgeister einzelner V6lker, also als
] liipter und Leiter der -ubhuiarischeen Welt, welche nach dom Vorgange gnechischor Philosophon als
.,die Welt der vior Elemente" bezeichnet wird. 3) Die Worte 771'ir3 1T1 YV, (Dan. 12, 7) rand I. E.
von Niomand berriedigend erkliirt. 4) Das vierte Thier (Dan. 7, 7) erkliaren Mancho a's Allegorio
fiir das rimischo Reich oder fiir das griochlisch maceonische nach Alexander, wiihrenl I. E. in dem
dritten Thiere (Dan. 7, 6) das griechische und r6mische Reich vereint, dagegen iln vierton Thiere das
Reich der Mulimen erblickt. wie aus seinem Commentar zur Stelle sich ergiebt. .) Marcheschwan
4916 -1155. Dieselbe Jahreszahl "~pnn hat auch Gedaljah in Schalschelet ed. Zolkiew 13b unten;
hingegen Conlforte in Kore hadderot lla und Heilprin in Sedllr h1,ddorot 550 ed. Karlsruhe haben
i" en vielloicht in Fulgo cines Druckfehlors in Kore haddorol.





Reime ror v. nach Daniel, ror Ester, Widinung ror dncm Pentateuclh. 55

Der Ester -Rolle Deutung begin' ich zt h r 'm.i Wv.. 'l.m
mit aller Krafte Aufwand,
Vers ura Vers, soweit reicht meine Hand. 4'1 rtn "l'f I') $ lM iflK 1
Und dem mein Inneres ist bekanut, 'Mr1l 1T1h
Von ihm sei Beistand mir gesandt! '. in 5'



33. Widmungsverse an Mosel b. MXir vor dem unvollstflndigen
Pentateucheommentar.
Verfasst 1156.
Im Wesentlichen nach Friedl under a. a. O. S. 147 A. 2, wogegeai der
Abdruck bei Edelmann, Ginse Oxford p. XVI, und darnach bei Graetz,
Blumenlese S. 120, noch viele Fehler enthalt, welche K a e m p f, Nichtandalusische
Poisaie II 219, wo er V. 5-14 abdruckt, nach eigener Vermuthung theilweise ver-
bessert. Eine Uebersetzung dieses Theiles in Versen giebt derselbe a. a. O. I 227.
Ferner giebt das Hebriiische ganz, mit Vokalen und einer kleinen Anmerkung ver-
sehen, Lu zz a t t o in Ozar inechmad II S. 223, sowie in der zweiten Auflago des
orsten Bandes der Zeitschrift rtae, ed. Letters, Wien 1865 S. 190.


Versmaass 7 tS. 9): itn i'nn n nlw
Dess Name sei gelobt, auf den kein Nachbild
past2
lTnd der des Himmels weito Riume in sich fasst,
Zu hoch zur Schau den Menschengeist auf
Erden schon!
Ist klar die Weisheit selbst, uns deckt sic
luthsels Last.
Er spend Kraft dem Abr a ham, des M iir
S ohn,
Und Einsicht, Er, dess Mund belehrt den
Erdengast.
Half Er ihm doch bis jetzt, wiewohl der Jahre
Zahl
Schon acht mal achtbetrigt3, und schwere
Zeit umfasst.
Achl Siindenschuld mag's sein, was zu des
Alters Qual
Ihm nene Plagen schuf und alt'rer Leiden
Last.
Doch Moseh, M irs Soh n, der stitzt'
ihn wunderbar,
Dass frisch der Leib erwuchs wie laubbe-
deckter Ast.
Da hab' ich's Gott gelobt, als schwer erkrankt
ich war,


* it'P Xin nwnn 'wlI 'inP'




mi) ti-p? i1 iWna i



ib 1tI & -11 1"32 Qr 5

*III PI-;' rsa i n;)1 '1
t;8 M 1


.-In n nnsa n TS 1o0


T g- j~ T -: .


1) Or1i vermuthet schon Luzzatto a. a. O. iir das fehlerhafte ,31n, welches dom Versmaasse nicht
entspricht. 2) Iiermit wird der Gedanko wiedergegoben, den der agadische Ausspruch enthilt:
1,31pC 1ij51 iSi1 a t i3piD Ni 1n" 'CnpT17i (Beresch. rabb. Cap. 68 zu MI35p B P5'S 1. Mos. 28, 11). -
:) Da I. E. 1167 im Alter von 75 Jahron star (s. weiter unten), o war or 61 Jahre alt im .lahro 1156.
4) Violloicht ist diker Io-.hl im Dliwan ed. Egers S. 11 NX,. 50 gonemint,




Abraham. Ibn Esra.


Das AVort aus Sinai's Hih'n zu deuten ollno
Rast.
Dloch weih' icls ineinemi Schtitzore Klein
diinkt miuh inein Gut,
)a diesor AI o s e h al!es Wissens Ga' unifasst,
Wie klein Silo ih lliesst. donkst du an Gichons
Fluth,
Und Lampenlicht zur Sonne ond zunm Mondc
past.
Ja iln barge Gott als Licht fir trdber Zeit
Gefahr ,
Und Wol'ken gloiclit dio Hand, stibint Segen
ohne Rast. -
D)as Spracliwerk nn bcginn' ich nobst doiln
C(omiienlcar,
Dem Sinn getrou in reclitcr Weise angepasst.
Den Namen neon' ich niliit, wo Irrthumi iech
belnerkt:
Dess Namen neIn' ich, der den >11n iat
It clit eifasst.
Erkliaro M1 se l's Wort, d(lrcih I Ish n(ii
gest irkt5,
Dass Gotte Leroi' nun g'etron diu vur dir hast.


MIMI: 1 : 112 1n1ri 1>1X=




tvn nt '-t* 1'-I 1


", is nn'- 13 ii




13: n.M- i tn





t:: i:i ft i 7?3 an


,-i;133 nyi:; qi;S n pF
^**1DD ,-rs "T21 TO; i:'


:I. Gercimute Einleituiig' zuim unvollstilindig vorlieg'edenl Pentateuclh-
Comllllentar,
vertasht imn J. 115l iln ieuerer Zeit zmn erston Male ogdruckt. Le tteris (L)
gab den Anfing his Z. 3) lbein Wiedrabdruck der Zeittschrift -EDex a des .ahres
T1pn, Wion 1S65 p. sp. Wiederum .nit fehlcudein Anfange erschien diese Ein-
leitung- in dtr Zeitselhift let halimidraisch I S. 14 ff v. V.' c iss (W), \VWin 1865.
Vollstandig und unter Angabe der Weiss'schen Varianten gab If. F r i e dl 1 n d r
(F) aus llanlschriften diese Einleitiung in seinemi Buche Jim li,:r LJiteritulre 1V,
Hebr. Anhaili 8. 1-5, London 1877, ao soiefliltidg liraues, dass iir an weci-gen
Stellen, welhoe in den Anmerkunecn ausdrticklich angegeben worden, cine Ab-
weicliung von soien Lesaitein u Y eben war.
Es sp licht A bra i a in. Soh n 1 ; i air's, der a0 "0 0ti: 3 :S;
spaiische !ann:
Ich rufe Gott im Himmel zumi Zeugen an, i. D'Z'3"i "i


) Nacl r Michri. Yucalisation .7 "v'2 re ic iilir-ictceii:
,,Wit we a; \a- r ili t u r icini giro-eir Fluth
Uund iliirttip Lmamujnpi, lilht var Sonl' Ullid M mid erhiln-t/'
Doch spricht fi'ir Mr 1 oino P'arai le loe i .1lchul da lal Iwi Bldublt S. 111 Z. 12: 7;" 7; ,f T c i
]'7 ]PN- 1 ".2:. ])er Siloa ist noiiit ausils. 8, 6; der Gichr n aus 1. 11,s. 2, 13 (cihworlich aius 1. (i;n.
1. :3;1; 2. Cur. ;12, 30;: 3;:, 14, womit die keine1swegs ibedeutoide (Qulellu boi .JeruAll'ilul I hzoic lllt t witro). -
21 So. veinmlillt ailici Eg(rs il G rael z r ItsMcllr. c 182 S. 42 ::) 42 Ie. ,S: ]-' TN "32 1l.-. i DO)UM
Aisdrnwlio lie(.,t dlio Eriinrnlllg ;in ir ( ,ialnrlia e Madah lalb. Chai6-gah 12a zu I iuarlr: N l'!r T:XD "I,
'r'T:,, 7l' r:) n l -im 17: -':':n t: c:11
Nx iW 'pm't ? 1 72: l) Durch Mni s h 1 I' ir (Z. ll), idIr dclNi YI'ri. wilihrit (lotr vorain-
cr1 i'-lhe .d, lll l -, o Il,,. hoi tl. I ll aer .. (, ho di-.m \V Im/ anderl s a f-
irldest.




Einleitunq zum utncoullstimi ligen Pent.-Commentar. I. Christliche Allegoristen. 57

Der weiss, was je mein Inneres sann, 10 fnlm,


Dass alle Liebe und Kraft ich will setzen daran,
Gottes Lehre zu erkliiren, so lang' athmen ich
kann,
So welt Ireine Kriifte werdon reichen heran,
Wenn Gott mir hilft, wie bisher or gethan.
Ich boginn' in Gottes Namen, dess Lob ist
ohlie Anfang,
Und s 'hliesse im Namen des Herrlichen ohne
Ausgang.
Er halte mich frei von jeder Irrung Vergehen,
Dass in meines Geistes Blicken sie nicht werden
gesehen
Betreff' es den Sinn oder der Sprachform Gesetz.
Ist kein Mensch doch sicher vor des Irrthiums
Netz! -
Bevor ich aber Gedanken orkliire odor der Wort-
formen Weise3,

Sag' ich: Die Wa~tliheit ist, wie der Mittelpunkt
im Kreise;
Die Erkliircr aber dter Torah -- wir seen
Sio vior vorschiedon3 Wege gehen.



I.
Auf dem Einen sclen wir (lie cllistlichen
Auslogor verkelhrent
Die fiir iitlhsel und Gleichniss Alles erkliren,


Gleichviel ob es dem Erzahlungsstoflo gilt,


Der das ersto Buch Moseh's fiillt,
Odor auf Gebote und schlichte Satz.nge


*'1t ;p'n st; e-t


M p i




















7ll;ti rr, 2Dt -Ix
mi -B


an man atm ;-L t3:
zielt0. 5


1) So L: F hat I ,nn, was ja gleiclhfalli verstiindlich wiro. Aber (lie fulgonde Zeile empfiehlt
ni"? mit lem Sinnr: (ittes 1b und riuilm sni inondlicih, habo also anch keinerlei Anfang, weder
in der Zeit noch nursiehliih. \'IV. Litbl. 1. Orients 1851 S. 388: m'f jW' "p['2-1 Minn n? 'Xr p nin
;min. ~) Wio in der gangbarne Einloitun, (obon S. i2 A. 10), so ist auch hier 1'31n allein richtig,
waliirond -;'i'T bei L u. F oino anu Misserotiitndnisi hlrvorgegangeno Corroctur in den IIdschr. ist. 3) Der
unvolI-t indig virliegend l'ontatunch Coimmentar, zu demi dioso Einlhitung geh;irt, zorftllt in jo zwei
Thoilo fiir jedcn Wvuchonabsclinitt, in cinon grainmatischen Thoil (p~li), der dio Worte oinzeln be-
spricht, und in oino Erklirung dos Sinnes und Zusamimenhianges (i'`n1P). Probon findet man in dlen
SHtickon, wolcho F a. a. 0. iim hobr. Tiieilo auif tio Einllitung hat folgon lassen (p. 10-64). -
4) Yon der allegorisirendon Anslogung christlichor Exegoton handelt dlio gangbaro Einleitung orst an
dritter Stollo (oben S. 33 ff). .) In dor Schiirit Yizzachoi rects in Tiht ij/pin Wagenseils III p. 53
hoisst os zu 5 ni7n otl::nN1 N; nRN nr*=i n 5. Mos. 22, 7: mi~ e r5Vn nmx ra nOT zn nriIN
rC),,i n e- I m n-7 m 'm n Nnn3i a ai jxnw-:s mtm pinn en nn j)n: s- x ip px lnlv5. Vgt.


s20




Abraham Ibn Esra.


Ein Jeder, wie es ibm einfallt
Und seines Geistes Fassung herhillt,
Setzt zu, nimmt weg nach Belieben;
Bald besser, bald schlechter wird so es getrieben.
Das Gebot, ohne Schonung sieben VYlker zu
besieged ,
Soil cinen K[ampf gogen die siebon Organo
verfiigen,
Die innen in menachlichebn K6rpcr liegen7.
,,So ein Weib Samen bringt, sell auf ihre
Kirche doutens
'nd der unreinen Tage Zahl es beweisen den
Leuten 10
Der israelitischen Stamme Zahl sell gar
Deuten auf der Verirrung Jiingerschaar'l.
Ein bodenlo Gerede ist es, ohne F"rommen
Windige Worte, wie man nie sic vernommi'n.
Nein! Puchitiiblich sind Gebat, Elzilhlung und
Wort zu erldlaren,
Wenn sic dem Geiste einlenchtend sich lassone
hiren12.
Freilich hlat Manches auch tieforen Sinn,

Ist an sich wahr und sind zugleich dunkle An-
doe tungen darin.
So etwa beim Berichte vom Paradies
Und dem Baume, dossen Frucht Erkenntniss
verhiess 13,


irwitnt Imp nis xs
c T 1i'MT T

nil 11 'P 1 25







ctrpw nn' : :mn v3
cna In I ni? ns w







nn'T'an n^1 nHK Pt 1^ M il
nV I 'tfl''l 12D) n D7 o
n l nly-mr n: zkri



n pr* T p so










T-- ^'1 n? 4ii 0 1 i


such David Kimchi's Bcschcli (am Schlusso vio Lippmianns Siz.:,rhon) zu Ps. 19: [ernor .Jsri/
hamiekamin in lBel bot, III S. 12 zu 1. 1Mos. 9, 3: in: n .. n:; I ;" ':1 Si2 N T5'tO m'

sw-sm a i; ) i' onN ': si ni m];-;n -' nr mnn ;n ni-r"n'-:- tn D. lots. s. i8 zu Spr. 1,1
i: nc_ .. .* '. 'E,2n w7 7 'Z","'nl o N 1:7 D1 ca 'n En'N ni-a 1s .'s- T: nn"'_ > s Tn ,in s:

,-ps Dp ca. nl,'s s~'n ni -s' 7 '.T 72 't ', z i'77, 1'n21'5 '-5 ,L'7 7N
lm; n en. ci. Vgl. aruci Mailionides in .lischich torah I. II. Alell him XI, 4 lnach ier lhaindlIcliit-
lichen LA iiL Kobaks Jicsc, runm V S. op ties hobr. Theiil : 3 12: 1 n ci' N 011' ;20 D'.l"' N
nDninOD3 : Nn isi tT's a p: jz'r:pa: On~m O-N s i1 nnn:o n'sm: 0 a 1.
1) Dileo Zoilo foldlt bei F. ) c-'': C"s' L. -';) a-nn L. i) V n F l;i;t.; L. -
a) 1 i L. D;) Die siebn Vi lkeroclhfiiro a IiPalitina: 2. M3Us. 23, 32 f.; 31, 11--16; 5. IMs. 7, 1 f;
20, l;-18. 7) Herz, Lungo, ,Magen, .Ilber., GallI, itl/ und iorelen alley als Vortrolor der niedlr-
zuhaltcoid n Sinalichkeit. -) 3. Mos. 12, 2 vou der W ichneriii, ilren Rleinheitsregein und scihliosslicher
Temnpolgang iil "orfotlge des Gesot7es fe-tgetellt wn-erdlon. ') Auf dla Dogma von ldcr unlilfloekten
Eimpflingin,. YVl. BerlinorM P'liat Solfri im hoibr. 'Thlil S. 32 Nr. 10: i ?iN DIM llp'N a 'M 'i:n '
131 N3 1:: C'" W -p qN ; ^12 7n ';i i: -N'2:-2,-'2N-; fornor n n8:r11 ed. Aic-t. p. 1la
zu n-'n n t', wo es hlei`st : ';;1 Onp'i~:' C':', ns;cn uind J ooph I amin ckaii n o ioi J. Opp n-
liheim in Bct la inwl Ill p. 13. l) SHi Tboin I'ago ,11 die Uinrinihit dancrin. Iioriu Luk. 2, 22. -
11) Dio zwnilf Stiiitn'( Isracls soion cin Vrblldl t dir zwLilf Apo\tol. Vt'1. eine An' iliung hierauf sell n
im Evang. Matth. 19, 2s. 1)S S aou S ladita-i n,'io/ VII, 1 orkLirt sich gegon das vorfliichtiige)l
Allegorisiron, welches .: oigonllich voreciristlichoii und zwar aloxandrinischeni Ursprungs ist (InitPhilo
als IHaulptvort'olor) und unch aussorlhalb dos C'hirstethliums vielfiiltig bo'liibcen wnurde.. 15) Vgl. obn
S. 35 A. 1:. 11.





FiiiILitioio :alu m n rollstanditqen Peit.-Comur ntur. L Christiiche Alleror-ten.. 59


Wo sich gesellt des eignen Denkens Kunde
Zu der Lebre ans des himmlischenVaters Munde.
Die sicherste Gewihr bei allem Erklaren
Wollte Gott uns in des Geistes Blick bescheeren.


Dem Denkgcsetze Widerstreitendes gilt aber
gleich
IIandgreiflich Falschem in der Sinne Bereich3:
Denn denm 1enschen, doi IDenken Natur ist
und Leben,
Ward die Torah, die vererbte, von Cott gegeben.
Es werde womuglich, wonn in der Torah Un-
denkbares sich findet,

Der Sinn erweitert oder ein anderer ergriindet,
Wie mit den Gesetze der Sprache c3 sich eben
vertriigt,
Die Adam bcieits I at 1. i, i 1
Das ist selbst bei Geboten uaverfiinglich,
Weenn bueihatablich das Wort erscheint un-
denklich.

Denn das Gebot, ,,die Vorhant des Herzons zu
beschneiden"' egiibe
Einen Widerstreit daigegen, dass der 3ensch
Gottes Gobot thue und dadurch lebe".
Kann doch eine Lehre, die die Tddtung Anderer
will verhiiten,

Uns den grausamisten Selbstuord unmiiglich
gebieten.

Auch miisste man den Tod nothwendig erleiden,
Lhe miglich es wire, das lHrz zu beschneiden.
Fragt Jemand: ,,Wie? Lassen Sdtze si h so
erfassen,

Dass wirtlichen urd verborgenen Sinn sie
zugleich zulassen?'
So ragon ja ebcn darin Gottes AVorte hervor


Vor der clristlichen Lehrer gesanmntem Chor,


7-W ?- T" pl





i i
nim In-%,U




tn'Ur~gn 77'1 16
N'-I Inpn nt,



T3 50

j ; rrLs ij ~~ ~









Amnl -l arpn
2 =111=

7 Al- mn rim er') 1 61

MT M'nP
i~~rll xi~ ~
hl; iTh 1~ xi x
P~I~~

ni~iD~ p~~rn nlL~a;i 60
9~11n


1) -0:nl F. 2) So verbessert F vortrol'lich flir -r : 3 :) Vgl. oben S. 34 Z. 179-186. -
1) I)io lhobriicho Spraclh, welche als dio Spracho Gottcs boi der WVlt zoichnot wirt (Bretschil mrbba Cap. 18 u. 31; Pl. Jonathan zi 1. Mos. 11, 1 u. sonst). )Dass Adam zu
doron woiteror Ausprigtlng und Beroichiung beigotragon habo, vird wohll an 1. Mos. 2, 20. 23 ange-
I;niipft. 5) 5. Mos. 10, 16 ildllicher Auldruck fiir die B3eeltigung der Ucnemptitinglichkeit. 6) An
dioso WVoito 3. nM,. IS, 5 wird iil Talmud (bal.u.Joia S51 u. s,''t) die Beinerkluin angeknilpft: 'M
m;m ni'V i N51 mm; 3.




60 Abraham Ibn Esra.


Die Biicher voll Andeutungen verfasst4
Und ihre Gleichuisse stummen Blinden ange-
passt5.
Gottes Verfaliren bei den menschlichen Organen
beleuchtet sein Verfahren auch bier,
Wie der Nase Bestinmmung zugleich bilden der
Verrichtungen vier:
Das Him zu ltiften, ibm Schleim zu ontffihren,


Dem Geruche zu dienen und das Antlitz zu
zieren6. -
Der christlichen AuslegerWeg ist hiernach liar:
Sieverfehlen den richt genlUmkreis ganz undgar.


Den z weiten Weg haben die Karier betreten,
Die die Worte der Traditionslebrer verschmahlten,
Welche ja alle die Wahrheit vertreten;
Die Kariter, die bald treffen die Mitte, bald
ihr nur nah'n,
Bald giinzlihl verfehleie des Umkreises Baln.
Wie Benjamin7 verfuhr,
Der links and rechts verfehlte ihre Spur,
Weil den Worten der Alten er nicht mochte
glauben;
Das must' ihnm, wic andern Ketzern, die
Sichcrbeit rauben.
Wie schamlos und nackt stellt deren Einer
sich bloss!
,,Fille und Thiine'' bezieht er auf der Ehe
Schooss S
Doch wic ktnnte dann ,.Fi"lle" vor ,,Thrano"
stehen,


wm-Nn I m1t1r lw i R 1


i*'sn 0Mli ii







i i itn 'a i it rrii


SitB fin D "
~ilt 'H~~


c i ~\~\r i" nt; 70












I'tz so


nrz -''" T air- ra I;I rn sII

?InN i y a''-rp na1 M 0 n ^ so


1) Nicht, wio F hat, 'r! da' die-c Form nur al Mchrlhict dos Substantivs ltt't (1. MJos. 37, 7)
vorkommt. 2) So ist. wohil fiir das ullVerslincdlicieo 12n:TT i' lhei F zu lusen, : C'2'n F. Dor
Reim labor erturdert 3'1S. 4) Z. B. die Ollenbarung .Johannis. 5) cicllcicht mit Riiksiclit aut
Mt. 13, 13; XJrk. 4, 11; vgl. Luk. 8, 10. .) Vgl. iiber dieoe StollolKauft'ann, D- c Sniic S. 151 A. 15. -
7) Benjamin von Nahiawend zwischen 800--Sa (oebon S. 26 A. 13). s) 2. M3I. 22, 27 ,,Duini,
'Fille und dIino Thrline so]Jst du nicht verspiittn", ein poetischor Ausdiruckl tiir dio Weiliogaben von
estem Bodeiiertrage (Getrcide und l.ibst) und v)n fliiisigem (j W in t nd u(.l), w rrd vo de n Karier Ben Sita,
vio I. E. inI gangbaron (liincorenl Commentar zur Stello eozougt, ialt Verbot ciner nu spltUun Ver-
heirathung orkliirt, indeim er hunter ,,Thr;ine" dio Befruchtung und utoer ,,Fiillo" dio Schwangetrschaft
verstanden wissen wollto. Vg'. auch tldn kiirzeronl (Commcntar I, I':. z. t., J'rag 1810, S. i; ulntoll.i





Einleitung ,:sm l ucollstiindijen I'Pent.-Comn ertar. II. Karaer. 61


Wenn ,,Thrine'' auf dio Befruchtung sollte
gehen?
Auch liegt ja dieso ,,Fiillo" nicht in des
IenAclihn Macht,
Wofern der Schopfer sie ihm nicht zugedacht.
Gleich schamlose Deutung fand Anan zu
kiinden3 -
O m6ge scin Name wia eine Wolkeo ent-
schwiudon -
Denn das ,Plliigon und Ernten"5 will go-
schlechtlich er nohmen,
Und wahrlich, er sollte darob sich scliamen.
Denn, gcsetzt auch das .,Pfligen" wiire Minnerr.
eigen,
So bringt das Wort ,,Ernte" ihn sicher zum
Schweigen .
Ich frage diesel Blindon,
Geschlagen nit Blindheit ob ihrer Siinden:
Ob sie nicht wissen,
Es nicht gehort haben mtissen,
Dass von den Viitern wir die schriftliche Lehiro
iiberklommen,
Denselben, von denen wir die ruindliche ver-
nolnnlon.
Beware, dass sie falschend comindcrt odor
genmehrt,
Was iiborliefcrnde Kundo sio solbst hat gelert!
Verwirft man, was miindlich auf uns ist
gekommen,
So kann auch die schriftliche Lehre niclit
frominon,
Weil kein einziges Gesetz, das die Torah uns lehrt,
In allen Einzellieiten ist vollstindig erklart7.

Das Sabbatgesetz enthiilt nicht einmal
Der verbotenen Arbeiton Abstufung und Zahl,
Wie beim Gosetzo der Laubhittte man nicht /
erfiihrt,
Was dazu an Maassen und Regoln gehart.


VIT T T 11
1?- ? i "! n *>:"PSU












)r n;t Mi"MI






7'' Irr's







; itf? 'B nTin n "nt








n^-Tl- Lr:, mt p; '3


rros" n;3s na'pl ` ~if3T i '3
Aii nnRS Dn


1) So ist iach dor fast wirtlichen AnFiiirung dieser Stello im ganigbaro n Commentar zu 2. Mos. 34, 21
zu lIsen; iT':n F. 2) 1:Z'-'1 1:?:p F ge'eon den Reohn: obenltehende LA wird abor schon liot
S. 2 A. 6. 7i aif"t'ihrt. ;) Dor Sti'tr i 'r karsiicihon Scto (,tbn S. 26 A. 12). I An piling aut
deln Nainuni 'i;, der ;I- AIpIpllativ W lkie b cleutet. 5) u. lus. 34, -1 heiit es vom Sabbat: ,,Uiim
Pfiiigon ulnd Ernten sild dl tol'ierni. .1. 1. .: Auch zur ZCit d[or Auiat und LErto, wo die Foldarlbit zuwollen
munatifchiobbar zu soin sclhint, soll n t tou ami Sbat ncht arblotoni. Anitin lhinellgon sucht darin das durch
iln bei den Kariiorn aclh tlat;lichlich oin etiiirte Vorb lt des chelichun Vecrkelirs am Sabbat. c) Denn
,,ernten" miiste bei i-lcher E'rkl:iriiun da oebLiron boiduiin : diess aber k1Inno dohli niclht, meint I.., wie
oin willkiilrlioher Act iil Saliliat verboton wordon. 7) V'l. obon S. 27 Z. 6S. 69 dor ganghiareni ialeitung





Abralham Ibit Esra.


Oder hat deutlich den Monat die Schrift uns
gelehrt,
Da jihrlich das Possachlammn werdo verzehrt?
Und wie, wern die Aehre als Zoichon nicht
wird gofundon,
Wir dann ihl richtig durch Rechnung er
hunden ?
Da doch jilihlich sind alle mit Ausrottung
bedroht,
Die zur Zeit nioht genau beachton das Gebot,
Am Pessachfcste zu entsagon dmi gesilneitcm
Brot
Und am 1 niht ,.e zu tragen dci Fastens Noth 2.
Und doch hat Mosoh genaustecitns Meister u.id
Jiinger belehrt,
Was zum Aussatze und dessen einzelnen Formeon
geh6rt -
Ein Wissen, das nicht immer und auch nur
fiir Einzelno hat Worth.
Das zeigt, dass dio Zei rechning bei don Festen
Vertraut waid mtindlic(h den Besten.
So linden wir, (dass auch C'hiskijahl dio Aeltosten
zu liatlhe gozogen'.


Also wird fiir del Festo Uestinimung des Rathes
gepllogen,
Wie von glaubhafton Miinnernwir es vernommien,
Deren Namen durch die Aischnali sind auf
uns gekoimmon4.
Von Gott, der ihnon das\ Wissen hat gewlhrt,
Sei ihnea iibr Lohn vollauf beschcert!-
Doch nicht genug, dass jono Urtlicilsleolon
Dem (ilauben an Ueburlicfertes den Riicken
kehren:
Das Wort so'l nach ihn-n jedor Regcl entbehreii.


105

Qn'= 'itn mn Ji^
xsca1 So 3 si







I-
2b an =='t mv
M-1=6v n1' nv y





rnt .Bcip r' rG xr1I





Mf vi 1 IrIM %A=; '1= 1ip


*Ttt;;- iin'in
*TnS-' '- nsm' M


a'-In"=n! n!"1






,-13W 2 WI ',M M 71 p
'-% = r,, -I -i "7 -i:


n ,. T T .
Tr Dfl1
-~is a~n:si


1) Der Nhciiat, in den dias rPeacahfi t fallen sol wird in dor heiligen Sehrift nur als lMon t
doe Aehronreifo bezeichnio (2. MIos. 1:, 4; 23, 15; 5 iaI. 16, 1). Diuse Zeitbestimmung ist abor
auf Paliistina lczogon, niitzt also in andelrn Liindern, v dlie leito iin andlror Zeit ointritt, nilit und
gowiihrt in .Ja ren des il.ssiwalhses solbst ill I'lii a tina eioen Anhllt. Vgl. die ganiaro Elitid ugy
S obcn S. 31 Z. 136-111 ulinl den gaiiglarn'i C'ommilenitar zn 2. ins. 12, 2. -2 Si) nalih den bostimmiteren
Wortcn dcr gnigbaren Eialu ni i (oblcn 8. 27 Z. 72, 7i) indl ls ganigliaren C'limmlntari zut 2. Mos. 12, 2. -
Sonst liinto 1 man die Worte hier nach ilirer woiterCn Flassung auch aufi dio Arbeitlenithaltung am
YorsGhnungitago beziohon. l'1rigeni iit in Z. 110 C"':: ier Cn s Ct I i wahrscheinlich vu lesec. -
3) 2 Cihr. 30, als o sieih daliimn handelto, lie IPesachfeier in einle Mlonat aifzusclhieben. Aufiilir-
lichor wird .iedri ber in der ganl'barcii Eiirluitn (loblen S. 33 Z. 1i:1--17i0) gehandolt, lern'r imi gangb.
Commentar zu 2. Mos. 12, 2 und im Scfcr liibbur S. 71 ed. Halberstam. 4) Die DChrer dor I3ischnal
vartroten die .Anicht das der iiber ganz Israel gosotzte Gerichtslho (das S ynedrion) zur Festsctzung
dos KalCnders nach liberliofoitonl Reoli orinlichitigt si, oai diw Karnior ebon bestrcuten.




I.'.,,r.,,/ 1;1n iunrollstindigen Pent.-C(onbmentar. III. Gaonen. 63


Blieb ihnen doch die Wissencchaft der Sprache
unbekanut
Und hlrten sic nie da-on in ilrom Land!
Als Beispiel sei nur Ben Suta3 gcwiihit,
Der boi jcder Erklirnng den Sinn verfohlt.

Ein Verbot beim Altarbau hat er giinzlich
entstellt.
Weil ,,Untrcue" ilm besser als ,,Stufen"
geliillt-
Und or des Wo:tes Anfang fir wurzelhaft hilt5.
Ganz anders missten die Voka!e dann stehen,
Wio aus schlagendem Beis; iol er konnte
orsehen G.
Wir miisson also schon auf den ,.Stufen" be-
sfelen.
So mcinte 1'en Suta mit seirem Gefasel der
Weiiheit Stnfen zu ersteigen.
Urn, acL! sici nur in soiner ganzon Bsisse zu
zeigen .



III.

Anf dera dritten Wege finden wir Wissen
und Verstand
In den Miinnern, an der Spitze der Gaonen
genannt.
1 ie 'ald den 3ittelpunkt wiederkehrend streifen,
Bald in dessen weitem Umkreise schweifen.
In ihren Commontar mischon sie fremdo
Wissensohaft cin,


tsTr in i-is '*'3















l;T m1?!;^3 iTa ns
i0i? M r"liTi; in i





















n~~iun


1) S, i5 t u Ioeon, da d ier tdie ".rto d ange-fiirten lBibeltextc, (2. 31.,. 20, 26 [23]) i.lonlba
wiedoioeoob'n wienn si.ltoin. r' 2 ': t" \N-l j u. F inaccl einemt wahirsrhoinlichen Schroibiiler
iluor \(,r iiln 'i lir iln. tIle e'li w i wioe' nelleoutct, nllaci I zc Ec. 40, 23 eolesen werden toder
es wiroe -'..' '".-"' nl l dit<. 40, 20 zu ostzen. -- ) Beln o i ta (Nti'T ]:) noent ilhn I.. E. sonst, so auh
iml gai i .on Cimin1. zu 2 M3 z. 20, 26 (23), wi uniero Stolle tfa.t wi.rtlirch widorgoegobon ist. Fino s4dcho
'WViedeh.Jliing b;e i noto ut utlri'onis soicli n 1,0n S G1 A.1 1 ei inel gloieitills gieroeiten Stiicko dossel-
bell CllOmmeniltals. iiiltoreStelleisi al;diiese reimiilto :liiiiiiiid.unddio iedihoillnglonerfulgtein in docn
Conllmincilar. lielrnacl k a nln decr Igag i b l.iro C'mmenill t r zu 2. i iniicht vr dieser Einleitutlt/
di. v.r 1151i, vorfasst sein. ) 2. 3In.. 20, 21; (2:i) 1oisst es iml Texlo der Schrift: ,,Ul I diu
sullst l nuf Stifon 1 fl'1_) meinen Altar nicht bestoigon, inomit doino B1imsso an im nicht aufgeleockt
wordo" Der goinutlo aiiicStr will inun1 abilr das aiigogebeno lhebriischo W V.irt i,,n it .I. l. Untrue,
horloiten unel behl pt ,f dis Glin, hosag, mian s llo ion Aitar nicht m it : ii treoue bestoigon. -
Mt) n) ': ill or 1ilete 1 r' ;'. whe: l c s rn "' slanlnt ind D zur Va (ribildtillg hli;rt. I) D)as
hk.r v.,n Benl S..a algI,].. nll o r,'_. VuieuC f.l].t d .r Anal,-,io v..n "' -', Schuhll. w..i n ,lio Melihrhoit
Jos. .). 5 in ,.n WV..rten --: -::- vr,; mit. liell.ach l:itte Ce hlir r'";"; liisen mion c. -
7) Dr V, ll]att [is l e tz- 2. <. 20, 20 123), ., en A. 1, wltI -p..ttend aui Ben Suta ago-
wetldet.




Abrahwm Ibb Itrta.


Um zu ergliinzen in holier (xelehrsanmkit 'chein.


Da werden der Denker getheilte Mleinungen
von der Weltentstehung durchgenommen 1:
Was soil das doem on Gott und Torah Glaubendon
fi ommen?
Dann zoigen sie boi der SchpfungE tier Finclt-
1biumo undl SprosenO2,
Wozusolch werden von den lenschengenossen 3.
Aber das wird in den Schriften der Aerzte urs
besser erschlossen. -
Wo es heisst, wie der Hilimelsleuehten.
Sclhipl'ng war4,
Legen sie5 deron Oribsse, Abstand, Bewelgung da,'
Und ihres Gesetzcs Regeln nanhl dnm Sclhwunge
der sieben Sphiiren6;,
Wie sie die Neister der Sternlinde lohren.
Allein die Toiah will nicht, dass wir uns in
Wissensdiinkel iiberheben;
Sie will, day's wir uns Gott in Einfalt hingeben 7.
Scht da, wie inor bei Jakobs Traumgesicht
Von allerlei Ausleg'ing dunkler Tritumo spricht0S!
\Wio kann man proplietischen Traum nur
mongen mit dom Traume der Heiden!
Wer mag Vormischung siissen Wassors mit
bitterem leiden! -
Bei der Stiftshiitte will man Gelbeimdentung


treiben 9
Und bei deren frcion Gaben alle fronmmn
Spenden beschreibeno1.
Richltig ist nmu da die Worte der Torah aus-
Ifiirlich zu crgitinden,
Wo wir die horrlichen and erhabenen Gottes-
namen findon,
Und tieferer Godanken Gewinn


nw)n -'1' 1 jmH'"





B iasn 67, :'!-',) ntr
"ini 1in

=7t11t i SA "pI iM 3i







MrSril Ohm



150
v Dn*cil nt4" I





s tr "nV1 -r r
=L,= mrn bTi ln is? nl i so



a'lRn p)'y D6n i 7pK 155



It 3 i ?2 i


rnzr ~ztn

n~=1 ~t11


s-^-n -i25-i DMtn rlw too

D'cPjI nif
P~~trb ni 550


1i Die .\ iLii .'t Iii' i I 1i ilton and iori'j1t.ron dPhil,, p11hoi tIr Ginchoelon ilbor Kosni ni e. -
-') Bel dor lrklirirutgl V 1. s. 1, 11. 12. :) e Dr Arzt 1sn;lk Israoli il Kairunll (Ci. 855-c. 955)
it tier :,iyangbarn Ek'hlii (Z. b2o-32; n S. ;1 zuftldgo ier geme1i't. 1) Al-s zu 1. iLs. 1, 11. ff. -
.i) (ie int ist Sa! dia (S'2- 12)1', wie o lie gin-,hl' 1o Eiletiu i IZ. 5- 10; S. 25) z 'igt. -- ') Fir die
vormeointliehit n i de L'ltn l eon ,: iln1 m,M lk.r. o s 1io, t3ilt Julpiter, Saturn. -- 1 5. .7 ns.
18, 13. V ]. Jes. r, 21. *) Salinuel b. CJh,.fni (t. 1031) llnach dor ;angl;are l inh'ilmun Z. 47 f.
(boen S. 26) uindi naluh zu 1. 31 28. e, 12 Violrum Snalia in1d zwIar zut 2. 13,,. C Ip. 25. Seine
sylmbilisoho DoutI' 1 ier Stifthlii:to iund ilhrr CGriliho theilt 1. iE. itn dilrzorn C('men11 tar zur Stelle
(p. 80 od. Prag) go Lringt, abor anschloiaondl vlllii mit. It) Saa;dia zu 2. MoI. 25, 2 obonfalls
utel I. E. iin ktirzien Commonitar dasolbst (p. 76 Z. I od. Prag).





Eiielcitung zsum uncollstiindigen Pent.-Commentar. TV. Agarlisten,


Auch boi der Gebote und Satzungon schlichtom
Sinn;
Was freilich dem Auge der Dummen entgolt,
Doch klar vor den Blicken der Denkenden steht.
11ilft Gott mir erfiillen,
Was ich gelobt habe im Stillenl,
So were ich bei Manchcm meine Meinung
darlegen
Und sie mit Moseh's Worten belegen
Oder mit der Ueberlieferung der Alton2,
\ie die Aeltestcn sio schon von Josua orhalten3.



IV.

Den viorton Weg habcn unsoro Alten auf-
gefiillrt,
Dessen Spur sich in beiden Talmuulen verliort.
Bald sind sie im Mittelpunkt, bald nahe um ihn,
Bald schweifen sie scheinbar und liegt tiefer
der Sinn.
Dent Ein M1al erkliiren sie, wic sich's gebiilrt,
In der IRichtung, nach wclcher der Worthaut
fiirt;
D)ann wider verlcihen sic der Auslegung Gestalt
Einen verborgenen odor erliiuterten Godanken-
gehalt.
So vernimm denn meino lRegel, zugleich
Fiir der Torah und der ganzen Bibel Bereich,
Fiir die Mischnah und die sAimmtlichen Talmud-
traktate,
Fiir dio Boraita's und des halachischen Midraschl
Apparate:
Findot man, dass diese Etwas bringen,
Das Einoin widerstreitet von droi Dingen,


Sei os dent gesunden Menshlenverstand


"`Aki) cn Qiri
T 'm31 T: Q T ss
P?113 D'1?




c'Z~1 ~IrnxZ tXiSa s4








T n1





las3t insn It- It' -'S 175



tinn jiw -i' nsa

T 1 I T i


K^rPip'l? *'1313 B3so


milb ninS'ti it

"T 7 :

T T : T ~I t 1T


1I D)en Pentateuch Iiumlich zu crkIl;iron: F. ohen S. 55 Z. 13 F. Vg1. S. 73 Z. 332. ") Wie S. 72 Z. 314 f.
Die nituch 1 It zweiftolihafto Boziciul'hut ll If n lipser Eiett lo a, n ;itltlinsc-lliee nden i ell Peontalulch-iL'itilol litarl
getiatter tuns 111 ht, bhC LIei A. 01) aii liio in Jre 1 iin Eiu ]ihld ierf;isslo Schrift Jcsol wore zu Ileniken, wrautl St. tflgert,
da.is I. E. *vr 1158 die vrlioiegeno l'aktilnit) undo don dazu gelhrieni Cememontar gearboitet hat. In-
dessen war I. E. il dotr Thal t :auch zuflgo Ides 'Widmiunigsgediclhte s an IMseh b. MIi(ir (S. 55) beimn
Beginno dieses Cummentars 64 Jahro alt (Z. 8 das.; S. 55), was obon auf da:s Jalir 11.56 fiitrt, da I. E
inm Jahre 1167 im Alter vsni 75 Jlahron starb (s. unteo). Dasselbe Jahr Iiobt schon Friedlandur
a. O. S. 148. :i) Nach Mischinalh bot 1, 1.




Abraham Ibn Esra.


Oder dem Sinne einer Schriftstelle, die sonst man
fand,
Oder der treuen Ueborliefcrung unverletzlichem
Band:
So ist m6glichst abzuhelfen durch bildliche
Erkliirung1
Oder im Hebriischen zulissige Laut- oder Wort-
vermehrung 5.
Will es in Wahrheit uns nicht gelingen,
Es zu einer wirklichen LBsung zu bringen,
So ist es besser einzugestehen,
Dass wir dicse Kunst nur nicht verstehen,
Weil beschriinkt ist unseres Geistes Kraft
Und unseres Zeitalters Wissen mangelhaft.
Zu Schwieriges mag lieber als unlisbar gelten;


Doch bewahre, dass wir es als falsch und irrig
schelten!
Auch gelt' uns als Sinu nicht, was nach dem
Buchstaben so scheint,
Sondern ein tioferer (edanke, den der Schrift-
steller gemeint!
Denn es bargen unsere Alton eines Gedankens
Gehalt
In der Bilder und dunkeln Andeutungen Gestalt,
Die nicht alle Hirer konnten verstehen,
Die aber dem Forscher nimmer entgehen.
Beispiel sei ein scheinbares Rithselwort,


Das nach des Abschnitts6 Inhalt h:or ist am Ort.
Es sagon unsere Lehrer, die frommen,
Doren Namen wir gesegnet iiberkommen:
Sieben Dinge seien geschaffen vor dor Welt;
Darunter wverden Gottes Tempel und Israel
gestellt?.
Nun giebt sich der Tompel doch als Theil voin
Erdenrund
Wie Israel als Tl:eil von dessen Kindern kund:


i ? is
i"o
nal nM; ;^'7 T: i
-.- -* T 1 T- o o





=Z3










rD n i l-m ^ nc'Ti la* '
rtvet IPx

nini rv 2 200










'tn


ws^ i-a a~ nP


1) nN "V'. Dio obon versrihte Erginzung west diesonm 7N gleichif;lls soino Stello an. 2) So vor-
muthet F trefend fiir nfLN 'm'. 3) Nl F. -4) Aehnliches in Betroi auffallenlder Sch]riftstellon s. obon
Z. 46 if. und in der gangbaien Eineiimtu Z. 183 ff. (S. 31). r) Ein BCeipiol hierfiir s. S. 69 Z. 267 -
6) Des ersten Wochenabschnittes dre'Ngt, dessen Erkiiruing auf dicio Einile'lmi unmiltelbar fulgt. Er
handelt vun tdor VeltschilGji6fg wio ia1 oben anzuffiihrndlo Midrai-liwnt i. 7) Bakb. Pesach, 5La;
F\oli,. 39b.





Einleitung zu dem unvollstindigen Pent.-Commentar. IV. Agadisten. 67


Kann denn aber ein Bau bestehen vor dem ihn
tragenden Grund?
Doclh das vermeintliche Schaflen bedeutet Be-
stimmen, wenn ichs niiber erwiige,
Wio ich auch das Schriftwort: ,,Im Anfange
schuf' an seincm Orte auslege3,
Dioselben sagon von fiinf Weson:


Deren Schhpfung sei von Gott beschlossen ge-
wesen;
Doch zwei setzte or als Rathesgonossen in seine
Niihe:
Es seien die Torah unl der Gottesthron in der
Hdhe4.
Nun erweisen die Lehrcr der Philosophie os klar,


Dass die Gedankenwelt friiher als die der Ge-
sch6pfe war5;
Die Torah aber ist die wahre Welt der Gedanken:
Decnn sie ist der Born alles tiefen Wissens
ohne Schranken.
So spricht auch die Weisheit bei Salomo6:
,,Ich bin
Ein Eigenthum Gottes boi seines Weges Beginn.
Auch ist dort7 jeder Ausdruck fiir ,,Anfang"
zu linden,
I'm den Yortritt der W\eisheit deatlich zu
kiinden.
.,Erstling" uond ,,Anfang- und ,,seit jo" und
,,Yon Ewigkeit"
Und ,,vom Beginn" und ,,ehe noch" und ,,vor
der Zeit".
Nach agadischer Deutung ferner ist sies lilter
als die Welt ur zwei Tage,


r;zi na tn'jM 1 'It 3210











n i 1 =n a .i P
v M-1 I























n1trlp mw=; .2fVlZ ?NI
Si y

















D ''!(<'* ia
h^ ,**( 'ynt~n '


1) C'r-" init der lEtmendtian C F. 2) 2'F F. P Zu 1. 3IM,. 1, 1 erklitt I. E.: NtM dlaselbst
bodoutoe nirht .otmi, wie man L vc'wihlich annel.line, ein Schallen aus nilits, sndeirn dlie bestimmto Be-
igreitzung eines l igst tr I ailnIdlen, nlir mai ,- un I regel I sen Urst'ies. Hiernaich, meint hier I. E.,
wiiro ill dom angeftibirten Midrisch inur gteangt: Der Tempel un.l Irael silon schiu v...r der Sch;ifung
dor Wolt im R ithschllusso GO ltes zaum Dasoin bestimint Loweson. 4) Ber. rabbra (C'p. 1; Jdclut
Spriilcho 94 zut Spr. 8, 2:. lier ist als, cin verweltliches wirkliches Dasein wenigstens von zwei
Dilngen ausgcsagt. i. e lf. lorklrt inun zuterst, inwiefernl malln eino s]Iclto voii der Torall, dan il in welchem
Siinnl man sie vun dlie OGCttesitrone iauss;lgen ki;nne. 5) Nachi lato setzt dio Welt der Erscheinuntgen
die Ideenwelt als dio eigentliclio iud allein wirkliclh virauis, wiilretnd die Erscheinunigen dieselboe nur
wio Schatten getriibt und zerslrtet wiedergebon (R(oli. VII 514 if. und sonst). ach Aristotoles ist
wiodoruin der Zweekgedtanko alter ;al dus Werk, wio der Baumeistor das Bild des Hauses frillor im
Goisto halell miss, als cr das Lils ci rbaut. )Dsselbe wird inun aniiropomirphistisch auf Gott als den
Werkmeister der cWlt iibertragen. ) Spr. 8, 22; wiran lbein der besprlociheno Mlidrasch ankniilpft. -
7i Spr 22-26. ) Diio mil d~ir Vciitheit iir gleiclibelitend crkl;irto T -rah.





Abraham Ibn .Esra.


Was aber in Wahrheit zweitausend Jahre besage;
Denn sie nehaen das zweimal stehende ,,Tag"2
ImSinne der ,,tausendJahre gleich einem Tag"3.


)och wir wissen, dass die Zoit und deren Theile
Haltlos dahinrollen in Eile
Und die Jahre aus Monaten bestehen,
Auf die round dreissig Tage gehen.
Weni aber zeitbostimmende Leuchten am
Iimmel nicht standen,
So ward alle Zihlung der Jahre zu Schanden,
Da Jahie unmSglich schon waren vorhanden.
Allein unseres Agadisten Worte sind so zu
verstehen.
Dass sie auf die andere Agadah gehen
Von den sechs Jahrtausenden, die die Welt
sell bestehen,
Deren zwei e:ste sind die nichtigen und leeren,
Well sie der Torah noch mussten entbohren4
Und die gesittete Welt ioch ward vermisst,


Wie es heisst: ,,Und die Erde war leer and
wiist"5
Der ,,Gottesthron" aberG wird ius deutlich
genamnt;
Es ist Gottes Thron, der von jeher bestand 7,
Als oberster ,,Iimmel der Vorzeit"s bekannt-
Es ist der Sphiirenkbrper von bewsltigender
Schwungkraft,
Der alle Sphiren umschliessend mit sich
rafft 9.
Ferner mag der Ausspruch befremdlich sein:


1 D8 22r,


M4=71 230
I T

n 2131@ 0^ 7 ''137n ^




mnii3i i'i pi
fDV Nfy




S235


1t '(!Z fl 2.10
.wi tft tz x=1=-

21Mi


gni by^ i


n31=M nlsr7 XIMIa
tmx


1) S, venriutlhet seliin F Fiir t)).:' seiner hanidschriftlichein V arlage. 2) Spr. 8, 30 sagt ilie als
PersIn oingefili.hto Weisheit: ,,end ici wair [ltties] ErZgtizen Tag [iirl Tag". :!) Das (Gebt 'Ps. 90, 4
lautet: ,,Uelu ausend Jaihre siil in deoien Aui'c wiie der goestrigo Tag u. s. w." Ilieraus ftlgert dio
Agadah, oin Ta'i hei GOtt soi tiusendt .]alurn gloici; fluliIh wviiro das zweimialigo ,,Ta Spr. S, 0: so,
viol wio zweitat scuid Jihro. Als zweitiauselid Jahe hinduirclh sei die VWeisIheit dio Lust G(ttes gowesoen,
daniil erst habo i'r dio t NVel gescihailen. S I R i. Si In i k. l iseli iin BLr. r.. C(pi. 8, U gel) a illlte r
in Sclhrhcr tob zu Ps. 90, 4 und i atlltl 3t 3iS 2. s. 25, 10 aus Midrasleh Abkir. Vgl. die gamibaro
Einlei/ltng Z. 216 f1. (,ben S. 36 Il.). 4) liaI. Sinh. 97a: ,,See.iiausend Jaihre steht die Welt: zwei-
tausend Jahre scar sio wiist ('rZ)-, zweitaiuseind Jahro waltet die Tirah, zweitauseni Jahrio sll dio Zeit
des Erlisers fiir Israel scin ; abor in Fulge userer \ielen Siinden ist vergebenss viei Zeit verstrichon." -
5) 1. ML,s. 1, 2. Jener Ausstiruch also hiisichtlich der T*alih ,,site sei zweitauseid Jahlinr ter als tdi
Welt" heisst inr: Dio Welt liabe dio 2000 Jahro hindlurich, welclie vtr A\icigiltiiin der Trlail veraitricen
sinld, in sittlici-reliiiiiser liilsicht it iist gelegn sei 'alsu, in diesemi Siniie erst tait der Amiliahmo der
lii]gst v irhandiclen Gottesweishoit entstainden. ;) In deim anl iifiiiirtein 3Midrasi h iicen Z. 215 (S. 67).-
7) l's. 193, 2: F''stggriiitdet ist dein Thiron vnll ijeher. s) l's. tGS, 34. -- ) Dii iiisscrsto Slphiro der
mittlallterliclhei leliygiinsphil) sion, wclhio Ihnie Stern v'in Usi.tean lit-li AVestlin sciwiillt [ind aillo
unadelren Si,]iia' i, iilInO dtarnel elntgogeing'i,'lzto hlowogunlg aufzuIlieeli, eineni v, llen UitisthleNuiiuu iin
21 Stuueln u zaL iiiMtile ducli iliro Uowalt 'win:t. Vill. ihien S. 37 A. 10,





Eiuleitung zu dem unvollsttndigen Pent.-Commentur. IV. Agadistet.. 69


Zehn Dinge seen geschaffen in der Abend-
dammerung Schein3.
Einen Vorbehalt fir diese Gebilde bei der
Schipfung soil es bedeuten,
Weil Neues uuter der Sonne nicht entstand
in splteren Zeiten;
Und da es heisst, die Schbpfung sei an des
sechsten Tages Schlusse beendet,
So wird dom Grenzpunkte zum siebenten Tage
jene Anordnung' zugewendet.
,,Dammerung" ist fiir Jeden, wenn in seines
Horizontes Ebene der littelpunkt der Sonne fiillt


Und zur Hilfte deren Scheibo oben, zur Hiilfte
unten ibm sich stellts. -
Auch giobt's Schriftstellen, zwischen denen
Widerspruch sich erhobt.
So heisst es: ,,Denn der Mensch sieht rmich
nicht und lebt-".
Das ist nach der Vernunft Entschoidung wv6rt_
lich zu verstehen.
Doceh heisst es anderswo, sie hlitteni den Gott
Israels gesehen7,
Wihlrend die Vernunft laut crklirt
Und das Auge selbst es Ichrt,
Es selie nur, was wechseind erscheint
An der Kurpersubstanz als Vielheit vercint.
So ist denn dieses Sehen
In prophetischem Sinne zu verstehen.
Eine andere Stelle lautet, die hiorher gehort,
,,Ior Ewige doin Gott ist ein euer, das zehrt." '
Nun wissen wir, dass durch Gottes Schaffen das
Fcuer entstand:
Warum hat mit dessen Namen soin Prophet
lhn genannt? -
Abor os heisst nur, da.:s schnell er zerstire.
,,Wiie brennendes lenr" verhoocre.


tra: nt nvn ia
n~s'i;r ri' :nirtftIl


'Vtm nnt txint ti zi= '

Wii~~ P)1D S~ildg 1i|1D '$ il RT,








n i'n r.73 14'; 1^ r',`mi
tt T
pity iC rsrni













;rfi nnh i
mrDtip pi it 1sw
axnm ntrs im '1"'1' xcn








2frl ia9 "; f lX Z r??265



T t


1) r1W: l. (Gownint ist 3lsolh. 2) Dio Form wio Jor. 2:1, G. :) Ab.t 5, 6: Zehn Diin'o
wurden aim VYl i rabed des Sabbat in dor DItintiorul g Pesciifol'n. 4) )Duss dlic zon Dingo zur Zeit ent-
slitoni sllon. Ilier flj t I. 1-:.seiner Erliirung dles 1111 I.rs V '1es wVoinch s bestimmen lioder be-
grenzcn bedeTitet (Z. 210 S. 67). : T;12 : !2 orkljirt I. E. in soiner urspriinglic]ieii Beiloutung
liir einiern inzigen Augenolilkl (vg]. R. Jose in bau. SchlIbbldt 34b), fiir olenigoni tt Auigeonblick nitnhlihll,
w('ri di Sino e in zwei S ,itinhiillft'ten tm') silh beiin Untergango theilt, illn inc nuch sicitbaro
ulld ill inte br1ciis unlli den IIlri',i gCtos ,l eQllQ lIalbo Sc ,ibe. -- ) 2, oI ,s 33:, 20. 7) 2. M. 24, 10,
j 5. 41,. I, 2.1.




Abraham Ibn Esra.


Ein Wie zu erganzen ist auch in der Stelle
nihlt schwer:
,,Eines Waldesels Fuillen wird der Mensch ge-
bIron"' und in anleren mehr.
Ebenso wonn lie Tradition lehrt,


Was das Schriftwort bietot umgekehrt:
So ist das allein Richtige zu orgriinden
Und fiir das Entgegenstehende eino Auskunft
zu finden.
Ist doch unserer Alten Auslogung oft nur An-
lehnung und Morkzeichon2,

Woboi den einfachen Sinn wolil wussten die
an allem Wisson so reichen.

So entnehmen sie der Stolle: ,,Er sei ihr Erbe" 3,
Dass der Mnan seine Frau beerbo.
Die Sache batten sie sicher von den Propheten
her einfach empfangen;

Nur sollten in der Schrift die Leser ein Ge-
denkzeichen crlangen.

Dom Blutsverwandten ohne Zweifel soil das
Erbe geharen:
Wie sollten wir diese klareVerordiung umkehren ?
Die Verfiigung: ,,Gebet A's Erbe dem B'"


Kann niclt heissen: ,,Gebet A das Erbe von B !"


Was heisst a.ich: ,,Wenn sein Vater keine
Briider hat",
Ohne die Angabe, was alsdann find Statt?
Soil etwa seine Fran nicht beerben dor Mann,
Wenn sein Yater einen Bruder aufweisen
kann'?


*'3:13 8 I S 23 4 31270
tnz nm=11x xr vx 'it


%R= trx* t1 vn= irs< NO




s Z'flp ItV'IRW
M, on1i Bes7 C Ir;l MoI'l 275
I ;









i'a1 n r;AI M 1t

tvtr :V1 -1n -1} it
S t 1P 280






mpni =41 nMn it i.


r!sP -1 Xns ps DVX7 t) 9 'l2 ltl1


1) 1Ib1 11, 12, woe 1E. iu sieilm Comnilenitac ini der That Iad s V. rt wie (T i ) fiir den Sinn ergainzt. -
2) Auch dier T'litnl (bab. Chlitllma 77a untd s.iner) nonit ,,Anliloiihiig" (Nr:1CN) eino l]breilletin atls der
Sceirift, wenn deron Gegcnsiand a, tier'eitig bcigriindet ist. Siinst Iz. B. b(b. Join. 74a; .bhtu. 72a} wird
Nn12:DN fiir cino i ur dom Goirchitniiisso dtionlnde Ankniipkuniiiig gelmtinlit, wu die Sacho selbst aber erst
vii spiitcrer Eiriichiting (]03n, D) herrilirt, wlelchen lotzteron Fall ,jedch I. E. lier nici t moint. -
3) 4. Ms. 27, 11. i) In delni dls liisaish- taluiiidisclho ]Ebrochl, begriindendon Gesotzo I. Mus. 27, 8
bis 11 heisst es: Dor Suih eorbo in erstor Liluo. In Erl nianlg'olilg eines Stlines orbo lio Ticlhtior. Sei
auch oino Ttchiltr iiirt vrhalitndini, si) erben die liiider, unid, w. nuchi die Briider fhlenil, die Briider
do Vators.V.Dann hoit e it V. 11: .. Tonn abr b ir iuch sein Vater keinie Briider lat, o
gobot seine Besitzi ii sineimi II ti e oSrwa in 1 ton, ider iltin ais seinor Familie amin jicisten steht, uin d
or sol sic orbo .'" Dieso Shhitis-twurto worden, ni lle Biticlirlht aut den Ziusaminenhalnl als An-
douttlung des im jiiolisclen Rerieto fotstorielldoe HBrlnhiimmin ge]nIm iimi'In wiiniaci dotr tEhOlilannll Erbe
seiner Fra1i l ist. I. E. bLew'iqt 11III auil dcin Zlitisaitlleniitltiha diil- dies clirht ier eiientilichl SSin11





Einleitung zu demn unvollstiindigen Pent.-Commentar. IV. Agadisten. 71

Auch heisst die Ehefrau nicht einfach ,,blats- ,Clj. M 1b .' 1
verwandt";1 "1 1l W
Es warden ja so gerado die zur Ehe Verbotenen X ["'i]" W T1n '3
genannt. 2
Ilaben die Alton im Priestergesetze das Woit -t' lrb l t~"t' jf t 290
so genommen,s I i, tI ~ [.I l2
So hatten die Sache sie anch dort 1iber- -i= -s '. Wn ., D'
kommen4;
Sie lehnen nur ans Schriftwort, was sich von n't1 '1.in xs m'.11l
selbst lissst verstehen,
I)Da Gatto und Gattin als ein Leib sind anzu- P.~~I1 inl g,' '11r 3
sehen.a5 -1 4tT
So ist auch des aramiiischen UebersetzersG Zii n- 12=7 "i; Dw [i ]
Brauch. 1*X
Er ibersetzt ,,durch deiner Naso Hauch"7 M'b ps3 -I"'I 1t3 295
Mit ,,durch defines Mundes Wort', il 13 ,z V, n
Da hior ja, wie an einem andern Ort,s8 ) tn lr w it
Der ,,Hauch'" nur ist der Allmacht Bild.
Die sturmgleich Gottes Straf' erfiilltt,
Wenn dann die Gowisser wie Weizengarben .K 1.'', tL. ,'3 1


sich stanen,10
So iibersetzt er, als hiitten sie die Klugheit '=' 'm:n svini
der Schlanen. 11 '1


Kommt ferner .,dor Eselin FIillen";2 vor,
So liisst er erbauen ein Tempelthor.13
Statt ,,sitzen" sagt er ,,sich wenden",
,Gegen sie" statt Festst in den Handen",


i ;ns; 1 a1 300

n vv I'= %MN iM 1:n
hrv~~Pfrf~Z tntt m
T


der gonanniln Wr'rlo ,,und or sl. sic erben" scin kain. Der Nachsatz wriildo sonst zur Bedingung
(,,wonli soin Vator keine Briider hat") nicht passion, Blutsverwandtcr heisso nicht der Ehemann und lder
Schlusssatz bozieho sich nur auf dio vorangoliondo Besitzung, die der nitchsto Bluts erwandlo erben soll. -
Dass ,,Erbon" und ,,Beorbon" zweiorlei seien, less sich gogen diese Auslegung nicht einwenden, well
das hebriischo t'11, welclos htior gebraucht wird, besides bedeutcn kann.
1) W io oben zuflgo der traditinellon Auslogung das NTort Blutsverwandtor ( ll' ) in 4. Mos. 27, 11
gonommen werden mnisste. 2) 1 ill 3. MIs. 18, 6. :3) 3. M,.s. 21, 2 wur'de dio Ehofrau hunter den
ni chlstonl Vorwanidten vormisst, dleron Leichnain don Priestern zu beriihren ausnahmsweise im Gesetze
gestattet ist; sie ward dalhr il denl dort vurkommienden Ausdrueke ,,blutsverwandt" (M2') gefunden
Siftra zi 3. Mos. 21, 2; Jcbm!ii. 22 b). 4) Dass der Priester deli Leiclnam seiner Frau, gleich dem
seiner anilern nitchlston Verwandten, borUihren dirfe. 5) Anspiolung atf die Wtorte der Schrift 1. Mos.
2, 21. Da Mann und \Vib ill der LEho PiCi zur Einleit zusammenscthliessen, so bedurfte es, meint I. E.,
ciner Neonnung der ]lihofrau unter donl andoren erwandten in jonenl Priestergesetzo gar nicht, und sei
dio Anlenlitng nur oin Erinnerunigsittel filr den kundigen Lesor des Bibelwortes. 6) OIikclos. Vgl.
zu demi hier Filgenden dio gangb. Eiilledtur Z. 358 T'. (oben S. 17 1'.). 7) 2. M~Is. 15, 8: m lN ri l. -
8) Ijobl 4, 9: 15P' 1SN nincl. )) Vg. Com m. zui 2. MIs. 15, 8. 10) 2. Mos. 15, 8 o 2 101r), wnas
1. E. otmuolohgisclh lnit 3Oen not) (IlL 7, 3) viclindet. 11) In dor Uebersetznng des Onkelos 8N10 'i19
wird dio WVurzel mOi iln 10U3 in dcer Bcdoeutunt voin i 1 (Ijob 5, 12) genommon. 12) 1. Mos. 49, 11
1:nN )D p1i- tiilbersctzt Oi/celos Mli ]52l NC2'. Lr niiniut also ':2 von it3, banon, und 1:IN--ji)'NMi 'IS,
Namo oines Tomieolthllres nach dem K'tib Ezecll. 40, 15. 13) Genauor: das Eingangsthor (]tjinNMW 911
dos Tempels und somit dro Tompel selbst. Vgl. iibrigens oben S. 47 Z. 365.




Abrahaml Ibn Esra.


Dabei auch noch ,,proplhetisches Gosicht" -
lhn hindert dter Bnchstaben Umkehrung nicht.3
Und solcher Beispiele mehr von gleichem
Gewicht.
I)er einfache Sinn konnte ibm nicht entgelon ;


Den muss ja der schliclteste Mann verstehen.
Nur ist or zu freier Auslegung geneigt,
Wic die Torah uns ja siebzig Gosichter zeigt.4'



V.

Noch aber giebt's einen flinnftcn dor Wege,
An den minter Erklarung Grundstoin ich lego.
Es ist die Erklitrung, auf Regeln gebaut,
Auf grammatische Form und des Wortes Lant.
Nur bei Geboten und Satzungen will an unserer
Alten Wort ich mich binden

Und danach nich mit der Grammatik unserer
Sprache ablinden.

Gott wolle nich vor der Siinde bewahrcn,
31it miner Zungo Angriff loszufahren
Gegen die Vielon, die hoheren Rang in Wissen
nud Thun eingenommeun

Als allc Woison der Geschlechter, die nach
ihnen gekommen.
Wer gegen sie fehlt, "hut selbst sich Schaden ;
Wer ihre Worte iiborschroitet, hat Unheil sich
aufgeladen.
Er scheidet aus der Gliubigen Briider Bund
Und stirzt in des Todtenreiches Grund.
Aber bei Stellen, die ein Gebot nicht boriihren,
Will ich die begriindeten Erklaiiungen anfihron,
Ob sie von Alten oder von Neuen herriihren.


r,-3 a11-.1305






I: p-I
T-1^ an i- T


















320











.- L5 I








Q^ -n-''*t< a m 'i'iQ


i) So Iseo oh (nalh dort Conslruction im Idirzoronl Cuoimontar, Excurs zu 2. 3Is. 23, 20 edl. Prog R. 8
lotzto Zeilo) flir las hlandsclh it'tlicioe 'i D i ei F lun IC o E 1 oma nn ii Vyorworl ztu i 'ise O.0 foil p. XV A. a,
wihlirond diesolbCo i 3 vor C"1,I verinuthlend li nizutligen. Zur Sichlto Ngl. bot S. 48 A. 6. '-) E do 1 in ait
a. a. ;:O.;~l N '. --3:)1. 49 ;. 1 n4, :21 tiN12 201 .,Unil Itst siss (ill seinenliillient seiliBn'enll) ilborsolzt Onteus
Ni6n ]1in:2 nM m1 ,,unl es weo.leto sich ge sie soill (Josephs) prophletiscihes Troiumgesiclht." Er fassto
also 2.'tt I wio :Z'Z iund ]'N zwiefatch, einimal nitilticit wie '1sN2 (DOlN2) und incli einial, mit Um-
kehlrung dor Budistaben, wie n dtm:, da ]nM'N und nK3 aues denselbeii, nir anders geirdneten Buclhstabon
bestehlt. t) Urber Mlfii 312 O la'2 s. lie gangbare Eitileitdun Z. 367 S. 47 und A. 7 daselbst. -
5) Die Leolror it Talinud.




E'r ,,i;'t..: !.unvollst.Pent.-Commentar.. V.Wissensch. Auslegung. Reinevor2. Mos. 73


Und ffirchten will ich nur Gott den Herrn;
Ilenschenriieksicht in Sache:. der Gotteslehre
bleibe mir fern! -
Bei jet im Abschnitte gehdre der erste Ort
Der gramnmatischen Erliiuterung fair jedes
schwierige Wort;
Hierauf will ich Alles zur Sacherklirung in
Ordnung bemarken.2
Gott aber wolle mich zur Vollzichung meines
Geliibdes starkien! -
Doch da nur selten in unsorer Zeit
In der Grammatik unsere Gelehrten wissen
Bescheid,
So spreche ich noch kurz tiber Wurzeln und
Wortgestalt
Und Endungen und ihres Sinnes Gehalt,3
Um dainit der Grammatik Riume zu erschliessen,
Sobald sic sicther stcht auf cignen Flissen.1


3000T '- n' ii? Dt 21t1









mIrz tnn '- R



rritr r 11 it r1 -1IM

rniaa *' itzB'iy


A n hang.
In dasselbe laIhr 1156, welches wir als die Abfassungszeit der vorstehenden
I.nleiltii crlanint Labon (S. 65 A 21. fiiilt die Beendigung des Psallencommentars
incli einer Ai.-abe in Cod. 510 Do Rossi's und zwar in die Mitte des Monats
E1iul jene J.ahres. d. b. in den Monae Septemnber (Graelt. Gesch. VI1 S. 446). Im
December aber desselben ahres beendete I. E. seinen Commentar zu den kleinen
Prophotenbichern, wio ans lesson gedrucktenm rosaischen Nachworte hervorgeht:
r-tr n'wa rt n ri=X :"-. r=;t' "I ~! ; N1117ij= "I'X7 a"`= lai'MR n ^s mw~s&
=,7'7 "T.2 r t i-7 -"IL' ,.Tleh habe das Buch erkliirt, ich, der Verfasser
Abrahlam, Sohn des It 3IAir, ben Esra, der Spanier, im Jahro 4917 am
Nunliondstage Tebets in der Stidt RIodez."


35. Reimne vor deln gangbaren liingeren Conuleutar zuml zweiteu Buche Mos.
betreoffnd dac ganze Buch.
iclubt esi Gott, der Herr der Macht, in.In h h 1


Bei den ist scligen Schauens Pracht:
Der Scclen Denkkraft, hat gebracht,
Die licht des Aissens Dunkel macht!


nia hzr rn~L KtT~ ~


1) T1Wi Z. 325. 331. 334; 1-'2i1 1] 2) Der anu dioso Eiililtnq folgende Cumimentar zu jedem
Wocllonablschnitto zorfallt iln der That in zwei Theile, deren erstrer fl1WlN n i3;i pnpT11, EfDl pl1 P
n: im';n i' u. s. w. und dieron zweiter 'Xn'I heist. Vgl. I(boin S. 56 Z. 21 u. S. 57 A. 3. Ebonso besteht
der Cmninmnlar zu den Klagelliederl ausi oinor grammaitischeln Erkliiruig der oinzoliont Ausdriicke und einer
1:rkliriiig des Siinneo ( )'=I eIL'n~. Das HL erkiirt I. E. gar in dreifaeher Weiso: a) grammnatisch,
bI lilnch ienc einft'alio Sinnie, C)i ainh drc atgadischoie (liier alletorischen) Aufiassung. Yg]. oben S. 19
N'r. 6. 3) Die 13c:eutung der grainantisirenl Formen uind Gobildo. 4) Dio graiimatiscllen Vor-
Irterkiungncli silnd die Grundlage fiir jo io iKcntiniss der hobriiishieni Sprachlehro, auf deren Grund I. E. dman
diie Belelrulngen die er Art bei jeldoim oclhenabclinitte geben will. Dor Ausdruck ill Z. 337, wbei
d.i Sufiix iln r ;ift pri (Z. 333) sich beziolt, beruhit aut I. E'. Erkliirung voin T'n11 2. Mos.
25, 12 imi gangbaren C(',,mln nitr z. St. 5) Alsn iin Chaliuckahlfesto 4917 = December 1156, d. i. etwas iiber
oil .linhr spiter als Daniol.




Abraham Ibt Esra.


Dies Buch zeigt uns der Leiden Nacht,
Den Vltern schmachvoll zugedacht,
Als der getr:iumt von Fiirstcnmacht3
Und den geschbmickt der Herrschaft Pracht,
Gesunken war in Todesnacht.
Da ward geboren, in dem die Macht
Des Schauens und Wissens, wie nie, eiwacht.
Gott eifert. Gluth hat angefaclt
Des Druckes Frevel. Ioch mit Maclit
Hat aus Aegypten er gebracht
Die Vater, deren er gedacht,
In Goldschmuck und in Kleiderpracht,
Und hat zu Zeugen sie gemacht
Der Straf' am Feind, der Leid erdacht.
Den Geistern dann auf Sinai's Waclit
Ward wahrer Lehren Liclt gebracht,
Die treu die Sebrift uns namhaft macht.
Sie sind des tiefsten Denkens Schacht. -
Der Spenden, reichlich dargebracht
Dem Gotteszolt und seiner Pracht.
Wird sclliesslich dann im Buch gedacht.


,Manwv mnSlat nin -t=


nit 2nrix irnnn )1,I

mrtirn ty: o'nS e i



man '*'i?? Da"[ S'1

baii arr'El im 13 D'i^




nia1'it' aifi s l =i=I

r niH~~ij nm s an-mn n


86. Verse vor dem ersten Wochenabsehnuitte itt ,mw.
Erster Theil von Versmaass 14: -in mLnm1 "in' nnimln 'n,
Der Gliubigen Seelen bekennen zu Gott sich, .Z fnilia M V Dii'ty 3
weno sie der Urzeit Geschichto gedenken, nit4


Sie weihen derLere, die Wahrheit enthiillt hat,
from ihn tiigliches Sinnen und Denken,
Und wollen auf das, was Gottes Hoheit ge-
kiindet, wortlos das Innere lenken.
Er wollt' uns seines Namens Kunde im zweiten
Buch, im Anfang, schenken.


nOfi nts m*]inl a'-iB
migginna



nti '-is? 1L<-i3 f haa1H li
mia^rj
n tztn Orvx] ntn



rtrg


37. Verse vor dem Woehenabsehnitte Xlwl
Nach Cod. 52 u. 53 Semin.; sie feblen schon in ed. Neapel.
Vermaass 2 (S. 7): uznTn vn-i
Der Name .,allmiichtiger Gott" birgt tiefen Gehalt, ,II 2i t
Nicht minder des Eigennamens4 erhabne Gewalt. tzn 4 1 't t t
llier ist er erklirt in des Abschnittes Anfange bald.5 :fl '6* i



1) Die o Verse sind foheorhafetr Weise scheI in Cod. 52 u. 53 des Seminars ill Breslh vor die
offenbar dem ganzen Bucho gewidinoten Verso (Nr. 35) gesetzt worden. 2) 110 Nl 1; Cod. 195
IIalberstam (Moskoni) fiilselich. :3) Joseph nach 1. Mos. 37, 19. 4) Des vierbuchstabigon
Gottesnamens. 5) Niimclih 2. Mos. 6, 3 if. Vgl. don gangbaren Commentar zur Stelle.





Verse vor d. Woch.-Abschn. nrw?, K-l, n, 'a 'n'i, 'w. 75

38. Verse vor dem Wochenabschnitte u-I Br Kt
Aus Cod. 52. 53 u. ed. Neapel.
Versmaass 2 (S. 7): illnrn : i'


Des Jacobs Stamm hat Gott befreit,
Dem Satzung Er durch Moseh beut.
Kalender aber und Festeszeit
Die sind des Abschnitts Schwierigkeit.11


5Kin by nng n m:
Wilin 1&ihn rrT3 1ru

uIz x ;V7M nt7110


39. Verse vor dem Wochenabschnitte nr -"n'
Versmaass 7 (S. 9): ni:n n' n mrin 'r'i in- n'7n; 'nAW' if'
Sollte ties Gecken Empirung wider den Mr', i'' bt1t


Schipfer gelingen? -
i1us doch tddtlicher Pfeil dem Sichern die
Brust durchdringen!
Sieh, o Verstockter! hab' Acht, was des Ab-
schnitts Worte dir bringen:
Phalaos Beispiel an Frevaln und Strafen, die
fest ihn umfingen.


Ff t p "n D'W iZM' r

"-2 2 "p1? 0" D''^'! ign^ si


40. Verse vor dem Wochenabschnitte In' vn '
Versmaass 6 (S. 9): mArln 'v in'" n~ i ;n n "in'
lHirt den Mann in Hoffnunmsfesseln, dessen S 1 "1' D K
Sehno Noth zeischnitt, i'n S 'Y
Bis dcrGeist ihm halb entschwandl~, den est n',0 m'i! Ts 'n. .i "I
geschwicht der Wandrung Schritt, -n.
Wie den Absclnitt er erklirt, wo Anfangs M' n I. ti'" -i rI
Jitio \or uns tritt. 7-nl



41. Verse vor dem Woclenabselnitte Dr'Bmmv n SMs
Versmaass 2 (S. 7): n'n;un 3z K
leil, wer schlichten Sinn im Schriftwort sucht 9 i'l "' ? i3 'Vi ''
und findet,
Ganzes ebenso wie Einzelnes ergriindet. D't w P) 0 5 1
I)nn er weiss, womit der Abschnitt f3 5 ptr1_ 10'
llier ein ,,Und" verbindet'3. M'tit n ;16)x 0M VI1



1) lYli Cod. 52. 2) 1'21Y C,,d. 53 flschlich. 3) So Cud. 52. 53 Sern. u. ed. Noapel. 4) Nach
ljb 30, 11. -- 5) T1i'pl Cod. 52 Sem. 6) lui Supercnuiaontar Moskonis (Cod. 195 HIIlb erstam)
wirld in 7 statt 1fD' angofiihrt, welcho falscie LA Mosko i gezwitnien z[t oriklireni suclht. 7) Drci-
facher Tag'nisroim. s) In Cou. 52 Sem. felilon dio Verse zu diesom und allon folgenden Abschnitten. -
9) D'i11'=2e boi Moskonii. lo) So Mloskot i; sunst i;, milder passed. i) S. den gangbaren Comm.
zu 2. Mos. 12, 2. 12) Andeis Friedlander in Introduction zur eng]. Uebersetzung des Josajalh-
Commontars p. XVI, wogegen schuin Schillor-Szinessy, Catal. Cambr. 120 A. 2. 13) Im gaug-
baren Commenotar zu 2. lus. 21, 1 wird dieses Und in der That erkliirt.





Abraham Ibn Esra.


42. Verse vor dem Wochenabsclhnitte anin L mp'l
Versmaass 7 (8. 9): nun1 n' ni n Iv in', n in inM 'In
Gott, der uns die wahre Lebre hat verliehen ;' 1 '7 Y "
ULd das Dunkelste vernag ans Licht zu W "1 i' S
ziehen,
Lehre fassen mich der weisen Winke Sinn7 .l? DI "T 1


In dem Abschnitt von den Spenden im Beginn.


43. Verse vor dem Wochenabsclinitte ,mrn inxi
Veremaass 3 (S. 8): nvUim in' u = -~n
0 schau, wenn Wahrheitstiefe doin Herz zu ,'! 3 J n S 2rit.l


erkennen begehrt,
Wie jegliches Leibes Ceschick einem Hhhern
droben gehisrt!
Was Urim und Tummiim hiernach beim Priester
bedeaten, das lehrt
In Winken mein Commentar, der den Abschnitt,
der vorliegt, erklirt.8


Ml= rin'. Z nx-1
.-Tm : T T :


44. Verse vor dem Wochenabschnitte xawn
Veismaass 2 (S. 7): mlri U=n


Des Erhabenen Name sci stets benedeit,
Der fdir Israel Wohithat an Wohlthat gereiht
Und den Herold9 in dem Abschlnitt, der Siihn-
geld gebeut o,
SeineslWaltens Geheimniss zu schauengeweihtin.


45. Verse vor dem Woehenabschnitte ip-,
Veismaass 1 (S. 7): nw;n u:n~S rin
Loben will ich Gott, den Hlchsten, der seiln 1 i; 7 l: 5"1
Volk mit ilacht gefiihrt
Durch den Herold, dessen Antlitz sonnengleich l 9 *vve nx .'i, 7', "'rS
Veikliirung zieltl2,
Und auf Sinai ibm eriffnet zu errichton, wie's t F.i : 'iri


gebiihrt,
Ihm ein heilig Zelt znm Wohnsitz. wie uns var
der Abschnitt fiihit.


1) So hat wohil auch Moskoni golcs(i, boi dem le Tn w1 ,hl idur Shroleible' ilor ils: NiS:;' Cod. 53
weniger passond. 2) nt:rN feht in der Aifiihrung Mu 'skonis (Cod. II alborttil ful. 1971). --
3) So nach Mloskoni; sonst DiID1. 4) So nach 31Mskoni u. ed. Neajel; nflZ sollto wolil ein
Verbesserung sein. 5) S, nacli Cd. 53 Serm.; bei I, sk oni: ]''?iN I '1'; Cod. lerzbacher:
1]V7 yH tc1-; fehlerlaft in den Ansgahbn: ]WS9 N 11 1. 0) So od. Ncipel, (od. Mlc rzbacl or und
Moskoni; Cod. 53: ) -;1. 7) Gemcrit ist die simnbolische Bedoituni, welcho I. E. in der Ein-
richtung der Stiltshiitte findet(s. den gangbaren Comm. zu 2. Ms. 25, 40). s) Zu 2. lus, 28, 6 giebt I. I'
im gangb. Comrm. eino auf Astrologie boruihlndo Erkliirung dorsolben. 1) Mosch, dlcn (ihttcsbhtr,. -
10) Der Wochonibschnitt Nin e nthilt im Antaingo (2. 31,s. 0, 11-16) das Geblut, wonach jederIraelit
bei der Zalhlung dos Volkes einen halbon Schelkol als Silhnogold zu ctriciiten hatto. 11) 2. 31s. 31,
5-7 mit Riicksicht auf 33, 18-23. 1i) Durch Mosclh, dessen Antlitz strahlto niach 2. 3os. 31, 29 JI.


nwnrl~ ~lns l nT-I!:=


s~~ L~H e~j -r~~ ~~?~
,tmP =i~sj~ f~K9'~'~ eil
;iD~~ NL~P ~i~~ ~~Yi~l


i~~I! ~?~~ =~np ;;-~;





Verse vor inn man xwn hny1, '1Ti ; winter 2. Mos.; cor Jesod mor. 77

46. Verse vor dem Wochienabsclinitte '-nipm 'bs
Versmaass 7 (S. 9): "7;mn inn nwvin "f' "n' -r; -w "in,
Gieb Gott die Macht5 und dankl ihm, Abraham6, '71m 1 1 '_t"I 3 IL I ,"1
Da nun zum Ictzten Abschnitt deine Arbeit kam "' 1 '" y"T3



47. Verse alm Schlusse des zweiten Buches Mos.
Nach Cod. 53 Semin.
Versmaass 7 (S. 9): nmilm -in'l r, 'lWn n"Ini -I'n"wl m in
Gott der lebendige droben, er ist's, an den "i 3 b '_n %$
ich mit Dank mich wende.
Da ich zun letzten Abschnitt des mp t '
Buches hier die E lkli ung vollendo,
Spende ilm .Ibeserlebung mit aller 3acht, :'i22 mi':g' p
Da ich zum zweiten Buche miin Werk 2 Ig l- 'v -tl. -
vollbracht 7.


4S. Widmunigsverse an Joseph ben Jakob vor Tesod MIora.
Verfasst im Summer 1158, bcrichtigt nach Cod. 53 und 55 der Breslauer
Seminarbibliothek3.
Versmaass 4 (S. 8): r. ':::;n rt1 -' n';'n 'r n
Einer ist olhn Anfang (;ott; scin Geist durcli- i'T" S, 7' ni'S 1 fi
dringt die ganzo Welt.
Doch kein Menlschenlund kann ktinden Ihn, 4'S '3 E iy ~i'Q q[
der hoch sich hat gostellt. ifi'1
Nur des Deikers Geist orkennt im Werk 1hn, ~: _:3 iK1 2 '' 23_ .T
das Er hergestellt;
Selbst der Liiugner zeugt in Wahrhcit fiir den I? rll ST 53 rnit1:' "' "
Geist, der iln orhellt.

j1 Da W 'rl C'"' tuhili in .d. 3. 5 l) Die tienani-' Cit dei Ietiutms an diesor Stolle ist durch
dIe Xolh AiI oelitsla li 'l!e D- :; V io 'etc-,'zu.g li-er \i,,I 1. I i, izonaclh in deseen
.\ut-sgil de- .hi olt mo,,i S. a. 10. -- I) l.'51. 513 fil-chlich: '"N 3 ~C :2r C'"I3 N; ito Schritt Schekel
,Hl.kol i (ii. S. 5 A. a. "a uIlnpainirt) hat lie LA '7". c N:T 'S Nx, viclleielit nIach dem Gcdlicht-
nisso irrig aIllet'iirt. I) )e.r a.\ul-dliU a s I's. 6IA, 35. '; Dor Verfassor rcdet hiermit sich selbst
ian. Er uliC elnict it iiliri. n C i shine ,liiIn -\l i Al lllli hier, wie iacih s iit fter,i mit der 1. 3I1s. 17, 5
gegolenon Ei yimiolo'gitc dleo ll o. 'gls. sod ,ioru 11 geg. Anf wor or lir die Bildungslaute das Merk-
zeiclien ]i :1 N P" inmit An i;elunig tittl seinen eignien Namien ()C' N1I T-'iN) giebt. 7) Die Verse,
welcho inll[;iidclurifteen Ilic(t inl CiA. .2. 53 Setl. !) und in ed. Neapctil ;Itm S'cllusso des gangb. Commentars
zu 2.31us. und in einer Ilalndti hrift boi Friedliindor a a. S. 152 I am Ende des ]iirzeren Commnentars
sich lindn, ihaben nachi don I ~beln mlitgeolliolton Schliussvorson iCino Stollo melir aln Etnde des gangbaron
' ,inientars und sind ami kiirzcren ('iCminenltar, wie lr. daselbst richtig b ,cmorkt, iiberhanpt nlcht am Platze.
Leberdies ist die Jahreszalil nach S. 63 A. 3 in koinoim Ialle nchtig. Dio Vorso riihren also von
p iitorerlland helr und verdienen nicht fii die ZeitUflgo der lbn Esra'schen Schriften als maassgebend
botrnactel zu werden, waie h ci R i pp' iort in cigcrs Wiss. Zeitsclulift IV 273 und bei G raetz VI 143. 4.1
'escllielit, wiihlretnd dIs an htztlrert Sille aniitilirte Citat ais C.]a mm. I 103, 8 Ciner spltorei n UIt-
irboitung dlcse.s Paleinontcomnii ilar. anghcl;i't (Fir ieod. ai. it. S. 170). Die unclehten Schltusverse
/u 2. Mos. sind nacli dIill Arinfallls\iers Vi.n YVtclltaa:s 11 (S. 12) goelaltet und latten:
Vollendot ward tdas Buch ScheIol, v\,n Ab lraih am Crklari, c_'s -i n?'':" "eitl tD.
im Jiahr ineunhundlrttdroizehn noclh, \ie E.deltlein so wcrthi. Ci p "3. 1 ."pnfl n.t nS
Das .Jahlr 5913 der 'Weblt tabr wiiro -= 1152/:3, watirenld dioser C',miintontar in seinor jotziget Gestalt
nicht vor 1156 va rlandlcn gcwosill scin kiann,




Abraham Ibn Esra.


Auch das Yolk, das Er zum Ruhme, zur Ver-
ehrung sich gesellt,
Liess er schau'n in Sinai's Flammen Licht aus
einer hihern Welt.
Doch ein Bild schaut nicht ihr Auge: ein Ver-
trauter wird bestellt
Als ein Herold, der des Glaubens und des
Wissens Schatz erhlilt. -
Ich nun demuthsvoll erforsoht' ich seines
Worts Gedankenwelt,
Und da fand ich sein Geheimniss, seine Tiefen
klargestcllt.
Nun will ich oin Haus errichten seiner Lehre,
Lwohlbestellt
Gottesfurcht setz' ich als Pfeiler, os zu tragen
aufgestcllt.
Dank sei Gott, wenn ich's vollende, Dank dem
Freund, der ihm gefillt,
Joseph, Jakobs Sohn, der reichlich mich
gestiitzt mit seinem Geld.


i'rvth1 tt^ I'mr) Vpl I-

'np; ; i -I mn n R" ptl





tlrt,211 i no an nsst a i

'iaB ', i)3r i "'in1? ni'1

in'T^ 9t% zs r rixsrx, 1i0

7i t 7$" 3 1 3 : IPT
tntr m


49. Titelverse vor Jesod mora.
Versmaass 6 (S. 9): nirr~i 'nvW in n lln 'n" i in'
Das Buch sieh mit dem Titel, womit ich es versah: tt nn mD .1
Ein ,Grund der Gottesfurcht" und ,,Tife der cl 110" 1 rSit llD"
Torah",
Verfasst von Abraham. dem Spanier von Geburt "iS" 132 ~13=
Und Sohne des Miir, genannt auch Ibn Esra. r1 ia. 3 "TD


50. Verse vor dem Sendschreiben liber den Sabbat
(nz'n ntm.), verfasst in England im Tebet 4919 (1158),
nach dem Abdi ucle L u z a t to's (L) in Kerem Chemed IV S. 159 f. mit Varianten as
dem Oxforder Cod. Pococke Nr. 280 b fol. 140 a (P), mir mitgetheilt durch Prof. Kauf-
mann in Budapest, dessen Gite ich auch die Angaben aus Co. 195 Halberstam
ob. S. 74-76 verdanke. Die von Luzzatto benutzte Handschrift besitzt jetzt die
KOn. Bibliothek in Bellin (S teinsch neide r, Handschriftverzeichniss S. 56 Nr. 6).
Versmaass 7 (S. 9): n i:nl in" 'n n;n 'V in ni nlcin nlT in'
Ill Sabbat, der ich Gesetzeskrone, im Zehngebot i'7 'Z i' ril' nI n:vT '4
das vierte bin7, 0- 7.1 of MIL

1) Dieser Vc:s lautot in Cil. 55 17?1),?i 1il '1 D 1 i' n jn, eine irrthiilicho Erinnerung an V. 6. -
2) Cod. 53 ,u ed. Stern fsilschlieh i?'mjr. :I) Der Ausdruck erinnert an oine Stelle in Gobirols
Keter malchudt li-il 1' i Cl .. 1-':n r NC' '1 "I. 4) Yon Mi1N bis Ende flohlt in Cod. 55 und
in den Ausgaben. Ich habe das Fehlendo au s Cod. 53 erganzt; es Iautot nach Steinschnoider
(Abrahuam lTu Avsa S. 61) in C(od. L'fy zu Oxfird NN. 318 und in Cod. Luzzattu 111, jotzt Berlin
244: '11;1 I: 2 pi (C: ) 10'I') ) 'S (0)1 ,1'2_R2 MIN fiNs. Auch Coil. Parma hat den Schiluss, vio mir nHerr
Halborst;am mnitgoltheilt hat. Atu densolbjen Josoph b. Jak(lb boziohen sich wohl die 'Vrurto in
Jesod miore Cap. 2: '7113 rz .'.i1n Tix ',nN ~inC i 'i nn' C 1S5D ':e' ':i -1:7 Inm:? n pi. Ueber
denselben s. Stoinschnoidor diis. n) 1 pNi in oil. Stern, l'ra' 1833. i) n'N Pi ]', fiilschlich. -
7) '2, M S, s 1 S ,; M, .S, 5. 12 ii '





Verse vor Jesod Mora, vor denm Sendschreiben iiber den Subbbat.


Auf Gottes Bund mit Israel weis' ich als
Zeichen ewig hin7.
An mir war Gottes Work vollendet, so sagt
des ersten Buchs Beginn8.
Das Manna blieb am Sabbat aus9, das weist
auf mich fiir immer hin.
Ich bring Lebenden Genuss, den Todten hurzer
Rast Gewinn o.
3cin freut der iMann sicl wie das Weib, und
Jung wie Alt iat frohen Sinn".
Die Trauer hemmn' ich, Klageruf schwirrt nicht
durch meine Lhifte hin 2.
Es linden Pluhe Knecht und Magd, selbst
Fremde schont mein milder Sinn.
Des Menschen Yiehstand ruht sogar, sei Ross,
sei Rind, sei Esel drin 13. -
Fromm weilt zum Gruss und Abschied Wein
des Aennsten wie des Fiirsten Sinn11.
3Manch Wissensthor thut sonst sich auf; doch
hundert bffnet mein Begin 15.
Gcehlt word' icb, so man nicht rest, nioht
wirbt und feilschet um Gewinn 16.
)ein wahrt' ich, da du mein gewahrt von Kind-
heit an mit ernstem Sinn17.
Doch Biicher kamen in dein Haus betagt
wardst lissig du darin -
Sie geben preis des Sabbat VornachtiS. Schweige
nicht! Raf"f auf den Sinn,
Zu schaffen fiomm die Schutzschrift mir,
versandt nach alien Seiten hin.


; -Inxi 11=v "2 t'
wt) rtt mt'jin nt'
D is fsSl ain









D9 2,l1'? I.Ia i:4




5"1?1~ 3P ';tn '26'31nt'





1 Tim i't n= nplup 714


nn7m n ; t G'isac1 ts-iln
a B 1i vv1





am: ^'sn h^Q








M151=1-1:r ims a 9 nv '


1) S'o P, dagogen L: O0. 2) L: D1 3) Sonach P, nach Cod. Luzz. und Rappoport in Kerem
thlcmcd IV. 160 A. 1 ulid a; CLd. hiriiindi und danach der Abdruck in Acr. coem. das.:DM 'iT. -
4) N _CD 1' nach Jes. 5S, 13. 5) n: I'1. a) 1N3 Kir. chcain a. a. 0. 7) 2. Mls. 31, 13-17. 8) 1. Mos.
2, 1-3. 0) 2. MIos. 16, 25-30. 1i) Am Sabbat tritt eille Unterbrechung der Hillenstrafen ein nach
lidrasch IBercsch. r. Cap. 11, cwu es heisst: pm: 1:N nz:'1 *1':I? i:N m; 1ni n 51: 1 17 7CN. 11) 'Voil
Allen die Sabbatfeir geboten ist. 12) Bab. J.ocld kton 24a: n: mi.' 2N ] p. 13) 2. os. 20, 10. 14) Ueber
den VWeoi zu Kiddusch und Habdalah s. z. I. Bab. Pcsach. 105b und 106a; fiber die Opfenrilligheit der
Unlemittelten hierbei lcyg. 27b. i5) Dieso merkwiirdigorweise grade von Nachmanides zu 1. Mos. 2, 3
Leanstandoto Meinung spricht I. E. im gangb. Commentar das. aus; seine Quelle ist bab. Jomiob 16a nnd
Jinsari 111, 5 (S. 209, 210 ed. 1 Cassel). 1I) Jos. 58, 13. 17) Vgl. das Sabbatliod des I. E. im
Anfange 5x2' ') s i'3K n1 t mts is) Dass die hier angedeutete Sclrift niclits Anderes als dor damials
in seiner orsten Verbreitung begriffenePentateucli-Comimeitar des R. Samnel b. M16ir (a"OtI1) gewoson,
zeigt Graetz Gesch. d. Juden VII S. 210, 447 f. I. E. begriff die Arglosigkeit dieses frommen Talmudisten
nicht, der don Beginn der gesetzlichen Sabbatfeier sich durchaus unabhlingig von der Anfangszoit der







51. Verse vor der Arithmetik (-Man 1" C oder auch -i~~e "iv),
verfasst vor 1160 (Steinsclhnoider, Abraham iln Esra S. 105), nach
Halbersta-n in seinem Vorworte zu "iS -EO S. 11 zufolge seiner Handschrift
dieser jetzt noclh ungedrulkten Schrift (H) mit Variante aus ciner Hanischrift
in Floienz (F). Auch mitgetheilt von Steinschneidor in dcoson Verzeichniss
der hebr. IIdschr. d. lkn. Bibl. in Berlin (B). Ueber die gedruclte grammatische
Schrift von den Zahlwortern, gleichfalls eeDt "1' gonannt, s. oben Nr. 28 8. 53.
Versmass 7 (S. )): r in' nlin *"r im'- mnimin ni "in'
Nimm dcssen Buch, der lcurtt walir! Iims "ili 1B '10M
Dir zeigt's den Bat der Zahlenschair, -'nt. 1 S 2 r
Den MADirs Sohn legt Mir dar, 1 2 513 1'
Der, obschon jung, schaut Allcs klar. '!'n)? D ? flp


52. Terse an den Leser iiber den Segen des
Pentateinchl(-Colmmeni
Nahl Fricdliinildr a. a. ()
Versnass 10 (S. 10) ohine die dortige Abv
"iT'i nMn "M -In" n"siT:n 'rwIT 4i-" sVr17 '
nitnuir'b f', 7n1- nr-n *nc' ini >-L";n nm--i
Hier ist dic Torah, Freuiii, erkliit. Sic hib
in ihre Niih;

Befolgst du sic: znii hli:lsten altand fiulrt sic
undl tlri.gt zur H]lhle.

Empfiehllt ilich Grou.son, thiut dir woll0. -- 1111
ilire W\ego ghlic!

Schcucht 'Thorheitswolkoii. 16sot dlich, so dich
bestrickt sie siile.

Sio liebo trou, dass Lieb' und Tren' auch dir
von Gott geschelie!

Sic schliess' ins Hcrz, dass besser als don
Al,nen dir's irlgehl'

Sie Ilielh, gicbst du sie Ein Mal ai F, fil r cwig
deine NJhie.


Giotteswortes, am Sehiusse des
Itarrs.
IV S. 200.
oit Unn jillm Coritol \Vor C
ill r olU('ISC Vcrsabi]it' und
inlli / l''iic~ V'i,~;iiifte.











qn~: es q :, p:4?~ ;
8V,'1 .. ..nt 77. SKm

: 7 z I T
TZ.-, ="-;7?19 '46.7P







?~~rc) rj7:z'-1 "vn


Schipiifingstalu ul d dIt- Sch'lipl'n1assabiiats t dachto, erjchrik vic olinr vr der liedeinklichen Uolberoin-
stilnlnull diuser Auslei'ung dcr "Worto '1,73 n 1-' r 1. l.,,~ 1, 5. s u. s. w. init der iltm bokainlton
I'raxis einlor Selkt, welclie thlatsiicllieli lie io Sabiatfeior mit ldo'in i iio beo'anu unI schilossl Niiteros
b. bei mir iln /. S twil ab. ,cir :ls S riii kerH~ri S. 7; unni gonauer in iler Eileittny zu mineinor Ausgaio
ois eo entatoluch-Comni-ntiars vtni IiBM3 S. XXXI f.; zu A. ;3 akIi. wv reo ilch hinizuzutLigon, dass I. E.
-11hst ouf j.ne t ektiier mit ildm V'~ i r i\ :I (Kcr. clai IV S. 171 Z. 20) hinweist, wIdiurrl anui
,r' Au tll'], a 2N T'' C'~ zl 2 -i 1l 25 im ganglarmeoil Coinentar tia s rechto Iicht oert emipfNilgt.
i) So lI ; "-F'1 nF. 1 ,S t H und i ,1. LuIzatt in "Tl n3;! S. 718 s ,-toi Cod. 1Thc',mT s i397 nach
toeinltchnei der in 0. O. 1i.i A. '. Das V\iirt n -r it lhir imi bibl. :inno entweder a1s
Snor ld u It ll (v'l i) p:) odor lt V orlh iit i s s \ on Pi- / ilbn Iitn ;ind at ida- Rochnoni aingowendel. -
;i "i" hlhiiihlt aft 5. 311-. 32, 1 tull ,Jes. 5 1, 11. .


Abraham Ibn Esra.





Verse ror der Ar ithnetik,, hiinter lem Pentatcfh-C mmnentar. 81

53. Bittverse am Schlusse des Pentateuncl-Cominmenitars,
verfasst im Tisclri oder Kislewv 4927 -1166.
\\ortlaut inrh lol. lhbr. \\ien XXXI bei Krafft und Dcnutch, Ka.talog S. 34;
nach Letteris (Lt) in seiner Aiusabe des Sef/l .jeter. Pressburg 1838 S. 11; nach
Lip p man iin in der Eijknleillug zu Sefl .jeter S. 22 (L), F riedlii n de r a. a 0. S. 159
(F) nebst anderen Varianten.
Versminass 7 (8. 9): ,i:nL in-i rIMi:n M inL i nfi7t7 n 'nV I I n'
(;ott! Geschleclter fast dein Dasein: unsure 'fl D*N lp 1t D l
Tage sinl rgezihit, aD In SSL cit

1EIvig lebst do. ziiblest Alles, wie ci Art und -: -Tri =I 0 I M 2.1~-I)t
Zeit vermiiilhti, i ing h

Thronest ewig hoch; GOraden hat dein Wohl- 1
thun nie gefehit 12: a 'it"a )

Leitest sie geiades Weges, nennst sic froimm 'l S n' l 71 ":1' ''_
und auserwiillt. *~' z"3 2 n

Uebe mich fiir doint. Lehre, zu verstelin, was 7 ii?'il i ';rT e a
si v-erhloht: 9- S

Lass iich's issen. klar e> stellen, orin Gesetzos- '1 "I 'i'n"'"1
geist beseelt: D

Wio bisher du half'st so giitig, hilf mir deuten,. '" 1 "0a ''i "311 i3
was n.,h felt i! itlf3. )~, fC''1 3 TISt!


1 iN II uni Cod. CmnIhilt',. L' t',l, '. ill. I. I('aImhr I; -l21 t 7D- 4p1'. l '. Ior naaalS. -
C-T- 2"' -2 C' Codi. Vatie. n. Brit. .31u. li ,i F iOhlr. Tihol] S. 9i1 : C- iT,- l -S1m n 15n
I Ol. r'ilr. I .t. X-ion ii ,1 T LI ,,'III ]hII n: -'. T- -.1 C1' D 'c C .1 C:nlnrilge. -.
's ]T"JT : Cod, Lunlir. -- D I on'truoti in mit i < ', ,iti l iien tfir etwat, wi, l'<. 1., 35; 1 14, 1. -
") ]'N Cod. Brit. 31iu. '- ) So vermatho i 'h flitr la hior niiai iinlo M "i 37. 1. witnclt auch
'las Dunklo lnd goT n iniglich Ulnv(ritanlienr zu verstelien nnd deon Riicliiand de' ihin -1lh-L 'lners.indlichen odor T li sver.tiliidlichen auch nochi
firner \oerinlert /i sicnI. D)en (llrulichi 1,o' jertle i t'ii tit t .lo0 ii.iah P enlli i ill ceinenm Spefd-
.ichrib1 in Ilin Adrat I ;r] ont-ien lN No 11i S. 57ia o. V Wien, der von I. E. s-'t. SN'.TI 1Tp-O i-'D
iNn *'_ *;s2 T0t12- N ms. m-i22 C:N c1i ": c'"1 nc .'" is : 1:'.t. -s 1')) S t'od. Brit. Mus. und
C'odl. Cailbr., -rnnt Tit. Lippmnatin n i. (I. velrniuthet -hln rirlitig' in nmachl Koh. 11, 3. 11) WTrt-
lich: Ziihlest Alle nach Gesn ilelihirn uiii Zeitialtern Sit ii von 1. 2 n: Da di, Grott, ewi unnd unver-
iindertlich nicht aler, wie wir Men-elen, verlilicillh Ii-t. ',o unterliegti dleinem inusternden Blieke alle
'io endlictein Einzelwie-en der Waelt vermittoe-t M"Ir I unwandl lharo n A t ell ie nliciht, wie die zu.
denselioni ehl'rieiin ECii'olwesel'i, ergeheni. -oni eon tio Zoitnltr iiliiaidliorn. Ueolir diese schon bei
,dent S toi kerii nuftretenidl I.elin s. I. III1 (Oi i iii IS, 21 u. 's. 1, I. 12) Das von
ler Tndlichkeii di r lVirt uimierihit e W iicon (IX ttiet I d i c hlle ,iie te 'orsohunig, gerichiet anf die durch
)Dnken undl Elrkonniltni vtrelten i lin nlt ihm i in ll woXvoi'lloiin MionIclioi, 1,einesweio s e uis. Vgl. die
alndoil eiillii d \Vnrto in i nilz. C'onin. /u 2 31,s. 33, 12 ,. 103 ed. lTrag, wo'rauf et ) scilhon zu 1. [i's.
22, 1 virwoist. I' Nihmliel dlii in dion dTlluils v'olliiende Comnnientaron zur ganzen heiligen Schrift
ino lh ieilit Lgeoiigc'io oder ililtig rkl:hrton dunkeii Stellen anch un oh 7u erklaren. 14) Cod. Brit.
Mus. hat hier: r'"5D;' i': 'n:n: 22 1:mil'; a'm_, woljei die c TWnrte 'itn o'l"2:1 woeder
dem Versniaasso nocli der Ausdrucksweiso des T. E.. onlspreclien. Nur eino metrisclle Verbesserung
hiOrivon scheint dio I,A des ll. Cnd. 'air 7 sein: onD lCi 5T n:n5 's 1- : 12:1 '-i' ('2 i vor IVD
lhat Schill er- S in'essy rictii' veiminlthlt). Der Sinn iilsJ wiire: ,XWie duI halfst bei allor Biicher
Abschrift, dio inein Gi'nneir n;ihit". Min sieiht, ein Abschlreibor doe Ibn Esra'schen Pentateuch-
C'onuinentars hat die Worte so alcgelindert, hl1<- sie nuti u ilhn selbst ipassen. Einen iinlihlihen Fall
abhiidernder Bonutzung hat Bachier n;uch-iwiewen (s. oh. S 22 A. 1; \l. auch S. 49 A. 3). Wahr-
sehoinlich hlatto dieser Abschreiber im Aufttragie eines vorneluhen Mannes oden Ibn Esra'schen Commnntar
zul iiintlihelhi fliiitf BUiihern deI Pentateuch allein odir iln Anschlusso an dessen andere Schriften eben
'ortig g-c-li iebon al, er die lii.;en otVer,, 1. L' uilltie Al.indertin, vion V. 7 benutzte. W eitor nocil
11





Abiralni. bm, E ra.


Als viertausend und neunhundert sieben und 1 i
zwanzig ward g-ezahltls M'T ay "It n

Und man sechs Jahr im zweilundertseelhzigston
der Cy3clon ziihlt', 11 ? -
Schloss in Rom das Werk ich gniidig rette 1'.. "rlpl : J)I n
i(ott, die Haft n.,ch jnialt! 5
An dem sechsten Tag, da Gliick und Freudo ', 71 Q .z To
Israel heseelt". p G nn



51. Widnmungsverse vor der giammatischen Schrift Safah be 'url'ah
an Salomo.
Nach ed. Li p pm a n n, S. li.
V\ersmaai 7 (S. 9): ,mi r in'% nr n 'nT'm -i"-n ,i n rw 'Il
Dein ist, o lehendiger Gott, doe Ann mitsammt M1Dl p 'n ?M
der Macht.
Jeder schwachen Hand wird Hiil!le von dir miS3D 'T2 16'0 a l
zugedacht.
Du bist's, dor den Mensohen schniickt init 7-itO ?I Wi~~ It .
laitren Geistes Pracht.


going die Aiendelruni einies Abscliibers, die in Cod. oir',iin iel orligli. Da sind \. 1-0; weggelisen,
die eigentiiich dirii inr antf L. :., nihlit ;af iden Abshlirliber bezogon wrilen Ikiin iton und V. 7 noeh
weiter so nlge;indltrt, dtli die olicl e Iorgleiceheo Beieihuln f ;t V. 1-- verwishit wnr.ir. 1'r lautot' ia:
,,Lob .ir, (ott! Du hali-i /ur Abs(hlitiif desen, "i":?' ,;" ",:n ;:" N "i 2'6 2
wa;s ioin i ni ior wiililt". -,t I2 1t'
Es schieint mir desslhab die I hilleit ilor uli spr ii nglichen Fassuni nielh, /wenit'elhat't u scin,
wie sit Fr1 ie d] i nId inrIV '. 1:,8 wnll inl dl.irui erscheiit weil or lie aniiinglihle von I. E. selbst
herriilrendi Forn zlu orlllitteln unilelliess ml ill n erslen e \'ten enle o ]'lonae-ainen fand ie,ii, wie "wir salien
(A. 11. 12), Iei n;ihitor Betraichiiun, dii, phi!iophic]hen Aisehai un-en 1. E.' iilor diie Providenz in dIr
schlichten Form leiclit.tfssliclier A.\u riieke di,,rbiociie .
1) So ('od. CambridSg rirchtir; 'i I'E,. 2) In CIu. Vien seli dafiir c"'l tehlien, woMfiir L
beieit DI vern;i;tht hliat. ,auli Kraftt iI1l D ceutsch iln (':tal. schi.n geben: 12" Lt. :.) 4927
der 'Welt, hier 1166. 4) JVlih: Im sehqcton Joilii dis 260. ('yclui i. It. 259 vnle Mondecelon
und 6 Jahro, also 2nl59x19+6 .laluo 41l27 ildr Welt 1166;7 wie llincl V. S. li Die Wotrto n!
IIDDON 71 `n lassen sicli als Jahlriszahll (C'M-1C 7N p 907), wie S toins c he i d eir in Abrahaum 1l lmiri
S. 63 A. 11 will, mit der vorai-'ehelnidei ausdtridelichen Annabe (927) nichit ver1iinigon. Wenn etwa,'
Besonderos in den Worten liegonit ollte, ; kiinnto o hli;;ehsten- oino ast:iiuogiscl h Angnabe ilber den
Character dle i in edlo stoliewlen lalires 19`7 soin. -- ';) Als ist ili I'ulitateucim -CliiiIIoLitalnr a11 oin
Freitag'o in den .Ailtolie'orta iLen des lliitteonf'estis, wolcies am 3Jontag, ,lel; 12. Sept. 116; began, older,
wie Graetz ((iese. V S.Vi S. 11I annimllt, i Il1'hanuIkahlifeIto, welches am Sii ntila' 20. November 1166
begaiin, volleinel, wiodell. Dtas Purlimfest kann liier niclht goi'eint soei: ilenn; ec liel in Schaltiahro 9l27
d. l. 1167, au' Die istag, don 7. Mliirz, niehlt aut cinen Freitag. creridies st;ab I. E. am M,,ntag, dem zweiteni
Tage des elrten Adar-Neinondlsftcait (1. Adar Ili Ade 23. January 1167, wio aus der Naclischrift bei Lipp-
mann, Einl. zu Seflt jectr' S. 22 A. 1 (vIal. (raotz, Gesch. VDI S. 450) lireorgelt; ,oener Naclischrift
fast glciei] laUtort diejenige des (',,. ('ambrid-o: ii i;pnnl) Mrpnn n:l' i. ; 17 N '7i r7'i rh 1':' D":1
U"i ,'r In M17 ] lu i'7N 7.t:Z r 7" 17 :i": -' i ":'. 8 '77,N ,77 '7 71x' Ui7-1c
'x ]17 .nn i'Nr 8:2 D:".''1. N\Y. Cod. '23 in Oxf,,rd, wri nach Neubauers Catal. p. 40 72pnrn
(ebenfalls fiir ;im:7n) stcht. Auic .J uhe asiln ie. Filipow s k i S. 218a hat: (].: T:nn) 7i1i)rln ln:C' 71r
'i' ni"Y ]' j 'Ni 'N In M'P. Die zweite Halfte des letzten Verscs inl diesemn (Oiichlte ist nuI
gleichfalls von eiioine (und demselben) Absclihriber (vgl. tt V. 7) s; abgeindlert worden, dass or das
Datum der Vollei dung seiner Abschrift ialait angab. V. 10 lautet Ia: incEl In:1i)U Da' 't' CT1 '
C'7-) D0 nt In 1 78) d. ,,ain Freitag ilm Adar, da fill dein Rettungswerk uns wird erziihlt".
Die Abs schrift war hiernacl; an einem auf don Freitag fallenden Purimfesto villendot. Den unikundigen
Schreiber vorritlh das mnetrisch lunipassendlq 17, dus auch in grammatisclier Iinsiclit anstossig ist, well
das 'Nrt niliht, w'ie gezoiemend, aut die Angabo eines Monatsdatums, sondern eines Woclhentages iier
flgt rnd dies nocil dazu nacl eoiner Unterhreerlungi durch dioe 'Worto '";i'' 1 21t ~7.





1 erse 1or Sa/iih bernrah, vcor dn ( Commeoter -m huh en Iic in.


Den aus dines Thrones Hallen du ihm hast
gebracht.
Jener Sprache Kunde nun, woria die Schiift
gedacht,
Noben der der and'ren Werth kommt wenig
in Betiacht,'
Jener Sprache, viel gepriesen wie Juwelen-
pracht -
Salumen wie eine Krone auf das llaupt ge-
bracht 1.
Sei dmii Abraham, dein Sohnol Mi6irs, treu
bowaclht
Als ein Anyedenken theuer stets bei Tag mnd
Nacht
Im geschulten Ueist und Mund in Obhut und
in Acht.
NXtwii' or ,.lautre Sprache" doch das
Biichlein mit Bedaclt!


% it



Tz T


Im. L :'6'n m

ZI X-1 21


Anhang.
Vollsitindige Reimie und Verse Tor dem Conimenetar zum hohen Liede.
Nach ed. 3Matthews. London and Oxford 1874 (Ergiizung zu S. 19 No. 6).
a) Reime ohne Versmaass:
Im Namen less, der Wahrheit kiindet, schreib' 'i' / '
ieh nieder
Den Anfang moin:r Deutungsslthift zuni Buch D' W". :i: bI
der Lieder.
b) Verse:
Versmaass la nr;:n un=- ~n' '-. 7).
1.Iclh wend' an Gott mich gern, '"S b
Nonn' ihn zuvor als HIerrn, '' 111n
Lh' klar ich stelle Kern njinn 01i-
Und Sinn des Lieds der Lieder. n''n '1I.

2. Als er den Smhn5 macht frei, 5'li'2 .; a,
[lhit' Er ilin Weisheit neu. in n
Und Sein (jsetz blieb trend
IFiir aller Zeiten Glieder. T"h r. '

3. Er goss der Anniuth Zier T' jr7 m. .
Auf Benjamin Zair, 1o
Dass ob den Knaben bier
Sein Geist schwingt sein Gefieder. 0", i 1


SPr~nN Lipplmaln ~ 1 der Ver rmuthung nCN. 2) i* Lippmann mit der Vormuthung p:;
Binlchi Jirnh,,ii, lin JIra als Uiinmmatiker S. 26 A. 113 vermuthlit i:1. 3) Ueber ?vn nE' als
flevicrli, ung der hihriiishllen Siraliho s. oben S. 22 A. 1. 4) Anspielung aut' JIL 3, 11. ) Tlraol.
11 '




Abrpnhamb Ibn lsl'ti.


4. Er steig' empor geehrt,
Ein Mann, in Ruhm bewahrt!
Drum ihm zur Ehr' erliilrt
Uab' iuh das Lied der Lieder.
c) Reine ohne Versmiass:
So spricht Ab cahani, der Spanier zubcnaint:
Ich will das Buch erkliren mit caller Kriilte
Aufwand,
So weit als reicht meine Hand,
Weun Gott mir gewnihrt seincn Beistand.
Dass aber liickenlos es sei,
So biet' ich hiermit dzeierlei:
Am ersten Ort
Erklir' ich jedes dunkle Wort.
Den Sinn geb' ich zum Zweiten an.
Den aus dem Wortlaut ich gewann.
Dann diittens sei z in Schlusa erkltit,
Was uns des Alidrasch Deutung leirt.


mplm nm;;;S;1 P





ncr ;"Cr 1vx~7S
Ivjm iI rLM:
flnr~





Iu~tV71A41V1

vnv rrm, rrvvm


B. Lyrische Gedichte.
1. Kligelieder in crnstem Tone.
55. Klage um seinen zum bllam iibergetreteuen Sohn Isaak',
nach dem Diwan ed. Egers S. 93 No. 2U5 (E) und dazu Kaufmann das. S. 166,
sowie nach dom Abdrucke von Egers aus dem Diwvan in der Mlonatsschrift von
Grraetz 18b3 S. 424. Akrostich C-i=--. Elne zweizeilige reimende Eingangs-
strophe und vier flinfzeilige Strophen, deren vier erste Zeilen ibren eigneu Reein
haben, deren fiinfte Zeile aber mit einer Bibelstelle shbliesst, an dercin Ende das
Wort pni ebenso wie in der z\eiten Zeile der Eingangsstrophi sich findet. Das Vers-
maass schwankt zwischen 12-14 Silben in der Zeile mit unrogelmis-ig einge-
schobencm Sch'wa.
Komm, Vater, klag' im Jammerton! Dein 1' B1 :p 117 ; 'mm
Gott hat welch ein barter Schlag! pI -ni '.
Lntfernt von dir den einz'gen Sohn, den P71 U"'" 1 7 : i $ "[
du gcliebt, den Isalk. -'n

I. Icl bill (:id Mann im Ungiticksbanm, dem 1
alle Freud' ist hin. ,

1) Johud I a C harisi bagt im liTchkeotioII 111 S. 7b ed. S tern, U V\'\c 1ii L : :e pi -i
yi n- '2in: iT '1 ru ,cml Ia'] iT nI; miN n :n ?; TI' ? n, !n; 1 7'N :
'-ainr i72. C=:5i T:.2 N utz' I)as ort Nt\ hat Lu zz a tt nach einer IHandschrift eingeschaltit. -
2) 1. Mus. 22, 2. :;) Klgl. 3, 1.




Klage utm sci'lnen Sohn Ihstak.


Beraubt bin ich les Kinds, wie nie geahnet
lat mein Sinn.

Ich dachte ihn als iilt' und Schutz, wenn
alt und schivach ich bin;

I)och miilht ich miclh um Sch.reck und Tand,
gebar nichlt zuin Gewinn.
Wic soil noch frollic sein inein Herz?
da hiuischied, starb mein Isailk.

2. leu wine jederzeit, nid bittro Klage ruft
nmein Innd.

D)ri Jalii denk' ich >sines TodCes acIh!
aif fernein (;und:

Wio er geirrt von Ort zu Urt. Die Seele
sclrie sich wund.

Bis ihn ich briichte in lmoin Haus: ach welch
ein Thliinenfund !

Ja wie viel 1eiden t:rafen miich! Und die
gebir mir Isaik.

3.3 ein ireund. lass ab! Demn Trust treibt
michi noch weg von diesnim Ort.
Was krank mich macht, erwilhne nicht, ihn
selbst mit keinenm -ort!
Mein lctztes 1'liiiniicen 16scht die Zeit,
zermalmt aueh inich hinfort;

In Trii'Lmncr warf sie meinen Bau, raftt meine
Wonne fort.
Zu JI:nde war cIrin Fluisch, mein Geist,
als ach! vollendet Isakik.
4. Beschtitzer, der das All beherrscht, kann thun,
was er begehrt,
0 trust' ein Vaterhcrz voll Schinerz, das
stets dich hat geehrt!

Dess Riss durchdring' ein Trostesgeist, den
gnlidig du gewihrto. 1


h ;i 3 rt rrip "Im

mi 7' z s



+srn



1pi3 ty i a '= "i33s ns


S. i:: :x i: 11


T"'S;


-1 1,6%







i as 's ;r












n'sis t:a
"i"'ss 13 s
t..n s-:;n t: St nsx


i) 1. Mos. 35, 2. J So erimuthet schii Ki utifj n ri tilg in l ra t t/z' -31otssiehrift 1883 S. 571
tiir NiTrl. 3) HL 3, 4.. ) 1. Ms. 2 ) S, le, ioh fiir das unricliigo "I:2;i, Lei E. -
)0 So verullthe ich fiir das scliwerverstiindlicho CI1 bci 7) l's. 73, 26. s) 1. Mo. 27, 3. -
!'I allies muraliscliell T'Ide durlih seien L Uebertritt unil, i I]ll UI- i Itlebriiisihli iit 11:1hl e. 1r. IS;
gI auch im Zionli.le d,.s .rol halewie : 111 iM 'l ': i T:N






Den Liebling lelre deine Furcht, zuin Ahncn-
weg beelelhrt,
Den du dem Knaben zngedacht hast, leinem
Knechte Isailk!


~rln* n6'h j
T I


56. Zweite Klage um den Abfall seines Sohnes Isaak,
jetzt im Diwan ed. Egers (E) S. 92 No. 203 u. Anm. S. 16 friiher mitgetheilt
von Egers in Mtschr. 1883 S. 572. Ilei Stroplen: dio erste und dritte fiinf-
zeilig, die imittlere dreizeilig. Egers im l)iwan S. 166 vermuthet mit Recht
einen Ausfall in diesel Strophe. Jede Zeile besteht aus zwei Hii lften zu sechs
S ilbe n. Scli'wa mobile konmmt unregelmiissig vor. Ich zilhle nach Halbversen.
1. ielein loffen ist getiiuscht and leer; 0 'n ..
Druml rinLt moin Auge thiiinenschwor. 2 ''i
Jo mehr dor Thianeln ich iigiese,
Ruft laut inein Klumllnei: ,,Spende lichr!'" n"n ',1
Er hat mir ins Gebein ergossen '.io lS -' "',ns
1)es F]uc nr Brand, der Flammen Meer, I3 K''.
1)tin Vator, dlet ruit in Gramesboschwer, gD2 p2'
Ob aus, ob ein fiiJrt sein Verkehl: tsi I n l r'hl -
,,Weh mir, das Kind, es ist nielit da: 3'S "1'T
Was wird, was wird atls mir niuniIII r tI"3"'S ''3<
T .


2. Vvut Sichlicti ist mein lals iln raid;
Am G(aumIou klobt der Zunig' lHand;
An meinCe Luib ist niclhts mehlr lcil,
Gebrocheln rieine relate 11anwl,
)a meinor A tgen Ltus eatschwand
Und mein Gesicht uttd alluenleer.

3. Die Leb-.'r sclitumtp!t wie imt RliCauh minir oiln,
3Meitn Herz zerkoclt der Gluthen Pein.
Wie kann ich still und glickliuli sein,
Da ganz mein Sohn mein Herz nitint ein,
Demn schnclle Ileilung ich gesitcht,
Doch keiner half; ich bliob allein.
\Wic ioder sc(hwindet mein Geboin
Moin Aug' ergiesst zwei iBache in Heih'n.
SchSpft' aus doem Meor es Flutlien oin:
Liingst w;ir es diirr und wasserleer.


y 17.i 7:-.
'!~i~?P~3


I;;r? iP 7;



;r~i ~;z:K ;e

s rrraL Yn' ~i
I~- npi


l VgI. K u tin iji bel L b. 167. 2) 1. M1 ,. 21, 14. ;) N-" ztLI. Gleihklang i ben N5'2 netch
Ezech. 13, 11 u. Kri il 2. Sai,. 3, 2. -- 1) Aus 1. -11s. 37, 30. ) Nach i's. 37, A0 sullte man ]\cT"
vielleicht erwaite1]; ileiinswoll ]."'2 durt als i l-': l hier ist ]'c 1:) ,': 1E gegeni das eenmns.-
7) So venrmuthcn ali Kna ufa inn und Perge, bei E 5. 166 statt tic" dCr IIltschr.


Abraham lbn Esra.





Zireite Kiage iit seitnen Sohn Isaacl: Klhage liber F'eind.c7ia//.


57. Klage iiber Fleindschaft. Ein Bruclistiick,
nach Diwan ed. E e rs No. 193 S. 86 (E). Eine ganze und eine unvoll-
standige Stoplie nit fiir -ich roimendem Gtirtelvers unld je drei doppelt reimenden
Versen.
Ver niass: ,nrnm inn r '-:n -nwl ninLn r1 7 in-n non 'nV
wic das Tischlicd I tr n-eS t 3 v on 1. E. (Metrum 10 in Sc/hele/ hackodesch,
21 bei Oliveira (ob. S. 5 A. 2. 6), 30 bei 1, u .z z a t o, Grammiun ica dellai lingua ebraica
S. 593). Jedoch hat die crste Hiilfto des Girtelverses (Z. 7) Versnaass 4 (S. 8)
d. i. zweimual nMU1n TNrV in"1 nVm;n 'nv.
Was swollen Feindschaftsltimpfe mir 7 ir, 'i
lii Tage und bei Xacht'
Sie kommen nmit Zerstirungsgier, K 1t14= .


Zu 1usen meine Macht,
Li.d zeigen iich als Beispiel fir
Den Angriff und die Schlacht.
Ja mich allein will krilnken und eischrocken
ihre Wuth.
Sie fachen Feuer umn mich an und schiiren
dessen Gluthl
Nachdem sonst ilhrer u.Tgenl Schaar
Das Schwert zo, auf mein Wort
Und ich den lIreis. de: schiidlich war,
Warf zornig hin sofort,
Sind ihres iihbrers llinde gar
Heut kiihn zu nmeinem Mord.


rinii i' a ns




*s-hy pt



( QTI-) m *1 Dini)
.p P ri.
K? -) :r 1 .T mnT


58 Klage und Anklage. An R. Eljakim.
Nach Luzz atto's 31ittheilung in Kereim chemied IVN S. 138 ff, und 7 '1 nr i:K
S. 302 ff. l)ie erste Strophe ftihrt I. E. selbst als Beispiel fir ilr Versmnaass an
(oben S. 7); dasselbe geschieht in Sche/ke hakkodesch ed. Const. 1506 fol. 58b unten
wobei I. E. als Vf. des G diclhtes genannt wird. Die Autorschaft wird anch noch
durch die zu V. 19 Z. 74 angefilirto Parallele unterstiitzt.
Versmaass la (S. 7): nui n z~ 1l in etwas zwanglos, jedoch nur inwiefern hunter
den vier einfachen Silben zuweilen eine zusammengesetzte (in' statt ni u) erscheint.
1. Das Wandern nahm mnir Mark und Saft3, )i "I'D
Verwirrte mines )enkens Kraft IV '.n .i
Und schmiedete in Lisenhaft i1T) 'm n1v'I
Die Zunge fest mir und den Mund. 1' 0

I) ran wird in Sehrkel htukodesch a. a. O. angefiibrt. ') So 1. E. selbst in Zachol (s. oben S. 7 A. 5);
nplaX: L naci Jerein. 40. 1, 4; abor bei der Anfiihrung in Graummatica della lifngua ebraica S. 586 giobt
L selbst D'lpr. :) Eind unvollstiindige Uebersetzung dieses Gedichtes hat Uoiger in Das Judenthum
Unld seine Geschihle II S. 132, noch liickenhaftter bereits ftriihor in .liischchc Dichlfunen, der spanischeht
tiid italienischen Schule S. 35 goliefert; ebenso Kii ml f in Nihitaldalusitsche Poesie 1 228-233, doer nur bis
V,. 34 odor 35 so frei iibersolzt, d as nlmi oeli iicit conau crkennon kainli, nb er noch V. 3;5 liilzu-
goeommen. Aussordoin liisst or V. 12-17 ganiz wog, ulnd Iissvorsteilt S. 230 A. 15 lden V. 12 und d/a ior-
hi:ltmsis zu I. Eljakim.





Abrahiiam lbn Esra.


2. Ja vormals in der Jgond Zcit
Schuf Lieder ich, die weit und bioit,
Das Volk' legt an wie Halsgeschneidl.
Dem das Hebrliische ward lund.

3. Da lebt' ich iiberall alo Gast,
Verfasste clhriften ohnoe ast,
Erschloss, was dunkel ist gefasst
Und was betrifft des IIimmels Rund.

4. Den Lippen gaben, wenn ichl sprach,
Die Berge nnd die Kriimmen nach;
Da flog mein loss gar keck und watch
Den Blitr.en gleich auif obnem Grund2.

5. Und nun gestiirzt nacli muntremi Laul
Zur Erdo lIin wer hlilft mir auf,
Wonn Gott nicht, doln ich send' hinauf
Gebete ang dem Herzen wound!

6. Mich frasscn V6;gol \ ie ihr lBrot.
Das Wiudhulin selbst nutzt meino Notli':
Mein armes [naupt bewirft mit Koth
Der schlimmistn Buben Frevelbund.

7 Ach ihnen, da ihr Gut sich mehi t,
Sind ihre \iiter ohne Werth.
So zucken sie des Angriffs Schwort
Auf den, der lein hielt Hand und MIind.

8. Es kam, wer edel denkt, herab;
Die Zahl ninumt heute stots noci ahb.
Doch feist schliigt aus in wildeni Trab
Die Hordo aus der Wilste Schlitnd.

9. Ihr Aug' erlebt viel Herrlichkeit,
Ob fremd auch hier in frtih'rer Zeit.
Veil sind die Spoicher, und gar weit
Strimt aus der unverdiente Fund.


crn~: ntt i












ty~irn j -l_1S
mniz;? p12'








mnti nAt p.






in tr p;tim



rpisii MS $t




nnif "|.!' Sq\'"B
n'p l '"ia o''8;

Dtlt 3'M 'TD~
iiua m'l -n


I) Israel, dcen die liebriiisscle Spirc-ilo iigen ist. 2) A]Io Scllwi liikoliten unii Uniiebcenhleiton
iiborwani iclh lur']h lio Friscio um iii Solhne]lli.rat moinics d;alllls ineh ig jUgerlllhen Geisfio. : Giomoiios
1undi foiges (iGciil d iht 'ich zum An\riltfo ,e'on imicih lrmnthi't.




Klage und Anklage. An R. 81.,i..,,'. 89


10. Und ich, gestraft durch Leiden jetzt,
Bin Aller Blicken ausgesetzt,
Bin meiner Geisteswiird' entsetzt:
Thr Zilhnefletschen thut es kund.

11. Wuchs sonst mir an dos Denkons Schatz,
Ftillt' in mir lang und breit den Platz:
So sprech' ich hier nicht einen Satz;
Des Geistes Briiste traf der Schwund.

12. Ach, meines Lebens Kraft schwand hin
Im Volk der Sprache ohne Sinn!
Drum sehnt nach Rabbi Eljakim hin
Sich mir die Seele, krank und wund, -

13. Dem Herrn in der Familien Kreis,
Dem Herrn, der fein zu reden weiss,
Dem Herrn, der tiistet nach Gottes Geheiss
Und Stbhnender Seelen macht wieder
gesund;
14. Yon dem Verborgnes wird gehort,
Das jedor Ansicht giebt den Worth
In Gottes Wort und sie bewihrt.
Sein Zelt steht auf der Lehre Grund2.

15. Dess Lippen sind von Edelstein,
Dass, was er spricht, muss wertiholl sein.
Ihn fiirchten Grosse, schaut er drein;
Sie flfichten in der Kliifte Schlnnd; -

16. Dem wahrlich keiner sieh gesellt
Und gleich an Wissen und Geist sich stellt;
Den Loibroiz ganz umfangen hilt;
Mit holdem Wort entzfickt sein Mund.

17. Ach hare, lieber Fround, auf mich!
Mein Klagen hdr'! Ich bitte dich.
Dich liebt mein Hors so inniglich.
Mein Zeug' ist Gott. Ihm ist es kund.

18. Was sell Erregung uns? was Groll
Uns ob des Wichts, der raset toll?


trpt-2 *T) "it


-C18I '' 1'



a nnax-riS nz I





nt T,"t









nt
iiIDt n'ml









npnS nua



t; T
:nn .7: :




ib~D Di rn1t




'111 ili?;
cs"iina Min'
M*ins 2 s71


1) So lose ich fiir i~?nc in K. rcliced S. 139. 2) R. Eljakim war also aus angesehener Familic,
Meister des lV,,rtes, Tir;ster Ind Helfer deln I.idendln und Iehrer cinor 1um ilm sichl schlaarnCtn Schiiler-
sclhaft. a) I. ]l1jakiin.





Abraham ubn Esra.


Was kann man reden wirkungsvoll
Anf weit entleg'nem Bodengrund?3

19. Wo P6bel und Leichtsinn Hand in Hand
Der Wissensarmuth sich verband,
Sind bei Verbannten wir verbannt4
Und wandern stets ums Erdenrund5

20. O h/itt' n. s Tod von Gott eroilt,
Als noch im Gliic;e wir geweilt!
Denn hier sind, ach, wir eingekeilt,
Ein eingeklemmter Ungliicksspund.

21.Nicht Ehi' im Christenlande6 loihnt
Des Wissens Meister, so er wolint,
Wo der Muslimen Herrscher thrnnt:
Uns zisclct man fort wie einen Hund.

22. Doch komnt ein griech'scle.s Heusehrecklein,
Das steht gar hoch, tanzt munter drein
Auf Aller Riicken. Ob auch klein,
Gilt Rieeon gloich doch sein Befund.

23. Geschmaht wird und roll Hohn gokriinkt
Die Seele, dio noch edel denkt,
Die ihres W-itzes Pfeilo lenkt
Auf jenor hohlen Wichte Schund7.

24. Hat nicht, der toll uns ganz entsetzt,
Gar schamlos heil'gen Bund verletzt?
Lass ihn nar gehn! Er listert jetzt
Die bravsten Minner ohno Grund.


nnm? ana







v-
Q= 'Ipt1i171

3rn 13 I'-

















m 1


1) So leso idc fiir das iullvorsteSnlilco Cir boi Luzzatto. 2) Dieselbon Ausdriicko findon sich
in der (I'eullith milt dem Eingange T"- 5NT1 und eoin Akrtstich uter in '7' ,n.-'N S. 197: nl-t'- 1:2
miml (1. 1't]) n',. 3) I. E. wiinscht alsEe i dass R. Eiljakii i, s-in Fretmd, ilhn wider an seinen
Wolhnsitz einlide, wigogen or dio iim .ngestellte Zumuthung, sich nach und nach in dem gcgeoenw:rtigetn
Aufenthaltsorte Anerkoinnune g und Golluing zu lorsclm;len, liir nicht mehr gelechtfortigt und iede An-
strengung in diesor Richtuig flir elfolglus eiklirt. K(mpfl 1 S. 230 A. 16 seiner Nichiaetdalusilscihe
Poesie hat die Stelle inissveistaitln. ) Da ist diero Jude hunter .JuIln im Exil. o) Dieso Strphlie ist
bei Kilmpl a. a. ). solir uligeaiiU iblrsetzt. ) C17N ist iin dter mittol;iltc'rlichen Literaturi bekalmtlich
eino Bezeiceliing I.cr c]histlichen Sti;lateln lll Vi1ker wilih renitd "Nrotz't, t"17 it. dl. die tmuslimisclih
bezoichnet. Dio IBdenken Kiau fanni s (GiOli. gel. Ant. 1886 S. 89) bggelln itllien als .Land der AbRassilng
dieses Gedichtes wien hierlach nicht \on enle cheidenlder Betdcituntg. Ar; bischo Bildun i kianlto anluc
ill Italien durchl doll schairfoii (iegonsatz nuf idorstand unid Voelurtheil st-ss.ci, zuIm1il di in Sicilionl
damals arabischeo Bildung geiiigenil verlretcn war, um don Unteischied fiililbar zu machen. ) KSimpi
I S. 231 hat dieson V. missvestand.,cli u. A. 22 dasclbst ist nIict richtig.





Klage und Anklage. An R. Eljakin. 91

25. Sein Nam' bat Schimi's Zahlenwerth, 't~ 2 3"i
Wenn der der Herkunft ihn vermehit. i --
Ja Zahl und Sinn verbindon lebrt oa I!
Manch Beispiel aus der Alten Mund3. 1' T oo00

26. Den Giiechen rechne noch ihm an, i3 ''

Und ganz zum ,,Scheusal" wird der Mannu4 .'-_ i'W "I'

Sein Stammbaumn, wie ich zeigen kann, '
Giebt wie das He sich wochselnd kund5. 'p. s,.

27. Sein Auge sieh! Wic zeugt es wahr 105
Und logt des Herzens Bosheit dar, v- I 'L
Wio in ihm lauert Arglist zwar, it"1 t'' 3p
Dooh er auslaugt den Schandfleck bunt, ~"itn il'i

28. Mit seinem Kriechen, tief gedrUickt, i

Vor jedermann, der ihn erblickt, ilt i "11io
Der ganzen Liinge nach gebiickt; inlp'b t
Er senkt die Iiiften tief zum Urundc. t'pl.n L' i'

1) ;1'Zl vermutliet c i gCi;o r richti; fiir dai; ullpllsolnde l : v;: idelnn wiewhl dolpcltes oder mnit
;: in denl zwLi Gliederi einer erglciclihulg der biblischen Splaclhe geoliulig' ist, s i.olegcn doch die
mittelaltorlicien Schrirtstoller dieses Beispiel nur soltno, mocistens in den Diclitulngen hliheren Stils, nach-
zualllmen. Hierzu kmiiaiti, dilis der Anigorilofeo hier wohl niclt selbst 'CT hleisst, da dieser Name
iiberliaupt nii cl t r in Ge elra i cl c i sundelrn eibeli nur oinnllo Na iien hatto, desson Zahlonwerth mit
der Angabo soiner Ilerknllft zusainiieni eblotso A420 betrug vwio der Name des Listorers ''11MI' (2. Sam.
(16, 5). Der wirkliclhe \ t Dieihter vcisclwiegene Name ist nicht zu ormitteln. Gogen r iitz' scharfshinige
\erihunitligti (Ics' h. d..l. II S. 111) sind unabweislicho Bedulnkce orhlubn wurdlie (.s. 6 ross in B erliners
M. gelrzil ]I S. 33 f. 1uttd iidetl i lnll I h(s(l. 'lcs E~rsieliiiastti. s 1 ) (i dier Ctlltur dilr Juttden in lialien
S. 303 t.). Gci gers : c -;"; will Ilnur als Beipiel guliton (Dieas Judcrl,iin s. Gch. tl I, 183) u. findet
in 1 ]" 2 'T ."- (Z. 2ll) keinorlet Auhalt, da dirt v.,n einer ganz anlern Persn dio Redo ist. cegen
' -i: uid 2".:'' bei l ii ldemann1 S. 306 P siriiht schl n da iiihts kiimiiieni dieser Namen il der Zeit
I. E.'s. Dieser Schwieriigtkeit which Kauitimann glticklich mit seoine Vlrschlago des Ntamens *n y' -
ausq (Hiol. ie. .It JctE I S. SS); alloin der IucILstabie 7 ami Elnde dieses Nlameos wiirdo bei der Gleichiung
:'z n':Dt"I' -je." (Y 26) eii Zuiieol vin 5 nuf ter einen Seituo rgebecn. WeVenn der wirkliche Name
ilbrigrcis I'iir uni unerindlllici ist, so warit er es dtIllint niclit filr die Zeit- lund UrtsgoU1nssen dieses Ge-
dicltes; .ledor 3lanlt allm Urte wiussto wi li, wcr dter lhier gozeicneto Grieche soi. Als Ort liesse sill mit
Graetz a. a. i. vielleicht Salerno festliallon, wu die in V. 31. 32 genainnten RabbinerR. Salomin und
I. Isaak inl dein vl Bonelaminv i T udela (iT'CO oel. Aslor S. 3': vgl. Zunz Anm.. d Il S. 29)
gonanntotn I. Salluin, hakolien und R. [Isaak b.] M3alkizodok sich wiodercrkennen lassen. Der
bei Beniamin v. Tud. a. a. ). geonannte "'' Ip7N '1 odor eii atnderr Griechol am Orto, lesson Name in
Vorbiiunig init dier lgaol seiner Abstainlillnti dlin Buch lttabeinwrthis v.t n I';': gleichkam, kbinnto als
der hlir bl sagestellto fialatiihe Tialinudiit dannl goCdacht weiden. ', S siheint iir silinge'loLss fiir
dai lalilllic o inn'XN leil L. gle olli wIrdon zl Iiiit-n. Di' veelschilecntin illIaneln Vorsuche, dieses
vurderbto AVrt zu t lihcssern, duart icih whl al, uiecl~tgegliickt iibergehen. ) ]'s ist ahlliergobrachte
,Voiso illm iidischlion ShriIll'tCiitIIne den Zahlonworth zu donuto. 1) Nalclh Luzzat tos trtlfender
Bomerkuiig (K ir. ch. IV S. 110 A.. n) hat ier mit '27e"C gloicien Zahlonwcrith besitzcendo Namle des Ge-
tadolton (L. moint allordings, or Iabe solbst S)W7Y gellcissen), wunn inalt l:i (Z. 86) dazu setzo, gleichen
Bultag der Buchstabenzahlen wio das 3\'Virt 'i.prl' i. hl. Srchusal. Anders l1ildulshe i mer in Borliner s
.Ma7gazinI 1884 S. 137, ider atnli V. 25 (Z. 97-100) anders erkliirt iund liier l i'N zu deuten veisucht,
welches aber meitrischi unialltbar ist indii ben doshialb Veranlassung zu verschiedsnien Yeorn utlihungon
wurde. ) N(cli andeiter Sptt sltiidO dell DIichter zur Yirtfiigung, wolito er die Namiei ausbutetn,
die der Statuiltlitall dles Angogri'flelIinen nI chi fl'.rilr tiaufwist. Ueber dio lliallllisit'de liodeutung des
Buihsltabon l1c ii dier heobr:iischei Spiachkuiide hland'lt I. E.E. an I\ rsclileiielon oiten und z. B. iln Zachoi
zuml Bulibtabion n (S. 17b-201) ed. LiiHppmanni). Kaemlpl a. a. S.. ].l Schl. i Vergeht V. 26 ginllich. -
6) Diesn V .ls Ilit Kia ii f ni sveCistandien; c(ii or lhat ililn Nie die folm'nden niht gotreu i.iersetzt.
12





Abraham Ibn Esra.


29. Gesetzeskund'gen gilt sein Gift
Und dem, der kennt die hoil'ge Schrift.
Drum sind die Frommen, die es trifft,
In Sack gehiillt; ilh Herz ist wund.

30. Wie frech hat Ketzer or genannt,
Die als rechtglitubig sind bekannt,
Der Froirmen, der Gaonen Standl!
Man hbrt's und thut nicht anf den Mund.

31. Wo hat des Eifeis Hoohgericht
Herr Salomuo, des Westlands Licht?
Warum kiimpft er fir Todte nicht
Und fir Bedraingte, treu dem Bund?

32. Ja Meister lsaak, weit geehit,
Dem Gunst vom Himmol sei bescheert,
Der hat ihn Pfliclt und Recht gelehrt3;
Doch Alles ist verlischt zur Stund'. -

33. Er4 redet Urtheilslosen5 ein:
Des ganzen Wissens Schatz ist inein,
Mag's fest-, mag's pllanzgesetzlich sein,
Besitz- und Ehrecht ist mir kund. -

34. Wie heftig litrmt er, wenn er spricht!
Den Weltenraum durchschreit der Wicht,
Und kennt der Viitor Sprtiche nichtG,
Auch nicht des Sabbatlichts Befund7.

35. Des Meutiers Schmach im Wissensfeld
Wird von dem Jiingsten blossgestellt8.


H'-n '^:s nrfv






nj; -v rvp











v3Ti7 12'
pnr nrt=




Satin9 Ilas

tll T;1 qK






QiDK i0ia
nptyt v0%$


Di"ia na3'


J) Dio Giano, wie S adia uin S ammuel Ibni Chlufni, welelte sich mit Exegese joschliftigt
haben, werdeln l en deshalb zugloei. h Ilil jE. gescllihiiht. 2) Fiir die Frunmmon undi Gaonen der Vorzeit
(Z. 119). Hierliah wiire das Fragzeiclitni linlr C rni bei i ra etz Gescli. Vll S. 442 M. z streiclien
und die gegen d;,s Motrum verstossenlde Aeuderung in I bC'n hlei CGildem anin a. a. 0. iiberlltissig. -
2) Der Babbiner s aak versuchteo nch .,dii Grieclen" in Ziigel zu halte.n Rabbi Saloino liisst Alles
ungestraft hingelien. j) Der (irieche. nilit, wie nlchli G riss in Berlin ors .Iayalin II 34 fleinte,
der ebon mit Ehiorbietung genaiiiie It;bbinir Isaak. a) in wine 1 n 1 3' Ps. 95, 10 uder nn fln
Jes. 29, 24 ganz alleineiin ebranciht. Die bei I. E. allerdi]-.g iililiche Bezeicliiung der christlichen
Theologen dnrch ioaec Anusrilcke (z. B. iben S. 3.1 Z. 176) zwingt uns niclit, hier diesel engero Bedeutung
anziunchieni.. -ii 1. .z.B. nlin r~i iln Diwani ed. E:ers S. 87 N.. 195 V. 3, w. gleirihtills nicit iia
Christen zu deoken ist. -- I; Allo Abtheiligen i des Tamlniu will der glieclische Fanatikor Iennen;
aber dieo thischel Sprjihic dcr Yitrr kent cr, seincem Beniilihnon iniich zu urtiheilen, niclit. 7j An-
siieliing auf lias durch di; (;cbuthbiic ebclnfalls geliu(igo zweite Capitel c p'liZD 12 im Traktat
Srhalbat. 8) Der jiiigsto Kinabu k.inn iln wegen seiner Unwisseniheit bescliimein Ind ilin dcisellbon iiber-
fiihren, wio sogloich ohcli niier orldlt irt wr





Klage ad Anldage. An R. Eliakim. 93


Er kennt des Reinheitsabscbnitts Welt,
Doch schwankt im Bibelwort sein Mund 5.

36. Was vorn der Wochenabschnitt sagt -
Sieh, wie sein Mund damit sich plagt!
Wonach erfolgreich wird gefragt
Ein junges Kind in unsrem Bund.

37. Er schien der Gottelehre Schrein.
Doch ninimt ihn Groll und Wuth ganz ein,
Sonst ist er innen hohl und Schein;
Und den hilt fest die Menge bunt.

38. Zu dem, der schauet tief und wahr,
Hebt betend sich mein Augenpaar,
Zu retten die noch ilbrige Schaar
Der Lieben und der Werthen rund.

39. Ah! Benjamin, der Jugend Pracht,
Erregt nir tief des Eifors Macht;
Im Zornesbrand, mir angefacht,
Flammt auf meinInneres krank und wund.4

40. Ich rufe Wehe! denk' ich dein.
WVio miissen deiner Worto Ieihn
Fdr deine Eltern gleich nun sein
Gewetztem Spiess im Herzensgrund!


D'pStit3 itfl1





S.111"w i1m"

rl: in t Mimi

Tm r
?trn n9Thi









0' ti
Ti:s pthz




DpZI '; ?


1) So leso ich fir N-: in Kir, rhtIi S. 111 und n"' fin.S S. 303. ') Soi leso ich nach 2 Sam.
18. 14 fiir das uiipa:,is e w id' bei L (Kersim diemrl IV S. 141). Ichl wiirde o'ic' vorziehen, wenn
dic Mlehrheit viin F.7 (ScirvertI in der Bibel vorkiime. c) Den ieutzutage wenig studirten seclhsten
Abschiitt ldes Talimud, vn dien lieilnheit-gesetzen ('Tliol), studirt or ans Eitelkeit mit Vorliebe, ist
aber datdir in der Bibel ein Fremidling nid iunwissondei als ein Scliulknabl 4) Der von Matthews
herausgegebene iiltere C'oimenitar 1. E. zum IL ist Beijamiin Zai i r gewiidmet; naclh M. ist Benj amin
b. Joab geineint. Der Beiname '*n': flir Beinjamin nach Ps. 68, 28 klmimt aber auch sonst Inuch vor;
s. z. B. Berliner il Pleatl sofcrijt S.2 hebr. und 11. 12 deetsrl. Bier scllilnlenV. 39-45 (Z. 153-180)
folgenden tlhatsichlichen Ilintergrund gehabt zu hab en. crin gewosee litec 1nungsvoller Schliler Ibn Esras,
Benjamin n Zair, hatte den vorstehend getadelten, aus griechischeti Liindern stamnmenden Talmudisten
und Fanatiker zum Lehrer erhalten, war abor nach dessen Aillaniame an lder BrAiiine erirainkt lund ge-
storben (Z. 167 f.). I. E., der als ILehrer der Bibel und ihebriischeln 6laimmatik den Brotnoid des Griechen,
als studirter Mann und augt'gllitrer Denker aber seine Undulds;aikeit erregt hatte, war ebenso wie
solo (iGeiihrsinitiOner, die Gailione Saadia u. s. w. (Z. 119 fr.), der Ketzerei vor scineml gewesonen
Schiiler und dessen Eltern angekla,;t wordeni (Z. 169). So vergiftete der neue Lehrer das arglose
Gelniith des SchIilers durcli Erschiitterung seiner Pietiit 'iir seinen gewesenen Lehrer 1. E. und dessen
literariscio Vorgiinger, und brachto durceh solclhe Siinde ihm zugleichl leiblichen Tod iZ. 170 ft.) und den
Eltern herben Kulumer (Z. 173 11'.). Giid e ann, (l'esch. des iErnielhugsiresetos bei deo den iul Iltllieii,
Wiien 1884, S. 301, zielit die A\ldeutung Z. 137 f. heran und denkt sich den Tod Benjamins durcl
milrderischo Schil.ige verursacht, liie der Grieche, durch seine Einwiirfe besclhnit, ilim iln Wutl versetzt
hittte. Indessen sclhint n 7':Mn 1n: (Z. 168) auf Halsleiden und die Aeusserungen Z7. 177-180 nicht
grade auf gewaltsamne KiriMerverlerzungen zu deutone, die ja bOi tiudtlichem Ausgange, wio er lier
angetnomineli werden sll, die E]ltern niclht zu stunmmer Traiuer Z.. 175), sondCern ztu felontlicher Anklage
und strafrochtlicher Siilhne veranlasst hlitten. Anders wiederumn Kaufmann, der (Golt. gel. Anz. 1886





Abraham Jbn Esra.


41. Gebete latest du gewandt,
Der Torah Sinn war dir bekanut,
Bald kamst so weit du, dass Veistand
Der Schrift1 und Mischnah traf deinMund.

42. War deines Lebons Maass denn voll?
Erregtest du durch Siinde Groll?
Warum starbst du so jammervoll
Als war' am Stiang crwiirgt dein Schlund.

43. Ein bbser Feind betrat dein IIaus:
Der bracite dir des Todes Graus.
Drum losch dein Lebenslicht bald aus
Und sankst du in der Erde Grund2.

44. Doch Gott, der stets barmherzig war,
Er spend Trbstung, mild and wahr,
Dom ganz bestirzten lltornpaar,
Den edlen Zwei im Ehebund!

45. Der Mensch jedoch, der schuf die Qua],
Verschwinde aus der Monschen Zahl,
Dass nun von Gottes Volk und Wahl
Unholde weichen jeder Stund'.

46. Die Veise sind zu Ende jetzt,
Die selbst ich noch in Reim gesotzt.
Die andern, die hier stehn zuletzt,
An Farbe und an Inhalt bunt -

47. Nicht mein sind Stjff und Yersgewand.
Ich schaute sie in Dichtershand,
That Eignem zu, was so ich fand,
Und machte es zu Einem Bund3.


^T -m I





"T1YD 7lit)
jnua nii'MD








170)on 11241
09121 TinBT
M14.(3)IT Mns T=








iti'riti n p'












D'pM4 tm
M'pn 05';

0 0zn02


S. 89) bei D'p:n: i an Selblm, rd des j ungen Benjamin denkt, iuchdeii derselbe zuvr vielleicht
in die H5iindo inws bekthruingsiic', ti'gen Nichtuiiden gorathen sei, w'blui K. guistvll an dio Mischnalh
Soan. 10, 1: WIlt' 2 2:1.: .. ]ip:n: f 1'?N erinnert. Iliernacli ]iUttU lBcniJmin, wio K. aus-
driicklich auch] bioierkt, kei.rei 1e Bzieliug zu deomL fiiihier AngegriJllnton. Alluin Cben dicser ,,Griecho"
bildet ersichtlich di-ii Mittolpiiikt dicecr (Klage i irein orsten Tlhele (bis Z. 180), ldssen Einitit I. E. durrch
Lincinziclhien ciner gaulz freinden Tllataclhe in kauml denkbarur "Voise gestiirt tnd verwirrt iiitte.
1) Dio Plruplihten unllId I[gioi laMilieno, welohie ausser der Turah (Z. 162I zur lieiligen Schit'if gehSirenl. -
2) l:ig.: zu delln Flsen. na(h 1. Sam. 2, 8; 11, 5. Kautifmann will hier iiter C'rl;, Ilinmmel, ver-
stehlen und \erweist auf Z iin' Litirairgyesch. S. 3.02 D (Brietlicloe 3Mttiieiuiig ;ni imch iivom 8. Juni IS83).
Doch schlint ld;s Verb D :' und dl r v'ragllcehend YVers fiir Ileine Aiuiassiug zu .spechin. :i) Die
Klage gelit ]liere n ein Atll iilber und wird zum Spo)ttgedicito, wic I. 1E. cinime at'irl belsuders
gedichlet hat unl d i.nsere Sanimlunmg plitor dieselben vorfililen wird. Uebrigens wullto I. E., wio Luz zatto
a. a. 0. richtig bemnerkt, nit dieosr Erulitldunii einer fremdoen Autorschaft dio schlnumingi-lso Anklago
ggegen tiemeindeoe:walhung iild Sichiiihter liehlr als dtas Work eines Andern ersichoinen laisson.





Klage und Anilage. An R. fIli.Z; 95


48. Seid wach, ihr Fiihrer, Mann fifr Mann!
Schant das nicht ruhig schweigend an!
Kommt erst das Strafgericht heran,
Dann ringt die Hiinde ihr euch wound.

49. Seid ihr des frommen Sinnes baar?
Ist der Verstand euch nicht mehr klar?
Ein Frcemdlings herrscht ob eurer Schaar,
Und Zwiespalt trennt euch nngesund.

50. Zu Horzen nehmt den schlimmen Stand
In diesem argen Siinderland!
Denn frommer l rauch ist ganz gebannt,
Und Niemand priift den Fleischbefund.

51. Wie ward zum Scliiichteramt erwlihlt
Ein Grieche, dem's an Allem4 felilt!
Der gttlos lebt, es nicht verhehlt,
Und abwirft des Gesetzes Bund:

52 J eludah, .,der bescheidne Mann",
Zunial wenn wissend er sodann
Den Schweinebissen kanun kann
Und schlendurt auf don Strassen round;

53. Und mit ibm Eleasar noch
Nebst Moseli, der ist Giinstlings doch.
Wobei des schlechten Priesters Joch
Noch wird geldst mit gutem Grund6:

54. Den aufnahm des Leviten Haus.
Er galt als Chiist. AWer brin't heraus,
Ob er bekohrt von doit schied aus,
Ob noch Bekebrung gilt zur Stund ?


T1 T 1

1P&: r rTS.

T- T T T
012 s 't'a. i




='t IN 7'3 1.
My. i?-Pk iW










vrz, hn: r












'win + n33"



7 -.


1) So vCermuth ich filr Cpi'Pn 2'1 ioli L. ]),enn Dpil'n i 1 gibit heinen fiir I. 1:. uind seino
Zeit hier idonkbatI on Sinn (s. Bortliners Ailg -zi 1881 8. 137), unwl Cy'i n "'l,"' ,,er wirft ilio Iecen
fort" wioe il sti;;rri-es Reit- oi(lr Lastlliior, d. h. er ist iein Gesotze gegetinlier unbiotmrlisig, wiire
fHir das \' t1rmast umn oino Sillo Zni kimz. 2) C.IN: toi Juzz., waiirs, ithemllich \erineintlicho ('rrectur
au; dem n nii\erstniiollichen F hloer C2', der aui C701 ent-tandiin -inimag. Hi ilesheimr i a. iO. schoint
12) goegen d1as Mletrum golcsenll ai halien. :3) Vgl. Z. 31. 4) An Wissen undi an Clurakter. -
5) Violleicht indesson sind 1:1;7 in Z. 205 und hier 71r1:; Uobersetzunrgen italionischer Familionnlamen.
Vgl. Berli ner, .11tgctzin 1881 S. 111 A. 1 undi Gil o mann Ersichniyswiescin deir .Jwten in lIalien S. 156.
192 unLd schon Zunz Lit/esch. S. 352. t;) Der im FolgjondLo ntiiter beseulriebeno i iWirdentriiger der
Gomeiiido, \un Goburt oin Prioster (]r;-), abor na.ch soinemi Lobenswandol oin woilieloser ('1) lindot nuch
W'iderstand ii Iessern Thoilo der Gemoindcitiitgrlieder. WDio werden die gowissoinlsetn Beamton es erst
troiien, welnn der Mann hei Allton durcihdringt! 7) it ezu au t Be nf b V, 18: M D' nN Nl rni r:l
i T'i' mn3ri i'.' 'i) -'-'2C ]' ,.\Ver die l1ngi o zur Siindle \erlcilet, tien wild dio Gelegeonheit zur
BekohruintL itund BIesscruig' iciet imeii dli'ebi.teli.




96 Abraham Ibn Esra.

55. Lasst, Kinder Gottes, diesen Wicht! I-I.! IN".
Giebt's gar denn seines Gleichen nicht? itt p
Hat irgend Werth er und Gewicht? Km1 ~rM n rg
Um wen bemiiht ihr each mit Grund? PID flX t
56.Durch seine Schuld nur sinken bin "SI
Die Leute, die bethirt ihr Sinn. 'I... D'.
Die Andrer Sturz deucht ihr Gewinn. .MV5 ._
0 glatte Zung' in diesem Bund8! p M l
57. Die ihr ibm gleicht, erfreut euch sein in.l I 1 d
Und Offnet cure Ialnde fein! -n r i' T11
Entsendet Gabon, gross und klein. inr. nm;3
Und Humpen fiillt fitr seinea Mlund! t
58. Und glaubt ihr wirklich an den Mann, 13 ._ i 1
So schafft Geschenke glanzend an. i ~ m' 3
Reiht auch ein ippig Lager dran 1~9, ,tt'
Und reines Bettzeug, weiss und bunt! 'P.: a~fij'v S_
59. Bringt ihm dahin ein Mlgdelein! t. 0 3 t.
Die soll sein Weib, sein Liebehen sein. ni~S-n : niw
Baut auch ein weites Haus ihm fein, 1 b'
Mit Hallen luftig und gesund! D'
60. Gebt Speis' und Trank in blinder Gunst
Dem Meister in des Trinkens Kunst! '-
Nicht rettend giebt der Laune Dunst
Sich ihnwic einst den Mundschenk4 kund. tzTj- t
61. Gebt ibm viel Geld, das, wie ihr glaubt, Dr'. min =1
Ihm tlglich friscbes Brot erlaubt. Dn BT O'
Dem KBnig gleich und Landeshaupt, 5 D K .
Dem Weichling mit verwbhntem Schlund! .i3n'l .
62. Erst schafft Gefligel auf den Tisch, ,1 L .
Sodann last folgen drauf den Fisch irnn n11
Dann bratet ihm ein Tiubchen frisch i
Und kauft Rosinen ganze Pfund! pDlg Xi2 '" i
1) Die umihihtige Vokalisirung, die dor Dichter sich bei diosem Worto des Versmaasses wegen fiir
lein orlaubtt hat, riigt bereits Luzzatto in Ker. chem. IV S. 142 A. Ns; das dort dagegen (von Raplop ort!)
angefiihrte Beispiel Spr. 19, 7 biotet in unseren Bibelausgaben gloiclifalls Zere. 2) So lose irh fiir das
unverstiindliche IN) bei L (1 u. ) worden leicht und oft verwechsolt; vgl. oben S. 95 A. 2). 3) nfrlininig-
keit und IIeuclelei sind die Folgen des b;sen Beispiels, das der Mann giebt. 4) Dem Mundschenk des
KOnigs Pharao, der (1. Mos. 10, 21 f) ohne ersichtlichen Grund an seinem Geburtstage den Mondschenk aus demn
Kerker holen loss nnd in sein Amt wider einsetzte, wRihrend er den Obersten der Bicker hinrichton less. -
5) Das damals vun jeder Famnilie selbst gebackene Brot konmte nur bei reicheon Mitteln odor ungewdhn-
lichem Verbraichoe tij'lich frisch beschalft worden.





Klage Cud Aiklage. An R. Eljakinm.


63. Dass sich veikliire sein Gesicht,
3!ehrt um Kastanien deren Schicht!
Mlit Niissen mischt die Feigen dicht,
Enthiilst, verlesen fiir den Mund!

64. Ja dieses Gottes Fettge.talt
Geb" eurem Heizen festen Halt!
loch speit ibm ins Gesicht gar bald
Des wahren Gottes Volk im Eund.

65. Euch giebt sein Schatten Schutz und Hut,
li r lebt als seine Diener gut,
Wenn immer ihr so weiter thut
Und lect den Fussstaub gleiclh ien Hund.

66. Ja diesem Gotte dienet tieu,
Dass gern er ouch gewogen sei!
Nun hore, Israel, stets neu
Den Satzungen aus seinem Mund!


jpr1 % .t MVM
-1111T "MR








IT


Nachbemerkun g. Ungeachtet der Dunkelheit, in welche Personen und
Verhiltnisse in diesel Gedichte gehiillt erseheinen, lasst sich doch eine Anzah
von Punkten theils feststellen, theils vermuthen.
1 Das Gedicht bestltigt, was wir aus anderen Aeusserungen bei I.E. wissen,
dass derselbe neben bewundernder und lohnender Anerkennung, die er auf seinen
Wandeiungen fand, doch auch Angriffe und Verdiichtigungen von Seiten einigor gar
zu einseitigen Talmudisten erlitt. Theilweise erklirt sich hieiaus der Naclhduck,
womit I. E. seine Achtung der Halachah darlegt (oben 8. 48 u. das. Anm. 6. u. S. 72).
2. Die Stadt, in welcher dieses Gedi(-ht entstanden ist und worin I. E. so
viele Angriffe erfuhr, lisst sich mit Bestimintheit nicht feststellen. Tielleicht
hat Graetz Recht, dass es Salerno ist (oben S. 91 A. 1).
3. Der darin angegriffene griechische Fanatiler ist seincm Namen nach Licht
umelr 2u eimiteln. Stein Name nebst Patitnymicnm ist, dem Zahlenweithe Lach,
so viel wie 'rv"t (Z. 97); diesel Angabe giebt einen gentigenden Anhalt nicht. El
war, wie es schcint, Lebier der Israelitischen .ugerd des Ortes in Talmud und Libel.
Ibn Esra machte ibm im hebriischen Unterlichte wahischeinlich eine erfolgreiche
Concurrenz und jener suclite deshalb durch allerlei Verditchtigungen und wegwerfende
Urtheile iiber ihn und seine GewiihrsmAnner ihm die Herzen abwendig zu machen.
4. Ein Anderer ist der ,,wiirdelose Priester" (Z. 211 if.), dessen unjiidisches
Wesen und Leben wohl bei eintm besoldeten Vorstehor und \Wiirdetiliger in der
Gemeinde, nicht aber bei cinema Talinudisten derkbar ist, der die Gaonen wegen
ihrer freisinnigen Schriftauslegungen veiketzeit. DeIm Ibn Esra selbst scheint
dieser Priester Nichts zuleide gethan zu haben; aber I. E. ist iiber die Gemeinde,
in der er so viel Feindschaft erfahren, derniaassen aufgebracht, dass cr in einem
Anhange, dem er jEdoch seinen Namen nicht geben will, alle ihre Schwichen und
Sinden an den Piarger stellt.
5. Die mit Namen angegebenen Personen in diesem Gedichte sind:
a) R. Eljakinl, das Haupt einer Schule (Z. 48 ff.),
b) R. Salomo, Licht des Westlandes, ein gelehrter Eiferer (Z. 121 ff.),





Abraham Ibn Esra.


c) Rabbiner Isaak (Z. 125),
d) Benjamin Zair, der Knabe, Schiiler des I. E. (Z. 153 ff.),
e) Jehudah der Grieche, Sehbchter (Z. 205),
f) Eleasar (Schichter?) (Z. 209),
g) Moseh (Schlchter?) (Z. 210).




1II. Klagen in scherzhaftem Tone.

59. Kein Gliick.
Aus i'amn ('ca (Dcb) p. 85 und Litbl. des Orients (LB) 1843 p. 657 f., wo L. Duke s
das Gedicht aus dem hdschr. Bz ntr)=, damals im Besitze Meier Lehren's in
Amst., mittheilt. Geigor's Uebersetzung findet sich in dessen Jiud. Dichtungen
der span. und italien. Schule, Leipzig 1856, S. 36; auch in den Nachgelassenein
Schr. III S. 236. Besser ist die Uebersetzung Kilmpf's in Nichtandalus. Poesie I
S. 214 mit der Reihenfolge der Verse wie in LB (s. Anm. 7).
Versmaass 8 (S. 10): n~win nr:i Tn nin mr"nw in'm ni'ni nt


Sphiir' und wilder neigton heillos zur Geburt
mir ihren Gang:
WAren Kerzen mine Waare, blieb' es Tag mein
Lebelang.
Ohn' Erfolg jag' ich dem Gliick nach; schuld
sind mir die Sterne dran:
Handolt' ich mit Todtenkleidern, stiirb' in
meiner Zeit kein Mann7.


~n3 nbxl 2d~~


'11. It '.tl title ~ lr
rrx 4,



7 T


60. linmer zu spirit.
Im Litbl. des Orients 1843 S. 658 A. 2 von L. Dukes aus a' l nr:C mitgetheilt
und in =r6l *-mv' Oran 1884 S. 129 (0) mit der Ueberschrift 5' r L:"s nb B. (!)
gedruckt.
Versmaass 4 (S. 8): n 0u 'nl nl r:tn "ln'
Geigers minder true Uebeiset/ung s. in dessen Jitd. Dichtunigei S. 36 unl
Nachgelassene Schriften III S. 236.


,,Schon ausgefahren!" heisst's, komm' friih ich
zu dem Herrn;
,,Er ist zuBtt !' wenn Abends ihn ich triife gern.
Ob ihn dor W'agen, ob das Eett mir halte fern -
Web, Armtn, mir! dem Leben gab ein Un-
gliicksstern!


i) LB 11V, kriimmten, was jedoch mit dem Akkus. hitter verbunden sein miissen. 2) Dch: CN. -
3) Ergknze lni odor 1I;1 nach Jo1l 2, 10. 4) Dch: N. 5) '.0 'Y Nin 33'10 D "1'r1" N 0. -
4) 3D1 Nh ~1:i '=:ri MMI' 0 gogen das Versmaass. 7) LB hat V. 3. 4 vor 1. 2.


a T ~I~K~;ln31 ~ti

~Z%'r





Kein Ghick. nLmcr zn split. Dichters Fischportion. Die bdsen Fliegen. 99

61. Des Dichters Fischportion.
Nach btI~i b~, Amst. =an fol. 27b, abgedruckt mit Weglassung der vierten Zeile
in TiMzit t'in Non B. Goldberg, Berlin 1845, S. 51. Jede Zeile hat acht
Silben mit unregelmlssig dazwischen tretenlem Schwa.
Ic hiirme ob der Fische mich gar zn sehr ,S 13 S X,)_
Lei Tische;
Der Theiler macht mich bangen. der ganz mich ie .
iibergangen.
Das frische Roth erblich wie Schnee auf meinen Z5 "n 'mS D.s
Wan gen,
Wenn mir nicht Nachbars Fisch gobar den b "1
kleinen Rangen3.




62. Die b6sen Fliegen.
Nach lIm Bs Amst. 1733 (Z) und B. Goldberg's 'nttE 'in 51a (G), von
Stoinschneider in seiner Schrift M3anna S. 78 bereits iibersetzt. Wo ich von
beiden Vorlagen abweiche, folge ich eigner Vermuthung. Zwanzig Halbverse, die
ich als Zeilen numerire.
Versmaass 7 (S. 9): ,imi *lmr mn8i "-n'l -inn ni in '%r i n '
Wo flicht' ich hin vor dieser Riuber Last, 'vSt. i tt
Elflehe Schutz vor der Gewalt der Fliegen .'21'
Ilie nie mir Ruhe gdnnen, niemals last, .nil 3n g s-1n V.K
Mit aller KXaft wie Feinde mich betriegen? 2D''3'i.? ';'.3 -b
Auf Aug' und Wimpern stiirmon sie mir ein, pI'T' 'g'i b' 5
MoinOhr muss sich dem Liebessumsang fiigen. 3 t .ilt.4 '33


i) rnn-i Z. 2) D'2N i1:[pi 'nD r 3 i Z. .I Der Dichter scherzt iartiber, dass er beim Theilen
der Fische an der Tafel sicherlich leer ausgegangen wiiro, wenn nicht einer der Tisclieenssen sich
erbarint und ilii von seiner gri ssenPortionI doch nuch einen klemenT Theil abgegeben hitte. Dalher iit die
Beoerkung zu Z. 1 in :'.12; i-'n a. .. 0.: rn', '; n'rC"? ''72 D:n :M"12 C"'; 7T"'n fi_ :: DW nri
iibelfliissig und irreleitend. Stensclhneider im l aielaV S. 78 (Berlin 1847) folgte noch dieser An-
merkung, indem er diese Vere sicho zur Klage iirer die Fliegen (iN. 62) zog. Seine Ueber-
setzuni lautet: ,,ViTm Flicgcnsclwarm I riihrt her mein Harm, I der stets um meine Wange streiclt, (
dass mir das Blut zum Schnee erbleicht." Allein n.li hiesse selbst nach der angezogenen Stelle des
gangbaren Comm entars von I.. .zu 2. IGs. 7, 18 hclhstelns ,,WVasserthier" jeder Art, keineswegs aber
,,Fliegenschwarn"i. Wie iviire eine solcihe Eriklrung vrin s .ii anich nur denkbiar! Wenn -'tN und 3Di
alf ,Fliege" anspielen sollte, so kinnto dies nur der schleclite Witz eines doutschredonden
Dichterlings sein, und miusste die uhnedies zweifelhafto Annahmo I. E.'s als Yf. in diesem Falle vollends
aufgegeben werden. Der Zweifel ist iiclit unbegriindet. Er beruilt auft :. -_ .'ft UC', eine Form, die
wohl den aussorspanischen reitana's geliiufig ist, we ciger den sL:anischen Dichtein vuni der Art 1. E's.
Die einschliigigen biblischen Beispielo I(Js. 10, 21; Esra 10, 17; Ezech. I2, 17; 1 hlir. 29, 17) bieten
nach I. E.'s eigner Bomerkung (Joi. ed. e I. ydcn oi in p. 23b) keino Fulnm des Pidl. Uebrigens ist
die Zusammenstollung obiger Verse mit der Schrift 7'pD 12 dich diie vierte Zeile- Tin; ];ip 'b1
veranlasst, wo i lp l an den ursriiiniglichen arabiscien Titel ] NCpi ]' ';n, den I. E. flir eine hebrlcishe
Bearbeitung dieser Schlift eben iebraisirt hat, erinneit, wiewohll es .a nur iiussrlicller Gleichklang ist
ilnd das arabische ]NtLCp d'p mit dem biblischen Namen epi s inst keine Gemeinschalf hat. Be-
annttlich ist ja Z. 4 eine witzige appellativische Verwendung dei in 1. ,us. 10, 25 genannten Personen-
namen Peleg und Juktan, SShne des be r. Zugegeben aber auchi, dass in den jbigen Zeilen. it
(las deutsclh ,,Fliege" bedeutet, so kinnte doclh n;i nur allenfalls die durch Sehmeissllieu'e verdorbeene
Fis che bezeichnen; nimmermehr aber kalmnn irl selbst Fliegen bedeuteln.





Abraham Ibn Esru.


Ich denk', ich ass' allein mein Biot. Doch nein!
Sie fressen mit wie Wolfe, ohne Geniigen.
Sie schlirfen in Pokalen meinen Wein
Wie ..;i.. .1l':... Freund' in vollen Ztigen.
Sie swollen nicht ihr Mass und Theil allein
Am feisten Lamm und alten Weines Krtigen;
Zu winzig diinkt, was rings umher liegt frei:
Mein Scliluck, mein Bissen selbst ist ihr
Vergniigen.
Und lad' ich (;iste mir zum Mahl herbei:
Sie sielist du obenan am Tisch sich wiegen.
Wie hol' ich anf des Winters schneid'ge Kraft,
Dess Schine- und Regenschauer sie erliegen,
Da sonst vor linen ganz mein uth ersclilafft! -
Hoch soil zu Goites Thion mein Lied dann
fliegen.

i) r3Tnpl G. 21 T:' i1N GZ um oilno Silbo zu
10C -- i'Cpl (1. -- 3) n;-'P (1Z gegon da;s Versnlaass.


x Mv.,1"a mMR-)K~n K 10





~~?L~ Z~ts p~irE3 isla9


xts~ r i-M l#i-irn? l
''~t~ i ~sil P~li~ p



- U 6. 3ijm ir"n
~~j~ ~-~ nri 20

:3) ~ ~ ai 1) Ic 11" Z


Ve r bess e r ngen und Z s iitz e.
S. 7 Z 17 v. u. lies M.i; S. 9 Z. 21 lies 'ET;: S. 16 oben lihs: Hor' auf
Worte, scrhn und weitth! Abraham fasst schriftgelehrt Sie ins Buch, dem
Geist gewahrt | Der die Wissenschaft erwa hlet. S. 18 oben lies: Bis er zum
Wohnplatz RIom erkor. I Als dort er war, hob Gott elpor I Durch Wissen ihn, that
auf sein 01hr | Pass nie es ihm versage. I Nun hat ein Ench er abgefasst, ) Wo
wio inm lunstbau Alles passt, Das Alphabet auch wi!d umfasst I In seinem Voll-
betrage. Das. No. 4 Z. 2 lies cB '.C Ce:' und dentsch: Ihre Auslegungen auf
Waihriheit griinden und in voniinftiger Form gestalten. Zu S. 21 No. 10
Z. 5: Aucl im Comm. I. E.'s zu 5. Mos. 24, 6 heisst es in Cod. 53 Brosl. Sem.
in 1:ezug auf eine Stelle aus Ijob: xKni r ''r.'- n:,. Pas. Z. 3 v. u. lies:
'I);P' nI' (so nach biiell. Mitth. Bachers in Budapest). S. 24 Stiick 15 Z. 17
lies: -M.; S. 27 Z. 67 lies: tn';ta; S. 9 Z. 102 lies: S.; S. ,6 Z. 213 lies:
TY'3_; S. 47 Z. S61 lies: Zu S. 78 A. 4: Wenn Cod. 1600, 13 in Oxford
(nach Neubauer's Catalog Col. E58) denselben Schluss in einem Gcdichte am
Endo des Euches \It Cbi \on 3loseh ii-n Tibbon bietet, so scheint dieser
Vers wio eine allbeliannto llassisclie lReminiscenz in Bezug auf Gdnner von bo-
liebigen Namen gebraucht \Nordn zu sein. Zu S. 79 V. 4: B'"Ban "tin,
Livoino 1830 S. 58b hat n'YnB rtb ~'; i n eLbc, welehe LA rich empfiehlt, weil
der Reim a~'` in Y. 2 ein abei: aliges v'nr1 in V. 4 unwahlscheinlich macht.
lie I'ebersetzung muss hieniach lauten: ,,Das wies die Viiter auf mich hin."


















JAHRESBERICHT.





Das jiidisch-theologische Seminar, das am 27. January zum
zweiundreissigsten Male die Gedachtnissfeier seines Stifters, des
verewigten Commerzienrathes Jonas Fraenckel, begeht, darf
auch auf das verflossene Jahr mit Genugthuung zuriickblicken.
Die Zahl seiner Schiiler, die bis auf fiinf simmtlich Studirende der
hiesigen Universitat sind oder ihre akademischen Studien bereits
beendet haben, ist seit einigen Jahren stetig gewachsen und erreicht
jetzt die Zahl von einundvierzig. Von den im Seminar ausgebil-
deten Rabbinen sind wiederum mehrere von jiidischen Gemeinden
Deutschlands zu ehrenvollen Stellungen berufen worden. Mehr-
fache Zuwendungen haben den Bestand der Seminarbibliothek an
werthvollen Werken vergr6ssert, und auch zu den fiir mittellose
Seminaristen bestimmten Stipendien und Legaten sind mehrere
neue hinzugekommen.
Im einzelnen ist zur Geschichte des Seminars aus dem ver-
flossenen Jahre Folgendes zu berichten:
Am 27. January, dem Todestage des Stifters unserer Anstalt,
wurde die Gedachtnissfeier in iiblicher Weise begangen. Seminar-
rabbiner Dr. Lewy hielt die Gediichtnissrede. Es schloss sich der
Feier die Entlassung der Candidaten Dr. S. Margulies und Dr.
L. Knoller an, denen Dr. Lewy die Rabbinatsdiplome fiber-
reichte und in deren Namen Dr. Knoller warm empfundene
Abschiedsworte an seine Lehrer und Studiengenossen richtete. -
Zugleich wurde das Urtheil des Lehrercollegiums iiber die ein-
gelaufenen wissenschaftlichen Arbeiten verkiindet. Die Preisfrage
des vorigen Jahres hatte gelautet: ,,Ueber die religionsphilo-
sophischen Anschauungen des Flavius Josephus." Zwei Arbeiten








wurden eingeliefert, iiber welche das Lehrercollegium folgendes
Urtheil abgegeben hat:
Die zuerst eingegangene Arbeit mit dem Motto: 01 yap rstszrsavesE 1n'.oxtv
8asbv robC laworv iou olu'v &vigov'r.: ivlap'siv (Jos. c. Apionem II 16) zeugt von
riihmlichem Fleisse und ernster Hingabe an den Gegenstand. In geschmackvoller Sprache und
mit besonnenem Urtheil werden die wicltigsten religionsphilosophischen Anschauungen
des Josephus besprochen, doch ist eine das Thema erschdpfende Darstellung nicht ge-
geben worden. Besonderes Lob verdient die klare Disposition, die nur selten durch
nicht am rechten Orte stehende Ausfiihrungen gestort wird. VerstSsse gegen geschicht-
liche Wahrheit sind nicht immer vermieden, und selten ist der Verfasser in die Tiefe
der in Frage kommenden philosophischen und historischen Probleme eingedrungen, um
sie aus der eigenthiimlichen Mischbildung der Zeit und dem zwiespiltigen Charakter des
Josephus zu 1bsen. Trotz dieser Schwiichen ist die Abhandlung im Verhiltniss zu
friiheren Bearbeitungen des Themas als eine verdienstliche Arbeit anzuerkennen und
daher des ausgesetzten Preises fiir nicht unwerth vom Lehrercollegium erachtet worden.
Die zweite Arbeit mit dem Motto: O' Ii'lv t6; ypac )b6r.ov ip.v vY c vop.oDt'tIV
iXot86p7)oav, 'r) 8i t'?; ogstftitc eI&),a. ptv o {SEoc jeer' Ixalvov 5e jiuptut b xp6voc sipYtTat
s'eevp*ivo( (c. Ap. II 40) verdient noch grossere Anerkennung wegen des ausserordent-
lichen Fleisses, der auf die Bewailtiguug eines viel grosseren Materials verwendet worden ist.
Das Ganze aber entbehrt der formellen Vollendung, die auch wisscnschaftlichen Arbeiten
nicht fehlen sollte. Stilistische Nachlissigkeiten treten oft und st6rend hervor; die Stoff-
vertheilung ist eine iusserst mangelhafte, und dem zweiten Theile gcht eine planvolle
Ordnung ginzlich ab. Im Gegensatz zu friiheren einseitigen und schicfen Beurtheilungen
des Josephus hat ihn Verfasser vom rechten Standpunkte aus beurtheilt und dadurch
manches Missverstdndniss beseitigt, doch felt es auch nicht an irrigen, grundlosen Be-
hauptungen, zu denen insbesondere eine iibermissig apologetische Tendenz den Verfasser
verleitet hat. Beide Arbeiten weiscn einen entschiedenen Fortschritt in Riicksicht auf
friihere Behandlungen des gleichen Themas auf, bediirfen aber einer griindlichen Um-
arbeitung, falls ihre Verfasser sie zu veroifentlichen gedenken. Da ihre Vorziige und
Fehler sich ungefihr die Wage halten, hat das Lehrercollegium beschlossen, den Preis
beiden Bewerbern zuzuerkennen.
Die Er6ffnung der mit den angefihrten Spriichen versehenen
Couverts ergab, dass der Vertasser der ersten Arbeit stud. phil.
Adolf Posnafiski aus Raciazek in Russland, der Verfasser der
zweiten Arbeit stud. phil. Abraham Lewinsky aus Loslau in
Oberschlesien war.
Am 13. February being das Seminar die Gedenkfeier fiir
den verewigten Director Dr. Z. Frankel. Die Gedachtnissrede
hielt Dr. M. Guttmann,
Am 17. Mirz war Dr. L. Zunz, der um die Wissenschaft des
Judenthums hochverdiente Gelehrte, in Berlin gestorben. Dr. C.
Seligmann widmete ihm in seiner am 20. Marz in der Seminar-
synagoge gehaltenen Predigt Worte der Dankbarkeit und Ver-
ehrung.
Am 20. Marz fand im Anschluss an den Sabbath-Morgen-
gottesdienst die Feier des Geburtstages Sr. Majestit des KIaisers
und Kdnigs in iiblicher Weise statt.







Am 27. April, dem letzten Tage des Pessachfestes, wurde
im Anschluss an die Predigt eine Gedenkfeier fiir den verewigten
Director Dr.. Lazarus veranstaltet. Die Gedachtnissrede hielt Dr.
Grfinfeld.
Am VersShnungstage wurde in der Predigt, die Dr. Guttmann
hielt, des verewigten Seminarrabbiners Dr. D. Joel in dankbarer
Verehrung gelacht.
Ende September legte Seminarrabbiner Dr. Lewy --- ent-
sprechend dem 3 des Regulativs fir die Befugnisse des Lehrer-
collegiums den Vorsitz des Lehrercollegiums nieder.. Es iiber-
nahm denselben der Unterzeichnete.
Das Seminar ziihlt jetzt, wie erwahnt, 41 H6rer. Neu eingetreten
sind im vergangenen Jahre:
Emanuel Bliith aus Stadtlengsfeld (Thiiringen), Meyer Dienst-
fertig aus Breslau, Max Freudenthal aus Griinstadt (Pfalz), Sigis-
mund Haas aus Eich (Grossh. Hessen), Eugen Meyer aus Ingen-
heim (Pfalz), Hermann Pinkuss aus Nicolai (Schlesien), Siegfried
Silberstein aus Guttentag (Schlesien), Dr. Abraham Tawrogi
aus Saalfeld (Sachsen-Meiningen), Salomon Teichner aus Oswiecim
(Galizien), Ludwig Wolf aus Oestringen (Grossh. Baden), Moses
Worms aus Saarwellingen (Rheinprovinz).
Von ehemaligen H6rern des Seminars sind im vergangenen
Jahre folgende zu Rabbinatsiimtern berufen worden:
Dr. M. Salzberger, bisher Rabbiner in Culm a/., zum
Rabbiner in Erfurt; Dr. S. Fessler, bisher zweiter Stadtrabbiner in
Mannheim, zum Rabbiner in Landsberg a/W.; Dr. M. Appel, bis-
her Rabbiner in Homburg v. d. H., zum zweiten Stadtrabbiner in
Mannheim; Dr. J. Cohn, bisher Rabbiner in Bisenz, zum Districts-
rabbiner in Burgkunstadt (Kgr. Baiern). Dr. M. Winter wurde
noch vor seiner Entlassung aus dem Verbande des Seminars von der
Israelit. Gemeinde zu Dresden mit der Uebernahme der Functionen
des Rabbiners und Predigers provisorisch betraut.
Die fiber die theologischen Ficher gehaltenen Vorlesungen
haben im abgelaufenen Jahre keine Unterbrechung erlitten. Im
Gymnasialunterricht trat dagegen eine St6rung dadurch ein, dass
unser College Dr. phil. L. Cohn zum Behufe einer grasseren
wissenschaftlichen Reise fir das laufende Winterhalbjahr beur-
laubt worden ist. Die Herren Oberlehrer Dr. Badt und Dr. Knoller
hierselbst haben durch die bereitwillige Uebernahme des von
Dr. Cohn ertheilten Unterrichtes unsere Anstalt zu lebhaftem
Danke verpflichtet.







Tm vergangenen Jahre sind am Seminar folgende Vorlesungen
- zusammengestellt nach der im Statut gegebenen Reihenfolge
der Disciplinen gehalten worden:



I. Theologische Ficher.


Bibelexegese:
a. Auslegung des Pentateuch: 4. u. 5. B. M.
b. Jesaja Cap. 36 bis Ende;
Kleine Propheten; Hiob bis Cap. 20. f
c. Exegetische Literatur: Erklirung einer
Auswahl lehrreicher Stellen aus dem Penta-
teuch-Commentar des R. Samuel b. Meir
(Raschbam) zum i. B. M.
HebraiischeGrammatik. Laut-undFormen-
lehre. Grammatische Uebungen.
Talmudstudium:
a. Statarisch: Tractat Schebuot (Schluss);
ausgewahlte Partien des Tractat Chullin;
Tractat Pesachim (Anfang).
b. Cursorisch: Tract. Rosch haschana (Fort-
setzung).
c. Jore Dea: Cap. 61-81.
d. Disputatorien.
a. Statarisch: Tract. Kethuboth vom 2. Ab-
schnitt Bl. 26 bis 5. Abschnitt Bl. 38.
b. Cursorisch: Tract. Taanit mit Tosefta.
Mischnah: Tract. Midot und Tamid.
Jiidische Geschichte:
a. Exilische und nachexilischeEpoche. Jiidisch-
spanische Epoche bis zum Maimunischen
Zeitalter.
b. Fir die Gymnasialclasse: von dem Unter-
gang des Zehnstimmereiches bis zu den
Makkabaerkampfen.
c. Uebungen: Geschichtsquellen, Seder Olam
und Scherira's historisches Sendschreiben.


5. Religionsphilosophie und Hellenistika:
a. Einleitung in die Septuaginta.
b. Einleitung in die Apokryphe nund Pseud-
epigraphen der Bibel.


.I


Dr. Rosin.
Prof. Dr. Graetz.



Dr. Rosin.







Seminarrabbiner
Dr. Lewy.





Prof. Dr. Graetz.







Prof. Dr. Gritz.





Prof.
Freudenthal.







c. Erklarung von Jehuda Halewi's Kusari.
d. Erklirung von Maimonides' Moreh Ne-
buchim.
6. Homiletik:
a. Theorie, i. Theil.
b. Homiletische Uebungen.
7. Unterrichtslehre: 2. Theil.
8. Kalenderkunde:
a. Theorie des jiid. Kalenders;
b. Erliuterung des Sefer haibbur des Abraham
b. Chija hanassi.


Prof.
Freudenthal.


S Dr. Rosin.

Dr. Rosin.


Dr. Zuckermann.


II. Gymnasial-Unterricht.


i. Griechisch:
a. Sophocles, Antigone.
b. Ilias, Buch XVII-XIX.
c. Plato, Laches und Enthyphron. Thucydides
I c. 40-70.
d. Grammatik: Extemporalien und Exercitien.
e. Grammatik: Wiederholung der Casuslehre;
das Wichtigste aus der Moduslehre; Ueber-
setzungsiibungen.
f. Plato, Apologie.
2. Latein:
a. Horaz, Oden Buch II. III.
b. Cicero de oratore.
c. Stilistische Uebungen, Extemporalien u.
Exercitien.
d. Cicero de amicitia.
e. Uebersetzungen aus dem Deutschen ins
Lateinische; stilistische Uebungen.
3. Deutsch:
a. Geschichte der deutschen Nationalliteratur.
b. Deutsche Aufsitze und Redeiibungen.
4. Geometrie:
a. Trigonometrie: Wiederholung und Auf-
18sung trigonometrischer Aufgaben.
b. Stereometrie: Berechnung des riaumlichen
Inhalts und der Oberfliche der K6rper
nebst AuflSsung dahin gehariger Aufgaben.


Dr. Rosin.


Dr. Cohn.


Oberlehrer
Dr. Badt.

Dr. Knoller.

Dr. Rosin.

Dr. Cohn.



Oberlehrer
Dr. Badt.


Dr. Rosin.



Dr.
Zuckermann.







5. Arithmetik:
Zinseszinsrechnung und Combinationslehre. Dr.
6. Physik: Zuckermann.
Ueber Magnetismus und Elektricitit.
7. Geschichte:
a. R6mische Kaiser und Mittelalter. Dr. Cohn.
b. Geschichte des Mittelalters von Heinrich I.
bis Friedrich I. Barbarossa. Dr. Knoller.
8. Gesangunterricht. Cantor Zlotnicki.
Von den Zinsen des Director Dr. Zacharias Frankel'schen
Stiftungsfonds sind auch im vergangenen Jahre HSrern des.
Seminars ansehnliche Zuwendungen gemacht worden.
Fiir viele Zeichen des Wohlwollens hat das Seminar auch in
diesem Jahre seinen Dank auszusprechen.
DerVorstand der israelitischen Cultusgemeinde inWien bewilligte
wie alljahrlich 200 fl. als Unterstiitzung mittelloser Seminaristen.
Das alljahrlich bewilligte Koppelmann und Esther
Frankel'sche Stipendium in Prag, von dem verewigten Director
Dr. Z. Frankel zum Andenken an seine Eltern geistiftet, ist
einem Seminaristen aus Oesterreich verliehen worden.
Aus dem mthrischen Landesmassafond in Briinn erhielten zwei
Seminaristen Stipendien von je ioo fl.
Aus der Freiherr Jonas von K6nigswarter'schen Stiftung
in Wien erhielt ein Seminarist ein Stipendium von 467 fl. 77 kr.
Aus der Michael Mai'schen Stiftung in Mannheim erhielten
vier Seminaristen Stipendien, und zwar zwei zu 100 Mark, zwei
zu go Mark.
Am Todestage des verewigten M. D. Bernhardt wurden dem
Seminar 75 Mark zugewiesen.
Die Zinsen der Annette Vallentin-Stiftung, die von dem
Rentier Herrn Henry Vallentin in Hamburg zum Andenken
an seine verstorbene Mutter errichtet wurde, sind wiederum einem
Seminaristen zur Wiederherstellung seiner Gesundheit durch
eine Badekur stiftungsgem iss bewilligt worden.
Aus der Arnold'schen Stiftung in Stuttgart ist ein Stipendium
einem gegenwirtig das Seminar besuchenden Wiirttemberger
gezahlt worden.
Aus der Kaula'schen Stiftung erhielt ebenfalls ein gegen-
wartig das Seminar besuchender Wiirttemberger ein Stipendium.
Die Synagogengemeinde Oppeln hat auch in diesem Jahre
die alljihrlich gewihrte Subvention fir unbemittelte Seminaristen
erneuert.








Zum Gedichtnisstage des verewigten Em. Pringsheim sind
dem Seminar 30 Mark zu Vertheilung an mittellose Seminaristen
zugegangen.
Zu den fundirten Legaten sind in diesem Jahre folgende hin-
zugekommen:
Herr John Orgler hierselbst iiberwies dem Seminar zum An-
denken an seinen verewigten Vater Isidor Jonas Orgler in Peis-
kretscham die Summe von 300 Mark
Die Erben des in TWilna verstorbenen Bankiers Matthias
Straschun iibergaben dem Seminar ein Legat von 200 Rubeln.
Der verewigte Landesrabbiner Dr. L. Adler in Cassel ver-
machte dem Seminar letztwillig die Summe von 300 Mark.
Durch freundliche Schenkungen hat die Seminarbibliothek*)
einen Zuwachs erhalten. Dieselbe verdankt:
Herrn Landrabbiner Dr. Dessauer in Meiningen dessen Schrift:
Moses Mendelssohn. Herrn Rabbiner Dr. Ritter in Rotterdam:
Joseph Weinkohp -3i 't "l rW. Herrn Rabbiner Dr. Steckel-
macher in Mannheim dessen Rede zu Mendelssohns hundertjihrigem
Todestage. Dem deutsch-israelitischen Gemeindebund in Berlin:
i) Wiinsche bibliotheca rabbinica. 5 Binde. 2) Mittheilungen
des deutsch-israelitischen Gemeindebundes. Herrn Rechtsanwalt
Lehmann in Dresden dessen Schriften: i) Der erste Resident
B. Lehmann, 2) Oberrabiner, Vorsteher und Deputirter der Ge-
meinde zu Dresden, 3) Aus alten Akten. -- Herrn Rabbiner Dr.
Wolff in Gothenburg dessen Schriften: i) Die philonische Philo-
sophie. 2) Moses ben Maimons acht Capitel. 3) Muhamedanische
Eschatologie. 4) Bidrig till filosofiens historic. Herrn Dr. Zimmels
hier dessen Schrift: Leo hebraeus. Herrn Oberrabbiner Dr.
Zuckermandl in Trier dessen Predigt. Dem Nachlasse des
Herrn Jacob Wohl in Brieg: 'l'33 1in 12 Bande, :3"I 4 Binde,
C,'R 6 Binde, "n l1itr IV 2 Binde, B"'R 11" TJM' und =3jp1 IT. -
Herrn Dr. G. Deutsch in Briinn dessen Schrift: Die Symbolik
in Cultus und Dichtung. Der alliance Isra6lite universelle in
Paris: nT=; 'i CS 'P'IP', Eger's Divan des Abr. Ibn Esra, Hirsch-
feld Das Buch Alchazari, Nossig Materialien zur Statistik des
jiidischen Stammes und r;r'i, '1' '"t nTr' 'B Wi'. Herrn
Dr. Egers in Berlin dessen Schrift: Divan des Abr. Ibn Esra. -
Herrn Rechtsanwalt Dr. Rosenbacher in Prag dessen Schrift:
Ueber das Kopp'sche Werk Rohling-Bloch. Der Lehranstalt fir

*) Im 0oijihrigen Jahresbericht S. IX. Zeile i muss es statt Tobias M. Jolles
heissen Fabi M. Jolles.





VIII


die Wissenschaft des Judenthums in Berlin: Miiller Briefe und Re-
sponsen in der vergeoniischen jiidischen Literatur in ihrem Jahres-
berichte 1886. Herrn Rabbiner Dr. Horowitz in Frankfurt a/M.
dessen Schrift: Jiidische Aerzte in Frankfurt a/M. Herrn Dr. Rosin
hier dessen Ausgabe des ;"lin ') B3"lW1 "I1 Den Rabbiner-
seminar in Berlin: Hildesheimer Beitrige zur Geographie Pala-
stinas im Jahresberichte 1886. Einem Ungenannten in Paris:
Weill Le divorce au point de vue isra6lite. Herrn Rabbiner Dr.
Kusnitzky in Bayreuth dessen Predigt beim Trauergottesdienst.
fiir K6nig Ludwig II. Der soci6t6 des etudes juives: Revue
des 6tudes juives 17-26. Herrn Rabbiner Z. Kahn in Paris
dessen Schrift: Sermons et allocutions. Der Landesrabbiner-
schule in Pest: Bloch Die Ethik in der Halacha in ihrem Jahres-
bericht 1886. Herrn J. Loeb in Paris dessen Schrift: Un process
dans la famille de Ibn Tibbon. Herrn Rabbiner Dr. Jastrow in
Philadelphia dessen Schrift: A dictionary of the targum etc.
part I. Dem Realgymnasium am Zwinger hier: Festschrift zu
dessen 5ojahrigem Jubiliium. Herrn Fabi M. Jolles hier:
Aschkenasi D'bl i' VI't ~'411. Herrn Rabbiner Dr.
Silberstein in Wiesbaden: dessen 4 Predigten. Herrn Dr.
Goldhammer hier dessen Schrift: Die Psychologie Mendelssohns.
- Herrn Rabbiner Dr. Perles in Miinchen dessen Schrift
Les savants juifs de Florence. Herrn Rabbiner Dr. Rawicz in
Schmieheim dessen Schrift: Der Traktat Rosch haschana ins
Deutsche iibertragen. Dem verewigten Landesrabbiner Dr.
Adler in Cassel dessen hebraische Bibliothek. Herrn Dr. Ein-
stein hier dessen Schrift: R. Josef Kara und sein Commentar zu
Kohelet. Herrn Dr. Winter in Dresden dessen Schrift: Die
Stellung der Sklaven bei den Juden. Herrn N. Sokolow
in Warschau dessen Zeitschrift: 'IS und den Herren Gebriidern Komm in Wilna: Die Schlussliefe-
rungen der neuen Ausgabe des Talmud babli und des Alfoso. -
Dem Unterzeichneten dessen Schrift: Spinoza und die Scholastik. -
Zu ganz besonderem Danke hat die Familie des seligen Dr.
Michael Sachs das Seminar verpflichtet, dem sie folgende der
Seminarbibliothek bisher fehlende Werke aus der nachgelassenen
Bibliothek des Verewigten ilbergeben hat:

1-11n rvin m'rini, hnr- min nrnt.

+xr'- niran Irv xisii= \%r= =Kh tv int,3it nn.a
MITI11"M I hi3xnv, ri, mnrnitn -r1i, Nrrnr.rti, pIrv nran, anm h=
'CrENX 1'hr1m Irtyna wSfi n'n rvv, vn =r: *rx^ +xrn ; m =3n hr wnml








D'hv amrt,, Ntrn := rin= xs prn -nrim, i;^1-tx :-=;:a -=s ii-nrt, "mt


pClp Y-P Z'^i rCnln pt-ric ras on'sm3



Dem Vereine Liwjath-Chen, dessen Aufgabe es ist, unbe-
mittelte H-lrer des Seminars vor Noth zu schiitzen, ist auch
im vergangenen Jahre lebhafte Theilnahme zugewendet worden.
Mochte diese Theilnahme dem segensreichen gerausch-
losen Wirken des Vereines auch in Zukunft von edlen
Menschen bezeigt werden. Ihr nteresse fir den Verein haben
im abgelaufenen Jahre kundgegeben:


Der deutsch-israelitische Gemeindebund in
Berlin.
Die Synagogen-Gemeinde Brieg.
Der israelitischeArmen-Unters.tiitzungsverein
in Niirnberg.
Der israclitische Wohlthiitigkeitsverein in
Niirnberg.
Herr Oberlehrer Dr. Badt hier.
= Rabbiner Dr. Bamberger in Konigs-
berg.
Frau F. Barwald in Nakel.
Herr Rabbiner Dr. Biram in Lauenburg.
Cantor Birnbaum in Konigsberg.
Paul Brann hier.
Rendant Cohn hier.
B. H. Daniel in Krotouciin.
SRabbiner Dr. Deutsch in Sorau OiS.
Dr. Deutsch in Briinn
SEphraim sen. hier.
Ephraim jun. hier.
SRabbiner Dr.EschelbacherinBruchsal.
Rabbiner Dr. Frank in Kiln.
SProfessor Dr. Freudenthal hier.
David Freund hiir.
SMarkus Fucls bier.
Professor Dr. Gractz hier.
SPrivatdocent Dr. Leo Graetz in
Miinchen.
Landrabbiner Dr. Gronemann in
Hannover.
Rabbiner Dr. Giidemann in Wien.
Landrabbiner Dr. Guttmann in Hildes-
heim.
Curator H. Haber
Leopold Haber hier.
SHeinrich Hamburger I


Herr Herm. Hamburger
s J. Z. Hamburger
Herren Herz und Ehrlich hier.
Herr Dr. Heinemann in Hamburg.
Frau Seminarrabbiner Dr. Joel hier.
Herr Rabbiner Dr. M. Joll hier.
N. Kalisch hier.
SRaphael Kirchheim in Frankfurt a/M.
SSanitatsrath Dr. Kirstein in Berlin.
Rabbiner Dr. Knoller hier.
SRabbiner Dr. Krakauer in Pasewalk.
SSeminardirectorDr.Kronerin Hannover.
Frau Director Dr. Lazarus hier.
Herr Eduard Leon in Hildesheim.
Seminarrabbiner Dr. Isr. Lewy bier.
A M. Gottschalk Lewy in Berlin.
h Lewy hier.
s Adolf Lion hier.
Frau Dr. Lobethal hier.
Herr Rabbiner Dr. Lbwenstein in Lemberg.
SLeopold L6wy in Berlin.
= Machol hier.
s A. Malaclowsky in Posen.
Mamelock hier.
Curator Stadtrath Dr. Marck hier.
Families Ascher Mayer in Prenzlau.
s Curator Rechtsanwalt Milch hier.
s Commissionsrath Moll hier.
Sir Claude Montefiore und Mutter in London.
Herr Rabbiner Dr. Miinz in Gleiwitz.
SRabbiner Dr. Peritz in Liegnitz.
Rabbiner Dr. Perles in Miinchen.
Rabbiner Dr. Perlitz iu Nakel.
Al. Pringsheim hier.
s S. Pringsheim hier.
SDr. Rahmer in Posen.







Herr Rabbiner Dr. Rippner in Gr.-Glogau.
SOberrabbiner Dr. Ritter in Rotterdam.
Dr. Rosenbacher in Prag.
SDr. D. Rosin hier.
SLandrabbiner Dr. Riilf in Braun-
schweig.
Rabbiner Dr. Salvendi in Diirkheim
fiir Ungenannt.
Rabbiner Dr. Salzberger in Erfurt.
SLeopold Scihelftl in Worms.


Herr Rabbiner Dr. Schwarz in Carlsruhe.
s Rabbiner D. Simonsen in Kopen-
hagen.
s Rabbiner Dr Stein in Worms.
SRabbiner Dr. Werner in Danzig.
Obcrrabbiner Prof. Dr. A. Wolff
in Kopenhagen.
SLudwig Wollenberg hier.
s Rabbiner Dr. Ziemlich in Niirnberg.
Dr. B. Zuckermann bier.


Breslau, im Januar 1887.


Fiir das Lehrercollegium



Prof. Dr. Freudenthal.




University of Florida Home Page
© 2004 - 2010 University of Florida George A. Smathers Libraries.
All rights reserved.

Acceptable Use, Copyright, and Disclaimer Statement
Last updated October 10, 2010 - - mvs