Gemeindeblatt der Judischen Gemeinde zu Berlin

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Material Information

Title:
Gemeindeblatt der Judischen Gemeinde zu Berlin
Physical Description:
105 pages
Language:
German
Creator:
Judische Gemeinde zu Berlin
Publisher:
Vorstand der Judischen Gemeinde
Publication Date:

Subjects

Genre:
newspaper   ( sobekcm )
Spatial Coverage:
Europe -- Germany

Record Information

Source Institution:
University of Florida
Rights Management:
All applicable rights reserved by the source institution and holding location.
Resource Identifier:
GS19
System ID:
AA00013439:00001

Full Text
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Das Blatt wird samrtfdena, AMitaledrn Bestellungen auf das Blatt sind zu
der Iiddischen Gemeinde zugesrellt. C(IIJ t IU.1...j'f richten: a) ftir Gemeindemitglieder
Fuir Nichtmitglieder betragt der an den Vorstand der Judisdien Ge-
Bezugspreis j.hrlich k. 6.- fri die meinde, Berlin N 4, Oranienburger
einfache Ausgabe, bzw. Mlk. u.- Lur l ch es lemendeLorstandes Strafte .o; b) fir Nichrmitglieder an
die A'unstdruaut.abe, Das Blatt iliches rgan de e eine rtandeS den hrU Obt and I'est, Leo li:.
erndheint am i. Freitag jed. Monats. Berlin-Charl. 2, Knesebecdstrale 32.


APRIL 1932


.tus aer ersten in negenDure Im
14. Jnhrh I errichteten Synagoge.
Reiensburg halle scnon im 10.
J.hrh. eine ludische Gremende



.4.t'*" frS -1


Die Sbnagoge vo, Furth in Jahre 17u5. zai i
1525 .ohnen Juden in Furth


Ehemalige ludische Herberge am Rosenthaler
Tor in Berin. Juden firden sich in berlin
urd der lark seit dem 13 Jai.rhunderl


Judenogsse in Frankfurl a BM.
Um 1180 liegen die Anfainge der
Franhfurter Juden.iedlung


Synagoge zu Koln. die in ihren Anfangen uber 900
Jahre zurucKreii.c


'Ipatteff-u!teoM~j





m Artik ,Hen fbat

(Zum Artikel ,.Heimat und G laub e" Seite 77-80)


Riluelles Bad der
Juder, im Dom von
Spever aus dem
12 J hrhundert


Judencesse in Augburg Jud.n in Augsburg
,.erdeasnchon m Jahre 1.12 urkund ich ei ihnl
i.-, .


Syoagoge in der Hesdereutergaase zu Berlin.
in Gegen. art ron K.i.n Friedrich Wi helm I.
am ijdiscrea Neuishratge 1714 eiageweiihl


Judengasse in Trier. Scon im
4.Jahrhunderl existier'e in Trier
eine jidische Gemeinde


22. Jahrg. Nr. 4








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Der
Seschaftsbericht fOr das Jahr 1931,
der in der am Donnerstag, den
24. Marz d. Js. vormittags 11 '4 Uhr
in Dresden, Johann-Str. 3, stattfindenden
neunundfinfzigsten
ordentlichen Generalversammlung
zur Vorlage gelangt, ist erschienen und kann von
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22. Jahrg. APRIL 1932 Nr. 4



Heimat und Glaube*)
Von Margarete Goldstein-Darmstadt
Wenn ich Ileute uber Heimat und Glaube spreche, christlichen 'olksgenossen, Gut und Blut dahin. Auf
so tue ich es als deutsche JUdin, als Frau, geboren am Rhein. ildischen Friedh6fen, vor aliem in Mainz und Worms,
Was die Heimat einem jeden Menschen bedeutet, wir wissen bezeugen Jahrhunderte alto Grabsteine die Verbunden-
es aus Sehnsucht und Errfllung, aus Dichtung und Leben. heit deutscher Juden mit dem Rhein und seinen Gauen. Ihr
H e i m a t ist ein einheitlicher Begriff und doch zu- Heimatgefuhl, ihre Verbundenheit mit dem Deutschtum er-
sammengeserzt aus vielen Bewertungen und Geftihlen. Ich hirten zwei Zahlen: Vierzehnbundert Jahre lebten unsere
liebe mein Vaterland als Ganzes. aber ich change an der Vorfabren in Palastina aber schon fast zweitaucend Jabre
Landschaft, die mich hervorgebracht, an der Scholle, am deutschen Rhein. Die rheinische Rultur hat auch un-ere
auf der ich wurzle, an meinem Hei m, in dem ich lebe. Mein Vurfahren milgebildet. Der Ufer kbstliche Frucht: unsere
Heimatland ist das deutsche Vaterland, das Meer und Gebirg, Vorfahren haben sie im Festesbecher zum Lobe des Ewigcn
Wald, Wiexen und Tdiler, Stadt und Land umachlielit. Jed'r, gopriesen. Und dieses Stromes gutertragende Bahn: unsere
der ein Vaterland das Land seiner Vater und Urvater Vorfahron brachten auf ihr die Sehdtze des Sudens ins
sein eigen nennt, der wird, wenn er es durchwandert oder deutsche Lind.
durchreist, bei den reizvollen Verschiedenheiten zwischen Auch im Norden und Osten unserea Vaterlandes leber seit
- Nord und Std, sat und West erkenneu, dau er zwar scin Jahrhunderten Juden auf deutschem Boden und haben ihre
Vaterland als Ganzes liebt, daB er aber doch mit einer ganz Verbundenheit mit deutschem Geschick oft genug mit der Tat
bestimmten Landschaft. verwurzelt ist. Wer hingegen irr Aus- bewiesen. In den Lebenserinnerungen deutscher Juden kommt
lande, fern der Heimat, weilt, wird dieser Heimat als das immer wieder deutlich zum Ausdruck. Ich erinnere an
eines einheiiliclien Gebildes gedenken, dem er ent.tammt und das kurzlich erscbienene Buch Franz Oppenheimers, .,Er-
das ihn gebildet hat. Erst draulfen weiB er das Land seiner lebles, Erstrebtes, Erreichtes", in dem er mit Stolz und
Geburt und seines Wirkens zu schaltzen, zu dem nicht nur Freude von seiner Vaterstadt Berlin erzhhlt. Immer wieder
die Landschaft, sondern auch deren Menschen, Kultur und bright bei ibm die Liebe zur Landschaft, d.,s Heimatgefuhl
Sprache gehdren. durch. Die schinsten Stellen des Buches sind jene, in denen
Zwei Bilder mogen zeigen, wie mir selbst, vertieft und dieser Ur Berliner seines Kindheitsparadieses gedenkt, der
erneut, das Erlebnis Vaterland und Stadt, in de(r seine Vorfahren miuter-
Heimat aufgegangen ist. AIs wir ein- liclerSeits seit 1690 beheimatet warren.
mal nach einem Idngeren Aufenthalt in Man knunte diese Beispiele beliebig
Amerika wieder auf deutschem Boden vermehren. Ich nenne nur einige
landeten, da wurde uns die Liebe zu Namen: Gabriel Rielier. Berthold Auer-
unserem Vaterland erh6bt bewulit. Und bach tder Verfasser der Schwarzwalder
als wir dann durch die weite nord- oi:,rfgeschichten), Walter HItlhenau,
deutsche Tiefebene wiidwarts fuhren, Max Liebermann, Lesser Ury ihnen
als uns plilzlich der deutsche Frubling ailen ,st die Heimat tiefstet Erlebnis.
auf heimatlichem Boden gruite mit Aber es ist ni.ht nor die geogra-
grtInen \Valdern. bunten WViesen. den phische Landsehaft: das starkere Band,
im Bluitensehmuck prangenden Rhein- das uns unzerreilhbar an die Heimat
ufern, als uns der Lenz von den Hugeln knupft, ist die deutsche Muttersprache,
und Gefilden entgegentubelte. wo jedem der Geist der deut:chen Kultur, in der
Deutschen die Natur- und Heimatlieder wir leben und atmen.
Goethes und Uhlands. Heines und Le- In uns allen lebt diese Liebe zur
naus zum Erlebnis warden, da offen- Heimat, die wir oft genug durch die
bare Eich, dal die Heimat ein bestes Tat zu ktinden Gelegenheit hatten. Als
Stuck von uns selbst ist. Ganz ahn- im August 1914 die Theorien schwiegen
lich erging es mir, als ich iiingst, nach und die Herzen sprachen, da haben
Ilingerem Aufenthalt in Norddeutsch- deutsche Juden gezeigt. daB, in Zeiten
land, wieder einmal den Rhein hinun- scbicksalhafter Entstheidungen nur die
terfuhr. nach Mainz und Bingen. Auf kulturellen,. die staatliclhen und die
diesem gesegneten Fleck Erde lebten historischen Bindungen entscheidend
meine Vorfahren seit Jahrhunderten. sind. Es bedarf nicbt longer Dar-
Hier haben sie den Pflug gerfuhrt und legungen, wie die Juden in gleiclem
den Weinberg bestellt. Hier haben sie Prozentsatz und iuit gleicher Selbstver-
Leid und Freud mit ihren deutschen stwindliebkeit wie ihre christlicben
Volksgenossen geteilt. Flier stritten Volksgenessen zu den Fahnen eilten,
unziblige deutsche Juden fEr ibre Hei- kirmpften und Gut und Blut dahin-
mat, hier gaben sie, ebenso wie ihre Margarere Goldsein Darm s tad ta gahen. So war es zu allen Zeiten.

') VerkUrzte WAdedergabe einer am 6. Marz 1932 gehaltenen Ansprauhe in d,.r Synag,-ge PrinzregantentraOle.






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Ich stand vor wenigen Tagen in der altesten Synagoge
Europas, der Altneuschul in Prag. Dort hangt eine Fahne,
die Ferdinand III. im DreiBigjihrigen Kriege den Prager
Juden fiir den Mut und die Ausdauer schenkte, mit der sie
die Karlsbrilcke gegen die Schweden verteidigten. Auf
der Fahne ist das Judenwappen sichtbar, das ihnen zur Be-
lohnung verliehen wurde: der Mogen Dovid mit dem
Schwedenhut in der Mitte.
Es bedarf auch nicht langer Ausfihrungen, zu beweisen,
wie deutsche Juden deutschen Geist zu allen Zeiten f6rderten
und mehrten, nicht der Aufzlihlung ihrer Leistungen in Kunst
und Wissenschaft. Ich will nicht darlegen, wie jfidische
Frauen von jeher an der Seite der christlichen Schwestern
in der sozialen Arbeit standen, wie sie stets bereit waren,
wenn es gait, Schwache und Hilfsbediirftige zu stfitzen, Ver-
wundete und Kranke zu pflegen kurz, wie sie schbpfend
und schaffend stets ihr Bestes hingaben. All das ist oft genug
gesagt und geschrieben worden, wurde zu allen Zeiten mit
der Tat bekriftigt, sodal, wer Augen zu seen und Ohren
zu h6ren hat, es langst erfahren konnte, wer sich aber dem
verschlielen will, es nimmer erfahren wird.
Und warum rede ich dennoch davon? Ich tue es,
weil uns deutschen Juden unser Deutschtum heute ange-
zweifelt, von vielen sogar abgesprochen wird, weil uns ent-
gegentint: Ihr seid keine Deutschen! Ihr seid Juden, Land-
fremde, Rassefremde. Und wer wagt es, uns das entgegen-
zuschleudern? Deutsche ,,Brtider" sind es, Menschen, die
oftmals erst seit wenigen Generationen auf deutscher Scholle
sitzen. Pl6tzlich soll nicht mehr Wille und Tat entscheidend
sein, sondern die Ra s se. Rasse! Das Schlagwort unseres
Jahrhunderts, einer der undurehsichtigsten, unhaltbarsten
Begriffe, ein Begriff, der ins Tier- und Pflanzenreich gehbrt,
wo Geist und Seele nicht initsprechen. Wie kann man in
Deutschland von reiner Rasse reden, wo seit Jahrhunderten
von Nord und Slid, von Ost und West V6lkerstiimme zu- und
abgewandert sind? Man kann ebensowenig in einer GrolB-
stadt wie Berlin davon sprechen, wie in Bayern oder an
der Elbe, am wenigsten aber am Rhein, der von jeher die
groBe VilkerstraBe Europas war. Hier am Rhein, wo llm
Sein oder Nichtsein der deutschen Einheit gestritten und
gelitten wurde, wo feindliche Invasionen und Okkupationen
wechselten, wo von je Vaterlandsgefiihl und national Idee
einen Triumph des Geistes fiber das Blut davontrugen hier
kinnen keineswegs undurchsichtige und unaufgeklirte Blut-
und Rassefragen bestimmend sein fuir nationalal" Zugehirig-
keit.
Ich k6nnte in diesem Zusammenhang ebensogut darauf
hinweisen, was den deutschen Juden des Ostens ihre Heimat
bedeutet. Wo immer das Deutschtum um sein Lebensrecht
kampfte, in Obersehlesien, Posen, Ost- und WestpreuBen,
in der Tschechoslowakei haben sich die Juden fast restlos
daftir entschieden, oftmals unter Aufgabe ihres Berufs und
ihres Wohnsitzes.
Uns deutschen Juden ist Deutschtum die Schic k s a s -
gemeinschaft, in die wir seit Jahrhunderten auf Gedeih
und Verderb mit dem deutschen Volke verflochten sind.
Immer und immer wieder mtissen wir uns gegen Anzweif-
lungen und Anwiirfe rechtfertigen. Aber vielleicht grade
weil wir klar und fest in uns selbst warden, um unsere
Heimat starker kampfen miissen, ist sie uns auch teurer,
bejahen wir sie starker. Junge Menschen haben
es hierin schwerer. Deshalb haben wir Ael-
teren, vor allem wir Frauen, unserer Jugend
gegeniiber erhbhte Aufgaben: ihre Liebe zur
Heimat zu weaken und zu pflegen, zu jener
Heimat, die unverlierbar ewige Schatze in sich
birgt, die uns besonders heute wieder aufrich-
ten kinnen. Wenn wir mit unserer Jugend
wandern, damit sie Liebe zur Scholle empfangt,
wenn wir sie in die Werke der Manner ein-
fihren, die Deutschland vom Geiste her groB- 0
gemacht haben, wenn wir ihnen die Kunst der
Heimat nahebringen, so binden wir sie wieder \
starker an die Heimat durch jene Werte, die
uns heute, nach den zwei letzten Jahrzehnten
iulerer Erschiitterungen, viel mehr wieder be- Siegel der Regei
deuten. Heute sind es wieder die stillen Gemeinde aus


Is:
d


Freuden, nach denen man sich sehnt. Wir verstehen
wieder, was Nietzsche mit dem Satz meint: ,,Die gr5ften Er-
eignisse sind nicht unsere lautesten, sondern unsure stillsten
Stunden. Nicht um die Erfinder von neuem Larme, um die
Erfinder von neuen Werten dreht sich die Welt. Unharbar
dreht sie sich."
Und nach diesen stillen Stunden, in denen uns das
aufgeht, was wir in dem Wort ,,Heimat" zusammenfassen,
verlangen wir auch heute wieder mehr. Eine Heimat im
tiefsten Sinne besitzen wir nur, wenn wir ein He i m haben.
Wie jeder Organismus sich aus einzelnen Zellen zusammen-
setzt, so ist die Urzelle dessen, was wir Heimat nennen, die
Families, die das Heim aufbaut. Im Heim suchen wir Zuflucht
nach all dem Hasten und Treiben drauien, sammeln wir
Gegenwerte und -krifte gegen Kampf und Not. Kaum jemals
hat das Heim als Heimat eine solche Bedeutung gehabt wie
in unseren Tagen. Wenn wir bei all dem Tagestreiben und
-drangen nicht einen Ort haben, wo uns Stille und MuBe,
eine ruhige Atmosphire umfingt, wie k6nnen wir dann
all dem gewachsen sein, was heute auf uns einstiirmt? Vor
allem wir Frauen miissen im Helm eine Atmosphire schaffen,
die jene Ruhe gewihrleistet, die vor den Unsicherheiten des
Tages schiitzt. Hier liegt seit alten Zeiten eine der edelsten
Frauenaufgaben: ,,In den Toren sollen sie ihre Werke
rihmen."
Das Leben mit seinen ewigen Wechselfillen umbrandet
uns. Um im Drangen und Treiben drauBen die innere Har-
monie wiederzufinden, bediirfen wir in erhohtem Malfe einer
Statte, wo wir Antwort finden auf die Fragen von Werden
und Vergehen, von Sein und Nichtsein, auf die ewigen
Daseinsritsel. Wir finden diese Antwort im Frieden unserer
Religion, in unserem G a u b en, der tief in uns ruht.
Es ist fir einen glaubigen Menschen schwer, fast un-
m6glich, vom Glauben zu sprechen. Denn ,,spricht die
Seele, so spricht, ach, schon die Seele nicht mehr". Es ist
zudem heute viel schwerer, sich iiber den Glauben zu ver-
stindigen als friiher, weil es so viele Menschen gibt, die ihm
fernstehen, viele entjudete Juden.
Was bedeutet Glaube? Der religiise Glaube darf
einmal mit dem Glauben an einen Menschen verglichen
werden. Wenn wir sagen: wir glauben an einen Menschen, so
ineinen wir, wir halten an der Ueberzeugung fest, daB er
durch alle Veranderungen und Wandlungen hindurch dennoch
im Kern seines Wesens verlflilich und gut ist. Wir glauben
an einen Menschen, trotzdem wir ihn nicht bis ins letzte
kennen. Wir glauben an ihn, obwohl wir wissen, da TrIi-
bungen eintreten k6nnen. Was wir einmal an und mit diesem
Menschen erlebt haben, trigt uns tiber alle Dunkelheiten hin-
weg. In diesem Glauben liegt Zuversicht und absolute Festig-
keit.
So ist es auch in erhohtem MaBe mit dem religi6sen Glau-
ben. Er gibt uns unerschlitterliche Sieherheiten. Glauben ist im
Judentum das lebende Bewulitsein des Allgegenwirtigen, der
Sinn fUr die NAihe Gottes, fir seine Offenbarungen, der
Sinn fir das Schbpferische, das in allem lebt. Das hebritische
Wort fiir Glaube, ,,Emunah", bezeichnet ebenso Vertrauen,
Gottvertrauen, die innere Festigkeit und Ruhe des Men-
schen, die Kraft seiner Seele und seine Stetigkeit. Glaube
bedeutet erkennen, daB das, was wir erdulden, nicht letzte
Realitat ist, daB es hihere ewige Werte gibt, gegen die
die Tagesnot verblaBt. die uns heute riesen-
groB dtinkt, und von der wir dennoch wissen,
dali sie von je in der Welt war. Was ist unser
Leid heute, verglichen mit dem unermeBlichen
Leid unserer Vorfahren im Laufe der Ge-
schichte? Wie hatten unsere Vater alle diese
Jahrhunderte des Hasses und der Verfolgun-
gen, alle diese Martyrien tiberstehen kinnen,
bhitten sie nicht tief im Glauben gewurzeltt
Glauben ist weit mehr als nur verstandes-
maBige Zustimmung. Was wir fir wahr hal-
ten, worauf wir bauen, muB uns Herzenssache
werden, muB sich in Taten umsetzen. Und so
wird wahrer Glaube auch schlieBilich die
edelste Lebensftihrung hervorbringen.
burger jiidischen Ich m6chte vor allem versuchen, dazulegen,
lem Jahre 1356 wie wir Frauen das heilige Feuer, das am Sinai





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gelodert, das im Herzen unserer Stammesmiitter gebrannt, in uns
und unserer Jugend wider entfachen und weitertragen kinnen.
Viele unter uns hatten im Laufe der letzten Generationen den
Glauben, den Sinn fir das Heilige verloren. Hier war es
das grolfe Geschenk des modernen liberalen Judentums, in
uns den Glauben neu zu erwecken, den alten Inhalten neue
Gestalt zu geben. Wahrend man friiher unter ,,liberal" Ab-
kehr von allen Formen, Riten und Gebriuchen verstand, ist
unser Liberalismus wieder neu beseelt und belebt. Er will
erhalten und aufbauen. An Stelle der jidisch-liberalen Ge-
meinde der achtziger Jahre des verflossenen Jahrhunderts
mit Kultus und Toleranz ist
wieder die jiidische Ge-
meinschaft getreten mit
Frimmigkeit und Glaube.
Damals war man oftmals
nur dem Namen nach Jude
und durch die Feindselig-
keit, Fremdheit und Ab-
tehnung der christlichen
Umwelt. Heute aber bedeu-
tet Liberalismus, die positive
religi6sen Krlfte wecken
und neu beleben. Das ge-
schieht auf mannigfache
Art in der Gemeinde, in der
Gemeinschaft, vor allem
aber auch im jiidischen
Hause. Diese Welt des
Glaubens kann nicht allein
von der Synagoge oder vom
Religionsunterricht her auf-
gebaut werden. Im Juden-
tum gibt es vor allem eine
Kraftquelle, aus der die re-
ligiisen Werte immer wie-
der neu stromen! Neben dem
Gotteshaus der Gemeinde,
das alien Juden gemeinsam
angeh6rt, hat jeder noch ein
zweites Gotteshaus: das
Gotteshaus der F amii e.
Fier waltet die Frau als
Priesterin! Sie hatte in
Israel von je eine hohe
Mission zu erfillen.
Bei allen Kulturvolkern
geraten die Stammesheroen
in Gefahr, als Kinder ver-
nichtet zu werden. Bei den
Griechen erfolgt die Rettung
des Zeus durch eine Ziege, Synagoge von Ziil
bei den R6mern die des Das Stldtchen Zfilz hatte im Jahre
Romulus durch eine WSlfin; 1061 Seelen, denen nur 961 christli
bei den Juden die Rettung J. Rabin, die Juden in Zfilz). Hi
bei den Juden die Rettung Synagogengemeinde Neustadt, C
des kleinen Mose durch eine
Fra u.
Wir Frauen sind die Hfiter des heranwachsenden Ge-
schlechts. Gewisse religisse Gebiete waren stets der Frau
zugewiesen. Sie pr>e die Frammigkeit des Hauses. Sie ziin-
dete in Feierstunden das Licht auf dem Festestische des Hauses
ein Symbol, daB ,,Licht und Freude" von ihr ausgehen. Diese
Aufgabe der Frau ist noch heute unverlndert. Die religiise
Haltung des Hauses ist von der Frau abhiingig. Darum ist
Grundvoraussetzung, daB sie wahrhaft religibs sei, daBi
sie aus der Vereinzelung wieder zur Gemeinsehaft komme, aus
jener Vereinzelung, in der sie viel starker steht als der Mann,
weil sie weniger durch aufierhliusliche religi6se Pflichten
gebunden ist. Dafir binden die Frau heute oftmals mehr
aublerhausliche andere Pflichten als friiher. Hier mul sie klar
zwischen dem scheiden, was wichtig ist und aufrechterhalten
werden mufi (Beruf, Geschaft, Wohlfahrtsarbeit), und
zwischen dem, was an peripheren LuBlerlichen Verpflich-
tungen fallen kann, zum Segen der Verbundenheit mit der


Familie, mit der jiidischen Religiositit. Die Frau hat vor
allem auch das Licht zu ziinden im Herzen des Kindes!
Ich wende mich hier nicht an jene, die sich noch fest
verwurzelt flihlen, sondern an jene, die da sagen: Ich
besaB es doch einmal, was so k6stlich ist, und die es verloren
haben, die es nie besessen. Wir haben die groile Aufgabe, die
Versiindigung des 19. Jahrhunderts wieder gut zu machen.
Wir haben nicht langer ein Recht, dem Kinde den Zauber des
Freitagabends vorzuenthalten. Selbst wenn der Sabbat nicht
mehr genau beobachtet werden kann: am Freitagabend lege,
wie einstens unsere Vorfahren, die die ganze Woche liber
gehetzt und gejagt durch die
Lande zogen, jeder seinAll-
tagskleid einmal ab. Dieser
eine Abend in der Woche ge-
hirt der Familie, der Jugend,
Wir miissen nur den Mut
vor uns und der Umwelt
finden, unseren eigenen
Weg zu gehen, wir mlissen
Gewohnheit und oft auch
Trtigheit abtun, um zum
edelsten Alten zu gelangen.


[z O/S, erbaut 1774
S1782 eine jildische Bevolkerung von
che Einwohner gegentiberstanden (vgl.
cute wohnen in Z.ilz, das jetzt zur
).-S., gehert, nur noch 9 Juden.


Und an diesen Abenden
soil uns dem Volke des
Buches jenes grolBe, leider
allzu unbekannte Buch, die
B i b e l, wieder das werden,
was sie unseren Vitern und
Urvatern war, was sie flih-
renden deutschen Geistern
und durch sie dem deutschen
Volke bedeutete, denen
Bibelworte in Hbhepunkten
des Lebens und bei Schick-
salsschlagen fiber dieLippen
str6mten. Auch wir wollen
die Bibel wieder mehr in
unser Leben aufnehmen. -
Wenn wir so das religi6se
Heim neu erstehen lassen,
erfiillt vom wahren
Glauben, das Heim, in dem
wir religiise Werte und
edelste deutsche Werte
pflegen und fordern, so
wird unsere Jugend ihre
Verbundenheit mit Heimat
and Glauben neu beleben
und befestigen.
Heimat und Glauben sind
in uns deutschen Juden zu
unlbsbarer Einheit ver-


bunden. Auf welchen der
beiden Werte aber der eine oder der andere den stitr-
keren Akzent legt, ist verschieden. Dem einen war
die Heimat das grilere Erlebnis der Jugend, dem
anderen der Glaube! Aber was mehr lieben? Die
Liebe zu beiden ist stark und lebendig in uns.
Gustav Landauer gibt auf die Frage einmal folgende
Antwort: ,,Ich bin ein deutscher Jude! Die Schickungen
nehme ich hin, wie sie sind und mein Deutschtum und
Judentum tun einander nichts zuleide und vieles zuliebe.
Wie zwei Brtider, ein Erstgeborener und ein Benjamin, von
einer Mutter nicht in gleicher Art, aber in gleichem MaPie
geliebt werden, und wie diese beiden Brtider eintrachtig
miteinander leben, wo sie sich berfihren, und auch wo jeder
fur sich seinen Weg geht, so erlebe ich dieses seltsame und
vertraute Nebeneinander als ein k6stliches Gut und kenne
in diesem Verhaltnis nichts Primares oder Sekundares." -
Wir sind dem Glauben nach Juden. Wir sind nach Heimat
und Kultur Deutsche. Unsere national Heimstatte ist Deutsch-






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land! Heimat und Glaube sind in uns zu unitsbarer Einheit
verschmolzen. In diesem Sinne sind wir auch heute wieder
aufgerufen, mitzuarbeiten am Edelsten, was die Menschheit
besitzt: am Geiste derer, die uns abl6sen werden in der Ver-
antwortung am Geiste der Jugend. Und so ergeht


der vor zweieinhalb Jahrtausenden ergangene Ruf des
Propheten auch heute noch an uns: ,,Bauet Hiuser und be-
wohnet sie; pflanzet Ghrien und esset ibre Frucbt; f6rdert
das Wohl der Stadt betet fur sie zu Gott, denn ihr Wohl
is!t auch euer Woh.i''


Goethe und die Juden
Ein Beitrag zur Zentenarfeier
Von Frit3 Engel


Von dem groBen Thema ,,Goethe", das im AnschluB an den
hundertsten Todestag des Dichters dieses Jahr beherrscht, ist
die Formulierung ,,Goethe und die Juden" nur ein Splitter.
Diesem ,,grOBten Europaer' entstrahlt soviel nach .allen
Beiten, in die Bezirke der Wissenschaften, der Kifnste, des
gesamten menschlichen Daseins, 4aB sein; Verhaltnis zu Juden
und Judentum erst dem bemerkbar wird, der den Spuren
davon mit besonderer Aufmerksamkeit nachgeht. Mehr als
nur verstreute Hinweise und Andeutungen von der Jugend bis
ins hohe Alter gibt es nicht. Mit dem Sprachgebrauch unserer
Gegenwart, wenigstens der deutschen, die in Bezug auf die
Juden zwei Gruppen fest abgrenzt, die eine als ,,Antisemiten"
und die erheblich kleinere der ,,Philosemiten", kommt man den
Menschen der Goethezeit nicht nahe. Mit Deutlichkeit muBl
festgestellt warden: Goethe ist weder das eine noch das andere.
Trotz manchem Ausspruch ist er weder ein Judenfeind, noch
ist er ein Judenfreund, auch dann nicht, wenn er sich mit
seinem weiten und tiefen Blick in historische, religiise und
gesellschaftliche Zusammenhinge iiber das Judentum sym-
pathisch liulert. Wir kommen zu dem Ergebnis, daB Goethe,
wire die Gesamtheit des Themas in seinen Horizont getreten,
sicherlich eine neutral und abwitgende Studie geschrieben
hatte.
Wenn man die Entwicklung des Deutschen Judentums an
Goethes Lebenszeit abmiBt, also von der Mitte des 18. Jahr-
hunderts bis zum ersten Drittel des 19., ergibt sich die kurze
Formel: vbm Ghetto bis zur Emanzipation. Goethe hat die
Einpferchung erlebt und auch die Befreiung, zwei Zustands-
formen, die fiir uns Juden ein ungeheures Stick Entwicklung
und ein Kapitel Weltgeschichte bedeuten. Aber nur die
Emanzipation war fir Goethe, den Geheimrat, etwas wie ein
Ereignis und, wie wir feststellen miissen, kein willkommenes.
Es ist ein Gesprach mit dem Kanzler Miiller liberliefert, in
dem Goethe schier entsetzt vot der Miglichkeit spricht, es
konne wohl gar ,,eine Jiidii Oberhofmeisterin" warden.
Zuwider ist ihm auch die Mischehe: der Generalsuperintendent
solle lieber seine Stelle niederlegen, als eine Jiidin in der Kirche
im Namen der heiligen Dreifaltigkeit trauei. Wenn Goethe
sich hier als der fromme Christ bekundet, der er nicht immer
war, darf er bei seiner Abneigung gegen die Juden-Christen-
ehe doch auf die Zustimmung vieler Juden rechnen.
Wie aber stand der junge Goethe oder besser gesagt der
reife, der die Eindriicke des jungen in ,,Dichtung und Wahr-
heit" riickblickend festlegte, wie stand er zum Ghetto? Er
urteilt nicht, er verurteilt nicht, er registriert. Das Ghetto
ist ein Gegebenes, ist ein Faktum, die Juden warren in einem
besonderen Sinne exterritorial. Der Knabe wundert sich nicht
weiter dartiber, daB in den Kronungstagen des Jahres 1764
,,die Juden in ihrer Gasse eingesperrt" warden. Eindrucks-
gierig, wie er ist, durchwandert er an anderen Tagen selbst
das Judenviertel. Der Anblick ist nicht erfreulich, das wollep
wir glauben, Schmutz und Gewimmel und Schacherei. Wie
kann es in einem Kafig anderc aussehen, in dem Menschen
eingesperrt sind, abgezweigt von alien Bedingungen des
gesitleten Lebens und Erwerbes"' Da immerbin regt sich schon
etwas wie Kritik. Wenn Goethe von der in Chroniken uher-
lieferien ..Grausamkeit der Juden gegen die Christenkinder"
spricht, gebraucht er die Wendung ,,alte Marchen" und er
vergift nicht zu erwahnen, daB man .,in der neueren Zeit
besser von der Juden dachte."
Trotzdem, der Jude ist der Paria, ist Gegenltand des
Spottes und der Verachtung. Der Knabe verlangt zwar schon.
hebraisch zu lernen. er lernt es auch, nicht ohne uber die
Lauigesetze dieser Sprache ironisch zu erstaunen: aber um


seine mannigfaltigen Sprachkenntnisse zu verwerten und
zugleich in friihem Dichtertriebe versucht er sich an einem
vielsprachigen Roman, in dem eine Figur sich des ,,komischen
Judendeutc"bfs. bedient. Ist dies nun etwa ,,antisemitisch?"
Der namhche Kriabbe befat sich nlmlich auch sehr ernsthaft
mit dem Alten Testanient. Nicht alles nimmt er glubig hin,
aber das gelobte Land reizt seine Einbildungskraft zu
lebendigster Zustimmung. Er rlihmt die Erzvlter, die dem
Hirtenstande angehdrten und damit besonders begnadet
waren. Abraham hat einen,,sanften, urvAterlichen Charakter",
die .iidische Religion ist auf unerschtftterlichem Glauben ge-
griindet und ,,die Glaubensf&higkeit jener Ahnherren steht
in hellstem Licht." Joseph wird hoch belobt; im Jahre 1920
will ja auch Paul Piper eine Jugenddichtung Goethes
,,Joseph" aufgefunden haben; um ihre Authenzitht ist freilich
viel gestritten worden. Und der junge Menseh versenkt sich
immer wieder in die Bticher Mosis. Dort fand er sich
,,unter den ausgebreiteten Hirtenstammen zugleich in der
gr6&ten Einsamkeit und in der gr6ilten Gesellschaft." Das
darf man wohl feststellen in einer Zeit wie der unseren, in
der sogar vom Katheder her doziert wird, das Alte Testament.
sei unwUrdig, von Christen und Deutschen beachtet zu
werden.
Immer wieder finden wir dann Aeu.Berungen Goethes, die
Widersprtiche ergeben, weil er eben zur ,,Judenfrage" keinen
prinzipiellen Standpunkt einnimmt. Im ,,Jahrmarktsfest zu
Plundersweilen", dem flichtig hingeworfenen Gelegenheits-
stiickchen, in dem Puppenspiel, das wiederum eine Einlage in
dem Stiick ist, gibt es ein ZwiegesprIch zwischen dem Konig
Ahasverus und Haman. Der Gtlnstling warnt den K6nig vor
den Juden: ,,Der Jude liebt das Geld und fiirchtet die Gefahr",
heiBft es da. Ahasverus wendet sehr verntinftig ein, dai
andere, die ,,unbeschnitten" sind, ebenso seien. Aber Haman
sagt verscharfend den Juden nach, dali sie ,,durch Geld den
Schliissel aller Herzen" f&nden und daB dieseses schlaue Volk"
die herrschende Ordnung unterwithle, weil es sonst flir sich
selber nichts zu hoffen habe. Im ,,Clavigo" finden wir das
bitter Wort vom ,,jiidischen Ab- und Zulaufen". In dem Auf-
satz: ,,Zwo wichtige biblische Fragen" nennt Goethe das
jtidische Volk, ,,einen wilden, unfruchtbaren Stamm", das edle
Reis Jesus Christus sei dann darauf gepfropft worden. In
Einzelgesprachen meint er, daB die Juden keinen point
d'honneur beslilen und daB sie gern iibertrieben. Auch in
einem Gesprich mit Eckermann erwRhnt er die Liebe der
Juden zum Gelde, wobei man in aller Ehrerbietung feststellen
darf, daB er selbst in der Wahrnehmung materieller Inter-
essen nicht untiichtig gewesen ist.
Diese AeuBerungen Goethes sind nicht liebevoll. Aber
immer wieder erhebt sich die Stimme des Gewissens und des
besseren Wissens. Das Kleine mag ihm mififallen, das GroBe
findet seine, man darf sagen, instinktive Zustimmung. Er ist,
wie wir gesehen haben, gegen die Emanzipation, aber er
stellt auch fest, dall er die Bekanntschaft mit ,,vielen geist-
begabten. feinfuhligen Mannern dieses Stammes" gemaebt
habe. Er hat zwar seine EindrlUcke aus dem Frankfurter Juden-
nertel nicht mit Sympathie gezeichnet, aber spiter erklairt er,
dal daran ..mehr Scheu vor dem Ratselhaften" beteiligt war,
und dal er den ,,Reflex der christlichen Manner und Frauen"
wiedergegeben babe. Das geschah in einem Karlsbader
Geprdch mit dem Jiudischen Bankier Laemel aus Prag. Sollte
e- nur Hiflichkeit gewesen sein? War es gegen beasere
Ueberzeugung gesagt, wenn er in derselben Unterhaltung
Eeiner Bewunderung vor dem ,,bibelschopferischem Volk"
Ausdruck gibt und vor dem .,Dichter, der das Hohelied






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gesungen hat?" Vielfaltig lfit sich erharten, dai er es nie ar
Achtung, an Verstandnis, ja nicht an Liebe fehlen latlb, weni
ihm in der Ueberlieferung und Geschichte der Juden vor
bildliches Wesen und tiberragendes Menschenitum entgegen
traten. In seinem letzten Gesprach mit Eckermann, elf Tag<
vor seinem Hinscheiden, in diesen wahrhaft endgiiltiger
Bekundungen wird bemerkt, daB auch die vorchristlicher
Volker schon grole Flhrer besessen hatten, und erwihnf
werden dann auch die ,.grofen Juden des Alten Testamentes."
Individualist und Autoritatsmensch, macht Goethe, wenn
er von den Juden spricht, den Unterschied zwischen der rohen
Masse und den flibrenden Pers6nlichkeiten. In ,,Wilhelm
Meisters Wanderjahren" spricht er davon, daldas ,,jiidische
Volk" niemals viel getaugt habe, aber er betont auch, daB die
AnfUhrer, die Richter, Vorsteher und Propheten dem Volk
das auch immer vorgeworfen hatten. Und stets wieder zu
einer miglichst gerechten Einstellung umschwenkend, ftigt er
sofort hinzu, dal dieses Volk, das ,,wenig Tugenden und die
meisten Fehler anderer VlIker" besitze, iugleieh ,,an
Festigkeit, Tapferkeit und an ZAheit seinesgleichen sucht.
Es ist das beharrlicbste Volk der Erde, es ist, es war, es wird
sein, um den Namen Jehovas durch alle Zeiten zu ver-
herrlichen.'"
In den ,,Maximen und Reflexionen" bewundert er an den
Nachkommen Jakobs die Energie und ihr entschiedenes
Streben; an anderer Stelle vermerkt er ,,die hartnackige Per-
sonlichkeit" dieses Stammes. Mehr noch, er wirkt.in der Praxis
gegen die traditionelle Verh6hnung der Juden von der Btihne
her. Der Theaterdirektor Goethe verbietet diese Verspottung.
.,Es ist echiindlich", so sind seine Worte iiberliefert, ,,eine
Nation, die so ausgezeichnete Talente in Kunst und Wissen-
schaft aufzuweisen hat, an den Pranger zu stellen". Aus
.einer Zeit heraus falt er, wie man sieht, die Juden als
,,Nation", als eine in sich ganz geschlossene Gemeinschaft auf,
und er bezeugt ihr dann in seiner Studie ,,Ueber die Liebe des
Valerlandes" ..Palriotismus, mehr als hundert leibeigene
Geschlechter". Talent in Kunst und Wissenschaft: Moses
Mendelssohns Talent wird er anerkannt haben, wenn er auch
in einem Brief an Fritz Jacobi von ,,jftdischen Pfiffen"
spricht. Aber dann kam der junge Enkel Felix und bezauberte
ihn. Der Knabe wird der Lehrer des ewig lernbegierigen
Alhen. Er vermittelt ihm die deutschesten Meister: ,,Von der
Bachschen Epoche heran," so schreibt Goethe an Zelter, ,,hat
er mir wieder Haydn. Mozart und Gluck zum Leben gebracht,
von den groBen neueren Technikern hinreichende Begriffe
gegeben." Und als Felix ihn im Jahre 1830 zum letzten Male
besuchr, spielt er Weber und Beethoven. Goethe sitzt dabei
,,in einer dunklen Ecke. wie ein Jupiter tonans, und blitzt mit
den alten Augen." Man darf sagen, daB Goethe, hatte er noch
mehr Juden naher kennen gelernt, aus seiner mit Negation
gemischten Einstellung mehr zum Positiven gekommen wtre.

Und wie nun war das Verhaltnis der Juden zu Goethe?
Damit kommen wir auf die Kehrseite unseres Themas. Auf
jiidischer Seite traf er Gegner, aber im Laufe der Zeit hat er
immer mehr Verstandnis und Verehrung gefunden. Heinrich
Heine erfuhr yon ihm die bekannte, kurze Abfertigung; zwei
selbstbewufite K6pfe stielBen aneinander. Heine war ver-


Was leistet der JiiU
Von Dr. Bertha
,,I am a woman and a Jew!"
,,Frau bin ich und Jiidin!" (I am a woman and a Jew).
So lautet der Titel eines vielgelesenen amerikanischen Buches,
das in den letzten Jahren druiben einiges Aufsehen erregte.
Die gleichen Worte k6nnte man liber das Tor der grolien
jUidisehen Vereinigung schreiben, von der wir hier sprechen
wolilen: den Jildischen Frauenbund.
Denn in ibnen schon ist der Kreis der Mitglieder um-
sehrieben, die fiir den Jiidischen Frauenbund in Betracht
kommen. In unserer auien wie innen parteizerkliifteten Zeit
muig man immer wieder darauf hinweisen, dali sich hier ein
Kreis geschlossen hat, wo am ,,Runden Tische" wie in
London, aber zum Gliiok friedlicher und ergebnisreieher -


i rgert, er blieb auch kritisch, aber es ehrt ihn, dal er aus
Sseiner nicht unverschuldeten Verstimmung zur Achtung vor
- dem ,,klugen Kunstgreis" zurtickfand und sich besonders filr
Sden ,,Westistlichen Divan" begeisterte. B6rne, von seinem
politischen Standpunkt aus, hat den Dichter befehdet, mit sehr
h arten und nicht immer gerechten Worten. Er haflte die
Hofleute und die Monarchen, also kampfte er auch gegen
diesen ,,Hofmann", ,,Stabilitiitsnarren" und Monarchen der
Literatur.
S Dies ist aber wohl das einzige Zeugnis, dai ein Jude von
Sh6herem geistigen Rang, getauft oder ungetauft, die Front
Sgegen Goethe genommen hat. Um die Verbreitung seines
Werkes und seines Ruhmes, um das Verstandnis seiner
Schriften haben sich vorzugsweise Juden und Jiidinnen ver-
dient gemacht. In den Berliner Salons um die Wende des
achtzehnten Jahrhunderts, die freilich nicht durchaus nur
jlidische waren, wurde der Enthusiasmus ftir Goethe geradezu
anbetend gehegt. Rahel tragt seine Fahne voran. Sie ist voll
von,,namenloser Liebe und bewundernder Verehrung fiir den
herrlichsten Mann und Menschen." Goethe lilit sich die
Huldigungen nicht ungern gefallen, aber er hatte es nicht
getan, wenn dieses Madchen, diese temperamentvolle Frau
jiidischen Ursprungs nicht wirklich, wie er sagte, ,,etwas
Seltenes" gewesen ware, ,,eine sch6ne Seele; man flihit sich,
je naher man sie kennen lernt, desto mehr angezogen und
lieblich gehalten." Rahels Briefwechsel mit Varnhagen wird
von Goethe im Cotta'schen Morgenblatt publiziert, und noch
fiinfzehn Jahre nach dem Tode Goethes erinnert sich Ecker-
mann, wie der Dichter es anerkannt habe, dafl Rahel eine der
ersten gewesen sei, die ihn verstanden und erkannt habe.
Seit jener Zeit ist das Interesse der Juden an Goethe
niemals erloschen, es hat sich immer noch gesteigert. Die
wissenschaftliche Mitarbeit gelehrter Juden an der Erfor-
schung von Goethes Leben und Schaffen ist iiberaus grol. In
den Jahrbiichern der Deutschen Goethegesellsehaft finden
sich immer wieder jiidische Namen. Ludwig Geiger hat viele
Bande dieser Annalen redigiert. Wir wollen uns dessen nicht
rithmen, aber die Feststellung muB erlaubt sein, daB die
meisten Biographen Goethes besonders der letaten Jahrzehnte
Juden gewesen sind, von Heinemann bis zu R. M. Meyer. von
Bielschowsky und Wittkowski, von Georg Simmel und Emil
Ludwig bis zu jenem monumentalen Goethebuch, das wir dem
uns schon entrissenen Gundolf-Gundelfinger zu verdanken
haben. Alle diese Bficher sind ebenso Wahrzeichen judischer
Geistesarbeit, wie sie in Deutschland, in seinen wissenschaft-
lichen Pflanzstatten und erst recht im Bfirgertum Denkinnle
fiir Goethe geworden sind.
Wenn die Juden von Goethe viel empfangen haben.
manchen Tadel und manches Lob, vor allem aber sein niemals
ganz aussch6pfbares Lebenswerk, so dtirfen sie auch sagen,
dali sie ihn in sich aufgenommen und geistig sich angeeignet
haben.- Oft genug in schweren Zeiten zu ihrer Aufrichtung
und zur Starkung ihres Widerstandes gegen diejenigen, die
ihnen das Recht absprechen, an der deutschen Geisteskultur
mitzuwirken. Sie k6nnen und diirfen mit Goethe selber
sprechen, der in ,,Wilhelm Meisters Wanderjahren" den Satz:
,,Wo mir's wohlgeht, ist mein Vaterland" dahin besser au?-
drfickt: ,,Wo ich niitze, ist mein Vaterla:utLd_" ...._


Angehirige aller jiidischen Parteien nebeneinander sitzen
und sich zu gemeinsamer Arbeit vereinen: Orthodoxe mit
Liberalen, Zionisten mit Reformjuden. Kaum auBer in
den Logen, die auf anderer Basis fuflen gibt -es einen
Maiinner-Bund, der Atber alle Parteien hinweg nur das Juden.
turn als Bindung anerkennt.
Audh dieser Bund des Friedens freilich ist eine Frucht
des Kaimpfes. Ein antisemitisdhes Intermezzo aul einem
interkonfessionellen Frauen-Kongrefl im Jahre 1904 war es.
das zuerst den Gedanken eines Jidischen Frauenbunde, in
den Kipfen einiger denkender didiadher Frauen hervorri..f.
Seitdem aber ist aus einem Werke der Abwehr ein Work des
Aufbaus geworden: vielleicht eine symbolhaft bedeutsame






- 32 -


Entwicklung, geeignet, auch anderen Abwehrvereinigungen
den Weg zu zeigen.
Der Jtidis'he Frauenbund spannt sein Netz wait iiber
Deutschland hinaus zum Weltbund Jiidischer Frauen, der
zukunftsreichen Griindung der letzten Jahre. Allein in
Deutschland umfafit er zur Zeit 37 Ortsgruppen, zehn Landes-
und Provinzialverbiinde: Etwa 50000 Frauen haben sich in
seinen 400 Vereinen zusammengeschlossen. Es ware ein
allzu ,,weites Feld", hier von der Wirksaimkeit aller dieser
Vereine und Verbande Redhensohaft zu geben; darum soll
hier nur von der Einzelarbeit in einer Zelle freilich in
einer der wichtigsten fir die Gesamtentwicklung die Rede
sein: von dem Verbande Berlin des Jidisohen Frauenbundes.
Seitdem vor etwa 20 Jahren die Ortsgruppe Berlin ge-
griindet wurde, zeigte sich mit dem Wachsen der Weltstadt
in wachsendem MaBe, dai hier besondere Daseinsbedingungen
eine besondere Behandlung erforderten. Um m6glichst viele
Bezirke der Weltstadt und m6glichst viele Frauenvereine zu
erfassen. und um trotz der Ausdehnung und Vielgestaltigkeit
der Stadt der eigenen Arbeit den einheitlichen Charakter zu
erhalten, schritt man in den Jahren 1926 bis 1928 zur
Dezentralisation. An Stelle der bisher in verschiedenen Stadt-
gegenden zu verschiedenen Zeiten stattfindenden Versamm-
lungen und Vortrige griindeten sioh einzelne Bezirksgruppen,
die sich zu gemeinsamer Arbeit zusaanmensehlossen. Wachsende
Not der Nachkriegszeit, die nicht nur gemeinsames Wirken,
das beim Nachbar anfing, zur Pflicht machte, sondern den
Besuch und die Teilnahme an aalen Gemeinsamkeiten mit der
Zeit bei einem groBen Teile der Mitglieder sogar vom Fahr-
geld abhangig machte, zeigte, wie hier ein richtiger Gedanke
zur rechten Zeit gekommnen war. Allmiihlich wurde aus der
Ortsgruppe Berlin der Verband Berlin des J.F.B.E.V. mit
15 Bezirksgruppen und 26 angeschlossenen Vereinen.
Jede Bezirksgruppe hat ihren eigenen Vorstand, ihre
regelmafiigen Zusamnmenkiinfte, ihre Kurse oder Arbeits-
gemeinschaften. Daneben aber schaffen sich die einzelnen
Bezirksgruppen ihre besonderen Arbeitsgebiete. Die Vor-
sitzenden der Gruppen bilden gemeinsa.m mit dem Haupt-
vorstand und einigen besonders tAtigen Mitarbeiterinnen den
Gesamtvorstand. Er kommt vierteljthrlich zusammen. Nur
mit seiner Bewilligung k6nnen Beschltisse und Neu-
einrichtungen durchgefifhrt werden.
Die Aufgaben des Jiidisdhen Frauenbundes und somit
auch des Verbandes Berlin liegen auf zwei grolen Gebieten:
Erziehungsarbeit und soziale Arbeit.
In moderner Ausprigung des alten Erziehungsgrund-
satzes ,,Charity begins at home" ,,Jeder kehre vor seiner
Tiir" k6nnte man es vielleicht iibersetzen wird vor allem
immer wieder versucht, durch Vortrige, Kurse, Arbeits-
gemeinsebaften sowie durch persinliche Bertihrung Gleioh-
giiltige und Abseitsstehende wieder dem Judentum, seinen
Ideen und Forderungen, zurtickzugewinnen. Alle Fragen und
Aufgaben der jiidischen Gemeinschaft werden in immer er-
neuten und vertieften Diskussionen behandelt; das hier
geweckte Verstandnis erst vertieft auch- die Erfassung der
Pfl'ichten der jiidischen Frau in Haus und Gemeinde. Gerade
in diesem Winter ftihrt z.B. ein stark besuchter ,,Schulungs-
kursus" die Mitglieder in Wohlfahrtspflege und Jugend-
ftirsorge ein. Tun und HEren Hdren und Tun: die Grund-
pflichten des Voikes Israel am Sinai werden auoh hier immer
neu zu befestigen gesucht.
Denn der Erziehungsarbeit schliefit sich nun als gleich-
beredhtigte Schwester die soziale Fiirsorge an. Fiirsorge fiir
weibliche Jugend wie fiir weibliches Alter: das war ja der
soziale Grundgedanke des Bundes. Das Mldchenwohnheim
in der Rosenthaler StraBe 40/41 sorgt gegen maBfiges Ent-
gelt das in besonderen Fallen auch noch herabgesetzt
wird fir ein behagliches Heim der Berufstitigen. Hier
werden die Freitagabende und die Feiertage wie in einer
groBlen Familie gefeiert; hier finden auch in neuester Zeit
cine Anzahl von Fortbildungskursen statt, die zumeist yon
Berufslehrerinnen geleitet werden und die es den Berufs-
tittigen oder besonders den zur Zeit Arbeitslosen erm5glichen,


duroh neue Kenntnisse neue Arbeitsm6gliohkeiten oder
verbesserte Arbeitsmiglichkeit sich zu erschlieBen.
Aehnliche Erwigungen schufen das Studentinnenheim
(Auguststrafie 14/15). Hier hietet sich den vielen jungen
Miidchen, die zum Zweoke der Ausbildung nach Berlin
kommen, aus kleineren Platzen, manchmal aus dem Auslande,
oft nach schweren Opfern und Entbehrungen, die ihnen erst
die Verpflanzung erm6glichten, ein Heim, wo sie unter liebe-
voller miitterlicher Leitung ihren Studien nachgehen kbnnen.
An'hangliohkeit der schon im Berufe Stehenden beweist noeh
nach Jahren, wie dankbar die junge Studentin solcher er-
witrmenden Fiirsorge war und ist.
Neben der kimpfenden und viellfach bedrohten Jugend
unserer Tage lag die ganz besonders driickende Notlage des
Alters in unserer Zeit dem Frauenbunde am Herzen. Jeder
von uns weifi, wie viele Greise und Greisinnen, die frilier
in behaglichen Verhiltnissen lebten, ja die selbst zu den
Gebenden gehBrten, infolge des Krieges und der, Inflation
ihre Hoffnung auf ein sorgenfreies Alter schwinden sahen.
Ihnen allen, Mdinnern wie Frauen, wird in den Altersheimen
GroflbeerenstraBe 74 und Kinigsallee 11 a (im Grunewald)
ein friedlicher Lebensabend bereitet. Besonders wohltuend
wird es von ihnen empfunden, daR man in jeder Weise ver-
sucht, das Heim ihrer friiheren Lebensftihrung anzu-
gtleichen als Familie auszugestalten. Gemeinsame El-
zimmer und Gesellsdhaftszimmer vereinen die Insassen oft zu
behaglichem Zusammensein.
Nun aber gesellt sich zu dieser within sidhtbaren Arbeit
in den vorerst erforderlichen Bahnen eine Ftille von neuen
Arbeitsversuchen, die mit Hingebung und oft mit schonem
Erfolge unternommen worden sind. So bildete sich der neue
und wichtige Arbeitszweig der ,,Nachgehenden Fiirsorge" in
den.letzten Jahren weiter und weiter aus. Hier werden die
Miidchen, die aus dem Bundesheim Neu-Isenburg entlassen
wurden und nun in Berlin eine Stellung annehmen, durch
verstiindnisvolle Frauen weiter begleitet ohne sie zu
bevormunden und doch in der Art, daBl sie grade in dem
gefahrlichen Augenbliok, da nach jahrelanger Behiitung durch
das Heim zum ersten Male die GroBstadt sich ihrer
bemichtigt, das Geftihl in ihnen lebendig bleibt: ,,Es ktimmert
sich einer um dich!"
In der Beratungsstelle fir Frauen und Jugendliche (in
der Synagoge Fasanenstralie) ist manche Ehenot und Er-
ziehungsschwierigkeit den warmherzigen und geschulten
Beraterinnen schon vorgetragen worden. In neuerer Zeit
besuchen die Mitarbeiterinnen dieser verantwortungsvollen
wie vielumstrittenen Aufgabe Kurse des individualpsycho-
logischen Seminars, um sich auch die Werkzeuge moderner
Psychologie dienstbar zu machen.
Eine Bezirksgruppe unterhilt eine Kindertageslkolonie.
Wer jemals die Wohnstatten und kargen Spielplatze der
jidischen Kinder aus dem Osten und Norden Berlins gesehen,
hat, der weif, welche Wohltat es fUr diese bleichen Groli-
stadtpflunzchen bedeutet, wenn sie vom Mai bis zum September
unter der Obhut einer Kinderglirtnerin in einem freigelegenen
Vorort zusammenkommen, spielen, verpflegt und beauf-
sichtiigt werden. Gesundheitlich wie erzieherisch sind hier
ausgezeichnete Erfolge erziellt worden.
Aehnliche Stunden der Erholung und Erfrischung will
man in einem anderen Bezirk durah die Sohaffung der
,,Lichten Stunden" bieten: Kleinrentner kommen dort mit den
Frauen der Bezirksgruppe in behaglichem Raume zusammen
und vergessen bei Vorlesungen, Musik und einfacher Be-
wirtung die Not des Tages.
In reicherem Mafie noch wird die Aufgabe, manchem
dunklen Leben ein paar lichte Tage zu bieten, erfiillt, wenn
es gelingt, die geringe Summe fir den Besuch des Erholungs-
heims des J. F. B. in Fangschleuse bei Erkner aufzubringen.
Hier werden im Sommer vorwiegend berufstitige Madchen
und Frauen, in den Herbst- und Wintermonaten auch Ehe-
paare, sorglich und liebevoll aufgenommen und ritual ver-
pflegt. Mancher hat sioh hier schon verlorene Frische und
Stahlung fir neuen Lebenskampf zurtickerobert. In diesem
Winter der Not haben fuinf Bezirksgruppen in Riaumen der






- 83 -


betr ffenden Wohlifahrtskommissionen fiinf sogenannte warme
Stuben eingerichtet, in denen die Mitarbeiterinnen warm'es
Essen bereiten und Alte und Junge in hellen, warmen Riumen
betreuen und ihnen Unterhaltung durch Zeitungen, Spiele
und Ihnliches verschaffen. Selbstverstindlich arbeiten die
Milglieder des Berliner Frauenbundes nicht nur in der all-
gemeinen Winterhilfe mit, sondern sind zu einem bedeutenden
Teil auch stiindige Mitarbeiterinnen des Wohlfahrtsamts der
jiidischen Gemeinde
und in den Wohl-
fahrtskommissionen .
der Stadt.
Es wlirde zu weit
flihren, hier von
alien den 19 Son-
derarbeitsgebieten,
die sich der Ver-
band Berlin des J.
F.B. in den letzten
Jahren erschlossen
hat, Rechenschaft zu
geben. Nur noch
auf zwei mir be-
senders wichtig er-
scheinende Einzel-
aufgaben sei hier P
hingewiesen. Die
eine ist die Grimn-
dung des Vereins
jiidischer Hausan- 0
gestellten. Hier wird
versucht und mit
Erfolg versucht -,
diesen Beruf, der
in den Zeiten der
heirschenden Ar-
beitslosigkeit fuir
viele junge Mid-
chen wertvoll ge-
worden ist, mdg-
lichst den anderen
Berufen anzu-
gleichen und einer
unverdienten, aber
weit verbreiteten Sederschiissel aus de


Nichtachtung zu entziehen: Zusammenkiinfte linden in
kurzen Zwischenriumen statt, die jungen Mitglieder werden
sachkundig beraten und geistig angeregt, miglichst auch in
den Pfliohten und Reohten ihres Berufes unterwiesen. Die
andete ist die erst kiirzlich eingeleitete Soziale Gerichtshilfe:
eine Anzahl von hierftir besonders geeigneten Mitarbeiterinnen
nimmt Gelegenheit, ilber die Lebensumstande und Familien
jiidischer Angeklagter Erkundigungen einzuziehen, um vor
dem ersten Termin
dem Richter ein ge-
7Ji I trees Bild der Urn-
welt der Ange-
Jklagten zu geben.


In den ,,Spriichen
der Vdter" heift es:
,,Rabbi Tarfon
spricht: Der Tag
ist kurz; die Ar-
beit ist gehluft; die
Arbeiter sind trage;
der Lohn ist grofi
- und der Haus-
herr drangt." Jedes
einzelne dieser
Worte kinnte von
der iiberreichen Ar-
beit des Jiidischen
Frauenbundes gel-
ten bis auf das
eine: die Arbeiter
sind nicht trage, wie
wir eben gezeigt
zu haben hoffen.
Hoffen wir, dafi
jede jtidische Frau
von der Griie und
Verantwortlichkeit
dieser Arbeit sich
durchdringen lat
undmitarbeitet.Denn
..,,der Lohn ist
grofi".


Mm 18. Jahrhundert


Helfet dem jiidischen Kinde!
Von Else Cohn


Unauslischlich haben sich die Kriegs- und Hungerjahre
in unser Gediichtnis eingegraben. Die Zerstirung der Wirt-
schaft, wie wir sie in den Jahren der Inflation erlebt haben,
ist leider noch nicht beendet. Lingst ist erkannt worden, daB
neben der allgemeinen Not eine besondere jiidische Not be-
steht, iiber die in diesen Blittern oft gesprochen worden ist.
Wir sehen bei den in Deutschland wohnenden Juden
Zustiinde iiulerster Not, die wir friiher ffir unmiglich ge-
halten haben. Gebieterisch driingt sich uns alien die Pflicht
auf im Sinne einer Gemeinschaft, nicht mehr allein aus dem
persiinlichen Bediirfnis des Wohltuns, den Wiederaufbau dort
zu beginnen, wo er den gril8ten Erfolg verspricht: b e i der
Jugend.
Die Pflege der Jugend und die Fiirsorge fiir ihre Gesund-
heit, ihre Erziehung, ihre berufliche Vorbildung und Beratung
wuchs an Bedeutung von Jahr zu Jahr. Einem Ausschnitt aus
dem Gebiet der Jugendhilfe sollen diesc Betrachtungen
gewidmet sein: der Erholungsfiirsorge.
Die friiher von verschiedenen Einrichtungen und
Vereinen getrennt voneinander verfolgten gesundheitlichen
MaBnahmen wurden im Jahre 1924 von Eugen Caspary zu
einem organisatorischen Ganzen in der Erholungszentrale fiir


jiidische Kinder zusammengeschlossen. In ihr fanden sich die
bis dahin getrennt arbeitende Jiidische Kinderhilfe, der
Verein fiir Ferienkolonien jiidischer Kinder und das Wohl-
fahrtsamt zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Der
Geist einer modernen Gesundheitsfiirsorge durchdrang
unsere gesamte Erholungsfiirsorge: Verschickung nicht mehr
als isolierte MaBnahme, sondern eingereiht in das pflegerische
System des Wohlfahrtsamtes. Die in den Bezirken be-
stehenden Kindersprechstunden, die in regelmHiBigen Ab-
stiinden von Kinderiirzten ehrenamtlich abgehalten werden,
die Stellen also, die eine grole Zahl der zur Verschidcung
gelangenden Kinder bereits kennen, stellen die Atteste aus.
Nach erfolgtem Aufenthalt im Kinderheim geht der Bericht
iiber den gesundheitlichen Erfolg sowie iiber die gemachten
Erfahrungen, der sich aus dem liingeren Zusammensein mit
dem Kinde ergibt, zuriick an diese Stelle. Und nun sett das
ein, was erst den Heimerfolg festigen ikonomisch ge-
sprochen: eine relative hohe Aufwendung, wie es die MaTl-
nahme einer Verschickung darstellt, rechtfertigen kann::
die nachgehende Fiirsorge. Da werden Lebensmittel als
zusiatliche Nahrung verabfolgt, Lebertran, Hbhensonne
werden gegeben. Haben sich Erziehungsmiingel heraus-






- 84 -


gestellt, so wird eine Unterbringung im Hort veranlaBt, oder
es folgt eine sonstige Nachbehandlung, nicht selten auch eine
heilpidagogische Beratung.
Hatte friiher auch ein Teil der durch irztliches Attest
als bediirftig -gemeldeten Kinder unberiicksichtigt bleiben
miissen, so waren wir uns doch des zusiitcihen Charakters
gerade in der Erholungsfiirsorge bewuBt. Die stidtischen
Jugendimter verschickten einen Teil jiidischer Kinder, der
fir unsere Verschickungen dadurch ausscheiden konntc.
Andererseits wurden fiir die jiidischen Kurverschickungen
nicht unerhebliche Zuschiisse durch das Hauptgesundheitsamt
der Stadt Berlin gewihrt. Fiir das kommende Jahr hiren
infolge der SparmaBnahmen der Stadt Berlin VersChidungen
und Zuschiisse vollstlindig auf.
In friiheren Jahren konnte das Wohlfahrtsamt der
Jiidischen Gemeinde iiber 2000 Kinder verschicken, die
schlechten finanziellen Verhiiltnisse gestatteten nur noch,
im Jahre 1929 1158 Kindern mit 62575 Verpflegungstagen,
im Jahre 1930 810 Kindern mit 33 257 Verpflegungstagen,
im Jahre 1932 604 Kindern mit 22 361 Verpflegungstagen
einen Erholungsaufenthalt zu gewiihren.:
Der Etat fiir 1932 gibt dem Amt nur noch die Muglich-
keit zur Verschickung von 350 Kindern. Hier muB die
private Wohltitigkeit eintreten und
helfen dem jiidischen Kinde.
Dem gegeniiber ist die Schar der zu vershickenden
Kinder gewaltig angestiegen. Weite Schicten des friiheren
Mittelstandes treten mit "Verschickungsgesuchen an uns
heran. Vor allem aber hat die langjihrige Arbeitslosigkeit
der Eltern bei vielen Kindern schwere Schiidigungen hinter-
lassen. Sie befinden sich in schlechtem Ernahrungszustand
und sind Krankheiten aller Art, vor allem Infektions-
krankheiten, mehr ausgesett. Der seelische Druck, unter
dem die Eltern infolge der Not stehen, wirkt sich anu bei
den Kindern aus als psychische Sturung, schwere ingstliche
Verstimmungen. Schon bei sechs- und siebenjiihrigen Kindern
treten LebensiiberdruBgedanken und Selbstmordversuche auf.
Diese Erscheinungen erfiillen Aerzte und Fiirsorger mit
schweren Sorgen. Um wieviel mehr aber die Eltern, die von
den tiiglichen Niten im Kampf urs Dasein erfiillt, von Tag
zu Tag beobachten miissen, wie die Kinder kriinkeln, blaB
und nerviis werden, und keinen Ausweg sehen, den Kindern
die Pflege angedeihen zu lassen, die ihnen not tite. Wenn
eine verhiirmte Mutter zu uns kommt, von der Not ge-
zeichnet, und wir nach der Ursache forschen, warm das
Kind kurbediirftig wurde wir wagen heute gar nicht
mehr, die Notstiinde aufzudecken, weil wir ihnen machtlos
gegeniiberstehen. Da heiBt Appetitlosigkeit nur allzuoft, daB
die Kinder nicht satt zu essen haben. Wie ein kleiner Sieben-
jahriger sagte, der in der Schule schon lange durch sein ge-
driicktes Wesen auffiel, und in seinen Leistungen versagte:
,,Ja, wenn ich mal etwas anderes als Brot zu essen bekimc.
hitte idA auhd Appetit." Hier helfend eingreifen, bedeutet
nicht allein, Kindern die Gesundheit wiedergeben, es be-
deutet auBerdem, verzweifelnden Eltern wieder Mut machen,
sie wieder an den Hilfswillen und an Hilfsmrglichkeiten
der Gemeinschaft glauben zu lassen; denn kehren diese
Kinder sonnengebriunt, gekriftigt und strahlend zu ihren
Eltern zuriick, dann ist das mehr als die Verschickung eines
Kindes: es ist die Stiitung einer wankenden Familie, ein
Stein zum Wiederaufbau einer ganzen Generation. Dort, wo
der Gesundheitszustand nicht unbedingt eine Verschickung
erfordert, werden die Kinder durch das Wohlfahrtsamt der
b rtlicen Erholungsfiirsorge zugefiihrt. Seit 1929 besit3t die
Gemeinde in der ExerzierstraBe eine Freilufthalle, die die
Kinder tagsiiber aufnimmt. Die Kinder werden aus dem
Jiidischen Krankenhaus zu den Mahlzeiten versorgt, und die
Bewegung in frischer Luft und die nach Tisch durchgefiihrte
Liegekur baben zu gulen Erfolgen gefilhrt. Besonders be-
wiAhrt haben sich diese Kuren bei Rekonvaleszenten und bei


Kleinkindern, bei denen der Erholungserfolg im Heim oft
ausbleibt durch zu lange Trennung von den Eltern.
In dankenswerter Weise wurden in Nikolassee vom
Jiidischen Frauenbund wihrend der letiten beiden Sommer
auf einem Villenterrain Kinder aufgenommen und in
iihnlicher Weise tagsiiber versorgt mit demselben giinstigen
Erfolg.
Zu den groBen Ferien werden vom Wohlfahrtsamt
Tageskolonien eingerichtet, die sich bei der Schul-
jugend groBer Beliebtheit erfreuen. Die Zahl der dort unter-
gebrachten Kinder stieg in den let3ten Jahren bis auf 1000
und trotdem konnten lingst nicht alle Antrage beriicksichtigt
werden. Unter Tageskolonien verstehen wir das tiigliche
Herausfahren von Kindern auf eigens daffir bestimmte Spiel-
pliite in der niheren Umgebung Berlins: Grunewald, Nieder-
sch6nhausen, Hasenheide; dort werden die Kinder hunter
sachverstindiger Beaufsichtigung von Jugendleitern und
Kindergirtnerinnen bei Spiel und Sport beshliftigt. Die
Kinder erhalten eine ivarme Mittags- und Vespermahlzeit
und kehren abends zu ihren Eltern wieder zuriidc. Es ist dies
eine relative billige ErholungsmaBnahme, die in einer Zeit der
politischen Verhetung unseren Kindern die Miglichkeit
bietet, unbeschwert ihre Ferien zu verbringen und sie gleich.
zeitig den Gefahren der StraBe fernhilt.
Aber auch sie erfordert Geld; deshalb an die Kinder
denken und
,,Helfet dem jiidischen Kind e."
Die wichtigste Einrichtung der Erholungs- und Kur-
fiirsorge aber bleiben unsere Heime. Alle Arten von
Heimen sind vorhanden: Fiir Erholungsbediirftige die Heime
des Vereins fiir Ferienkolonisten in Hirschberg, Misdroy
und Elmen; fiir Kinder mit Erkrankungen der Luftwege,
lymphatische und skroful6se Kinder das Kurhospital in
Kolberg und ein Gemeindeheim in Elmen, sowie das Heim
der Zionsloge U. 0. B. B. in Norderney; fiir Herzkranke
Nauheim und Kissingen; fir tuberkulbs Gefiihrdete das Heim
des Jiidischen Frauenbundes in Wyk auf F6hr und das
Friedrich-Luisen-Hospiz in Bad Diirrheim im Schwarzwald.
Als Erginzung dieser Heime unterhilt die Gemeinde in
Miersdorf ein Erholungsheim, das durch die Nihe von Berlin
erm6glicht, Berliner iirztliche und pidagogische Beobachtung
fortzuseten. Das Heim wird vorzugsweise fiir Kleinkinder,
erziehungsschwierige Kinder und Jugendliche verwendet. Die
irztliche Ueberwachung wird von der Jiidischen Kinderhilfe
durchgefiihrt. Im let3ten Winter muBte das Helm in Miers-
dorf infolge von SparmaBnahmen voriibergehend geschlossen
werden. In dieser Zeit wurde uns groBe Hilfe durch das
Entgegenkommen von Frau L. Schocken, die in einem Heim
in Zehlendorf unsere erholungsbediirftigsten Kinder auf-
nahm. Die Erfolge waren sehr gut. Das Heim soil uns auch
im Sommer weiter zur Verffigung stehen.
Diese Heime kinnen den Kindern neben der so not-
wendigen kirperlichen Krliftigung die seelische Entspannung
und jenen frohen Antrieb vermitteln, die das Elternhaus in
vielen Fillen nicht zu geben vermag. Wie viele unserer
Kinder erleben hier zum erstenmal die Feierlichkeit des
Freitagabends mit Lichtanziinden und Schir Hamalaus-Singen;
oft genug erzihlen uns die Eltern, daB die Kinder durch den
nadihaltigen Eindruck der jiidischen Atmosphlire auch az
Hause versuchen, die ihnen lieb gewordenen Briuche fort-
zuseten. Wir haben diese Heime, aber wir werden kein
Geld mehr haben, sie zu belegen. Ein Tag im Heim kostet
durchshnittlich 2 Mark, eine Kur von fiinf bis sechs Wochen
also 70 bis 80 Mark; aber dieses Geld wird fehlen.
Deshalb wenden wir uns an unsere Gemeinde-
mitglieder, soweit sie dazu in der Lage sind, die Kur fiir ein
oder mehrere Kinder zu stiften und unserer Anregung zu
folgen:
,,Helfet dem jiidischen Kinde!"
Aehnlich ist es mit der Unterbringung von Kindern in
Kinderg irten, Horten und Dauerheimen.




F ,...a. ." .: "':' .'-k.' .


- 85-


Trier
Die schon im v i e r e n Jahrhundert hier ansiissigen Juden bildeten die erste jiidische Gemeinde aaf deutschem Boden.


Auch hier Stitten, die wie kaum andere geeignet sind flir die
Erziehung der Jugend, fiir das leibliche Wohl der Kinder,
aber bedroht in ihrer wirtschaftlichen Weiterfiihrung durch
die Entziehung lffentlicher Mittel.
Die Schiden, die daraus erwachsen, daB die erforder-
lichen MaBnahmen nicht rechtzeitig ergriffen werden kinneu,
werden in der Folge kaum wieder gutzumachen sein, cs
geht um die Erhaltung unserer Kinder, deshalb:
,,Helfet dem jaidischen Kinde!'"
Wie eine soziale Gemeinschaft ihre Verpflichtungen
gegen die niichste Generation erkennt und erfiillt, das kann
geradezu ale MaBstab des sozialen Pflichtbewuttseins und
(lea Idealismus der Gemeinschaft betrachtet werden. Die


jiidische Gegchichte zeigt auf jedem Blatt, daB die jiidische
Gemeinschaft sich niemals von der Sorge um den nichsten
Tag hat aufzehren lassen, sondern sich immer des Gesetes
ihrer Erhaltung bewuft gewesen ist. die Pfichten gegen die
kommende Generation erkannt hat und sie nach beaten
Kriften zu erfillen nicht miide geworden ist. Die achwache
Stimme des jiidischen Kindes, das in Not ist, wir diirfen
sie nicht iiberbhren. Das Judentum hat in der Entidcklung
der Menschheit noch Aufgaben zu erfiillen. Jeder ion uns
trigt vor der Geschichte die Verantwortung, daB die jiidische
Jugend gesund und stark an die Aufgaben herantrete, die
ihr gestellt werden.
Helfet dem jidischen Kinde'


Die lilteste jfiidische Gemeinde auf deutschem Boden
Die soeben im Verlag der Paulinus-Druckerei ITrier) Demagogie der Gegner. Gegen Ihren skrupellosen
erschienene wissenscbhaftlicbe Studio des Oberrabbiners in das Buirgerrecht der deutseben Euden steht die
Trier, Dr. Adolf Altmann, Liber .,Das fr ib he te V or liebe Tatsache: Seit Jahrhbunderten, ja mehr al
kommen der J uden in Deutschla nd" (Jude-n im tausend wohnen Juden auf deutseher Erde. In
rtmiscben Trier)*) liefert einen Trier, in Mainz, S
wertvollen Beitrag zur Ge- Worms, in vielen 2
schichte der Juden in Deursch- tester und bedeuren
land. Es ist ein besonderes Ver. bher Kultur kiLnden
dienst des als philosophische," dische Kult- urid V
Schriftsteller und Hisioriker weit A zeugen Dokumente,
hiber die Grenzen seines Wir- die Zeit der r;miscl
kungsbereicbs hinaus bekannten zurdckreichen, von de
Forsehers, seine hervorragende neral onen dauernde
historisch-theologisehe und ar- dung der Juden mit
ehdologische Sachkenninis gerade ; Boden und Schicksal.
diesem Gebiet zu widmen. In Dr. Allmann belegi
einer Zeit, wo aus politischem Buche an Hand einer
Agitationsbedtirfnis den deut. Quellenrnachweien. d
schen Juden gewissenloser undl Trier schon im 4. J
gehiissiger denn je ihr Recht an d e r t Juden gegeben
der deutschen Heimat streitig ge- interessanteste und si
macht wird, sind historische kumentarisehe Bewei"
Nachweise dieser Art wert'rolle -der i Jabre 368 in
Argumente gegen die Uiber jede Sie.j:"--z .' g0angene, auf die Ju
Wirklichkeit sich hinwegserzende liche Erlotl des
Iue~ zuzi~


*) Herauasggeben von der Ge-ellI
chatt fur nttzliohe Forsobung und
dem Provinzialmruseum in Trier.


Jiid. Tonlampe (Bruchstiidk)
aus dem 4. J
I9efunden in Trier 1901 gel
zum Kanalschlul des Haui


istersi Vauieininian
mit 7-armigem Leuchter folgenden Wortlaut:
ahrhundertolg n
egentlich der Grabungen n Synagoge, na
ses Haupimarkt Nr. 151 Gesetz gleichsam in


Angriff auf
gesehicht-
5 1% Jabhr
SKbln und
peyer und
!entren ;il-
dster deut-
uralte jit
obhntIitten,
die bis in
hen Kaiser
r viele Ge-
n Verbin-
deutschem

t in seinem
Fulle von
all es in
a h r u -
bat. Der
chersto do
hierftir ist
Trier er-
den bezug-
rfmisehen
I. Er bat
,,Den in
jildischem
ein Hospiz









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Dr. Mae Kreutrberger, Berlin =
Landgerichlerst Dr. A. Lilienthal, BerUH E
R-A. Dr. Ma Mayer. Brul B


Juetrmt Moritn. StettUi
SFriedrich Ollendorff. Berlin
R.-A. Albert Oppenheimer, Mamnach
R -A. Dr. Pfilzer, Weinheim
R.-A. Dr. M SdcleiBner. Hannovu
Frau Dine Schdrltn. Erfurt
Jutlizral Dr. StrauB. Minchdn
Fru Margare Tiets. K61o


Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden
wlrkt entscheldend mit bel der Fest.
stellung der OberschUsse des Vereins
,,Famllienschutz" und bel deren aus.
schllefllcher Verwendung fUr gemeln-
nUtzlge jUdisch-sozlale Zwecke
(Die vollan Verslcherungsdlvldenden warden an
die Mitglleder ausgeschUttet)

Alle Leistungen, alle VerslcherungsansprOche
sind durch die
Lebensversicherungs-Gesellschaft
PH U NIX, der zweitgr68ten private
Lebensversicherungs-Gesellschaft des
Continents, in vollem Umfange garantlert

Unsere Leistungen

erkennen Sle aus dem umstehend ab-
gedruckten Tarif E:






Tarlf E
Hinterbliebenen-Versorgung
mit Gewinnbeteiligung, ohne irztl. Untersuchung
H6chstversicherungssumme RM. 2000,-
Die Verqichprungssumme ist beim Tode des Mitgliedes fAllig. Der Beitrag ist bis zum
Tode. 18ngstens his zum 85. Lebensjahr zu zah!en.
SFir einen monatlichen Beitrag von
Beitrittsalter RM. 1,- RM. 2,- RM. 4,-
Jahre
betriig die Versidcerungssumme

20 710,- 1470,-
21 690,- 1380,-
22 671,- 1342,- o
> 23 653,- 1306,- -
W 24 632,- 1264,- 0
m 25 616,- 1232,-
26 601,- 1202,- E
S27 583,- 1166,-
28 566,- 1132,- c
a 29 547,- 1096,--
S 30 533,- 1066,- E
31 516,-- 1032,-
32 500,- 1000,- 2000,- I.
0 33 493,- 966,- 1932,- .
S 34 478,- 938,- 1876,-
35 463,- 907,- 1814-- *
36 446,- 875,- 1750,- r "
37 431,- 845,- 1690,- 0
38 417,-- 817,- 1634,- E
S39 402.- 787,- 1574,- 00
40 388,- 760,- 1520,- C
CL 41 373,- 731,- 1462,-
S 42 360,- 705,- 1410,- 0
43 347,- 681,- 1362,- C
44 333,- 653,- 130,-- 53
0 45 321,- 628,- 1256- <
*46 309,-, 605,- 1210,- 0
S47 297,- 582,- 1164,- C
S48 284,- 557,- 1114,-. ,
O 49 272,- 534,- 1068.-
50 262,- 513,- 1026,-
:51 251,- 499,- 998,-
S 52 241,- 482,- 945,-
53 230,- 460.- 903,-
54 221,- 442,- 865,--
55 211,- 422,- 827,-
56 202,- 404,- 790,-
3 57 193,- 386.- 757,-
58 184,- 368,- 722,-
0 59 176,- 352,- 6.9,- E
60 168,- 336,- 658,- r
61 160,- 320,- 627,- I
62 152,- 304,- 598,-
63 145,- 290,- 570,--'
64 138,- 276,- 542,- <
65 134,- 268,- 525,-
66 127,- 254,- 499,-
67 121,- 242,- 484,--
68 115,- 230.- 460.-
69 109,- 218,- 436.--
70 104,- 208,- 416,-


Fhllen Si diesen Aufuahme-Antrag


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Gemeiniltziger Verein flr Hlnterbliebeenfiirsorge der Mitglieder jidischer Gemeinden e.V.
Zentale GroB-Berlin: Berlin N 54, Rosenthaler Str. 55, Tel. D2 Weiderdamm 0210
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Reine Strlrhe, mondean
i. ondr 'In.' Aufnahmefihig sind nur eesunde Personen.


1. a) Vor- und Zuname des Antragstellers:
(Bei Ehefraumn audh Geburtanme)
b) Beruf:

e) Geboren am:

d)Wohnort, genaue Adresse:


e) Versihderungssumme:


RM............................... f) Tarif ....


r) Monatsbeitrar: RM. ........................ Begin ?.....:..............................
2. a) st Iriiher bei einer Gesellschaft ein Lebens-
versicherungsantrag auf das Leben der auf- .
zunehmenden Person gestellt worden?
Bei welcher? Wann? ..
b) Wurde der Antrag von irgendeiner Gesell-
achaft ahgblehnt? Von welcher? ........ ..........................
3. a) Ist die aufzunehmende Person jetzt voll-
kommen gesund? Wenn nicht, woran leidat
sie? .
b) Hat sie ein korperliches oder geistiges
G ebrechen? .....................................................................................
e) An welchen Krankheiten oder Verletzungen
hat sie friiher gelitten? W an ? .................................................... ............................

d) Brhandelnde Aerte: ............ .....................................

4. Bezog oder bezieht die zu versichernde
Person eine Militir-, Invaliden-, Unfalrente?
W iviel Prozent? W eshalb? ..............................................................................
mit
5. GriBe: .............................:;. am; K5rpergewicht ........................... kg h-- Kleidung.

Ich erklare, daB ich simtliche Fragei vollstandig und wahrheitsgelrru brantwortet und
ndchts verschwirgen habe. WitentlIch unwahre Angabon machen aile Anspriiche aus der
Veraicherung hinfillig.-- Die Aufnahmegebiihr von RM. 1,- lege ich bei.
Ich beantrage hiermit filr mich die Mitgliedschaft des Vereins ,Familienqchdtz" and erkllre
mich mit dem AbschluB einerVersicherung auf mein Leben einverstanden. Die Kiindigung der Mit-
gliedachaft ist mit vierteljhirlidier Frist zum SchluB des laufenden Mitgliedschaftsiahres zulissig.
....................................... ,dea~................................ 93..-.


(Unterdhrift des Ehemaoes oder des gesetzlideua Ver-
tratern bel Ehefauen oe Kin.wntl


(Untendirift des Antmrastllen)


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- $6 -


Eindringenden sollst du befeblen herauszugehen; denn es ist
gestattet, die Hiuser der Privatleute zu betreten, nicht
aber die Sialten der Religionskulte, mit Recht Wohnungen
genannt."
Zu den historiachen Belegen fugt der Verfasser einen
archiologischen Nachweis, den fisher einzigen dieser Art
in Deutschland. Es ist dies eine in der Nhbe der Judengasse
in Trier gefundene rbmische Tonlampe, die als Ornament den
siebenarmigen Leuchter und einen Palmzweig, a ussc h lie -
li ch jiidisc ih Ornamente, aufweist. (Wenn teilweise
nuch die Lampen der R6nmer den siebenarmigen Leuchter als
Ornament trugen, so zeigten diese auBerdem stels doch auch


rirmische Motive.) Dalf es sich bei dieser Lampe unzweifel-
baft also um eine jihdische handelt und damit von der
Anwesenheit der Juden in Trier schon zur RHmerzeil
Zeugnis gegehen ist, wird von Dr. Altmann eingehend und
luckenlos belegt.
AuBerordentlich beweiskriifig wirken auch seine weiteren
archdologischen und historischen Ausfuhrungen. Sie geben
zugleich aufschluBreiche Kulturbilder aus jener Zeit und
beweisen interessanterweise auch, daB die im 4. Jahrbundert
in Trier anshssigen Juden schon eine jjdische Gemeinde
hildeten und mithin als die alteste fidische Ge-
meinde auf deutschem Boden anzusehen iand.


Die Gemeinde spricht!

Ein Bericht und ein Bekenntnis

Der Vorsland der Jiidischen Gemeinde Berlin veranstaltete am Mittwoch, dem 16. Mirz, im Marmor-
saal des Zoo seinen 6. Gemeindeabend. Das Motto dieses Abends lautete: .,Die Gemeinde spricht." Ein
Bericht und ein Bekenntnis. Der Riesensaal war mit alien seinen Galerien und Emporen bis auf den lebten
Plate) gefiillt. Die Zuh8rerschaf., unter ihnen zahlreiche Angehbrige der nichtjiidischen Gesellschaft des
Berliner Westens, lauschte gespannl den Darlegungen des Vorsitenden der Gemeinde, Dr. Wilhelm
K I ee ma n n. und der Vorstandsmitglieder Wilhelm G r a e t z, Heinrich S t a I und Morij R o se n h a I.
die alle in die Form des Bekenntnisses zur Gemeinde gekleidet waren. Eingerabmt waren die Vortrige
durch erlesene kiinsilerische Darbietungen des Kammerorchesters Michael Taube und des Singers Joseph
Schmidt.

Rede des Vorsitzenden der Gemeinde. Dr. Wilhelm KI eemann:

Die Einheit der Gemeinde


Die Geschichte unserer religiisen Gemeinschaft weiB
von vielen und lebhaften Meioungskimpfen zu erzAiblen, die
zwischen den Anhaingern der verschiedenen Richtungen im
Judentum ausgefochten wurden. Wie ein roter Faden gehen
diese Auseinanderseeungen durch die Zeiten und Gene-
ralionen, und sie sind bis auf den heutigen Tag nicht be-
endet. Vielleicht ist es eine Stirke, dat die Kritik alle
Zweige unseres Empfindens und Handelns erfaft hat, viel-
leicht aber auch. wer mag das entscheiden, ist es der
schwache Punki, der die empfindliche Stelle unseres Ge-
meinschaftslebens aufzeigt. Waren wir uns auch immer einig
im Ziel, in der Erhaltung der Werte, die wir der Mensch-
heit zu geben halten, liber den Weg hat es kaum jemals
hunter den Richiungen im Judenlum eine Uebereinstimmung
gegeben. Dennoch aber gab und gibt es eine Institution, der
nlle Teile des Judentums die gleiche Ehrfurcht entgegen-
bringen, die sic alle vereint und zusammenfa8t, nimlich die
Jildische Gemeinde. Sicherlich hat es auch iiber die Art der
Fiihrung der Geineinde Meinungaverschiedenheiten gegebea.
Niemals aber wurde in Zweifel gezogen, daB die Gemeinde
die Vereinigung aller Krifte im Judentum darzustellen
babe, daf, gleichviel welche Auffassungen die einzelnen
iiber Sinn und Aufgabe der Gemeinde haben migen, die
Institution als solche nur gedeihen k6nne, wenn alle Juden
in ihr mitwirken, wenn das Geschehen in ihr die Bewegun-
gen des ganzen jiidischen Lebens widerspiegelt.
Sollte die Gemeinde ihre Aufgabe erfiillen, dann freilich
war audi eine Beschriikung notwendig, war es nitig, einen
Kreis zu ziehen, iiber den hinaus die Gemeindeaufgaben
nicht erweitert werden durften. So haben wir die Gemeinde
als religiise und soziale Institution von unseren Viiteru
iibernommen, und so empfinden wir es als heilige Pflicht,
sie in diesem Geiste fortzufihren. Wir leben in einer Zeit.
die durch heftigese Auseinandersetungen iiber die Ziele
unseres Wollens gekennzeichnet ist. Niemals baben sich die
Gruppen so stark voneinander geschieden, noch nie gab es
Extreme von solchem AusmaB wie in der Gegenwart. Unsere
Jugend, von der wir Befreiung aus den Losungen der
Parteien erwarteten, hat die Hoffnung nicht gehalten. Ihr
gilt das Extrem als Dogma, und sie ist weit cutfernt davon.


in der Zusammenfassung der Krifte die Aufgabe unseres
Zeitalters zu erblicken. Je utopischer und ferner von der
Wirklichkeit ein Ziel. desto leidenschaftlicher hingt unsere
Jugend ibm an und je mehr ist sie bereit, fir seine Er-
reichung ihre ganze Kraft einzuseten.
Das Wesen der Jildischen Gemeinde. meine Damen und
Herren, ist dem Extrem abhold. es verlangt nach Zusammeu-
fassung und Einheitlichkeit. es fordert die Beschrainkung auf
die alien Juden gemeinsamen Ziele. auf die Aufgaben, an
deren Erreichung und LSsung wir alle in gleichem Male
beteiligt sind. Wenn die Einheit und Einheitlichkeit der
Jildischen Gemeinde gewabrt werden soil, dann kann das in
einer Zeir der Zerkliiftung und der erhibhlen Bereitwillig-
keit zu radikalen L6sungen nur geschehen, wenn als Zweck
und Ziel der Gemeinde erkannt wird: die Fiirsorge fir das.
was allen jiidischen Menschen gemeinsam ist.
Vielleicht kann man in rubigen Zeiten iiber die Aus-
dehnung der Gemeindeaufgaben mit sich reden lassen, viel-
leicht ist es miglich. in Jahren des Wohlergehens auch auf
dem Boden der Gemeinde die Meinungsverschiedenheiten
auszutragen. die uns voneinander trennen. Wenn aber. wie
es in der Gegenwart der Fall ist, die jiidische Gemeinschaft
als solche der heftigsten Anfeindung ausgesett ist, dann
gebietet es der urspriinglichate Lebenswille, uns ausschlieB-
lich auf die gemeinsamen Ziele und Aufgaben einzustellen.
Politik. meine Damen und Herren. ist niemals eine Kunst
der Rhetorik, sondern die Kunst, gegebene Tatsachen aus-
zuwerten und sie in planvollem Handeln den vorbandenen
Umitinden entsprechend einzuseoen. Wenn nun eine Ge-
meinschaft in ihren Grundlagen bedroht ist, dann handelt
sie folgerichtig, wenn sie in der Stunde der Gefahr das
Trennende beiseite liit und das betont, was alle ihre Teile
einigt. Wir seen am englischen Volke. das auch heute der
Welt als Lehrmeister in der Politik gelten kann. wie die
Befolgung dieses Grundsabes ihm immer wieder die staat-
liche Existenz und die Woblfahrt seiner Birger rettet.
Immer wenn England in Gefahr ist. sei sie hervorgerufen
aus politischen oder wirlschaftlichen Ursachen, immer dann
hbrt der Parteienkampf auf und der Welt tritt ein ge-
schlossenes und einiges englisches Volk entgegen. Wir


;.:r






- S7 -


seen das gleiche Beispiel an unserer Schwesterreligion, der
katholischen Kirche. Auch die deutschen Kalholiken waren
einmal in der Geschichte der Neuzeit in unserem Vaterlande
ihres Bekenntnisses wegen den heftigslen Angriffen aus-
gesebl. Die deutschen Katholiken. obwohl anch sie im
Wollen und im Weg geteilter Meinung warren, antwortelen
auf die Angriffe mit der Herstellung einer einheillichen
Gemeinschaft.
GewiB, wir sind ein weitaus kleinerer Teil der deul-
schen Bevlkerung als unsere katholischen Slaalsgenossen,
aber auch wir wiren weniger schwach, wenn die Einheit und


Geschlossenheit in unseren Reihen gro6er wire. Dabei be-
darf es our einer verniinfligen Einsicht in die Aufgaben der
Gegenwart, um diese Geschlossenheit und Einheit des
deutschen Judentums herzustellen. Denn. was uns trernt,
was is- es leten Endei anderes als eine Frage der fernen
Zukunft? Beziiglich der Probleme der Gegenwart gibt es
wahrscheinlich unter uns keinen Zwiespalt. iiber die Aut-
gaben, die die Stunde von uns verlangl. sind sich wohl die
meisten unter uns einig. Und keine andere Kiirperschaft.
n.eine Damen und Herren, gibt es, die diese Einheit und
Einigkeit zweckvoller darstellen konnte als unsere Jiidisdhe


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hierdurch Konservierung des Aromas


Die Packung ziert jeden Rauchtisch und
eignetsich besonders zum Mitnehmen
auf Reisen und zum Sport.





- 88 -


Gemeinde. Sehen Sie sihd die Aufgaben dieser Gemeinde
an, seen Sie sich die vielen sozialen Inslitutionen, die wir
zu erhalten haben, an, blicken Sie auf das reiche religiise
Leben, das sich in unserer Mitte entfaltet, und fragen Sie
sich, ob das nicht Werke sind, flir die zu leben und zu
wirken es sich in dieser Zeit lohnt. Aber in der Tat, diese
Jiidische Gemeinde beschrinkt sich nicht auf religi6se und
soziale Aufgaben, sondern auch ein weiles Net von
kulturellen Schdpfungen erfillt die Arbeit des Tages.
Schulen und Bibliotheken, Museen und wissenschaftliche
Institute hat die Berliner Jiidische Gemeinde geschaffen und
sie welleifert darin mit alien anderen religiisen Gemein-
scdaften. Sind das nicht Aufgaben, an deren Erhaltung und
F6rderung die Beaten von uns ihre hbchsten Krifte erproben
mii3ten? Das sind die Probleme, iiber die es in unseren
Reiben keine Verschiedenheit der Auffassungen gibt. Diese
Institutionen will jeder von uns erbalten, an der Entfaltung
dieser Aufgabe wollen wir alle, welcder Anschauung wir
auch huldigen m5gen, mitarbeiten.
Niemand von uns kann wissen, was schon die aller-
niichste Zeit an Aufgaben uns bring. Niemand kann wissen,
vor welche Fragen unsere Gemeinachaft und jeder einzelne
von uns sich ploilich gestellt seen kann. Eines aber wissen
wir: daB gemeinsames Schickeal sich leichter triigt. Wir
leben in einer Zeit, die niemandem Sicherheit fiir den
niidsten Tag gibt, und unsere Gegenwart kann heute den
und morgen den andern von uns in ibrem Wirbelsturm ver-
schlingen. In dieser stiirmischen Bewegung ist Einheit und
Einigkeit in den Grundbegriffen Voraussetjung des Lebens
und Gedeihens. Lassen Sie mich, meine Damen und Herren,
in diesem Augenblicke, in dem ich die Ehre babe, zu lbnen
zu sprechen, ein Bekenntnis zur Einheit der Gemeinde ab-
legen. Viele von Ibnen wissen, wie z6gernd und wie


schweren Herzens ich mich bereit gefunden habe, das AmL
des Vorsirenden der Gemeinde zu ibernehmen. Mir war
sehr wohl bekannt, daB ich mit der Annahme dieses Amtes
mitten in die Kimpfe der Parteien gehen multe, aber in-
dem ich mich an das Steuer des Schiffes stellte, fiible ich
in mir die Klarheit des nichsten Weges, fihlte ich in mir
die Verpflichtung wachsen, mit meiner ganzen Kraft die
Einheit und Slirke unserer Gemeinde zu verteidigen, nicht
allein ihrer selbst wegen, sondern auch um der vielen
Menschen willen, die in ibr das Instrument. ibres Wollens
und ihrer Ideale seen. Ich weiB sehr wohl, wie schwer
ein solches Vorhaben in dieeer Zeit durchzufiihren ist. und
mir ist nicht unbekannt, daB ohne Kompromisse das Ziel,
das mir vorschwebt, unerreichbar ist. Aber, meine Damen
und Herren, auch Gemeindepolitik will mit polilischen
Minleln gemacht werden, und jede Politik, die das Ganze
im Auge hilt, erfordert Zugesriindnisse, bedingt Riicksicht-
nahme auf den Anderadenkenden, auf den, den sein Wollen
und Weg von uns scheidet.
Wir haben Sie. meine Damen und Herren, Minner und
Frauen aus alien Kreisen und Schichten unserer Gemeinde
um uns versammelt, um uns mit Ibnen in dieser schweren
Zeit liber unsere Gemeinde auszusprechen. Wir baben Sie
hergerufen, damit durch diese Kundgebung auch nach auBen
bin die Einheit unserer Jildischen Gemeinde betont wird.
In diesen Tagen, wo wir als Ziel eines in der Geschichte
beispiellosen, wiltenden Hasses dienen missen, haben wir
den Wunsch gehabt, uns mit Ihnen zu vereinen und die
gemeinsamen Sorgen zu besprechen. Jeder von Ihnen kann
uns helfen, die Geschlossenheit unserer religiisen Gemein-
schaft zu erhalten und zu fordern. Glauben Sie mir, und
mit diesem Bekenntnis will ich schlieBen, es gibi heute


MERCEDES


BENZ


TYP 170 UND TYP STUTTGART

beweisen ihre unbestrittene Oberlegenheit im Alltagsgebrauch

Beim A.D.A.C. Winterfahrbarkeitswettbewerb 19.-21. February belegen unter
ausgesucht schwiengen Bedingungen: Anlassen nach 16stundigem Parken
bei 14-18 Grad Kilte Schneefahrbarkeitsprifung querfeldein fiber Sturz-
acker, Streckenfahrt und Bergprifung auf ca. 17'oiger vereister Steigung,
Gelande-Hohenfahrt querfeldein Ober verschneiten Berghang zwei Mercedes-
Benz, Typ Stuttgart und Typ 170, die ersten beiden Platze
Beide Wagen durchtahren als einzige von 21 Teilnehmern die schwierige
Bergstrecke ohne fremde Hilfe, beide Wagen bewAltigen als einzige von
alien Teilnehmern die Gelinde-H6henfahrt.
Ein unter den schwierigsten Bedingungen erbrachter Qualititsbeweis nicht
nur fOr unseren bewihrten Typ Stuttgart, sondern insbesondere auch for
unseren neuen Typ 170, der auch in diesem Mffentlichen Wettbewerb einen
vollen Erfolg errungen hat.
PREISE: Typ 170: 4sitziger Innenlenker RM 4400.- ab Werk. Typ Stuttgart 200: 4-5sitziger Innenlenker RM 5980.-
ab Werk. Typ Stuttgart 260: 4-5sitziger Innenlenker RM 7180.- ab Werk.

DAIMLER-BENZ A.-G., STUTTGART-UNTERTURKHEIM






- S9 -


keine schwierigere Biirde, als die des Fiihrers der Jiidiachen das zu arbeiten und zu kimpfen, es sich lohnt. Seien Sie
Gemeinde in Berlin, und seen Sie iiberzeugt davon, daB aber auch davon iiberzeugt, und diese Sicherheit will ich
sie nur getragen werden kann, wean sich ein ZusammenschluB Ihnen geben, daB auch ich als Fiibrer dieser Gemeinde die
aller einsichtigen und die Zeit verstehenden Menschen bildet, hohe Verpflichtung erkenne, ihre Kraft und Geschlossen-
wenn die Auffassung immer weitere Kreise erfaBt, daB die heit zu wahren zum Segen unserer ganzen Gemeinschaft
Erhaltung der Einheit unserer Gemeinde ein Gut isl, um und zum Woble jedes einzelnen Menschen unter uns.
Wilhelm Graetz: Finanzpolitik der Gemeinde


Il einer groBangelegten Rede iiber die Finanzpolilik der Ge-
meinde fiihrte Herr Wilhelm Graeq aus, daB Finanzpolitik mit
Parleipolitik nidchs zu tun habe, es gebe keine liberalen
Finanzen and keine orthodoxen oder zionislischen. Das Finanz-
dezernal, das ich seit einiger Zeit zu fihren die Ehre babe. fuhr
Ilerr Graer fort, ist das Gebiet, auf dem uach meinem enl-
ichlossenen Willen und auch nach der Meinung des gesamlen Vor-
liandes die Arbeil allein nach sachlichen Gesicltspunkten geleistet
werden darf. Hier miisen wir, das muB ich offen aussprecden,
den Mut haben, unpopular zu werden bei Freunden und bei
Gegnern. Wir sind eine 6ffenilich-rechaliche Kbrperschaft mil
Steuerrecht, und wir unterliegen in unseren Finanzditpositionen
genan wie Staai, Stadt und Reich jetJl weil mehr als friher
Zwangsliufigkeilen, die bei uns noch ganz besonder6 bedingt sind
durcd die von der neuen Verwaltung bei der Amisiibernahme
sorgefundenen Finanzverhilhnisse der Gemeinde. Und doch
miissen und werden wir im Sinne einei gesunden Finanzpolitik die
Finanzen der Gemeinde mit rubiger, aber fester Hand und mil
den selbslverstindlidcen Prinzipien einer solilen und klaren Ver-
wallung fihren. Herr Grae5 erinnerie an die ungeheure
Spannung des Kapitalmarkies und der Birse, die bei Ueber-
nabme der Verwaltung durdc die neuen Manner, in der zweiten
Hiilfte des Juni 1931, schon nichi mehr normal funktionierien,
und die dann im Juli zur BankenschlieBung mit allen kata-
stropbalen Folgen fiir Kreditbeachaffnng, fir die Kassenlage und
fir die Realisierbarkeit selbst sogenannoer liquider Werte fiibrte.
Die Infation hat des jahrzehntelang in gesunder und vorsichtiger
Finanzwirtsdhaft angesammelle Vermogen der Gemeinde


dezimiert. Eine solide Verwallung iha dann aus den Eint-
millein alljahrlich groBe Summen zur Auffiillung der zu.
-ammengeschrumpften Reserven und Sliflungsgelder zuriicgestellt.
Dann aber began die sogenannte Bauperiode der Synagogen und
Alteriheime und der Inveslitionen aller Art, die Zeit, die iberall
in Deutschland sich von einer Scheinkonjunktur und Schein-
liquiditi zu Investitionen hinreiBen lieB. die sich im Verlauf
leader vielfach al, Fehlinvestitionen herausatellten. Auch die Ge-
meinde finanzierte nicht mit langfristigen Anleihen, die aus Etat-
mnitteln amortisiert warden konnien, sondern mit schwebendei
Schulden, von denen ein groBer Teil bei unserer Amtsiibernahme
flllig war. Dazu kam die groGe Schwierigkeit der Kasenlage
durch das plisglicbe Ausbleiben aller Zahlungen. Unsere
Situation Aird gekennzeichnet: 1. durch die allgemeine Ver-
armung und die sinkende Steuerkraft, 2. durch die steigenden
Anspriiche, 3. durch die sdbwebenden Schulden, -I. die fehlende
Liquiditil bei Ausbruch der Liquiditiitskatastrophe usw. Erste
Voraussetung der neuen Verwallung war: Offenheit und Klarheit;
Schaffung einer iibersichtlichen Verwaltung; griindliche Re-
organisation und Rationalisierung. Das Vermogen der Gemeinde
i6t bei vorsichtiger Schiijung unter Forlasiung der reinen
Zweckgebiude (Synagogen u. i. m.) mit etwa 30 Millionen Mark
zu bewerten. Als sogenannte liquid Mittel kommen nodc auBer-
dem nichi unbetriichliche Summen von Aufwerlungshypotheken
und Effekten hinzu. Die auBerordenilich werivollen Einridctungen,
wie Bibliotheken, Museen usw., und gewisse AuBenstande sind
nichd mit eingerechnet. Diesem Vermogen gegeniiber stehen an
Schulden die Retsbetrage der aufgewerteten \'orkriegsanleihen und


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- U


Der3 ubilaums-Verkauf

des KaDeWe ist eine Verandalunc qr6ossen 5Iil und
wird in qeseiqer4em rlasse zusammenfassen,was
25 Jahre lanq oberster 6rundsadz war :
h I.4 'd1. Ai d M -,j .i1 _


rL rn IIII I UI L1 I IU U 3 q111-
" H6ohs4es zu leislen in 6Wi+e und Preis der Ware


'I
7' nu

^SApril

WBBTH


Jubilaums-are im Kae Ein Ereignis fir Berlin !


I!







;'.


- 90 -


dchwebenden Schulden von etwa 5 Milliouen. Die lelteren sind in
miihevollen Verhandlungen zuniichst konsolidieri. Die Aufstellung
eiues Etats, der unter allen Umstlnden balancieren muo, ist fast ab-
geschlossen. Der vorgenommene Abbau wirkt sich meist nur lang-
sam im Etat aus. Einem Leistungeabbau setlen wir naturgemali
griitBen Widerlsand entgegen; denn wir konnen nun einmal nichl
iur nach fioanziellen Gesichtspunklen die Gemeinde filiren, wir
liaben alh Religionigemeinde nidbt nur Kultua-, sondern auch
-oziale und kulturelle Aufgaben zu erfiillen. Der Reduer ent-


wickelle in groBeu Ziigen die zukiinflige Finaus- und Etalpolitik
und school mil dem warmen Appell an die Gemeindemitglieder,
nicht nachzulasoen in der Liebe zur Gemeinde und in der Arbeit
fiir die Gemeinde. Nur well unhere Ahnen, sagle er, durch die
Jabrtausende in keinem Sinne Dridceberger waren, auch air
ganz andere Gefahren sie umtoblen und ganz andere Opfer vou
heute noch wirtschaftlich in der Lage sind. andere Menachen zu be-
echiiftigen, bei der Elnatellung von Personal auch jener trog bester
Fihigkeiten zuriickgedriingten jiidischen Arbeitnebmer gedenken.


Heinrich Stahl: Im Kampf gegen die Wirtschaftsnot


Die Wirtschaflskrise, die heule die ganze Welt erschiitteri -.
fdihrle Herr Direktor Heinrich Stahl aus -, laslet am schwersten
auf Deutschland. Es gibt kaum eine Bevolkerung~scihit, ja
%ielleicht kaum eine Familie in Deutschland, die nichl in ihrer
iidhieten Umgebung Zeuge eines wirlachaftlichen Niederganges i6t.
wie man ihn friiher kaum fiir mdglich gehallen bltte. Soweit
.s sich um die Bekiimpfung dierer allgemeinen Wirltachaftsnot
handelt, ist ei selbsiveratindlidi, daB wir Juden mil alien unseren
Kriflen mitarbeiten an der Bekimpfung der Wirtsehaftskrise und
Ii der Linderung wiratscaftlicher Not.
Leider sind wir gezwungen. den Kampf gegen die Wirl-
-diuflinot nach zwei Fronten hin zu fdhren. Wir sind als cin
Feil der Bevilkerung Deutschlands mil seiner Wirtschaft auf das
englsle verkniipft. Unsere eigenarlige Stellung in der Wirtschafl
liringt es mil sich, daR wir unter deren Zerriiltung mehr zu
leideii haben als alle anderen Bevblkerungsschichten. Wir sind
iii unserer Mehrheit am stiirksten in jenen Gruppen der Wirt-
echaft vertreten, die ion der Krise am heftigsten erfaBi werden.
Das Gerede vom jiidischen Reidlium gehdrt heute mehr denn je
aI das Reich der Legende. Die Verarmung breilesier Schichten
iunierer Gemeinscdaft bat bereii, einen derarligen Umfang an.
genommen. daD man viel mehr von der Armut der Juden ais von
ilirem Reichlum sprechen miiBle. Alle die Wirtschafi4zweige.
nI deuen wir einst fibhrend vertreten waren, sind am stiirkten
ersdiilttert. Alizuoft sind es die beslen und tllesten jiidischen
Namen in der Wirtahdaft. die aus dem Register der Firmen ge-
-Iridien uerden. die einiiligen jiidischen Triger und Besiier
prbBerer Wirldchaftsunternehmuugen bind alizuoft gezwungen.
u Be-udchern unnerer 'ohlfabhrlsinrichtuugen zu werden. Audi
die eigenarlige Allerngliederung unserer Gemeinchaft bat einen
furchtbaren Notstand zur Folge. Der Prozenisab der liber
63 Jahre alien Personen belriigt bei der allgemeineu Bevilkerung
10 Prozeni, bei uns sind es 14 Prozent der Beilkerung. die fiber
t,5 Jabre all sind, d. h. daB die Zahl der alien Menschen, die nidht
rnehr allein fiUr sich sorgen kinnen, bei uns um 4 Prozeut groBer
let als bei der Gesamlbeviilkerung. Wir mi-sseu ddfiir sorgen.
daB unsere alien Mihnner und Frauen nicht der Not und der \er-
zweifluug anheimfallen. daB sic an ibrem Leben'abenid, wenn auhd
in bedcheidenem Male. vor Hunger und Obdachloiigkeit bewahra
werden. Unsere Heime sind liberfullt, und wenn wir jetjt daran-
gehen. em neues Heim in Berlin zu schaffen, so iibersleigt bereits


auf die erate Meldung bin die Zabl der Anmeldungen alle
Mlglichkeiten der Aufnahme.
Nidit geringer ist die Not unserer Kinder. Die Verarmuiig
der Eltern hat die Gesundheil und Enlwicklung der jiidischeu
Kinder ersdciitterl. Unlerernihrung und Krankheit der Kinder
gebhren beuie in den jiidischen Familien zu den houfigslen Er-
icheinungen. Mit einer gewissen Genugluung kSnnein wir fest-
etellen, daB es uns bei iuBersler Anspannung all unserer Kriite
in diesem dchweren Winter miglich war, die Aermsten unter uns
mil Obdach. Feuerung. Speisung und Kleidung zu versorgeu.
Unsere besondere zusatjliche Not bedarf auf allen Gebieten des
Lebens einer zuetlilichen Bekampfung. Beschaffung von Arbeit
ist das best Mittel der Woblfahrtspflege. Der beschiifligungslose
jiidische Angestellte und Arbeiler ist auf der Suche nach einem
Arbeitsplats dadurch schwer behindert, daB die Zahl der Firmen
und Betriebe, die Juden nicbd mebr besdciftigen, von Tag zu
Tag grBer wird. per Boykolt gegen den jiidiichen Kaufmann
erschiiiterl sebr oft seine wirtachaftliche Exislenz. Im Jabre 1931
waren allein bei un-erenm jiidischen Arbeitsnachweis 15000 Stelluug-
suchende aller Berufe eingetragen. Dies ist noch nichi die Ge-
samlzahl der jiidischen Arbeitslosen in Berlin. Wenn e- uni
nuch gelungen ist, fast -1500 Arbeitsvermittlungen durchzufihren.
so i-l dies viel zu wenig angesichls der groBen Zahl vou
Mencdien, die der Arbeilslosigkeit und der Verzweiflung aubeim-
lallen. In dieser schweren Lage ist der jiidische Arbeitnebmer in
be-onderem MaBe auf das Verstiindnis des jiidiichen Arbeilgebers
angewiesen. Zur Zeit sind in unserem Arbeitinachweis
10000 Mlensheu vorgemerkt. Gut qualifizierte Krifle aller
Branchen sucden verzweifelt nach Arbeilsstelleu. MNAgen iale, die
beute noch wirtschaftlich in der Lage sind, andere Menschen zu
iesechiifigcn, bei der Einstellung von Personal auch jener Irolj
bester Fahigkeiten zurickgedrlnglen jiidischeu Arbeitnehmer ge-
Ileuken.
Der Redner ichloB: Wir %ollen helfen, wir wolleo jede Not
in jedem jiidiieben Haus lindern. Helfen auch Sie uns, indem Sie
uns ArbeitHpldle fur die bei uns warlenden Erwerbslosen bereit-
-lellen. Die Winterhilfe gebt am 31. Mlirz zu Ende, unser Hilfs-
werk ist nohd nicht zu Ende. In jeder Zeichnungsliste der Berliner
Winterbilfe warren die jidischen Namen in der Mebrzabl. Geben
Sie dem Woblfahrtsamt der Jiididchen Gemeinde in gleich groler
Wei-e: wie Sie es fiir die Berliner Winterbilfe getan baben.


Moritz Rosenthal: Weg und Ziel


Ale letter Redner fiihrte Herr Morih Rosenthal ungefjhr
.a1i: Adolf Hitler hat am Sonnlag fiber 30 Prozent der ab.
pegebenen Slimmen auf sidc vereint. Sollie diese enorme Zahl
nis niict einmal daruber nadidenken lassen, was wir selhls tlun
kiiitneu, um das deutsche Volk iiber Juden und Judeuium aaf-
/uklaren? Die Gesinnung, die aus den 11 Millionen Hitler-
Wiiblern sprichit, kann doch keinesfalls daher stammen, daD alle
diese Menichen mit uns Juden so schlechte Erfahrungen gemachd
haben. In Wirklichkeit hat der griiBle Teil dieser Menschen nie
rlil Juden verkehrt, hat durdiaus keine Vorstellung von dem,
was in Wirklichkeit Judentum ist. Uim den deulEsden Volks-
genogsen Aufklarung tiber uns Juden zu geben, wird es niilig
sein, in groBem MaBe in Versammluugen Andersgliubiger Vor
Irdge halten zu lassen, ebenso den Andersgliubigen unsere Ein-
richtungen zu zeigen. Wir wolleu uns niich trennen von denen.
die GCol auf anderen Wegen sudden. Wir wollen keine Ab-
sonderung, weder hier noch auf anderem Boden. Hier isa unier
Vaterland, hier ist user Kinderland.
Unsere Eiuheitsgemeinde muB Raum haben fUr die Freiheit
der religidien Meinung und Uebung. Jedes jiidische Kind mull
religiisen Unlerricht erhallen. Die Einheitsgemeinde hat fir den


Gottledienst der Koiiervativen und der Liberalen zu sorgen.
Durch die Einfibrung religiiiser Erbauung~stunden. durch die
Einrichtung von Lehrvortrigen geben wir den erwerbstlitigen
Gemeindemitgliedern. die nicht in der Lage sind, am Sabbal-
gottesdienst teilzunehmen, die Milglidikeit. sich in ihrer freien
Zeil zu erbauen und Wissen vom Judentum in sich aufzuuehmen.
Die Religion mul Beziehung zum Leben gewinnen, mu6 Welt
und Leben mit religiiioem Geist durchdringen. Die Religion hat
die Aufgabe, die Kluf zwisicheu dem als gitlliches Wollen Er-
kaunten und dem menschlich Geschaffenen zu iiberbriicen. Wir
,erden dafiir sorgen miissen, daB die Wirtschaftsmiichligen ein-
seben, daB jede wirtschaftlicde Tiligkeit als geaellschaftliche
Funklion zu betrachien ist, daB nicht der private Nugen einzelner,
sondern nur der Gemeinnuben bestimmend sein darf. In dem
Universalismus des Judentums liegl das Tiefate seines Weseis.
Sachliche Differenzen diirfen nidit zur Gefihrdung unserer
Gemeindchaft fiihren. Die heutige Mehrbeit der Gemeinde will
die Gemeinde als Religionsgemeinde fiibren, der anzugehdren ein
Stolz threr Mitglieder sein soll. Uoner Ziel muB sein, unsere
Einheitagemeiude zur Pflegestitte und zum Miltelpunkt des
jildisch-religiisen Lebens zu machen, allen Parleien und
Richrungen in versbhnlidcem Sinne Licht und Luft zu lassen.




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i: &i i ; -,.-:,. C:c-..:.;lJ-:fli-


_






- 91 -


Amtliche Bekanntmachungen

Synagogenkarten
In Anbetracht der heutigen Wirtschaftslage und auf Grund vielfach geiiuBerter Wiinsche haben wir
uns entschlossen, die Preise fiir die Synagogenplitze fiir das kommende Jahr zu ermaiBigen und
Ratenzablungen zuzulassen. Wir verweisen auf die in dieser Nummer ergehende Bekanntmachung
und bitten, die Einlisung der Karten zur Vermeidung spiterer Weiterungen recht bald (vom
1. Mai ab) vorzunehmen.

Erneuerung der Eintrittskarten fiir die Gemeinde-Synagogen


Lie Erneuerung der Karten findet von
Sonniag. den 1. Mai 1932.


Der lePiligen Wirtscliaftslnge Rechrinung tragend, ahbenr
wir uns entsell-ssen, eine allgemeine I-erabsetzuing der Preise


hb stall, und zwar: vorzunehmen, soweit nichl schon fruher eine wecentliche Er-
i ) fur die Al te Sy na goge and Neue S y nago g so- mniiigung eingetrelen war. -Deggleichcn konnen auf he-
wie fur die S y n a g age n K a i se rs r a L e, R y k e sonderen Antrag Ratenzahlungen bewilligt werden, d.ie
at ra B e, L ndenst ra e, K tt busse r U fer und jedoch bei Ausliandigung der Platzkarto erfull sein miihsen.
L e et z o w s t r a B e Mit Rucksicht auf die vurgenommnene ErnaBlcgung kann
im Pliitzebiiro. Oranenuburger StraBe 31. ledoch ein weiererr Prei;sn-ahlaIn in Einzelfallen koinesfanll
hi tir die Synagigen L u t z ws t r a e, Ft s.i nen orfolgen.
stral e. PestalozzisrraLie, N un c Ihener Ueher die im
Stra fe, Friedenstempel. Grunewalds und Vorjahre freigebliehenen Plitize
Pr i n z reg e n t e n s I r a i wird ltereits jetzt verfugt werden. Antrago sind vor dern
imn VernaltungsgebAlude FasanenstraBe 79/S0 1. Mai 1932 n u r s c h r if t I c I an das Buro, Oranmenburger
taglich (auter Sonnabend) von 9 bis 12 und 4 his 6 Ulr, StraBe 2i, ab 1. Mai fur die einzelnen Synagogen schriftlicl
.In Sonntraen und gesetz'lichen Feiertagen von 9 bis 12 Ubr. :ltder miindlich on (lie obean .,ngegebernen Stellen zu riclilen.
Bewerbungen Herr Reklor Dr. Span i e r, C. 25. KaiserstraLe 29/31.
Tel. Kupfergraben 0767,
Wir g'-ben hierdurch bekannt. dafi die Bewerbuneen im (lie nh ere Auskunft erteilen.
Uebertraguna von I'orsland der Jadischt., Gemneinde.
Vorbeler-. Chordirigenten- und Organisten-Funktionen
in den hohen Feiertageh biis zum 1I. IMai er. an die Komn- Krankenhaus
mission fur die musikalisohen Angelo'enbeiten der Judiislien Die Mitlelklasse des jidischen Krankenhauses hat siho
Gemeinde. Berlin N 24, Oranienburg.:-r Str.tile 29. s r l i r i benfiihrt
I i c Ii ziu richten :ind Ende Septl._imber 1931 tha[ da.s K r u n I e r, i a u s d. e r
SI d i s c h ie n (G eme i a nd e den Versiuch mit der Einriehlung
Sr I i n in April 132. einer MN it I k i s e unternomnieu. S;'? S',lrte solchern
Vorstand der Jiidischen Gemninde. e nhe im i h en Krianken, dnene di KnIosien fur den
Aufenth.alt in der I oder II. Klasse schwer ersehwinglich
sin.l, die aber doc::h auf iesornderle Unterbringiuna und pflege-
Kurse rislihe B':.treuung aal.ertiaib der groleren Krinkeniale WVer
legen, dien-n. Durch einer, mdiLgen. die Selhstkosten kaum
zur Ausbildung von Religionslehrerinnen d'eLkende'n Pfle-iesitz warden AufeouLhalt, arztliche Beband-
hinug eincsclilledilm h aitwaiger Operiation hzw. Entbindun ab-
Die Jdtlische 'Geneinde unterhilt zwei Kurse zur gegolteri. [al ,e-ime -oldce Einrichtujig den heutigen Bedurf-
Ausbil:lung von Reiigionslehrerinnen, an denen Lehre- "i" sa entspriaeh, iirt die Ioebh ifte Inanspruehrnahme der
rinnen, Hortnerinnen, Kindergrrtnerinnen teilnehmen liittlIkl~_s-e in der Zeir ilhres Beitehens. Es sind tatlich im
kDinnen. Die Aus ildung dauert drei Jahre. Elurchbhehnilt etwa 15 Patient-n aul der Abtellung; im ganz.en
knneh.nern hbs zurn 1. Mlarz 1932 115 Kranke die Nlittelklasse auf-
Lei ter der K urse: gesutcht. und zwar: 16 Kaufleule, 8 Angehorize des Hand-
werkerstandes, 4 AkadPinaker, 2 Beanite. 15 in der Auhbildung
Herr Rabbiner Dr. Arthur Levy, W.3. N30. Mltirhener begriffenen Persoinen und 7a P,:-rsonen ohne Beruf, meisti'ns
StroBe 37. Tel. Cornelius: 1853. CEIelr.aI,,I






- 92 -


Aus dem Wohlfahrts- und Jugendamt

Helfei dem jiidischen Kinde!

Spenden ffir Kindererholungsheime

billen wir unler ,,Sommerhilfe" auf das Poslscheckkonto 29640
des Wohlfahrlsamtes der Jiidischen Gemeinde, C2, Rosen-
slrafle 2-4, zu ilberweisen.


\Vr-hllickiingen
.\Aii.it e zui r Auifnahnim in ids Gieine Iunriosheiim Lehniitz
u-r I,'II reli. ili ll gnigiengL-i.enmnirll. Djs Heim wird voraus-
iciihtllii am 15 M.ii eitflnet wu:rden. Es soil \ersuclil
tedein. in die-.em Jahre auch Aufnlahmegesu-lhe von lM.nrnern
.:u l;er ucku 4iclhtigen.
Mitarbeiter gesuihtrl
Durcl die stindig wa.chsende Inanspruclinarhm des. \Wohl-
fahrtsamntes werdern in a I I e n Wuhlfalirthezirken noel ehren-
amiliche Pfleger und Pfl 'gerinnen gebraueht. Meldungen
cirbilten wir an un-'er Zt.-intii..I, R entraite 2-4, Nordrn 6711.
Sliudentenhilfe
Fre'tiiihe und kostentreil Ziimmer, mbllicst gteg,'-n
Nnelhilrestunden older andere Verkarbeit, werlen drinsend
benbligt. MNeldungen erbeten an Judische Studenteibilfe,
Rosenstrale 24. Norden 6711.
Wohifahrts- und Jugendfir.orgeamt der Jiidischen Gemeinde
PoIstcelihckkonto: Berlin N\V Nr. 294Ut
Aul Wunsch zlhilreicer Spender seen wir von der Ver-
Irfenllichung dter Nanen un-erer Geher at. Wir senden
einzelne EnmpftansJbeseheinigungen durcb die Post.


G(es-'it ;lirndlenieinriglng fdr allgemeine und bCetininie
Zweke einaishlleil:Ich Winterhilfe in der Zet vom 11. Oktober
19j1 his 29. February 1932:
31-178,20 Mark.
Eiie ..Jiidicehe Jugendheratung" fir s hulenltlii.ssenir
manriliche Jugendli:be ist rom Wohblfahris- und Jugend-
fursorgea.mt der Judisehen Gemeinde eingerichtet worden.
Die Leitung ist Herrn Dr. Ernst Gugenheim, der sic.h als
hellpadlagocgi-eher Mitarbeiter im Juwendleim Wolzir bewd-irt
hat, ubertragen worden. Die re.gelnmiaige Sprechitunde findet
ieden Direntag von 5 bis 7 Ubr im Judiscben Jugendwohn-
helm, Ho1lzmlarki;traBe 64 III, stitt. In jedem Fail ist tele-
pborni-ebe Anmeldung bei Herrn Dr. Guggenheim (Wagner
4031 von 9 bis 11 Uhr) erwunscht.
Altersheime
Auskunft fiber die Bedingunoen uud Aussichten fur die
Aufnahme in die Altersheime der judisr-hen Gemeinde erteilt
der Inspektor Gr. Hamburger Strafe 26 Dienstag und Freitzi
1 bis 11 Uhr und der Inspektor im Altersheim Sehmargen-
dorf (Hohenzollern-damm), Berkaer StraLe 32-35 am Mont),
und Donnerstag 4 bis 5 Uhr nachmittags.


h. e-'.- .. t...n a
.p '.7. "- 2-- --


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- 93 -


Religionsschulen der Jiidischen Gemeinde, Sommerhalbjahr 1932
Z u r B ea c h u n g: Knaben und Mhdchen k6nnen bereits nach vollendelem sehisten Lebensjahre in die Religionsachulen
eintreten. D'iejenigen Kinder, welche in allgemeinen Schulen jtldiichen Religionsunterricht erhilten, kinnen in den Religions-
schulen unter Befreiung von dem librigen Unlerricht allein am hebr.iischen Unicrricht teilnelinien. An den meisten Schulen
wird Barmizwah-Unterricht erteilt. Der Besuch de; Unterricht~ ist unentgeltlich.
Anmeldungen werden enti-grngennomminen in den Schulenr wralirnd dier Unterrichlitzeiten. Auskunft auch im Schlilhiiro:
SR,:senstral3e 2-4, IV. Tel. Norden: 6711.
Beginn des Unterrichtshalbjahres am Donner-tag, dem 7. April 1932 hz,\. an dem dariaf folgenden Unterriclihttage.
Die Religion-echulen .ind nach Stadlgegenden geordner.
A bk ii rzu n gen : Montag: MNI., Diensiag: Di., hittwoch: Mi., Donn:rstag: 'io., Fre'iiag: Fr, Soniiabend- Sbd.
Der Unterricht beginnt uberail um 3 Uhr nachmiltags.
Der Unterricht begiunt ilberall um 3 Uhr nachmittags.

StraBe Le;ter Utrribts- I Sira e Litrer Unterrioha s.
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PankelraBe IS Dr. Alexander Mo.. Do. NeuaTempe:lhof, EDeut-ther Ring I Frl. Dr. E Tag-
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Kirlshorrt. Tre-kowallee 70. Juarhimzthnler SiraL-e a3 Dr. Lehmann Mi.
29 Volks-chule G. Ldwinzhn Pfalzburger Strale -23 Dr. Wilenrr Di., Sld.
Karishorrt. Augus~e-V\ ktlor\-Str. 3\. Sybel-traB., 20 Dr. G.jliner Mo., Mi.
30. Volkssihule G. Lu;winio-h Pe.ialozzitraln, 59 Dr. E. Le.?y Mo.. Do.
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- 94 -


Gottesdienst in den Gemeinde-Synagogen
fiir die Zeit vom 8. April bis zum 7. MOi 1932


Alter Rilus:
Alte Synagoge (AS.*). Heidereutergasse 2-4: Synagoge Kaiser-
straBe 29-30 (Kais.); Synagoge Rykestr. 53 (Ryke.); Syuagoge
Pestalozzistr. 14-15 (Pesla.); Synagoge Keitbusser Ufer 48 50
(Kotlb.) Ahawas Reim; Svnagoge Miindcener Sir. 37 (MiU.);
Synagoge Grunewald (Grun.), Franzenabader Sir. 7.


Neuer Ritus:
Neue Synagoge (N.S.*). Oranienburger Str. 30; Synagoge Lin-
denstr. 48-50 (Li.); Synagoge Liibowstr. 16 (Lii.): Synagoge
Fasanenstr. 79-80 tFas.); Syndgoge Levetowstr. 7-8 (Lev.);
Synagoge Friedenstempel (Fried.). Markgraf-Albrechtstr. 11-12;
Synagoge Prinzregentensir. 69-70 (Prinzreg.). Altersheim
Schmargendorf. Berkaerstr. 32-35.


Synagoge Cipenick (CSp.). Freiheit 8: Svnagoge Oranienburg. Havelstr. 6.
*I Die in Klammern geiebten Budstaben siellen die Abkiirzuiig fdr die Bezeichnung der Synagogen dar.


Freitag Abend.
Beginn: Svna-v'og-n mit illenm HlluS und Allr-rver.,crunge
arrnilnli.n (uuller All>r--l.him Schmarg(rid.irf i 8 Aprl- 7 UhLr, 15. nnd
2-'. April: 7 15 LiUhr. 29 April und i; Mr.': 7 3A) Ihi, i 'dn Fr-i.i.g.
S. 'n 'ngprin mit nri-aom Ritli (i.uler S n,\'lJ.'ge Pllnzr,- lnt,.ll] iC.'
1u ] .\lhi ihi-imr S,.hm rg.ndr rf: 7 Ih: Svrnac.g.ge Prrrzr-:,'-irin-
li li..,: 7 1", Uih r
Ain-prirhe ler Rabbinrr in allun Orgelsyrn..gren, soweit keine
Pri dli tl.ilifindr r


Prediglen am
S. April: Li : Dr. W'arsohauj''r
LIl IIr .Silitm.nn.ki
F.L Dr. l\''ille
Lcr : Dr Prirz
Fried Dr Bergmann
Prinzrog : Dr Gilliiier


Freilnaahendd:
Alhl-rhem Schmargen-
do rf- Dr. \VWlr n.:r
29. April: Alltrs .eim S.hmaiin ,ri.
dorr: Dr We.lie
i. Mni: Ahi,-rheim Sc:hmsrgen.
,urt : Dr 'a r;.,:h, t-r


Sonnabend Vorniting:
Beginn: '. u I i April .ill Syn. ngr,.'n mit allirm Rilijs Un.
AllI.i >'re ,rungaiii.l lliin. 9 Uhr. V,:.m 23 April aib Altl Syn ,ig -.ge:
9. 3i ihr; nlle iinderil i Svnai.g9 ;n wil Illim Rtiu. unJ A lh i.. 'r-
r,r.ur,ir.u eine l l'len: LiUhr FriUhg Illi'-hrl; Siynug.gen R\ k.~ r,uie.
iid liollibu-er lifer. Ahaw i.. Rrim I, 1, Uhr: In d nri Svyn.i2.gecn mil
,i I, o m Riius FrUhgull,.i .r'n .I | i ,ill.:-r F J 1 7.:'i, l[hr. lHialpr-
,,ll-i lir'ns 10 lU hr: S.ynagov.L- Frr ri-dr il:.np. l 9.30 lihr, Aller-hteim
S hnmirgenicdorf: II lihr
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Mu : Dr A L.-ivO" irLrri i r L t.,hn"
G.run.: Dr. E. C..hno 7. Mai: Mu Dr A Le.i v
30. April (Ne.iumondw&iih: G3run : Dr E. IChnui
Es .aml.,-ren ai ii -d- m crlten S'Lbb.l drf M n.ial. .abw ir.head
r%.n drm o.iisi in d'ei S tvr .:>er bblic,,hen Turnr
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LUv.: L', nd:,w.sky Neumrnn
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Mincha Eorn h.ilt. Sirind'. vor dem Ahbeiid .l. 4.Jii', ; ;n di n
Sy ig:igen. ir, drn rn Lehrvrlrra atiigehallrin wenenr, d'-ivir rl-i
Sliund.n vir dem Abrendgerllt,=d lenl.
Jugendgotlesrdien.l: Beginn 4 Uhr.
Sonnabend. den 9. April: Li.- Di. Blunenihal. Ryke: Dr
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zeitige Anmeldung erbeten.
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- 95 -


Jeden Sonnabeid: Kottb.: Dr. Bldichrode: 4.30 Uhr; MU.:
Dr. A. Levy.
Abends (Sabbat-Ausgang). 9. April: 7.38 Uhr; 16. April: 7.51 Uhr;
93. April: 8.02 Uhr; 30. April: 8.16 Uhr; 7. Mal: 8.29 Uhr.
Neumondveihe (Jjar) 30. April
Goltesdienst an den Wochentagen
Morgens: Synagogen mit altem Ribua bis 20. April: 7 UL.r;
\om 21. April ab: Alte Synagoge. Synagogen Kaisierslr.. Rykestr
und Kotib. Ufer, Ahawas Reim: 6.30 Uhr, Synagogen Pealalozzjstr.
Ntinchener Str. und Grunewald: 7 Uhr; Svnagogen mit nouem Rituis
bis 20. April: 7.30 Uhr, v.Om 2.1. April a.b: 7 Uhr
Abends: In allen Synr-gog-n vom 10. April bi.t 19. April: 7 Uhr.
'o:,m 24. April ab 7.30 U1r.
In den Synagigen mil allemn Rius finden in der S-phirazeit
Lehrvortrage % Srunde vor Naoht start.
Gotlesdienst am Pes achFeslt
Mittwoch, den 20. April 1932. abends: In allen Syriiuogen und
Alterversorgg'ungoanisalten: 7 15 Uhr; Donnerelag. den 21 April.
abends 7.30 Uhr.
Donnerstag, den 21. and Freitag, den 22. April 1932, vormittags:
Alle Syagog, Syrinagagen Pestalozziatrafle unid Kottbuser Ufer,
Ahawas Raim: 830 U,hr. alle anderen Synagogen mit allem Ritus
und Altlrversorgunga.nstaElrlen: 9 Uhr. Frtlhgotrradi.enist. Syna.gogen
RykestraBe und Kolbhub.er Ufer. Ahaw.a. Rkim: i 15 Uihr In den
Synagogen mit nouom Riei, Frihg.ll.:.sdipnst (aullr Friedens
tempel): 7.30 Uir, Haipt.gottedatenwlt 10 Uhr. Synago.ge Friedens-
tempel: 9.30 Uihr. Allerbheim Schmargelndorf: 10 Uhr.
Predigten am 21. April:
A. S.: Dr. Freimann N S : Dr W\jrschau,.r
Kais.: Dr. W. Leewy Li.: Dr. Salomonski
Ryke.- Dr. Freier Li.: Dr. Wiener
Pesta.: Dr. E. Levy Fas.: Dr. Bergmann
Kottb.: Dr. Frankfurter Lev.: Dr. Lewkowitz
Md.: Dr. A Levy Fried.: Dr. Prinz
Grun: Dr E. Cohn Prinzrc.: Dr. G.alliner
Prediglen am 22. April:
Fas.- Dr Galliner Fried : Dr. Bergmann
Lev: Dr Piinz Pr;nzreg: Dr. Swarsensky
Dienstag, den 26. April 1932, ahends: In allen Synagogen und
A Ilerversrrgungins7tal3tn: 7 30 Ur; Mittwoch, den '7. April-
7 1-) Uh:r.
Mittwoeb. den 27. April, \ormirtags: Begion wie Fr.-itag. den
?h?. April.
Donnerstag. den 29. April. vormillags: Synag,:gen Peatal.lozi-
tralle and Koltbijaer Ufer Ahawcs Reim: 8.30 Uhr, Synagogen
Munohbner SiraBe, Grun-rwald und Allerversorg.unLsansillten: 9 Uhr.
In den adern nd Syn.ag gen (auger Synagog: Frneders6empel)
1. Goltt'idr enet r;t SerlenfeiFr: 7 .i U.hr. 2 GIolr-i diet n ir it iel,-n-


Gottesdienst in den
Jiidische Reform-Gemeinde Gotteidienst 10 Uhr
JohannisstraOe 16
Sonntag, den 3. April, Predigt Dr. Jelski,
Sonntag, den 10. April. Predigt D'r. Rosenllhal,
Sonnrag, den 17. April, Predigt Dr. Lehmann.
Donnerstag. den 21. April, 1. Tag Pelach, Predigt
Dr. Jelski,
Sonntag, den 24. April, Pessach, Predict Dr. Rosenthal.
Mittwoch. den 27. April. Pessach,Predigr mit Seelenfeier
D.r. Lehmann,
Sonntag, den 1. Mai. Predigl 'Dr. Jelski.
KleisitraBfe 10.
Sonning. den 3. April. Predigt Dr. Ro.enthal.
Sonntag, den 10. April, Predigt Frau Miargarethe
v. Bendemann-Sullmann,
Sonntag, den 17. April. Predigt Dr. Jelki,
Sonntag, den 24. April. Predigl Dr. Lehmann,
Sounnag. den 1. Mal, Predigt fEr. Rosenthal.
Liberale Synagoge Norden (Schlinhauser Allee 162).
Freitag ahend 19.15. Sonnabend 10 Uir.
Liberal Synagoge Osten (Aula Kniserstrale 29/30i).
Freitag 19.30 Uhr.
Liberal Synagoge Weitend IAula Leistikowstrane 7-8i).
Freitag 19.15 Ulir:


feler und Preddgt: 10 Uhr. Synigoge Friedenstempel: 1. Golltei-
dienst mit Seelenfeirr: 7 Uhr. 2. Gotteadienst mit Seolenfeier und
Predigl: 930 Uhr. Altersheim Sohmargendorf: 10 Uhr. In der
Synagoge PninzregentenstrallB findet ein 1. Golleadienal nic h
statr Die Seelenfeier in dieser Synagoge wird boim Abendgolttls-
dienat am Mittwoch, den 27. April, abgehallen.
Die Einnahme der SitzplAtze ist den Karteninhabern vorbehalien.
Sontiger Zutrilt nur, soneit Plttze verfiigbar sind.
Prediglen:


A 8.: Dr. Freier
Kale.: Dr. Freimann
Ryke.: Dr. W 'Lewy
Pest.: Dr. E. Levy
Kollb.: Dr. Bleiohrode
Mi : Dr. A. Levy
Grun.: Dr. E. Cohn
N. S.: Dr Blumenthal
Fetlausganrg: 8 12 Uhr.


Li.: Dr Weyl
Lu.: Dr. Baeak
Faa : Dr. Wiener
Lev.: Dr. Lewkowitz
Fried : Dr. Prinz
Prinzrog.: Dr Gall.in-r
Altersheim Schmargendorf:
Dr Bergmann.


Lehrvortriige.
Alte Synagoge: Dr. Freimann und Dr. Freier ahweheselnd jodeii
Sonnabend zwiEchen Mincha und Maariw Schrifterklarung.
Synagoge KaiserstraBe: Jeden Sonnabend zwischen Mincha und
Maariw: Aus Agada und Halacha: Dr. Wilhelm Levy.
Synagogue Rykestrale: Jeden Sonnnabnd zwischen Miucha und
Maariw: ,,Die fihrenden Geialtln im jilldiEchon Go-istlehben". Rut-
biner Nobel.
Synagogue Pestalozzistrafle: Jeden Sonnabend ver Mincha Misclna-
ioth; zw-rchen Mineha und Maariw zum Wuchenabschniti- Dr. Emil
Levy.
Synagogue Kottbusser Ufer-Ahawas Reim: Freitag abond nach
Beendigung des Gutte6dienStes: Unseri- Geb-cte. Fin Gang durch
Siddur und Macheor: Dr. Bleichrod:-.
Synagoge Minchener Strale: Jeden Sonnabend zwit:he'n Miiil.'h
und Maariw: ..Die Agada des Talmud": Dr. Arthur Levy.
Synagogue Grunewald: Jeden Sbbat vor Mincha Lehrvortrage
Anu. den Mlieihnasjoth und zwiscben Mlinclh,3 und Maaiiw -iolcha Uber
LD inim I' ;._:etr z.:-.v']rachriflen).


Barmiznnah-Unterricht
In allen Religionseclhulen wird inentgelllich
Bar mi zwah- Unterr i cht
:-rteLUt. Der Ulnterriiht dauert nundesreni ein halbes J.ihr,
hei geringen Vorkenntatisen ein ganzes Jabr.
Anmeldungen werden nur zum Beginn des Schullilbinhres
\v:,n den Leiterr der Relieiorjsscbulen entleegen>enonimen.
Berlin. n den 12. Malrz 1932
Schul- und Talmud-Vorstand der iiidischen Gemeinde


Vereins-Synagogen
JiidiJche Religionsgemeinde Charlottenburg, Sclhul-
strate 7. Freitagabend und Sabbat-Ausgang wie in den Ge-
meindesynagogen mit altem Ritus. Jeden Sonnabend 9.30 Uhr.
2. April: Neumondweihe. Predigt Dr. Salomon. 15 Uhr:
Ju gendgittesdienst Dr. Salomon. 23. April: Barmizwahfoier.
Pessachfest: 20. April, 21. April, 26. April, 27. April 19 Uhr,
21. April, 22. April, 27. April um 9.30t Ulir: Predigt
Dr. Salomrn, 28. April um 9.3) Uhr Seelenfeier, Predigt
Dr. Saiomon.
Dir Gottesdienst beginnt an allen Sabbaten und Fest.
lagen zu den gleicien Zeiten wie in den Gemeindesynngngen
nach altem Ritus-
Judiseher Religion-verein Friedenau-Steglitz, Honiuth-
siraBe 3, Predigten d. Rabb. Dr. Winter: Neumondweilie
2. April; 21. Maarz. nbends. Jeden Sonning 9 Uhr: konser-
.-itiver Gotiesdlenst. Pe-sachfest: An den Vorabenden und
doen Vormittagen, morgens mit Predigt, 28. April Seelenfeier.
Syn;agogenverein Beth-Seholaum, HoIlznirklttran e 64, Synn-
gugenverein Beth-Nidraseh-Hamaravi, Ltitzow.;traBe 16, Synn-
gage OhelJizehok, Liesenstralse3, Religionsege:meinde Ahawas
Achini (Cesundbruunen). Prinzenallee S7, Synagogenverein
Osten. Rigier StraBe 3, tiglicher Gotteadienst 7 Uhr, 211 Uhr.
AnschlieLend an den Freilagabendgott eidient Jugendfoier
fur Schulentilassene. Leiter Oberlantor Spandau. Biilow-
strafe 55, Neu-Tempelhof, Musseliktralle 22. Jeden Sabbat-


. ~ ~; -. .. S..


-:




* ..- ..:-.. -n.


96 -

naehmittag, 4.30 Uhr, Gottesdienst der Jugend, Ansprache
eines Schulers. Synagogenverein Beth Zion, Brunnen-
straBe 33. Synagogenverein Ahanas Scholauni und Mogen
Dovid, Kleine AuguststraRe 10. Religionsverein Agudath-
Achim, Berlin-Pankow, Mdhlenstrate 24. Jidische Briider-
gemeinde Neukilln, Isarstrate 8, taglich Morgengotterdienst
7 Uhr, Sonnabend vormitlags 9 Uhr. Im AnschluB an den
Gottesdienst jeden Freitag abend Sabbatfeier der Jugend
unter Leitung von Rabbiner Dr. Kantorowsky. Israelitisehe
Vereinigung Lichtenberg, Frankfurter Allee 85. Jeden Frei-
tagabend Lehrvortrag Rabbiner Dr. Arthur Rosenthal iber
ausgewbhlte Stoffe aus der judischen Geschichte. Jeden Sonn-
a-e* nd Ansprache von Rabbiner Dr. Rosenthal. Sonnabend,
2. April, Neumondweihe, Predigt. Mittwoeh, den 24. April.
Teanis-Bechaurim-Gottesdienst, 21. April Gotlesdienst mit
SPredigt, 28. April Seelenfeier mit Predigth 30. April Neu-
mondweihe. Prediger Dr. Arthur Rosentbal. Ahaias Zion.
Sehinhauser Allee 4.
Israelitische Religionsgemeinde Liehlerfelde-Lankwitz,
Lange Strate 5/6: Freitag 19.30 Ubr, Sonnabend 9.30 Uhr.
02 Synagogenverein Weiflensee. Wartehalle des Friedhofs
FAHRPREIS an einchl voller Lotlhringenstrasle. Freitag 18 Uhr, Sonnabend 10 Uhr;
von RM 2 Verpflegung Sephardisclher Verein, Lhtzowstralle 111. 1 rehbts, jeden Sonn-
abend 9.301 Uhr: Synagogenverein Mazmiach Je shua, Dra-
GRIECHENLAND UND KONSTANTINOPEL' gornerstraBe 34/35; Sonnabend 7 und 9 Uhr; AdaBl Jakob,
II REIBE a b r.. -28 Ap in Venedg Mala,onnnop. Blumenstralte 95: Freitag iY Stunde vor Nacht, Sonnabend
Ober Neeael Tun, IKan hago), Maha Kon8go)nopel.
Ph.ie.on IAlhen). Kai.oon 1.,1mp.) lna ODlpnli. frah 6,45 und 9 Uhr; Beth-Hamidrasch Talmud Thora Wolf
Corlu Miller, Blankenfeldestrale 1: Freitags "' Stunde vor Nacht,
PALASTINA UND AGYPTEN Sonnabends 9 Ubr, werktags frbh 7 Uhr. abends %/ Stunde
III REIBE 2 Mat ab Venedig 24 Ma. In Gen.. vor Nacht.
obe,Co.rl, Rn.do1 .Be:irallSyren H fa IPallatlinal
Poera. lgplen)>Messlna(Teormlna)Neapnl(Rorn.) Jiidische Gemeinschaft Auhel Jedudoh, Wohnstadt Karl
SODITALIEN.SODSPANIEN.MAROKKO Legien. Grellstrate 5 I r.
IV REIBE 26. Mi lb Genjla -13 Juni In Hamburg Hilfsverein fiir die jiidikehen Taubstummen in Deutslh-
"be'NespelRonm).Pslrm'oPamnadeMallo'eLMb land E. V. Gottesdienst und Predigt fir Taubstumme, Nieder-
(Oranade). Cuia jTelud,). Chdz 41evila. Ussabon
schtinhausen, Kaiserin-Augusta-Stralle 37, Freitag, abends
OBTENLOe AUaUNFrT UND &Rl;UCKcBACHE N, 18 Uhr, 8. April, 20. April, 22. April, 28. April 10 Uhr
HAMBURG-.SODAMERIKANISCHE Seelenfeier.
DAMPFSCHIFFFAHRTS-GESELLSCHAFT Lehrvortrage
Religionsverein Agudath Achim: Sabbath zwischen Mincha
und Maariv.: Lehvbrrtrag Rabbiner Broch.
Religionsgemeinde Ahawas Achim (Gesundbrunnen).
Prinzenallee 87: An den Sabbaten vierzehntagig Schrift-


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Ablahrten von Triest wbcnentlich Mittwoch, 13 Uhr
Ankunit in Jatfa: Am folgenden Montag, 6 Uhr vorm.
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Nihere Einzelheiten, Platzbelegungen usw. durch die
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Rosenthaler StraOe 42 / Invalidenstral3e 114





- 97 -


erklarungen und an den dazwischeu liegenden Sabbaten
zwischen Mincha und Maariw Lehrvortrhge aus dem nach-
biblischen Schrifttum, Rabbiner Dr. Alexander.
Synagogenverein ..Beth Zion", BrunnenstraBe 12. Sabbat
1% Stunde vor Ausgang. Lehrvortrag Rabbiner Dr. Landau;
Sonntag nach dem Gottesdienst, DieRstag und Donnerstag
nach laariw: Gemoro Schiur.
Verein Machsike-Tauroh, Hrnaaal FIeidereutergasse 411:
Rabbiner Dr. Weil: Midrasch- und Talmudvortrag, Sabbat
15.30 Uhr. Herren als Giste willkommen. Mincha vor dem
Vortrag.
Briidergemeinde Neukilln. Isarstratfe 8, 1 Stunde vor
Sabbatauagang: Rabbiner Dr. Kantorowsky: Thoraerklarung
mit Raschis Kommentar.
Schiineberger Synagogen-Verein. Mlinchener Strate 37.
Thglich nach dem Abendgottesdienst Lehrvorlrage aus dem
Gesamtgebiet judischen Wissens. Diie Dozentrn: Rabbiner
B. Pessen, Rabbiner Ksinsky. Rabbiner Dr. Roienwasser.
Synagogenvereinigung Pestalozzistra le: Sonntag, den
14. Febr., zwischen Mincha und Maariw Rabb. Dr. Freimann
Lehrvortrag.
Jiidieche Gemeinschaft Auhel Jehudob, Wohnstadt Karl
Legien, Grellstrate 5 I r. Mittwoch 20.30 bis 21.30 Ubr Go-
marha-Schur. Leitung Rabbiner Broch. Meldungen: Sawady,
Jackelsirafe 17, Tel.: Kinigsr. 3033.
Im Wintersemester 1931/32 halt Herr Rabbiner Dr. Frei-
mann, Oranienburger Strate 33, folgende Kurse ab: Montag
8--10 Uhr abends Talmud Traktat Sabbat Abschnitt III,
Mittwoch 16 Uhr Maimonides, Jad hachasaka, Mlittwoch
18 Uhr, Anleitung zu seibhtandiger Ges:ii:-hihtsforscbung mit
Uebungen in judisecer Geschichte und Literatur.
Der Synagognverein' Ahanwa-i Sholaum und Mogen
Dovid Berlin, Kleine Augustslralte 10, lalt durch seinen
Rabbiner, Herrn Flaschier, t i g 1 ic h von Montag his
Donnerstag und So:nnabend-Ausgans von 20--21 Uhr
Schiurim nhhalten. Interessenten und ;Gste seen hiermit zur
Teilnahme hirzlichst eingeladen.
Jildischer Religionsverein Friedenau, Steglitz u. Um-
gehung: eine Stunde vor Sabbatausgang Lehrvortrag, Herr
Rabbiner Fr. Winter.


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von Dr. S. Hildesheimer Blandine Ebinger
und Sammy Gronemann Eugenia
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-98 -


Friedhofs-Kommission
Portalschluf der Gemeinde-Friedhlfe im Monat April 1932.
1. Freitag 5% Uhr 20. Mittwoch6% Uhr
3.- 7. 7 Uhr Erew Pefach
8. Freitag 6 Uhr 24.-25. 7 Uhr
0-14. 7Freg Uhr 26. Dienstag 6% Uhr
15. Freitag 6/4 Uhr
17.-19. 7 Uhr 29. Freitag 6% Uhr
Fernsprechanschlull der Friedhofs-Inspektion E6 2150.

Austritte aus der Gemeinde
Hedwig Bittner geb. Kraemer, Charlottenburg, Fraunhofer-
straBe 23
Dr. med. Ernst Grifenberg, Wilmersdorf, Kurflirstendamm 24
Harry Haischerek, Schneider, WinsstraBe 66
Anni Heilborn geb. Schornstein, Essener StraBe 20
Adolf Hirsch, Redakteur, Jagowstratle 3
crete Hirsch geb. Gotthilf, Ehefrau, Jagowstralle 3
Adele Jakobus geb. Joachimsthal, Wilmersdorf, Augusta-
straBe 8
Grete Jung geb. Tobias, Neu'klln, FriedelstraBe 34
Edith Kirschstein geb. Pink, Gerichtsassessorin, Charlotten-
burg, Droysenstrafie 1
Taube Markiewicz geb. Eisenschmidt, BesselstraBe 4
I'rieda Schubert, Stenotypistin, WeiBenburger Strale 63
Dr. Lili Seligmann, Uhlandstrale 45


Georg Urdang, Redakteur, LessingstralJe 37
Gertrud Urdang geb. Preul, LessingstraBe 37
Eva Maria Urdang, Lessingstralle 37
Lothar Wachsner, Rechtsanwalt und Notar, Motzstrale 41
Renate Wachsner geb. Heimann, MotzstralBe 41
Karl Wedel, Kaufmann, Sehwedter StraBe 9
Wilhelm Weiler, Ingenieur, Niedersch6nhausen, Ziethen-
straBe 7.
Austritte aus dem .udentum
Ella Abramcyk gen. Ludwig geb. Rubinstein, Wilmersdorf,
Hindenburgstrafie 96b
Sally Ephraim, Uhrmacher, SchmidtstraBe 43
Lily Gerstel geb. Dannenbaum, TiergartenstraBe 25
Friedrich GroBi, Kiirschner, Grossg6rschen StraBe 41
Besalel Kahane, Kaufmann, Wilmersdorf, Prinzregenten-
strale 42
Sally Krone, Musiker, KantstraBe 131
Johann Staudt, Schneider, BliicherstraBe 32
Jenny Staudt geb. Sporer, BliicherstraBe 32
Lili Szeg6 geb. Revesz, Friedenau, BachestraBe 2
Thekla Stern, Charlotte'nburg, Kaiserdamm 3a
Lilli Weitmann, Girtnerin, RitterstraBle 106
Luise Zemlinski geb. Sachsel, Sch6neberg, Landshuter
Strale 26.
Wiedereintritt in die Gemeinde
Albert Friedmann, Kaufmann, KirchstraBe 16 .


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SStrale 4.

Kaschruth-Kommission
Spreebstunden in Kaschruth-Angelegenheiten:
Rabbiner Dr. Freimann: Ttglich 11-12 Ubr. Oranienburger
StraBe 33, Telephon: Norden 4211.
Rabbiner Dr. J. Jakobovitf: Sonntag 8,--10Y- Uhr, werklagl;ch
8%-9%> Lihr vormittags in seiner Wohnung. Orarienburger Str. 39,
sonst nach Verabredung, Telephon: Weidendamm 06")0.
Zur Aufktlirung!
Wir machen die geehrten Gemeiridemitglieder darauf aurmerk-
sam, dal als ,,Koscher" nur diejenigen Lebensmillel anerkannt
werden konnen. welche in solchen Geichaften gekauft warden, die
unler Aufsicht eines anerkannten Rabbinats slehen. Die AusdrOcke
in Inseraten ron Lebensmittelge:charlen oder Reslaurants wi~
,,Koscher" oder das Mogen-Dovid-Zeichen. die Bezeibhnung ..Lnler
Aufaicht", .,Linter sarengster Auf:ichl", bei Ganien die Bezichnoung
..Gesiegelle Ganse" bieren nicht eine genaig.nde Gewhhr dafrr, dali
religionsgeae(zlich einwandfreie Lebenamiltel zum Verkauf kommen.
Bei Bestellung von ,,koschergemaehlem" Fleisch und Gefligel ilt
die Zuverliissigkeit nur dann garantiert, %enn aut der Rechonng ein
diesbeziiglieher Vermerk vom Aufseher sirh befindet.


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Oslen: Roh rock J., Pelereburger Strafle ?5.
Sidosten: S. Schriber. fMariannenstrale 33.
Siidwesten: Aktiinrreiellschaft fdr rituelle Bedarfsartikel im
Hause Herman n Ti t z, Leiprzger Srage .16--19.
\Westen: Akiienge-s- llachaft fur rituelle Bedarrfartikel im
Kaufhaus des W'esrens (KDW ). TauelzrienarraJe 21-21.
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Hause Hrmrann Tietz, Alexanderplatz.
Nordoaten: K e n ba u m. S. furtherr Betiauer). Linienosr. 7.
Osten: (Kein Gefligel). Birnba um Ch., Blumenstrale 8.9
Sdidneslen: Akliengesell3cha.ft fur rituelle Bedarfsartikel im
Hausn Hermann T i et z Leipziger Stra e 46-49.
Westen: Aktiingielltshafl fur riluelle Bedarfteartkel im
K aufhaus des Westen-n (fKDW.'. Tauenlz;cnslralle 21--24
Moabil: K empler L., Elberflder Strale 12. Ho lz-
hei m, G.. Brtickenallee 10.
'harlollenburg: Me y e r Max Suarezstrafte 24
Neukdlln: Ham me r. J oha nna, KaiEer-Friivirich-Slrafe 59.
Schnneherg: H o rw i I J.. Martin-Lulher-StraB2e 21. -
Peiper. Nac.hodslrate 6 a. Leibowit z Speyerer Sirane 7.
C. Weine and Spiriluosen
Imporlgesellse.hafl Pa l ta i na, Wimersdorf Bechstedter-
weg 19 Reich, Mose6, Grenadierstruate 36. Hut-
lerer. Abrahu m, I., Nlelfabrk und Weinhandlung, NO,
Barnimatrafla 44
D. Stadtkiiehen und Restaurants
Zentrum: Slidlklclile Rosen hal & S hey Gormann-
slroae 1 Millagaiilch Mt-nsa Academica Judaiia. BiIckes.:her Hof.
Rosenthal.'r Sirale 41. Durchgaig 5
Webten und Charlottenburg: SladktUche Vei A., Kleist-
siraBe 9; NMiltogstisch, Kurfirslendomm 22; B e r n a r, n Le o,
JagerstraBe 18 (Ecke Friedrich~ralle'r R o enb a u m Logenhaus,
Kleit;lslraoe 10; K a u fman n, Hugo Kleiststrafle 14; Mittags-
listh Bernstein, Sieg fried. PeetalozzistraBe 93.
P ensi ona :
Westen: Kau fman n. Hugo, KleislstraBe 14.
E. Bi1ekereien. Milch- und Kisehandlungen
Bilkerei und Konditorei GroB, K, Grenadierstrafe 39. -
Milch und Kise: Ten nenbaum. Grenadierstratle 5. -
Jerel, J., Anklamer Strafe 35. Lauman n Dragoner-
stralle 12 Sc h in de h.e i m, Joachimslralle 4. Br n bau m,
Ch.. Blumenstroale B8.


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rine-Fabrik, Gebrider Baum, Elberfeld; Generalvertreter fur
Berlin: E. Oslrodeky, Bestellannabme und Depot: N 58, Lotbringer
StraBe 8. Telephone: Weidendamm 1354. ,,Schmalzerit". Wetiimann,
Linienstralle 144.
Oele: Neukillner Oelmdhle, Inh. B I b Neukilln, Teupilzer
StraBe 101.
Gefliigelmislereien: Menasse Burta, Schbrnhauser Alee 161a.
- Schamai K eatenbau m, Angermunder Stralle 4. Hof. -
S. Szydlow, Grenadierstrale 36
Gefligelsehlachlstellen in den vorbezeichneten Mdastereien bis
auf weileres: Niontag bLi Freitag. vormilags 9 bis 11 Uhr, Montag
bis Dunnersiag. nachmiltags 3 bis 5 Uhr. Dao von unseren
Schachtern gesblchlachite Geflugel ist mit einer Bleiplombe rei-
sehcn. die auf der einen SPite dae Signum der Gemeinde Iragt und
4auf der anderen Seite Monatsdatum, Wochenlag und Schatchlstunde
angibt. FUr Gefldgel. dae dic e Plombe nicht aufweist. tibernimmt
das Ribb;int keinerlsi Verantworlung; in den unter unserer Auf-
sittt stbeende.n Ges-haftien darf our in vorstehender Weise plon-
bieries GeflUgIl verkaufr werden.
In den Gefliigelmlstereien Rudolf Pe l z ige r. Weil-nseve.
P;storiuc lraBe 36/37. und Szydlo w & Mi nge g r In. Klei-ne
Augusstlralte 12, wird auch von einem unsrrer approbierlen
Schachter Gefltlgel gtsehlachtet und mil unseren Plomben rversehen.
Mittwuch, nachmittags 3 his 5 Uhr, sibht der Schachter J. Gold-
fischer bei Rud. Pelziger fir Priv'atchlaehtungen zur VerfIgung.

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folgt geoffnel:
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- 101 -


Verschiedenes
Der Hill'?verein der Deutschen Juden bat in den letzten
anderlhalb Jahren 50000 Mark fdr Ferienkolonien des Ostens
zur Verfilgung gestellt, 683 Knaben and Mhdchen der
irmsten Schichten Polens konnten Erholung finden. Das
Kinderheim in Kowno, zu deiien Bau der Hilfsverein
24 000 Mark zugesteuert hat, wurde im Februar 1932 erbffnet"
und kann 120 Kinder aufnehmnen. Fur die Volksuniversitah in
Bukareti sowie fur eine Reihe von Fach- und Elementar-
schulen Ruminiens wurden 12251 Mark. fir Schulen Palistinas
10671 Mark aufgewender. Die Ambulatorien in der Ukraine
und dasjenige in der Krim, mit dem Namen ,.Paul Nathan",
erforderten einen Aufwand von 70637 Mark. Besonders an-
gespannt war die Thtigkeit des Hilfsvereins fur die Emi-
gramnen. Am Schlesischen Bahnhof in Berlin wurden 1931
18900 Personen, in Neu-Bentschcn 4200. Hamburg und Bremen
4400 betreut, was einen Aufwand von 88000 Mark erforderte.
Die Ausgaben fur die ukrainischen Waisen betrugen
14 253 Mark, fur das studentische Hilfewerk 6191 Mark.
Der Hilfsverein fiir jiidisehe Studierende zu Berlin hdlt
am 25. April 1932. 18 Uhr, seine Generalversammlung in
Charlottenburg, Knesebeckstr. 451, ab. Tagesordoung:
Wahlen, Bericht des Vorstandes.
Im Februar 1932 hat der Zentralverband Osljiidischer
Organisationen Berlins seine Thtigkeit in der RBosnthaler
Strale 55 (Tel. Amt Norden 5514) aufgenommen. Die unent-


geltliche Beratungsstelle ist filr alle Juden Berlins taglich
von 9-1 Uhr ge6ffnet; eine juristische Sprechstunde findet
Montag und Donnerstag von 3-4 Uhr statt.
Reichshund jiidischer Frontsoldaten. Ortsgruppe Berlin,
veranstalelt am Montag, den 18. April, 20 Uhr. in den Spichern-
salen, Spichernstr. 3, eine grole Offentliche Wahlkundgebung.
Der Jiidirehe Boxelub Maccabi E. V., Berlin, uber-
sandte dem Wohlfabrtsamt der Jidischen Gemeinde cine
Spende von 150 Mark. Dieser Betrag stammt aus dem Rein-
gewinn seines 9. Stiflungrfestes.
Elternabend der 22. Reiigionstchule Lichtenherg am
Donnerstag, den 14. April 1932, abends S Uhr, im Logen-
kasino, Knorrpromenade 2.
Erster jidischer Lawn-Tennis-Club Eveska-Blau-Gold-
WeilB erster Ranglistenclub) erbffnet bei Eintritt giinstiger
W\itterung 'eine Tranings- und Tourniersaison auf seinen
Verbandsanlagen zu zeitgemdfien Bedingungen. Auskiinfle
bzw. Anmeldungen (auch fdr die Teniniskurse fur Anflinger
und Forlge-chrittene) erteilt dao Clubsekretariat. Anschrift:
NW23, Leasingstrage 25 (Riickporto erbeten).
In Kijln ist eine jiidische Geno4senschaftshank gegrundet
worden. In einer vom vorbereitenden AusschuB einberufenen
Versammlung sprachen am 3. lMarz die Herren Dr. Wilhelm
K I e e m a n n und Dr. Boris S i I b e r t Uber die Notwendigkeil
der genosienacbaftlichen Selbsthilfe der Juden Deutschlands.


Flr den Inhalt des Inseratenteila tsbernimmt die Gemeiride kene Verantworiung.- For die im Inseraenteil enthaltenen Empfeh-
lungen ritueller Waren und fir Angaben religitis-gesetzlihben Charakter ibernimmt die Gemeinde our dann eine Gewihr, weno die Be-
aufsichtigung durbh Gemeindeorgane besanders vermerkt ist. In den Ubrigen Fallen mull sie es den Lesern des Blattes sueltit Uberlassen,
eire Nachprufung der Angaben vorzanehmen. Vorsaand der Jildisehen Gemeinde
.,,,'" "'y-- '--- 1-1-,--- ; /,;'" "
A--;:v ON -~*y -
IN-- 0 ~4. ''V-r---~YA-
X--'9 P;"%-44-t~ -~-t// ""--- s

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- 102 -


Kalendarium fur die Zeit vom 8. April bis zum 7. Mai 1932
April 1932 Nissan 56923 April 1932 Nissan 5692
Freitag 8 2 Sonntag 24 18 2. Tag Chaulbam.
Sonnabend 9 3 Wochenabicbnitt: Ssaaria Montag 25 19 3. Tag Chaulham.
3. Buch Moses Kap. 12-13 Dienatag 26 20) 4. Tag Chaulham.
Haflarah: 2 Konige Kap. 4, 42-44. Mittwoch 27 21 7. Tag Peasach
5, 1-19 Donnerstag 28 22 8. Tag Pessach. Feslausgang 8.12 Uhr
Sabbat-Ausgang: 7.38 Ubr Freitag 29 23
Sonnlag 10 4 Sonnabend 30 24 Neumondweihe
Monlag 11 5 Wochenabachnitt: Achare mauss
Dienslag 12 6 3. Buch Moaea Kap. 16-18
Mittwoch 13 7 Haftarah: Amos Kap. 9, 7-15
Donnerstag 14 8 Sabbat-Ausgang: 8.16 Ubr
Freilag 15 9 Mal 1932
Sonnabend 16 10 Sabbat Hagodaul Sonntag
Wochenabschnitt: Mezauro n1 25
3. Buoh lMoes Kap. 14 und 15 2Montag 2 26
Haflarah: 2 KEnige Kap. 7, 3-20 listwoch 3 27
Sabbat-Ausgang: 7.31 Ubr Donnertag 5 29
oonlag 1' 11 Freitag 6 30 1. Tag Rauach Chaudesch
Montag I6 12
Dienseag 19 13 liar 5692
littwoeh 20 14 Erew Pes.ach Sonniabrnd 7 2. Tag Rauah Cbaudeceh
Donneralag 21 15 1. Tag Pe actb So d 2 Tag Raush Chaudesch
Freitag 22 16 2. Tag Pessach Wochenab schnitt: Kedauschim
Sonnabend 23 17 Sabbat CJaulhamaued 3. Buch Moses Kap. 19 und 20
(Schir haschirim) Baflirah: Jesala Kap. 66.
Sabbal-Ausgang: 8.02 Ubr Sabbat-Ausgang: 8.29 Uhr

Der gemeinntitzige Verein ,,F a mlii en sc h ut z" versichert die litglieder der Jiidischen Gemeinde mit kleinsten
monatlichen Beitrdgen von RM 1,- bis RM 4,- auf Grund hullerst giinstiger Bedingungen zu ganz besonders bohen
Leistungen ohne Arztliche Unterauchung. Vorstinde und Reprlisentantenversammlungen, u. a. auch der Verband Bayrischer
Israelitischer Gemeinden, empfehlen ibren ,litgliedern den Beitritt zum Familienschutz. Im ibrigen verweisen wir auf den
dieser Nummer beiliegenden Prospekt des Vereins, dessen Verwaltungsrat fuhrende Pers6nlichkeiten aus allen Kreisen des
deutsecen Judentuma angehbren.


Geschaftliche Mitteilungen


Wer einmal das liUck gehabt hat. eine Z igaretten rabrik
zu besichligen, wird nip mehr den die Rliume durchziebenden Tabak-
duft vergespen und den GenuB. den eine an Ort und Stelle ge-
rauchie frische Zigarette bereitle. Die gleichen Freuden verechaffen
jedem Raucher die von der Zigarettenfabrik a n o I i n den
Handel gebraohten einzigartigen, lufidiebt versehlosenen ovalen
Dogen fur 50 StUck der bekannten Mark,:n .,M a n o Il Pri a t"
and ,.M ano Gold", in denen die Zigareiten gegen alle klima-
tic.hen Einrfiisse geschutzt eind und aus dne'n ihr kos liches Aroma
nicht voreilig enlwelchen kann.

..Bienenhonig 1st Vertrauensaeche". Alan kaufe deshalb nirht
irgendwelche Horige von unbekannten Privahbindlern. sondern nur
von einer eingefiuhren, als ersakla-sig anerkannien Firma. Nook a
B i ener h onig ist als bester Bienenhonig bekannt, besitzr vile
arziliche Anerkennungen und is mil dem 1 Press der goldrene
Medaille 1925 und 1928 ausgezeichnet.
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In der Poisdnmer Strale 4 (nm Pouldamer Plalz) hat eine Jahr-
zehnlr. alibekannie hiesige Firma ein-n eleganlen Hearren t a -
salon neu eriffnet. Die Leilung I;egt in Ednden eines hervor-
ragenden Fachmannea. Dem Zuge der Zeil folgend, isa die Firma
bomUht. Anzige und Paleiotr nach Mal zu konkurrenzlos billigen
Preisen herauizubringen. (Vergl. Inserat).


Die neuesten Modeachbpfubgen in Herrenbuten sind ..Fla-
neur", ,.Chukker" und ..Ronny". Drei kleidsame Formen,
welche von der Firma Philipp Neubauer, Unter den Linden 60,
K6rglrafle 37 und Mauerstralle 68, a. d. Leipziger StraBe. kreierr
norden eind.
Auoh ein fertigee Mablkleid erbilt man jetzt in dem
als heorroragend bekananen, seit 23 Jabren beatebenden Modesalon
Agnes Gallews ki KurfOrstendamm 236. Frubjabra- und
Sommermodelle werden in reicher Auswahl gezeigt.

Wir weiasn darauf hin. dar die Schlichtereien Rosenbaum
und Ho r w i z, Schwabiche Str. 12 und Tempelhof. Hohenzollern-
Korso 65, nach Zu-a.mmenlegung unter Aufsicht der Jildischen Ge-
meinde s ehen und Jeizt Kosoherflei hobveirrieb des
We s tena firmieren.

Wir weisen unsere Les.,?r auf die in Rahnsdorf Mtiblen-
weg 14. neu erbffnete Penzrion (unter Aulsicbt der Adas Jiarcel)
empfeblend bin. (Siehe Insera )

Zu den Feierlagen empfiehit die bekannte Firma Q e b r. M il -
Se r ihre vorzlglhehen Kaffees. Tees und sonstigen Lebenamitlel;
erhalilich in allen Filialen (siebe Inserat).


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Zum Passahbeste a

,.Jeder Hungrige komrue und eese mit; jeder BedUrflige
komme und feiere das Passah mit!"
200 arme Petenten waren am letzten Passahabend
unsere Gasie. Diesmal soilen es 300 sein.
Sei auch Du ein Heifer an unserem Liebeswerke.
Gefl.Geldspendenwerdendankend erbeten.


Unser Klelderkammer
beantigt dringend:
WCeidung jOdt r Al Anzilge, Mntel,
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Die Not isl groll! Im Jabre 1931 baben wir ca.
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KiOchen und Elnzelm6bel in gro0er Auswahll
Evtl. Zahlungserlelchterung.


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FrOhstOckstisch fehlen


Bienenhonig

Nook & Fieguth


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- 103 -


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warden des Herrn Rabbiner Dr. Wolf, ist reinemCocosfett. BeimKochen, Braten, Backen
reinste Mandelmilch-Margarinel Sie k6nnen -immer freuenSie sich iber seineAusgiebig-
sie als Brotaufstrich unter Fleischbelag ver- keit und seinen reinen Geschmack. Palmin
wenden und fOr Kuchen und Torten, die Sie koscher enthalt keinen Tropfen Wasser es
unmittelbar nach der Mahlzeit reichen wollen. spritzt daher nicht aus der Pfanne, das ganze
Tomor enthalt keine tierischen Fette und darf verwendete Quantum wird voll ausgenitzt.
SUnd dabei istPalmin koscher so leicht verdau-
daher zu alien Speisen ohne Unterschied ge- lich,daf es selbstdem empfindlichstenMagen
braucht werden. gut bekommt.


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