Judische Schulzeitung:

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Material Information

Title:
Judische Schulzeitung: Monatsschrift fur Erziehung, Unterricht und Schulpolitik
Physical Description:
3 pages
Language:
German
Publication Date:

Subjects

Genre:
newspaper   ( sobekcm )
Spatial Coverage:
Europe -- Germany

Record Information

Source Institution:
University of Florida
Rights Management:
All applicable rights reserved by the source institution and holding location.
Resource Identifier:
GS16
System ID:
AA00013436:00001


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Full Text







FH;iC 1ie oc nUIZeliut

Monatsschrift fir Erziehung, Unterricht und Schulpolitik
'" ^Organ des Reichsverbandes der jiidischen Lehrervereine .-
(Geschaftsstelle des Verbandes: Berlin C 25, Kaiserstralte 29) ":

Die ,,idische Schulzeitung" er- Man nhei m den April 1935 Hauptschriftleiler.
heint am i. eines jeden Monai r l Dr.Sieg friedBra un-..
iPostbezugspreis: 0.45 pro Quartal. Druck und Verlag Oebrader Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. K a I n, Labowslrade, 59'
1- ._ 2-.J.- -


Tagung des Preulischen Landesverbandes
Am 10. MNrz 1935 trat der Grole Rat des PreuBischen
Landesverbandes jiidischer Gemeinden nach einer Pause von
-'etwa /14 .ahren in Berlin zu einer Sitzung zusammen. Der
.Prasident, Kammergerichtsrat i. R. Leo Wolff, teilte mit,
daB Landesverbinde der an Preufen angrenzenden deutschen
`'Linder sich dem PreuBischea Landesverband jiidischer Ge-
:einden angeschlossen haben. Er begrii[te erstmalig Rabbiner
fe'. de Haas (Oldenburg) und Herrn Vollmann (Meiningen),
"ferner die Herren Dr. Isserlin und Rabbiner Dr. Rothschild
i(Saarbriicken) als Vertreter der saarlindischen .Gemeinden.
:IR-abbiner Dr. Galliner berichtete ausfiihrlich fiber Schaffung
'.,neuer Bezirksrabbinate, Lehrerbildung und Lehrerfortbildung,
i..Rechtsanwalt Dr. Klee fiber die Betreuung von Kleingemein-
,len. In der Debatte wurde vor allem die Frage behandelt, ob
bei- bestindigen Bevilkerungsabnahne. der deutschen Ju-
iin'-ie weieire' Au s b'i Id II 't b.iL- re -' rn verant--
wortet werden k6nne, da vorliegende Statistiken bereits jetzt
:einen UeberschuB an judischen Lehrkrfften erkennen lassen.
'iVon der iibergrolen Mehrheit der Versammlung wurde aber
..der Standpunkt vertreten, daB bei der jetzt und zukiinftig zu
'vollbringenden ilidischen Lehrertftigkeit gerade Menschen aus
i der heutigen .lugendgeneration nicht fehlen diirften. Die Be-
r ucksichtigung der Statistik k6nne wohl zu einer Einschrin-
)*ng der Lehrerausbildung ffihren, nicht aber zu ihrer volligen
1ianstellung.
1;. Im Mittelpunkt der Ratstagung stand die Durchberatung
;i"und Verabschiedung des vom Dezernentenkollegium vorgeleg-
;:ten H a u s h a Its p a n e s fuir das Geschaftsiahr 1935/36. Der
,E: Etat sieht fir die Betreuung der Gemeinden nnd ihrer Beamten
:.eiten Betrag von 365000 RM vor; fur Kulturarbeit sind ins-
'gesamt 123000 RM ausgeworfen. Der Finanzdezernent, Dipl.-
.:Ing. Bruno W o y d a betonte einleitend, daB es dem l.andes-
,verband im vergangenen Jahre durch Anspannung aller Krifte
Sgeelungen sei, trotz Fortfall der in friuheren Jahren erhalteneii
;.Staatsbeihilfen seine Aufgaben durclizuffihren. Es konne aber
:'~icht verkannt werden. daB in Zukunft eine Einschrinkung ein-
:tr'bten misse, und da diese sich auf lebenswichtige wvirtschaft-
.iiche oder geistige Gebhiete nicht erstrecken diirfe, so sei vor
.allen Dingen eine zweckmailBige LI mor ganisation der
..roLen jiidisclen Kbrperschaften und zum Teil aich der Ge-
Neinden notwendig. Es stehe fest, dali die deutsche Judenheit
"zahlennmiBig auf den Stand von 1890 zurtickgegangen sei; wenn
tiluer dliesen Umstanden alle in den lelzten Jahrzehnten und
.jahren entstandenen Organisationen unvertindert fortbestehen,
Sbedeutet das, daB die deutsche Judenheit ein Kleid trigt,
as ihrem heutigen Umfange nicht mehr entspricht. Es mfisse
deshdlb neben die Einschrainkung aller Verwal-
tn:g en aich cine wirtschaftliche Planung des gesamten Ge-
lntidelebens treten, als deren Vorarbeiten die fiberall vorzu-
etnnden Revisionen anzusehen seen.
i t;IDe aushaltsplan wurde von der Ratsversammlung en
.~angepomrmen..DemgemuiB wurden die Beitrage der Ge-
~:idas; eschaftsJahr.. 935/36,- wie fojgt festggsetzt:
o :~~? .;.... : ....... ;,.C ,.. ., .


filr den Landesverband 1,25% der Reichseinkommehstepir
bzw. .3c der Reichsvermogensteuer,
ferner ffir Reichszwecke 2 RM pro Kopf der jiidischen Be-
volkerung.
Das Dezernentenkollegium wurde einstimmig ermichti~t,
w\ie im Vorjahre auch fiir das Geschiftsjahr 1935/36 vori n
einer Vorlage des Haushaltsplanes an den Verbandstag
abzusehen und den Verbandstag nur dann einzubertifen,
wenn beson.dere Verhitnisse dies notwendig erscheinen
lassen.


Was beim Uebersetzen verloren geht.
Von Isaak Heinemann-Rreslaul)


Die Einsicht in die Bedeutung des Hebraischen fiir
Jug.endunterricht ist heute allgemein. Auch eine SchuleW.ii
libefaTer LeiT-fli v-i-d -PtiI- Phflth-ri i iii FTTr iffi f
Main, legt groves Gewicht auf die Pilege der Bibelsprachei.
des Hebri:schen der Gegenwart, wie die .,Pidagogische.
Woche" bewies.
Immerhin sind die Gegenstimmen noch nicht ganz ver.-
stummt. Ein Aufsatz in der Jiidiscben Schulzeitung vom 1. 0:'
tober 1934 bezieht sich auf das Wort S. Maybaums, daB ,,die.
Aneignung der ethischen und religi6sen Weltanschaunmg deri
Bibel in jeder Sprache erfolgen kann." Zum Beweis fiir diescq
- in der vorigen Generation nur zu verbreitete Anschauunng-
berief man sich auf den jiidischen Hellenismus vor 2000 Jali
ren. Die damaligen .luden lasen die Bibel in griecliischeri.
Uebersetzung, der'sog. Septuaginta. Und doch hielten sie tre'ia,
am Judentum fest und wuflten sogar fiir es zu werben. Also,-0
sagte man, kann min ein sehr guter Jude sein, ohne Hebraiscbi
zu verstelien.
Nun haben allerdings die hellenistischen Juden, zum gro-.i
lien feile wenigstens, e i ne der Sprachen des Judentums ver-..
standen und gesprochen: die wortlose Sprache jidiscler Ge-
setze. Sie Iiielten fast stimtlich den Sabbat und die bi'blischen-".
Speisegesetze. Und diese wortlose Sprache, zumal die Be-:!.
gehung der Feste, vermittelte ihnen manches v\om Gehalt des,',
.ludentums. Wieviel ihnen aber dadurch verloren going. daB sie'.:
die Worte der Bibel nicht mehr kannten, liBt sich leicht er- Al
kennen.
In Mittelpunktc des Judentuns steht nach unserer Auf-
fassung -- seit Hillel das Gebor der ,,Naclhstenliebe"-), ,'ie-'
wir es meist ausdriicken. Philon, der alexandrinische Philo-.':
soph, war ein begeisterter Verkiinder der Humanitit; er hatf "
hlr sogar ein.e besondere Schr;ft gewidmet und den humanerir.
Charakier des Thoragesetzes nachzuweisen gesucht. Aber.aut .
jenaei-biblischen Vers beruft er sich weder in dieser Schriftf
noch in einer anderen. Wie kam das? Ganz einfach daher, dab,

') In ahnlicher Form auch erscbienen in der FestschrI'.
zunm 50j1hrigen Bestehen der Lessingloge in Breslau. :
2) Zum folgenden vgl. meinen Aufsatz ,,Die jebe
Ndchsten"', [sraelitisches Familienblatt vom 27. April :
.. .'" "." : ~.- '-: ".5 7 L ''s .:,


"'f,1








... lBedeutung des biblischen Gebotes aus der Uebersetzung
: ti"irS etuagirita. beim btesten Willen nicht zu erkenhien war.
I kann den Freund, kann aber duch den Fernstehenden
'' lekichnen; daB es in diesem weiteren Sinne gemeint ist, be-
Si"'Aeist die Ansdehnung der Liebesplicht auf den fremden Sied-
le .r, einige Verse spAter. Dieser Doppelsinn des Worts ist inm
Griechischen nicht auszusch6pfen. Der Uebersetzer sagte
.p lesion, w6rtlich: den Nahestehenden woraus dann di-e
heute fibliche, reichlich milverstAndliche Uebersetzung ,,Nach-
ster" geworden ist. Lind auch das Pridikat konnte er niclit
Swiedergeben. Fijr ,,Liebe" hat das Griechische zwei Worte:
das eine, Eros, ist offenbar sexuell gefirbt; das andere, in der
ersten Silbe von Phil-anthropie erhalten, bedeutet Freund-
schaft und schien ihm gleichfalls nicht geeignet; so griff er denn
zu" u einer ganz seltenen Vokabel, agape (vielleicht wegen des
Anklangs an n-n 3'), die soviel wvie .,freundlich aufneh-
'.men" bedeutet. Wer den Text nicht kannte. nmuBte also das
F.. Gebot so verstehen: ,,du sollst den, der dir nahesteht. freund-
S lich aufnehmen". Das war freilich kein Satz von weltanschau-
licher Bedeutung.
Nicht minder bedeitungsvoll wvie das Liebesgebot ntichte
tins der biblische Satz erscheinen: ,,heilig sollt ihr sein, denn
Iheilig bin ich, der Ewige, euer Gott". Auch ihn erwahnt Philon
in seinen zahlreichen Schriften nirgends. Ueberhaupt spielt das
Ideal der Heiligkeit in seinem Denken keine Rolle, w'ihrend
i. es bei den Rabbinern 'n Kiddusch (als Kiddusch Haschem und
--r als Gebet) und Kedusclia deutlicl hervortritt und selbst in
Kidduschin als Bezeichnung fuir die Ehestiftung doch wohl
anklingt4). Der Grund ist wiederum der. daB die Rabbinen die
hebraische Wurzel gekannt und weiterentwickelt haben, with-
rend sich Philon an die griechische Uebersetzung halten muB.
S Und das griechische Wort ffir heilig. das sie wvaht (es ist uns
als erster BestandteiU von Hagio-graphen = heilige Schriften
bekannt). schlieBt keineswegs notwendig jene innere Heili-
gung ein, die ein katholischer Theologe a) neuerdings als den
Zentralbegriff der jiidischen Religion bezeichnet hat.
Gleiches gilt von dem \'orte n' \Wir ubersetzen es ge-
S wohnlich mit ,,Bund". Die alte griechische Uebersetzung
war vorsichtiger. Hitte sie das ibliche Wort fiir Biindnis-
vertrag eingesetzt, so hatle sie die Vorstellung erweckt, dai
es sich,um n ein Bindnis auf Gegenseitigkeit handelt, wie es
zwischen Gleichstehenden gesclilossen zu werden pflegt. DaB
S das nicht der Fall ist, ist neuerdings von jfidischer und von
christlicler Seite mit Recht betont worden5). Daher gab der
Uebersetzer ein \ort, das von einseitigen Verffigungen ge-
braucht wird, insbesondere auch das Testament bezeichnet; als
Fremdwort ist dieses Wort, diatheke, auch in den Talmud
S iubergegangen. Diese ubergroBe Vorsicht hat sich aber schwer
gericht. Man faBte diatheke, statt als ,,Anordnung" als ,.Te-
stament" auf; das hat zunichst zuir Folge, daB wir heute von
Bichern des Alten und Neuen Testaments, statt des alten und
neuen Bundes, reden; schon im neutestamentlichen Schrifttum
findet sich dies MiBv\erstIndnis. Ueberdies aber fihrte die -
den Schriftsinn ganz verdeckende Uebersetzung dazu. daB
Philon von jener berit keine Ahnung hat. insbesondere auch
S z. B. die Besclneidung. an der er festlillt, gar nicht als ,,Bun-
deszeichen" versteht"). Wie sehr aber das Zusammengeh6rig-
S keitsgeffhl der jiidischen Gcmeinschaft auf diesenm Gedanken
der gemeinsamen .,Inpflichtnahme" durch Gott beruht, ist
neuerdings durch A. Schlesinger7). Max Wiener8) u. a. ein-
Sgehend gezeigt worden.
l^'-------
'3) So Ernst Hoffniann, Deutsche Vierteljahrssclirift fir Li-
teraturwissenschaft 1926, S. 73, 2.
S) Vgl. meinen Aufsatz ,,Das Ideal der Heiligkeit im hel-


:.


lenistischen und rabbinischen Judentum", Jeschurun VIII 1921,
S. 99 ff.
4a) J. Hinel, Die Religion der Heiligkeit, 1931.
5) Buber, K6nigtum Gottes 1 119 nach Pedersen.
0)-Vgl. mein Buch ,,Philons griech. und jiid. Bildung" 483.
7) MGWJ. 1927, 337 ff.
!) MGWJ 1933, 13.


Ein Judentum ohne den vollen Begriff der Liebe,Nder Ho..'
ligkeit, des Zusammenhaits mag noch so begeistert und opf ,-i7
willing verkiindet werden: volles Judentum ist es nicht. Nun list:
gewii die deutsche Sprache bisweilen zur Wiedergabe hebrai.
scher Begriffe eher in der Lage als die griechische. Ist.s ;
doch durch das Christentum, insbesondere durch Luthers Bi-'
belfibersetzung, mit hebraischer Denk- und Redeweise befruch-
tet. Ueberdies steht heute die Ansclauung der Laien stirker
als friiher unter dem Einflul3 der Wissenschaft, die auf den Ur-
text zuruickgeht. Daher macht sich die nur zu verbreitende Un-
kenntnis des Hebraischen heute bei den genannten Begriffen
nidit so stark geltend wie in hellenistischer Zeit wiewohl der
Versuch, die NMclistenliebe durch cine .,Fernstenliebe" zu
iibertrumpfen, nur durch die Ungenanigkeit der Uebersetzung
m6glich geworden ist"a). Dennoch k6nnen und sollen uns jene
IrrtUimer einer friiheren Kultur das Auge schtirfen fiir die Ge-
fahren, denen auch wir ausgesetzt sind. Die Sprache unserer
Umwelt ist gewiB viel reicher an hochwertigen religi6sen
Begriffen als das Griechisch der romischen Kaiserzeit; eben
deshalb besteht zweifellos die Gefahr, daB wir solche Begriffe
unbesehen auf das Judentum iibertragen, ilire Geltung also auchr
im Judentum voraussetzen und dadurch die Eigenart jidischer
Frinmmigkeit, ja, jiidisclien Wesens verwischen. -n:-t ist nicht
schlechterdings Glaube", n:-- nicht ohne weiteres .,Got-
tesdienst", ',lon t'1-..1 als-echte Teilnahme am Ergehen
des Bruders in Freude und Leid reicht viel weiter als ,,Wolo
tiitigkeit" oder ,,Wohlfalrtspflege". Wir mrchten die Unte-
schiede hier nicht ausffihren: vielleicht geschieht es von an-
derer Seite;- uns lag nur daran zi zeigen, wieviel wir von einer
Zeit lernen kbnnen. die abgeschlossen hinter uns liegt und da-
her ein sicheres Urteil zuliiBt.

Aa) Wichtiges Material fiber die universal Auffassung des
Liebesgebotes im Judentum wird M. Katten in einem der nach-
sten Hefte der MGWJ bringen.
9) Auf die Motive der Erlernung des Neuhebraischen gehe
ich absichtlich nicht ein. Denn sie sind anderer Art als die
oben erliuterten; ob das gesprochene und namentlich das wer-
dende HebrAisch die geschichtlichen Werte des religiBsen Ju-
dentums treu bewahrt, stellt neuerdings Ernst Simon, MGWJ
19,3-. S. 545 ff.. in Frage.


Umlernen in der Biblischen Geschichte
Von Bezirksrabbiner Dr. Ernst Jacob-Augsburg
In Nummer I dieses Jahrgangs der Jidischen Schulzeitung
wendet sich Herr Lehrer i. R. Hermann Wallach-Aachen gegen
einen Aufsatz von mir im Israelitisclien Farnilienblatt, in we!-
chem ich gefordert hatte, dat die biblische Geschichte und
zwar die des 1. Buches Mose, nach dem netien Genesis-
K o mmi en t a r von B. Jacob auch in der Schule in vielen
Punkten anders erzalilt werden nfisse als bisler. Die Ein-
wendungen des Herrn Wallach zeugen von groBer Liebe zur
Bibel und von einem starkei pidagogischen Eifer ffir ibre
eclite Vermittlung an unsere Jugend, aber sie zeigen auch, wie.
schwer es fllt. gewohnte und dadurch liebgewordene Vor-
stellungen und Gedankengange aufzugeben. Das ist ja auch
nicht weiter verwunderlich, da hier Auffassungen der bibli-
schen Geschichte getndert werden sollen, die Jahrhunderte,
vielleicht sogar Jahrtausende alt sind. Und doch wird das
notwendig sein. Denn-in diesem wie in anderen Fillen ist das
hohe Alter keineswegs ein Beweis fiir Richtigkeit. Die bibli-
schen Geschichten selbst sind ja unendlich viel ilter, und cd
wir keine mit ihnen gleichzeitige Erliuterungen besitzen, mfui
sen wir sie wie jede geschichtliche Urkunde aus ihrem eigeneni:
Zusammenhange und nach den Gesetzen der Sprache erkliren,.:
ohne uns zunaichst um die Tradition zu kimmern. Wenn sich .
nachher herausstellt, daB die Ueberlieferung recht hatte, mag,"i
uns das befriedigen. Wenn aber die Ueberlieferung als falsclL::h
erwiesen wird, so muB sie aufgegeben werden; denn es han-t
delt sich ja hier um Hagada, nicht um Halacha. Die WissenKj;
schaft, auch die von der Bibel, will nur.die reine WahrheitterP:


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itmme -4 .d s h c u z ....


___Num__mer 4 Jtidische Schu1zeitung -


Sforschen. Darin liegt ihr hoher sittlicher Wert. Wenn aber
eh .twas zuverltissig als wahr erwiesen ist, darf sich auch der
SSchulunterricht dagegen niclt strauben, am wenigsten der Re-
ligionsunterricht, der wie kein anderer die Aufgabe hat, das
-. kiinftige Geschlecht in Wahrheit und zur Wahrheit zu erziehen.
Diese prinzipiellen Ausfihrungen swollen natiirlich nie-
mandem das Recht bestreiten, anznuzweifeln. daB die Erkli-
rungen des Genesis-Kommentars von B. Jacob richtig sind.
f:. In Gegenteil, ich glaube zu wissen, dal der Verfasser des
Koi. ommentars wiinscht, daB man seine Ausfiihrungen nicht ein-
Sfach hinuehme, sondern diskutiere und daB er sich jeder ge-
diegenen Widerlegung seiner Behauptungen freudig unterwer-
fen wird. Ich machte sogar die Anregung aussprechen, solche
S Widerlegungen oder anch Bedenken. Fragen, Zweifel im eil-
testen Urnfange zu veriffentlichen und dainit der allgemeinen
Diskussion zu unterstellen. Allerdings werden solche Ver-
Soffentlichungen niclit von meinen kurzen Andeutungen im Is-
;. raelitischen Familenblatt ausgehen diirfen, sondern sich auf
Sden Kommentar selbst mit seinem umfangreichen Beweis-
C material stiitzen mussen. Man inu[r uinbvdingt das Bich selhst
FI lesen, uni zu urteileiin.
S Herr \Wallaci hestreitet die Jacobsclhe Erklirung von la-
S cobs Kampf mit dem Engel. daB naimlich der kligliche Anblick
Ses Hinkenden den sentimentalen Esau entwaffnen und ver-
S olihnlich stimmn n soil. Herr Wallach ist aber nicht in der Lage,
Seine andere Erklitrung dafiir zu gehen warnum diese Geschiclte
g. grade :an dieser Stelle steht, nfimlich zwischen dem Gebet
.Jakobs umi gattliche Hilfe uhd der angst\oll er\\arteten Be-
gegnung mit selnem Bruder. Das ist ja gerade die Aufgabe
;: eines Kommentars, zu zeigen, was Herr \VWallach flir iiberflis-
sig erklirt, dal kein Kapitel isoliert steht. sender ..schicksal-
S haft notwend g in eiem inneren Zusammenhang"r mit demr
was vorausgeht und nachfolgt. verbunden ist.
Hern \\allaci meinti zu Genesis, Kap. .3, \ers 1-4 dem Bi-
S belsclrelber sei nicht bekannt gewesen, daB die Schlange kei-
nen Staub friht, sondern lebendige Tiere. ..sonst wiirde er
seine religiise Fantasie wohl mehr gezijgelt haben." Dein Bi
.belschreiber war das genaru so bekannt wie uns. denn die Er-
kenntnis dieser Tatsache ist keine Errungenschait der Natur-
Swissensclaft, sondern em einfaches Ergebnis der Naturbe-
mLsracltung, in der das Altertum uns eher fiberlegen war. \Was
W 'ei dJenn der durchschnittliche Europier aus eigener An-
sclauung \on Sclilangen! Der \erfasser der Erzihlung kann
also den 'ers nicht wOrtlich gemeint haben. Wie er ihn sonst
geme.nt habe, erklirt uns Jacob in einer \eise, die immerhin
einleuchtender ist als \ iele andere bisher vorgebrachte Er-
K klrungen.
S \Wenn endiich Herr Wallach niclit gelten lassen will, dafB
es niclit die Briider waren, die Joseph verkauft haben, so sei
mit dem Kommentar S. 706 f. gefragt. woher wir das Recht
nelhmen. innerhalb des Verses Genesis 37. 28. das Subjekt
wechselin zu lassen. Wer die Erklirnng B. Jacobs zur gesaiim-
ten Joseplisgeschichte studiert. wird \ielleicht doch zugeben.
SdaB bei ihr ..die gSttlicle Fligung im Schicksal des armeni is-
raelitischen Skla\en" noch viel wunderbarer hervortritt als
Sman bisher wuBte und damit auchi eligids und padagogisch
nochi viel fruclitbarer wird. Uebrigens hat der Verfasser des
SKommentars bereits vor ca. 20 .ahren in einer eigenen Schrift
(Ouellenscheidung und Exegese im Pentateuch. Leipzig 1916)
S gezeigt, daB er mit dieser Erkliirung eine Menge von beden-
tenden Exegeten zu Vorgtngern hat: Raschbam, Bechai.
Chiskuni, Baal ha-turim, in nenerer Zeit Mendelssohn. Hei-
denheim. Chajjim Lolli. Samuel David Luzatto. Malbim, S. R.
f.. Hirsch.
S Diese Ausfiilirungen gegen den Aufsatz des Herrn \Val-
Slach swollen keine Polemik sein. sie m6chten im Gegenteil mit
SDankbarkeit anerkennen. welches Interesse unsere Lehrer der
Tora entgegenbringen. Und wer sollte sonst Interesse fir das
I, Heilige Buch haben, wenn nicht der Lehrer, der es nicht nut
im. in Religionsunterricht der Jugend zu vermitteln hat, sondern
:.iedes Jahr einmal von Anfang bis Ende feierlich der Gemeinde
'orliest.. W~ir hQffen, daR das daraus b.ei jedem Lehrer ent-


stehende BedUrfnis nach der Erklfrung vieler Bibelstellen, .iit...
denen er sich vielleicht oft schon zweifelnd und von den his-
herigen Lbsungsversuchen unbefriedigt beschiftigt hat, in dem
Genesis-Kommentar von B. Jacob Hilfe und Antwort finden
wird. Er wird sich dann vielleicht docl hier und da entschlie-
13en, in der hiblischen Geschichte umzulernen und sie anders '
zu leliren.



Ein Hochzeitsgesang fir das Kdnigspaar
(Psalm 45)
Vnn Dr. M. Spanier. Berlin.
Ls wallt ineiii Herz zu gutem VWort:
S r L c i h nh -in Werk demn K6nige.
ist ite ne Z u n g' (riffel gewandten Schireibers.
I ".
jnr ich'li bhit dui \ r Menschenkinder n.
HIuld ,t ergossen auf deine Lippen.
.1runi iiut (jutt fiir iIrner dich gesegne i. ;.\
ijiine dieil: Schwert an die Lende. Held,
deineaii lanm7 ndii deine Zier!
F-..hr giitckhaft aus in guter Sache fur gebeugtes Recht,
lind \Vunder wird deine Reclite dich lehren.
Deine gescharften Pfeile -
Volker sinken dir zn FiiGen -
ins Merz der Feinde des Kbnigs!
D ein Tlhron, gottgegriindet. stelt ewiglich: ."
Zepter der Gerecltigkeit ist Zepter deines Reiches!
DuL liebtest Recht und haBtest Frexel.
so hat dict.OGa.tt.d.eLn Gott, gesalbt_ .
init iel der Frende vor deinem CGenossen.
Myirrlte und Aloe, Kassiadiifte all deine (Gewander!
inus Elfenbeinhallen erfreuen dich Harfenklinge.
Koni-,stOchter in deinem Geprtinge!
es steit dir zur Rechten die Gemahlin in Ophirgold.
Merk auf, Tochter. und schau. und neige dein Ohr, -
und vergit dein Volk und dein Vaterhaus! .
Begelirt der Konig deine Schlnheit -denn er ist nun dein Herr -
so neige dich ihim.
j. Tochter von Tyrus. mit Gaben werden die Reichen des Volks
dein Antlitz erfrenen.
Ganz Praclt ist die K6nigstochter drinnen,
auis Goldgeflecht ihr Gewand:
in bunteii Gew;ndern wird sie zum K6nig geleitet,
Jungfranen hinter ihr drein, ihre Freundiinen. dir zngebracht;
sie werden geleitet in Freuden und Jubel.
treten ein In den Palast des Kdnigs.
An Stelle deiner \;iter werden deine Sihne sein,
di setzt sie zu Firsten im g-anzen Lande.

Ich were deinen Namen klinden fiir alle Geschlechter.
drum werden '61ker dich preisen immner und ewig. '
DaB dieses Gelegenheitsgedicht im Biche 'der Psalmer .
ins aufbewvalirt 'wurde, verdanken wir jener within fiber Zei-
ten und Riurne verbreiteten Anschauung, nach der die geschil- .'
derten \nrgainge eines weltlichen Gescheliens nur ein Bild
sind filr tiefere religi6se Gedanken. Diese Neigung zuin Al-
legorisicren ist nicht geringzuschtitzen; denn sie wird doch
urspriinglich angeretg durch das instinktive Geffihl fir den .
Unwert alles Tatsichlichen und Vergfingliclen und fir seine
Wiirdigkeit im Gedichtnis der Zeiten nur als Gleichnis wert-
voller Erkenntnisse. Aber man darf sich dennoch den Blick
nicht triiben lassen ldurch diese erst spiter einsetzende reli-
gios-gedankliche Ausweitung, wenn man auf den natiirlichen -
Ursprung der Dichtung zu ihrer Erklairung dringen will.' Ver.
hillt durch den schitzenden Nebel einer allegorischen Erkli-,,.'
rungsweise ist so manche Kostbarkeit alttsraelitischer Lite-,,. 2$ ,


.: .








.&,i b bekenhe n miussein durch. die .heilige
oi'kistiei. Aber his auf diese Zeiten, da man
ISfi ln'erses Gedichts durch. Deutung .auf den.
A:,ergrundin suchte, darin wetteiferten spater
i. i litCisten"- hat es sich erhalten, weil man das
nitf"ach seiner kiinstlerischen Formung und seiner dem
; .trael s'mpathiischen Tendenz fiir traditionswiirdig hielt.
ipnuren deslanrgen Weges durch die Zeiten merkt man an
.i Stellen des Gedichts. Wenn man nun auch seine Ur-
Rach all den Verainderungen der schriftlichen und sprach-
:Gestalt nicht genau feststellen kann man mag das
g iien, einzelnes durch mehr oder minder geistreiche Aen-
eringsversuche zu verbessern, fiir noch so wertvoll halten
: bietet uns doch auch der massoretische Text so viel
ts and Echtes, daB es sich lohnt, diesem Sang, der uns
i..:so farbenprclitiges Bild aus der Kinigsgeschichte ver-
.iluttelt, zu lauschen.
:. '.,Eine genaue Batierung des gewiB vorexilischen Gedichts
4i.st freilich nicht miglich. Die Oriinde. die fiir die Annahme
'eines israelitischen K6nigs angefiihrt werden, sind vielleicht
ggebWichtiger als die Momente, die fur einen K6nig aus denim
-fause Juda sprechen. Aber mit Sicherheit lABt sich nichts be-
i.thaupten. Neuerdings hat man*) wieder die schon von Hitzig
iausgesprochene Vermutung gestiitzt, daB die Hochzeit Achabs
':hmit Isabel (einer Tochter des Konigs von Sido n, K6ni-
:Pge 1, 16, 31) Veranlassung zur Dichtung gegeben habe. Aber
gi!wenh nun gar das Wort ,,ahabtha" V. 8 einen Hinweis aui
dfien Namen des Konigs enthalten soil, so erledigt sich dieser
.Einfall schon danit, daB der israelitische K6nig in,der Bibel
.eben nicht Ahab. sondern Ach-ab heiBt, ein Wort, das eher
.init t,,Ohleim" als mit ,,Liebe" zusammenhlingt.
3- Bevor wir nun unsere Meinung fiber den Dichter AuBern,
"er jinm ersten und letzten Verse von sich spricht, lassen wir
~den eigentlichen Inhalt des Gedichtes auf uns wirken.
A. In dieser Dichtung, die keineswegs von schmeichelnder
J. bflichkeit der fremden Prinzessin gegeniiber erfiillt ist, iiber-
S7-ftrahlt die Pers6nlichkeit des K6nigs alles. Seine SchBnheit ist
.ii:fnvergleichlicli, sie paart sich mit dem Liebreiz freundlichen
i:Entgegenkommens im Antlitz. So sieht, so wiinscht ihn der
P''Dichter. Wen Gott so begnadet hat, dem schenkt er sicher
"dauernden Segen. Ob er sich schon durch Tapferkeit ausge-
I:=tlzeichnet hat? Vielleicht hate der Jugendliche dazu noch keine
(OCelegenhelt. Aber an diesem Tage hochzeitlicher Freude und
'-:festlichen Glanzes wiinscht ihm der Dichter fiir die Zukunft
i.ewine kriegerische Ausfahrt im Heldenschmuck. Seine scharfen
i'Waffen, die nur einer wahrhaft guten Sache, dem Schutze
..des Rechtes, dienen, werden die Feinde ins Herz treffen; aber
V.der Thron des K6nigs; auf Gerechtigkeit gegriindet, iiberdauert
.die Zeiten. Gern m6chten moderne Erklirer in dem Satze:
D:,'ein Thron, Elohim, fur immer und ewig" eine Anrede des
'Kobnigs finden, der nach altorientalischer Anschauung als Gott-
:.heit angesehen werde. Aber mag nun dieses Elohim, wie schon
w..unsere alien Erkltrer meinen, die abgeblalte Bedeutung eines
:,Titels, \vie MajestLt, haben orientalis6her Hofstil hat Aeu-
iLS'Berungen des Zeremoniells bei Staatsaktionen auch in Israel
bei nflu3t oder mag, wie unsere Uebersetzung zeigt, eine
r- idere Auffassung durchaus mi6glich sein, die G6ttlichkeits-
Aerklirung des Kdnigs liegt israelitischer Anschauung auf jeden
IF .-l fern. Es ist bezeichnend. daB im folgenden Satz
i.atisdrficklich hervorgehoben wird, daB ,.Elohim (ursprtinglich
taIand hier wohl der vierbuchstabige Name!), dein Gott", den
.56nig mit denim Oel der Freude vor dem Nebenbuhler gesalbt
t, well er sich als Freund des Rechts und Hasser des Frevels
lb'eits bew'ihrt hatte. Gerechtigkeit erscheint immer als schbn-
.Ir Kronschmuck isr. Konigtums. Die Erwthnung des Salb-
tlitet eiber zum Preis der im Orient so geschitzten feinen
e die des Kinigs Kleider ausatmen, ja, es scheint dem
~tr-, als ob:die Kleider ganz Duft seen. In diesen Glanz und
ies iK8titums, umtfnt von Klingen auf dem elfenbeinr
S;-.s% -- -


geschmiickfen Palast, st&llt sidh nun G: Cipfe d:i if
zur Redhten des K6nigs. die im kostlichsten Golde range
Prinzessin aus fremdem.Lande. Es wire doch.cvhl. ac 1
tiker Anschauung unpassend, wenn in diesem Ziisainmehan j
darauf hingewiesen wiirde,-daB des K6nigs Harem Tochter vo
K6nigen schon berge; sondern der Inhalt dieser in der'.ibe ,i
lieferten Form unsicheren ersten Satzhalfte wird, wenn.-eiY
nicht auf die mitfeiernden T6chter benachbarter Konige, hin-
weist, sich doch wohl auch nur auf die in der zweiten Vers'1
halfte erwiAhnte Gem.ablin beziehen. Nun redet der Satiger,
den wir uns als einen bei Hofe hochangesehenen, erfahreneri.,
Mann vorstellen, die Kinigstochter an. Man spiirt die Dring-T':~
lichkeit und Innigkeit des Wunsches, zu dessen Erfilliung die:
Geneigtheit der Konigin, die fast zirtlich mit ,.Tochter" an-
geredet wird, gewonnen werden soil. Was Ruth freiwillig "
und ausdriicklich versprochen hat (,,Dein Volk sei mein Volk;::
dein Gott sei mein Gott!"), hierwird es in einem kurzen, her,-
ben Wort in negative Form erbeten: ,.VergiB dein Volk und'.
dein Vaterhaus!" Einem andern Kdnigshause soil sie nun sich .-i
anschlielen und dem K6nige zu Willen sein ,,denn nun ist,-
er dein Herr!" wenn er ihre Schbnheit begebrt. Sehen die
Reichen des Landes, wie die Tochter Tyrus' sich in ihre neue
Heimat einlebt, dann werden sie mit reichen Gaben die Gunst f
ihrer K6nigin zu gewinnen suchen. Wie die Geniahlin nun eini
zielen soil in die inneren Gemricher. Individuelles weiB deg.
Dichter anscheinend noch nicht von ihr zu berichten da:m.
stellt sich ihm noch einmal das Bild Uippigsten Prangens in i
Gold- und kbstlichen Farbengeweben vors Auge. Ein Stick
Heimat und Jugenderleben geleitet die Konigin in den Palast,
hunter Jauchzen und Jubel zichen die befreundeten Jungfrauen,'rj
die Gespielinnen ihrer Kindheit mit ins Haus! Der Wunsch, der
natfirlichste, darf nicht fehlen: daB aus diesem Bunde ein .
stattliches Geschlecht heranwachse, das, den Vfitern gleich,..,:
als Fiirsten im Lande walte.
Dieses Gedicht ist nicht aus dem Drange sch6pferischer ."
Leidenschaft geboren. Es ist, wie man heute sagen wiirde,
am Schreibtisch entstanden. eine schine Zweck- und Gelegen- 'i
heitsdichtung. Der Autor zeigt sich meisterlich gewandt im.
Worte, man merkt ibm das Behagen an, wie er mit feinenm
Wort (dawar tow!) sein Werk gestalten will. Wahrscheinlich .;
hate er die Prinzessin noch nicht geseben, als er sich die
Feierlichkeit in seinem kundigen Geiste ausmalte. Verrlt u
nicht die ausfiihrliche Ueberschrift den Verfasser? Das ist umi
so weniger der Fall, als sie wohl zu jener Zeit hinzukam. a!9
das Gedicht liturgisch verwertet werden konnte. Diese Ueber- A
schrift, deren einzelne Teile mit voller Sicherheit nicht zu.;
deuten sind, weist hin auf den Leiter des Chors, auf die Me-..;
lodie (.,nach Lilien"), auf Dichter- oder Chorgilde (,,von Ko-,.
rahs S6hnen") und auf den Inhalt der Dichtung (,.Lehrgedicht..:
Liebessang'"). Aus der Hiufung der Bezeichnungen kann man
noch die Unsicherheit und Schwierigkeit der Beurteilung und
Verwendung erkennen. .
Wer mag nun der Dichter dieses Liedes sein? Er sprichtI:
von sich im ersten und letzten Verse. Es muB eine Person-
lichkeit gewesen sein, die Autorittt am Hofe besaB. Er redet::.
die Prinzessin aus fremdem Lande mit ,,Tochter" an. Er darf.'
eine sehr wichtige Mahnung an sie richten, deren Dringlich-'."
keit er einsieht, weil er gewiB die Geschichte seines Volkes.:i
kennt (Salomo und die fremden Frauen!). Es wird ein hoheri::
Beamter des Landes gewesen sein. Ich bin der Meinung, dalBi
es der Staatsschreiber. der Hofhistoriograph war. So erklaitrt:
sich mir der erste Vers, in dem ich die vorangestellten Worte ,
(omer und I'schoni in der zweiten Vershilfte) betone' Heutei
s p r e c h e ich, der ich sonst schreibe, mein Werk dem K6
nige, nun ist meine Z u n g e der Sofer mahir, sonst mein Ar
Mag ..Sofer mahir" altkanaanitische Bezeichnung fiir '
Schnellschreiber gewesen sein, so konnte es doch gerade
Bezeichnung fir den Beruf des Hofschreibers werdeni.:'M
Such Im Schlulsatz des Dicbtets stolzes Versprecheti fT
haft in altassytjschen Gesingeri vorkormliten, so' dalI
wie in. mniinhem-t andern 'orientalischelr' Si








n Oridi ng si( Nane& envoI dezi
.det i "eschlechtte.ti zu fibermitteln,: am natiirlichsten.
S e';ti~ti'det-AnflB dieser Dichtung noch so weltlich war, so
t&el'ddcli auch religi6s QGedanken von echt israelitischer
P ft[img in diesen:Sang ein. Schinheit und Anmit sind Gaben
G Qottes, die nir den Wfirdigen verliehen werden, and daher
ali- ch dauernden Segen verheiBen. Gilt es Taten der Tapfer-
'ieit zu verrichten, dann sei nur eine in Wahrlhaftigkeit gute
'Saiche-des Rechts der siegverheiBende KampfanlaB. Die Dauer
:' des Reiches wird nicht durch Maclt. und Gewait, sondern
tdiiurch Wahrung des Rechts verbiirgt. Nur wegen seiner vor-
t ier bereits erwiesenen Gerechtigkeitsliebe hat Gott den K6-
S.nig gewilhlt und geweibt.
Solche Gedanken k6nnen schon die Aufnahme dieses Hoch-
.,zeitssanges in eine Sammlung religi6ser Dichtungen verstind-
lich erscheinen lassen. Aber erst wenn nun all das AeuBerliche,
'.GliInzende, Sinnliche allegorisch ausgedeutet wird, kann so-
.gar eine liturgische Verwendung erm6glicht werden.
&, *

Zur Psychologie der-jugendl. Aussage
v.. on Dr. Hermann Well-Frankfurt a. M.
II.
(Fortsetzung und Schlufi)
Nachdem ich im 1. Teil dieses Aufsatzes (Jiidische Schul-
.::'zetung Nr. I vo 2. January 1935) fiber allgemeine psycholo-
Sgische Untersuchungen der Vorstellungs- und Wahrnehmungs-
lP' welt des Jugendlichen beyichtet habe und dabei auf die auBer-
*ordentlich grofe Bedentung der jugendlichen Aussage bei so!-
.'.chen strukturlypologischen Untersuchungen nhier eingegan-
i; gen bin, soil nunmehr in den folgenden Ausfuhrungen die ji-
.* gendliche Aussage unter einem ganz speziellen Gesichtswin-
'-.kel betrachter werden: Es soil die w issentlich falsche
.. Au ssage des Jugendlichen in der Schule, also die so-
: -genannte ,,Schulliige" und zwar sowohl vom psychologischen
'als auch vom piidagogischen Standpunkt aus charakterisiert
Siverden. Diese pidagogisch-psychologische Situation des lii-
:genden Schlilers wird in folgendem auf Grund einer U m-
r rag e, die der Verfasser an den verschiedenen hBheren
Schulen einer grBBeren Stadt fiber diesen Gegenstand ver-
anstaltete, aufgezeigt werden.
Mit Charlotte Bfihler, die die Lilge als soziales Phanomen
S.zu fassen such, unterscheiden wir bei der Lfige, soweit sie als
Swissentlich falsche Aussage zu Anderen auftritt, drei Faktoren:
Das liigende Ich. den gefiilschten Tatbestand und den oder die
belogenen Anderen. Innerhalb dieser drei Faktoren sind die
SBeziehungen phinomenologisch und auch ethisch auBerordent-
,.lich verschieden. Das Ifigende Ich kann z. B. sozialpositiv ein-
Sgestellt sein, indem es liigt. Alle Liigen in der Schule, die ihre
'Motive in der Kameradschaftlichkeit haben, geh6ren mehr
oder weniger zu dieser Gruppe.
S Zu einer zweiten Gruppe sollen jene Fille gezlihlt werden,
'' bei denen die Liige als Moment einer ausgesprochenen Ego-
I .izentrizitat erfolgt. Diese Liigen, die wir mit Charlotte Bihler
i als asoziale Liigen bezeichnen swollen, sind dadurch ausge-
i. zejichnet, daB das Ich im Mittelpunkt dieses Erlebnisses steht.
IA.:Die beiden Unterformen dieser asozialen Gruppe sind die Ab-
.ii ehrform einerseits, die Strebeform andererseits. Wir finden
riibeide Gruppen in der Schlllliige wieder, etwa Liigen aus Angst
o.'or Strafe, Angst vor LUcherlichkeit oder MiBachtung bzw.
.'ttsigen aus Ehrgeiz, Selbstbetonung, um sich lei dem Lehrer
pinin besseres Licht zu setzen usw. Im ersten Falle stehen
.'Wir einem durchaus reaktiven, im zweiten einem durchaus
'tiven Verhalten gegentiber. Es sei jedoch ausdriicklich
t:okit, und die 'Umfrage hat dies auch gezeigt, daB zwischeni
esen, Gruppen auch Uebergangsformen bestehen.
;:~ sNej ne dritte Gruppe von Schulliigen sei die der anti-
ita'e.L"ige.ienannt. 4u der nritisozialen Liige gehbrt spe-
ii.'ss rn':.dide..Schildigung *des. Anidereii. Irgendeine
"1 s ilreT&Thider id&inen Andefen


: Die' iEfassung der Motive- :ur :Scll'
der F ra g e bo ge n me t hode.. DIOe'tB.eAl'" .-
gebogens sowie'auch der einzelnen.fta.ed
gendlilcen freigestellt; Sie konnte son Whit iildehiechzA hi
rend einer zur Verfiigung gestellten Sturide als 4ic h:z
im Laufe einer bestimmten Zeitspanne erfolIenru Di beari
ten Fragebogen wurden klassenweise durch die Vertt-r4
schiiler oder -schiilerinnen im versiegelten Briefu ischlag'ian
mich abgeliefert. Weder die Direktoren noch die Lehliers~nn1h
der verschiedenen Anstalten nahmen wihrend unid .ac -deti
Bearbeitung Einsicht. In simtlichen.Fillen wurden die Jugehd-
lichen vor der Bearbeitung der Bogen auf den wissenschaft-
lichen Charakter dieser Untersuchung hingewiesen und a f f
die Bedeutung der Aufrichtigkeit bei der Beantwortung ,iuf-
merksam gemacht. Einige Oberprimaner (-innen) wthlten das
Thema auch als deutschen Klassen- bzw. Hausaufsatz, um 'sch
eingehend iiber das Problem Rechenschaft geben zu kiniien.
Fragebogen wurden ausgegebenian 4 Knabeschulen (9 Kna-
benklassen), 1 Madchenschule (7 Midchenklassen). Die Be-
arbeitung erfolgte von 228 Jugendlichen (111 Knaben, 117 Mid-
chen). Nach Klassen geordnet ergibt sich folgendes Bild:
U II 20, 11 94. U I 51, 0 163. Die Bearbeitung erfolgte in der
Schule von 179 Jugendlichen (Knaben 67, Maidchen 112), .z
Hause von 49 Jugendlichen (Knaben 44, Midchen 5). Im all-
gemeinen hat es sich erwiesen, daB die Beispiele, die von den
Jugendlichen aufgezihlt und analysiert wurden, sich zum
grBiten Teil auf die jeweiligen Klassenstufen bezogen. In fast
alien Bearbeitungen haben die Angefraglen die einzelnen-an-
geffilrten Beispiele mehrmals rubriziert. So wird also z.'-B.
irgendein Vorkommnis in der Schule, bei dem der Juaeridliche
gelogen hat und dem mehrere Motive zugrunde liegen,. von:.:"
den Bearbeitern an verschiedenen Stellen des Fragebogeu's-
mit der gleichen Nummer bezeichnet. Im ganzen sind bei d,-'
Umfrage 644 rubrizlerte Beisplele analysiert worden (KnI
436, Miidchen 208).
Wir geben nun einige kurze Berichte von Schitlern -il
Schilerinnen iiber die Gedanken, die sie bei der Bearbeitmtn
des Fragebogens hatten: :'::
So schreibt ein Oberprimaner: ,,Ich darf sagen, daBli m
die Arbeit grole Freude gemacht hat, und daB es mir le4d.ltpX
nicht noch eingehender berichten zu kinnen. Die schrifilif.hhTi
Fixierning dieser kleinsten Details ist aber so aulerordentbxlt4r'
schwierig, daB ich mich nicht zuerst daran gewagt habe .%
Ein Unterprimaner schreibt: ,.Diese Fragen sind ja alle 0ibe
fliissig. Da die Liigen bei jedem Menschen annahernd c :' .
selben sind, kann jeder die Fragen selbst beantworteri, ait
braucht dabei nicht die Ansicht anderer Leute zu horen.Et"
ist nicht wahr, wenn viele denken. daB Schiller mehr als "~
wachsene liigen. Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jun
gen. Die Liigen in der Schule kann man nicht ausrotten, idasa!
vererbt sich doch weiter."
Die ablehnende Haltung der Arbeit gegeniiber komnmt-i
einer Reihe von Ausfiihrungen zum Ausdruck; viele Jugen'li.'
liche stellten sich der Beantwortung des Fragebogens zunaci': t
durchaus ablehnend gegenfiber, nach und nach gingen sie docih,-;.
auf die Fragen ein und gaben mitunter ausfiihrliche Berichtje.i.I
So schreibt z. B. ein Primaner, der schlietlich einen sehr' belZ-
achtlichen Bericht lieferte, zunachst folgendes: .,lst es nichti'
aicherlich, dieser Schullige nachzuspiiren? Wievielmala..;i4'
Tage sagen Sie bekannten Menschen guten Tag, wunschelivi
thnen einen guten Tag. Wieviel Prozent sind ernst gemeiint?.
Und warum sollte es einem Schtiier als gr6leres Uebel a:-
gerechnet werden als Ihnen? Warum kann der Schfiler.'tchitS
genan so liigen, veenn doch was ist denn iberhaupt.iiait
besonders an den Schulligen, die es wahrscheinlich zu 114h
Schulzeit noch nicht gegeben hat -; denn sonst b'ranc
Sie ja nicht zu fragen, sonst wiirden Sie sie doch. kennen.
sen. Aber Sie scheinen Ihre tiglichen Aufgaben immej g.
zu haben und brauchten nicht zu sagen, Sie h.tteu teniw, l
vergessen." ,.
Nun zur Auswertun:.der .644 Beispi~k3Ii ie.Jlif












t iidi ches dji i e o ri t n hr ei4
86tigegn:) 23% auifs angte die Iilgenz 4. ide diesel yisem ans. Angst dor Strafaej Persoitgen im a nd
m d.17 L%,re p Beosnlichkeit z(sam-en. IEin rag imnerin ,,. e Weie n hente o s
e dhen verteilen sich dieG vieih nhl n die Schilern c e
-AorAlywhr~fom) 1,317, ausEhrgiz un Seletbt Diksionhrni Auc c ii1rnj SProblerm.'nen.Ic1S. d


et i -s(kanieradschattichier dfteksicht 211 gro~ex GWanderung vn- Feslh kritein uisw.i Ds Vert
-.lStrafe A44 vo, Ls B3ecit emilichkeiatl, halo Ntnis zwisRolle. Lehorernd d Sc fiter wird dadurch st
the l der nclhWdachtiing 4,3%, antioziale anlerpsemas father, we isder Lehrer eben nur .Ler e
U Ide griuppe S 27 t Der Rest bei, beiden eWir 4iberAgehen die4Sotivgruppen Aig t ctr e Ii
Pd Untei tLiigend aus Ursachern, die im:Ftragebogen keit und MiIneehtung und bringent einige eBeriche der
-efhg 35,3re1. Die Verteilung Sauf die Iei need die ie
oleVn Binal:ie e berets Fahenmiifeststllenikotmten, soidndertse
I61gn hb 1nae a siert c, ereten einer e ui seeS
rr aus Angst vor S t 14 eft a$ Be k t jemlk hit geha'ren rafe diesehe rupph e cdie Elgenr dier ethe Ueinsea
schraibt
s:s t h a 1 ier t o Se k 43 nd ,gPr anis a aungsform der Selbstbetonlng Ldarstellenr kinp en, L iehrPrar
AgnA4 Sndelsergrup S 277o Dgig er Rea : 1gst v or leereenuw'osheitenPiae:,Demitr ie
us/Bje qaemli ehk eit w Gel an k ee n Ltie been auf dem derStrebern, edne iglicstguten, i


Je e n eie B gi r L ige n oll e. L i get druck zu machen. Meist usmd esniclit dsrekte tisgen.ca Ie
uewiitd $ b6stbhe to-nung tre ten, beit voni Bilchern, Theater, Musike Kino; auch wein ich keineM
s ntkders a uf O e r nung davon habe scihildere auh rnitunter Erlebnisse, die ich
a n Ersche ei nun ag: (MI ad cbh~en/ 20,7%, nich~t hatte'" (Phiant~asieliuge stehe T'eil I d1ie'sesrAufsates
i-r 6, ). LiIdn u anttisala i{egr6E8in-
h'b e it 4d.e r Soh u leAei i eu r :u~ni ter 3. Die artisoz alen Luigen haben eie gaizmitergeordnet
-Bd1 e ug. -.ed3utung, so deiaB es sich eruibrigt, daraIintiiher eintugeI
en nm hil. folgetiden ganz kniapp gehaltene BA. 1Interessant'ist die Durcharbettun~gdes Tatsachienmaterial,
e n i.d Scihtilerinnen be~r einigedhrer Schul? sigh auf die Frage 8 des Fragebogpns bezeht: ,,Kann te
ufi ve uppeifg ordnet: Deiner Mintgein Zustand mdeir Sclue herbeigefiih e
aeIWie e sn i den 'i n deridie Schulluget nock mehrt znrik tritte odPer
asel .hin h Aenshr bSeiten schwindet, and wmyie denmoit st Dir den Weg older di;ei
iOe hektiianmerc reibt: ,Fin l gue~is ka- dio dorthin ~fitretif"
Stri'-ef as c siBhtbetrachte ich nidit als tige. Tch Vpieher habiei 4ie Padagogen versutht, die Llge
] an liAs' d'en si e ntsteht, hebt die berti dena ferzen der Jge cliche ezu eianeten iid die WahtFheit
jssjk iterm: ,,tI gen aens kamr e Radschaftlicher Lf-egen. Jedes deflklbare Mittel wuirde hereits anigewaiidt.
hbb icie n bedanert." Unterprimanetj Eine diese B3strebuigeir der Padagogen haben jedoch rech en
a ich 'e be'dert, wevn auch daraus fur mich pNsitiv'e R-estltater gezeigt. Die Schuilerlitge Abliht hiteo
piht lkatiolen enfstandelnR", caller dieser Mittein vielen aFitlien mebenso Eppligb le dieih
S eek-eUddinche gehen bei Bntwortung dieser Frnag Meinei Meinung chi nd ich stiitze mich hi20,7i%
ix~den j t der Klasse ant d~ie Ligenhaftigkeit s vieln eBerichte der.J lggendfiehen; Twird von vielen Pat
efugen d64i%). eLim En Primaner schreibt ihierzu:,,n die soziologischeE Bedngntheit der Scbtlliige noch nick
11ssen kann i man von einxr K1asen enmuinschaft genug erk ant. Wir diefen rUe airs dein Augen yernierete
h ih s hedii, dja die Jungeis zjixg undn noch nichf der Schisler a Bch eimer mehr oder weniger e Produkt sen
enuin der Schtle sind Sco kormmes also vor, da1 Milieus ist. Sdolage der J'ugendlichet sdhen nu, daB dti r
an te dern untefen Klassetn Iuigt zurn Nadhteil seinrer Kamera- wachseneulfiegen, wind er auch n die Lage kommientKdie i
Riegrteickelt sic in Laufe der Jahre eine Klas- fair sich zu verweden. ,,Wir kdnnern die Schullageiht au-
nemensca. den hheren Klasse ist der Standpkt rotten, denni wir rtid Mensch eh' sagt em Untersekut-daner,
I' aa err geworden. Wenn man dann ligt, so tufman i ,aber weunt ir auch die Schallage nicht ausrotten kinen
Lug d rntresse den Gemeinscihaftiund mnit Riicksicht auf kennen 'win sde auf ein Midestmau 2uruickdraingeni, lte
ine Fmere die. ibereistnmmende Antwort vieler Berichte De
2 Die Mehrnahi dier Schullutenr hat isozialenChaalkter, gendlic ahw n di se re Situ atPi o v er' tan -u
hade -dr Bwegrun, as drn iedenwerde n der Juedicdd h e n zu ean ern un de Wthirriter cu







<0 de bwh~m, tells der Sfrehbeforni. Was wvird nicit 4 ei. rd m rwl aBa lni e etrm
auVoTine Odameringeflgen aus-kangst vor Stafe ker n strenfgerer >Malstb angeleget wird als an gewactAe
-Riics ich d aer chul zunic e nauer. inrn aUsn sterri nr: ,tEine. ths teuzndrP dgge ae eohrct e







'wsitere Komplktiangen entstandzuedim : So hte N Er will vistanden ient Wir durfen also die Entwicflu r-
V ielen Juestrafun gehn bein Zuechntwtn: dihesher NotgenMie enn ah n c sftemc ire f-i






Jabad n EinfluB der {Jassenbauh Men an die Elkerim, doschologischer 'Mumente emensts, die sozmn lgiseen Bedin
adnelne Jinrgiein dlice Kln. Enbuh Mittnr ciluenb hn ic erz:,n deszooic- eighi drShlfg ohnctkao






-den unetern g der Pr-idikane in lArbeiten und Zenanissen, guge rianter 'denen der Jugedhe stet, andereseitsb der
rr t Anrung de ereng usw. jBeonders die Uun- derteiiung imd ertang der S emiger din se
iden rn-sen It d n FNadten steihner Kand snlichkeit ieniges den Auein vdrlieren. Wkro nfdsse ve
arsekffine nalune zu verwsden ,Wire ktellun die Scer-ig





..'deR esn.len t'uchen, .inblick za gewien int eie seelischen Depressionen,
ort In den b end K xn i die Prandraun- rotteuner denn wir Igendliche oft in der Schei Uteht. Wrr-
"ei manhen. erner geoun Wehnin man d cnn dfiet sorutman ao enri uh i uoug ictasote binn o





esmeit drrGeib Die Len do le.studfen nmtht Iedig'lidb ,aeni GefaB sein 'voll' mit Wissen, lderzeit
seine Wiedn diS Lbn.M mlb ereit, shzimeenc wie ent Primne'r seitne Derr J uag
sdrtreruihgen, der viees rklirt Aus den Berichton wird. klan, ud iSchn
2. Di dScheldiesen ht u naus generation gt alf es inm mr
ins n tae c u ie lednsfsseln dafe mit strehene dal M die 11eutge S legnct meh~rd eisn Eom abriene
ne Waderl duer zUnterhtmetheoden auAngs der Veriagn ee heaetrOgnimssi uf ildrLhe
dies-en ellen B zu reehnn.:i Schlece ehge










eserintrgers eines Wlasendun ei inget en ant" die leObern, den iSchier bea ien nnn ehme situationen Bed-
itiuer hnnlelndiee Faseirn usemnehanemitJersteen, dtinite dnach derJgndihereistimehtnden Brsihts en dier
'Verchlebterng dr Prdikae inArbeten nd Zugnisen


Bereln n WrugdrShllrfg irdi cflre,
r~rest, Androhung er Verweisung usw Besonders die Un
lihki ncau o uenvrleen irMssnVe7
.terseundanr nahen zudiesenFrage Stelung ud ver

suhe, inlik u ewinn n ieselichn epesioen
!" stcte of n ner~s~herPdeeseire ere Lf




ers diesen Faktol~~m~i~:l'r berickschtgen de viles erl~r, As de Beichen irdso lar un di; Shfi
handelt es. sich bei diesen Lfigen um Ltlgen aus lergerieration drdngt daralf, es iturne r wleder a-usz : i ii~j~~:~~t~~
Ag~f,-Vt taf Ih nu he aledigsfettele, da mtspecen dB i hutgeScul ict eh en on 'btgft-

de Vndl'de Uterihtmehoenun dr erfigug ebn bgkasete Ozaisussen ar. il, er
rpr ~n Wnln igertnit" il br-6 clr ac ndeenuagnhmnStalfinVf7-

afdl ls'rgl mZsnnehn i e thn lnt snc ~nfbriifrmne er-ctr'il'
61PIL- L 61111.6r ti Jugendliclidn. ein er~hqfer: -eg
'gnea niriwa W .kba







BugfEfht rt Pie Jdkend -will aber nidchti ui for- y DB
aeIll auch geben. Es ist"erstainlich, mit welchem e
Sf~ chologischen Geffihl viele Primahier und Primanerin- In Aschersleben starb Kollege Regens ub-uti
i ikennen, was die heutige Schule ihnen bereits gibt urid einem arbeits- und erfolgreichen Leben im Alter von 768'J
.' se daffir zu sorgen haben, daB alles Unlautere aus der Der Verein Isr. Lehrer Mitteldeutschlands, dessen tr'eine
eneifischaft entfernt werden muB. Die Schiilergeneration glied der Heimgegangene gewesen, widmet ihm einie:. I
U vor allem sich fiber diese Fragen in Rede and Gegenrede lichen Nachruf. .
it der Lehrerschaft aussprechen. Sie will aber vor allem, *
daB eine grtindliche Seelsorge auf diesem Gebiet nicht nur In Stromberg i. \V. ist nach lAngerem Leiden .Koi
:auBerhalb des planmiigen Unterrichts getrieben wird, ja sie Em a n e I M o ses verstorben. Er war beinahe vier JabUt
fordert geradezu eine Aussprache fiber diese Dinge im ge- zehnte in Rhevdt titig. Der Verein jiidischer Lehrer and :L~I
wc:6hlichen Unlerricht. rerinnen Rheinlands und Westfalens widmete dem Heimgeganr'
Das Problem der Erziehung zur \ahrhaftigkeit, mit dem genen einen herzlichen Nachrnf.
"vir uns hier in Anlehnung an die Schiilerberichte befassen.
tritt uns also als Teilproblem der Charakterbildung entgegen.
Nur nuf dem Wege fiber eine Charakterbildung der heutigen L r e
-Sclulgeneration scheint mir nach allem, was sich aus den Literarische
. seitenlangen mitunter selir ernsten Berichten der Jugendlichen Monatsschrift fir Geschichte und Wissenschalt des Judentmns-
ergeben hat eine erziehliche Behandlung des Liigenproblems :i
-'m6glich. Helfen kann im Sinne der J ugendgene- Eine wiirdige Ehrung C h. N. Bialiks enthalt dass
'...ration \vor allem keine knlg erdachte Summe Dezemberheft der ,,Monatsschrift fiir Geschichte undd.
' von Regeln und Anweisungen, vor allem Wissenschaft des Judentums" aus der Feder von Dr. E. Si-,:
I keine Strafe and Drohung, helfen kann nur mon.. Statt eine jener Gesanitwiirdigungen zn geben, wie sici''
e.i.. ens: Gemeinschaft schaffen and Mut machen in letter Zeit lliufig erschienen sind, unternimmt der Verfas- ..
ser die Erklarung eines Bialikschen Gedichtes (,.Vereinsamt"), ::
Im AnschluB an dieses aus AnlaB der Pidagogischen dessen Text und Uebersetzing er vorausschickte. aber er'
oclhe des Philanthropins gehaltene gleichlautende Referat fdihrt die Erliuterung derartig durch. daB aus der Betrachtung .'
Sides Verfassers ,.Ziir Psychologie der jugendlichen Aussage" der Einzelheiten der eigenartige Znsammenhang zwischen der
: erfolgte eine recht interessante Aussprache, in der verschie- Form des Gedichtes und seinm Inhal, der Klage des Dich-
dene in. Teil I und 11 aufgezeigte Forschungsergebnisse vom ters iber den Schilund jildischer Geistesart, sich ergibt. So",:*;^
: Referenten noch nIher beleuchtet und an nand von Vorlagen 'ird der atfnierksame Leser, auch der des Neuhebriischen....;
Sound praktischen Untersichlingsmaterialien erhrirtet wurden nicht ganz micltige, befihigt. sich ein Bild von Wesen des .
Diciters zu erarbeiten. Auch andere Aifsftze etwa von-
Es wurden dann \or allem ans der Zuhbrerschaft heras noch Dichters zu erarbeite. Auch andere A tze etwa on
Sfolgende Gesichtspunkte angeffihrt. auf die der Referent in Iahrnmnn tber die 10 Miirtyrer, von M. Spanier fiber Pfef- ,
seinem Schlluwort zum Teil recht eingehend eingegangen ist: ferkorn dirfen ebenso sehr aif das Interesse der Forscher-,:
1. Aussagen von Jugendlichen in Sittliclikeitsprozessen wie der Fernstehenden rechnen.
(Aussagen von Jugendlichen fiber Phantasiet5itigkeit an Hand Man abonniert die ,Monatsschrift", indem man Mit ed
von vorliegenden Protokollen in einem konkreten Fall). der Gesellschaft zur F6rderung der Wissenschaft des Ju en-
2. Die unbewuBt falsche Aussage bei .ugendlichen (Frend tuns in Berlin wird und den jihrlichen Mindestbeitrag fon
4"1 Adler). l0 RM an die Gesellschaft (Postscheckknnto: Berlin Nr. 030)-..
S3. Praktische Mbglichkeiten zur Aussprache des Lehrer snet.
rpitr seinen ihm anvertrauten Schlilern und Schtilerinnen
(Sprechstunden des Klassenleiters ffir Privatdinge der lu- G e r so n S t e r n: Weg ohne Ende. Ein iiidischer Roman..'.
gendlichen, Interess;erung der Klassengemeinde, regel- Erich ReiB Verlag. Berlin.
miiBige Aussprachestunde der Klasse mit dem Klassenleiter Der Autor dieses Erstlingswerkes lebt in Kiedrich im iI
SElternaussprache, ,,SchullUge und Hauslfige" etc.) Rheingau und entfaltet dort seit Jalren eine rege jiidische Ta- -
4. GroBe Verantwortliclhket des Lehrers bei der Beurtei- tigkeit. iUnd nun schickt er sein jiidisches Wort in die weite
.lung oni Schiileranssagen. Notwendige Forderung fiir alle Welt und erringt sich einen groBen Erfolg. Der Leser lacht und .i
i Lehrer- Eingehende Beschiftigung mit den Fragen und Er- x'eint mit den Menschen dieses Buches. Aber der Kritiker soil
gebnissen der Aussagepsychologie, besonders der praktischen coch nicht einfach ein Leser sein, sondern soil messen und wi-
Untersuchungsinethode fiber die Aussagefthigkeit im Jugend- gen. Und er macht sich Exzerpte und Notizen. streicht da einen. 7..
alter. irnmer wiederkehrenden saloppen Ausdruck an .,Was war.es --.--l
schon?' und notiert dort eine Ungenauigkeit bezUglich der.
Tefillin. Aber am Ende sagt der Kritiker so:
Sonderfahrt nach Palastina Es ist sinnlos denim Wert dieses Buches an auBeren Einzel
heiten zu messen und durcli Iniis-Licht-rficken kle ner Sch6o.'fn-:i
il,... Der Vorschlag hat within frohe Zustimmung gefunden.essen nd drch s-Lich-rcken kener Sch
heitsfehl-er herabzumindern. denn seine Bedeutung ist keine
V'iele Kollegen und Kolleginnen haben sich bereits gemeldet. ..,
literarischie, sondern schiechthin eine ijU d i s c h e.
:Ich bitte sie und alle die, die sich in den kommenden Wochen era sesondern chth cine i
Denn seine Bedeutung ist die. dal3 die Ghettomenschen .
:. noch melden werden, Geduld zu h.ben, wenn Anfragen nicht n n eu g ist d die Ghettome
von 1700 in ihrer .eistigen Geschlossenheit. in. .
brieflich beantwortet werden. Es wird zu gegebener 7eit ge- von 1 hrer e sgen G esc se
iihrer judisclien Festigkeit vor uns erstehen.
schehen. Zunichst aber werden nihere Mitteilungen aus-
I schiel in diese l erolgen. Nh einl e daau Man wird an das bekannte Lehmannsche Buch fiber Rabbi"
schlieflich in diesem B3,tt erfolgen. Noch einmal sei daraul
Joselmann erinnert. Aber dort zeigen sich nur die politischen -
.hingewiesen. dal die Fahrt um so billiger Ist, je grBIer die An- l e er dort zegensch nu
-I und wirtschaftlichien Dinge, hier im Buche von Gerson Stern:,
! zahl der Teilnehmer sein wird. Darum werbt fiir die Sonder- aU di nschlen ezehuen ger den.
' fahrt nach Palistinac anch die menschlichen Beziehungen damaliger Juden, lIhr lJu-i
ahrt nac a ...4djisabaes-Denken wird offenbar genacht. ,,Er (Gott, der Ewige. 4
; Kollegen, sorgt dafiir, daB jeder Lehrer und lede Lehrerin sagt der Schutzjude Itzig zum Biirgermeister von Wall.-:
':. die Jiidische Schulzeituiig hblt! hausen) ist so in uns, daB es die Frage von dem rechten urind
i.-' .nichtrechten Glauben ffir uns nicht kibt. da es ja mehr als emin
Unserer heutigen Auflage liegen Bestellkarten von der Glauben. da es unser Leben selber ist."
SStaatllchen Lotterle.Ei"flimnie Goldiarb, Karlsruhe, Kaiser- Merkwiirdig: so haben die Juden damals nicht -gesprq.i.
straB .s81: und von Herrn Lehrer S. Rosenfelder, Lf g 0en. Aber so haben sie geglaubt und gelebt. Und darum
SN .iir' Neuzeitliche Unter m lSi. '. Buch so wahr. ';
... Ne .. .itliche
'5.M.':~..%1IO-.:- : __aa~`j~.msn~aassw-Aers lte seggahtudglM Uddii







I'llP3AcI.t!i ;J ,uat.nnt m..tv WI X..
'1 gdeenff.tSillfgrI t Perez Aer .S r
a0~r1i..eri. .iliilifschen. Stim .agiert nicht, urn
.-h 'opnderh iimr:ich uhnti fast noch mehr seine
S" .Thre. i fi d sc li en Gestalfzu zeigen.
eicht versteht man mich, wenn ich einen ehren-
Vergleich wage. Thomas Mann schrieb ,,Josef und
z Briider". Mit viel Gelehrsamkeit, viel Einfiihlung in die
I.dedr Bibel, mit unvergleichlicher Wortkunst. Sein Werk
%tSt in Staunen und Respekt. Person Stern hat nicht diese
oe Kraft, nicht diese weite Gelehrsamkeit unddoch: sein
.-k begeistert und reiBt mit. Weil Thomas Mann zur Bibel
d weil Gerson Stern v on der Bibel kommt, well Gerson
Srn '.das ,,Erbe im Blut" hat, das bei ihm lebendig wird.
t6ibe n d i g e s Judentum, das ist das Signum dieses Romans.
iB .der im Frankfurter Ghetto, in Wallhausen und zum gro-
len Tell im Prag des Sturmjahres 1745 spielt ist gleichgiiltig.
1. B.

'. Stefan Z wei g: Triumph und Tragik des Erasmus von
Rotterdam. Herbert Reichner Verlag, WienVI. 5.80 RM.
Erasmus von Rotterdam ist uns durch Holbeins wunder-
l,'volles Bildnis vertraut. Stefan Zweig stellt diesen geistig aufs
'j.feinste durchgeprigten Humanisten in frischer Leuchtkraft vor
.,-.die.Leser hin.' Wir verfolgen die Darstellung seines Lebens and
d der schicksalsschweren Zeit, in der es erprobt wird, mit au8er-
Ister Gespanntheit. In einer Sprachkunst edelster Art liilt
'Zweig die Jahre zu Beginn des 16. Jahrhunderts und die Men-
'-schen, die damals Weltgeschichte machten, vor uns erstehen.
.Wie der physischschwache, krinkelnde. vorsichtige. entschei-
:di~h gsscheuende, immer in der Gesichertheit der Mitte wei-
..i;:ende Erasmus gegen den berserkerhaft sich gebardenden,
'gesgundheitsstrotzenden, stets vulkanisch geladenen, dreinschla-
'! |genden Bauernsohn Martin Luther steht, das ist meisterlich
jrgeschildert. Aber auch das Bildnis Huttens, das in knappen
.Ziit en hingesetzt ist, ergreift uns aufs tiefste. Was Zweig liber
,kd.,en Sinn der Renaissance, fiber die Tragik des ,,erasmisch" ge-
i4.stirrnten Edelmenschejp sagt, ist einzig in seiner eindringlichen
E.Arit,(Wir lesen das Biuch nicht ohne seelische Hinwendung zur
. .Gegenwart, und manches mag uns klarer warden aus der
.:Sicht in die Vergangenheit hinein. Wir verfolgen des Erasmus
l4.Streben nach einer Humanisierung der Welt. sein hartnackiges
i';Ausbiegen vor parteigebundenen Entscheidungen, sein Ringen
"uitn Ausgleich der Gegensatze vom Geiste her und seine Ab-
Ssc:'heu vor jeglicher-Gewalt. Martin Luther trigt den Sieg da-
,;voh; Erasmus muB am Ende kapitulieren und sterben. Das
;,;Erasmische" kapituliert und stirbt mit nichten. S. B.
S' :. ,
E e:' Elieser Smolly: Der Retter von Chula. Jiidische
I- Jugendgeschichten aus dem nenen Pallstina. Erich Reiss Ver-
lag,. Berlin.
.:: .. Wir werden uns heute weit mehr als friiher urn die Schaf-
:::fung gediegener Jugendschriften bemiihen rniissen. Verhei-
Bi'-,ungsvolle Anfinge sind gemacht. Dafiir zeugt unter andern
,, irecht erfreulichen Neuerscheinungen das hier anzuzeigende
".SBuch. In neun Erzahlungen schildert der in Pallstina wirkende
;."Leh'rer Smolly Ereignisse aus dem Leben jiidischer Menschen.
i:'ie in heroischer Hingabe um den Boden des Heiligen Landes
irtingen. Die Sprache ist durchweg so gehalten, wie sie der Auf-
'Tiahmefihigkeit der Schuljugend entspricht: schlicht, kriftig
Finl d packend. Die eingestreuten Bilder von Heinz Wallenberg
igefallen den Knaben und Midchen ebenso sehr wvie die Be-
r chte. Man lasse aus dem Buch in der Klasse vorlesen;-man
se. selber vor, und man wird sehr genau merken, \\wiRlfe t
".Aitor den rechten Ton getroffen hat. Man wird aber auch den
ibeidlen Uebersetzern Fritz Aronstein und M. P. Block bestli-
le, dal sie ihre Aufgab1e ausgezeichnet gel6st hahen. '


Es wird die Herausgabie eimeiPibtefftl frd~in
vorbereitet. Die Kollegen und Koleginnen werd" gi ,..
vorlaufig, wtenq m6glich, keine Filiel fitr die Schitdien lhn
zuschaffen. Ndhere MitteLlungen erfolgen demnachst ant diese
Stelle.


Baden-Baden


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Wir zeigen ein heute besonders bedeutsamesBuch an:

Der Weg in die

jiudische Neuzeit
Jidische Geschichte von Moses Mendelssohn bis in
die Gegenwart von S. Miller (Heidelberg)
ca. 260 Seiten, geb. RM, 2.85, brosch. RM. 2.30
In plastischen Charakterbildern, klar und warm laBt der
um Erziehung und Unterrvcht unsrer jugend verdiente Ver-
fasser die Epoche seit Moses Mendelssohn zeitnahe vor
uns erstehen. Ueberall, in der Auswahl des Stoffes und
in seiner Darbietung, tritt das neue Werden innerlich
erfaBt hervor, trolz der Falle des Inhalls.
Aul direkle Vorbeslellungen bel uns, die bis 17. April
dieses lahres in unsren Handen sind, gewahren wir 300/o Rabatt.
Schulen, die Mullers vorerst unverandert forlbestehende
,,JIdische Oeschichte von der ZerstOrung des I. Tempels
bis zur Gegenwart", 5 Auflage, im Gebrauch haben oder
neueinfahren werden, liefern wir ein geheftetes Exemplar
des oben angezeigten Buches zum Preis von RM. i.-,
wenn der Bezug jenes umfassenden Oeschichtsbuches
unmittelbar durch uns erfolgt.
Verlag der Jiidischen Schulzeitung
Ludwigshafen a. Rh. Schulstrale i4
Bestellschein. Vom Verlag der Ind. Schulzeitung, Ludwigs-
hafen a Rh., Schulstrae 14, bestelle ich mit 300o% PreisernmaBigun
.. .......Exemrpl. S. Miller, Der Weg in die jid|sche Neuzeilt
geb RM 2.85, brosch. RM. 2.3o.

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ch far den fedakt. Tell: Dr. Siegfried Braun, HaupisnieiiiT iwer oC ljra'
auer, Ludwigshafeh a. Rh. D.-A. I.Vj..820 Exe lnr,. -- Druck und Verlag:, Gt
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