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- RABBINATSBEZIRK Mai 1936 Rund! LANDAU/PFALZ schreiben Nr. 8 Siwan 5696 Herausgegeben vom Bezirksrabbinat Landau/Pfalz: Kurt Metzger Dr. Berthold Einstein / Zum ersten Jahrzeitgedenken geboren 31. December 1862 in Ulm, gestorben 4. Juni 1935 zu Landau Von Rabbiner i. R. Dr. Max Freudenthal a I- M nchen. Die judische Literatur kennt seit Jahrhunderten cine Fulle von pietat\ollen Beo\orten, die den Namen der Heimgeaangenen, besonders der Rabbinen und Gelehrten -ur Ehrung angefugt werden. Fur das bekannteste dieser Beiworte Secher Zaddik Liwracha h, ,.das Andenken des Gerechten sei i:im Segen" hat sich der Gebrauch herausgebildet, es erst nach Ablaut des Traueriahres in An\aendung :u bringen. Das ..Andenken" an die Heimgegangenen wird erst dann :u einer festen Formel, wenn das tagliche ,,Denken an sie" nach:ulassen beginnt, wenn der Schmer: um si sich gemildert hat. So darf auch let:t, da da- Trauerjahr um Berthold Einstein -u Ende geht, allnahlich die stindige lebendige Ernnnerung an ihn sich in einen solchen Gedanken des gesegneren Andenkens %\andeln und seinem Namen fhr alle Zeit das ehrende Geleit geben. vor allem in dem Kreis, in dem er so lange ge-irkt hat, aber auch bei alien, die ihn sonst liebten oder verehrten. Der Lebenslauf de \'Verewigten war schlicht und er selber hat ihn alley Zeit in dieser Schlichtheir belassen, die seinem gan:en \'esen entiprach. Ein echtes Kind des Sch\abenla.ndes, das er in seiner Art auch immer geblieben ist, brachte er aus dem elterlichen Hause und aus der Gvmnasial. zeit religi6se Gesinnung und soar schon theologische Interessen mit. Im Judischen Theologischen Seminar zu Breslau set-te er seine rabbinischen Studien tort und beendete sie durch das staat: liche theologische Examen an der Landes;Universitat in semner 4Heimat. Die rabbinische Praxis gesiann er :uerst als RabbinatLs stelliertreter in Heilbronn, dann als Rabbiner in Laupheim und seit 1894 in erweitertem Umfang in dem groBeren Be:irksrabbinat Yandau, dem er 10 Jahre hindurch auf alien Gebieten, die das rabbinische Amt mit sich. bringt, in unermiidlichster Pf[ichrtreue seine gan:e Kraft widmete. Dieser Tarigkeit wuRte er aber bei aller Schlichtheit doch den Stempel seiner Personlichkeit auf, zupragen. Seine Predigten im Gotrtshause und seine Ansprachen bei anderen 'eranlassungen legtenn o der sachlichen und, kor. rekten Gewisenhaftigkeit Zeugnis ab, mit der er alleys anfaJit und fur die schon das AeulSere semer Handschrift ein auffalliges Abbild war. Seinen interricht erteilte er mit der gletchen Get wissenhaftigkeit, aber auch mit lener behaglichen Gute und Ailde, die den anderen wesentlichen Zug seines Charakters ausmachte und seine gan:e seelsorgernche Tatigkeit, seine so:iale 'irk: samkeit, scin \'erhalten den Mensdien gegenuber kenn:eichnete. Solche weiche Naturen sind starker als andere den Enttauschungen des Leben- ausgeset:t. Aber Berthold Einstein wulte sie mit jenem gutmutigem Humor _u ubenrinden. der kcine atzend-e Scharfe kanntc, sondern nur frohen Sport und in tidheren Jahren sogar manchenen ustigen lterranchen Niederschlag fand. In der Musik, die er selber ausLibte, bcsal3 er aufekdem in Freud und Leid cinen reinen Quell der Erhebung und des Trostes. An Leid und Sorgen hat es wohl seit 1914 keinem von uns gelehit, ge\il, nicht denen, die im offentlichen Leben stehend. rucht nur die eigene Last :u tragen hatten. Berthold Einstein bewahrte sich vorbildlch in diesen schweren Jahren. Die blutende undere die ihm der Krieg durch den Opfcrtod seines einzigen Sohnes schlug, hinderte ihn nicht in der Ausubung sener Amts' ptlichten, lide ihn Lielmehr erst recht die Geschicke seiner GeC meinde aufs tiefste mitempfinden. Auch dem korperlichen Leiden, das sich im Laufe der Jahre einstellte, set-te er unbeirrt sein Ptlichtbewufrtsemn als Damm entgegen, und nur ungern verstand er sich da:u, nach 40jkhriger Tadgkeit in den Ruhestand ein-us rreten, den er intolge seines plot:lichen Todes ach! so kur-zi Zeit genielen sollte. An allen W'andlungen der Gesamtheit, so\oh[ den ai euleren mie den inneren, nihm er regsten Anteil und airkte in den verschiccdenen lokalen Vereinen und Gesamt' verbanden mit, ohne sich in den Vordergrund :u drangen. was ihm gan:lich fremd war, aber auch ohne jemals seinen Grund, sat:en untreu -u .erden, die nach aullen auf seiner heimattreuen Gesinnung und im Innern aut seinen :uverlassigen, religi6s, liberalen Anschauungen beruhten. Diese Selbsrlosigkeir und Gesinnungstreue runden das Bild des Verklarten ab, und wir Freunde, die sir seit der Studien-eit innigst mit ihm verbunden blieben, konnten immer wieder \oll froher Bewunderung fest' stellen, das er in allen Sturmen der Zeit unverandert derselbe gelilieben %ar. So wurde das Fest, das vor drei Jahren anlaBlich seiaes siebenzigsten Geburtstages thm :u Ehren stattfand, zu eintr %illkommenen Geegenheit, aller Liebe. \erehrung und Freundschatt fur ihn sichtbaren Ausdruck Zu geben, und Ge' meinde, Vereine. Schuler, Kollegen und Freunde wetteiferten, es ihm und allen Telnehmern unvergelclich erhebend :u gestalten. Auch scin Eintritt in den Ruhestand bat nochmals Anlal3 zu dankbaren Bekundungen, und nur sein jaher Tod vor einem JaJre kur: vor dem Wochenfeste und sein eigener \unsch einer stillen Beiset-ung verhinderte die Tednah.me so vieler, die gerne mit \Worten der Liebe und Anhbnglichkeit letzten Abschied. \on ihm genommen hatten. Jetrt, da der Schmer: um sein plot:lbhes Hinscheiden sich gemildert hat, dart gewils auch son thm gesagt werden, dalB ,,seLn Andenken :itm Segen ist" und in der Geschichte seiner Gemems den auch so bleiben u ird. Moge aber :ugleich d'er gute Geist der Gessissenhaftigkeit und Pfiichttreue. der S:hlichtheit und Geradheit, der Gite und Milde, \se Berthold Einstein ihn ver' korperte, semen Gemeinden in dauerndcs \'orbild bleiben und besonders in dicsen ernsten und schweren Zeiten Zu ihrem Halt und ihrer Festigkeit und mit Gortes Hilfe auch zu ihrem Bestande %wirksam beittragen,. Aus der Pfalz Verband der isr. Kultusgemeinden der Pfalz. Al.s ine wetcere durch die Zeit geforderte \Wirksamkeit des Verbandes der isr. Ktditugemeinden der Pial-, dart gcnannt werden, daB er die Errichtung eines Kursus fur Neuhebraisch ins Leben gerufen hat. Dieser Kurs wurd \on Herrn Co h n; Asulay, blannheim gleirtet. Samtliche Rabbiner, Lehrer und Kantoren der Pfal: nehmen an dem Unterricht teil. Die Kosten des Unterricht. rragt der Verband'. Dank der jiid. Winterhille 1935 36. 1 Die Arbeiten fur das judische Winterhilfswerk 1935/36 frir die Pfal: wurden im Monat Mal abgeschlossen * In Stadt und Land haben unsure pfal:ischen Glaubensge' Stossen in geschlossener Hiltsbereitschaft die norwendigen Mittel Szur Verfiigung gestellt, um den Kampf gegen Hunger und Kalte zu bestehen. Sich hir seinen Nachsten einzuseten war der Gtund; sat- und Leitgedanke fir aile Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, fur alle Helter und Helternnen. Ihnen alien im Namen der Be' t-euten, %ie im Namen der \erbandsleitung innigsten und herz' lichsten Dank. Verband der isr. Kultusgemeinden der Pfal: ge: Albert Joseph. Aus dem Reich Aus der Arbeit der Reichsvertretung. Im Anschlull an das Gymnastisch orthopadische Institut Alice Bloch, Sturtgart:W, ZeppelnstraBe 32. began, gefordert von der Reichsvertretung der Juden in Deutschland, und vom Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschatt W'iirttembergs, am 17. April 193t em einiahriger Lehrgang zur Ausbildung von Turn und Sportlehrern Schulgeld monatlich 35.- RM. Ueber Lehrplan, Aufnahme', sowie Prufungsbedingungen usw. gibt das Inslatut Bloch Auskunit, an das alle Anfragen :u richten sind. Da bereits ene groBe An--ahl Anmeldungen vorliegt, empfiehit es sich, Zulassungsgesuche unverzuglich einaureichen. .i *'. t Aus dem Bezirk Aus Ingenheim. (Goldene Hochzeit.) Am 5. Mai 1936 feierten Herr Raphael Mandel und seine Frau Sophie geb. Marx in voller Riistigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. Dieser Tag war ein sichtbares Zeichen der Wertschitzung und Verehrung dieses jederzeit pflichtgetreuen Beamten innerhalb seiner Ge" meinde. Mbge er im wohlverdienten Ruhestand, mit seiner Gattin noch viele Jahre ungetrtibten Gliicks bis ur diamantenen Hoch- zeit erleben. ,:. (Silberne Hoch:eit.) Am 16. Mai begingen Herr Leon Ma r x und seine Frau Emma geb. Teutsch das Fest der silbernen S Hochzeit. (88. Geburtsta g.) Am 17. April wurde Frau Marie Joseph geb. Marx (gen. Tante Marie) 88 Jahre alt. Die Jubi. larin erfreut sich schbner Rusrigkeit und besorgt noch heute ihre Hausarbeiten selbst. Wir wlinschen Frau Joseph, die sich in Ingenheim allgemeiner Behebtheit erfreut, noch viele Jahre tines schdnen Lebensabends Aus Albersweiler. Am 7. Mai 1936 feierte Frau Johanna K a h n geb. Halfen ihren 75. Geburtstag iS' D"-')-l. iN ,. ~Zi Aus Riilzheim. (Goldene Hoch:eit.) Am Schabbath Chol hamoed des Pessachfestes feierte Herr Heinrich Sch6nberger mit seiner Gattin das Fest der goldenen Hoch:eit. Wir habrt erst vor kurzem anlallich des SO. Geburtstagcs von Herrn Schon: berger Gelegenheit gehabt, den Jubilar in diesem Blatt :u wurdi,- gen und wunschen auch :u diesem Tage dem Jubelpaar, das sich schoner Rustigkeit erfreut, einen heiteren Lebensabend: bis zu 120 Jahre 1 (Beset:ung der Lehrerstelle.) Am 1. April wurde die Stelle eines Kantors und, Religions' lehrees durcb Herrn Erich Landsberg aus Frankfurt a. M. neu beset-t. Herr Landsberg wurde am 27. Juni 1913 zu Frankfurt geboren, hesuchte nach Ablegung dir Reifepriifung am Reform, realg\mnasium :u Frankfurt. die dortige Jeschiwa. Seine Ausbildung aL Religionslehrer erhielt er am Lehrerseminar zu K6Ln, wo er in diesem Jahre die Prufung ablegte. Amtliche Mitteilungen des Rabbinatsbezirks, des Bezirksrabbinats u. des Synagogenrats. Bezirksversammlung. In den nichsten Wochen findet die diesjahrige Versamnmlung der Synagogenrate des Rabbinatsbe:irkes Landau start. Besondere Einladung ergeht noch Evtl. Antrage sind alsbald an den \'or sitzenden des RabbinatssBezirkes emiureichen. Schwvarz. Festsetzung der Beerdigungstermine. Es wird dringend' ersucht sich vo r Ansetzung eines Beer: digungstermins mit dem Be:irksrabbinat in \'erbindung setzen :u swollen, da sonst nicht Gewahr geleistet werden kann, daB die Beisetzung zu dem gewtinschten Zeitpunkt stattfindet. Die S p r e c h st u n d en finden von Montag bis Donnerstag jeweils von 11 bis 12 Uhr in meiner Wohnung, GlacistraBe 9 Fernsprecher 2128 statt. Zu anderer Zeit bin ich nur nach vorheriger Vereinbarung :u sprechen. Das Bezirksrabbinat. Auswandererberatung. Der Synagogenrat der ir. Kultusgemeinde Landau gibt hier: mit allen Gemeindemitghedern von folgendem Schreiben der 'Wohliahrtsstellc des Verbandes der ir. Kultusgemeinden der Plat: vom -1. d. M aus:ugs-eisc Kenntni. Fur Mannheim, die P fal- und Sudhessen ist eine Z\weig, stelle des HilLsvereins der Juden in Deutschland in Mannheim errichtet uorden. Als Auswandererberater ist Herr Dr. Franz Ludg A u e r ba c h in Mannheim bestellt worden. Herr Dr. Auerbach, der regelmafig Sprechstunden in Mannheim M 6, 12 abhalt, hat sich berit erklart. viermal im Monat Sprechstunden in der Pfal: ab-uhalten. Diese Sprechstunden werdcen :unachst und bis auf weiteres in Ludsigshafen und, Kaiserslautern statt. finden und :war am 1. und 53. Dienstag im Monat in Ludwigs: hafen, am 2. und 4. Dienstag in Kaiserslautern In Ludwigshafen sind die Sprecistunden nachm. 3 bis 5 Uhr im Buro der \ohlb fahrtsstelle des \erbands, Kaiser;Wilh.elmstr. 9, in Kaiserslautern vorm. 9.30 bis 11.30 Uhr im Nebenraum der Synagoge. Die ersten SprechAunden sind in Ludwigshafen am 2. und 16. Juni, in Kaiserslautern am 26. Mai, 9. und 23. Juni. W'ir machen ausdriacklich darauf aufmerkiam. daB Herr Dr. Auerbach sich nur mit der Beratung befalit. Wo cine finan-ielle Beihilfe fur Auswanderer gewunscht wird, sind die Verhand: lungen nach wie vor iber die \Wohlfahrtrstelle des Verbands und nicht mit der Zweigstelle des Hillfsereins :u luhren. Auch ierden die Gemeinden gebeten, nur mit der \'ohlfahrtsstelle und nicht mit der Zweigstelle des Hlisvereins direkt :u korre- spondieren. Dr. Rosenberg. Letzte Aufforderung. Dem Synagogenraf gehen sehr oft schriftlich und miindlich Beschwerden zu, daB besonders in den ersten Reihen der Frauen: abteilung, die Eigentumsn und Mietplatze vor allem an Feiertagen von hierzu Unberechtigten besetzt sind, sei es von hiesigen oder auswSrts wohnenden Damen. In zwei Gemeinde:Rundschreiben wurde auf diesen Milstand schon 'hingewiesen, ohne daB davon Notiz genommen wurde. Wir machen letztmalig darauf aufmerksam, daB Zuwider: handelnde zu gewirtigen haben, wihrend des Gottesdienstes durch den hierzu beauftragten Ordner von den Platzen gewiesen zu werden. Wer einen Platz benotigt mbge sich mit Herrn Zeilberger Vogesenstr. 4 ins Benehmen setzen, da noch Pllitze zu mieten sind. Es besteht Veranlassung darauf hin:uweisen. daB evtl. Zu, schusse :u unbedingt notiendigen Um:Ligcn nur bewilligt \erden konnen, wenn v o r h e r \erembarungen mit dem Synagogenrat getroffen worden sind. Der Synagogenrat. Bericht Uber die bisherigen Veranslaltungen des Kulturbundes. D;e Arbeit im Kulturbund %wurde nied'er aufgenommen. Es st erfreuich, fictstcllen -u konnen, dalf das Intcresse an den \er:- ar.taltungen schr rece und der Besuch durchaus zufriedenstellend int Die Leitung hat abcr auch hib let:t nur Auserlesenes geboten. 'ir sind ihr hierfur :u Dank verpflichtet und hoffen, daB auch die 'eiteren \'eranstaltungen den gleichen Erfolg haben \serdcn. \lir berichten nun uber die ein-elnen Veranstaltungen: Am 1. April fand der Liederabend \on Beatrice Waghalter- Freudenthal statt. Die bekannr Ktunstlcrin. welche -uIm ersten Male in Landau auftrat, errang einen vollen Erfolg. Im ersten Teil des Abends bot sie mit reifer Kunst bunte Lieder aus ailer Welt. Sic sang deutsche, fran:6sische, italienische und spanische Lieder mit gleicher Mcisterschatt. Der Kiinstlerin liegt besonders das stil\olle Chanson. Die groBe und gutausgebildetc Stimme ,ird vaon ihr nie allein angeendet, simmer tritt die ausd-ruckvoll; ste Gebarde hin:u, sodal : jedes Lied ein geschlosienes und abgen rundetes Charakierbild ~rrd. Schon nach dem ersten Tell cr:rang das Publikum eine Zugabe Den gan: inning n Kontakt mit dem Publikum erreichte die Singerin aber im zweiten Teile des Kon-erts. in dem sie judische Lieder xorrrug. Fier war sie %wirklich eine berufene Kunderin. Sie verstand, das ostjudische Milieu, das uns hier ja melir oder iseniger fremd ist, uns plastic vor Augen :Li ifhren Ich erinnere nur an das uunderbar vorgetra- gene ,,Ghertolied'" son Ignat: V'aghalter, an das innige WViegen. lied und an das Lied ,,Erew Schabbes". Die ganze Iddische Seele war in der Gestaltung di.eser Lieder: verhaltene Trauer, das unver, gleichliche Famlhengefuhl. harmlose Freude und bitter Selbsts ironic Das 'war nicht bloB gesungen, das war aus einem tiefen Volksempfindcn heraus geformt. Es ist nicht moghch einzelnes besonders :u loben Wer aber die Groteske .,Der Rebbe und, die Chassidim" nur einmal von der Kunstlerin gehort hat. der erlebte cine Darstellungskunst, die nicht oft erreiclit wtd. Das begeisterte Publikum erzuang auch nach dem zweiten TOil des Kon:ertes eine Zugabe. Die Kunstlerin sang einen Csar' das, so heschwingt und feurg, wie es sich gehort W'ir hntten den Abend lieber in cinem ludischen Lied ausklingen lassen. Daoch wir uollen nicht rechten. Da Pubikum stand den ganzen g Abend untrr dem Eindruck der grolnen Kunst, die von der Kunstlerin ausging. 'ir Kleinstadter, die wir nicht oft solches erleben, danken ihr daher aus vollem Herzen. Aber auch dem Begleitcr Leo S c h o n b a c h gebuhrt besonderes Lob. Die Art, v.ie cr den oft schwierigen Kla\ierteil durchfuhrte, war uber. ;euhgcnd und beties cine hohe Einfuhlungsgabe. LUnnbtig, -u bemcrken, dalb das Zu.sammenpiel von Gesang und Begleitung restlos befriedigte. Allet in allem, ein \orbildhlches Kon:ert und wir warren glucklich, die Sangennr bald \vieder :u horen. Am '' April spielte der jugendliche Geiger Gerhard Kander, j Karlsruhe. Lhebcr den jungen Kiinstler war schon aus vielen Stadren Gutes berichtet worden, sodall wir ihn mit gro(Sen Er. wartungen begrublten. Um es %on vornherein :u sagen: unsere- Erartungen burden nicht entrauscht. Dieser tiidische Knabe, , der in aller kindlicher Bescheid-enheit auftrat, ist ein begnadeter Musiker. Er ist kein \\'underkind im landlaufigen Sinne und will I es auch gar nicht sein. Sein Spiel ist einfach, schlicht, sauber und i ., ., r '-. . : .. : * w pdilcher Kulturbund fir die Pfalz rtsgruppe Landau S Dem jiidischen Kulturbund fur die PfalJ ist es gelungen die - beriihmte Dela Lipinskaja I zu einem Gastspiel am Donnerstag, den IS. Juni 1936 in Landau zu verpflichten. Es wird erwartet, da8 der Bcsuch dieser Sonderveranstaltiang des jtidischen Kulturbundes fur die PfaLz sehr stark sein wird und es ist deshalb ratsam. sich dje Zusatzkarten ab 9. Juni moglichst bald zu losen, die bei Herrn Ernst Sternweiler, Horst.'Wesselstr. 22 Herr.n Karl Oestre i c h e r, MarktstralBe 52 Backerei M a y e.r GerberstraBe 10 Frau H lle II e r, GmnasiumstraBe 9 zu haben sind. Es ergeht noch eine besondcre Einladung. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist nur gegen Vorzeigung der ordnungsmaBigen Mitgliedskarte und Zusatzkarte des jiid. Kulturbundes fiir die Pfalz moiglich, sonst nur gegen besondere Erlaubnis, die an der Abendkasse erhalten werden kann und die nur mit amtlich beglaubigtem und mit Lichtbild versehenem Ausweis (ReisepaB, Fiihrerschein etc.) giiltig ist. * Fraulein Erika Storm Sanson. die bei uns am 4. January 1936 gastlerte, wurde an die englische Oper (Leitung Frit: Busch) und zu mehrcren Konzerten im Londoner Rundfunk verpflichtet. Lokale Nachrichten. Schawuoth=Lernen. Am ersten Abend des Schawuoth-Festes. 26. Mai abends 8.30 Uhr veranstaltet die Chewrah:Kadischah in Landau im Ge' meindesaal, Schiatengasse 4, ein Schawuoth-'Lernen, -u dem alle Gemeindemitglieder her-lich eingeladen sind'. Hebraische und deutsche Bibeln sind mitrubnngenl Fir eine kleine Bewirtung ist Sorge getragen. Gemeindebibliothek. Die Bicherausleihe findet nunmehr ieden Dienstag, von 17 bis 18 Uhr im Betsaal, Schit:engasse 4. start. Die Ausleihe ist kostenlos und fur jedes Mitglied des Rabbinatsbe:irks bestimmt. Neuanschaffungen: Zobel, Das Jahr der Juden; Zahlet die Tage; Muller, Der \Weg in die judische Neuzeit. Spenden in Form \on Geld und guterbaltenen Buchern werden dankbarst angenommen. Mitteilungen aus freudigen und traurigen Anlissen. W\'r irgend eine Mitteilung schnellstens in Besit: der Ge' meindcmitglieder gelangen lassen will, kann durh \'ermirtlung von Herrn S t e r n \i e i I e r (Telefon ab 1. Juli: 212S) Anzeigen drucken und austragcn Lassen, ,wobei lediglich die Druckkosten und eine Austraggebihr berechnet werden. Jewish Agency; Aktionskomitee. Am 25. April 1936 wurde in Landau ein Jewish Agency' Aktionskomjtee gegrundet, dem ejweils zur Halfte Zionisten und, Nichtzionisten angehoren. Die Mitglieder des Prasidiums sind die Herren Artur Schwarz,. Siegmund Fried, Josef Schwar:, Ludwig Mayer. Dem Komitee gehbren ferner an die Herren Kommer:ienrat Albert Joseph, Dr. Goldberg, Karl Oestreicher, Dr. \Veil, Bezirksrabb. Kurt Metzger, Ernst Sender. Sederabend. Der fuir die Gemeinde veranstaltete Sederabend am 2. Abend des Pessachfestes hatte einen wider Erwarten sehr guten Besuch :u verzeichnen Da mit weit weniger Teilnehmern gerechnet wurde. waren die vorgesehenen Platze bald' besetzt und' jede crdcnkli.he Sit:gelegenheit muBte danu dienen, um fdir die Zu' horer Plat: :u bieten. Dieser erfreulich starke Besuch verhinderte es allerdings, dal, sich die Teilnehmer im Rahmen einer grollen Familie fiihlen konnten, vodurch der schonste Eindruck verwischt wurde. Es \,ird deshalb eine dringende Aufgabe fur das Pesachifest des nachsten Jahres sein, diescm Mangel ab:uhelfen. Trot: der Ueberf'illung folgten die Anwesenden mit Interu esse den Ausftihrungen von Herrn Be:irksrabb. Kurt Met:ger, der die Haggadah hebraisch und deutsch vortrug und jede ein- zelne Sielle erklarte; besonders im 2 TeLl beteiligten sich die Anwesenden an den traditioncllen Gesangen. Ile Schknfeld stellte mit .hrer heben Kinderstimme die Fragen der Mali nischz tanah. Der iiemn :um Seder wurde von Herrn Kommerzienrat Albert Joseph gestiftet, dem hierfur an dieser Stelle herzlicher Dank ausgesprochen uerden moge. Isr. Frauenverein Landau. Anfragen: 1. Wer gibt einer kranken Frau tur 8 Tage Mittagessen, das abgeholt wird? 2 Sauglingswas-che und ein gebrauchter Kinderwagen 'uero den gesucht. Hilfe bei Krankheitsfallen. Sollten sich be, Familien, die keine Helferinnen haben, Krankheitsialle einstellen, so haben sich etnige Damen freir\wllig zur Unterstut-ung zur Verfugung gestellt. Anfragen w ollcn an die Vorstandiscaft des isr. Frauen; vereins gcriihtet werden. JT US Landau jetzt ,,Schild" Sportgruppe im R. J. F. Ortsgruppe Landau. In seiner Hauptversammlung am 5. Mai beschloB der JTUS Landau mit grofier Majoritat sich dem Sportbund des R J F anm -uschlrleen. WVaren die Sportkameraden bis zur Abstimmung auf dem Standpunkt gestanden die Neuralit.t moglichst bei' zubehalten, so urde die stattliche Versammlung durch die sadh. lichen Ausfuhrungen des Leiters des Sudwestdeutschen Sports verbandes im R J F. Herr Dr. Heiner Maver. Frankfurt a. M. davon Liber:eugt, daf unsere Sportsache nur durch AnschluB an tine der grofen Sportgruppen gef6rdert werden kann, zumal in unsrer engeren Hcimat sonst kein ncuraler 'erein mehr besteht. DaLB auch in Zukuntt in un&crem V'erein jcdcm gesm; nungsgenmala dem R J F fernstiehndcn ihdischen Menschen Ge, legenheit gegeben ist Sport :u treiben, geht schon daraus hervor, daB 3 Herren der Ziontisschen Ortsgruppe dem engeren Aus' schufl. angehoren, wie uberhaupt der ReichsausschuB Judischer Sport\erbande, der sich bekannthch aus Sportlern des Makkabi' Kreises und des R J F :usammen.st:t, ausdrucklich in ,einen Sat-ungen besdmmt, daB in kleincren Gememden die Zuge- ganz ohne Mat:ihen Man merkt sofort, daB der Knabe viel gelernt und gearbeitet hat. denn di.e Technik, uber die er verfugt, fliegt nicht an den Geiger heran, sic will erarbeitet sein. DaBl aber ein Knabe technisch so weit vorgeschritten ist, ist erstaunlich. Mit Ausn'ahme von einigen wenigen Doppelgriffen war alleys, was der junge Kunstler bot, technisi.h fehlerlos und meisterbaft gespielt, .eine Leistung, die nicht genug gewurdigt werden kann. Was aber noch mehr anerkannt werden muB, ist die Tatsache, daBl der jungle Geiget die \on ihm vorgetragenen Stucke auch seelisch ertalit. War dies bei der Sonate von Brahms noch weniger fcsstellbar die Herbheit Brahmsscher Empfindung liegt ja auch noch uber dem Erleben eines so jungen Menschen so bewijes der Kunstler bei dem \'ortrag des Bruch'schen G moll Konierts eine solch klare und ausschopfende Auffassung und, Empfindung, dai> wir vdllig \ergalen, dalB da oben auf dem Podium en Knabe und nicht ein erwachsener Mensch stand. Die \'iedergabe des Adagios war gan: eindringlich, die Schonheit und Ausgeglichenheit des Tones bereiteten einen gan: besonderen GenuB. Die technischen Schwierigkeiten des Schlul3sat:zes burden von dem jungen Geiger uberraschend sicher und' grazios ge' meistert. Die \Viedergabe des Kon-erts war eine grofe Leistung, Ses ist nur zu bedauern, daBJ der Kunstler nicht hde Gelegenheit hatte, in Begleitung des Orchesters au spielen, wodurch die kinstlerische Leistung noch besser :um Ausdruck gekommen * ware. Gan.: ortreffli-h spielte der Geiger den Slavischen Tan: Nr. 1 von Dvorak. Die best Darbietung des Abends war aber ohne Zwseifel die \Wedergabe des ,,Nigun" von Ernest Bloch. Hier vereinigte sich eine bedeutende, fehlerlose Technik mit dem vollen seelischen und geistigen Eindringen in das aufwbuh. lender und doch auch so friedengebcnde Stuck. Das war nach Form und Empfindung ludische Masik im besten Sinne. Hierfur Nei dem jungen \'cggenossen gedankt. Technisch ausgezeichnet \war auch die Wiedergabe der Polonaise brillante von \Vieniawski. Das sonst gegenuber rein instrumentaler Kunst etwas spr6de Publikum \ar h;ngerissen und serlangte :wei Beigaben. Der Kunstler spielte in einfacher schl.chter Weise :wei entzuckende kleine Sticke Damit war der bedeutsame Abend voruber. Sollen \iir versch\eigen, daB das mustkalische Erlebnts, das der iadische Knabe in uns erswe:kte. noch lange in uns anhalten wird? Es sei aber auch des Begleiters. Herrn Curt Stern, Karl.s- ruhe, gedacht, der den oft sehr schwriengen Klavierpart meisterlich ausfuhrte und sich alk ein \or:tiglicher Begleiter erwies. Am 13. April sprach Herr Dr. Willi Cohn- Breslau, ubcr ,,SeeLsche Haltung". In kiaren. nuchternen, aber von Aufrich: ugkeit und Anteilnahme be.seelten Worten sch.ilderte tJer Redner die ceisngen and moralschen Gebote fur das Judentum der lieu rigen Zeit. Er \ies eindringlich auf die gluckspendende und die seelische Haltung geahrle.stendtn Schatze hin, die aus unserer \ergingenhefit L U ns heruber gekommen sind: Gottesfurcht, Beschafttgung mit der heiligen Lehre, Wohmtun, Familiengefihl, Einfachheit und Bescheidenhett in der Lebensfuhrung. Der Red, ner beschattigte sich auch mit der nun :ur GewilBheit gewordenen \\Wederauferstehung des judisch-n \'olksrums in Ere:. So wob er von der Vergangenheit ubes die Gegenwart ein Band, in die nahe Zukunft. \'ir gingen aus diesem schlichten. aber um so inhaltsreicherem Vortrag gestarkt und in unserer seelischen Hal' tung gekraftigt nach Hause. Dr. G. -ft. riehn der beiden Richtungen parteilich nicht gebundien sind, 'd.'. h. daB dort RJ F-Leute ruhig bei Makkabi Sport treiben kiShnen und umgekehrt. Moge sich daraus auch in anderen ;'Fragen ein gedei.hliches Zusammenarbeiten der einzelnen ludi, schen Gruppen entwickeln. Veriffentlichungen von Geburtstagen und Jubilien. I" Veroffentlichungen voonGeburtst.agen und Jubilaen "ollen Sbis spatestens 14 Tage \or dem E-scheinungstermin des Berirks, rundschreibens beim Bezirksrabbinat gemeldet werden. i 91. Geburtstag. Am 3. Mai feierte Frau Rosa Ter qu em (Bethesdaheim) ibren 91. Geburtstag. Die alte Dame. seIlhe an ihrem Wiegen feste von allen Kreisen unserer Gemeinde reichlich geehrt wurde, erfreut sich bewunderungswUirdiger Rustigkeit und Frische. Sie list ohne Augenglas ihre Zeitung und nimmt regen Anteil an den TagesereignLssen. W'ir aLle %%unschen, daBr sie in unserer Mitte bleibt! Dank. Fur die uns anlaBlich der Barmisaah unseres Sohnes Armin er\wiesene Aufmerksamkeit, sagen sir aut diesem \W'ge her-lichen Dank. Arthur Kern und Frau Bewegung des Rabbinatsbezirks Landau. Barmizwah: S1. April: Fran: Zeilberger, Sohn des Herrn Fried, rich Zeilberger aus Ermershausen. BathUMizwah am 1. Schawuothtag: Gertrud Stern. Toahter des Herrn Hugo Stern. Weinhandler, Fran-: Eppstr. 5. Inge Stern, Tochter des Herrn Gusta\ Stern. Kaufmann. Ludowicistr. 15. Doris Weil, Tochter des Herrn Siegfried \Veil. \'ehhandler, Martin Lutherstr. 35. Sterbefall: Friulein Theodora Schatz, 55 Jahre. aus Her.xheim bei Landau. Auswanderung: Nach L. S A : Herr Ludwig Lob. St. Ingbert- Landau: nach Frankreich: FamJie Albert Weill: nach Sud' amerika: Familie Alfred Stern. AblSsung an Stelle von Dankeskarten und Spenden. Es ist eine alte judische Sitte bei freudigen und erusten An' lassen unserer Armen :u gedenken Lnd anlaiflich einer Feier, oder num Andenken an liebe Verstorbene. der Gemeinde fiir die Bed ir ftigen einen Betrag zu bberu~etsen. Die Beitrage kbnnen bet der Kasse der Zentralkohlfahrts: stelle (Verwaltung der isr. Kultusgemeinde Landau, Postscheck. konto Ludwvigshafen 1150) einge:ahIt werden . Abl6sung: Arthur Kern und Frau. anlalhlich der Barmi-Tah ihres Sohnes Armin. Armin Kern anlaBlich seiner Barmi:wah. Spenden: Die Tischsammlung bei der Barmizwah'Feier son Armin Kern ergab den Betrag von 21.35 RAM. Frau Bertt Einstein anlal1ich des ersten Jahr:ettstages son Herrn Be:irksrabbiner Dr. Einstein. Herr Arthur Marx (Tres-Arrovos, Argenunien) ubernies aus eincr Sa-mmlung s\ahrend der Ueberfahrt einen Betrag fur die hiesige Zentral'ohlfahrtsstelle. Lag baomer:Feier. Am 9. und 10. Mali and im Gemeindesaal der isr Kultusge- meinde eine Feier anlal'lich des Lag baomertages start. Die Feier des 10. Mai war besonders fur die Bezirksgemeinden bestimmt In einer Ansprache eingangs der Feier wies Herr Kurt Metzger auf den Sinn und die Bedeurung dieses Tages auch fur unsere Zeit hin. Entsprechend dem Charakter des Lag baoa mertages hatte die Feier eine heitere Note und es wurde cine Fulle von schonen und mit \iel Liebe und Sorgfalt einstudierten Dar, bietungen geboten, sodali cs nicht moglich ist, in diesem Rahmen auf die emn-elnen Leistungen in der notigen Breite ein-tgehen. Die \'ortuhrungen eroffneten die drei Ingenheimer Kunstler Paul Marx, Karl und Fritz Siegel, die durch ihre gielungenen Bankelverse, so manchen et\as unsanft mitnahmen Mit lHerrn Adolf Kaufmann sangen die drei noch :\%-.i Quartette, wahrend Herr Frit: Siegel -s\ei Operettenlieder vortrug. Licberhaupt mul gesagt s\erden. daB die drei Ingenheimer vicl :um Gelingen der Feier beigetragen haben Unset allverehrtes Frl. Liselotte Schs\ar- schild, die LandaLu a in:wischen bedauerlicherweise \erlassen hat, brachte mit unseiren Kleien und sogar Kleinsten die Kinder- symphonic \on Ha,,dn :u Gehor, die dutch die Kunst von Frl. Schkar-schild und durch den Edfer der jungen Musiker sehr gut dargeboten wurde: den Violinpart hatte Gertrud Stern, am Kla. ter sales Frl. ILe Maver Noch einnial traten unsure Kleien in dem allerliebsten Sketsch .,Alles lernt lsrith" auf. der die Sorgen der Grolmama t Ilse Sch6nfeld) mit der hebr. Sprache und die Freude am Iirith seitens ihrer Enkelkindcr alias Fran: Benedick, Heinz DannheiRer, Ernst Feibelmann, Doris Kern, Hcin: Alexander, Margit Lob, Leo Rosenblatt, Richard Scharff, Norbert Scholem, Martin Straul vor Augen fuhrte. Ein Zauberkasten brachte allerlei bunte Szenen hunter dein Zirkusdirektor ,,Weilachini" (Ludwig Weil); bei ihm konnte man glauben, sich wirklich auf eirem richtigen Jahrmarkt zu befinden, als er seine Zauberkunste mit seinem Bruder Ernst vorfuhrte. Lind was Weilachini bot, war Spitzenleistung. Die hibschen Tan:e des Spanierpaares Irene Schkwar: Marguerite Hemmer- dinger, des Wichtelmannchens Margot Schwarz, der Hollanderi gruppe Doris Benedick, Irmgard Gun-burger, Suse Le\y. Toni Wilmersdorfer. des lastigen Matrosen mit seinem Schifferklavier (Dorle Drexler) und im Traum des Zennsoldaten von Margot Schwar: und Ruth Steinem riefen durch thre Grazie reichen Beifall der Zuschauer hervor, wie auch die Turnkunststucke der Gebruder Siegel erhebliche Erschutterungen des Zwerchfells verursachten. blarianne Fried, Lore Shbarff, lUse Maver, Doris 'Weil, Inge Stern, Doris Benedick und der Brautigam ,.Put:i" bewiesen ihre Schauspielkunst in dem lusiigen Theaterstuck ..Das Geheimnis der Kran:chensch, ie.tern". Den Gegensat.: z:%ischen ..Stadt and Land" stellten Frau Ele Kaulmann und Fraulein Annemarie Joseph durch em nettes Singipiel heraus. \ahrend Herr Emil Forsch aul seiner Zi.hiharmonika sdhone \V'etsen oortrug. Alle Zischauer warcn begcister: uber die Darbietungen Herr Karl Lev\ bealtigte in meisterhafter \'eile das Amt des Jnten danten, Frau Paula \'eil und Hcrr Zeilberger (in ,.Alles lernt Il'1rith") erwarben hohes Lob durch die Einstudierung der ein. zelnen Stucke Fraulein Ilse Mayer und Frau Ludwig Levy (in ..Stadt und Land") ertiesen sich als \ortreflhche Begleiterinnen aut dem Klavicr. Als Ansager fungierten die Herren Otto Wert" heimer und Kurt Feibelmann mit ihren launigen Spassen. 'Nur all:u rasch schianden die Stunden der Feier, die durch frohen Tan: der Jugend abgeschlossen ssurde und es darf wohl als Erfolg dieser 'eranstaltung gebucht \erden. dal" allseits der \'unsch nach \Viederholung derartiger Feiern laut -uirde. M. Kalender und Gottesdienste in der Synagoge zu Landau: 2u. MaN Ere% Schawuoth. Gottesdienst am Schawuothfest: 26 Mai: Festtags:Emiang: 15.30 Uhr. 20.30 Uhr: Schawu: oth-Lernen der Chewrah:Kadischah. 27 Mal: Morgens 8.15 Uhr: Predigt und Bath Mizwah'Feier. Einsegnungsfeier der Mladchen. 2 Abend: 1.30 Uhr 25 Mait: Morgens S 30 Lihr. (bMAthnath Jad) - Ausgang 21.05 Uhr. 29. Mal: Jsru Chag. Sabbath. Eingang 1830 Uhr. 30. Ma.u: Morgens 8.30. (Na.so) Ausgang 21 10 Lihr. 5 Juni. Sabbath Eingang 18.30 Uhr 6. Juni: Maoren S.30 ULhr. (Behaalothcha). - Ausgang 21.20 Uhr. 12 Juri: Sabbath-Eingang 15.30 Lihr. 13. Juni- Morgens S.30 ihr (Schelach lecha). Neumonds'ueihe. Ausgang 21 25 Uhr Ic'. Jun: SabbathtEingang IS 30 Lrhr 20. Juni: Morgens S.30 Lihr. (Korach'. Sabbath und 1 Neu mondstag. Ausgang 21.25 Uhr 21 Juni: 2 Ncumondstag (Tamus) 2L Juni: Sabbath Eingang IS 30 Uhr. 27 Juni- Morgens S.30 Lhr (Chukkath). - Ausgang 21 30 ULhr. 3. Jul. SabbathEingang 1S.30 Lihr. 4 Juli. Morgens 5.30 Lihr (Balak) Ausgang 21.15 ihr JLili. Schwvah assar betamus. Ausgang 21.25 lhr. An Sabbath- und Festtags:Nachmrttagen. 15 50 Lihr. An \'erktagen: Morgens 7 Lhr. Sonntags und an staatlichen Feiertagen S Uhr. Abends 1S.30 Uhr Das Bezirksrabbinat. Persiinliche Nachrichten. 2 Zimmer mit Zubehdr leer oder mdbliert iuf dem Lande zu vermieten. 2 bis 3 Zimmer mit Zubehor auf dem Lande zu vermieten. Antragen pollen an das Be:irksrabbinat gerichtet iwerden. Aeltere, gesunde Dame sucht volle Pension, gegen zeitge' ma.ie Bezahlung. Angebote pollenn an das Be:irksrabbinat gerichtet weiden. Schines, helles, m6bliertes Zimmer im Zentrum der Stadt zu vermicten. Zu erfragen beim Bezirksrabbinat. Das nichste Rundschreiben erscheint am 1. Juli. Druck: Karl Lob II, Philippsburg (Baden)'. Jt |
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