<%BANNER%>

UFJUD



Rundschreiben Rabbinatsbezirk, Landau, Pfalz
ALL ISSUES CITATION THUMBNAILS PAGE IMAGE ZOOMABLE
Full Citation
STANDARD VIEW MARC VIEW
Permanent Link: http://ufdc.ufl.edu/AA00013430/00001
 Material Information
Title: Rundschreiben Rabbinatsbezirk, Landau, Pfalz
Physical Description: 4 pages
Language: German
Creator: Kurt Metzger
Publisher: Bezirksrabbinat Landau/Pfalz
 Subjects
Genre: newspaper   ( sobekcm )
newspaper   ( marcgt )
Spatial Coverage: Europe -- Germany
 Notes
General Note: Nos 6-9
 Record Information
Source Institution: University of Florida
Rights Management: All rights reserved by the source institution and holding location.
Resource Identifier: GS10
System ID: AA00013430:00002

Full Text





RABBINATSBEZIRK LANDAU/PFALZ


April 1936


Herausgegeben vom E


Rundschreiben Nr. Nissan

3ezirksrabbinat Landau/Pfalz: Kurt Metzger


Briefmarken mit unseren Augen

gesehen
Von Dr. Willy C o h n, Breslau.
Aus der Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung entnehmen
Swir folgenden Artikel:
Wir haben alle diese bunten, kleinen Papierstiicke schon als
Jungen geliebt. Wenn wir in der Enge der Schulstube saBen und
sie unter der Bank betrachteten, heinmich natiirlich, dann traumten
wir uns hinaus in weite Fernen, in die Pampas oder die Coro
dilleren oder sonst wohin auf der weiten Erde. Aber ein
eigentliches jiidisches Erlebnis waren sie nicht.
Vielleicht nur einmal in den langen Abstanden, wenn der
Postbote ein kleines, unscheinbares Packchen brachte mit einer
6sterreichischen Marke, die tiirkischen Aufdruck hatte und als
Ortsangabe Jerusalem! DaB die heilige Stadt ein Postamt haben
sollte, wo man Briefe abstempelte, war ganz unfaBbar! In diesem
Pickchen lag etwas aus Zedernholz, ein Biichlein mit den geprefBi
ten Blumen Palastinas, und ein eigenartiger Duft stieg auf, ein
schwerer, dunkler Duft. Es lag auch ein Schreiben dabei in
krauspm Deutsch, man solle etwas einschicken fir die Frommen
im Lande. Und der gute Vater, er ware heute bald 100 Jahre,
tat' es wohl auch. Das war wohl das einzige jiidische Erlebnis,
das Briefmarken uns gaben.
Das ist heute ganz anders geworden. Heute haben uns die
Briefmarken vieles zu sagen. Heute sind sie nicht mehr ein kleines
buntes Stiickchen Papier, das wir voll Besitzerstolz in unser
Album einkleben, heute sind sie Schicksal, jiidisches Schicksal.
Marken von San a Salvador! Irgendwo im heiBen, tropischen
Mittelamerika zimmern sich Juden in Einsamkeit ein Stiick Zuc
kunft. Tropen, Werme, Feuchte! Der Brief, auf den die Marke
geklebt wird, soil die ganze Sehnsucht iiber das Meer zu denen
tragen, die man daheim gelassen hat.
Brasilianische Luftpostmarken, via Condor, steht auf dem
Umschlag. Hauchdiinn ist das Papier. Flugpostgebiihren sind
hoch, aber man ist doch gliicklich iber die Flugpost, denn in
wenigen Tagen hat eine alte versorgte Mutter den Brief, der
sonst Wochen zu ihr reisen mfiBte. Jiidische Sehnsucht nach den
Daheimgebliebenen tragt Luftschiff und Flugzeug eingeschlossen
in einem leichten Brief schwer iiber den grofien Teich.
Briefmarken der Siidamerikanischen Union! Sie kommen
haufiger hierher, dorthin sind viele gewandert, sind fast Antic
poden ihrer Lieben geworden. Burisch oder english ist die
Sprache der Marken. Ein wenig erzhlen sie vom Lande selbst,
von seiner Art und den Juden, die tapfer denen helfen, die nachi
ihnen kommen. Ein aufrechtes Judentum scheint dort zu erstehen.
Wo sind nicht Juden hingestreut worden in diesen drei
Jahren! Marken von Chile begegnen sich mit solchen aus Indien
in der Tasche des Brieftragers, der sie in jiidische Hauser bring,
an Persiens Chausseen arbeiten jiidische Ingenieure und kleben
jene eigenartigen arken nach charter Arbeit als Geleitzeichen
dem Briefe auf die weite Reise.
Alle diese Marken aber sind uns Fremde. Was sie bergen,
ist uns lieb, aber sie selbst sind Exoten.
Aber ihr, Marken aus Erez Israel, ihr habt Heimatrecht in
unserem Herzen bekommen, ihr seid ein Stuck der Zukunft
unseres Volkes geworden. Blaue Marke von Erez Israel, Omarn
moschee, was erzahlst du uns von den Arbeiten und Kampfen
unserer Kinder! Du bist so hoch im Wert, daB du allein einen
Brief freimachen kannist. Von der Marke mit Rachels Grab'
miissen viele zusammenkommen, um dem gleichen Zweck zu
dienen. Vieleicht, daB darin ein tiefes Symbol liegt: so wie
Rachel abseits liegt, fern von den anderen Erzvatern und Miit'
tern, so bleibt sie auch einsam in ihrem Abbild, und selten nur
kommt sie zu uns.
Marken von Erez Israell Euer XltV rfl klingt uns
wie Heimatklang. .Mirkenbilder kommen und gehen, vielleicht,
daB einmal neue Marken von unserem Lande,"I'jl N zu kiinden
wissen, von dem Werden unserer Stidte und D6rfer, vom
Herr Dr. Willy Cohn spricht am 15. April 1936 im Rahmen
des jiid. Kulturbundes in Landau.


Wiederfinden unseres Landes. Aber solange sie noch nicht da
sind, wollen wir uns freuen, wenn recht hiufig die Marken mit
der Omarmoschee Gutes bringen von den Menschen, mit denen
wir in Liebe vereint und die doch getrennt sind weit durch dai
Meer.



Aus dem Reich
Am 25. Marz 1936 vollendete Herr Kommerzienrat Ludwig
Rosenzweigl Niirnberg sein 75. Lebensjahr. Er ist der
Schatzmeister des Verbandes bayr. isr. Gemeinden und Vorsite
gender der isr. Kultusgemeinde Nirnberg.
Aus dem Niirnberg-Fiirther Isr. Gemeindeblatt entnehmen wir
folgende Nachricht:
Von arztlicher Seite werden wir aufmerksam gemacht, daB
einem Kuraufenthalt von Juden in B a d R e i c h e n h a II und
dem Gebrauch aller Kurmittel nichts im Wege steht.
Erziehungsnot und Bildungsfrage.
Die Schulleitung des private jiidischen Realgymnasiums und
Oberlyzeums der isr. Synagogengemeinde (AdaB Isroel) Berlin
macht in einem Rundschreiben an alle jid. Gemeinden Deutschl
lands und an die Eltern der jiid. Jugend auf die neueste Ent,
wicklung ihres Schulwerks aufmerksam. Durch Verfiigung des
Ministeriums konnen an den beiden h6heren Schuen (Reals
gymnasium und Oberlyzeum) bei vollem Ausbau wiaeder die
t,.i tlichein Rditeprulfungen abgeegt werden, welche den Abituri
*.nten den behord lichn .usweis iiber die erworbene gehobene
Allgemeinbildung geben und ihnen die M6glichkeit zum Aus-'
landsstudium in gewissen Landern gewahren (Tschechoslowakei,
Schweiz usw.). Fiir auswartige Schiler besorgt die Schulleitung
Unterkunft hunter ihrer Aufsicht. Oberleitungskurse, welche den
AnschluB an den Stand der Klassen in den hebraischen Diszip-
linen vermitteln, sind vorhanden. Eltern, die in Schulgeldanger
legenheiten Rat suchen, west die Schulleitung (Berlin NW 87,
Siegmundshof 11) auf ihre Anstalt hin.


Aus der Pfalz
Neue Regelung der Kultussteuer in Bayern.
I. Bekanntmachung iiber die Erhebung von Kultussteuern
Nachstehend ver6ffentlichen wir die von den Bayerischen
Staatsministerien fiir Unterricht und Kultus und der Finanzen
herausgegebene Bekanntmachung fiber die Kirchensteuer vom
17. February 1936 (GMB1. 1936 S. 18 ff.).
Verband der isr. Kultusgemeinden der Pfalz.
Die Verbandsleitung.
Auf Grund des Art. 33 Ziff. 1 und 5 des Gesetzes iiber die
Kirchensteuer vom 20. Mai 1935 (GVB1. S. 429) wird mit Zur
stimmung des Reichsministers fiir die kirchlichen Angelegenheiten
und des Reichsministers der Finanzen bestimmt:
1.
I. In Abweichung von Art. 6 des Kirchensteuergesetzes
betragt bei israelitischen Religionsgenossen der Einheitssatz fiir
die Umlage der veranlagten Einkommensteuer 12 vom Hundert
(statt 8 vom Hundert) und zur Vermogenssteuer und Gewerbeo
steuer 15 vom Hundert (statt 10 vom Hundert).
II. Nach dem erhBhten Steuersatz bemessen sich auch die
Vorauszahlungen.
2.
Die Erhohung des Steuersatzes nach 1 gilt fiir die Umlage
zu der fiir die Kalenderjahre 1934, 1935 und 1936 veranlagten
Einkommensteuer und Gewerbesteuer, sowie die Umlage zur
Verm6genssteuer fiir die Rechnungsjahre 1935 und 1936.
3.
I. Soweit bei Inkrafttreten dieser Bekanntmachung die nach
dem bisherigen Steuersatze des Art. 6 des Kirchensteuergesetzes


5696


-I






:ur Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Verm6genssteuer ge-
schuldete Umlage bereits angefordert ist, erhoht sich die fe.t
geset:te Steuerschuld ur 50 \om Hundert: emne Neuanforderune
braucht nicht :u erfolgen. Zum Zweck encr etwaigen BeitreibUnm
ist die Zahlungsaufforderung ( 326 Abs. 4 der Reichsabgabe.
ordnung nach:uholen
II Der Mlhrberrag nach Abs. I ist mit der NbschluFzahlung
oder, wenn diese auf Grund der bisherigen Steuerfestsetzung
bereits geleistet ist, mit der nichstfilligen Umlagevorauszahlung
:u entrichten.
Mii n,ch en, den 17. February 1936.
J.;-A. Dr. B o e p pe. J. A. Dr. Neuma ier.
Nach vorstehender Bekanatmachung ist an Kultusumlagen
an.die Finanzimter zu bezahlen:
Am 15. Mai 1936, der sich ergebende Restbetrag zur Vero
mogenssteuer 1935.
Aim 10. Juni 1936, der sich ergebende Restbetrag zur Ein,
koamensteuer 1934.
Am 10. Juni 1936, der sich ergebende Restbetrag zur Geo
werbesteuer 1934.
II. Vergleich mit den Gemeindesteuern auBerhalb Bayerns
Ober die Lage auBerhalb Bayerns unterrichtet eine Mitteilung
der Reichsvertretung der. Juden in Dcutschland. die vor ungeflhr
einem Jahre ergangen ist. Seitdem haben sich die Verhiltnisse
nicht gebessert. Hiernach erheben die Synagogengemeinden
(wahlweise, d. h. den h6heren Umlagebetrag)
z. Eink.oSt. oder z. Verm.-St.
Zuschlag Zuschlag
0/o 0/0
Berlin 25 30
Breslau 25 45
Diisseldorf 20 30
Elberfeld 30 30
Halle 36 45-75
Hamburg 19 30
K6ln 30 30
Kbnigsberg 25 50
Krefeld 19 30
Stettin 24 50.
'..-. ie~baden 30 30
Danach ist festzustellen, daB die gesetzliche Kirchensteuer,
wie sie.nach der neuen Bekanntmachung erhoben wird 120/o
aus der Einkommensteuer (statt bisher: 8olo) und 15 o/o zur Ver-"
mogenso und Gewerbesteuer (statt bisher: 10o/o) noch weit
hinter den aulerbayerischen Umlagesatzen und nicht minder
stark hinter dem zuriickbleibt, was bei den meisten bayerischeoi
Kuliusgemeinden tatsIchlich an Umlagen erhoben wird.


Freiplitze aus der Albert JosephStiftung fiir Lehrer u. Kantoren.
Fiir Lehrer und Kantoren der Pfalz und deren Angehorigen
stehen aus der Kommerzienrat Albert JosephsStiftung in dem
Eduard und Adelheid Kann'schen Erholungsheim
in Oberstedten fir elnen Auifrnthalt von 20 Tagen 2 Freiplatze
zur Verfiigung. Bewerbungen wollen an 'die Wohlfahrtsstelle
des Verbandes der isr. Kultusgemeinden der Pfalz in Ludwigs?
hafen, Kaiser WilhelmstraBe 9 gerichtet werden und zwar bis
lngstens 30. April 1936.
*

Erholungsfiirsorge fiir Kinder.
Wir stehen auch in diesem Jahre wieder vor der Aufgabe
eine Erholungsmoglichkeit fiir Kinder bereitzustellen.
Es handelt'sich dabei zunchst um arme Kinder, wir wollen
aber auch die Kinder solcher Eltern miterfassen, welche die
Kosten ganz oder zum Teil aufbringen.
Fiir Kinder, welche infolge einer iiberstandenen Krankheit
oder Entwicklungsst6rung in besonderem MaBe erholungso
bediirftig sind, ist
1. die Unterbringung im Erholungsheim Heyden in der Schweiz
vorgesehen. Es wurden fir die ganze Pfalz 12 Freiplatze zur
Verfiigung gestellt, die Ende Mai belegt werden sollen.--
Kinder, die im vorigen Jahr dort waren, kommen dieses Jahr
nicht in Frage. Die Reisekosten miissen aufgebracht werden.
2. Ferner soil eine Gruppe in der isr. Kinderheilstatte in Bad
Kissingen Erholung finden. Die Anstalt bittet Kinder unter 10
Jahren nur im Mai, Juni oder September zu entsenden. Die
Pflegekosten betragen fiir eine vierw6chentliche Kurperiode pro
Kind RM. 55.- und RM. 3.- Aufnahmegebiihr. Hierzu kommen
die Reisekosten und ein Anteil an den Kosten der Begleitung.
3. Fiir arme Kinder, welche zwar gesundheitlich in Ordnung
sind, aber wahrend der Ferien einer Erholung bediirfen, hoffen
wir wieder Gaststellen in pfalzischen Familien zu erwirken.
Anmeldungen hiesiger Kinder erbittet umgehend Frau Erna
Scharf f.


Am Dienstag, den 7. April 1936, abends 8.30 Uhr. (2. Seder
abend) findet imn Betsa al, Schut-engase -eine. ,.. .

Sederfeier
Sfur alle Gemeindemitglieder statt.
Die Bezirksgemeinden sind ebenfalls herzlich eingeladen.
Hagadoth sind initzubringen.
Spenden in Form von rituell hergestellten Kuchen '.eren,,
dankbarst angenommen. Die Anmeldung der Spenden erfolgt
bei Frau Kommerzienrat Joseph, die Ablieferung am Dienstag,
den 7. April zwischen 18 und 19 Uhr im Betsaal, Schiitzengasse 4.
Naheres sidhe hunter ,,Lokale Nachrichten".


Der Synagogenrat.


Das Bezirksrabbinat.


50 jhriges Bestehen der Synagoge in Kaiserslautern.
Den Zeitverhiltnissen entsprechend wurde von jeder welt,
lichen Feier abgesehen. Nur ein Festakt, im Rahmen des Sabbaths
morgengottesdienstes vom 29. February, sollte die Gemeinde an das
Geschehen vor 50 Jahien erinnern. Er wurde durch Orgelspiel
und Chorgesang eingeleitet. Feierlich vollzogen sich Ausheben
und Thoravorlesung. Nach herrlichem, zu Herzen gehenden Ge"
sang der Frau Frinze Simon ergriff Herr Rabbiner Dr. Baron
das Wort zu einer erhebenden Festpredigt. Ausgehend von den
Begriff des Jubilaums, des altjiidischen Jowel, legte er die Berech-
tigung der Feier dar. In kurzen Strichen zeichnete er die, Geo'
schichte der Juden in Kaiserslautern, beginnend mit der Siedlung
im 13. Jahrhundert, und going dann auf den Synagogenbau selbst
ein, den der Opfersinn der damaligen Generation erm6glichte.:
Der Bau, der in der Anlage und Gr6Be der aufwirtsstrebenden
Gemeinde entsprach und in schBner Harmonie eine Bereicherung
des Stadtbildes bedeutete, wurde unter Anteilnahme der ganzen.
Bevalkerung eingeweiht. Wehmiitig stimmte der zwingende
Vergleich zwischen damals und jetzt. Der Redner fate die.
Gedanken, die sich allen Zuhorern aufdrangten, in einem tiefo
empfundenen, stimmungsvollen Gebet zusammen, das die Ge,
meinde in Ergriffenheit stehend anh6rte, und das ausklang in
dem durch feinsinniges Orgelspiel untermalten Priestersegen.
Chorgesang und Orgelspiel schlossen den Festakt.
Aus Pirmasens. Der isr. Frauenverein Pirmasens feierte am
21. Marz 1936 sein 50 jahriges Bestehen. Der Jubeltag wurde
durch einen Festgottesdienst begangen, bei welchem Herr Rabb.
Dr. Nellhaus die Festrede hielt. Der isr. Frauenverein Landau
entbot dem Nachbarverein seine Gliickwiinsche. M!


Aus dem Bezirk
Aus Edenkoben. Einen Versuch, der in seinem Ergebnis
als durchaus gelungen angesehen werden darf, habe ich in meiner
Gemneinde unternommen. Zu Purim ist es hier Sitte, fir die
Waisenhauskinder zu sammeln. Die Erfahrung lehrte, daB das
Ergebnis von Jahr zu Jahr geringer wurde. Um hierfiir Ausgleich
zu schaffen, der Jugend und dem Alter Ansporn zur Tat und
zum Interesse zu geben, lieB ich meine Schiler in den freien
Stunden basteln, leimen, zeichnen u. s. f. und Gegenstande wie:
Hawdalahteller, versch. Misrachtafeln, Ethrogim, Magine David,
eine Jad SeferrThora, Sederschiissel, Mazzoth, Schofar, Berches,
Hawdalahkerzen herstellen. Am PurimrnAbend nun kamen, ohne
vorhergehende Bekanntmachung, alle diese von Kinderhand ge-
schaffenen Gegenstande zur Versteigerung. 50 0/o des Erlises kam
den Waisenhauskindern zugute und den Restbetrag durften zur
weiteren Anregung und Auslagenvergiitung die Kinder behalten.
Besonders die Gemeinde Bochingen, welche hier an der Vers
lesung der Megillah teilnahm, beteiligte sich ebenfalls rege an
der Versteigerung. D. Bar, Lehrer.

Lokale Nachrichten.
Die nichste Nummer erscheint zum Schawuothfest.
Lag baomer'Feier.
Am Samstag, den 9. Mai 1936, abends 8 Uhr und Sonntag,
den 10. Mai, nachmittags 3 Uhr findet im Betsaal, Schiitzengasse 4
fiir die Gemeindemitglieder und Bezirksgemeinden eine Lag
baomer-'Feier statt. Vorfiihrungen und Tanze werden durch
unsere Jugendlichen durchgefiihrt.
An beiden Tagen ist fiir Jugend und Erwachsene Tanz%
gelegenheit gegeben. Um eine Ueberftillung zu vermeiden, werden
fiir jede Veranstaltung nur 200 Karten ausgegeben. Die Bekannto
machung der Vorverkaufsstellen erfolgt noch.






Winterhilfswerk.
Die jud. Winterhilfe schlieBt mit dem 31. Mirz 1936 ihre Tai
tigkeit ab. Das Ergebnis in unserer Gemeinde war sehr erfreulich.
Allen iltarbeitcrn sei fuir ihre hingebungsvolle Thtigkeit herz,
clihster Dank ausgesprochen.
SR.J.F. Ortsgruppe Landau.
Der nachste Kameradschaftsabend wird im Monat April
stattfinden. Besondere Einladung hierzu wird noch ergehen.
Jiid. Turns und Sportverein.
Im Laufe des Monats April wird der Turnverein seine Mit"
glieder zur diesjaihrigen Hauptversammlung einladen, in welcher,
hunter anderem auch iiber die Form des Weiterbestehens (neutral
oder AnschluB an eine der beiden groBen jiid. Sportgruppen)
abgestinimt werden wird. R. M.
PurimsJugendgottesdienst der Jugend.
Am 8. Marz 1936 fand ein Purimgottesdienst der Jugend
statt, der sehr gut besucht war. Der Schtiler Werner Maye r
betete mit seiner klangvollen und sicheren Stimme vom Jugend,
chor und seiner Schwester Ilse M a y er auf der Orgel begleitet,
das Morgengebet und las nach der Thorahvorlesung, die von
Schiilern durchgeftihrt wurde, den ersten und letzten Abschnitt
aus der Esfher:Megillah vor, wahrend der wesentliche Inhalt
deutsch vorgetragen wurde. In der Predigt wurde auch der Ges
fallenen als derjenigen gedacht, die bis zum letzten Augenblick
ihre Pflicht erfillt haben, wahrend die Mitglieder des R. J. F.
nach einem Gedenkgebet am SchluB geschlossen das Kaddisch
sprachen. Nach dem ernsten Gedenken kam die Purimfreude
wieder dadurch zum Ausdruck, daB unsere Ilse Scho n fe I d
mit ihrer allerliebsten Kinderstimme das Solo aus dem En Kelo"
henu sang.
Sederfeier.
Am Dienstag, den 7. April 1936, abends 8.30 Uhr (2. Sedero
abend) findet im Betsal, Schiitzengasse 4 eine Sederfeier stattl
Den Seder gibt der Unterzeichnete.
Wein, Mazzoth und Kaffee werden verabreicht, sodaB die
Moglichkeit zum Tischgebet gegeben und der Mahlzeit im Rahmen
der Sederfeier durchaus Geniige getan ist.
Spenden in Form von rituell hergestellten Kuchen werden
dankbarst angenommen. Die Anmeldung der Spenden erfolgt
bei Frau Kommerzienrat Joseph, die Ablieferung am Dienstag,
den 7. April zwischen 18 und 19 Uhr im Betsaal, Schiitzengasse 4.
D-er Abendgottesdienst am 2. PIssachabend beginnt 'um
19.45 Uhr und en.digt um 20.15 Uhr. Die Teilnehmer am Seder,
abend werden gebeten, ihr Abendessen v or dem Gottesdienst
eiizunehmen, da piinktlich urn 20.30 Uhr mit der Sederfeier
begonnen wird und St6rungen durch Zuspatkommen ver,
mieden werden sollen.
Die Jugend sei nochmals besonders aufgefordert, sich an
der Sederfeier zu beteiligen. Metzger.
Gemeindebibliothek.
Die B i chera u s e ih e findet jeden Dienstag von 15.30
bis 16.30 Uhr im Betsaal, Schiitzengasse 4, statt. Die Ausleihe ist


kostenlos und fiir jedes Gemeindemitglied des Rabbinatsbezirks
bestimmt. Am 7. und 14. April findet keine Biicherausleihe
statt. Dagegen k6nnen am Mittwoch, den 15. April zwischen
11.30 und 12.30 Uhr Bicher ausgeliehen werden.
Neuanschaffungen:
Raabe, Frau Salome, Schulmeisterlein Haas, Im Siegeskranze,
Hoxter und Corvey, Die Ganse von Biitzow, Meister Autor,
Holunderbliite; Conte Corti, Das Haus Rothschild in der Zeit
seiner Bliite; Sinzheimer, Maria Nunez; Bloch, & Co. (Roman
aus der Welt der Industrie).
Spenden in Form von Geld und guterhaltenen Biichern
werden dankbarst angenommen.

Amtliche Mitteilungen des Bezirksrabbinats
und des Synagogenrats.
Die Spirechstunden finden von Montag bis Donnerstag
jeweils von 10 bis 11 Uhr in meiner Wohnung, GlacistraBe 9
- Fernsprecher 2128 statt. Zu anderer Zeit bin ich nur nach
vorheriger Vereinbarung zu sprechen.
Jahresbericht des Religionsunterrichtes.
Der isr. Religionsunterricht an den Schulen Landaus wurde
im Schuljahr 1935/36 an den Volks, und hbheren Schulen in je
zwei Abteilungen, an der Vorschule des Engl. Instituts in einer
Abteilung in insgesamt 29 Unterrichtsstunden in der Woche
erteilt, wobei in jeder Abteilung in der Volksschule vier, und in
den hiheren Schulen jewels drei Stunden pro Woche gegeben
wurden.
Die Schiilerzahl umfaBte zu Beginn des Schuljahrs 12 Kinder
in der Volksschule und 44 in der h6heren Schule. Am Ende des
Schuljahrs besuchten 11 Schiiler die Volksschule und 38 die
h6here Schule.
Die Priifung der mittleren Reife (6. Klasse Lyzeum) bestand
Ilse Mayer, Tochter des Herrn Eugen Mayer, Landau. Die Auf&
nahmepriifung in die Oberrealschule haben bestanden. Wilhelm
Engel, Sohn des Herrn Paul Engel aus Herxheim b. Landau und
Paul Mayer, Sohn des Herrn Richard Mayer aus Bbchingen.
Ueber die Errichtung allgemeiner jiidischer Volksschulen
ist bis jetzt noch kein entgiiltiger Bescheid ergangen.
Die Priifungen des Religionsunterrichts in den Bezirksge"
meinden zeitigten, soweit sie his jetzt durchgefiihrt wurden, ein
sehr erfreuliches Ergebnis iiber die Kenntnisse der Schiiler. Die
Priifung der hiesigen Volksschule erfolgte in Gegenwart des
Synagogenrats am 30. Marz 1936 und ergab einen sehr guten
Stand der Kenntnisse der Schiiler im Hebraischen wie in der
biblischen Geschichte. Der Lehrstoff richtete sich im allgemeinen
nach dem Lehrplan des Verbandes pfalzischer isr. Gemeinden.
Abschiedsgebet fiir Auswanderer.
Es soil fiir Auswanderer, die das letzte Mal unseren Sabbath"
Gottesdienst besuchen, in Zukunft ein Gebet gesprochen werden.
Kultusmitglieder, die hiervon Gebrauch machen wollen, werden
gebeten, mindestens 8 Tage vorher das Bezirksrabbinat zu
verstandigen. Das Bezirksrabbinat.


Die Palistina-Filmstelle der Zionisfischen Vereinigung fir Deutschland

zeigt den ersten Palaistina-Tonfilm:



Land der Verheibung

Ein Tonfilmn der Urim Palestine Film Comp. Ltd., Jerusalem.
Hergestellt im Auftrage des Ker enHassod, Jerusalem. Regie: Inda Leman. Reproduktionsleitung: Leo Hermann.
Musik: Boris Morros, Generalmusikdirektor der Paramount, NewYork. Lieder: Daniel Sambursky, Tel Aviv.


Darsteller:


Das jUdische Volk beim Wiederaufbau Palastinas.


Auffuhrungen: Sonntag, 5. April 1936
vormittags 11 Uhr und nachmittags 14.30 Uhr
im Saal der isr. Kultusgemeinde, Schitzengasse 4
Den'Kartenvorverkauf haben iibernommen: Die Auffiihrungen sind fiir a e Mitglieder der Kultur"
Frau H e ll e r, GymnasiumstraBe 9. gemeinde Landau, des Rabbinatsbezirks und der angrenzenden
; i M Gerberstrae 1. Orte bestimmt. Es empfiehlt sich noch im Laufe dieser Woche
Bckerei M a y e, GerberstraBe 10. bei den Vorverkaufsstellen eine Eintrittskarte zu l6sen. Wir
Herr O e s tr ei che r, MarktstraBe 52. bitten strong zu beachten, daB It. behordlicher Verfiigung die
Eintrittspreise: Kinder: 50 Pfg., Erwachsene: 1.- und 1.50 RM. Geeich ftg ds ms nur von Angehrigen der dische
Die Nachmittagsvorfiihrung ist besonders fiir die Bezirksge% Zionistische Vereinigung fiir Deutschland.
gemeinden bestimmt. Zionistische Ortsgruppe Landau.






Sprachkurse.
Bei einer nochmaligen Vorsprache beim Bezirksamt ist der
Bescheid uber die Genehmigung der Sprachktirse fiir die nachsten
Tage :ugesagt worden. Wir werden nach Erhalt des Bescheids die
Gemeindemitglieder sofort vom Beginn der Kurse verstindigen.

Jildischer Kulturbund fiir die Pfalz
Ortsgruppe Landau
In der Pause, welche durch das Veranstaltungsverbot ent,
standen war, haben wir das Fehlen der Kulturbundtatigkeit
schmerzlich empfunden; wir werden daher die nunmehr wieder
aufgenommene Arbeit mit Freuden begriifen. Es beginnt jetzt
eine neue, wenn auch kurze Zeit fir kulturelle und kiinstlerische
Darbietungen. Die Aufstellung eines allen Seiten gerecht wer,
denden Spielplanes machte freilich unter den obwaltenden Umrn
standen besondere Schwierigkeiten. Besonders lie8 sich, um die
infolge der Sperre unterbliebenen Veranstaltungen nachzuholen,
eine rasche Aufeinanderfolge derselben im Monat April nicht
vermeiden. Es wurden durch unseren Geschaftsfihrer Herr
Theo Friedlander, Pirmasens, folgende Veranstaltungen zum Ab,
schluB gebracht:
Veranstaltungskalender:
5. April 1936: 11 Uhr und 14.30 PalastinaFilm: Land der Verc
heisung.
7. April 1936: 20.30 Uhr: Sederabend fiir die Gemeinde.
9. April 1936: 20.15 Uhr: Violinkonzert von Gerhard Kander'
Karlsruhe.
Program: 1. Senate fiir Klavier and Violine, Joh. Brahms.
Opus 108 demoll. Allegros, Adagio, Un poco presto e con
sentiment, Presto agitato.
2. Konzert fiir Violine, Opus 26 gomoll, von Max Bruch
1. Vorspiel, II. Adagio, III. Finale.
3. a) Romanze Opus 50 f'Dur, von L. v. Beethoven.
b) Slavische Tanzweise Nr. 1 g'moll, von Ant. Dvorak.
.-c) Improvisation (Nigun), von Ernest Bloch.
aus dem BaaloSchem'Suite
4. Polonaise brillante Nr. 2, von Henri Wieniawski
AAdur Op. 21
15. April 1936: 20.15 Uhr: Vortrag von Willy Cohn-Breslau:
,Seelische Haltung".
22. April 1936: 20.15 Uhr: Rezitationsabend von Otto Berna
steinDresden.
Program: I. Martin Buber: Chassidische Geschichten:
1. Die gute Gottesleugnung, 2. Einst und jetzt, 3. Gottes
Tlefillin, 4. Die Abwesenden, 5. Die Spieler, 6. Die andere
Halfte.
Richard Beer Hofmann: Altern. Schlaflied fur Mirjam.
Thomas Mann: Ben Oni (aus ,,Die Geschichten Jaakobs").
II. Ruben Braudes: Wie der Pumpianer Rabbi die soziale
Frage lbst.
Fiir die letzte Kulturbundveranstaltung mit dem Bassermanne
Quartett Mitte Mai steht der entgiiltige Termin noch nicht fest.
Die Veranstaltungen finden saimfliche im Betsaal, Schiitzen,
gasse 4 statt und beginnen piinktlich um 20.15 Uhr.
Weitere Einladungen ergehen nicht mehr.
Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist nur gegen
Vorzeigung der ordnungsmfaBigen Mitgliedskarte des jiidischen
Kulturbundes fiir die Pfalz m6glich, sonst nur gegen besondere
Erlaubnis, die an der Abendkasse erhalten werden kann und die
nur mit amtlich beglaubigtem und mit Lichtbild versehenem Aus'
weis (ReisepaB, Fiihrerschein etc.) giiltig ist.

Bewegung des Rabbinatsbezirks Landau.
Geburt: 20. Marz 1936: Ieinz Reichenberg, Sohn der Eheleute
Berthold und Renate Reichenberg, Albersweiler.
Barmizwah: 11. April 1936: Armin Kern, Sohn des Weinkom
missioners Herrn Artur Kern, Landau, Franz v. Eppstr. 12.
Sterbefille:
9. Marz 1936: Frau Antonie Sahm, 59 Jahre, aus Bergzabern.
28. Mirz 1936: Frl. Flora Loeb, 55 Jahre, aus Schwegenheim.
Auswanderung: Nach U. S. A. Irene Weil, Tochter von Hern
Julius Weil, Landau.

Ablosung an Stelle von Dankeskarten.
Es .ist eine alte jidische Sitte bei freudigen und lernsten
Anlissen unserer Armen zu gedenken und anlia8lich einer Feier,
oder zum Andenken an liebe Vorstorbene, der Gemeinde fir die
B e d iir ft i g en einen Betrag zu iiberweisen.
Die Betrage kinnen bei der Kasse der Zentralwohlfahrts"
stelle (Verwaltung der israelitischen Kultusgemeinde Landau,
Postscheckkonto Ludwigshafen 1150) eingezahlt werden.


Kalender und Gottesdienste
in der Synagoge in Landau:
3. April: Sabbath'Eingang: 18.15 Uhr.
4j April: Morgens 9 Uhr (Zaw); Schabbath Hagadol.
Ausgang 19.40 Uhr.
6. April: Erew Pessach. Verbot des Chomez'Essens 8.50 Uhr.
Gottesdienst am Pessachfest:
6. April: Festtags-Eingang 18.30 Uhr.
7. April: Morgens 8.30 Uhr: Predigt. 2. Abend 19.45 Uhr.
20.30 Uhr: Sederabend fiir die Gemeinde.
8. April: Morgens 8.30 Uhr. Ausgang 19.50 Uhr.
10. April. SabbathwEingang (Schabbath chol hamoed): 18.30
Uhr.
11. April Morgens 8.30 Uhr. Ausgang: 19.55 Uhr.
12. April: FesttagsoEingang: 18.30 Uhr.
13. April:. Morgens 8.30 Predigt. 8. Abend: 19.45 Uhr.
14. April: Morgens 8.30 Uhr (Matenath Jad).
Ausgang: 20.00 Uhr.
15. April: Isru chag.
17. April' Sabbath-Eingang: 18.30 Uhr.
18. April: Morgens 8.30 Uhr (Schemini). Neumondsweihe.
Ausgang: 20.05 Uhr.
22. April: 1. Neumondstag.
23. April 2. Neumondstag (Ijar).
24. April: SabbathoEingang: 18.30 Uhr.
25. April: Morgens 8.30 Uhr (TasriaoMezorah). Ausgang:
Ausgang: 20.15 Uhr.
1. Mai: SabbathoEingang: 18.30 Uhr.
2. Mair Morgens 8.30 Uhr (Achare-Kedoschim). -
Ausgang: 20.30 Uhr.
8., Mai:, SabbathrEingang: 18.30 Uhr.
91 Mai Morgens 8.30 Uhr (Emor). Ausgang: 20.40 Uhr.
10. Mai: Lag baomer.
15. Mai: Sabbath-Eingang: 18.30 Uhr.
16. Mai: Morgens 8.30 Uhr (Behar-Bechukothai). Neumonds,
weihe. Ausgang: 20.50 Uhr.
22. Mai: Neumondstag (Siwan). Sabbath'Eingang: 18.30 Uhr.
23. Mai: Morgens 8.30 Uhr (Bemidbar). Ausgang: 21 Uhr.
An Sabbaths und FesttagsNachmnittagen: 15.30 Uhr.
An Werktagen: Morgens 7 Uhr. Sonntags und an staatlichen
Feiertagen 8 Uhr. Abends 18.30 Uhr.

Richtlinien fiir den Gottesdienst an Sabbath und Feiertagen.
1. Wir been an unseren Feiertagen. Wer sich unterhalten
will, soil fern bleiben.
2. Wir stiren einander nicht im Gebet. Jeder gegenseitige
Besuch hat zu unterbleiben.
3. Wir besuchen den ganzen Gottesdienst. Jedes unn6tige
Verlassen des Gottesdienstes soll deshalb vermieden werden.
4. Wir gehen alle sofort nach Hause. Jedes Umherstehen
im Synagogenhof und auf der StraBe ist strengstens verboten.
5. Schulpflichtige Kinder beniitzen die ihnen angewiesenen
(Plltze und verhalten sich ruhig.
6. Wir listen alien Anordnungen des diensttuenden Be:
amten ohne Widerstand Folge.
7. Wir stellen uns auf keine fremde Plitze. Die Eigentumso
bzw. vermietete Platze sind freizuhalten .
Das Bezirksrabbinat.


Personliche Nachrichten.
Ich mache hierdurch darauf aufmerksam, daB ich mich
mit der Auswanderungsberatung und dem Vermogenstransfer
bei nichtarischen Auswanderern befasse. Da ich sowohl den
amerikanischen Kontinent als auch die meisten europiischen
Staaten selbst als Kaufmann kennen gelernt habe, habe ich mir
das Ziel gesetzt, meine Klienten nicht nur beziiglich der behordo
lichen Angelegenheiten und des Vermogenstransfers, sondern
auch beziiglich des Ziellandes und der dortigen M6glichkeiten
miindlich und schriftlich zu beraten.
Dr. jur. G. E. Rosendahl, Frankfurt a. M., LiebigstraBe 50.
Devisenberater in Auswanderungsangelegenheiten
Suche 2-3 Zimmer mit Kiiche und Zubehir fur spater zu
mieten. Angebote an J. Gersmann, BirnbaumstraBe 51, pt.
NachhilfesUnterricht in alien Fichern und neuhebraischen
Unterricht erteilt
Siegfried Samson, MaximilianstraBe 42a, 3 Treppen.
Das neue jiidische Buch.
Ankiindigung: r-c V n'\1 -1D:
Die Pessach-Hagada. Herausgegeben und erklart von E. D. Gold*
schmidt. Mit neuen Uebersetzungen der Gebetstexte von Martin
Buber. Biicherei Nr. 54. In Pappe gebunden RM. 1.25.


Druck: Karl L6b II, Philippsburg (Baden).